Kategorie: Kinder- und Jugendbücher

[Rezension] Eden Summer von Liz Flanagan

9783848920938

 

Titel: Eden Summer
Autor: Liz Flanagan
Übersetzerin: Sabine Schulte
Verlag: Aladin
Erscheinungsdatum: 03. März 2017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Format: Hardcover (368 Seiten)
ISBN: 978-3-848-92093-8
Preis:  14,95€

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Leseprobe

 

Worum geht’s?

“Wenn wir Eden nicht finden, werde ich mir nie, nie verzeihen, was letzten Samstagabend passiert ist.”

Obwohl die schüchterne Jess und die allseits beliebte Eden so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, kann nichts die beiden trennen. Bis Eden eines Tages spurlos verschwindet! Die Suche nach der vermissten Freundin konfrontiert Jess bald mit dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit, und dann ist da noch Liam, Edens Freund, mit dem Jess mehr verbindet als sie wahrhaben will.

Liz Flanagans Debüt ist ein hochemotionaler Thriller im Spannungsfeld von Liebe, dunklen Familiengeheimnissen und einer außergewöhnlichen Freundschaft. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Es ist selten, dass mich ein Klappentext und ein Zitat aus dem Buch so sehr angesprungen haben, wie es hier bei “Eden Summer” der Fall war. Spätestens als ich das Zitat auf dem Cover des Buches gelesen hatte, war mir klar, dass das eine Geschichte ist, die wie für mich gemacht ist. Und ich sollte recht behalten. Ich habe beim Lesen teilweise Rotz und Wasser geheult, aus Rührung, aus Sorge, vor Freude – eigentlich habe ich fast alle Emotionen mitgenommen.
Dazu muss ich sagen, dass das Thema Freundschaft für mich schon immer einen besonderen Stellenwert hat und hatte. Denn Freundschaft ist meiner Meinung nach sehr wichtig und ein kostbares Gut. Besonders, wenn sie so außergewöhnlich ist, wie die von Eden und Jess.

Der Klappentext verspricht übrigens nicht zu viel. Dieser Jugendthriller ist tatsächlich hochemotional und war für mich nicht immer leicht zu verdauen. Gerade jetzt als relativ frische Mama betrachte ich manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel und das, was die Mütter von Eden und Jess mitmachen mussten, hat mich teilweise geradezu überwältigt. So etwas möchte ich nie im Leben erleben müssen und was noch viel wichtiger ist, ich möchte, dass meine Tochter nie mit so etwas konfrontiert werden muss. Ich sage euch ganz bewusst nicht, um was es sich genau handelt, denn würde ich es erwähnen, würde ich euch megamäßig spoilern.

Eden und Jess könnten nicht unterschiedlicher sein. Eden, die allseits beliebt und wunderschön ist und Jess, die äußerlich sehr auffällt, doch in ihrem Auftreten eher zurückhaltend ist. Beiden sind Dinge passiert, die gewaltige Spuren hinterlassen haben. Was genau passiert ist, verrät die Autorin aber nicht so schnell. Ein sehr kurzer Prolog lässt einen ein wenig erahnen, um was es gehen könnte, verrät aber nichts.
Die Geschichte wird aus Jess’ Perspektive erzählt und springt teilweise ohne Ankündigung von der Gegenwart in die Vergangenheit. Der Leser erlebt so zusammen mit Jess den Tag, nach Edens Verschwinden und erinnert sich gemeinsam mit Jess an den letzten Sommer mit Eden und andere Geschehnisse aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit.
Auch wenn das beim Lesen etwas mehr Konzentration erfordert, finde ich, dass die Autorin das ganz geschickt gemacht hat. Sie hält mit dieser Vorgehensweise den Spannungsbogen konstant hoch, aber ohne meine Geduld zu strapazieren. Für mich hat es sich angefühlt, als hätte sie immer in den richtigen Abständen genügend Fragen beantwortet, damit ich nicht ungeduldig werde, aber gleichzeitig noch so viel unbeantwortet gelassen, dass ich unbedingt weiterlesen musste.
Wie sich so nach und nach alles aufrollt, macht meiner Meinung nach viel von der Geschichte aus. Diese Art zu schreiben hat in nicht ganz unbedeutendem Maße dazu beigetragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat.
Liz Flanagan hat mit ihrer Schreibweise und der Art wie sie ihre Charaktere zum Leben erweckt hat einen wirklich guten Job gemacht. Die Charaktere sind authentisch in ihrem Sein und Handeln und ich als Leserin konnte die Entwicklung aller Personen sehr gut nachvollziehen und nachempfinden. Der bildgewaltige Schreibstil hat mich zum Teil der Geschichte werden lassen. Ich habe nicht passiv konsumiert, sondern war live dabei und habe alles mitgefühlt.

Jess war mir insgesamt sympathischer als Eden und ihre Story hat mich auch mehr berührt. Sie ist gleichzeitig so verletzlich, aber auch unheimlich stark und setzt sich mit all ihren Kräften für Eden ein, obwohl diese sie nicht immer fair behandelt hat. Als Jess von Edens Verschwinden erfährt, hält sie nichts mehr zu Hause. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach Eden.
Wie die beiden füreinander einstehen und füreinander da sind, ist einfach nur toll und hat mich emotional sehr stark berührt. Beide sind starke Charaktere, die in ihrem Schmerz nicht immer nett zueinander waren, aber das hat sie nicht davon abgehalten der jeweils anderen zur Seite zu stehen.

Meiner Meinung nach sind Freundschaft und Liebe die zentralen Themen des Buches, aber die Autorin greift auch Gewalt, Intoleranz, Verlust und Schuld, aber auch Hoffnung auf und macht es so zu einem Buch, das für mich in sich absolut stimmig ist.

Fazit

Mit “Eden Summer” ist Liz Flanagan ein emotionsgeladener und in sich stimmiger Debütroman gelungen, der mich gefühlstechnisch ganz schön mitgenommen hat. Die Coming-of-Age Geschichte wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung kann ich so zustimmen. Das Buch lässt sich schön leicht und flüssig lesen, regt aber zum Nachdenken an und erfordert auch ein gewisses Maß an Konzentration. Für mich ein Buch, das aus der Masse heraussticht, weil es ernste Themen authentisch verpackt anspricht.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an Literaturtest für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

[Rezension] Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Paris_GMein_Leben_als_Zucchini_Film_176961.jpg
Titel: Mein Leben als Zucchini
Autor: Gilles Paris
Übersetzerin: Melanie Walz
Verlag: Knaus Verlag
Erscheinungsdatum: 23. Januar 2017
Format: Hardcover (240 Seiten)
ISBN: 978-3813507706
Preis:  14,99€
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Leseprobe
 
 

Worum geht es?

Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird – denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit…
Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

“Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein!” Bei diesem Satz bin ich hängengeblieben und habe mich lange gefragt, was genau der Waisenjunge Icare, genannt Zucchini, damit sagen möchte. Was muss dieser Junge erlebt haben, um so einen Satz sagen zu können?
Viel Zeit, um langsam in dem Buch anzukommen gibt der Autor Gilles Paris dem Leser nicht, denn die Geschichte nimmt gleich auf den ersten Seiten ordentlich Fahrt auf. Icare, ein neunjähriger Junge, erschießt versehentlich seine Mutter – und schon war ich mitten in einer Gefühlsachterbahn. Ich habe mit dem Buch schon vor ein paar Wochen zu lesen begonnen und musste es wieder beiseite legen. Ich war einfach nicht in der Stimmung, mich auf Icares Geschichte einzulassen, denn das was ich dort gelesen hatte, hatte mich schon ziemlich mitgenommen.
Nun habe ich einen zweiten Anlauf gestartet und war diesmal erstaunlicherweise ziemlich schnell in der Geschichte drin. Sie wird aus der Perspektive des Jungen erzählt, was sie für mich wahrscheinlich auch deshalb so emotional macht. Mit einer sehr kindlichen und facettenreichen Sprache erweckt der Autor seinen Protagonisten zum Leben. Als ich mich mit dem Schreibstil des Autors zurecht gefunden hatte, bin ich dann auch zügig voran gekommen.
Immer mehr habe ich mich auf Icares Situation einstellen können und mich sogar mit ihr anfreunden können. Der Autor hat eine wundervolle Gabe, mit den Worten zu spielen und löste dadurch bei mir eine Vielzahl von Emotionen aus. Er war schön mitzuerleben, wie sich die harte Schale des Jungen öffnet und er zum ersten Mal in seinem Leben richtig glücklich zu sein scheint. Sehr bildgewaltig wird seine Entwicklung beschrieben und das war unglaublich mitzuerleben.
Aber nicht nur Icare ist toll beschrieben worden, auch die anderen Kinder haben mich sehr beeindruckt. Jedes von ihnen hat unschöne Dinge in der Vergangenheit erlebt, aber trotzdem sind sie zu kleinen eigenständigen Persönlichkeiten geworden.
Die Passagen, in denen aus den fremden Kindern langsam Freunde werden, hat mich besonders berührt. Ihre kindliche und unvoreingenommene Art haben ein besonders schönes und warmes Gefühl in mir ausgelöst. Von einer solchen Eigenschaft können sich manche Erwachsene mal ein Scheibe abschneiden.
Durch die detaillierten Schilderungen des Autors habe ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden können und die Kinder in ihrem Waisenhaus begleiten können. Ich habe das Buch zügig gelesen und habe es mit einem guten Gefühl nach 237 Seiten beendet.
Das Cover ist sehr hochwertig verarbeitet, ein ansprechender gelber Schutzumschlag mit auffälligen Protagonisten und einer ins Auge springenden Schrift, welche bei mir ebenfalls punkten konnte.
Zu diesem Buch gibt es auch einen gleichnamigen Animationsfilm, den ich mir auch unbedingt anschauen möchte.
Auf Grund der schweren Thematik finde ich ihn nur bedingt als Kinderfilm empfehlenswert. Zartbesaitete Kinder können durch tragischen Tod der Mutter geschockt sein.

Fazit:

Dieses Buch hat sämtliche Emotionen bei mir hervor gerufen und mich viel nachdenken lassen. Ich habe es gerne gelesen und möchte hierfür eine Leseempfehlung aussprechen. Ein sehr emotionales und nicht immer leichtes zu lesendes Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen, den ich sehr liebgewonnen habe. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.
 
Skala 4,5 Sterne

[Rezension] Lea und der Luchs- oder das Überleben in der Wildnis von Tanja Wenz

 

Titel: Lea und der Luchs- oder das Überleben in der Wildnis
Autorin: Tanja Wenz
Verlag: Geest Verlag
Erscheinungsdatum: 9.Dezember 2016
ISBN: 978-3866855632
Format: Klappenbroschur (236 Seiten)
Preis: 14,80€
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Worum geht es?

Als sich die 14-jährige Lea nach einem Flugzeugunglück alleine in der Einsamkeit Nordkanadas wiederfindet, ahnt sie nicht, dass dies erst der Anfang eines großen Abenteuers ist. In der Wildnis dort streifen Bären, Wölfe, Berglöwen aber auch Luchse umher.
Lea nimmt die Herausforderung an, ohne Ausrüstung und Lebensmittel den Weg nach Hause zu suchen. Die tägliche Nahrungsbeschaffung zerrt an ihren Kräften, doch Lea gibt nicht auf. Während ihrer Suche trifft sie auf einen verletzten Luchs, dem sie das Leben rettet und der ihr ein treuer Begleiter in der einsamen Wildnis wird.
Aber reicht dies zum Überleben aus? Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Auf dieses Buches war ich ziemlich gespannt, denn auf der Visitenkarte der Autorin steht “Bücher, die berühren”. Mal sehen, dachte ich mir, ob ihr dies bei mir auch gelingen wird. Zugegebenermaßen bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut, aber bei vielen Geschichten ist es nur von kurzer Dauer und wenige davon bleiben mir nachhaltig im Gedächtnis.
Das Buchcover ist in schönen, warmen Grün-Orange-Tönen gestaltet. Lea und der Luchs sehen gezeichnet aus, nicht perfekt, aber irgendwie macht dies für mich gerade den Reiz aus. Beim näheren Betrachten springt die Innigkeit zwischen Mensch und Tier auf mich über. Ob dieser Eindruck sich durch das Lesen des Buches verstärkt?
Das erste Highlight ist für mich die Größe der Schrift. Ich konnte das Buch deshalb ohne Probleme und ohne das Aufsetzen meiner Lesebrille lesen. Die Geschichte startet mit dem Beginn der Sommerferien. Lea, aus deren Sicht die Geschichte von Beginn an erzählt wird, reist wie so oft alleine nach Kanada, um ihren Vater zu besuchen. Ich war sofort ziemlich beeindruckt, wie selbstbewusst und mutig dieses 14-jährige Mädchen ist. Ihr Charakter gefällt mir sehr gut und hat mich ziemlich schnell mit ihr sympathisieren lassen. Die Autorin hat sich viel Zeit gelassen, um Lea mit all ihren Facetten sehr detailliert zu beschreiben. Das kommt bei mir gut an und ich habe ihre Schritte in der Wildnis mit großer Freude begleitet. Sie macht im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durch und es war schön, ihr dabei über die Schuler zu schauen und sie dabei zu begleiten.
Die Kapitel haben eine angenehme Leselänge und der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig und sehr bildgewaltig. Ich habe eine gute Vorstellung von Leas Erlebnissen und ihren Gefühlen bekommen. Einige der Schilderungen haben mich wirklich berührt und ich war voller Bewunderung für dieses tapfere Mädchen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Mit wie viel Achtung und Respekt sie einander gegenübertreten! Ein großes Kompliment an die Autorin, die dies mit ihrem Schreibstil so transportieren konnte.
Durch einen Wechsel der Erzählperspektive gelingt es der Autorin, die Spannung in der Geschichte noch weiter voranzutreiben. Ich war von nun an total gefangen und bin durch die Seiten nur so hindurchgeflogen. Die grandiosen Beschreibungen der dortigen Wildnis setzt ein großes Fachwissen und eine gründliche Recherche voraus. Das hat mich sehr beindruckt und nach 221 Seiten das Buch mit einem zufriedenen Grinsen beenden lassen.
Zum Abschluss sei noch gesagt, dass zum Ende alle gesponnenen Fäden aufgelöst wurden und für mich auch keine Fragen mehr unbeantwortet blieben.
Mein einziger Kritikpunkt ist das am Ende stehende Inhaltverzeichnis. Dies hätte ich mir am Anfang gewünscht, denn dort macht es meiner Meinung mehr Sinn.

Fazit:

Ein wirklich berührendes Jugendbuch mit viel Tiefgang und Raum zum Nachdenken. Ich habe eine wunderschöne Lesezeit gehabt, spreche eine Leseempfehlung aus und belohne dieses Buch sehr gern mit fünf von fünf Sternen.
 
 

[Rezension] Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane von Tanya Stewner

http://www.vgo-presse.de/fileadmin/verlagsgruppe-oetinger.de/vsg_images/cover/download/9783789147494.jpg
Titel:
Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane
Autorin: Tanya Stewner
Illustratorin: Claudia Carls
Verlag: Oetinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20. März 2017
Format: Hardcover (448 Seiten)
ISBN: 978-3789147494
Preis: 16,99€
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Die Autorin

Worum geht es?

Auf nach Island! Alea und die Alpha Cru stechen wieder in See und machen sich auf den Weg in den hohen Norden. Dort hofft Alea endlich ihren Vater zu finden und damit Antworten auf die vielen Fragen, die ihr durch den Kopf schwirren. Doch als die Alpha Cru ihr Ziel erreicht, muss sich Alea nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern trifft dort auch auf den geheimnisvollen Doktor Orion. Seit dem Untergang der Meerwelt erforscht er den tödlichen Virus, der die Meermenschen vernichtet hat. Kann Alea mit seiner Hilfe ihren großen Traum verwirklichen und das Meervolk wiederaufleben lassen? Und wird Lennox sie bei diesem Plan unterstützen? Er scheint Alea etwas zu verschweigen, und das stellt ihre Liebe auf eine harte Probe.
Der dritte Band der Meermädchen-Saga Alea Aquarius von Bestseller-Autorin Tanya Stewner Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Auf diese Fortsetzung habe ich ein Jahr lang sehnsüchtig gewartet. Bereits vom ersten Band an bin ich ein großer Fan vom Meermädchen Alea und ihren Freunden von der Alpha Cru. Auch bei diesem Buch kann die Gestaltung des Covers bei mir punkten. Es sieht genauso wunderschön wie seine Vorgänger aus. Ich liebe die Meeresfarben und in diesem Fall vor allem die ausdrucksstarken Kinder und die dezent glitzernden Akzente. Alea und ihr Freund Lennox sehen zauberhaft aus und ziehen mich magisch an. Endlich werden mit diesem Cover auch die “lesenden” Jungs angesprochen. Bisher war die Aufmachung eher typisch für ein Mädchenbuch.
Meine Jungs hätten sich diese Bücher niemals im Buchladen näher angeschaut. Glücklicherweise war ich so begeistert vom ersten Buch, dass es deshalb in unseren Bücherschrank eingezogen ist.
Die Reaktion meines 11-jährigen Sohnes fiel bei diesem Buch sehr positiv aus. Er findet, die Kinder sehen ziemlich cool aus und ihre Klamotten wären total in.
Ich finde, Alea ist deutlich reifer und erwachsener geworden und diese Entwicklung kommt auf dem Cover sehr gut rüber.
Wie gewohnt erwarteten mich ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und die tollen Illustrationen von Claudia Carls. Ich habe schon dort bereits das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen.
Ich gebe zu, dass die Erwartungen an das Buch schon ziemlich hoch waren, denn Tanya Stewner hat die Messlatte mit den beiden Vorgängern schon ordentlich hoch gelegt. Ich war sehr gespannt darauf, ob es möglich ist, noch eine Steigerung der Geschichte hinzubekommen, ohne die Leser zu langweilen oder sich mit zu vielen Erzählungen und Erklärungen zu wiederholen. Es gibt tatsächliche kleine Rückblicke auf die vorherigen Bände, diese sind aber sehr passend in die Geschichte eingefügt. Auch Neuleser werden sich in der Geschichte gut zurecht finden. Trotzdem würde ich jedem Leser empfehlen, beim ersten Buch anzufangen, denn das Aufeinandertreffen der Kinder und ihre ersten Abenteuer sind sehr lesenswert.
Was soll ich sagen: Die Autorin hat meine Erwartungen an das Buch nicht nur erfüllt, sie hat sie sogar übertroffen. Auch ein paar Tage nach Beendigung des Buches bin ich immer noch hin und weg. Unfassbar, wie es der Autorin gelingt, ihre Gefühle und Emotionen so in Worte zu verpacken. Ich habe die Geschichte von der ersten Seite an bereits geliebt und habe mit einem zufriedenen und breiten Grinsen die 448 Seiten viel zu schnell durchgelesen. Die Kapitel haben eine tolle Leselänge und eignen sich auch prima zum abendlichen Vorlesen.
Nach ein paar Kapiteln war ich wieder so in der Geschichte gefangen, dass es mir sehr schwer viel das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich war nicht nur Leserin der Buches, sondern habe mich gleichzeitig in der Geschichte wiedergefunden. So bildgewaltig und detailgetreu war der Schreibstil der Autorin. Sie erweckt mit ihrer Sprache alle Meeresbewohner zum Leben, und hier und da habe ich tatsächlich eine “Finde-Finja” flüstern hören. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende extrem spannend erzählt und ich habe mit den Protagonisten und den Tieren in der Unterwasserwelt sehr mitgelitten. Ich musste mich häufig zusammenreißen um nicht los zu heulen. Wie in den vorherigen Büchern, ist es auch in “Das Geheimnis der Ozeane” der Autorin sehr wichtig dem Leser zu vermitteln, wie schlimm die Meerestiere unter der Umweltverschmutzung von uns Menschen zu leiden haben. Die Beschreibungen von den Tieren, die unter Wasser in einem Netz festsitzen und so bitterlich weinen, gehen mir so ans Herz und lassen mich wirklich wütend und traurig werden. Ich hoffe, durch das Lesen dieses Buches überdenken einige Leser ihren Konsum von Plastiktüten und fangen an, ihre Einstellung dazu zu ändern.
Aber nicht nur die Geschichte rund um die Meereswelt ist toll erzählt, auch Aleas Entwicklung und die ihrer Freunde, Ben, Sammy, Tess und Lennox, ist toll mitzuerleben. Im Laufe der Bücher lässt die Autorin ihre Figuren wachsen, ich bin begeistert zu lesen, wie großartig ihre Entwicklungen sind. Das Buch ist fröhlich, humorvoll und gleichzeitig traurig und beängstigend. Je nachdem, an welchem Faden Tanya Stewner zieht, änderte sich auch meine Gefühlswelt innerhalb weniger Seiten.
Auch wenn zum Ende des Buches nicht alle meine Fragen beantwortet sind, bleibe ich trotzdem mit einem warmen und schönen Gefühl zurück, mit dem Wissen, im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder mit der Alpha Cru in See zu stechen. Die lange Wartezeit werde ich dann mit dem neuen Hörbuch verbringen, das in Kürze erscheinen wird. Wie auch die beiden anderen Hörbücher wird es auch bei diesem Mal von Hörbuchpreis-Trägerin Laura Maire gelesen, die durch ihre wundervolle, ruhige und beruhigende Stimme mich richtig ins Träumen versetzt.
Auch wenn ich definitiv nicht mehr zur empfohlenen Altersgruppe gehöre, bin ich total begeistert und verliebt in diese Geschichte. Den Jungs ist es auch noch wichtig zu sagen, dass auch ihnen die Geschichten von der Alpha Cru besonders gut gefallen.

Fazit:

Dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Bücherhighlights  2017, diese Geschichte ist so voller Liebe zum Detail beschrieben und hat mich total verzaubert. Es ist ein absoluter Schatz in jedem Bücherregal und deshalb gibt es von mir eine ganz dicke Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Im Wolfsland von Uta Reichardt

 
9783944788487
Titel: Im Wolfsland
Autorin: Uta Reichardt
Verlag: Fabulus-Verlag
Erscheinungsdatum: 3.Februar 2017
Format: Hardcover (200 Seiten)
ISBN: 978-3944788487
Preis: 16,95€
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Worum geht es?

Wolfsland — erlebe das Abenteuer deines Lebens«, steht auf dem Werbeprospekt des Schullandheims, in das die 14-jährige Lou mit ihrer Klasse fährt. Der Slogan verspricht nicht zu viel: Im Grenzland zu Polen wird aus einer harmlosen Exkursion unversehens ein Kampf gegen gewissenlose Machenschaften. Und Lou ist mittendrin. Die Ereignisse überstürzen sich, als sich die Waise gegen Mobbing zur Wehr setzt und vorzeitig nach Hause geschickt werden soll. Lou reißt aus. In den einsamen Wäldern trifft sie nicht nur auf Wölfe, sondern auch auf den rätselhaften Lupo, der sich hier versteckt. Unversehens befinden sie sich beide auf der Flucht — vor den Suchtrupps auf der Spur der vermissten Schülerin und vor den Wilderern, die hinter den Wölfen her sind. Wenige Tage und Nächte stellen Lous Leben auf den Kopf. Am Ende erkennt sie: Ich bin nicht allein. Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Den Anfang meiner Rezension widme ich dem genialen Buchcover. Denn dies war es, was von Anfang an meine volle Aufmerksamkeit geweckt hat und mich bis zum Ende auch nicht mehr losgelassen hat. Die Umschlaggestaltung ist einfach großartig. Die glänzenden Wolfsaugen und der düstere Wald wirken sehr bedrohlich und machten mich extrem neugierig auf die Geschichte. Die Schrift hebt sich vom Cover ab, genauso wie der Name der Autorin, das finde ich sehr gelungen. Ich mag es sehr, wenn die Illustratoren sich sich so intensiv mit der Covergestaltung beschäftigen wie bei diesem Buch. Passend zur Farbe des Titels wurden auch die Außenseiten in einem zarten Gelb gewählt. Das Buch sieht wirklich wunderschön aus, es gibt sogar noch ein blaues Lesebändchen. Schlichtweg kann das Cover bei mir punkten.
Am Anfang habe ich die Protagonisten Louisa genannt Lou kennengelernt, aus deren Perspektive die Geschichte auch erzählt wird. Lou ist eine Außenseiterin, dies wird durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin sehr schnell deutlich. Uta Reichardt lässt sich sehr viel Zeit, dem Leser ihre Protagonistin vorzustellen, dies gefällt mir sehr gut und schon nach wenigen Kapiteln habe ich mir ein sehr gutes Bild ihrer Person machen können. Leider ist es mir nicht gelungen, mit Lou richtig warm zu werden. Obwohl es ein sehr interessanter Charakter ist, wächst sie mir leider nicht ans Herz.
Die Geschichte beginnt für mich daher eher schleppend. Dies änderte sich dann schlagartig, sobald die Wölfe in Erscheinung getreten sind. Von da an war ich total in der Geschichte gefangen. Ich finde, Wölfe sind faszinierende und sehr interessante Tiere. Mir gefällt es sehr gut, dass die Autorin sehr viel Zeit mit der Recherche über diese Tiere verbracht hat. Die viele Arbeit hat sich meiner Meinung nach bezahlt gemacht, denn der Autorin ist es gelungen, mich mit ihrem Fachwissen zu beeindrucken und mich somit in ihren Bann zu ziehen. Mein Herz verloren habe ich dann an den Waldjungen Lupo, mit dem es die doch vorher für mich eher blasse Lou schafft, mir sympathischer zu werden. Da der Charakter im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung macht und über sich hinauswachsen kann, konnte ich mich mit ihm dann auch besser anfreunden. Die Anzahl der im Buch auftretenden Protagonisten ist überschaubar, klar und deutlich beschrieben, so dass sich die empfohlene Altersklasse sicher gut zurecht finden wird.
Die Botschaft des Buches ist bei mir angekommen und hat mich auch nach Beendigung der Geschichte noch sehr viel über dieses Thema nachdenken lassen. Ich hoffe und wünsche, dass die Aussage des Buches auch bei den Lesern Zuspruch finden wird. Nach fast 200 Seiten findet die Geschichte ein geschlossenes Ende. Es lässt aber auch genügend Zeit und Raum für eigene Spekulationen und Überlegungen. Wenn ich die Geschichte nochmal rückblickend betrachte, wurde meine Erwartungshaltung an das Buch erfüllt, allerdings finde ich die Geschichte zwischen Lou und Lupo nicht richtig zu Ende erzählt. Ich hätte mich gefreut, wenn den beiden und ihrer Beziehung zueinander noch mehr Zeilen gewidmet worden wären. Ich bin außerdem der Meinung, dass die Altersempfehlung von 12-15 Jahren zu hoch gewählt wurde. Ich lese viele Bücher in diesem Genre und denke, dass gerade 14-15 jährige Leser sich gelangweilt fühlen könnten. Ich würde es eher in die Altersklasse bis 13 Jahre einordnen.

Fazit:

Ein wirklich gut geschriebenes Jugendbuch mit einer sehr spannenden Thematik, bei dem alle Wolfliebhaber sicher auf ihre Kosten kommen werden. Ich konnte leider mit der Protagonistin nicht richtig warm werden, was aber wirklich nur meine persönliche Meinung widerspiegelt. Ich möchte die Geschichte trotzdem gerne empfehlen und vergebe knappe vier von fünf Sternen.
Herzlichen Dank an den Fabulus-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zu Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden von Heike Abidi

heike

Titel: Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden
Autorin: Heike Abidi
Verlag: PINK!
Erscheinungsdatum: 7.März 2017
Format: Klappenbroschur (176 Seiten)
ISBN: 978-3864300622
Preis:  9,99€
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die Autorin

Worum geht es?

Wie überlebe ich bloß die Pubertät? Ganz schön tricky, wenn der Körper auf einmal verrücktspielt, das Leben zur einzigen Gefühlsachterbahn mutiert und sich die Sache mit der Liebe als furchtbar kompliziert herausstellt! Henriette hat dies alles einmal gründlich untersucht und trägt ihre Ergebnisse in diesem Buch als Blogeinträge, Checklisten und kleine Interviews zusammen – mit vielen Tipps und Tricks für alle Mädchen, die bald 13 werden. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Und auf einem Mal ist sie da, die Pubertät. Glaubte ich noch vor einiger Zeit, bei uns würde es noch eine Weile dauern, befinde ich mich quasi nun schon mittendrin in der “Vorpubertät”. Jeder, der Kinder zwischen 11 und 13 Jahren hat, wird wissen, was ich damit sagen möchte. Grund genug, mich in dieses Thema einzulesen.
Mit dem Cover trifft das neue Buch der Erfolgsautorin Heike Abidi genau den Geschmack der angesprochenen Zielgruppe. Perfekt farblich in Szene gesetzte Motive und eine ins Auge stechende Schrift in einem auffallenden Pink machen “Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden” zu einem absoluten Eyecatcher auf jedem Büchertisch. Hier werden nicht nur Fans ihrer Bücher “Tatsächlich 13”, “Plötzlich 14” und “Endlich 15” zugreifen, denn dieses Thema spricht eine große Bandbreite an Lesern an.
Obwohl ich als Mutter von zwei Jungs sicher nicht zur angesprochenen Zielgruppe gehöre und auch deutlich älter als 13 bin, war ich trotzdem gespannt auf die Erzählungen und Beschreibungen der Autorin, die in diesem Buch ihrer Protagonisten Henriette das Erzählen überlässt. Der Klappentext hat meine Neugierde auf die Geschichte dann noch verstärkt. Ich selber bin und war nie ein Fan von Anleitungen, zum Beispiel zum Schminken, Enthaaren etc.
Bevor ich dann in die Geschichte versunken bin, habe ich mit großer Begeisterung das übersichtliche Inhaltverzeichnis und das tolle Vorwort kurz angeschaut und danach gelesen. Das Inhaltsverzeichnis ist in fünf große Kapitel unterteilt. Dies ist – finde ich – besonders gelungen, denn durch die verschiedenen Farb- und Schriftarten können Lieblingsstellen schnell wiedergefunden werden.
Bereits beim Lesen der ”Liveberichte aus der Pubertät” habe ich Henriette alias Jette V. in mein Herz geschlossen. Sie ist witzig, humorvoll und hat ihr Herz am rechten Fleck. Mit ihrer liebenswürdigen und manchmal provokanten Art berichtet sie auch sehr schonungslos, was sie an uns Eltern in punkto Erziehung so nervt. Wenn ich ihre Zeilen so lese, dann kann ich sie gut verstehen und fühle mich ebenfalls genervt. Ich habe mich bereits auf den ersten Seiten köstlich amüsiert. Heike Abidis locker- leichter, flüssiger und altersgerechter Schreibstil ist wirklich mitreißend. Neben Henriettes tollen Tipps und Tricks rund um die Themen, die Mädchen in dem Alter interessieren, ist das Buch randvoll mit Checklisten, Selbsttests, genialen Illustrationen und Internet-Links, wo Jugendliche Hilfe bekommen können, beispielsweise, falls sie gemobbt werden. Besonders gut gefällt mir, dass es dabei nicht um Schmink- und Ernährungstipps geht, sondern viel mehr die Botschaft übermittelt, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und sich so akzeptieren und annehmen sollte, wie er ist. Eine sehr wichtige Botschaft, wie ich finde.
Auch mir als Mama konnte das Buch in einigen Situationen die Augen öffnen und ich war erstaunt, wie negativ eigentlich meine gut gemeinten Ratschläge oder Handlungen bei meinem Sohn ankommen.
Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, bin ich nun aber bestens informiert und kann vielleicht ein wenig entspannter in die nahende Pubertät starten.

Fazit:

Ein wirklich informativer Ratgeber mit vielen tollen Tipps und Tricks und einer sympathischen Protagonistin. Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, Heike Abidi, die mich mit diesem Buch wieder restlos begeistern konnte.
Dieses Buchhighlight empfehle ich sehr gerne und vergebe fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling von Patricia Schröder

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Titel: Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505123
Preis:  9,99€
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Zur Autorin

Worum geht es?

„Zwengelchen“ – so werden Lea und Lucie von Leipnitz liebevoll von ihrem Opa Pistorix genannt. Doch die Abkürzung für „Zwillings-Engelchen“ trifft es nicht immer: Die eineiigen Zwillinge sorgen nämlich für reichlich Chaos im Schul- und Familienalltag. So zum Beispiel, als sich ihr Papa, der obendrein ihr Mathelehrer ist, ein bisschen zu sehr um die neue Referendarin kümmert … Dass Lea und Lucie genau in dem Moment auf eine Zeltfreizeit verfrachtet werden, hilft da nicht wirklich weiter.
Höchste Zwillingsverwechslungs- und Verdoppelungskunst ist gefragt, um alles wieder in die richtige Bahn zu lenken! Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Es gibt Bucherscheinungen, auf die freue ich mich wie ein Kind auf Weihnachten. Genauso ging es mir bei diesem Buch. Mit “Die Doppel-Kekse” startet eine neue Kinderbuchreihe von Patricia Schröder, auf die ich mich schon seit langer Zeit gewartet habe. Seit “Hanni & Nanni” und “Das doppelte Lottchen” liebe ich Geschichten über Zwillinge und auf die ungleichen “Zwengelchen” Lucie und Lea war ich besonders gespannt.
Schon das Cover ist ein absoluter Eyecatcher und sticht auf den großen Tischen in den Buchhandlungen sofort ins Auge. Farb- und Schriftwahl passen hervorragend zu einem Buch, in dem es um eine fröhliche Zwillingsgeschichte geht: der matt-weiße Hintergrund des Buches, die Mädchen sehen sehr sympathisch aus, die Symbole sind passend zur Geschichte ausgewählt. Ich habe sofort große Lust gehabt in die Geschichte einzutauchen. Auch im Regal stehend wird es jungen Lesern sofort ins Auge springen, denn auch der Buchrücken ist ebenso ansprechend gestaltet.
Ich habe mittlerweile so viele Kinderbücher der Autorin gelesen und fühle mich dank ihres locker-leichten und sehr flüssigen Schreibstils sofort wohl. Es ist jedes Mal ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Ihre Geschichten verzaubern mich jedes Mal und lassen mich durch den bildgewaltigen und detailgetreuen Schreibstil ein Teil des Geschehens werden. Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben und ich musste bereits auf den ersten Seiten mehrmals schmunzeln. In die Protagonisten Lucie und Lea habe ich ich mich gleich von Anfang verliebt, denn sie sind liebeswert und haben das Herz am rechten Fleck. Aber nicht nur Lucie und Lea gefallen mir, auch die vielen anderen Charaktere sind authentisch beschrieben.
Die Geschichte hat mich gleich von der ersten Seite an mitgenommen. Patricia Schröders Bücher behandeln auf sehr einfühlsame Art und Weise Themen, die die angesprochene Altersklasse interessieren. Eine Prise Humor, etwas Liebe, viel Freundschaft und auch etwas, das zum Nachdenken anregt.
Die Kapitel haben eine perfekte Lese- und Vorleselänge. Die Kapitelanfänge sind toll in Szene gesetzt und die vielen Doppelkekse im Buch machen wahnsinnig Lust auf “Kekse futtern”.
Patricia Schröder schafft es, mich mit jeder ihrer authentischen Geschichten zu begeistern und mir wunderschöne Lesemomente zu schenken. Auch wenn ich die empfohlene Altersklasse um einige Jahrzehnte überschritten habe, bin ich immer wieder begeistert.

Kindermeinung:

Auch ich als Junge lese sehr gerne Patricia Schröders Bücher. Ihre Zwillinge sind super, und ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit solchen Mädchen befreundet zu sein. Lucie gefällt mir ein wenig besser als Lea, denn sie ist etwas verpeilt und trägt ihr Herz auf der Zunge. Lea ist etwas ruhiger und stiller, aber auch nicht unsympathisch.
Das Cover sieht schön aus. Ich mag weder Glitzer noch die typischen Mädchenfarben. Bei diesem Buch gibt es eine gute Mischung von verschiedenen Farben. Auch der Buchrücken macht sich im Regal richtig gut. Ich glaube es wird dort entdeckt und danach auch gekauft.
Die Geschichte ist schon auf den ersten Seiten super komisch. Lucie und Lea erleben wirklich viele lustige und spannende Dinge. Es gibt auch einen coolen Jungen, Rabatze, der gefällt mir ziemlich gut.
Ich freue mich, dass es im Sommer schon mit dem zweiten Teil der “Doppel-Kekse” weiter geht. Das werde ich auf jeden Fall auch lesen.

Unser Fazit:

Uns konnte dieser Band “Die Doppel-Kekse – Einmal Zwilling, immer Zwilling” komplett überzeugen. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die Fortsetzung. Gerne sprechen wir eine Leseempfehlung aus und belohnen die großartige Geschichte mit fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Mein Freund, der Superheld von Anja Kiel

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Titel: Mein Freund, der Superheld
Autor: Anja Kiel
Illustrator: Steffen Gumpert
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Format: Hardcover (48 Seiten)
ISBN: 978-3473365067
Preis:  7,99€
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Worum geht es?

Lenny ist nicht besonders sportlich, und mutig ist er auch nicht … Dennoch freundet er sich mit Lenny an, der von sich behauptet, ein Superheld zu sein. Eine witzige Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft für Erstleser ab der 2. Klasse. Quelle: Ravensburger

Meine Meinung meine Buch:

Gewöhnlich lese ich die Bücher, die ich rezensiere, selbst. Bei diesem Erstlesebuch war es anders: Das habe ich mir von meinem 8-jährigen Sohn vorlesen lassen. Bisher hat ihn das Lesefieber noch nicht so richtig gepackt, weshalb ich ständig nach passenden Themen suche. Dieses Buch ist vom Titel schon ein absoluter Volltreffer, denn Superhelden stehen bei uns ziemlich hoch im Kurs. Die Begeisterung war schon ziemlich groß, als wir das Buch in den Händen gehalten haben. Das Titelbild ist cool und verspricht eine ziemlich lustige Geschichte.
Am Anfang des Buches befindet sich ein Inhaltsverzeichnis. Wir haben an fünf aufeinanderfolgenden Tagen je ein Kapitel gelesen. Die Kapitellängen sind perfekt gewählt und für junge Erstleser zügig zu lesen. Das liegt zum einen an dem leichten, flüssigen und altersgerechten Schreibstil der Autorin, zum anderen an den grandiosen Illustrationen von Steffen Gumpert. Schon auf der ersten Seite gibt es so viel zu entdecken und viele kleine Details haben hier für große Lacher gesorgt. Die Autorin Anja Kiel hat für ihre Geschichte einfache Wörter verwendet, die von meinem Sohn problemlos zu lesen waren. Bei Leserabe-Büchern werden den Lesern am Ende jedes Kapitels eine oder mehrere Fragen zum Inhalt gestellt. So kann man leicht herausfinden, ob das Gelesene verstanden worden ist oder ob die Leser nur aneinandergereihte Wörter lesen. Alle Fragen konnten hier ohne Probleme beantwortet werden und haben noch nach dem Lesen viel Stoff zum weiterdiskutieren geboten. Die Protagonisten Lenny und Falk waren uns sofort sympathisch, die Autorin hat sie sehr authentisch und liebenswert beschrieben. Das hat uns Beiden richtig gut gefallen.
Am Ende des Buches gibt es ein tolles Rätsel, bei dem sogar noch etwas gewonnen werden kann. Schade, dass die tolle Geschichte schon nach 39 Seiten zu Ende war. Wir würden uns sehr freuen, wenn es noch weitere Geschichten von Lenny und Falk geben würde.

Fazit:

Dies ist das bisher beste Buch, was wir aus dieser Reihe gelesen haben. Wir haben von Anfang bis Ende super viel Spaß beim Lesen gehabt. Mein Sohn möchte es unbedingt nochmal lesen. Es bekommt einen Ehrenplatz in seinem Bücherschrank und von uns eine ganz klare Leseempfehlung und fünf “Superhelden-starke” Sterne. Vielen Dank an Anja Kiel für dieses Lesehighlight und an Steffen Gumpert für diese genialen Illustrationen.
 

[ Rezension] Mississippi Bande von Davide Morosinotto

 
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Titel: Mississippi Band
Autor: Davide Morosinotto
Übersetzerin: Cornelia Panzacchi
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2017
Format: Hardcover (368 Seiten)
ISBN: 978-3522184557
Preis:  14,99€
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Leseprobe
 

Worum geht es?

Alles begann mit dem Mord an Mr. Darsley. Oder vielleicht auch nicht. Wenn ich es mir recht überlege, begann es eigentlich ein paar Wochen zuvor. An dem Nachmittag, als wir durch die Sümpfe des Bayou paddelten, um ein paar Fische zu fangen. Was wir stattdessen fingen, war eine verbeulte Blechdose, in der drei Dollar lagen. Drei Dollar! Dafür würden wir uns etwas im Katalog bestellen. Noch ahnten wir nicht, dass wir mit dieser Bestellung das größte Abenteuer unseres Lebens auslösen würden …Quelle: Thienemann

 Meine Meinung zum Buch:

Dieses außergewöhnliche Buchcover und der Klappentext haben mich sehr neugierig auf die Mississippi-Bande gemacht. Es wurden sofort wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn hervorgerufen. Ich habe dieses Buch von den beiden Abenteurern so oft gelesen und war ganz gespannt auf die von Davide Morosinotto geschriebene Geschichte. Das Cover ist eine richtige Augenweide. Hier wurden 3D Effekte mit glänzender Schrift und nostalgischen Bildern kombiniert. Alleine für diesen genialen Augenschmaus gibt es schon mal volle Sternenzahl. Aber nicht nur das Cover ist wunderschön, auch die vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen sind ein Traum, hier haben die Illustratoren um Stefano Moro wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Innengestaltung des Buches wirkt sehr geheimnisvoll und auch die vielen Kapitelanfänge, Karten, Katalogseiten und Zeitschriftenartikel sind perfekt ausgewählt und unterstreichen die spannende Geschichte.
Am Anfang des Buches erwartet den Leser ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, welches sich in vier Teile gliedert. Die Story startet gleich vom ersten Kapitel an spannend. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen, obwohl die Namen der Kinder doch sehr gewöhnungsbedürftig sind. Der Autor verwendet die Ich-Perspektive, wodurch ich gleich einen Zugang zu der erzählenden Person bekommen habe. Ohne Ankündigung übernimmt im zweiten Teil dann ein anderer Protagonist die Erzählung. Das hat mich etwas verwirrt und mir auch nicht besonders gut gefallen. Da hätte ich mir vorher eine kleine Ankündigung gewünscht. Genauso einen Wechsel gibt es in Teil 3 und 4. Auch dort wird die Geschichte dann von einer anderen Person erzählt.
Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben und bietet viel Raum zum Nachdenken und zu diskutieren. Allerdings finde ich das empfohlene Lesealter ab 10 Jahren als ungeeignet. Es sind viele Szenen ziemlich brutal und nicht altersgerecht erzählt. Ich würde deshalb die Geschichte eher einer Altersklasse ab 12 Jahren empfehlen. Zartbesaitete Kinder werden beim Lesen bestimmt keinen Spaß haben.
Das Ende hat mich dann leider auch nicht ganz zufriedenstellen können, denn während Teil 1-3 aus der Sicht eines der vier Kinder geschrieben wird, kommt im letzten Teil ein alter Mann zu Wort. Dieser Sprung in der Zeit war mir dann auch zu viel, ich hätte es schöner gefunden, die Geschichte aus Sicht des vierten Kindes weitererzählen zu lassen.

Fazit:

Ein spannendes Buch für Abenteurer mit grandiosen Illustrationen. Leider hat mich die Geschichte nicht richtig packen können und deshalb gibt es nur 3,5 von 5 Sternen.

[Neuerscheinung Kinderbuch] Februar 2017

Hallo Ihr Lieben,
ab dem 16. Februar 2017 machen “Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling” den deutschen Büchermarkt unsicher. Diese neue Buchreihe von Patricia Schröder erscheint im Planet! Thienemann-Esslinger Verlag. Die Jungs und ich sind große Fans ihrer Bücher und deshalb möchte ich Euch das Buch gerne ein wenig vorstellen.
Interessierte Leser haben außerdem noch bis zum 16.2.17, 23.59 Uhr, Zeit, sich bei Lovelybooks eins von 15 kostenlosen Leseexemplaren zu sichern. Neben einer tollen und sehr persönlichen Leserunde mit der Autorin, war es bei Patricia Schröder bisher oft so, dass es zum Ende und nach Abgabe einer Rezension immer ein geniales Gewinnspiel gegeben hat. Dort konnte man der Autorin im Plauderordner alle Fragen stellen, die man schon immer mal fragen wollte. Vielleicht ist das ja dieses Mal wieder so. Also schaut vorbei und seid Gast in einer einzigartigen Leserunde.
Falls es mit dem Gratisexemplar nicht klappen sollte, ist jede/r Leser/in mit eigenem Buch herzlich willkommen.

Den Link dazu findet ihr hier:
Leserunde

 
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Titel:
Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling
Autor: Patricia Schröder
Illustratorin: Maria Karipidou
Designerin: Stephanie Reis
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
Empfohlenes Lesealter: 10 – 12 Jahre
ISBN: 978-3522505123
Preis:  9,99€
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