©Beltz & Gelberg


Worum geht’s?

»Passiert dir das öfter, seitdem du hier bist? Dass du etwas hörst, was sonst niemand hören kann?«

Manche Orte flüstern ihre Geheimnisse nur denen zu, die bereit sind zuzuhören. Die Ashfield Academy ist so ein Ort: alt, mystisch und voller verschlungener Wege und Legenden.

Nicky erhält ein Stipendium für die rätselhafte Ashfield Academy und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Zwischen Internatsalltag, seltsamen Regeln und neuen Bekanntschaften spürt sie schnell, dass an diesem Ort etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit Agatha, Pauly und Shu entdeckt sie ihre verborgenen magischen Fähigkeiten – und stößt auf einen alten Kriminalfall. Als dunkle Mächte erwachen und das nahe Dorf bedrohen, müssen die vier über sich hinauswachsen, um Ashfield zu retten.

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Meine Meinung zum Buch

Ich muss gestehen: Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. „Ashfield Academy – Der Ruf des Wasserspeiers” – das klingt nach knarzenden Gemäuern, nach Geheimgängen und nach genau der Art von schaurig-schöner Internatsatmosphäre, der ich normalerweise nicht widerstehen kann. Leider hat mich diese Atmosphäre beim Lesen dann aber doch nicht ganz so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Die Ashfield Academy als Ort hat zwar durchaus Potenzial, aber so richtig eintauchen konnte ich in dieses Gefühl leider nicht. Es blieb für mich eher an der Oberfläche, statt mich wirklich in seinen Bann zu ziehen.

Nicky als Hauptfigur ist grundsätzlich eine Protagonistin, mit der man sich als jüngere Leserschaft gut identifizieren kann: neu an einem fremden Ort, unsicher, aber neugierig genug, um den seltsamen Dingen um sie herum auf den Grund zu gehen. Zusammen mit Agatha, Pauly und Shu bildet sie schnell ein Team – nur hätte ich mir bei den Charakteren insgesamt gewünscht, dass man ihnen etwas mehr Tiefe mitgegeben hätte. Gerade weil die Grundidee mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten so viel hergegeben hätte, blieben mir Agatha, Pauly und Shu am Ende zu blass, um wirklich mit ihnen mitzufiebern.
Richtig gut fand ich, dass die Autorin einem Charakter einen Rollstuhl gegeben hat. So fühlen sich hoffentlich auch Kinder im Rollstuhl etwas mehr repräsentiert bzw. können sich mehr mit Buchfiguren identifizieren. 

Der alte Kriminalfall, dem Nicky und ihre Freund*innen auf die Spur kommen, wird nach und nach aufgedröselt. Das funktioniert handwerklich gut, auch wenn ich mir insgesamt gewünscht hätte, dass die Geschichte noch etwas mehr in die Tiefe geht – sowohl was die Welt als auch was die Figuren betrifft.

Für die Zielgruppe ab 11 Jahren funktioniert die Geschichte aber durchaus gut: fesselnd genug, nicht zu düster, mit einem nachvollziehbaren Spannungsbogen. Auch wenn mich als (deutlich ältere) Leserin die Atmosphäre nicht ganz mitgerissen hat und ich mir bei Setting und Charakteren mehr Tiefe gewünscht hätte, kann ich mir gut vorstellen, dass jüngere Leser*innen hier mehr Freude daran haben werden.

Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen für diesen mystischen Internats-Auftakt.


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Titel: Ashfield Academy: Der Ruf des Wasserspeiers
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Sophie Oldenstein
Illustrator*in: Isabelle Hirtz
Übersetzer*in: /
Verlag: Beltz & Gelberg
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2026
Formate: Hardcover, eBook (220 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 11 Jahren
ISBN: ‎ 978-3-407-79059-0
Preis: € (D) 17,00*
eBook:
€ (D) 14,99*
Audible Hörbuch: /


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