Titel: Lea und der Luchs- oder das Überleben in der Wildnis
Autorin: Tanja Wenz
Verlag: Geest Verlag
Erscheinungsdatum: 9.Dezember 2016
ISBN: 978-3866855632
Format: Klappenbroschur (236 Seiten)
Preis: 14,80€
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Worum geht es?

Als sich die 14-jährige Lea nach einem Flugzeugunglück alleine in der Einsamkeit Nordkanadas wiederfindet, ahnt sie nicht, dass dies erst der Anfang eines großen Abenteuers ist. In der Wildnis dort streifen Bären, Wölfe, Berglöwen aber auch Luchse umher.
Lea nimmt die Herausforderung an, ohne Ausrüstung und Lebensmittel den Weg nach Hause zu suchen. Die tägliche Nahrungsbeschaffung zerrt an ihren Kräften, doch Lea gibt nicht auf. Während ihrer Suche trifft sie auf einen verletzten Luchs, dem sie das Leben rettet und der ihr ein treuer Begleiter in der einsamen Wildnis wird.
Aber reicht dies zum Überleben aus? Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Auf dieses Buches war ich ziemlich gespannt, denn auf der Visitenkarte der Autorin steht “Bücher, die berühren”. Mal sehen, dachte ich mir, ob ihr dies bei mir auch gelingen wird. Zugegebenermaßen bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut, aber bei vielen Geschichten ist es nur von kurzer Dauer und wenige davon bleiben mir nachhaltig im Gedächtnis.
Das Buchcover ist in schönen, warmen Grün-Orange-Tönen gestaltet. Lea und der Luchs sehen gezeichnet aus, nicht perfekt, aber irgendwie macht dies für mich gerade den Reiz aus. Beim näheren Betrachten springt die Innigkeit zwischen Mensch und Tier auf mich über. Ob dieser Eindruck sich durch das Lesen des Buches verstärkt?
Das erste Highlight ist für mich die Größe der Schrift. Ich konnte das Buch deshalb ohne Probleme und ohne das Aufsetzen meiner Lesebrille lesen. Die Geschichte startet mit dem Beginn der Sommerferien. Lea, aus deren Sicht die Geschichte von Beginn an erzählt wird, reist wie so oft alleine nach Kanada, um ihren Vater zu besuchen. Ich war sofort ziemlich beeindruckt, wie selbstbewusst und mutig dieses 14-jährige Mädchen ist. Ihr Charakter gefällt mir sehr gut und hat mich ziemlich schnell mit ihr sympathisieren lassen. Die Autorin hat sich viel Zeit gelassen, um Lea mit all ihren Facetten sehr detailliert zu beschreiben. Das kommt bei mir gut an und ich habe ihre Schritte in der Wildnis mit großer Freude begleitet. Sie macht im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durch und es war schön, ihr dabei über die Schuler zu schauen und sie dabei zu begleiten.
Die Kapitel haben eine angenehme Leselänge und der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig und sehr bildgewaltig. Ich habe eine gute Vorstellung von Leas Erlebnissen und ihren Gefühlen bekommen. Einige der Schilderungen haben mich wirklich berührt und ich war voller Bewunderung für dieses tapfere Mädchen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Mit wie viel Achtung und Respekt sie einander gegenübertreten! Ein großes Kompliment an die Autorin, die dies mit ihrem Schreibstil so transportieren konnte.
Durch einen Wechsel der Erzählperspektive gelingt es der Autorin, die Spannung in der Geschichte noch weiter voranzutreiben. Ich war von nun an total gefangen und bin durch die Seiten nur so hindurchgeflogen. Die grandiosen Beschreibungen der dortigen Wildnis setzt ein großes Fachwissen und eine gründliche Recherche voraus. Das hat mich sehr beindruckt und nach 221 Seiten das Buch mit einem zufriedenen Grinsen beenden lassen.
Zum Abschluss sei noch gesagt, dass zum Ende alle gesponnenen Fäden aufgelöst wurden und für mich auch keine Fragen mehr unbeantwortet blieben.
Mein einziger Kritikpunkt ist das am Ende stehende Inhaltverzeichnis. Dies hätte ich mir am Anfang gewünscht, denn dort macht es meiner Meinung mehr Sinn.

Fazit:

Ein wirklich berührendes Jugendbuch mit viel Tiefgang und Raum zum Nachdenken. Ich habe eine wunderschöne Lesezeit gehabt, spreche eine Leseempfehlung aus und belohne dieses Buch sehr gern mit fünf von fünf Sternen.
 
 

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