Kategorie: Kinder- und Jugendbücher

[Rezension] Pheromon 2: Sie sehen dich von Rainer Wekwerth und Thariot

Wekwerth_Pheromon_Band2.indd©Thienemann-Esslinger Verlag GmbH

Band 2 einer Reihe – es sind Spoiler zu Band 1 enthalten!


Worum geht’s?

Der Kampf um die Zukunft hat gerade erst begonnen!
Stell dir vor, du hast etwas Schreckliches herausgefunden: Die Menschheit steht vor dem Abgrund – in Gegenwart und Zukunft. Und niemand hat es bemerkt!
Du gehörst zu einer kleinen Gruppe von Auserwählten, die die fremden Invasoren aufhalten können. Weil jeder von euch besondere Fähigkeiten besitzt.
Allein bist du aufgeschmissen, aber zusammen seid ihr stark: Ihr seid „Hunter“, geschaffen in der Zukunft, um das Schicksal der Welt zu verändern! (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Band 2 beginnt dort, wo der erste Band geendet hat. Es geht nahtlos und ohne Umschweife weiter. Der zweite Band ist daher ohne Kenntnis des ersten Bandes gar nicht lesbar bzw. man würde beim Lesen weniger als die Hälfte verstehen.

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[Hörbuch-Rezension] Thalamus von Ursula Poznanski

Poznanski_UThalamus_1MP3_189143© der Hörverlag


Worum geht’s?

Der fremde Wille im eigenen Kopf

Nach einem Motorradunfall soll sich der 17-jährige Timo im Rehabilitationszentrum Markwaldhof von seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma erholen. Schnell stellt er fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Wachkomapatient, mit dem er sich das Zimmer teilt, läuft nachts herum, spricht – und droht damit, Timo zu töten, falls er anderen davon erzählt. Und allmählich entdeckt Timo an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind: Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß von Sachen, die er nicht wissen sollte … (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Hörbuch

Eigentlich lese ich ja lieber Bücher und höre eher selten Hörbücher, besonders, wenn es um Bücher einer meiner Lieblingsautorinnen geht. Doch als “Thalamus” erschienen ist, hatte ich leider kaum Zeit zum Lesen, dafür aber zum Hören, da ich dafür sehr gut die Fahrten zur Arbeit und wieder zurück nutzen konnte und auch wollte.
Das Hörbuch musste also her. Als großer Drei ??? Fan ist mir dann auch sofort positiv aufgefallen, dass “Thalamus” von Jens Wawrczeck gelesen wird. Ich mag seine Stimme und finde, dass er die verschiedenen Charaktere sehr gut intonieren kann.

Eine Autofahrt dauert bei mir in der Regel so um die 20 Minuten, also dachte ich, ich wäre relativ schnell fertig mit dem Hörbuch. Als ich dann nach 8 Tagen immer noch am Hören war und mich wunderte, da die Geschichte nicht den Eindruck machte, das sie sich schon dem Ende zuneigen würde, wurde mir bewusst, dass ich einem Schreibfehler auf den Leim gegangen bin.
Auf der Verpackung meines Hörbuchs steht an zwei Stellen, dass das Hörbuch 2h und 8 Minuten lang sei. Ehrlich gesagt wunderte ich mich auch über diese kurze Laufzeit, da es sich ja um eine ungekürzte Lesung handeln sollte und ich angenommen hatte, das Buch sei relativ seitenstark.
Als die 2h und 8 Minuten dann schon etwas länger überschritten waren, nahm ich erneut die Verpackung des Hörbuchs zur Hand, um dann an einer dritten Stelle auf die tatsächliche Länge des Hörbuchs zu stoßen: 12h und 8 Minuten. Wie genau an gleich zwei Stellen der selbe Schreibfehler gemacht werden konnte, ist mir ein Rätsel, doch immerhin hatte ich mein persönliches Rätsel um die Laufzeit des Hörbuchs gelöst und konnte ganz entspannt weiter hören und mich darauf freuen, dass die Geschichte noch ein wenig länger gehen würde.

Der Klappentext ist ja schon ein wenig mysteriös und ich war sehr gespannt darauf, auf was die Geschichte hinaus laufen würde. Nach einem etwas langsameren Anfang, der mir persönlich fast schon ein wenig zu langsam war, begann dann ein spannender und interessanter Plot, den ich allerdings schon recht bald durchschaut hatte. Wahrscheinlich habe ich schon sehr viel in diesem Bereich gelesen und mich auch persönlich damit befasst, so dass das Thema für mich nicht mehr neu war und die Autorin mich damit leider auch nicht mehr überraschen konnte.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne gehört und war sehr gespannt darauf, wie Ursula Poznanski die Geschichte um Timo und den Markwaldhof aufgebaut hat und wie sie sie auflösen würde.
Viel mehr als der Klappentext hergibt, möchte ich auch gar nicht von der Geschichte erzählen, da sie davon lebt, dass eben nicht zu viel verraten wird und der Leser nach und nach zusammen mit Timo dem Geheimnis auf die Spur kommt. Dass ich nun schon recht bald wusste, worum es geht, ist sozusagen mein eigenes, persönliches “Problem”. Ohne meine Vorkenntnisse wäre ich vermutlich auch nicht so schnell auf des Rätsels Lösung gekommen, sondern erst mit Timo zusammen – so wie es von der Autorin auch gedacht war.
Alles wusste ich aber auch nicht und habe es auch vorher nicht erahnt, so dass meine letzten Fragen auch erst kurz vor Schluss beantwortet wurden. Das gefällt mir gerade bei Thrillern immer sehr gut, da so der Spannungsbogen noch lange aufrecht erhalten werden kann.

Die Idee hinter “Thalamus” ist wirklich sehr gut, interessant und vor allem sehr aktuell – fast schon ein wenig futuristisch. Auch Ursula Poznanskis Stil konnte mich wieder überzeugen. Ich mag es einfach wie sie schreibt. Es ist spannend, nicht langatmig und schön flüssig erzählt. Ich hatte selbst beim Hörbuchhören keine Schwierigkeiten mich auf den Text zu konzentrieren und habe alles, was Jens Wawrczeck vorgelesen hat, gut im Kopf behalten können.

Jens Wawrczeck gibt jedem Charakter eine leicht unterschiedliche Klangfarbe und Intonation, so dass ich die einzelnen Charaktere gut voneinander unterscheiden konnte. Mir ist das sehr wichtig, da ich sehr schnell den Faden verliere, wenn sich bei einem Hörbuch alles und jeder Charakter gleich anhört.

Fazit

Wieder ein sehr interessantes und spannendes Buch von Frau Poznanski. Mir hat es sehr gut gefallen und vermutlich wäre es eins meiner Highlights geworden, hätte ich nicht schon so früh gewusst, worum genau es in dem Buch geht. Da aber nicht jeder dieses Hintergrundwissen besitzt, wird “Thalamus” vermutlich sehr viele Leser überraschen und von sich überzeugen können.

Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: Thalamus
Reihe: /
Autor*in: Ursula Poznanski
Sprecher*in: Jens Wawrczeck
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 13. August 2018
Format: 1 Hörbuch CD, Laufzeit ca. 12h 8 Min.
ISBN: 978-3-8445-3029-2
Preis: 17,00€

[Rezension] Kalle Körnchen–Ein kleiner Sandmann kommt groß raus von Lucy Astner

OD_9783480234707_Kalle_Koernchen_US.indd© Esslinger Verlag


Worum geht’s?

10 abgeschlossene Geschichten für die schönsten Träume – zum gemeinsamen Vorlesen ab 3 Jahren.

Als Urlaubsvertretung des Sandmanns erleben Traumwichtel Kalle Körnchen und sein Freund Flick die tollsten Abenteuer! Sie zähmen übermütige Schäfchen, bringen einem Sternschnuppen-Mädchen das Fliegen bei und finden verschwundene Traumblasen wieder. Mit jeder Menge funkelndem Schlafsand im Gepäck nehmen es die Freunde selbst mit der größten Schnarchnase auf … (Quelle) [Anzeige]


 

Meine Meinung zum Buch

Ist das Cover des Buches nicht zuckersüß?! Mich hat es sofort angesprochen. Als ich das Buch dann in Händen hielt, hat es mich noch ein ganzes Stück mehr bezaubern können, da der Traumsand und andere Kleinigkeiten golden glitzern. Ich liebe ja solche kleinen Spielereien auf Covern und meiner 26 Monate alten Tochter hat das Geglitzere auch gefallen. (mehr …)

[tthinkttwice-Rezi] Boy in a White Room von Karl Olsberg

© Loewe Verlag


Worum geht’s?

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das alles tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich? (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Bevor ihr diese Rezension weiterlest, verweise ich euch schnell nochmal auf die Rezension meines Mannes zu diesem Buch: KLICK!
Da es sich bei meiner Rezension um eine tthinkttwice-Rezi handelt, werde ich Bezug auf den Text meines Mannes nehmen, ihr solltet also vorher seine Rezi gelesen haben, um genau erstehen zu können, worauf ich mich beziehe. 🙂

Ich gehe selten auf die Covergestaltung eines Buches ein, aber da mein Mann dies in seiner Buchbesprechung getan hat und ich das Cover von “Boy in a White Room” sehr gelungen finde, werde ich auch ein paar Worte dazu schreiben.
Ich bin ein Fan des Covers. Es ist schlicht und dennoch fällt es auf. Im Laden hätte ich das Buch definitiv in die Hand genommen. Zu sehen ist erst die Hälfte eines Gesichts und wenn man das Cover aufklappt, sieht man das ganze Gesicht. Außerdem wurde der Buchtitel mit Relieflack gedruckt, so dass das Cover auch zu einem ganz besonderen haptischen Vergnügen wird. Ich mag sowas ja. Zu sehen sind auch viele kleine und größere Kuben (vielleicht sind das Räume?), die meiner Meinung nach perfekt zum Inhalt des Buches passen.

Da mein Mann das Buch ja bereits vor mir gelesen hat und sich unheimlich schwer damit tut nicht über das Gelesene zu reden, wusste ich bereits vorher schon, dass die Identität des Boy in a White Room bereits sehr früh aufgeklärt wird. Das war also keine Überraschung mehr für mich. Vielmehr begriff ich, dass hinter dem Jungen im weißen Raum noch so viel mehr stecken musste und lies mich auf das Abenteuer ein.

Was wie ein leichter und sehr spannender Jugendthriller beginnt, nimmt irgendwann eine Wendung mit der ich im Leben nicht gerechnet hatte. Um meinen Mann zu zitieren:

Andreas Eschbach wird auf dem Backcover zitiert, das Buch hätte einen philosophischen Tiefgang. Wie tief kann es denn gehen, wenn die Sache nach 23 Seiten klar ist? Ich möchte es mal so formulieren… so tief wie ein Kaninchenbau und am Ende wünschtest Du Dir, Du hättest die blaue Pille gewählt.

Ohne den Autor persönlich angreifen zu wollen, habe ich mir tatsächlich zwischendurch die Frage gestellt, was für eine Pille er wohl beim Schreiben des Buches eingeworfen hatte. Um eins klarzustellen: Ich finde das Buch großartig und bin begeistert von der Tiefe, die darin steckt. Nach dem “normalen” Beginn des Buches habe ich einfach nicht mit so etwas völlig – ich nenne es mal – abgespacetem gerechnet. Mein Mann nannte dies liebevoll “Echt jetzt? – Momente” und dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Ich habe den Übergang zu dem philosophischen Part des Buches allerdings nicht ganz so gut annehmen können wie mein Mann, daher hat er auch einen halben Stern ehr vergeben als ich.

Karl Olsberg nimmt den Leser mit auf eine Reise ins Wunderland und lässt Decartes mit seinem “Cogito, ergo sum – Ich denke, also bin ich.” neu aufleben.
Meiner Meinung nach ist dieser Teil des Buches wirklich nicht für jedermann gemacht, was auch die gespaltenen Rezensionen zu dem Buch zeigen. Mir jedoch hat die Idee dahinter sehr gut gefallen. Ich habe es lediglich nicht geschafft mich zu 100% auf dieses Gedankenspiel einzulassen.
Auch das Ende wird gespaltene Lager hinterlassen. Die Einen werden es äußerst passend finden, die Anderen werden es hassen. Ich gehöre zu Ersteren, obwohl ich zugeben muss, dass ich mir doch irgendwie schon ein anderes Ende oder zumindest ein paar Seiten mehr gewünscht hätte.

Fazit

“Boy in a White Room” ist definitiv anders. Es ist leicht und verständlich geschrieben, es ist spannend und gleichzeitig ist es hoch philosophisch. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich persönlich nicht auf die Idee gekommen wäre zu diesem Thema zu philosophieren, obwohl es wirklich sehr naheliegend ist. Ich habe einen spannenden Page-Turner erwartet und noch so viel mehr bekommen.

Ich vergeben gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: Boy in a White Room
Reihe: /
Autor*in: Karl Olsberg
Übersetzer*in: /
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2017
ISBN: 978-3785587805
empfohlenes Lesealter: 14 – 17 Jahre
Format: Taschenbuch (288 Seiten)
Preis: 14,95 Euro

[Rezension] Heliopolis: Magie aus ewigem Sand von Stefanie Hasse

Heliopolis©Loewe Verlag


Worum geht’s?

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. An ihrem 16. Geburtstag wird sie eine der acht magischen Gaben erhalten und mit Riaz vermählt werden. Doch Akasha bekommt nur das Leere Zeichen in den Nacken gebrannt. Keine Gabe! Keine Magie! Zu allem Überfluss droht nun eine Hochzeit mit dem arroganten Dante. Um den Makel auszumerzen, schickt ihr Vater sie in einer wichtigen Mission auf die Erde.
Dort soll die sechzehnjährige Hailey eine Ausstellung mit antiken Artefakten organisieren. Aber wieso versteht sie plötzlich sumerisch? Und warum kann sie Keilschrift lesen?
In ihrem spannenden Doppel-Drama um Akasha und Hailey entführt Stefanie Hasse ihre Leserinnen erneut in eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Ja, das Buch wird gerade so richtig gehypt. Aber soll ich euch mal etwas sagen? – Zurecht! Das Buch wird zurecht gehypt.
Auch wenn ich das Fazit nun etwas vorweg nehme: Heliopolis gehört definitiv zu den bisherigen Highlights meines Lesejahres und ich kann es kaum erwarten bis der zweite Band erscheint.

Akasha, die Prinzessin von Heliopolis wartet ganz aufgeregt auf ihre Initiation. Der Moment, der über ihre Zukunft bestimmt. Welche Gabe wird sie haben? Welchem Haus angehören? Der 16. Geburtstag und damit der Initiationstag aller Jugendlichen, ist einer der aufregendsten Tage überhaupt.

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[Rezension] Alles so leicht von Meg Haston

9783551316110©Carlsen Verlag


Worum geht’s?

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Nachdem mir das Buch schon häufiger über den Weg gelaufen ist, wurde es nun endlich Zeit es zu lesen. “Alles so leicht” ist frisch als Taschenbuch im Carlsen Verlag erschienen und das war der Moment, wo es auch bei mir einziehen durfte und natürlich auch gelesen wurde.
Ich persönlich finde es richtig gut, dass dieses Buch nun als recht günstiges Taschenbuch erschienen ist, da ich es für ein Buch mir sehr wichtiger Thematik halte, das definitiv als Schullektüre eingesetzt werden kann. Und da wir wissen, dass Schullektüre nicht so teuer sein darf/sein sollte, finde es ganz wunderbar, dass Carlsen das Buch in neuem Format auf den Markt gebracht hat.

Stevie ist essgestört und hat nach dem Tod ihres Bruders beschlossen selber auch aus dem Leben zu scheiden – sich einfach aufzulösen. Nichts mehr essen, bis ihr Körper aufgibt und sie einfach aus dem Leben verschwinden kann. Stevie gibt sich die Schuld an dem Tod ihres Bruders und möchte mit ihren Taten Buße tun. Doch ihre Essstörung hat schon viel früher begonnen – ab dem Zeitpunkt, an dem ihre Mutter gegangen ist.
Stevies Vater lässt sie in ein Therapiezentrum einweisen und um diese Zeit in dem Therapiezentrum geht es in “Alles so leicht”. Stevie hat einen felsenfesten Plan gefasst und den möchte sie unter allen Umständen durchziehen. Sie möchte sich weder ihrer Therapeutin öffnen noch die anderen Mädchen aus ihrem Bungalow emotional an sich ranlassen. Sie verweigert auch im Therapiezentrum die Nahrung, damit sie ihren fest gefasten Plan auch einhalten kann. Doch mit jedem Tag, den sie im Zentrum verbringt, lernt sie Neues über sich und fasst Vertrauen sowohl zu ihrer Therapeutin als auch zu den anderen Mädchen. Nie im Leben hätte Stevie das für möglich gehalten.

“Alles so leicht” ist meiner Meinung nach ein wichtiges Buch, aber es ist definitiv kein einfaches Buch. Es ist schonungslos, ungeschönt und teilweise echt schwer zu verdauen. Zumindest mir ging es beim Lesen so. Ich habe die Charaktere und die Thematik an mich herangelassen und war beim Lesen des Buches sehr häufig sehr bedrückt. Zum Ende hin habe ich sogar Tränen vergossen.

Anders als der Titel ist das Buch nicht leicht, auch wenn es dennoch voller Hoffnung ist. Es ist definitiv ein Buch über das nach dem Lesen gesprochen werden muss – ein Buch, das noch lange nachhallt.

Da die Charaktere fast alle mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen haben, sind sie nicht unbedingt einfach und auch nicht unbedingt immer sympathisch. Aber genau das macht sie auch so authentisch; und genau das ist dieses Buch – authentisch. Ich habe mich richtig gut in den Kopf einer essgestörten 17-Jährigen versetzt gefühlt und dort zu sein ist kein schönes Gefühl.
Die Autorin hat Stevies innere Kämpfe sehr gut beschrieben und uns während des gesamten Buches an ihrem Innenleben teilhaben lassen.

Meg Hastons Schreibstil ist poetisch und gleichzeitig knallhart. Ich brauchte beim Lesen zeitweise recht viel Konzentration, um dem Geschriebenen folgen zu können. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenher liest. Man muss sich mit dem Gelesenen definitiv beschäftigen und dazu passen sowohl Schreibstil als auch die Umsetzung des Buches perfekt.

Fazit

“Alles so leicht” ist authentisch, schonungslos und ehrlich. Es ist definitiv keine weichgespülte Geschichte und hat mir auf jeden Fall die Augen geöffnet. Ich denke, ich weiß nun etwas besser, was es heißt nichts mehr essen zu wollen. Was es heißt, wenn Essen und Kalorien auf eine krankhafte Art und Weise das gesamte Leben bestimmen. Es ist heftig und ich bin mir sicher, dass mich das Buch noch eine ganze Weile beschäftigen wird.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: Alles so leicht
Reihe: /
Autorin: Meg Haston
Übersetzerin: Alexandra Ernst
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2018
Format: Taschenbuch (320 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-551-31611-0
Preis: 7,99€

Vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar, im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung, zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Nicht weg und nicht da von Anne Freytag

Freytag_ANicht_weg_und_nicht_da_188064©Heyne Verlag


Worum geht’s?

Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken … (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Alle 53 Minuten nimmt sich ein Mensch das Leben. Das sagt die Statistik. Was sie nicht sagt, ist, wie es sich für die anfühlt, die bleiben.
[…]
In „Nicht weg und nicht da“ geht es nicht um einen Selbstmord. Es geht um das Danach. Um die verschiedensten Arten von Liebe. Und um das Leben – nach dem Tod. (Quelle: Anne Freytags Essay zum Buch)

Anne Freytag schreibt wirklich einzigartig. Meiner Meinung nach eine der besten deutschen Autorinnen. Alleine am obigen Zitat könnt ihr ihren wundervollen Schreibstil schon erkennen.
”Nicht weg und nicht da” ist mein zweites Buch von Anne Freytag und ich habe es geliebt.

In dem Buch geht es hauptsächlich um Luise und Jacob – zwei junge Menschen, die bereits früh Bekanntschaft mit dem Schicksal gemacht haben.
Luises Bruder hat Selbstmord begangen und als wäre das nicht schon schlimm genug, war es auch noch Luise selber, die ihn gefunden hat. Luise versucht dieses Erlebns damit zu verarbeiten, dass sie sich von ihrem alten, mausgrauen Ich trennen möchte – sie rasiert sich eine Glatze und lässt sich ein Piercing stechen, doch wirklich geholfen hat ihr das nicht mit dem Tod ihres Bruders fertigzuwerden.
Nach einer ihrer Therapiestunden begegnet sie Jacob und beide sind sofort fasziniert voneinander. Jacob, der “silent angry boy”, der Junge, der niemanden an sich heranlässt und ständig einen wütenden Eindruck macht.
An ihrem 16. Geburtstag erhält Luise aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder, mit einer Aufgabe. Es ist die erste E-Mail von vielen. Zusammen mit Jacob macht sie sich an die Erledigung der Aufgaben.

Nein, bei “Nicht weg und nicht da” handelt es sich nicht um einen Mystery-Roman. Luises Bruder spricht nicht plötzlich aus dem Reich der Toten zu ihr. Er hat noch vor seinem Tod eine ganze Reihe an E-Mails geplant, damit es Luise einfacher fällt von ihrem toten Bruder Abschied zu nehmen – sofern man hier überhaupt von einfach reden kann.

“Nicht weg und nicht da” ist ein ganz besonderes Buch. Trotz der schweren Thematik ist das Buch gar nicht schwer. Es lässt sich wunderbar schnell und einfach lesen. Ich bin regelrecht durch die kurzen Kapitel gerast und habe zusammen mit Luise Abschied von ihrem Bruder genommen.
Das Buch ist ganz klar emotional, aber nicht bedrückend. Es ist ein Buch voller Hoffnung, Liebe, Freundschaft und natürlich auch über die Wichtigkeit von Trauer. Und wie Anne Freytag selber bereits erwähnt hat, ist es ein Buch über das Leben nach dem Tod eines Verstorbenen. Über etwas, über das in der Regel geschwiegen wird. Meiner Meinung nach ist es ein ganz wundervolles und auch wichtiges Buch. Es zeigt, was es bedeutet ein Hinterbliebener eines Menschen zu sein, der den Freitod gewählt hat.

Auch in diesem Buch von Anne Freytag sind die Charaktere wieder sehr authentisch und tief gezeichnet. Der Leser erfährt viel vom Innenleben der einzelnen Personen und begleitet die Charaktere in ihrer Entwicklung. Was mir besonders gut gefällt, ist die Authentizität – die Ecken und Kanten, die jeder Charakter nun einmal hat.

Wie bereits erwähnt, hat Anne Freytag einen ganz besonderen Schreibstil. Ich liebe ihn. Er ist gleichzeitig ernst, voller Poesie und doch so leicht und flüssig, dass ich das Buch in kürzester Zeit fertig gelesen hatte.
Ich habe direkt nach “Nicht weg und nicht da” ein neues Buch einer anderen deutschen Autorin begonnen und da wurde mir der Unterschied zwischen den beiden Schreibstilen erst so richtig bewusst.
Falls ihr noch kein Buch von Anne Freytag gelesen haben solltet, dann möchte ich euch sehr gerne ans Herz legen, dies so bald es geht nachzuholen.

Fazit

Auch Anne Freytags neuster Jugendroman ist wieder ein ganz besonderes Werk geworden. Je mehr Bücher ich von ihr lese, desto mehr verstehe ich selber, wieso sie zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.
Sie schreibt voller Poesie, wählt die Worte mit Bedacht und schafft es dennoch den Leser nicht zu überfordern, sondern da abzuholen, wo er steht und ihn für ein paar Stunden mit in das Leben anderer Personen zu nehmen.
”Nicht weg und nicht da” ist meiner Meinung nach wieder ein rundum gelungener Roman aus Anne Freytags Feder, den ich jedem an’s Herz legen möchte.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine ganz klare Leseempfehlung.


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Titel: Nicht weg und nicht da
Autorin: Anne Freytag
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 19. März 2018
Format: Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen (480 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-453-27159-3
Preis: 16,00€


Weitere Meinungen zum Buch

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[Rezension] Der Fluch des Erlkönigs von Carola Wolff

01_Erlko-nig@Fabulus Verlag


Worum geht’s?

Ein Wellness-Hotel in ein abgelegenes Waldgebiet zu setzen — für den Baulöwen Harry Kaiser ist dies Projekt das wichtigste seiner Karriere. Proteste von Naturschützern glaubt er niederbügeln zu können, und würde ihm jemand sagen, dass sein Vorhaben die Heimat eines Elfenvolkes zerstört, würde der Unternehmer dies als spinnert abtun. Eher zufällig gerät Harrys Sohn Finn zwischen die Fronten. Der junge Mann, ein begabter Zeichner, dessen künstlerische Neigungen so gar nicht den Vorstellungen des Vaters von einem Nachfolger entsprechen, hadert mit der familiären Situation, trauert um die tote Mutter, fühlt sich missachtet. Finn lernt die Öko-Aktivistin Tonia kennen und gerät in den Bann der Erlkönigin. (Quelle)


Meine Meinung zum Buch

Ganz ehrlich? Fast hätte ich dieses Buch links liegen gelassen – was hauptsächlich an dem Cover liegt. Ich mag schöne, ästhetische, mal auch verspielte Cover. Das Cover eines Buches ist sein Aushängeschild – erst wenn mich das Cover angesprochen hat, lese ich den Klappentext.
Ein in meinen Augen “hässliches” Cover ist zwar kein Ausschlusskriterium per se, aber meistens komme ich gar nicht mehr zu dem Punkt, das Buch in die Hand zu nehmen und es mir genauer anzuschauen. Glücklicherweise bekam ich zu diesem Buch eine Rezensionsanfrage, so dass ich mir im angehängten PDF direkt den Klappentext durchlesen konnte, ohne mich zu sehr vom Cover beeinflussen zu lassen.

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[Rezension] Leonie Looping: Das Rätsel um die Bienen

36545©Ravensburger Buchverlag


Worum geht’s?

Was ist nur mit den Bienen los? Sie wollen einfach keine Pollen mehr sammeln und der Honig wird knapp. Imker Fleißig ist ratlos. Da bleibt nur eins: Leo und die Schmetterlingselfen sehen sich im Bienenstock um. Es stellt sich heraus, dass den Bienen das Spritzmittel von Bauer Grünkohl nicht bekommt. Die Bienenkönigin ist verzweifelt und bittet Leo um Hilfe. Ob Leo und ihre Freunde Bauer Grünkohl umstimmen können? Erstes Lesefutter ab Klasse 2. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Bienen – viele haben immer noch Angst vor ihnen, jedoch völlig zu unrecht. Bienen werden immer wichtiger für unser eigenes Überleben, daher gehört das kleine summende Volk zu einem der wichtigeren Themen, die es unbedingt auch im Kindesalter zu thematisieren gilt.

Cally Stronk nimmt sich, zusammen mit der Illustratorin Constanze von Kitzing, im neusten Leonie Looping Band dieser Thematik an.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir zunächst eine etwas andere Geschichte vorgestellt hatte, als ich davon gelesen habe, dass der neue Leonie Looping von Bienen handeln soll. Ich nahm zunächst an, es würde generell um das Bienensterben und die Bedeutung der Bienen für die Menschheit gehen.

Cally Stronk hat sich jedoch dazu entschieden einen, meiner Meinung nach, doch kindgerechteren und daher nicht ganz so dramatischen Weg einzuschlagen, um auf die Bienen und ihr Problem mit der Lebensweise der Menschen einzugehen. Alleine würde ich mein Kind aber nicht mit der Thematik lassen, dafür ist sie einfach zu komplex. Das Buch bietet sich prima zum Zusammenlesen und darüber reden an.

Ganz zu Beginn der Geschichte werden alle wichtigen Charaktere ganz kurz vorgestellt, so dass es mir problemlos möglich war, auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände in die Welt von Leonie Looping und ihren Freunden einzutauchen.

Das Buch ist groß geschrieben und mit vielen bunten Illustrationen versehen und daher prima für Erstleser geeignet. Wie bereits weiter oben erwähnt, würde ich als erwachsene Person dennoch immer mit meinem Kind über das Gelesene reden und eventuell weitere Erklärungen bieten oder aufkommende Fragen beantworten.

Fazit

“Leonie Looping: Das Rätsel um die Bienen” ist ein wirklich süßes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Mit der Bienenthematik wird kindgerecht umgegangen und trotzdem das Bewusstsein der Kinder behutsam auf die wichtige Thematik gelenkt.
Die süßen Illustrationen von Constanze von Kitzing runden das Buch ab und machen es zu einem Lesevergnügen für die Kleinen unter uns.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.


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Titel: Leonie Looping: Das Rätsel um die Bienen
Reihe: Band 4
Autorin: Cally Stronk
Illustratorin: Constanze von Kitzing
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2018
Format: Hardcover (100 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3473365456
Preis: 8,99€


Weitere Meinungen zum Buch

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[Rezension] Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen von Katie McGarry

9783841505118©Oetinger Verlag


Worum geht’s?

Dramatische Liebe, schicksalhafte Wendung: Eine Nacht, ein mysteriöser Unfall, und die einst beliebte Echo Emerson ist plötzlich die Außenseiterin, über die der Schulhof tuschelt. Ein Schicksal, das Noah schon lange kennt: Der typische Troublemaker wandert von einer Pflegefamilie zur nächsten, seit er seine Eltern verlor. Um seinen jüngeren Brüdern diese »Karriere« zu ersparen, muss er jedoch an seine Therapie-Akten kommen, genau wie Echo. Schon bald verbindet die beiden Außenseiter mehr als ihr Schicksal, viel mehr. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Was für ein unfassbar tolle Buch! Ich habe Rotz und Wasser geheult… Aber bevor ich jetzt das Fazit vorwegnehme, ein paar mehr Worte zur Geschichte und zum Buch.

Die 17-jährige Echo hat es ganz schön hart getroffen. Einst war sie eine der beliebtesten Schülerinnen der ganzen Schule. Intelligent und auch noch gutaussehend. Klischeehaft? Vielleicht. Doch Echo bedient dieses Klischee überhaupt nicht.
Seit einem Vorfall vor zwei Jahren, kommt Echo nur noch mit langärmligen Shirts zur Schule – auch im Hochsommer. Die Gerüchteküche brodelt natürlich mächtig und ihren Status hat Echo schon lange eingebüßt. Genauso wie sie auch viele ihrer “Freunde” verloren hat.
Eines Tages begegnet Echo durch Zufall dem 18-jährigen Noah. Noah hat keinen guten Ruf an der Schule. Als Kiffer und Schläger bekannt, gehen ihm die meisten Mitschüler aus dem Weg – so auch Echo.
Nun werden genau diese Beiden von ihrer Schultherapeutin zusammengebracht. Die Musterschülerin Echo soll Noah Nachhilfe geben. Schon sehr bald verbindet die beiden Außenseiter viel mehr als ihr Schicksal und gemeinsam schmieden sie einen Plan, an ihre Therapie-Akten zu gelangen, um endlich Antworten zu erhalten.

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