Kategorie: Mephisztoe

[Info] Auch uns ist Datenschutz wichtig–Bitte lesen

Dieser Post tanzt mal ein wenig aus der Reihe. Und obwohl es hier nicht um ein Buch geht, lest bitte aufmerksam weiter.
(Für die Ungeduldigen unter euch: Falls ihr tthinkttwice.wordpress.com abonniert oder in euren Lesezeichen/Favoriten/etc. abgelegt habt: Bitte aktualisiert die Adresse spätestens ab dem 25.05.2018 auf www.tthinkttwice.de.)
 

Was ist die DSGVO überhaupt und was bedeutet es für euch?

Wie die meisten von euch inzwischen wissen dürften, hat das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ausgedient. Seit fast zwei Jahren gibt es die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung), die im europäischen Raum außerhalb Deutschlands unter der Abkürzung GDPR bekannt ist.
Darin werden wichtige Themen angegangen. Zum Beispiel habt ihr als Nutzer von Online-Diensten nun endlich eine Chance zu verstehen, was wirklich an Daten über euch erhoben werden und zu welchem Zweck. Ihr könnt dem einfach widersprechen, oder meist sogar automatisiert einen Abzug aller Daten, die ein Dienst über euch gespeichert hat, anfordern. Einfach so! Ihr könnt auch darauf bestehen, dass sie gelöscht werden. Und vor allem: Bevor überhaupt Daten erhoben werden, könnt ihr euch dagegen entscheiden.
Einigen von euch sind in letzter Zeit bestimmt schon die vielen Cookie-Hinweise aufgefallen. Oder die vielen Emails, die ihr in den letzten Tagen von Online-Diensten bekommt, von denen ihr schon gar nicht mehr wusstet, dass ihr dort angemeldet seid. Nun werdet ihr dazu aufgefordert, zu bestätigen, dass die Daten, die sie von euch haben, korrekt sind… naja, oder ihr besteht halt darauf, dass sie gelöscht werden. Echt praktisch!

Was bedeutet die DSGVO für uns Blogbetreiber?

Für uns Blogbetreiber ist das Thema allerdings echt harte Arbeit. Wir sind keine Juristen. Und dennoch müssen und wollen natürlich auch wir die Gesetze einhalten: Denn ab dem 25.05. geht die DSGVO in die finale Phase: Verstöße können ab diesem Tag zu Konsequenzen führen. Doch das, was sogar wir alles tun müssen, um DSGVO-konform mit unserem Blog zu sein (der weder auf Gewinn ausgerichtet ist noch sind wir ein Unternehmen), kostet uns nicht nur Zeit und Nerven, sondern ab jetzt auch Geld:
Denn bisher haben wir unseren Blog bei WordPress mit einem kostenlosen Account gehostet. Ihr habt das insbesondere an zwei Dingen bemerkt: Erstens greifen einige von euch über die Adresse tthinkttwice.wordpress.com auf den Blog zu und zweitens wird an verschiedenen Stellen Werbung eingeblendet. Also wie im Free-TV. Da einige der notwendigen Änderungen am Blog im Kontext DSGVO nun aber beispielsweise erfordern, dass wir tief in den Blog eingreifen oder im einfachsten Fall Plugins dafür installieren – das aber bei kostenfreien Accounts nicht geht – ziehen wir um.
Sprich: Wie viele andere derzeit auch werden wir unseren Blog nun bei einem Hosting-Anbieter selbst hosten. Das hat den Vorteil, dass wir nun technisch gesehen praktisch alles machen können, was wir wollen und vor allem auch alle Maßnahmen ergreifen, die für die Einhaltung der DSGVO erforderlich sind. Das steigert übrigens auch die Qualität unseres Auftritts und hebt alles auf ein noch professionelleres Niveau. Also wie bei Arte HD. Smile

Und die Konsequenz all dessen?

In letzter Konsequenz verschwindet damit allerdings auch die Adresse tthinkttwice.wordpress.com. Und zwar mit dem Ablauf des 24.05.2018. Ab dem 25.05. wird es diese Adresse nicht mehr geben.
Diejenigen unter euch, die den Blog über tthinkttwice.de abonniert haben, betrifft das natürlich nicht. Denn diese Domäne haben wir mit umgezogen, so dass sie nun mit unserem selbst gehosteten Blog verknüpft ist. Diejenigen, die aber tthinkttwice.wordpress.com abonniert und/oder in ihren Lesezeichen/Favoriten/etc. abgelegt haben, bitten wir, die Adresse zu aktualisieren.
Deswegen informieren wir euch zu diesem Zeitpunkt über die noch existierende Adresse, damit ihr in jedem Fall von dieser Änderung erfahrt.
Ansonsten hoffen wir, dass alles glatt läuft. Möglicherweise fühlt sich der Blog in den ersten Tagen etwas ruckelig an, da wir vermutlich an verschiedenen Stellen nach und nach noch weitere Anpassungen machen werden. Aber im Großen und Ganzen sollte ab dem 25.05. auf https://www.tthinkttwice.de alles wie erwartet funktionieren! Sollte euch dennoch etwas auffallen, sagt bitte Bescheid.
Vielen Dank für euer Verständnis und eure jahrelange Treue!
Wir lesen uns in den (DSGVO-konformen) Kommentaren. Smile
Miriam & Christian

[Rezension] Retro Game Dev von Derek Morris

Es ist mal wieder Zeit für eine Fachbuch-Rezi und wenn Du nicht entweder a) ein Nerd und/oder b) ein Kind der 80’er bist und/oder c) Dich für Spieleprogrammierung interessierst, kann diese Rezension nur dann für Dich interessant sein, wenn Du Menschen dieser Gattung ein bisschen besser verstehen wollen würdest – was immer eine gute Idee ist.

Worum geht’s

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© Derek Morris

Meine Meinung

Das Paperback mit seinen etwas über 120 Seiten im handlichen Format ist sehr ansprechend aufgemacht. Nicht zu grell, sondern im Gegenteil: Eher stilvoll mit vielen Retro-Elementen – von der einfachen Farbgestaltung bis hin zu den Schriftarten – hielt ich mit Retro Game Dev, der C64 Edition, ein Taschenbuch in der Hand, von dem ich mir versprach, schnell lernen zu können wie sich zwei der wichtigsten Spielekategorien auf dem sympathischen 8-Bitter umsetzen lassen: Plattformer und Space Shooter. Wem das nichts sagt: Spiele der ersten Kategorie scrollen meist von links nach rechts und der Spieler hüpft und springt durch die Level (z.B. Super Mario) und in Spielen der zweiten Kategorie scrollt der Bildschirm meist von oben nach unten und der Spieler ballert mit einem Raumschiff auf ganze Horden von Aliens. So. Alle Klischees bedient.
Das Buch besteht aus sechs Kapiteln. Angefangen beim “notwendigen Übel”, sprich: Was für Datentypen kennt der C64, wie funktioniert dessen Hardware und was ist Assembler, geht es direkt weiter mit einem Einstieg in die Entwicklung von Software für den C64 mittels moderner Entwicklungsumgebungen. Davon gibt es übrigens mehrere und sie alle laufen i.d.R. auf PCs. Sog. “Cross-Assembler” übersetzen dann den Code in Maschinensprache, die dann wiederum ein echter C64 versteht. Retro Game Dev setzt hier auf das CBM Prg Studio von Arthur Jordison. In dem Kapitel wird auch ein C64 Emulator vorgestellt (in diesem Fall VICE) und das grundlegende Framework erklärt, auf das die folgenden Spiele aufsetzen.
Hier habe ich auch meinen ersten Kritikpunkt: Auch wenn der Leser bis hier hin verstanden haben mag, wie versierte Softwareentwickler mittels Assembler und Opcodes in der Lage sind, irgendwie dem Computer zu sagen, was er zu tun hat, wird er kaum verstehen, was dieses Framework tut. Denn hier passieren zu viele Dinge praktisch gleichzeitig und das Buch nimmt sich kaum Zeit, sie zu erklären. Schade.
Das dritte Kapitel steigt dann direkt in die Entwicklung des Space Shooters ein. Es werden Sprites gezeichnet, vorgefertigte Projekte geladen (die es als Download auf der Website des Autors kostenfrei zur Verfügung stehen) und besondere Stellen im Quellcode in wenigen Sätzen erläutert. Wer es bis hierher nicht gemerkt hat: Das Ziel des Buches ist es nicht wirklich, bei einem Newcomer tatsächliches Verständnis all dessen, was er hier tut, zu bewirken. Dafür ist es zu kurz und versucht gleichzeitig zu viel zu zeigen. Allerdings wird das auch bereits zu Anfang deutlich, wenn Morris Empfehlungen zum Umgang mit dem Buch ausspricht: Assets herunterladen, vorgefertigte Programme starten und mit dem Code experimentieren.
Im vierten Kapitel folgt der versprochene Plattformer nach dem gleichen Rezept: Sprites zeichnen, Projekte aus dem mitgelieferten Archiv laden, Framework-Erläuterungen lesen, fertig.
Kapitel 5 wirkt auf mich wie eingeschoben. Es spricht über die Hardware und zeigt dabei Fotos von verschiedenen Versionen des C64, dem Original Monitor, Joysticks, Steckmodulen und mehr. Zusammen mit den jeweils drei bis vier Zeilen Erklärungstext erschließt sich mir hier kein Mehrwert.
Abschließend folgen mit dem sechsten Kapitel noch zwei Seiten mit einerseits einer Auflistung erweiterter Themen und einer Liste von Links zu interessanten Ressourcen andererseits (inkl. der aktuell wichtigsten Publisher für Retro-Spiele: RGCD, Psytronik und Protovision).
Natürlich ist es in der Tat so, dass der Leser dieses Buches zum Schluss zwei Spiele in den Händen hält, deren Code er selbst zusammengesteckt bzw. stellenweise erklärt bekommen hat. Ich bezweifle, dass er damit gelernt hat wie es wirklich funktioniert oder im Anschluss in der Lage wäre, selbst entsprechende Spiele zu entwickeln – geschweige denn, mit Hilfe von Retro Game Dev in die Spiele-Industrie einzusteigen, wie es der Klappentext groß mündig verspricht. Nur, das ist auch nicht wirklich das Ziel von Morris.
Denn die Entwicklung eines komplexen Computerspiels ist nun einmal eine wirklich aufwändige Angelegenheit und kaum in so wenig Seiten voll umfänglich darstellbar. Insofern leistet dieses Buch etwas sehr wichtiges: Einen Einstieg. Und genauso verspricht es ebenfalls der Klappentext. Ohne zunächst 100 Video-Tutorials sehen zu müssen, 30 Fachbücher zu lesen, oder Informatik zu studieren hat der Leser nun einmal innerhalb kürzester Zeit – dank vorgefertigter Bausteine – zwei kleine Spiele in der Hand und das Gefühl, sie ein wenig selbst programmiert zu haben. Für einen Commodore 64. Im 21. Jahrhundert. Großartig! Und dabei ergänzt Morris dann und wann immer mal wieder kleine Aufgaben, die den Leser dazu ermutigen, von den Bausteinen etwas abzuweichen und Code nach eigenem Gusto zu verändern.
Zusätzlich bietet er auf seiner Website ein Forum an, in dem sich die Leser über das Buch unterhalten können, Tipps austauschen oder Fragen stellen. Er selbst bietet dort kostenlos persönlichen Support an.

Fazit

Wenn ich persönlich Retro Game Dev als zu oberflächlich empfinde, dann höchstens deshalb, weil ich selbst Wurzeln in der Spiele-Industrie habe und mir an vielen Stellen einfach mehr “Butter bei die Fische” gewünscht hätte. Auf der anderen Seite berücksichtige ich natürlich aber auch die eigentliche Zielgruppe und in dieser Hinsicht wiederum denke ich, hat Morris voll ins Schwarze getroffen! Einzig die Zusatzkapitel hätten ausführlicher ausfallen können und wenn er schon bewusst wenig ins Detail geht, hätte ich mich über Vorstellungen anderer Projekte gefreut, die diese Lücke füllen (z.B. 64bites.com).
Alles in allem ist dieses Buch dennoch ein gelungener Einstieg für alle, die es (noch) mal wissen wollen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine Kaufempfehlung!
 

[Rezension] Neanderthal von Jens Lubbadeh

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Worum geht’s?

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix’ Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert … (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Mit “Neanderthal” ist es Jens Lubbadeh erneut gelungen, einen Roman zu schaffen, der sich nicht einfach in eine Schublade drücken lässt. Wer seinen Debutroman “Unsterblich” kennt, wird ein wesentliches, wiederkehrendes Element entdecken: Beide Romane spielen zeitlich in der Zukunft und erzeugen dabei eine Realität, die von futuristisch anmutender Technologie durchsetzt ist… nur, dass es in den Romanen nicht um die Technologien geht; im Gegenteil: Diese sind ganz einfach nur selbstverständlicher Bestandteil der Zeit, in der die jeweiligen Handlungen spielen. Diesen Stil finde ich persönlich großartig!
Auch hatte ich die Gelegenheit, mit Lubbadeh persönlich über seine beiden Romane zu sprechen und konnte dabei erfahren, dass es auch kritische Stimmen gibt. Insbesondere Fans gehobener Science Fiction Literatur bemängeln das Fehlen detaillierter Hintergrundinformationen zu den beschriebenen Technologien. Auf der Gegenseite sind Leser von bspw. Kriminalromanen nicht so sehr von den aus unserer Perspektive futuristischen Elementen angetan und reagieren eher verwirrt.
Dann bleibe wohl nur noch ich als Zielgruppe übrig, denn ich finde diese Mischung genial und mit “Neanderthal” hielt ich erneut einen Pageturner in den Händen, den ich kaum beiseitelegen konnte, so mitreißend fand ich die Geschichte!
Mit seinen 528 Seiten ist das Buch in drei etwa gleichgroße Teile aufgeteilt. Im ersten Teil erfährt der Leser von einem rätselhaften Knochenfund, der den Eindruck erweckt, jemand könne versucht haben, Neandertaler zu klonen, was natürlich vollkommener Unsinn wäre. Gleichzeitig führt Lubbadeh in eine Welt ein, in der sich die Menschen geradezu fanatisch um Gesundheitsthemen sorgen: Behinderungen gibt es kaum noch, kosmetische Mängel sowieso nicht und bereits an Embryonen werden genetische Manipulationen vorgenommen, um sicherzustellen, dass bestimmte Krankheiten oder sonstige Mängel gar nicht erst entstehen können. Natürlich gegen Einwurf entsprechender Münzen.
Lubbadeh nutzt dabei verschiedene Techniken, um eine möglichst greifbare Welt zu erschaffen, die er mit Leben füllt. Es finden häufige Perspektiv-Wechsel statt, Protagonisten kommen und gehen, zwischendurch wird die Handlung durch Rückblenden in eine Zeit unterbrochen, in der der Neandertaler das erste Mal auf den Homosapiens trifft und zuweilen wird der Leser Zeuge von Berichterstattungen, deren Passagen sich ebenfalls deutlich im Schreibstil vom Rest des Romans unterscheiden. Kurzum: Es kommt niemals Langeweile auf.
“Neanderthal” wird als Thriller eingeordnet – gleichzeitig verbirgt sich darin aber auch ein hochinteressanter Wissenschaftsroman, nach dessen Ende im Leser ein tiefer Einblick in die Forschung, Genetik, Biologie und Entwicklung der Menschheitsgeschichte zurückbleibt. Nur, dass es sich dabei dennoch um gut verdauliche Kost handelt. Für mich ein weiterer Pluspunkt und Grund dafür, auch in Zukunft ein Auge auf weitere Romane von Jens Lubbadeh zu haben. Denn ich hatte erneut das Gefühl, viel Neues gelernt und dabei gleichzeitig einen extrem spannenden Roman gelesen zu haben.

Fazit

Neben den wissenschaftlichen Exkursen zeigt Lubbadeh aber auch in der Entwicklung seiner Charaktere viel Einfühlungsvermögen und betreibt einen hohen Aufwand, um sie so plastisch wie nur möglich zu zeichnen. Es fällt nicht schwer, mit Ihnen zu fühlen und praktisch mitten drin, statt nur dabei zu sein. Aus diesem Grund und weil es Lubbadeh sogar bei den fiesen Bösewichten gelingt, den Leser hinter die Fassade blicken zu lassen, kann ich “Neanderthal” mit fünf Sternen uneingeschränkt empfehlen! Auf dem Cover wird der Thriller übrigens untertitelt mit “Die Jagd ist eröffnet”. Die Frage, die der Leser nun noch beantworten muss, ist,… auf wen?
 


Titel: Neanderthal
Autorin: Jens Lubbadeh
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 13. November 2017
Format: Paperback (528 Seiten)
ISBN: 978-3-453-31825-0
Preis: 14,99€
Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar, im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Boy in a White Room von Karl Olsberg

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Worum geht’s

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das alles tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

Meine Meinung zum Buch

Auf diesen Roman habe ich sehr lange gewartet und habe mich gefreut wie ein Schneekönig, als er endlich erschien! Und als ich ihn endlich in den Händen hielt, konnte ich es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen. Doch zunächst einmal freute ich mich über die Buchgestaltung! Der Titel ist in weißer Schrift wie mit Lackfarbe fühlbar aufgebracht und neben dem Gesicht eines Jungen zieren lauter Würfel (Räume?) den Hintergrund. Farblich ist das Cover sonst in Schwarz- und Grüntönen gestaltet, was dem Buch für mich einen gewissen Sci-Fi Charakter verleiht (Matrix, sei Dank). Das Gesicht ist komplett, sobald man das Cover aufklappt; Innen findet sich noch ein kurzer Ausschnitt aus dem Roman. Nicht zu übersehen ist zudem der papego Aufkleber und in der Tat habe ich das Buch zu 80% via App auf dem Smartphone gelesen. Smile

Das Buch hat 288 Seiten und auf Seite 23, am Ende des ersten Kapitels, traf mich der erste Schock. Das Rätsel um die Identität von Manuel wurde gelöst. Moment. Nicht so schnell… noch mal auf Start. Da ist dieser Junge. Er wacht auf in einem weißen Raum. Er hat keine Erinnerung und Andreas Eschbach wird auf dem Backcover zitiert, das Buch hätte einen philosophischen Tiefgang. Wie tief kann es denn gehen, wenn die Sache nach 23 Seiten klar ist? Ich möchte es mal so formulieren… so tief wie ein Kaninchenbau und am Ende wünschtest Du Dir, Du hättest die blaue Pille gewählt.

Immer wieder schön finde ich es, in Büchern von Karl Olsberg auf wiederkehrende Elemente zu stoßen. Seien es Anspielungen auf Minecraft, RPG-Elemente, Fantasy oder – natürlich – kritische Fragen zum Thema künstliche Intelligenz. Nachdem Olsberg in KI promoviert hat, erwarte ich in seinen Geschichten jedes Mal zumindest eine Sidestory zu diesem Thema. In dieser Hinsicht wurde ich durch “Boy in a White Room” nicht enttäuscht. Im Mittelteil allerdings fiel es mir schwer, in der Story zu bleiben. Während mich das Buch zwar rasend schnell in die Handlung gezogen hat, gab es dann doch einige Echt-Jetzt?-Momente, die für mich den Spaß etwas getrübt haben. Letzten Endes hat mich der Aufbau der Handlung und das Gefühl jedes Mal zurück in die Geschichte gezogen, das ich – wenn überhaupt – nur aus einem anderen Buch kenne (und in dem geht es um ein kleines Mädchen, das ein Buch liest und beinahe den Bezug zur Realität verliert… was auch immer das sein mag). Kurzum: Ich stimme Eschbach zu: Olsberg ist es gelungen, einem vermeintlichen Sci-Fi-Verschwörungs-Jugend-Entführungs-Thriller einen philosophischen Anstrich zu verpassen, dessen Ende die einen verzücken wird und die anderen, naja… zu denen gehöre ich schließlich nicht und daher…

Fazit

… gebe ich “Boy in a White Room” viereinhalb Sterne für eine gelungene Geschichte, die mehr als nur zum Nachdenken anregt und zugleich dank einer zugänglichen Sprache Jugendliche anspricht, wie auch für Erwachsene sehr gut zu lesen ist. Mit seinen weniger als 300 Seiten ist dieser echte Page-Turner schnell gelesen, wirkt dafür aber lange nach. Eine klare Leseempfehlung!


Titel: Boy in a White Room
Autor: Karl Olsberg
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2017
ISBN: 978-3785587805
empfohlenes Lesealter: 14 – 17 Jahre
Format: Taschenbuch (288 Seiten)
Preis: 14,95 Euro

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung zur Verfügung gestellt.

[Rezension] Das Erwachen von Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst - Das Erwachen

Worum geht’s?

Wann werden die Maschinen uns übertrumpfen und was wird das für unser Leben bedeuten? Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Bereits der Titel – glaubt es oder nicht – kann schon ein Gefühl der Beklemmung auslösen. “Das Erwachen”. Insbesondere für mich war im Nachhinein die Erkenntnis interessant, dass er einen Zeitpunkt markiert und suggeriert, dass ab hier, na sagen wir einmal,”Dinge” passieren. Ist aber nicht so. Mir als Leser ist bereits nach dem Klappentext klar, worauf das Buch hinausläuft und es wird ja auch nicht wirklich ein Geheimnis daraus gemacht:

In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.(Quelle)

Ich war also eher gespannt darauf, wie sich Andreas Brandhorst diesem Thema nähert. Denn Romane mit der Idee von künstlicher Intelligenz – die die Menschheit womöglich übertrumpft – scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen in diesem Kontext vielleicht nicht überraschend und schlicht Teil unserer Zeitgeschichte. Dennoch – und um endlich auf “Das Erwachen” zu sprechen zu kommen – hier ist kaum etwas wirklich neu. Angefangen bei einer typischen Heldengeschichte, bei der der Protagonist Axel Krohn eher zufällig ins Geschehen gesogen wird, auserkoren, die Welt zu retten. Dass auf dem Weg dorthin diese mehr als aus den Fugen gerät und eine Maschinenintelligenz (um den Begriff der KI nicht überzustrapazieren und den Leser auch auf einen wesentlichen Unterschied hinzuweisen) während ihres Erwachens leider eine Menge Kollateralschäden anrichtet, ist dabei irgendwie nebensächlich.

Den Part fand ich dennoch – vielleicht gerade deswegen – wiederum interessant. Andere Romane, wie z.B. “Blackout” von Marc Elsberg, haben deutlich gemacht, worauf wir uns einstellen dürfen, sollte es zu mehrtägigen Stromausfällen kommen. In “Das Erwachen” treten deutlich mehr solcher und ähnlicher Katastrophen auf und dennoch beeinflusst es das öffentliche Leben kaum mehr, als es heutzutage die eher zu negativ tendierenden Schlagzeilen mitunter eh schon tun.

Geschenkt, denke ich also, und war gespannt darauf, wie mit der Frage nach der Art umgegangen wird, wie eine Maschine denken könnte und was sich für uns Menschen daraus für Konsequenzen ergäben. In der allgemeinen Literatur werden oft Szenarien skizziert, in denen Maschinen die Menschen als Problem identifizieren und kurzerhand auslöschen – naja, oder halt versklaven. Matrix lässt grüßen. In “Das Erwachen” aber gelingt es der Maschinenintelligenz in kürzester Zeit sich auf ein Denkmodell hin zu entwickeln, dass sich seltsam vertraut anfühlt und gleichzeitig abstrus weltfremd, um dann in einem Höhepunkt zu münden, der mich persönlich nicht überzeugt hat.

Meiner Meinung nach ist “Das Erwachen” genau richtig geschrieben für Leser, die sich mit dem Thema bisher wenig auskennen und sich von einem gut strukturierten und spannenden Cyberthriller unterhalten lassen möchten. Das schafft der Roman spielend und er erweist sich auch als echter Pageturner! Dass wir als Leser die Handlung aus verschiedenen Perspektiven verfolgen dürfen, hat mir sehr gefallen und die Gestaltung der unterschiedlichen Charaktere empfinde ich als sehr gelungen und vor allem: Glaubhaft. Auch die ein oder andere Konsequenz des “Erwachens” einer echten Maschinenintelligenz fand ich interessant. Einzig der Sinn einer Nebenhandlung, die auf einem Raumschiff spielt, das die Erde in Richtung Mars geschickt hat, ergibt sich mir nicht. Während ich diesen Plot zunächst als superspannend empfand und mich immer wieder gefreut habe, wenn in einem neuen Abschnitt die Handlung wieder einmal kurz zur Discovery sprang, ließ mich der Ausgang des Buches eher mit dem Gefühl zurück, dass “Das Erwachen” auch ohne diesen Ausblick funktioniert hätte. Einen Mehrwert hat das Thema irgendwie nicht beizutragen vermocht.

Fazit

Zusammengefasst ist es so, dass Bücher, die sich mit einem bestimmten Subgenre befassen, schnell in eine direkte Konkurrenz zu ähnlichen Büchern begeben und es dabei schwer haben können, in ihren eigenen Details hervorzustechen. Weder das Treiben der sogenannten Hacker noch das Verhalten der Maschinenintelligenz und die sich zum Ende daraus entwickelnden Konsequenzen, konnten mich überzeugen. Was bleibt, ist für mich ein guter Cyberthriller mit hohem Tempo, der sich an einem modernen Trendthema orientiert, dabei Charaktere unserer Zeit einbezieht und einmal mehr versucht, dem Leser beizubringen, wovor nicht zuletzt Stephen Hawking und Elon Musk eindringlich warnen: Da könnte etwas kommen, was wir nicht verstehen und möglicherweise ist es mächtiger als wir und vielleicht ist es uns gegenüber nicht wohlgesonnen. Tja, das traf auch auf die Europäer aus Sicht der Atzeken zu. Der Rest ist Geschichte.

Da mich das Buch dennoch sehr gut unterhalten hat und ich es auf jeden Fall Lesern empfehlen kann, die in diesem Subgenre vielleicht noch nicht so viele Bücher kennen, bekommt “Das Erwachen” von mir gute 3,5 Sterne.

P.S.: Da meine Frau das Buch ebenfalls liest, seid gespannt auf ihre Rezension. Ich auf jeden Fall bin es – denn sie ist noch nicht durch damit. In mindestens einem Thema gehen unsere Meinung auf jeden Fall auseinander…

Titel: Das Erwachen
Autor: Andreas Brandhorst
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2017
ISBN: 978-3-492-06080-6
Format: Klappenbroschur (736 Seiten)
Preis: 16,99€

Rezensionsexemplar

[Rezension] Travail Online–Seelenbewahrer

*Rezensionsexemplar
cover-seelenbewahrer

Titel
: Travail Online – Seelenbewahrer
Autor: Brian Simons
Verlag: Babelcube Inc.
Erscheinungsdatum:  September 2017
EAN: 9781507185803
Format: Ebook (228 Seiten)
Preis: 2,51 Euro
zum Buch
Leseprobe
 


 

Worum geht’s?

Coral registriert sich für das in der virtuellen Realität stattfindenen Videospiel Travail Online, weil ihr Job als Kellnerin, wie so viele andere, durch den zunehmenden Einsatz von Robotern wegrationalisiert worden war. Sie fängt als Schneiderin an und hofft, im Spiel nützliche Kleidung fertigen und für echtes Geld verkaufen zu können. Aber das Spiel hat andere Pläne. Bald entdeckt sie ihr Talent dafür, Kreaturen zu häuten, die sie nie anfassen wollte und aus der Haut groteske Kleidungsstücke zu nähen.
Was als ein neuer Job beginnt wird bald zu einem epischen Abenteuer in einer virtuellen Realität voller Magie, Intrigen und Verrat. Können sie und ihre neuen Freunde die Welt des MMORPG Travail vor Tod und Zerstörung retten, bevor es zerfällt und die Weltwirtschaft in eine Krise stürzt? (Quelle)

Meine Meinung

Zunächst einmal vorweg: Das Genre LitRPG war mir zumindest vom Begriff her neu. Beim Lesen wurde mir aber schnell klar: Mit den Minecraft Romanen von Karl Olsberg oder z.B. Erebos von Ursula Poznanski habe ich bereits andere Vertreter dieses Subgenres gelesen, dort wurde es nur nicht so genannt.
Im Prinzip lässt es sich aber einfach beschreiben: In Büchern dieses Genres spielt sich der Großteil der Handlung innerhalb eines z.B. Online Rollenspiels ab; das Leben der Charaktere außerhalb dieser RPGs trägt meist nur als Rahmenhandlung zum Verlauf der Geschichte bei. So auch bei Travail Online. Das Setting ist in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft; die meisten Menschen verdienen sich ihren Lebensunterhalt im Online Spiel Travail Online nachdem ihre realen Jobs zumeist von Robotern übernommen wurden. So auch Coral, deren Eltern dem Erhalt ihrer realen Jobs wegen ins Ausland gezogen sind.
Coral bewegt sich zunächst sehr naiv in der für sie neuen Online Welt und macht sich dabei nicht unbedingt Freunde. Das wandelt sich allerdings schnell und schon befindet sie sich mitten in einem Spiel, in dem es um nichts weniger zu gehen scheint, als die weitere Existenz des Spiels selbst.
So episch das zunächst einmal klingt, so einfach ist es geschrieben. Das Buch lässt sich der Jugendliteratur zuordnen, wobei ich auch hier bereits Anspruchsvolleres gelesen habe. Nichts desto trotz liest sich der Seelenbewahrer flüssig und nach kurzer Eingewöhnungszeit in dieses eher ungewöhnliche Werk, entwickelte sich die Geschichte zu einem wahren Pageturner! Insbesondere der Humor und der – nicht selten vor Sarkasmus triefende – Stil gefielen mir und ließen mich über die unfassbar vielen Rechtschreibfehler hinwegsehen.
Die Technologie, die in der Welt von Coral zum Einsatz kommt, um diese Art von Online Experience inklusive Virtueller Realität herzustellen, wird dabei zwar vage beschrieben, dabei aber gleichzeitig in eine SciFi Schublade gesteckt, so dass sie am besten nicht weiter hinterfragt wird. Da ist grundsätzlich nichts gegen einzuwenden, da der Fokus weniger hierauf, als denn mehr auf der Geschichte selbst liegt. Dennoch war mir der Ansatz ein wenig zu plump.
Die Hexe allerdings war mein persönliches Highlight! Und wer von euch dieses Buch auch lesen sollte: Ihr wisst, was ich meine… Smile

Fazit

Zwar habe ich inzwischen erfahren, dass in der aktuellen Edition wohl viele Rechtschreibfehler behoben wurden, allerdings kann ich nur bewerten, was mir vorlag und bei der Menge an Fehlern gibt es nun einmal Abzüge. Ansonsten gefiel mir die Idee in Summe zwar gut und ich hatte Spaß dabei, sie zu lesen, aber aufgrund der zum Teil sehr einfachen Schreibweise und Problemlösungen, die wie uninspirierte Abkürzungen wirken, kann ich Travail Online nicht mehr als 3,5 Sterne geben.
 
 

[Rezension] Ich war Hitlers Trauzeuge von Peter Keglevic

*Rezensionsexemplar

Keglevic_PIch_war_Hitlers_Trauzeuge_178008Titel: Ich war Hitlers Trauzeuge
Autor: Peter Keglevic
Verlag: Knaus Verlag
Erscheinungsdatum: 18. September 2017
ISBN: 978-3-8135-0727-0
Format: Hardcover (576 Seiten)
Preis: 26,00 Euro

zum Buch

Leseprobe


Worum geht’s?

Ostersonntag 1945. In Berchtesgaden wird zum 13. Mal “Wir laufen für den Führer” gestartet: eintausend Kilometer in 20 Etappen durch das Tausendjährige Reich. Der Sieger darf Adolf Hitler am 20. April persönlich zum Geburtstag gratulieren. Dank Leni Riefenstahl, die den großen Durchhaltefilm drehen soll, gerät der untergetauchte Harry Freudenthal in den Pulk der Läufer und entrinnt damit seinen Häschern. Der irrwitzige Lauf nach Berlin führt Harry schließlich bis in den Führerbunker, wo er Geschichte schreibt.‎  Quelle

Meine Meinung zum Buch

Dieses Buch fand seinen Weg über eine Anfrage in mein Regal. Es hatte mich sofort gepackt. Das lag u.a. am Klappentext, der bereits eine gewisse Komik in der Geschichte vermuten ließ. Ich meine,… hallo? Ein Jude, der an einem 1.000 km Lauf zu Ehren des Führers teilnimmt und dann auch noch dessen Trauzeuge wird? Interessanterweise schien nicht nur der Klappentext, sondern auch das Einleseheft, das den Buchbloggern beigelegt wurde, bereits die gesamte Geschichte zu spoilern.

Kennt ihr noch RTL Samstag Nacht und deren Kino-Trailer mit dem immer gleichen Verleger “Verratet doch gleich den ganzen verdammten Film in der Vorschau Pictures”?

So fühlte es sich an. Und doch: Wenn die Tatsache, dass Harry Freudenthal als Jude am Ehrenlauf teilnimmt und dann auch noch Hitlers Trauzeuge wird, bereits ab Start klar ist, dann können diese Details es schon einmal nicht sein, die den Spannungsbogen aufbauen. Und sie sind es auch nicht. Das einmal vorweggenommen.

Das Einleseheft beschreibt im Prinzip die Geschichte vom Autor selbst und wie er durch einige glückliche Umstände an einige Notizen gelangt ist, die grundsätzlich die Geschichte von Harry Freudenthal aus dessen eigener Hand erzählen. Was die Sache dabei interessant macht, ist, dass der Autor es so darstellt, als wäre dieses Buch eine mögliche Realität – und dabei hat er sie auch noch so geschickt entworfen, dass sie im Nachhinein kaum als solche in Frage gestellt werden kann. Der Leser wird mit dem Gedanken daran allein gelassen, sich selbst die Frage zu stellen, ob er die Geschichte für glaubwürdig hält – oder eben nicht. Meine Meinung? In einigen Teilen zuweilen skurril, aber in Summe… ja verdammt, warum nicht?!

Das Buch selbst beginnt im Jahr 2015 und Harry – inzwischen 95 Jahre alt – erinnert sich zurück und beginnt seine Geschichte zu erzählen. Der Auftakt ist extrem gut gelungen und ich war sofort in der Geschichte. Es war schwer, das Buch beiseite zu legen. Auch der Stil hat mir sehr gut gefallen: Wissend, dass die gesamte Handlung in der erzählten Vergangenheit spielt (während ja die Zeit in der Gegenwart weiterläuft), springt die Geschichte zwischen der laufenden (haha) Geschichte von Harry und dessen Erinnerungen hin und her. Also noch einmal zum Mitschreiben: Harry in 2015 erzählt von Harry aus 1945, der sich an Harry aus 1930 erinnert. Soweit klar?

Die Kriegshandlungen, die während des 1.000km Laufs zu Ehren des Führers und mit der Propaganda-Idee das Volk zu motivieren, die Rahmenhandlung bilden, sind indes nur das: Rahmenhandlung. Sie stehen nicht wirklich im Vordergrund, was sich zuweilen befremdlich anfühlt, denn deren Auswirkungen sind natürlich omnipräsent. Während sich die Erinnerungen von Harry aus dessen Kindheit rasch und immer schneller dem Punkt nähern, der ihn zu einem Ehrenläufer hat werden lassen, wird der Leser immer wieder Zeuge einer sich wandelnden Zeit. Begonnen bei den ersten Übergriffen auf Juden bis hin zu einem Deutschland, in dem jeder Jude Angst um sein Leben haben musste. Dabei sind es aber immer die persönlichen Erfahrungen von Harry, die die Geschichte vorantreiben.

Der Leser begleitet ihn dabei durch sein gesamtes Leben und nimmt Teil an jedem emotionalen Moment, erlebt hautnah jeden Scheideweg mit und wird so selbst zu einem Teil von Harrys Leben. Am Ende fühlte ich mich wie ein enger Freund, den Harry nie kennengelernt hat, so intensiv werden dessen Gefühle transportiert und so offen wie ein bisher unentdecktes Tagebuch sein Leben vor einem ausgebreitet*.

Allerdings muss ich aber auch zugeben, dass ich zur Mitte des Buches hin einen Hänger hatte. Das liegt zum einen daran, dass einige Handlungen so realistisch beschrieben wurden, dass ich als Leser große Schwierigkeiten hatte, sie zu verstehen. Wenn das nun verwirrend klingt, dann liegt das daran, dass die Erlebnisse Harrys zuweilen verwirrend sind und dieser Umstand extrem gut transportiert wird. Allerdings lässt sich auch ein immer wiederkehrendes Muster erkennen, das mich ebenfalls zur Mitte des Buches hin genervt hat: Laufen, erinnern, in der Erinnerung mit einer Frau pimpern, in die Gegenwart zurück gerissen werden, am nächsten CheckPoint halb tot ins Bett fallen. Weiterlaufen.

Fazit

Gerade die Tatsache, dass der Roman es versucht, einen extrem hohen Grad an Realismus zu vermitteln und dabei tief – sehr tief – in die Sprache des frühen 20. Jahrhunderts eintaucht und die Eigenarten der verschiedenen Regionen Deutschlands, hat mir sehr gefallen. Ausnahmsweise – obwohl für die Handlung bestimmend – drängte sich der Krieg selbst zu keinem Zeitpunkt störend in den Vordergrund, um so die Geschichte zu übernehmen. Durch die letzten Kapitel flog ich nur noch so durch und fieberte dem Ende entgegen, das ich so nicht habe kommen sehen.

Wer sich für Historie interessiert ohne erhobenen Zeigefinger und eine Geschichte lesen möchte, die einen förmlich Teil davon werden lässt, dem kann ich “Ich war Hitlers Trauzeuge” uneingeschränkt empfehlen. Zwar hat der Mittelteil meiner Meinung nach Schwächen, die werden aber mühelos durch den für mich ungewöhnlichen Stil ausgeglichen.

Daher aus voller Überzeugung von mir fünf Sterne für dieses Buch und somit eine dringende Leseempfehlung.

* Ich möchte an dieser Stelle noch einen Punkt aufgreifen: Als jemand, der erst in den späten 70ern geboren wurde, habe ich keinen direkten Bezug mehr zu den Geschehnissen vor und während der Zeit des zweiten Weltkrieges. Dass entsprechend Menschen mit einer anderen Perspektive als der meinen zu einer vollkommen anderen Sicht auf das Buch gelangen können, ist nur verständlich und soll hier nicht vorenthalten werden. Daher hier ein Link zu einer Rezension, die als absolutes Gegenteil zu meiner verstanden werden kann.

[Mittendrin Mittwoch] #13–Travail Online (Seelenbewahrer 1)

“Mittendrin Mittwoch” ist eine Aktion von Elizzy, bei der ich euch mein aktuelles Buch und ein paar Zeilen daraus vorstelle. Quasi Momentaufnahmen von Büchern, in denen ich mittendrin stecke. Heute schreibt – trotz Sommerpause – Mephisztoe.

[Ihre Eltern] hatten sie schon vor einigen Monaten hier gelassen und suchten in Ländern nach Arbeit, wo die Roboter sich noch nicht durchgesetzt hatten. Zum Glück hatten sie das Haus abbezahlt, als sie noch jeden Monat ein Gehalt bekamen. Solange Coral die Grundsteuer bezahlte, hatte sie ein Heim, wo sie leben konnte. Es sei denn, dass sie sich seltsame Mini-Maschinen injizierte, die sie umbrachten. Dann hatte sie nur ein Heim, wo sie sterben konnte. (2%)

LitRPG. Habt ihr diesen Begriff schon mal gehört? Ich gebe zu, dass ich in Sachen Literatur-Genres nicht so firm bin wie in Subgenres elektronischer Musik. Aber ich lerne gerne dazu. LitRPG beschreibt Geschichten, in denen die Protagonisten den größten Teil der Zeit in virtuellen Realitäten verbringen und dort – ganz typisch eben wie in einem Rollenspiel – ihre Charakterwerte hochleveln können. Dank Brian Simons, dessen Rezensionsanfrage uns vor kurzem erreichte, weiß ich nun, dass ich bereits Bücher aus diesem Genre gelesen habe (und nicht sicher bin, ob die Autoren selbst sicher der Tatsache bewusst sind, dass es diese Bezeichnung gibt…).

Worum geht es also In Band 1 von Travail Online, Seelenbewahrer? Vereinfacht gesagt wird der Leser mit einer Welt konfrontiert, die ich wagemutig als post-industriell bezeichnen würde: Viele “normale” Jobs wurden bereits von Robotern übernommen und dadurch sind nicht wenige Menschen dazu gezwungen, zum Teil weit wegzuziehen, um irgendwo anders noch als Kellner o.ä. angestellt zu werden, wenn sie überleben wollen (in so einer Welt auf etwas umzulernen, was noch Bestand hat, scheint nicht so leicht zu sein). Im Fall von Travail Online gibt es aber auch eine Alternative: Du spielst eben Travail Online, “erwirtschaftest” darin virtuelles Geld und lässt es Dir in Deiner Landeswährung auf Dein Konto auszahlen. Also im Prinzip wie bei Second Life oder Entropia Universe.

Auf diese Art halten sich viele Menschen über Wasser und nachdem Corals Eltern aus o.g. Gründen wegziehen mussten und auch ihr eigener Job von einem Roboter besetzt wurde, steigt sie in das Spiel ein und findet sich kurzerhand in einer Gruppe anderer Spieler wieder, die mit einer mehr als seltsamen Quest beauftragt wird. Streng genommen geht es um nichts weniger als die Rettung des Spiels.

Als ich mit dem Buch anfing, fühlte ich mich an Ready Player One erinnert, da auch hier Aktivitäten im Spiel immense Auswirkungen auf das echte Leben hatten. Allerdings ist der sprachliche Stil nicht vergleichbar. In dieser Hinsicht würde ich Travail Online auf eine Stufe mit Karl Olsbergs Minecraft Büchern stellen. Und wenn auch die Handlung nicht an z.T. sehr expliziter Darstellung von zuweilen echt ekligen Details spart und dabei gleichzeitig die zwischenmenschlichen Beziehungen immer weiterentwickelt werden, kommt für mich die Charakterentwicklung in Summe doch zu kurz. Das Buch kann sich auf jeden Fall nicht mit Werken wie Erebos messen.

Trotzdem ist es ein Heidenspaß zu lesen!

Leider gibt es auch viele Rechtschreibfehler. Die trüben das Gesamtpaket aber nicht. Dafür bekommt der Leser eine gelungene Mischung aus Sarkasmus, originellen Ideen und einer – ich sag mal – Transgender Hexe, die optimaler nicht hätte auftauchen können. Smile

Ich bin gespannt auf den Rest der Geschichte und vor allem auch darauf, ob ich im Anschluss Lust darauf habe, die Fortsetzung zu lesen. Im Moment habe ich etwas über die Hälfte durch und alles weitere berichte ich dann in der Rezension!

tthinkttwice macht Sommerpause

SommerpauseIhr Lieben,
im August wird es ruhig werden hier auf unserem Blog, denn wir machen alle Urlaub! Juhu!
Ein wenig entspannen und die Seele baumeln lassen.

Für euch bedeutet das, dass es kaum Beiträge geben wird im August, wahrscheinlich nur hier und da mal eine Rezension.
Und das tthinkttwice-Reading von Nina und mir setzt einen Monat aus. Wir melden uns dazu Ende des Monats nochmal, um das Buch für September zu besprechen.

Wir wünschen euch allen ein paar schöne und erholsame Wochen und sehen uns so richtig aktiv Ende August/Anfang September wieder!

[Rezension] Hörbuch: Leading Simple von Boris Grundl und Bodo Schäfer

Leading Simple


Titel: Leading Simple – Führen kann so einfach sein
AutorIn: Boris Grundl und Bodo Schäfer
Verlag: Gabal
Erscheinungsdatum: 12.05.2010
Format: Hörbuch mit Praxishandbuch (PDF, 176 Seiten)
Preis: 55,95€ bei Audible (digital), 79€ im Grundl-Shop (Print/Audio-CD)
zum Hörbuch (Audible)
zum Hörbuch (Grundl-Shop)

Worum geht es?

Stellen Sie sich einmal vor, Sie und die Führungskräfte in Ihrer Organisation hätten eine einheitliche Vorstellung von Führung! Das heißt: Jeder weiß, was seine Aufgaben sind, welche Hilfen er dazu hat und jeder sieht auch noch einen Sinn in seiner Arbeit?
Leading Simple erzählt die spannende Geschichte von Louis Berg, der nach einem einschneidenden Schicksalsschlag zu einem mitreißenden Vortragsredner avanciert. Leading Simple ist das erste System, welches alle entscheidenden Punkte wirkungsvoller Führung in sich vereint. (Quelle: Audible)

Meine Meinung

Bodo Schäfer ist ein bekannter Redner und Bestseller Autor. Er kennt sich mit Geld aus und bietet Seminare, Coachings und mehr an, um dieses Wissen zu teilen. Boris Grundl ist ebenfalls ein bekannter Vortragsredner und vermarktet Inhalte u.a. rund um das System “Leading Simple” über seine Grundl Leadership Akademie.
Ich selbst bin auf das Hörbuch “Leading Simple” aufmerksam geworden durch einen Tipp in einer Whatsapp-Gruppe, die sich maßgeblich mit Vertriebsthemen auseinandersetzt. Neugierig geworden sah ich mir die Rezensionen auf audible.de an und las dort neben himmel-hoch-jauchzenden 5-Sterne Rezensionen auch einige, die Kritik für angebracht hielten:

  • Es dauert über eine Stunde, bis überhaupt die ersten interessanten Tipps kommen
  • Der ständige Sprecherwechsel sei nervig
  • Die musikalischen Einblendungen sind unpassend
  • Die Charaktere seien blass gezeichnet und wenig authentisch
  • Alter Wein in neuen Schläuchen
  • Schlechte Kopie von Maliks Werk “Führen, Leisten, Leben”

Für ein Fachbuch mutet es zunächst irritierend an, dass hier von Musik, Charakteren und Sprecherwechseln die Rede ist und in der Tat: “Leading Simple” setzt als Fachbuch auf das allseits bekannte Story-Telling. Das bedeutet, dass das System, um das es hier geht, in Form einer emotionalen Geschichte transportiert wird, um den Zuhörer so besser abzuholen und auch die Ideen besser im Kopf zu verankern.
Dieses Prinzip kenne ich bereits von Stefan Merath, der ebenfalls über den Gabal-Verlag u.a. zwei Hörbücher veröffentlicht hat, die dem gleichen Prinzip folgen. Interessanterweise kommen die gleichen Sprecher zum Einsatz, die ich persönlich sehr professionell finde und ihnen immer wieder gerne zuhöre. In der Tat gibt es dabei auch definitiv Überschneidungen, was Inhalte betrifft. Bestes Beispiel: Genau wie in Meraths Büchern wird in “Leading Simple” das Problem der Rückdelegation anhand der Affen-Analogie beschrieben: Ein Mitarbeiter, der eine Aufgabe erfüllen soll, hat einen Affen auf der Schulter sitzen. Mit diesem geht er zum Chef und der Affe springt auf dessen Schulter. Was “Leading Simple” leider niemals tut: Es werden keine Quellen genannt. Die Affen-Analogie bspw. wurde im Harvard Business Review unter dem Titel “Management Time: Who’s got the Monkey” von William Oncken und Donald L. Wass veröffentlicht (vgl. Artikel von business-wissen.de, von wo ich auch die Beschreibung oben habe). Ohne diese Quellenangaben wirkt “Leading Simple” oft wie wahllos zusammenkopiert. Erklärende Worte erfolgen erst im letzten Teil.
Das Hörbuch macht aus meiner Sicht aber auch vieles gut. Positiv ist z.B. dass Diagramme oder Flipcharts, die im Buch vorkommen, im Hörbuch z.T. visuell beschrieben werden. Dabei wechseln die Sprecher immer nur dann, wenn in der Geschichte z.B. jemand etwas aufschreibt, oder vorbereitete Kärtchen verteilt werden. In dem Fall übernimmt eine weibliche Sprecherin, während der Rest des Buches von einem männlichen Sprecher vorgelesen wird.
Das führt aber auch zu einem weiteren Kritikpunkt: Es gibt vom Herausgeber ein Kartenset, das die Tipps und Ideen des Systems “Leading Simple” ähnlich der Form von Lernkarten bereithält. Das Hörbuch ist so voller Anspielungen auf diese Karten (sowohl direkt wie auch indirekt) und mit versteckten Kaufaufforderungen versehen, dass es wirkt, als wäre das Buch/Hörbuch lediglich eine Werbung, um in Wahrheit diese Sets zu verkaufen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass das Hörbuch keine fünfeinhalb Stunden dauert, aber man selbst nach vier Stunden nicht wirklich das Gefühl hat, verstanden zu haben, wie “Leading Simple” denn nun funktioniert.
Dahinter steckt natürlich ebenfalls System. Was die Autoren hier erreichen wollen, ist, mit der Geschichte um einen ehemaligen Sportler, der zunächst durch einen Unfall im Rollstuhl landete und sich dann wieder hochgearbeitet hat, Emotionen beim Hörer auszulösen, die letzten Endes darin münden, hoffentlich auch das Buch, die Kartensets, die DVDs zu kaufen und letzten Endes die Begleitseminare zu buchen. Das Konzept selbst ist nicht neu, doch wird im Klappentext leider suggeriert, dieses Hörbuch allein bringe einen bereits massiv voran – und von dieser Idee sollte sich der Hörer verabschieden.
Vielleicht nicht ganz uninteressant zu wissen ist, dass Boris Grundl offensichtlich die Vorlage für Louis Berg, den Trainer in dem Hörbuch ist. Wie auf Wikipedia nachzulesen ist, gleichen sich die Geschichten wie ein Ei dem anderen. In welcher Art und Weise Bode Schäfer hier mit Anteil an den Inhalten hatte, konnte ich allerdings nicht herausfinden. Er wird zwar auf den Produkten selbst als Autor genannt, aber auf den Seiten der Grundl Leadership Akademie komplett ausgelassen. Ich vermute, dass Grundl sich seine Fähigkeiten im Bereich Online-Marketing als Multiplikator beim Vertrieb zu Nutze gemacht hat. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.
Was hervorzuheben ist, ist, dass es zu dem Hörbuch – bei Audible zumindest – ein Begleit PDF zum Download gibt, welches ein Praxishandbuch beinhaltet. Dieses 176 Seiten starke Dokument enthält Erläuterungen, Aufgaben und viel Platz für Notizen. Leider wird im Hörbuch nicht darauf hingewiesen und auch das PDF selbst macht nicht unbedingt den Eindruck, als verstünde es sich als eine Einheit mit dem Hörbuch. Dennoch handelt es sich dabei um ein bemerkenswertes Goodie, das im Shop bei Boris Grundl immerhin inkl. Hörbuch nicht weniger als 79 Euro kostet. Im Audible Abonnement habe ich für das Paket gerade einmal 9,95 Euro bezahlt (ein Monatsguthaben).

Fazit

Mit weniger als fünfeinhalb Stunden ist das Hörbuch zu kurz. Die Idee, das System “Leading Simple” in Form einer Geschichte zu transportieren ist gut, aber aufgrund der Kürze funktioniert sie nicht: In der Tat sind die Charakter blass und rangieren im Verhalten zwischen teilweise naiv und manchmal sogar peinlich. Die Hintergrundgeschichte von Louis Berg nimmt extrem viel Raum ein und auch während der Geschichte wird laufend vom “Mann im Rollstuhl” gesprochen. Auch wenn diese Hintergrundgeschichte autobiografisch ist, gehört sie meiner Meinung nach in eine Autobiografie und nicht so stark in den Vordergrund eines Fachbuches. Und letzten Endes ist meine Erwartungshaltung an ein solches, die Idee, die damit transportiert werden soll, zu verstehen und grundsätzlich einsetzen zu können. Während das bei “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer” von Stefan Merath durchaus funktioniert (über 14 Stunden Audiomaterial), wirkt “Leading Simple” unterm Strich auf mich wie eine hochgezüchtete Werbung für weitere Produkte; erst ca. anderthalb Stunden vor Ende des Hörbuches beginnen Erläuterungen und Anleitungen.
Normalerweise würde ich bei einem Hörbuch die Produktionsqualität in die Bewertung überdurchschnittlich hoch einfließen lassen und die ist bei “Leading Simple” wirklich gut (es gibt übrigens gar keine Musik…). Aber aufgrund vieler inhaltlicher Fehler und der Tatsache, dass bei einem Fachbuch der Inhalt im Vordergrund stehen sollte, kann ich hier nicht mehr als gut gemeinte 3,5 Sterne vergeben – und die eher für das gut gestaltete Praxishandbuch und die Impulse, die das Hörbuch trotz allem birgt.

Last but not Least

Ist das Produkt 79 Euro Wert, wenn man es direkt vom Herausgeber kauft? Die Frage muss sich jeder selbst beantworten. Im Zweifelsfall empfehle ich aber, entweder über den bestehenden Audible Account das Hörbuch zu erwerben oder – sollte man keinen haben – dafür einen anzulegen und den Testmonat dazu zu nutzen. Wenn es nicht gefällt, kann man das Hörbuch ganz einfach wieder “zurückgeben” (das geht zwar auch mit dem Produkt beim Grundl Shop, aber a) ist es aufwendiger und b) ist man bis dahin erst einmal 79 Euro los…)

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