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[Rezension] Nanos–Sie bestimmen was du denkst von Timo Leibig

9783764531904_Cover©Penhaligon


Worum geht’s?

Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind »free«, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab … (Quelle) [Anzeige]

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[LBM2019] Ein Messebesuch mit Kleinkind oder wie wir die Leipziger Buchmesse relativ entspannt überstanden haben

Druck

Das vierte Jahr Leipziger Buchmesse in Folge – zumindest für mich. Für Puschel ist es die dritte Messe… naja gut… bei ihrer ersten Buchmesse hat sie noch nicht sooooo viel mitbekommen, da sie da noch in meinem Bauch war. Winking smile
Dieses Jahr war es auch relativ knapp, was die Entscheidung für Leipzig und die Messe anging. Zuerst sah es nämlich danach aus als würden wir gar nicht fahren. Zu viel Stress, zu wenig Zeit, zu viel Erschöpfung und dann die Tatsache, dass wir keine Ferienwohnung mehr gefunden haben. Glücklicherweise habe ich dann doch noch kurz vor knapp eine kleine, aber sehr hübsche Ferienwohnung, etwa 20 Minuten vom Messegelände entfernt, gefunden. Für ein Messebesuch mit Kleinkind ist das nämlich unser Pro-Tipp. Kein Hotel, sondern eine Ferienwohnung. Wir waren so einfach unabhängiger und hatten mehr als ein Zimmer zur Verfügung, so dass die kleine Maus schlafen konnte, während wir noch gelesen oder über die Messe in den Social Media berichtet haben.

Im Übrigen sind wir bereits, völlig entspannt, am Mittwoch vor Messebeginn angereist, so dass wir den ersten Messetag ganz ohne lange Autofahrt und anderen Stress angehen konnten. Den Mittwoch haben wir für die Anreise und das Einkaufen der Lebensmittel genutzt.

Messetag 1 – Donnerstag, der 21. März 2019

Franzi und ichDas erste, was wir mit unserem Kind gelernt haben, war, dass wir uns keine festen Termine bereits gleich zu Messebeginn, um 10 Uhr machen. Puschel ist – wie Mama und Papa – eine Langschläferin und lässt sich morgens sehr viel Zeit. Da pünktlich um 10 Uhr irgendwo zu sein und vorher noch die Vorabakkreditierung abzuschließen, wäre einfach zu stressig. Und so haben wir das nun schon das zweite Jahr in Folge so gehandhabt, dass wir uns mit der lieben Franzi (Bookish Catlady) ganz locker verabredet haben. Dieses jährliche Treffen ist ein Muss und wir freuen uns alle immer wieder sehr sie auf der LBM zu sehen.
Während Franzi, ihre Messebegleitung und ich am Plaudern waren, sind der Ehemann und Puschel erstmal ordentlich Rolltreppe gefahren. Wenn ihr also nach ein wenig “Action” für euer Kind auf der LBM sucht, dann geht ins CCL und fahrt dort Rolltreppe. Winking smile

Nach dem Treffen mit Franzi hat es uns dann in Halle 1 verschlagen. Am Messedonnerstag ist da tatsächlich noch verhältnismäßig wenig los und man kann sich noch relativ gut umschauen. An einem Samstag würde ich mit Kleinkind keinen Fuß in diese Halle setzen.
Haarschnitt fürs VorlesenIn Halle 1 haben wir uns dann mit einem ehemaligen Kollegen vom Ehemann getroffen und während die beiden erstmal eine Runde gequatscht haben, hat Puschel einen Fernseher entdeckt und gebannt einem Anime zugeschaut. Glücklicherweise war dieser nicht brutal oder blutig.Puschel Booki

Nach unserem kleinen Streifzug durch Halle 1 sind wir ein wenig durch Halle 2 geschlendert und für Puschel war es wie im Paradies. Überall Bücher! Sie liebt Bücher mindestens genau so sehr wie ich.
Am Stand von Tessloff mit ihrem Bookii sind wir erstmal hängen geblieben. Bisher kannte ich ja nur TipToi und wusste, dass wir für Puschel sowas in der Art definitiv besorgen werden. Wir haben uns Bookii mal ganz genau erklären lassen und denken, dass die Kleine nun diesen Hörstift zum 3. Geburtstag bekommen wird, da Bookii nicht an einen Verlag gebunden ist, was uns persönlich sehr gut gefällt.

Nachdem wir tatsächlich nur recht kurz in Halle 2 unterwegs waren, ging es für uns zu unserem letzten Termin für heute – dem Oetinger Bloggertreffen. Dort sind wir dann auf die liebe Verena (Lieblingsleseplatz) getroffen und ich habe mich noch sehr gut mit ihr unterhalten.
Oetinger BloggertreffenBeim Bloggertreffen wurden uns die Neuerscheinungen für den Herbst 2019 vorgestellt und ich muss sagen, dass da einige Bücher mit bei sind, die mich wirklich sehr interessieren. Und für alle Cornelia Funke Reckless Fans: 2020 geht es endlich weiter!
Nach der Vorstellung der neuen Bücher hat uns Verlagslektorin Isabella etwas von ihrem Job erzählt und wir durften sie mit Fragen löchern.
Puschel hat das Treffen relativ gut mitgemacht, doch sicherheitshalber hatten wir uns in die letzte Reihe gesetzt, damit wir nicht so stören und zur Not auch den Raum verlassen können, wenn’s sein muss.

Da Puschel keinen Mittagsschlaf gemacht hat und auch nicht machen wollte, haben wir unseren ersten Messetag nach dem Bloggertreffen, um etwa 15 Uhr beendet und haben uns zurück auf den Weg in die Ferienwohnung gemacht.

Messetag 2 – Freitag, der 22. März 2019

Magellan VerlagAuch etwas, was wir mit Kind auf der Messe gelernt haben: so wenig feste Termine wie möglich machen. Zwar haben wir so nicht ganz so viel gesehen und mitgemacht, aber es ist einfach entspannter für’s Kind und wir Erwachsenen sind nicht so enttäuscht, wenn wir unsere Pläne kurzfristig ändern müssen. Denn sind wir mal ganz ehrlich – so ein Messetag ist für uns Erwachsene schon echt anstrengend…für ein Kleinkind bedeuten die ganzen Eindrücke und die vielen Menschen noch viel mehr Verarbeitungszeit.Carlsen Verlag
An den Messefreitag sind wir also völlig ohne feste Termine rangegangen. Einfach nur treiben lassen. Erneut hat es uns in Halle 2 verschlagen und wir haben uns dort noch ein wenig länger umgesehen. Dort waren wir dann auch bei (ganz zufällig) bei Puschels erster Lesung, die ihr erstaunlich gut gefallen hat. Am liebsten hätte sie gleich darauf noch eine gehört, doch leider ging es bei der nächsten Lesung um ein Buch, das nicht mal annähernd ihrem Alter entsprach und so sind wir weiter gezogen.

Loewe VerlagWir haben eine kleine Pause im Familiencafé gemacht, das recht gut abgeschottet ist und Spielmöglichkeiten für die Kleinen bietet. Puschel ist gleich zum Schaukeln losgezogen und hat sich innerhalb von nur 5 Minuten eine neue Freundin angelacht, mit der sie erstmal richtig viel Spaß hatte.Arena Verlag
Während Puschel und der Ehemann also ein wenig im Familiencafé abhingen, bin ich ein wenig allein durch Halle 2 geschlendert und habe einige Stände besucht. Ich liebe es ja jedes Jahr wieder wie schön die Stände aufgebaut sind und wie viel es zu gucken gibt.

Weil Messe ja langweilig wäre, ohne dass das Kind mindestens ein Buch vorgelesen bekommt, hat Puschel sich kurzerhand an einem Stand einfach ein Buch geschnappt, sich hingesetzt und von Papa vorlesen lassen. Das war einfach nur zu Puschel liestgoldig. Wir hätten sie auch fast nicht mehr wegbekommen, konnten sie dann aber mit der Aussicht auf noch mehr Büchern weiter locken.

Natürlich musste ich auch dem Wunderhaus Verlag einen Besuch abstatten. Bei Instagram habe ich bisher immer die Wunderhaus Verlagwunderschönen Illustrationen der Bücher bewundert und wollte daher einfach mal kurz Hallo sagen. Ein wirklich süßer Stand.
Bei Reprodukt mit ihren aussagekräftigen Comics und Graphic Novel haben wir auch kurz Halt gemacht und ich habe einen Blick in die verschiedenen Werke geworfen.

Auch heute war wieder kein Mittagsschlaf angesagt, obwohl wir es echt probiert haben und daher endete der Messetag für uns um 15:30 Uhr.

Messetag 3 – Samstag, der 23. März 2019

Heute waren wir für unsere Verhältnis echt früh dran. Wir haben bereits um 9:30 Uhr die Ferienwohnung verlassen und fanden uns dann prompt im Stau auf der Autobahn wieder. Na klar – Messesamstag, da möchten gefühlt alle auf die Messe.
Lovelybooks StandMit leichter Verzögerung erreichten wir dann das Messegelände. Diese Mal verschlug es uns als erstes in Halle 5. Der Besuch des Lovelybooks Standes stand an. Dort angekommen, haben wir die Gelegenheit eines noch recht leeren Standes genutzt, um ein Familienfoto zu machen. Außerdem hat Puschel die leckeren CookiesUllstein Büchereule entdeckt und gleich einen angegriffen. Sie wollte noch mehr, doch wir konnten den Stand gerade noch rechtzeitig verlassen. Winking smile
Aus Halle 5 ging es dann schnell nochmal zur Ullstein Büchereule in Halle 3, denn ein Messebesuch ohne die Ullstein Eule geht auch gar nicht.

Wer bereits an einem Samstag auf der Leipziger Buchmesse war, weiß, dass man nicht sonderlich schnell vorankommt. Besonders nicht mit Kleinkind, das alleine läuft. Puschel musste uns in der unübersichtlichen Menschenmenge allerdings immer die Hand geben damit wir sie nicht verlieren. Ein Buggy oder längeres Tragen kam für uns nicht in Frage. Leider auch nicht die neongelben Armbänder, die die Messe extra für Kinder an den Informationsständen zur Verfügung stellt. Handynummer und Name des Kindes drauf und ab um’s Handgelenk. Doch leider hat Puschel sich das Band nach nur wenigen Minuten wieder abgerissen und sich geweigert es zu tragen.Coppenrath Verlag

Kaum sind wir also ein wenig durch Halle 3 geschlendert, mussten wir auch schon zu unserem ersten Termin. Ein Treffen mit der lieben Corinna (Die Bücherwelt von CorniHolmes) und einer unserer Lieblingsautor*innen Patricia Schröder. Ein Treffen am Coppenrath Stand in Halle 2.
Halle 2 ist sehr voll an einem Samstag und auf dem Weg zu dem Treffen sind wir dann an Hummel Bommel vorbeigelaufen, die Puschel dann mindestens sechs Mal umarmt und ihr drei Mal ein High Five gegeben hat, bevor wir auch nur annähernd weiter gehen konnten.
Hummel BommelAm Treffpunkt angekommen, haben wir uns dann gute anderthalb Stunden lang richtig schön und intensiv unterhalten, während sich Puschel ein Buch nach dem anderen angeschaut hat. Ich muss sagen, Ausdauer hat sie, wenn sie neue Bücher in die Finger bekommt.

Wir hätten uns sogar gerne noch länger unterhalten, doch das nächste Treffen wartete bereits auf uns – das Lovelybooks Lesertreffen. Für uns wirklich ein absolutes Muss bei jedem Messebesuch.Lovelybooks Lesertreff
Auch hier haben wir uns absichtlich weiter nach hinten gesetzt, falls wir vorzeitig abbrechen müssen, da Puschel nicht mehr mitmacht. Doch auch hier hat sie uns mal wieder überrascht und ganz wunderbar mitgemacht. Zusätzlich hat sie mit ihren lustigen Bemerkungen und Fragen auch noch die Leute um uns herum köstlich unterhalten.
Leider mussten Puschel und der Ehemann das Treffen wegen akut voller Windel verlassen. Ich bin geblieben und habe der sehr interessanten Diskussion der vier Fantasy-Autoren gelauscht.

Nach dem Lesertreffen ist der Ehemann noch schnell in Halle 1 gehuscht, um sich mit einem Shirt und japanischen Süßigkeiten einzudecken, während Puschel und ich im CCL noch ein paar Runden Rolltreppe gefahren sind.
Kurz nach 16 Uhr war dann auch dieser Messetag und unser gesamter Messebesuch für dieses Jahr beendet. Puschel hat das richtig toll gemacht und eigentlich alle, die wir getroffen haben, waren erstaunt darüber WIE toll die Kleine das macht. Sie ist eben ein Buchmessekind. 😉

Wir freuen uns schon auf die LBM 2020 und sagen Auf Wiedersehen!

Auf Wiedersehen

[Kinderbuch-Rezension] Klara & Delfi: Kopfkino, das Ende der Angst von Corinna Möhrke


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Worum geht’s?

Die 10jährige Klara und ihr Delfin verbindet eine ganz besondere Freundschaft. Sie verbringen jede freie Minute gemeinsam und genießen ihr wundervoll unbeschwertes Leben in vollen Zügen. Ein fast perfektes Kinderleben, wenn da nur nicht dieser dunkle Schatten der Angst wäre …
Eines Tages wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und Delfi muss sich entscheiden, ob er es wagt, sich seiner Angst zu stellen und auf die magische Kraft seiner Gedanken zu vertrauen. Kann er diese große Herausforderung Klara zuliebe meistern?
Ein einfühlsam geschriebenes Kinderbuch, das in leuchtenden Farben die kraftvolle Macht der Gedanken beschreibt und (nicht nur) Kindern Mut macht, bei den Herausforderungen des Lebens auf die eigene Kraft zu vertrauen. (Quelle) [Anzeige]

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[Kinderbuch-Rezension] Du gehörst nicht dazu! von Antje Szillat

Du gehörst nicht dazu!


Worum geht’s?

Seit Johannes in seine Gruppe gekommen ist, mag Tommi nicht mehr in den Kindergarten gehen. Trottel hat Johannes ihn schon genannt, ihm ein Bein gestellt und ihn ausgelacht. Und die anderen Kinder? Die haben mitgelacht. Mama weiß nichts davon. Auch Nina, die Erzieherin, nicht. Denn wenn Tommi petzt, wird alles noch viel schlimmer … Dass Kinder sich streiten, ist vollkommen normal. Wird ein Kind aber systematisch ausgegrenzt, spricht man von Mobbing. Tommis Geschichte möchte Kinder, Eltern und Erzieher gleichermaßen für dieses Thema sensibilisieren. Sie macht Mut, das Schweigen zu durchbrechen, und gibt Tipps, wie Kinder mit ihrer Wut umgehen können oder gegenseitigen Respekt und einen positiven Umgang miteinander üben. Ein besonderes Bilderbuch mit praktischen Tipps für die ganze Familie und einem Elternnachwort der Pädagogin und Mediatorin Dr. Christa D. Schäfer (Quelle) [Anzeige]

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[Rezension] Pheromon–Sie jagen dich (Bd.3) von Rainer Wekwerth und Thariot

9783522505550

©PLANET!


Worum geht’s?

Stell dir vor, du erfährst, dass dein bisheriges Leben auf einer Lüge beruht. Und du nicht diejenige bist, die du zu sein glaubtest. Sondern etwas Besonderes – du trägst die letzte Chance in dir, die Menschheit zu retten.
Denn du bist anders, deine DNA noch außergewöhnlicher als die der Hunter, die für dein Überleben bereit sind, den höchsten Preis zu zahlen.
Doch du bist nicht allein. Ein Widerstand gegen die Alien-Invasion hat sich gebildet. Mit diesen letzten nicht-infizierten Menschen stellst du dich der größten Herausforderung deines Lebens, auch wenn du nicht weißt, was du dafür opferst … (Quelle) [Anzeige]

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[Rezension] I can see U von Matthias Morgenroth

I can see U

©Coppenrath Verlag


Worum geht’s?

Wir standen am Fenster neben dem Haupteingang und schauten in die Nacht. Wolken zogen über den Mond, die Schatten der Büsche tanzten im bleichen Licht. Wir dachten alle dasselbe. „Er ist irgendwo da draußen”, flüsterte ich. Als Ben neu in die Klasse kommt, ist Marie fasziniert: Ben sieht gut aus, ist immer freundlich und liest ihr geradezu die Wünsche von den Lippen ab. Endlich jemand, der sie wahrnimmt! Doch dann geschehen merkwürdige Dinge: Im Klassenchat kursieren Fake-Bilder von ihr, gut gehütete Geheimnisse ihrer Mitschüler verbreiten sich plötzlich wie ein Lauffeuer; und was ist das für ein „Auftrag”, den der Neue angeblich hat? Langsam beginnt Marie zu ahnen, dass etwas Größeres dahintersteckt … (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Ich wollte dieses Buch echt mögen, immerhin hatte ich es beim Verlag angefragt und nicht andersherum. Ich bin auf das Buch gestoßen, weil es interessant klang und ich tatsächlich viele positive Meinungen darüber gelesen hatte – lese ich immer noch. Außerdem geht es um Cybermobbing – ein unfassbar wichtiges Thema. Und trotzdem komme ich nicht umhin, dem Buch kritisch gegenüber zu stehen.

Ja, das Buch ist für Leser*innen ab 12 Jahren und ja, ich entspreche nicht mehr ganz der Zielgruppe mit meinen 34 Jahren. Dennoch habe ich bereits diverse Bücher gelesen, in deren Zielgruppe ich nicht mehr passe und fand sie super, konnte mich mit den Charakteren identifizieren oder fand das Thema gut umgesetzt. Bei “I can see U” hatte ich leider meine Probleme.

Die Protagonisten

Ben – Ja…Ben… Ich weiß, dass der Verlag selber und auch einige Rezensionen in Bezug auf Ben bereits gespoilert haben. Ich kannte diese Spoiler allerdings nicht bevor ich angefangen hatte zu lesen, wusste allerdings bereits schon nach den ersten paar Seiten, was es mit Ben auf sich hat und konnte es daher nicht wirklich nachvollziehen, wieso Bens Mitschüler erst so spät begriffen haben, was mit ihm los ist. Für mich war es einfach zu offensichtlich und gepaart mit Maries Verhalten, hat es mich leider genervt, dass immer um den heißen Brei herumgeredet wurde.

Marie – Mit ihr kam ich so gar nicht zurecht. Insgesamt eine nette Person, aber sowas von naiv und gutgläubig. Sie versucht sich alles, was Ben angeht schön zu reden und übersieht jegliche Fakten und Auffälligkeiten. Das mag für einen verliebten Teenager nicht so sehr weit hergeholt sein und dennoch ging sie mir fast permanent auf die Nerven mit ihrem Verhalten.
Ihre beiden Mitschüler und Freunde, Josh und Elli, waren da nicht ganz so verblendet und haben schon recht früh misstrauisch auf Ben reagiert.

Das Grundthema

Cybermobbing bzw. der gläserne Mensch sind keine neuen Themen und dennoch brandaktuell. Dieses Thema aufzugreifen und für Jugendliche fassbarer zu machen, finde ich sehr wichtig – es ist ein Stück Medienkompetenz. Leider hat mir die Art und Weise wie dieses Thema vom Autor im Buch umgesetzt wird, nicht so richtig gefallen. Mir war es einfach zu plump. Nicht nur einmal kam ich mir vor, als würde Morgenroth mit dem ganzen Zaun winken, damit der Leser auch ja die richtigen Gedanken entwickelt. Wirklich sehr schade. Ich habe mich dadurch irgendwie nicht so richtig ernst genommen gefühlt. Als würde der Autor den Lesern nicht wirklich zutrauen, dass sie auch subtilere Hinweise verstehen.
Außerdem waren es mir zu viele Baustellen. Das Smart-Shopping Gerät, das für einen automatisch Dinge bestellt, gefakte Bilder, die für böse Gerüchte sorgen und sogar einen Lehrer fast das Leben kosten und nicht so nette Chatunterhaltungen. Es war einfach zu viel. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sich der Autor auf weniger konzentriert hätte und darauf strukturierter und intensiver eingegangen wäre.

Bens “Geheimnis”

Ich möchte echt nicht spoilern, aber ich muss dringend etwas zu Ben sagen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die heutige Jugend weniger über moderne Technologien weiß als ich. Dinge, in die ich erst hineinwachsen musste, z.B. sprachgesteuerte Suchassistenten oder Smart-Homes etc., sind für Leser der angepeilten Zielgruppe doch schon (fast) zur Normalität geworden. Daher kann ich mir kaum vorstellen, dass die lesenden Jugendlichen nicht auch sofort verstehen, was es mit Ben auf sich hat. Und wenn man verstanden hat, was Phase ist, dann kann es passieren, dass die sehr offensichtlichen Hinweise und die Schmachtereien von Marie sich störend auf den Lesefluss auswirken. So ging es mir zumindest.

Das Ende

Das Ende ist recht offen gehalten, was grundsätzlich ok ist. Es müssen nicht immer alle Fragen beantwortet werden. Ich finde, dass der Leser ruhig auch selber seine eigene Geschichte weiterdenken kann, daher habe ich prinzipiell kein Problem mit solch offenen Enden.
Das Ende hier wirkt auf mich jedoch so, als hätte der Autor sich die Option auf einen oder mehrere Folgebände offen gehalten – was prinzipiell auch in Ordnung ist. Ich werde jedoch eine Fortsetzung – sollte es eine geben – nicht lesen und die Geschichte nicht weiterverfolgen. Für mich ist sie mit diesem Ende auch zuende erzählt.

Fazit

Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, vor allem, weil ich das Grundthema sehr interessant und auch wichtig finde. Leider hat mir die Umsetzung nicht so richtig gefallen und ich hatte zudem auch noch arge Schwierigkeiten mit der Protagonistin. Eine etwas ungünstige Mischung.
Anderen Lesern hat das Buch hingegen sehr gut gefallen, daher bildet euch bitte eure eigene Meinung, wenn die Story für euch interessant klingt. Von mir gibt es leider nur 2 von 5 Sternen.


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Titel: I can see U
Originaltitel: /
Reihe: ?
Autor*in: Matthias Morgenroth
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: 21. Februar 2019
Format: Hardcover (304 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-649-63190-3
Preis: 16,00€

[Neuerscheinungen] März 2019–Teil 1

[Anzeige]*

Der Messemonat März ist angebrochen und wie auch schon im Februar muss ich meinen Beitrag zu den ganzen tollen Neuerscheinungen in mindestens zwei Beiträge teilen, weil es mal wieder so viele geworden sind.
Auch dieses Mal ist es wieder eine bunte Mischung und bestimmt ist für jeden etwas dabei. Das ein oder andere wird unter Garantie auch bei mir einziehen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Wie üblich gelangt ihr durch ein Klick auf das Cover zur jeweiligen Verlagsseite für mehr Informationen zu dem vorgestellten Buch.

*Da ich die Verlagsseiten verlinke, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich bekomme allerdings weder Geld noch kostenlose Bücher für diesen Beitrag. Ich möchte euch lediglich ein paar interessant klingende Bücher vorstellen.


Black Forest High
©Piper Verlag

erscheint am 01. März 2019 // 15,00€

Was, wenn die Auserwählte tot ist und du ihren Platz einnehmen musst?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wo Geisterjäger, Exorzisten und Geistermedien zur Schule gehen? Auf die Black Forest High!

Seven hält den Rekord der am längsten außerhalb der Schule überlebenden Geistbegabten. Dadurch ist sie, seit sie zusammen mit ihrem Geisterfreund Remi die Schule betreten hat, bekannter als ein Geist mit zwei Köpfen. Was nicht nur bei den geheimnisvollen Zwillingen Parker und Crowe für Aufmerksamkeit sorgt. Und schnell bemerkt Seven, dass auf der Black Forest High so einiges nicht stimmt: Was steckt hinter der geheimen Arbeitsgruppe, von der niemand weiß, was sie tut oder wer ihr angehört? Weshalb halten es alle für normal, dass die Schule gutes Geld mit den Schülern verdient, die Geister austreiben und verschollene Testamente ausfindig machen? Warum verschwinden zahlreiche Schulabgänger spurlos? Und weshalb scheinen es sämtliche Poltergeister, die von Sevens toter Schwester flüstern, auf sie abgesehen zu haben? Seven macht sich auf die Suche nach Antworten – gemeinsam mit ihren neuen Freunden und dem ein oder anderen nervigen Toten, der einfach nicht akzeptieren will, dass seine Zeit abgelaufen ist.

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[Kinderbuch Rezension] Kleines Monster, komm da raus! von Tom Fletcher

9783570175538_Cover
©cbj


Worum geht’s?

Schöner kann man sein Kind nicht ins Bett bringen

Ach, du liebes Lieschen! In dieses Buch hat sich ein kleines Monster geschlichen! Wer hilft mit, es zu verscheuchen? Mit Schütteln, Pusten, Wedeln, Drehen und am Ende ganz, ganz viel Lärm gelingt es schließlich, das freche kleine Monster loszuwerden. Doch, schwups, ist es ins Zimmer entwischt – und da hat es ja nun überhaupt nichts zu suchen. Also husch, zurück ins Buch gelockt, über den Kopf gestreichelt … und Gute Nacht, kleines Monster. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Ich hatte heute unsere “Krabbelgruppe” hier zu Besuch. Ich dachte mir also, der perfekte Zeitpunkt, um das Buch einem Praxistest zu unterziehen. Dass das Buch meiner Tochter gefallen wird, da war ich mir sehr sicher, da sie – genau wie Mama – Bücher liebt.
Heute hatten wir also das Haus voller Kinder – die Alterspanne rangierte zwischen drei Monaten und drei Jahren. Nun gut, unsere Kleinste konnte noch nichts mit dem Buch anfangen, dafür hingen mir unsere Großen förmlich an den Lippen.
Nicht alle kommen so häufig mit Büchern in Berührung wie meine eigene Tochter, daher war ich gespannt auf die Reaktionen. Ich schnappte mir also das Buch, fragte in die Runde, ob sich jemand mit mir das Buch anschauen möchte und setzte mich aufs Sofa. Sofort war ich von Kindern umzingelt, die allesamt gespannt auf die super süße Illustration des kleinen Monsters schauten.
Ich begann also zu lesen. Die Augen der Kinder wurden immer großer und sie krabbelten mir vor Aufregung auf den Schoß. Alle wollten mitmachen! Sie haben das Buch kräftig geschüttelt, das Monster gekitzelt, es versucht weg zu pusten, es zurück ins Buch gelockt, um ihm dann abschließend sanft über den Kopf zu streicheln. Ich musste das Buch zwei Mal hintereinander vorlesen und wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätte ich es bestimmt noch mindestens zwei Mal gelesen.
Meine Tochter kennt das Buch schon auswendig und fing dann selber an “vorzulesen” als ich es zur Seite gepackt hatte.

Die wirklich zuckersüßen Illustrationen von Greg Abbott und die kleine Geschichte, geschrieben von Tom Fletcher, konnten nicht nur die Kinder überzeugen, sondern auch mich und die anderen anwesenden Mamas. Das Buch hat eindeutig viele neue Fans gefunden.

Fazit

Normalerweise lese ich Bücher nicht gerne mehrmals hintereinander vor und gefühlt in einer Woche 50x, doch bei diesem süßen Buch stört mich das irgendwie gar nicht. Ich bin ganz verliebt in das Buch, in die Idee und in die Umsetzung.
Ein Mitmach-Buch, das Kindern strahlende Augen entlockt und auch Erwachsenen beim Lesen Spaß bringt. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung!


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Titel: Kleines Monster, komm da raus!
Originaltitel: There is a Monster in Your Book
Reihe: /
Autor*in: Tom Fletcher
Übersetzer*in: Tanja Poestges
Illustrator*in: Greg Abbott
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2018
Format: Hardcover (32 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-570-17553-8
Preis: 13,00€

[Neu im Bücherregal] Es wurde mal wieder Zeit…

Hey ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr habt eine schöne Zeit und genießt diese mit Dingen, die ihr auch so richtig gerne tun möchtet. Meine Me-Time bzw. meine Freizeit ist ja etwas reduziert doch irgendwie muss man ja auch daraus das beste machen.

Heute möchte ich euch gerne erneut ein paar Bücher zeigen, die bei mir einziehen durften. Einige befinden sich erst seit Kurzem in meinem Besitz, andere schon etwas länger. Von einigen werdet ihr auch schon Rezensionen hier auf dem Blog gesehen haben.

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[Rezension] Someone New von Laura Kneidl

978-3-7363-0829-9-Kneidl-Someone-New-org©Lyx Verlag


Worum geht’s?

Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte … (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Noch bevor ich überhaupt eine Ahnung hatte worum es in diesem Buch geht, ist es mir bereits dutzende Male in den sozialen Medien begegnet. Gefühlt alle haben darüber geredet. Das macht natürlich neugierig und so habe ich mir das Buch mal genauer angeschaut. Der Klappentext wurde von mir gelesen und spätestens ab dem Zeitpunkt hatte ich beschlossen, dass das Buch bei mir einziehen muss.
Ohne Frage klingt der Klappentext interessant, doch ich wollte dem Hype um das Buch auf den Grund gehen. Denn seien wir mal ehrlich, “Someone New” ist (momentan) eins der gehyptesten Bücher überhaupt.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich dieses Buch kaum eines Blickes gewürdigt, da ich zu dem Zeitpunkt absolut keine New Adult Bücher gelesen habe. Tja, gut, dass ich meinen Horizont erweitert habe, ich hätte nämlich echt was verpasst, hätte ich “Someone New” nicht gelesen.

Um ganz ehrlich zu sein und keine falschen Erwartungen zu schüren: Ja, in den ersten 200 Seiten passiert nicht sonderlich viel. Und ja, es dauert echt lange bis Julian mit seinem Geheimnis rausrückt. Doch beides sind keine Gründe für mich das Buch schlechter zu bewerten. Ich persönlich erwarte bei New Adult Büchern kein rasend schnelles, äußerst spannendes Storytelling, sondern bin vollauf damit zufrieden, wenn ich die Charaktere und ihr Leben kennenlernen kann. Und was das Geheimnis angeht…tja…da habe ich schon relativ früh geahnt, um was es geht. Ich hatte recht mit meiner Vermutung und habe mich beim Lesen immer gefreut, wenn ich eine Andeutung entdecken konnte.

Laura Kneidl hat mich mit ihrem Buch in ein Wechselbad der Gefühle getaucht. Ich habe gelacht, geweint, war wütend und stolz – manchmal sogar alles gleichzeitig. Es ist mein erstes Buch von ihr und ich muss sagen, dass ich ihren Schreibstil wirklich sehr gerne mag. Es ist so angenehm locker und leicht und sie trifft absolut meinen Humor. Im übrigen auch meinen “Nerd-Nerv” mit all ihren Fandom Anspielungen.

Die Protagonistin Micah hat ebenfalls genau meinen Nerv getroffen, auch wenn ich mich ehrlicherweise schon ab und an gefragt habe, wieso sie nicht auf das Offensichtliche kommt, obwohl sie insgesamt nicht auf den Kopf gefallen ist. Auf den Mund übrigens auch nicht. Ich liebe ihre Art zu reden und Konter zu geben.
Julian ist auch ein ganz toller Protagonist. Ich wollte ihn am liebsten entweder drücken oder mit ihm scherzen. Laura Kneidl hat es geschafft, dass um ihn herum eine konstant dichte Aura wabert. Ich habe beim Lesen permanent gemerkt, dass er eher verschlossen, fast schon geheimnisvoll wirkt und es ihm schwer fällt sich auf Menschen einzulassen.

Das gesamte Buch ist voller diverser Charaktere und das habe ich einfach nur geliebt. Micah, die intelligent und hübsch ist und gleichzeitig ein riesiger Comic- Manga- und Anime-Fan ist. Ihre Freundin Lilly, die als Teenager schwanger wurde und nun einen ganz wunderbaren Sohn hat. Micahs Bruder Adrian, der schwul ist und ziemlich mit seinem Outing zu kämpfen hat und noch viele mehr. Am liebsten würde ich sie alle aufzählen, doch das würde den Rahmen der Rezension erheblich sprengen.

Meiner Meinung nach ist Laura Kneidl mit “Someone New” ein ganz wunderbares und wichtiges Buch gelungen. Diversität ist mittlerweile allgegenwärtig und sollte daher eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht und daher finde ich es super, dass ich mit diesem Buch ein Geschichte voller Charaktere lesen durfte, die nicht dem vermeintlichen “Normalbild” unserer Gesellschaft entsprechen.
 

Fazit

“Someone New” ist ein ganz wunderbares und wichtiges Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen möchte. Ja, es wird zur Zeit wirklich sehr gehypt, aber das macht es nicht mehr oder weniger lesenswert. Versucht euch davon frei zu machen, belasst die Erwartungen auf einem normalen Maß und öffnet euch für diese wunderschöne und auch etwas traurige Geschichte. Es lohnt sich.

Ich habe das Buch geliebt und vergebe daher sehr gerne 5 von 5 Sterne.


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Titel: Someone New
Originaltitel: /
Reihe: Band 1 (geht aber auch als Standalone)
Autor*in: Laura Kneidl
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: Lyx Verlag
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2019
Format: Broschiert (534 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0829-9
Preis: 12,90€