Kategorie: Kinder- und Jugendbücher

[Rezension] 55 Gitarren von Nicole Hagenauer

55 Gitarren
©Bild aer1th_bookish_life


Worum geht’s?

Ruby ist sechzehn und fährt wie jedes Jahr mit ihrer Familie ins Feriencamp nach Michigan. Doch alles ist anders, denn ihre Mutter ist gestorben und der Verlust hat ihr das Herz gebrochen. Ruby will sich nur noch vor der Welt verstecken und am liebsten in der hintersten Ecke verkriechen. Ihr Vater hat seine neue Freundin schon im Schlepptau und ihrem Bruder Tom scheint alles egal zu sein. Aber dann begegnet sie dem Musiker Flynn. Mit seiner ignorierenden Art ihr gegenüber, scheint er ihr nicht gutzutun. Doch Flynn hat einen ähnlichen Schicksalsschlag wie Ruby erfahren. Langsam lernen die beiden sich besser kennen und dieser Sommer wird doch ganz anders als Ruby erwartet hatte …

Eine berührende Geschichte mit Tiefgang und viel Musik. Sehr emotional und mitreißend!

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Meine Meinung zum Buch

Ich lese sehr gerne Bücher von “kleineren”, noch eher unbekannten Autor*innen und lasse mich von deren Werken immer wieder aufs Neue überraschen. So hat es mich auch sehr gefreut, als das Buch “55 Gitarren” von Nicole Hagenauer den Weg zu mir gefunden hat.
Der Klappentext versprach ein sehr emotionales Buch mit viel musikalischem Flair – und genau das habe ich auch bekommen.

Die Protagonistin Ruby ist 16 Jahre alt und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. An dieser Stelle eine kurze Triggerwarnung: Rubys Mutter ist an Krebs verstorben. Auch wenn die Krankheit an sich und der Leidensweg nicht tiefergehend beschrieben werden, könnte dieser Teil für Betroffene doch triggernd sein.
Während Ruby noch sehr stark trauert und sehr viele Tränen vergießt, hat ihr Vater bereits eine neue Freundin, die er auch noch mit auf den gemeinsamen Familienurlaub mitnimmt. Ruby gibt sich alle Mühe nicht unfair zu sein und der neuen Freundin, trotz ihrer eigenen Trauer, eine Chance zu geben.
Im Feriencamp lernt sie Flynn kennen, einen Musiker, der Gitarren genau so sehr liebt wie sie und ihre Mutter. Obwohl er zunächst recht abweisend ist, kommen die beiden sich immer näher und Ruby wächst über sich selbst hinaus.

Das Buch wird als Jugendbuch beworben und mit der Zielgruppen-Einschätzung gehe ich auf jeden Fall mit. Ich finde allerdings auch, dass Erwachsene das Buch durchaus sehr gut lesen können und ihre Freude daran haben.

Ruby ist mit ihren 16 Jahren sehr reif. Obwohl sie ihren Vater nicht versteht und seine Freundin zunächst ablehnt, macht sie kein Drama aus der ganzen Geschichte, sondern geht besonnen damit um und lässt Impulse von außen zu. Ich habe schon genügend Geschichten von Jugendlichen gelesen, wo ich nur mit den Augen rollen konnte, deswegen hat es mich hier sehr gefreut, auf eine junge Frau zu stoßen, die sehr gut in der Lage ist sich selber zu reflektieren. Sie lernt u.a. mit der Zeit, das jeder Mensch anders mit seiner Trauer umgeht, was meiner Meinung eine der wichtigen Botschaften dieses Buches ist.

In dem Buch geht es primär um Rubys Trauer und die Musik. Die, im Klappentext angekündigte, Liebesgeschichte ist, meiner Meinung nach, eher unaufdringlich und sanft – was mir sehr gut gefallen hat.
Leser*innen mit großer Affinität zu Musik werden sicherlich ihre Freude an dem Buch haben und an den, von der Autorin selbst geschriebenen, Songtextes. Beim Lesen habe ich mir so manches Mal eine Playlist zu dem Buch gewünscht, da ich die Texte wunderschön fand.

Weswegen nur gute vier, statt fünf Sterne? Einige Ereignisse passierten mir zu schnell und zu oberflächlich, da hätte ich mir ein paar Seiten mehr und eine tiefgehendere Sichtweise gewünscht. Ich hätte das Buch auch mit 250 oder mehr Seiten gelesen. Smile

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und bildhaft geschrieben, voller Emotionen und Tiefgang. Ich musste ein Mal sogar weinen – zeigt also, die Geschichte hat mich berührt. Es ist eine Mut machende, unaufdringliche Geschichte, die einen gefangen nimmt und glücklich wieder gehen lässt.


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Titel: 55 Gitarren
Originaltitel: /
Reihe: /
Autor*in: Nicole Hagenauer
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: epubli Verlag
Erscheinungsdatum: 31. Juli 2018
Format: Taschenbuch & eBook (184 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
ISBN: 9783746747095
Preis: 8,99€
eBook: 4,99€


[Kinderbuch-Rezension] Suna–Volle Kanne Prinzessin: (K)Ein Schloss ohne Gespenst von Britta Schattenberg

Adobe Photoshop PDF
©Theil Kinderbuch Verlag


Worum geht’s?

Suna ist acht Jahre alt, liebt kunterbunte Klamotten, blubbernde Orangenlimonade und ihren Zopf oben auf dem Kopf.

Ach ja, da war ja noch was: Sie ist die Prinzessin vom Südspananien! Das hält sie aber nicht davon ab, sich zusammen mit ihren Freunden, in wilde Abenteuer zu stürzen. Suna ist mutig, verrückt und etwas ganz Besonderes; eben volle Kanne Prinzessin!

Suna hat ein tolles Zuhause! Sie wohnt in einem riesigen Schloss mit zwei schicken Schlosstürmen und hundert Zimmern. Aber halt, – fehlt da nicht irgendetwas? Nachts wenn alle im Schloss schlafen, dann hört man … überhaupt gar nichts; keiner wird erschreckt, nix wird stibitzt! Ein Schloss ohne Gespenst, dass darf doch wohl nicht wahr sein. Deshalb macht Suna sich auf die Suche nach einem Schlossgespenst und findet den kleinen, stets verschnupften Schnuppi. Er ist auf einer ungemütlichen Burg bei einem griesgrämigen Burgherrn gefangen. Zusammen mit ihren Freunden schmiedet Suna einen verrückten Plan. Ob Schnuppi bald bei Suna daheim herumflattert?

Woher das merkwürdige Knurren auf dem Dachboden im Schlossturm kommt? Und ob Gespenster auch Haustiere haben dürfen? All das und noch mehr erfährst du in diesem Buch.

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Meine Meinung zum Buch

Ein weiteres bezauberndes Buch, das meine Tochter und ich wärmstens weiterempfehlen können.

Suna ist eine Prinzessin, die Prinzessin von Südspananien, um genau zu sein. Doch Suna ist keine gewöhnliche etepetete Prinzessin. Die Achtjährige liebt knallbunte Klamotten und erlebt lieber viele spannende Abenteuer als die brave Königstochter zu spielen. Hinzu kommt, dass sie mit einem Schlossgespenst, einem Klabautermann und einem Fledermops ganz außergewöhnliche Freunde hat. Was ein Fledermops genau ist und wie Suna zu ihrem Schlossgespenst gekommen ist, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest, denn verraten werde ich es hier natürlich nicht. Smile

Seit meine Tochter auf der Welt ist, habe ich schon einige Kinderbücher gelesen. Und obwohl wir das Zuhause nicht forciert haben, habe ich auch schon eine Menge Prinzessinnenbücher gelesen. “Suna- Volle Kanne Prinzessin” ist ein wunderbar anderes und großartiges Prinzessinnenbuch. Mit Suna wird jede*r seinen Spaß haben, egal welchen Geschlechts.

Das Buch beginnt und endet mit einem persönlichen Brief von Suna an den*die Leser*in. Puschel und mir hat das sehr gut gefallen, denn so hat Suna uns richtig schön angeholt, mit in ihre Welt genommen und am Ende wieder verabschiedet. Meine Tochter wollte ihr zum Schluss auch unbedingt einen Brief zurückschreiben.

Das Buch ist aufgeteilt in vier Geschichten, die prima am Stück (vor)gelesen werden können. Sie bauen aufeinander auf, ohne, dass sie zeitlich in engem Zusammenhang stehen. Somit ist es eben keine große lange Geschichte, sondern auch für Leseanfänger wunderbar portioniert.

Der Schreibstil der Autorin hat mir besonders gut gefallen. Er ist bildhaft, einfach zu lesen und wundervoll humorvoll. Auch ich als Erwachsene konnte während des Lesens kräftig schmunzeln. Die großartig geschriebene Geschichte wird mit wunderschönen Illustrationen abgerundet, an denen wir uns gar nicht satt sehen konnten. Ich glaube, Virginia Theil ist mittlerweile zu einer meiner Lieblingsillustratorinnen geworden. Ich liebe ihren Zeichenstil und die lebendigen Bilder.

Neben einer tollen Geschichte und großartigen Bildern vermittelt das Buch auch Werte, wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Meiner Meinung nach ein rundum gelungenes Buch, das wir auf jeden Fall weiterempfehlen können.

Von uns gibt es volle 5 von 5 Sternen. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Abenteuer von Suna!


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Titel: Suna – Volle Kanne Prinzessin: (K)Ein Schloss ohne Gespenst
Originaltitel: /
Reihe: Band 1 der Reihe um Suna
Autor*in: Britta Schattenberg
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Virginia Theil
Verlag: Theil Kinderbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2020
Format: Hardcover (128 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3968570037
Preis: € (D) 15,00


[Rezension] Cassardim (Bd. 2)–Jenseits der schwarzen Treppe von Julia Dippel

jenseits-der-schwarzen-treppe-isbn-978-3-522-50698-4
©PLANET!


Worum geht’s?

Romantisch, gefährlich, mitreißend – Die Liebe zwischen Amaia und Noár muss sich beweisen!
Als Goldene Erbin und Verlobte des Schattenprinzen ist Amaia den Mächtigen in Cassardim ein Dorn im Auge. Auf ihrer Reise durch die Fürstentümer muss sie deshalb nicht nur die höfischen Intrigen überleben, sondern auch diverse Mordanschläge. Besonders in der Schattenfeste, wo Liebe als Schwäche gesehen wird, schwebt Amaia in großer Gefahr. Um sie zu schützen, ist Noár gezwungen, erneut zu dem skrupellosen Prinzen zu werden, den alle so fürchten. Doch wieder einmal ist nichts, wie es scheint, sodass nicht nur Amaias Herz auf eine harte Probe gestellt wird.  

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Meine Meinung zum Buch

Oh, was habe ich mich gefreut, als ich entdeckt hatte, dass der zweite Band von “Cassardim” erschienen ist. Der erste Band gehörte nämlich zu einem meiner Jahreshighlights aus dem Jahr 2019.

Obwohl die Autorin mit einer kurzen Rückschau beginnt, um dem*der Leser*in dein Einstieg nach Cassardim zu erleichtern, habe ich mich dazu entschieden den ersten Band nochmal zu lesen. Ein Jahr zwischen den beiden Bänden war für mich dann doch etwas zu viel. Das erneute Lesen des ersten Bandes sorgte dafür, dass ich sofort wieder im Universum von Amaia und Noár war. Mitten hinein katapultiert – denn nach dem kurzen Rückblick schließt das Buch nahtlos an Band 1 an.

Wie schon im Vorgängerband ist Julia Dippels Schreibstil einfach nur fesselnd und wunderbar bildhaft. Sie weiß, wie sie ihre Leserschaft in ihren Bann ziehen kann bzw. in den Bann ihrer Charaktere. Ich liebe die Detailliertheit und Tiefe ihrer Figuren. Keine bleibt blass, jede hat ihre eigene authentische Geschichte.
Und obwohl dieser zweite Band nicht selten etwas düster ist, kommt der Humor nicht zu kurz. Immer wieder entlockte mir die Autorin mit ihren Film- und Serienanspielungen, die so gar nicht nach Cassardim passen wollten, ein Schmunzeln. Ich liebe das einfach.

Auch noch mehr als eine Woche nach Beendigung des Buches hallt dieses in meinen Gedanken nach. Die Geschichte hat Eindruck hinterlassen und wenn ich könnte, würde ich sofort den dritten Band zur Hand nehmen und erneut in die Cassardims Welt eintauchen.

Ich glaube, man liest recht deutlich heraus, dass auch der zweite Band zu meinen Jahreshighlights zählt, auch wenn ich zwischenzeitlich dachte, das würde nichts mehr werden. Mehr verrate ich hier allerdings nicht, lasst euch einfach überraschen.

Fazit

Fans des ersten Bandes werden sicherlich auch großen Gefallen am Folgeband finden. Mir persönlich hat auch der zweite Band äußerst gut gefallen. Eine kleine Warnung vorweg, Julia Dippel beendet diesen Band mit einem kleinen, aber ziemlich fiesen Cliffhanger – seid gefasst.

Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.


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Titel: Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe
Originaltitel: /
Reihe: Band 2
Autor*in: Julia Dippel
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: PLANET!
Erscheinungsdatum: 21. November 2020
Format: Hardcover (432 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-522-50698-4
Preis: € (D) 17,00
eBook: € (D) 13,99


[Rezension] Ellas verrückt-verrutschtes Leben von Miriam Mann

978-3-414-82587-2-Mann-Ellas-verrueckt-verrutschtes-Leben-org
©Boje


Worum geht’s?

Ella ist unzufrieden. Seit dem Umzug aufs Land ist ihr Leben total öde. Doch als ein paar Gänse sie die alte Rutsche im Garten hinunterjagen, ändert sich alles. Offenbar ist Ella eine halbe Stunde in der Zeit zurückgesprungen! Das ist ja fantastisch, denkt sie sich, und rutscht, was das Zeug hält. Bis sie bemerkt, wie sich immer mehr Dinge verändern. Als aus einem Hund ein Pferd wird und dann sogar Tiere verschwinden, beschließt Ella, dass sie dem Geheimnis der Rutsche auf den Grund gehen muss.

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Meine Meinung zum Buch

Ella ist so richtig genervt, denn seit ihrem Spontanumzug aufs Land ist alles nur noch doof. Dabei sollte es doch so schön werden, immerhin hat ihr Vater die Mutter ihrer besten Freundin Dodo geheiratet und die beiden sind jetzt Stiefschwestern.
Der Umzug aus der Großstadt nach Kleinkotzingen (japp) ist allerdings definitiv nicht das, was Ella sich unter ihrem neuen Leben vorgestellt hat. Das Dorfleben ist öde, der Hahn weckt sie viel zu früh und außerdem verpasst sie die angesagte Party ihres Schwarms. Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, bekommen Ella und ihre Familie plötzlich Gänse geliefert, die nichts besseres zu tun haben, als Ella eine alte Rutsche im Garten hinunter zu jagen.
Dieses Ereignis ändert alles, denn Ella rutscht 30 Minuten zurück in die Vergangenheit und schmiedet ab da den Plan ihren Umzug rutschend wieder rückgängig zu machen. Doch so einfach ist das nicht, denn jedes Mal, wenn Ella rutscht, verändert sich etwas. Erst werden aus den Gänsen Truthähne, dann aus einer Erbsensuppe Quiche und plötzlich fangen die Tiere an ganz zu verschwinden.

Klingt nach einem interessanten Buch für 10-12 jährige Leseeulen, oder? Finde ich auch. Der Schreibstil passt ebenfalls perfekt auf die Alterszielgruppe und ist locker, leicht und flüssig. Die Sätze und Kapitel haben eine angenehme Länge. Ich kann mir gut vorstellen, dass “Ellas verrückt-verrutschtes Leben” viele junge begeisterte Leser:innen haben wird.

Ich gehöre mit meinen 36 Jahren nicht mehr zur Zielgruppe und meine Tochter ist mit ihren viereinhalb Jahren noch etwas zu jung für das Buch, obwohl ich ihr stellenweise daraus vorlesen sollte. Normalerweise macht mir das bei Büchern nichts aus, denn ich lese gerne mal Kinder- und/oder Jugendbücher für die ich eigentlich zu alt bin und habe auch viel Spaß daran. Doch bei diesem Buch muss ich ehrlich zugeben, dass ich so genervt von Ella war, dass ich fast nicht mehr weitergelesen hätte.
Die Hälfte des Buches ist Ella nur am motzen und mäkeln und total ichbezogen. Selbst Dodo geht sie mit ihrem Verhalten auf die Nerven. Denn im Gegensatz zu Ella kommt Dodo ganz wunderbar mit dem Umzug klar und ist auch viel reflektierter als ihre Stiefschwester.
So ein “heftiger” Umzug ist in dem Alter natürlich nicht ganz so leicht wegzustecken, das verstehe ich durchaus, doch mein erwachsenes Ich hatte echt arge Schwierigkeiten mit Ellas Verhalten. Hier nehme ich an, dass Leser:innen der Zielgruppe weniger Schwierigkeiten haben und Ellas Probleme weitaus besser nachfühlen können, als ich es konnte.

Ansonsten ist die Geschichte wirklich interessant und gut aufgebaut. Eine neue Idee, die ich so noch nirgends entdeckt habe. Ich hätte gerne ein wenig mehr über die Hintergründe der Rutsche erfahren, doch dafür muss ich mich wahrscheinlich bis Band 2 der Dilogie gedulden. Ich hoffe, das in dem Band die offen gebliebenen Fragen beantwortet werden.

Fazit

Eine interessante und gut geschriebene Geschichte, die sicherlich viele begeisterte Leser:innen in der Alterszielgruppe finden wird.
Dieses Mal war ich mit meinen 36 Jahren tatsächlich mal zu alt und daher leider vermehrt genervt von der Protagonistin, was mir ein wenig den Spaß am Lesen genommen hat.
Die Idee des Buches ist (mir) neu und bietet viel Potenzial für spannende Lesestunden. Leser:innen ab 10 Jahren empfehle ich das Buch daher gerne.

Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.


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Titel: Ellas verrückt-verrutschtes Leben
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Miriam Mann
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Dagmar Henze
Verlag: Boje
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2020
Format: Hardcover & eBook (240 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-414-82587-2
Preis: € (D) 13,00
eBook: € (D) 9,99


[Rezension] Millenia Magika: Der Schleier von Arken von Falk Holzapfel

Millenia Magika
©Schneiderbuch


Worum geht’s?

Arken – die langweiligste Stadt der Welt: kein Internet, kein Handynetz, kein Einkaufszentrum.

Und doch ist dies der Ort, an den sich Adrian flüchtet, als der Krach Zuhause und in der Schule zu groß wird. Er will sich dort nur ein paar Tage bei seiner Großtante zurückziehen, bis sich alles wieder beruhigt hat.
Wie kann er denn ahnen, dass mit dem Beginn des neuen Millenniums die Magie zurückgekehrt ist und dass ausgerechnet Arken der Ort ist, an dem sich Hexen, Ghule und magische Wesen vor dem Rest der Welt verstecken? Viel schlimmer ist aber, dass er scheinbar zu ihnen gehört.
Doch ihm bleibt keine Zeit sich darüber zu wundern, denn seine Tante ist spurlos verschwunden.
Die junge Hexe Jazz ist sich sicher, dass es sich dabei um ein magisches Verbrechen handelt, während Kleinstadttroll und Nerd Juri es als Teil ihrer Helden-Quest sieht, Adrians Tante wiederzufinden. Die drei können nicht wissen, dass das Schicksals Arkens und seiner Bewohner von ihnen abhängt.

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Meine Meinung zum Buch

Ein Buch mit einer interessanten Geschichte und wirklich wundervollen Illustrationen und doch konnte es mich leider nicht vollständig überzeugen.

Ich liebe alles, was mit Magie und Hexen zu tun hat und “Millenia Magika” klang nach einem Buch, das genau in mein Beuteschema hinein passt. Ich war schon ganz gespannt auf die magische Welt. Der Anfang war sehr vielversprechend, doch der Funke ist leider nicht übergesprungen und ich habe mich daher beim Lesen etwas schwer getan. Insgesamt habe ich sehr lange gebraucht, um das Buch zu beenden.

Ich finde es sehr schade, dass “Millenia Magika” und ich keine richtigen Freunde werden konnte, denn die Geschichte an sich ist toll und den Schreibstil des Autors mochte ich auch. In die Illustrationen – die übrigens vom Autor selber stammen – habe ich mich auf Anhieb verliebt.
Ich konnte jedoch mit den Charakteren nicht wirklich warm werden. Ich konnte sie nicht richtig greifen, sie waren nicht authentisch genug für mich, so dass ich ihnen, das was sie taten nicht abkaufen konnte. Bei mir führt das dann leider dazu, dass ich außerhalb der Geschichte stehe und beim Lesen nicht mittendrin bin. Die Geschichte berührt mich daher nicht und das Buch erneut zur Hand zu nehmen, kostet mich Mühe.

Wichtig ist hier, das das nur mein eigenes Empfinden ist. Das Buch ist, wie gesagt, gut geschrieben und von der Idee her interessant. Es ist nur leider kein Buch für mich. Dabei würde ich es noch nicht einmal an der “falschen” Zielgruppe festmachen, da mich bereits andere Bücher, die eher für Kinder geschrieben wurden, auch als erwachsene Leserin vollends mitnehmen konnten.
Ich hatte zuvor genau so ein Buch gelesen, vielleicht hatte es “Millenia Magika” daher nicht ganz einfach mich zu überzeugen.

Für mich sind insgesamt auch zu viele Fragen offen geblieben bzw. zu viele Themen nur angerissen, aber nicht vervollständigt worden. Es wirkt ein bisschen so, als ob der Autor zu viel auf einmal wollte. Weniger Elemente, die dafür detaillierter betrachtet, hätten für mich hier besser gepasst.

Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren. Meiner Meinung nach passt die Altersempfehlung auch, allerdings nur für Kinder, die bereits viel lesen. Für Lesemuffel und unsichere Leser, könnte das Buch, aufgrund seines ausschweifenden Schreibstils doch etwas überfordernd wirken.

Fazit

Tolle Idee, interessante Geschichte und großartige Illustrationen und doch konnte das Buch mich nicht richtig überzeugen. Es war leider einfach nicht meins, jedoch bin ich mir sicher, dass es viele begeisterte Leser finden wird und die wünsche ich dem Autoren auch von Herzen.
Ich weiß, wie viel Herzblut in einem Buch steckt und tue mich schwer damit, Bücher kritisch zu bewerten. Doch leider kann ich hier nicht mehr als 3 von 5 Sternen vergeben.


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Titel: Millenia Magika: Der Schleier von Arken
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Falk Holzapfel
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Zapf
Verlag: Schneiderbuch
Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2020
Format: Hardcover (352 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
ISBN: 9783505143564
Preis: 14,00€


[Kinderbuch-Rezension] Der kleine Eisdrache Maximo…normal kann doch jeder! von Virginia Theil

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©Theil Kinderbuch Verlag


Worum geht’s?

Der kleine Eisdrache Maximo und seine beste Freundin Mia, das Glühwürmchen, leben im „Wald der tausend Möglichkeiten“.
Die beiden schlafen jede Nacht unter der Aufsicht von Herrn Mond, behütet in den Armen der Geschichten-Bäume.

Jede Nacht bringen sie ihnen atemberaubende Geschichten, die die beiden gemeinsam mit ihren Freunden, den anderen Waldbewohnern, erleben dürfen.

Dabei bewältigen sie Abenteuer, finden neue Freunde, entdecken ihre Welt und lernen viel dazu.
Aber vor allem – dass jeder etwas ganz Besonderes ist.

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Meine Meinung zum Buch

Anders sein als “die Anderen”? Maximo und seine beste Freundin Mia, das Glühwürmchen kennen das. Mia kann zwar fliegen, doch Höhen machen ihr Angst. Deswegen lebt sie in einer kleinen Kugel, die Maximo auf seiner Schwanzspitze transportiert. Dort fühlt sich Mia sicher.
Im Wald der tausend Möglichkeiten gibt es so einige Tiere, die ganz anders sind als ihre Artgenossen. So zum Beispiel die kleine Waldmaus Frieda, die unbedingt fliegen möchte oder das Stinktier Ronni Regenbogen, das gar nicht stinkt, sondern den Geruch von dem annimmt, das er zuletzt gegessen hat.

Dass “anders” als die Masse zu sein, nichts Schlimmes, sondern – im Gegenteil – etwas ganz Tolles sein kann, zeigt uns Virginia Theil in ihrem Buch “Der kleine Eisdrache Maximo…normal kann doch jeder!”.
Mit wunderschönen und supersüßen Illustrationen begleiten wir die Freunde bei ihren Abenteuern. Meine Tochter konnte sich gar nicht satt sehen an den Illustrationen.

Das Buch ist empfohlen ab einem Alter von 2 Jahren. Als Mutter und Erzieherin halte ich die Altersempfehlung als zu niedrig angesetzt. Die Texte im Buch sind recht lang und nicht in Kapitel aufgeteilt, so dass Pausen zwischen drin recht schwierig sind. Die Kinder bräuchten eine recht hohe Ausdauer beim Vorlesen. Ich würde das Buch frühestens ab 4 Jahren empfehlen. Dann kommt die Botschaft, die das Buch aussenden möchte auch schon viel besser an. Anders als die Masse zu sein ist großartig und mit Freunden schafft man alles!

Mir selber gefiel das Buch auch ganz gut. Die Illustrationen liebe ich auch sehr. Doch für mich wollte das Buch insgesamt zu viel. Es sind zu viele Teilgeschichten und ein wenig zu viel Text. Hätte sich die Autorin auf ein oder zwei der Teilgeschichten konzentriert, hätte es nicht so überladen gewirkt und die einzelnen – wirklich sehr sympathischen und süßen – Figuren hätten mehr Raum für ihre Geschichten bekommen. Außerdem bleiben noch einige Fragen ungeklärt, z.B. warum Maximo überhaupt ein Eisdrache ist und wie es dazu gekommen ist, dass Mia in einer Kugel bei Maximo lebt.

Meine Kritik ändert jedoch nichts daran, das wir das Buch hier sehr gerne gelesen haben und ich es auch schon weiter empfohlen habe. Ich denke, dass die offenen Fragen in den Folgebänden beantwortet werden und dass die Geschichte an sich auch mehr Struktur erhält.

Auf alle Fälle ist das Buch wirklich super süß, von der Idee her und von den Illustrationen.


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Titel: Der kleine Eisdrache Maximo…normal kann doch jeder!
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Virginia Theil
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Virginia Theil
Verlag: Theil Kinderbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 06. April 2020
Format: Hardcover (40 Seiten)
Empfohlenes Alter: 1-4
ISBN: 978-3968570006
Preis: € (D) 12,00


[Rezension] Die Chroniken von Mistle End–Der Greif erwacht von Benedict Mirow

der-greif-erwacht-isbn-978-3-522-18540-0
©Thienemann-Esslinger


Worum geht’s?

Entdecke das Refugium der magischen Geschöpfe – Heimat für Hexen, Trolle und alle anderen übernatürlichen Wesen: Mistle End!
Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt …“
Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“
Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“
Ein phantastisches Kinderbuch ab 10 Jahren über einen jungen Druiden und die magischen Kräfte der Natur

(Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Auf der Suche nach einem Buch mit ganz besonderer Atmosphäre für die kalten Wintertage? – Here we go! “Mistle End” ist zwar eigentlich ein Kinderbuch ab 10 Jahren, doch auch Erwachsene werden sich in dieser wunderbar magischen Welt sofort wohl fühlen. Natürlich lässt sich dieses Buch auch ganz prima an warmen oder regnerischen Tagen lesen, es passt meiner Meinung nach nur ganz wunderbar in den Winter.

Cedriks Vater hat einen neuen Job, was bedeutet, dass die beiden umziehen müssen. Aus London in ein kleines Kaff namens Mistle End in Schottland. Cedrik versteht nicht, warum sein Vater ausgerechnet am Ende der Welt einen neuen Job hat annehmen müssen. Bereits auf der Zugfahrt nach Mistle End kommt ihm einiges merkwürdig vor – der Schaffner, der vergisst die Zugtickets abzustempeln, als er erfährt wohin die beiden fahren und eine äußerst seltsame Nonne, die Cedrik argwöhnisch mustert.
In Mistle End wird es nicht weniger merkwürdig. Cedrik und sein Vater werden mit dem Auto vom Bahnhof abgeholt und Cedrik könnte schwören, das Auto hätte einen Sprung gemacht, um nicht über einen Hasen zu fahren, der gerade die Straße überqueren wollte.
Spätestens als nachts dann noch ein waschechter Greif auf dem Dach vor Cedriks Zimmer steht, mit ihm spricht und ihn zu einer Prüfung auffordert, ist klar, Mistle End ist anders. Voller Magie und übernatürlichen Wesen. Zusammen mit seinen neuen Freunden Emily und Elliot beginnt für Cedrik ein magisches Abenteuer.

Wie bereits erwähnt ist Mistle End eigentlich für die Zielgruppe “Kinder ab 10 Jahren” geschrieben worden, doch ich als erwachsene Leserin habe das Buch einfach nur geliebt. Alles an dem Buch. Der Schreibstil ist grandios, die Figuren authentisch und so voller Leben, das Worldbuilding großartig und die Atmosphäre, die der Autor vermittelt, hat mich beim Lesen vollkommen eingenommen.
Alleine vom Klappentext her, bin ich nicht davon ausgegangen so eine Perle in Händen zu halten. Ich kann euch jetzt jedoch sagen, dass Mistle End eins meiner Buch-Highlights im Jahr 2020 ist.
Ich bin Harry Potter Fan erster Stunde, habe die Bücher diverse Male gelesen und die Welt geliebt. “Mistle End” kommt zwar noch nicht ganz an Harry Potter ran, es ist aber verdammt nah dran. Aktuell eins meiner liebsten Fantasybücher.

Die Altersempfehlung von 10 Jahren ist meiner Meinung nach gut gewählt. Das Buch ist spannend, vermittelt wertvolle Werte und hat drei liebenswerte Protagonist*innen, mit denen sich Kinder in dem Alter sicherlich gut identifizieren können.
So wie Benedict Mirow schreibt, entstehen automatisch Bilder im Kopf. Dies ist nicht nur für geübte Vielleser ganz wundervoll, sondern auch für Leser*innen, die noch nicht so häufig ein Buch in Händen gehalten haben.

Ich kann euch “Mistle End” von Herzen empfehlen und freue mich selber schon riesig auf den zweiten Band der Reihe. Ich möchte zurück in die magische kleine verschneite Stadt.

Fazit

Ein ganz wundervolles Buch für Leser*innen egal ob 10 oder 40 Jahre alt. Es hat eine ganz besondere Atmosphäre, in der ich mich so wohl gefühlt habe, das ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte.
Wer auf der Suche nach einem neuen Fantasy-Lieblingsbuch ist, der hat bei “Mistle End” große Chancen fündig zu werden.

Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen und eine ganz klare Leseempfehlung.


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Titel: Die Chroniken von Mistle End – Der Greif erwacht
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Benedict Mirow
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Maximilian Meinzold
Verlag: Thienemann-Esslinger
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2020
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (416 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-522-18540-0
Preis: 16,00€


[Rezension] Elbendunkel–Kein Weg zurück von Rena Fischer

kein-weg-zurueck-isbn-978-3-522-50657-1
©Thienemann-Esslinger


Worum geht’s?

Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt Luz ein unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sie heimlich das Elben-Ghetto betritt. Luz ist fasziniert von der Untergrundgemeinde, vor allem aber von Darel, der mit einem regimekritischen Poetry-Slam auf der Bühne steht. Doch die Vorstellung wird von einer Razzia ihres Vaters gesprengt und Luz landet ohne sein Wissen als Gefangene auf dem Revier. Dort wird ein Geheimnis aufgedeckt, das Luz auf der Stelle zur Flucht vor ihrem Vater zwingt. Darel hilft ihr dabei. Allerdings verfolgt er seine ganz eigenen Ziele …  

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Meine Meinung zum Buch

Wir befinden uns in der Zukunft, im Jahr 2044. Die Welt, wie wir sie kennen, hat sich verändert, denn es leben nicht mehr nur Menschen auf ihr. Seitdem die Elbenwelt durch einen Krieg verseucht wurde, flüchteten Licht- und Dunkelelben in die Menschenwelt. Doch leider ist das Zusammenleben von vielen Unruhen, Hass und Angst geprägt.
Als nun ausgerechnet Luz, die Tochter von Jago Hernándes Ruiz – Leiter der ELO (Elb Liberation Organisation) und Elben-Hasser – sich in einen Mischling verliebt, kann das nur Ärger bedeuten. Wie groß dieser Ärger sin wird, erfährt Luz, als sie heimlich ins Elben-Ghetto fährt und dort von einer Razzia ihres Vaters erwischt wird. Luz ist nicht die, die sie zu sein glaubte und um am Leben zu bleiben, muss sie flüchten – vor ihrem eigenen Vater.

Ich habe schon lange kein Urban-Fantasy mehr gelesen und habe mich daher umso mehr auf das Buch gefreut. Bei “Elbendunkel” handelt es sich um den ersten Band einer Dilogie, mit einer Altersempfehlung ab 14 Jahren. Da das Buch recht düster ist und auch vor Gewalt und Tod nicht zurückschreckt, gleichzeitig aber recht junge Protagonisten hat, halte ich die Altersempfehlung für angemessen.

Die Gesellschaft, wie sie in “Elbendunkel” zu finden ist, ist ein Spiegel unserer eigenen, realen Gesellschaft. Fremdenhass, Vorurteile, Diskriminierung – all das findet Raum in Rena Fischers Geschichte und macht das Buch daher auch leicht gesellschaftskritisch. Alles was anders ist, außerhalb unserer Norm, dem begegnen wir mit Skepsis. Fühlen wir uns dann auch noch bedroht, greifen wir lieber an, anstatt abzuwarten und zu reden. So kommt es mir leider immer wieder vor, wenn ich die Nachrichten lese.
Die Autorin hat all das genommen und in einem Urban-Fantasy Roman verarbeitet, was mir richtig gut gefallen hat. Ein großer Pluspunkt dafür.

Obwohl mir die Idee und der Schreibstil sehr gut gefallen haben, hatte ich ein paar Startschwierigkeiten mit dem Buch. Ich bin einfach nicht so richtig mit den Charakteren warm geworden. Luz war mir zu Beginn zu naiv- was aber eigentlich nicht sonderlich verwunderlich ist, da sie in einer Heile-Welt-Blase gelebt hat. Die Naivität wich mir dann allerdings eine Spur zu schnell in Richtung Toughness. Das konnte ich ihr lange Zeit einfach nicht abkaufen. Ich brauchte diverse Kapitel, bis sie mir authentisch vorgekommen ist.
Luz’ Freund Niall konnte ich nicht richtig greifen. Erst wirkte er super lieb und zuvorkommend, dann verlor er für mich seine Integrität, nur um sie kurze Zeit später wiederzugewinnen und dabei war er mir fast die gesamte Zeit über unsympathisch.
Und Darel war ein riesengroßes Fragezeichen für mich. Ich bin mir sicher, dass die Autorin das so gewollt hat, immerhin trägt Darel eine ganze Menge Geheinisse mit sich herum, doch durch seine Unnahbarkeit und Unhöflichkeit, wirkte auch er für mich leider unsympathisch.

Ich brauchte daher, wie gesagt, ein wenig Zeit, um mich damit abzufinden, dass die drei wichtigsten Charaktere zu Beginn für mich einfach keine Sympathieträger waren. Es wurde mit der Zeit deutlich besser und durch eine große Portion Spannung flog ich auch regelrecht durch die Seiten.
Ich habe das Buch trotz meiner Kritik an den Charakteren sehr gerne gelesen. Es hat mir Spaß gemacht, mich unterhalten und mir gleichzeitig nochmal vor Augen geführt, dass die Menschheit ein großes Problem mit “Andersartigkeit” hat.

Fazit

Obwohl ich mit den Charakteren zu Beginn nicht so recht warm geworden bin, hat mich “Elbendunkel” sehr gut unterhalten. Es war spannend, gesellschaftskritisch und sehr gut geschrieben. Den zweiten Band werde ich auf jeden Fall auch noch lesen, denn ich muss nun unbedingt wissen, wie die ganze Geschichte ausgeht.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen und damit eine Empfehlung.


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Titel: Elbendunkel – Kein Weg zurück
Originaltitel: /
Reihe: Band 1
Autor*in: Rena Fischer
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: Planet! – Thienemann-Esslinger
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2020
Format: Hardcover (480 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-522-50657-1
Preis: 17,00€
eBook: 12,99€


[Kinderbuch-Rezension] Schnüffelo–Auf süßer Spur von Sabina Henzel und Virginia Theil

Schüffelo
©Theil Kinderbuch Verlag


Worum geht’s?

Für einen Kleinen Moment sieht Linus nicht hin. Und schwups ist sein Pfannkuchen verschwunden.
Seine Schwester Lou glaubt zu wissen, wer´s war: Schnüffelo, der beste Freund der beiden Kinder. Doch sie irrt sich. Denn der Dieb schlägt wieder zu.
Die drei sehen nur einen Schatten und jede Menge seltsamer Spuren. Ob sie es schaffen, den Pfannkuchendieb zu schnappen?

Ein großes Abenteuer für kleine Entdecker.

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Meine Meinung zum Buch

Dinosaurier stehen bei uns zu Hause gerade hoch im Kurs. Dabei ist es meiner Tochter egal, ob die Dinos furchteinflößend realistisch aussehen oder so niedlich sind wie Schnüffelo hier in diesem Buch – Hauptsache Dinos.
Kaum hatte ich das Buch aus seinem Karton befreit, kam auch schon meine Tochter angelaufen und wollte unbedingt, dass ich ihr die Detektivgeschichte vorlese. Leider hatte ich in dem Moment keine Zeit, daher schnappte sie sich das Buch, blätterte es alleine durch und bestaunte die niedlichen Illustrationen.

Im Urlaub hatten wir dann Zeit das Buch zu lesen und prompt durfte ich es gleich zwei Mal hintereinander lesen. Da es sich um eine Detektivgeschichte handelt, war sie an einigen Stellen sehr spannend für meine Tochter, so dass sie mir quasi an den Lippen hing. Ich beobachtete sie beim Lesen immer mal wieder und stellte fest, dass sie vollkommen gefesselt war.
Die Autorin bindet die Kinder durch gezielte Fragen auch direkt in die Geschichte mit ein, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch meine Tochter war begeistert davon und beantwortete jede der Fragen mit großem Eifer. So konnte sie Schnüffelo, Lou und Linus bei der Suche nach dem Pfannkuchendieb tatkräftig mithelfen. Sie war richtig stolz.

Das Buch ist für Kinder von 4 bis 9 Jahren empfohlen. Meine Tochter ist 4 und für sie passte die Idee der Geschichte, die Umsetzung, der Schreibstil, die Länge der Geschichte und die vielen bunten Bilder ganz optimal. Zum Selberlesen würde ich es eher schon geübteren Lesern empfehlen, da es relativ viel Text ist für Erstleser*innen. Wenn der zu lesende Text allerdings zwischen Erwachsenem und Kind aufgeteilt wird, könnte es auch für Erstleser*innen passen.
Für ältere Leser*innen könnte die Geschichte eventuell etwas zu knapp sein. Beispielsweise wird nicht darauf eingegangen woher sich die beiden Kinder und Schnüffelo kennen oder wieso er von Erwachsenen nicht gesehen werden kann. Meine Tochter ist erst 4 und sie hat dennoch danach gefragt, wieso Schnüffelo bzw. sein Skateboard denn fliegen kann. Ich habe mir eine Erklärung dazu ausgedacht und damit war sie dann auch zufrieden. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die älteren Leser*innen das nicht so einfach hinnehmen und gerne mehr (Hintergrund-)Informationen hätten.

Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt, da ich das Buch ansonsten wirklich zuckersüß finde. Die Illustrationen sind großartig, die Geschichte einnehmend und der Schreibstil fesselnd. Wir haben das Buch sehr gerne gelesen.

Fazit

Ein interaktives Buch mit zuckersüßen Illustrationen und einer fesselnden Geschichte. Meiner Tochter und mir hat es sehr gut gefallen und wir freuen uns schon darauf mehr von Schnüffelo zu lesen.

Vin uns gibt es knappe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.


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Titel: Schnüffelo – Auf süßer Spur
Originaltitel: /
Reihe: Band 1 der Reihe um Schnüffelo
Autor*in: Sabina Henzel
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: Virginia Theil
Verlag: Theil Kinderbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 28. September 2020
Format: Hardcover (48 Seiten)
Empfohlenes Alter: 4-9 Jahre
ISBN: 978-3968570013
Preis: € (D) 14,00


[Rezension] Midnight Chronicles–Schattenblick von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl

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©Lyx


Worum geht’s?

Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.

Der Auftakt der Midnight Chronicles

449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich – sondern auch für ihr Leben…

(Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Manchmal geht ein Hype – trotz Blog und Bookstagram-Account – auch an mir vorbei und ich stoße mehr oder weniger zufällig auf das Buch. So geschehen bei Midnight Chronicles von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl. Beide Autorinnen kenne ich bereits seit einigen Jahren namentlich und verfolge sie auch bei Instagram, doch das Buch ist mir tatsächlich eher durch Zufall über den Weg gelaufen. Der Zeitpunkt passte auch sehr gut, da ich mal wieder Lust auf Fantasy hatte.
Angepriesen wird das Buch als Romantasy, doch ich persönlich würde es eher der Urban Fantasy zuordnen, da die Liebesgeschichte im Buch doch  recht zaghaft ist. Ein Knistern ist zwar immer zu spüren, doch der Fokus liegt meiner Meinung nach woanders.

Roxy ist vor einiger Zeit ein Missgeschick passiert – wenn man es denn so nennen kann – sie hat unabsichtlich 449 Seelen aus der Hölle entkommen lassen und nun hat sich genau 449 Tage zeit, um diese Seelen alle wieder zurück in die Unterwelt zu schicken. Eine Mission, die eigentlich schon on Beginn an zum Scheitern verurteilt ist. Doc Roxy gibt nicht auf. Sie hat ein Ziel und dieses Ziel muss sie unbedingt erreichen!
Auf einer ihrer nächtlichen Streifzüge als Hunterin begegnet Roxy einer dieser entflohenen Seelen, die sich den Körper eines Mannes zu eigen gemacht hat. Roxy besiegt den Geist, schickt ihn zurück in die Hölle und rettet gleichzeitig das Leben des Mannes. Dieser kann sich nach seiner Rettung jedoch an nichts mehr erinnern und wird in die Obhut der Londoner Hunter genommen. Genau genommen soll Roxy sich um Shaw kümmern, was ihr so gar nicht passt. Besonders nicht, da sie Gefühle für ihn entwickelt, die keine Zukunft haben.

Roxy als Protagonistin hat mir wirklich sehr gefallen. Schlagfertig, tough, sarkastisch und doch verletzlich. Sie ist der Typ “Harte Schale, weicher Kern”. Manchmal habe ich sie mir ein klein wenig zugänglicher gewünscht, doch so wie die beiden Autorinnen sie konzipiert und gezeichnet haben, hat sie ganz prima in die Geschichte gepasst.
Ebenso Shaw, der auf Anhieb super sympathisch wirkt. Endlich kein rougher Badboy, der so cool ist, das alles um ihn herum sofort zu Eis erstarrt, sondern ein netter, zuvorkommender Mann, der alle höflich und respektvoll behandelt. Das hat mir richtig gut gefallen. Shaw umgibt allerdings ein Geheimnis und ich bin unfassbar darauf gespannt um was es sich handelt. Ich habe bereits eine Ahnung, weiß jedoch nicht, ob sie der Realität entspricht. Dafür muss ich auf die nächsten Bände dieser Reihe warten.

Insgesamt sind die Charaktere in diesem Buch sehr divers, was mir persönlich unheimlich gut gefällt. Ich finde es wichtig, das in heutigen Büchern mehr Diversität gezeigt wird. Leider kam es mir hier an einigen Stellen doch zu gewollt bzw. forciert vor und wirkte daher nicht ganz so natürlich, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch beide Daumen hoch für mehr Diversität in Büchern!

Zu Beginn des Buches brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte zu kommen. Sie konnte mich zunächst nicht so richtig fesseln und ich legte das Buch immer mal wieder zur Seite. Nach etwa einem Drittel, war ich jedoch gefangen von der Geschichte und konnte nicht genug bekommen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und wie das Buch endet. Achtung, es endet mit einem Cliffhanger. Wer nicht so gut damit zurecht kommt, sollte zumindest warten bis Band 2 erschienen ist. Ich kann ganz gut damit leben, freue mich jedoch auch jetzt schon auf das Erscheinen des zweiten Bandes.
Die Geschichte wird abwechseln aus der Perspektive von Roxy und Shaw erzählt, wobei auch immer mal wieder kurz in die Vergangenheit gesprungen wird und wir so mehr von Roxys Hintergrund erfahren.
Das Buch ist spannend geschrieben, jedoch wird der Spannungsbogen nicht konstant oben gehalten, was ok ist. Für mich hätte er jedoch gerne konstant oben bleiben können.

Fazit

Insgesamt hat mir der erste Band der Midnight Chronicles sehr gut gefallen. Ich habe zwar kleinere Kritikpunkte, doch die haben den Spaß am Buch nicht groß getrübt. Mir gefallen die Protagonisten und die Idee der Reihe.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Mein Kopfkino wurde nachhaltig aktiviert und ich habe noch jetzt, zwei Wochen nach Beendigung des Buches, Bilder im Kopf.
Der Romance-Part in diesem Buch ist nicht so stark ausgeprägt, was mich persönlich aber gar nicht gestört hat.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe und kann Band 1 mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: Midnight Chronicles – Schattenblick
Originaltitel: /
Reihe: Band 1 der Reihe “Midnight-Chronicles-Reihe”
Autor*in: Bianca Iosivoni & Laura Kneidl
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: Lyx
Erscheinungsdatum: 26. August 2020
Format: Paperback & eBook (448 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1277-7
Preis: € (D) 14,90
eBook: € (D) 9,99