Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Die Auserwählten im Labyrinth von James Dashner

Die Auserwählten - Im Labyrinth

 

Titel: Die Auserwählten im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: April 2011
Format: Gebunden (496 Seiten)
ISBN-13: 978-3-551-52019-7
Preis: 16,95€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

50 Jungs und keiner kann sich an viel mehr erinnern als an seinen eigenen Namen. Thomas ist neu, der Frischling unter den Jungen, die auf der sogenannten Lichtung leben. Sie schlachten Vieh, bauen Obst und Gemüse an und versuchen jeden Tag aus dem Labyrinth zu flüchten, das sie gefangen hält. Ein Labyrinth dessen Mauern sich jede Nacht bewegen und in dem tödliche Kreaturen lauern.

Thomas’ Ankunft ändert alles und plötzlich haben die Jungen keine Zeit mehr – sie müssen entkommen, die Regeln haben sich geändert.

Meine Meinung

Mit James Dashners “Die Auserwählten im Labyrinth” durfte ich einmal mehr ein Buch genießen, das mir so richtig gut gefallen hat. Wer noch ein Buch für seinen pubertierenden Sohn/Neffen/Enkel etc. sucht, der darf ruhig ein Blick auf diesen Pageturner werfen. Mädchen und auch Erwachsene dürfen natürlich auch einen Blick riskieren.

Ich hatte lange Zeit leider eine massive Leseflaute und bin immer wieder an Bücher geraten, die zwar nicht schlecht waren, mich aber auch nicht so wirklich begeistern konnten. Mit Dashners Werk ist es nun mittlerweile das zweite Buch in Folge, das mich richtig begeistern konnte.

Dashner schreibt seiner Zielgruppe (Leser ab 13 Jahren) angemessen, schön flüssig und leicht zu lesen. An die zu einer Phantasiesprache verfremdeten Schimpfworte muss man sich zunächst gewöhnen, aber bereits nach einigen Seiten gingen auch die mir flüssig von der Hand. Die recht kurzen Kapitel, gepaart mit der Story und Dashners Schreibstil halten den Spannungsbogen auf einem konstant hohen Level, so dass das Buch zu einem regelrechten Pageturner für mich geworden ist. Stellenweise wollte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen.

“Die Auserwählten im Labyrinth” ist der Auftakt Band einer Trilogie um Thomas und seine Mitstreiter und ich hoffe stark, dass die Folgebände mit diesem wirklich gelungenen ersten Band mithalten können.

Fazit

So muss ein Trilogie-Auftakt sein. Spannend, mit einer interessanten Idee und gut zu lesen. Ein prima Buch für Zwischendurch oder aber auch für junge männliche Leser, die man vielleicht erst zum Lesen führen muss.
”The Maze Runners” wurde mittlerweile auch schon verfilmt und wird bei uns im Oktober 2014 in die Kinos kommen. Auf diesen Film bin ich wirklich gespannt und freue mich schon darauf.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.

Vollstrecker der Königin–Das grüne Tuch von Angelika Diem (Kurzgeschichtensammlung)

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Titel: Vollstrecker der Königin – Das grüne Tuch
Autor: Angelika Diem
Verlag: Machandel Verlag
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2014
Format: Broschiert (236 Seiten) oder eBook
ISBN-13: 978-3939727507
Preis: 9,90€ (Broschiert) – 1,99€ (eBook)

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Leseprobe

 

Worum geht’s?

Das grüne Tuch
Nachdem Caitlynn sich zum erste Mal gegen das magische Charisma ihres Vaters erfolgreich aufgelehnt hat und ihre Mutter zur Feststellung gelangt ist, dass Caitlynns starkes Charisma sie unbrauchbar für einen Heiratshandel macht, beschließt die Gräfin sie an einen Ort zu bringen, wo Caitlynn gezwungen ist einen gänzlich anderen Weg einzuschlagen, als sie möchte, denn sie möchte sich eigentlich zur Vollstreckerin ausbilden lassen. Angekommen im grünen Haus bei ihrer Großmutter Melana, soll Caitlynn dort in die Heilerlehre gehen.

Halbe Hand
Einige Zeit nach Caitlynns Ankunft in Melanas grünem Haus, wird die Heilerin vom Fürsten zu Faelin auf sein Anwesen eingeladen. Als sich die Meisterin-der-Heilkunst weigert seiner Einladung nachzukommen, beschließen seine Untergebenen kurzerhand Caitlynn zu entführen, um Melana zum Fürsten zu locken. Dieser leidet an einer fürchterlichen Krankheit, die sich nicht heilen lässt und Melana soll ihm helfen wieder gesund zu werden.

Schmerztrinker
Dieses Jahr fährt Caitlynn nicht zu ihren Eltern und Geschwistern nach Hause, um mit ihnen das Sternenkäferfest zu feiern. Stattdessen hilft sie ihrer “neuen” Familie bei den Vorbereitungen zum Festmarkt und lernt daraufhin auch den “Einsiedler” Alban kennen, der sie  von Anfang an fasziniert und zu dem sie sich auf gewisse Weise hingezogen fühlt. Doch Alban hat ein Geheimnis, das sich nach einem heftigen Gewitter auf dem Festmarkt offenbart.

Meine Meinung

Bei Angelika Diems neustem Werk handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung aus drei kleinen Geschichten, die sich zwischen dem Prolog (aus “Der Baeldin-Mord”) und dem Zeitpunkt als sich Caitlynn dem Mord auf Schloss Baeldin annimmt.

“Das grüne Tuch” kann zwar unabhängig von Band 1 gelesen werden, doch würde ich allen Interessierten empfehlen erst das erste Buch zu lesen, um einen besseren Einstieg zu finden und eventuelle Zusammenhänge zu verstehen.

“Die Vollstrecker der Königin – Der Baeldin-Mord” hat mir damals sehr gut gefallen und so war ich froh, als ich darauf gestoßen wurde, dass es sozusagen ein Zwischenspiel mit Caitlynn geben wird, bis endlich Band 2 erscheint und ich Caitlynns Abenteuer weiter verfolgen kann.
Auch “Das grüne Tuch” hat mir wieder sehr gut gefallen und das obwohl es keine einheitliche Geschichte war. Normalerweise bin ich kein so großer Fan von Kurzgeschichtensammlungen, aber hier hat es wunderbar gepasst. Nun bin ich gespannt, ob in Band 2 Bezug auf diese kleine Exkursion in Caitlynns Leben genommen wird oder ob es “nur” ein Add-On bleibt.

Angelika Diem überzeugt auch hier mit einem flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil und interessanten Geschichten, bei denen mir nicht langweilig geworden ist. Ich mag die von der Autorin erschaffene Welt sehr gern und kann mich beim Lesen sehr gut hineinfühlen. Bis jetzt waren mir aber alle Teile noch zu kurz. Ich würde gerne noch mehr vom Drumherum wünschen und auch mehr Tiefe für die einzelnen Charaktere. Caitlynn ist mir ans Herz gewachsenen. Eine sehr sympathische, intelligente und auch starke Protagonistin. Auch Melana, ihre Großmutter hat Potential zu einem Lieblingscharakter zu werden und ich hoffe stark, dass wir ihr in Band 2 wieder begegnen werden.

Angelika Diem schafft es auch mit wenigen Worten, dass ich Sympathie bzw. Antipathie mit den einzelnen Charakteren empfinde, was stark dabei hilft mich in Caitlynns Welt hinein versetzen zu können.

Als Kritikpunkt muss ich allerdings leider die Fehler im Text aufführen. Ich habe die eBook Version gelesen und bin immer wieder auf Rechtschreibfehler, fehlende oder nicht passende Worte im Text gestoßen. Da bedarf es noch an Verbesserung.

Mein Fazit

Mit “Das grüne Tuch” ist Angelika Diem ein schönes und auch spannendes Zwischenspiel in Caitlynns Geschichte gelungen, das mich wieder in seinen Bann ziehen konnte. Ich freue mich schon sehr darauf mehr von Caitlynn lesen zu dürfen und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis Band 2 fertig geschrieben und publiziert ist.
Definitiv ein Muss für alle Fans vom Baeldin Mord und denen, die es noch werden wollen. 4 von 5 Sternen gibt von mir.

[Rezension] Blind Walk von Patricia Schröder

 

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Titel: Blind Walk
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2014
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (448 Seiten)
ISBN-13: 978-3-649-61749-5
Preis: 17,95€

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Leseprobe

 

Worum geht’s?

Lida und ihr Freund Jesper brechen zusammen mit fünf anderen jungen Erwachsenen zu einem sogenannten Blind Walk auf. Mit verbundenen Augen wird die Gruppe in der Wildnis ausgesetzt. Allein mit Hilfe weniger Gegenstände, wie beispielsweise einem Kompass, einer unbeschrifteten Karte und ein paar wenigen Streichhölzern muss die bunt zusammen gewürfelte Gruppe nun den Weg zurück in die Zivilisation finden.
Schnell wird klar, dass die vielen unterschiedlichen Charaktere nicht ganz so gut harmonieren wie sie es sich vielleicht gewünscht hätten. Als die Gruppe dann noch auf die Leiche einer der Männer, die sie in den Wald gebracht haben, stößt, droht die Situation zu eskalieren. Das Gefühl beobachtet zu werden, wird immer stärker bis es zur Gewissheit wird. Werden alle den Blind Walk überleben?

Meine Meinung

Normalerweise gehöre ich ja (leider) zu den langsamen Lesern und brauche für ein Buch auch mal über eine Woche bis ich es beendet habe. Bei “Blind Walk” bin ich aber geradezu durchs Buch geflogen, was u.a. am flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil liegt, aber auch an dem für ein Jugendbuch konstant hoch gehaltenen Spannungsbogen.

Obwohl sich das Buch ab einem bestimmten Zeitpunkt in eine ganz andere Richtung als von mir erwartet entwickelt hat, konnte mich die Geschichte um Lida und die Blind Walk Gruppe fesseln.
Die Altersempfehlung für das Buch liegt bei 14-17 Jahren und dem würde ich so auch vorbehaltlos zustimmen. “Blind Walk” bietet eine gute Portion Spannung, zwischenmenschliches und beschäftigt sich auch durchaus mit Themen, die Jugendliche interessieren.

Müsste ich Patricia Schröders neues Buch einem Genre zuordnen, dann würde es in die Kategorie Mystery-Jugendthriller gehören. Es beginnt eher wie ein Thriller, driftet dann aber stark in die Mysteryschiene. Solltet ihr also Schwierigkeiten mit Unerklärlichem, nicht unbedingt Rationalem haben, dann ist dieses Buch nicht zwangsläufig etwas für euch. Mir persönlich hat es allerdings sehr gut gefallen, auch wenn ich längere Zeit überlegen musste in welche Richtung mich die Geschichte führt.
Der Leser wird aus verschiedenen Perspektiven an das Finale des Buches herangeführt und zu Beginn hatte ich noch einige Schwierigkeiten die Perspektive von Sten einzuordnen. Aber nur Geduld, es wird sich alles aufklären.

Leider sind mir die einzelnen Charaktere insgesamt nicht tief genug behandelt worden, was aber vermutlich eher zu Lasten der Spannung gegangen wäre. Ich hätte mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht, was aber auch mein einziger Kritikpunkt bleiben wird.

“Blind Walk” ist in sich abgeschlossen, mit einem für mich befriedigendem Ende, bei dem keine Fragen offen bleiben. Nagelt mich hier nicht fest, aber ich glaube es handelt sich um eine Rarität auf dem Buchmarkt – “Blind Walk” scheint ein Einzelband zu sein! Das wäre auf jeden Fall mal eine willkommene Abwechslung. Ich sage nur: “Mehr Mut zum Einzelband!”.

Fazit

Das neue Buch von Patricia Schröder konnte mich überzeugen. Spannung, interessante Charaktere und eine unvorhergesehene Wendung zum Mystery hin, konnten mich hier begeistern. Den Charakteren hätte etwas mehr Tiefe gut getan, was aber insgesamt ein fast zu vernachlässigender Kritikpunkt bleibt.

Es gibt einfach Bücher, die gefallen einem. Punkt. Und “Blind Walk” gehört für mich definitiv dazu. Mit 4,5 von 5 Sternen gibt es für mich eine klare Leseempfehlung.

[Rezension] Eene Meene von M. J. Arlidge

978-3-499-23835-2

 

Titel: Eene Meene – Einer lebt, einer stirbt
Autor: M. J. Arlidge
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 02. Mai 2014
Format: Taschenbuch (368 Seiten)
ISBN-13: 978-3-499-23835-2
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Ihr habt die Wahl! Entweder sterbt ihr beide eines natürlichen, aber sehr qualvollen Todes, oder einer von euch greift zur Waffe, wird zum Mörder und darf dafür weiter leben.

Ein grausamer Serienkiller geht um und entführt Paare. Anstatt selber den Abzug zu drücken, überlässt der Entführer dies seinen Opfern und zerstört damit das Leben vieler Menschen.

Detective Inspector Helen Grace und ihr Team sind ratlos. Nichts scheint die Opfer-Paare miteinander zu verbinden. Die akribische Vorbereitung des Killers deutet aber auf einen tiefer gehenden Plan hin.

Der Auftakt einer Thrillerreihe um Helen Grace und ihre Kollegen.

Meine Meinung

“Eene Meene Muh und raus bist du!” Wer kennt diesen Abzählreim aus Kindertagen nicht? Die Wahl, die die Opfer aus M. J. Arlidges Buch treffen müssen, ist allerdings alles andere als Kinderkram.

Die Idee hinter Arlidges Killer, der nicht selber tötet, sondern töten lässt, ist wirklich gut. Sie verspricht Spannung, Einblicke in die menschliche Psyche und einiges mehr. Als ich den Klappentext zu “Eene Meene” las, war ich hin und weg und wusste, dieses Buch muss ich lesen.
Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, doch leider wurde ich ein wenig von dem Buch enttäuscht. Die Ermittlerarbeit stand mir einfach zu sehr im Vordergrund. Erwartet hatte ich mehr Fokus auf die Opfer und mehr Tiefe, was die Charaktere angeht.

Auch wenn das gerade doch recht negativ klang, hat mir das Buch im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich schon einfach und leicht lesen. Die kurzen Kapitel halten die Spannung konstant aufrecht und sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Dieser Thriller ist zwar nicht gänzlich unblutig, kommt aber im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genres mit wenigen “Metzel-Szenen” aus. Der psychologische Aspekt hat mich hier eher mitgenommen, obwohl ich mir auch in diesem Punkt einfach mehr gewünscht hätte. Aus der Idee hinter dem Buch hätte der Autor viel machen können.

Heutzutage scheint kein Thriller mehr ohne physisch oder psychisch angeknacksten Protagonisten auszukommen. Leider macht auch “Eene Meene” hier keine Ausnahme. Helen Grace hat ihr Päckchen zu tragen und bietet interessante Einblicke. Als Leser sollte man sich an diesem, mittlerweile im Krimi- und Thriller Genre bekannten, Klischee nicht stören, denn das könnte in diesem Fall den Lesespaß trüben.

“Eene Meene” ist der Auftakt einer Reihe um Helen Grace, der sehr interessant endet. Der Fall ist in sich abgeschlossen, lässt aber Raum für mehr. Theoretisch könnte auch nach diesem einen Buch Schluss sein, aber auf Grund des Endes bin ich nun gespannt wie der Autor an den nächsten Band herangehen wird.

Fazit

Auch wenn meine Erwartungen leider nicht gänzlich erfüllt wurden, habe ich “Eene Meene” dennoch als soliden Thriller empfunden. Ein kurzweiliges Lesevergnügen durch konstant hohe Spannung und einen flüssigen Schreibstil.
Lange habe ich überlegt wie viele Punkte ich diesem Buch geben soll. Das Ende hat mich dann überzeugt doch noch ganz knappe 4 Sterne zu vergeben.

[Rezension] Freitags in der faulen Kobra von Stefan Nink

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Titel: Freitags in der faulen Kobra
Autor: Stefan Nink
Verlag: Limes Verlag
Erscheinungsdatum: März 2014
Format: Broschiert (448 Seiten)
ISBN-13: 978-3-8090-2636-5
Preis: 14,99€

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Worum geht’s?
Die Abenteuer von Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten gehen weiter – dieses Mal mit Hauptsitz in Indien.
Um dem Maharadscha zu neuem Ruhm und vor allem Reichtum zu verhelfen, soll Siebeneisen auf die Suche nach einer magischen Ganesha-Staute gehen, die James Cook vor Rund 250 Jahren überall auf seiner Reiserute um die Welt, leider in Einzelteilen, versteckt hat.
Siebeneisen begibt sich erneut auf eine skurrile Weltreise u.a. mit Zwischenstopps in London, Neuseeland und Tonga. 

Meine Meinung
Erwartungen zu haben ist schon was Tolles…allerdings auch nur dann, wenn diese auch erfüllt werden. Als ich auf Stefan Ninks Buch “Freitags in der faulen Kobra” stieß und den Klappentext las, versprach dieser mir ein Buch voller Witz, Abenteuer und Reisen.
Den Witz und die Reisen konnte ich durchaus finden, allerdings blieb mir persönlich das Abenteuer zu sehr auf der Strecke.

Stefan Ninks Schreibstil ist angenehm flüssig, detailgetreu und gut zu lesen und dennoch hatte ich leider große Schwierigkeiten mit dem Buch voranzukommen.
Die sehr ausführlichen Informationen über die verschiedenen Reiseziele Siebensteins wirkten trotz des interessanten Grundcharakters häufig langatmig und bremsten meinen Lesefluss.
Ich erwartete eine humorvolle Abenteuergeschichte zu lesen und bekam einen Reiseführer mit Hintergrundstory präsentiert, was grundsätzlich nichts schlechtes ist, aber einfach nicht den Erwartungen entsprach, die ich an das Buch hatte.
Ich wollte lachen, rätseln und die Suche nach den Teilen der Statue gespannt verfolgen. Aus dem Lachen wurde ein seltenes Schmunzeln, die Spannung und das Rätseln fehlten mir leider fast komplett. Auch empfand ich vieles als sehr konstruiert, was mich teilweise auch ein wenig ärgerlich machte.

Auch wenn meine Kritikpunkte hier sehr im Vordergrund stehen, ist “Freitags in der faulen Kobra” durchaus kein schlechtes Buch. Es war nur leider kein Buch für mich.
Teilt man den Humor des Autors und kann sich auf die sehr detaillierten Informationen über die einzelnen Länder einlassen, wird man sicherlich seinen Spaß mit dem Buch haben.

Fazit
Auch wenn es mir schwer fällt das Werk eines Autors, in dem sicherlich viel Herzblut steckt kritisch zu betrachten, kann ich in Anbetracht meiner Kritikpunkte leider nicht mehr als 2,5 von 5 Sternen vergeben.
Das Buch hat überwiegend einfach nicht meinen Humor getroffen und war in weiten Teilen zu langatmig für mich.

[Rezension] Bunker Diary von Kevin Brooks

9783423740036

 


Titel:
Bunker Diary
Autor: Kevin Brooks
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: März 2014
Format: Broschiert (300 Seiten)
ISBN-13: 978-3-423-74003-6
Preis: 12,95€

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Worum geht’s?
Das Hilfsbereitschaft nicht immer positiv ist, muss der 16-jährige Linus nun leider am eigenen Leib erfahren.
In einem Moment hilft er noch einem vermeintlich blinden Mann und im anderen findet sich Linus tief unter der Erde in einem Bunker wieder – allein.
Mehrere Tage verbringt Linus allein im kalten Bunker, ohne etwas zu essen. Einzig die verbliebenen fünf Zimmer und die Tatsache, dass in der Küche Geschirr und Besteck 6-fach vorhanden sind, sagen ihm, dass er noch Gesellschaft bekommen wird.

Sechs unterschiedliche Personen, ein Bunker und ein Kampf ums Überleben.

Meine Meinung
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit meinem nächsten Absatz gelyncht werde, möchte ich auf eine Tatsache hinweisen, die für so manchen Leser interessant sein könnte. Wer nicht das Gefühl haben möchte evtl. gespoilert worden zu sein, der möge bitte dem folgenden Abschnitt keine Aufmerksamkeit widmen.

Das Buch hat kein Happy End. Leser, die ohne ein Happy End nicht befriedigt oder glücklich ein Buch beiseite legen können, die dürfen sich gerne überlegen, ob dieses Buch wirklich etwas für sie ist. Ich empfehle trotz des fehlenden Happy Ends das Buch zu lesen und die Zähne zusammen zu beißen, denn in meinen Augen lohnt es sich.

Alle, die den vorangegangenen Abschnitt ignoriert haben, dürfen nun gefahrlos weiterlesen. Zwinkerndes Smiley

Kevin Brooks “Bunker Diary” wird als Jugendbuch gehandelt. Liest man sich die (zur Zeit) überwiegend englischen Rezensionen zu dem Buch durch, wird man schnell feststellen, dass viele Rezensenten “Bunker Diary” nicht in den Jugendbuchbereich einordnen möchten.
Ich sehe es nicht so. Für mich ist es ein Jugendbuch. Der Schreibstil ist flüssig und einfach, aber nicht anspruchslos gehalten. Das Buch lässt sich daher gut lesen.
Der Inhalt ist sicherlich nicht immer einfach zu verdauen und teilweise sehr finster. Aber wie der Autor so schön in seinem Vorwort sagt: “[…] junge Leute sine keine Dummköpfe – sie wissen, was es mit dem Leben auf sich hat, […].”
Damit hat er meiner Meinung nach Recht. Es geht nicht um sinnloses Abmetzeln und sich selber verstümmeln, um einen Bonus vom Entführer zu erhalten á la “Saw I – VIII”. Es geht um die elementaren Dinge, die geschehen, wenn Menschen aus ihrer Umgebung gerissen werden und sich in einer Situation wieder finden, in der es ums Überleben geht.

Brooks beschreibt bzw. lässt seinen Protagonisten Linus in Tagebuchform beschreiben wie völlig unterschiedliche Menschen mit dieser Entführungssituation zurecht kommen. Er lässt sie nachdenken, verzweifeln, aber auch “schöne” Momente erleben.

“Bunker Diary” ist definitiv kein Buch, das für seichten Lesegenuss sorgt. Es nimmt einen mit, lässt einen nachdenken und mich persönlich sogar ein paar Tränen vergießen.

Fazit
Auch wenn das Buch nicht leicht zu verdauen ist und sicherlich auch als finster bezeichnet werden kann, lohnt sich das Lesen meiner Meinung nach.
”Bunker Diary” konnte mich zwar nicht zu 100% überzeugen, hätte es dafür noch ein bisschen schneller und spannender sein können.
Mit 4 von 5 Sternen gibt es von mir eine Lese- und Kaufempfehlung.

[Rezension] Der Schattenjäger von Chris Moriarty

9783791513447

 

Titel: Der Schattenjäger
Autor: Chris Moriarty
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: September 2013
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (320 Seiten)
ISBN-13: 978-3-7915-1344-7
Preis: 19,95€

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Bei “Der Schattenjäger” handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Ich setze daher den ersten Band als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler enthalten sein.

Worum geht’s?

Für Sascha, Lily und Inquisitor Wolf geht die Arbeit im magischen Melting Pot New York weiter. Die drei werden zu einem Tatort gerufen, der auf den ersten Blick kein Tatort zu sein scheint. Der Klezmerkönig, der berühmteste Schlagermusiker in ganz New York ist tot. Zunächst scheint klar zu sein, dass dieser durch einen Kurzschluss seiner mit elektrischen Lichtern ausgestatteten Jacke gestorben ist, doch Inquisitor Wolf möchte nicht so recht daran glauben.
Zusammen mit seinen beiden Lehrlingen macht er sich auf die Suche nach dem einzigen Zeugen und gleichzeitig Hauptverdächtigen des vermeintlichen Unfalls.
Auf der Suche nach diesem begegnen sie erneut dem Schattenjäger – wer steckt dahinter und wieso ist ausgerechnet Saschas Leben auch in Gefahr?

Meine Meinung

Die Geschichte um Sascha, Lily und Wolf geht weiter und dieses Mal hat sie mir sogar besser gefallen als das letzte Mal.

Während ich mich in Band 1 (“Der Seelenfänger”) noch mit der Eindimensionalität der Charaktere schwer getan habe, schafft es die Autorin dieses Mal die Charaktere lebendiger wirken zu lassen. Ihnen ein wenig mehr Tiefe und Konturen zu geben.
Die Charaktere sind hier im zweiten Band zwar besser ausgearbeitet als im ersten Teil, besitzen allerdings immer noch nicht die Tiefe, die ich mir gewünscht hätte.
Chris Moriarty geizt beispielsweise mit den Informationen über Inquisitor Wolf und streut sie nur häppchenweise ein. Sicherlich macht diese Vorgehensweise Wolf interessanter und als Leser möchte ich unbedingt mehr über ihn erfahren, aber leider führt es auch dazu, dass ich kaum eine Möglichkeit habe mich mit diesem Charakter zu identifizieren, da ich zu wenig über ihn weiß.
Im Vergleich zu Band 1 hat sie allerdings einen großen Sprung nach vorne geschafft, was Charaktere und auch Tempo betrifft.

Insgesamt ist “Der Schattenjäger” rasanter und auch spannender als der erste Band. Fängt das Buch noch sehr gemächlich an, entwickelt es schon bald ein angenehmes Tempo, so dass ich recht schnell mit dem Buch durch war.
Im Vergleich zu anderen Büchern ist “Der Schattenjäger” immer noch langsam und weniger spannend, doch lässt man sich auf die tolle herrschende Atmosphäre und das Drumherum ein, erwartet einen eine interessante und teils kritische Geschichte, die einem gleichzeitig auch Wissen über das Judentum vermittelt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, ist aber alles andere als anspruchslos. Ich persönlich würde auf Grund des Schreibstils (oder vielleicht auch nur der Übersetzung) die empfohlene Altersempfehlung ein wenig nach oben korrigieren. Das ein oder andere (nicht jüdische) Fremdwort hat auch mich Erwachsene kurz nachdenken lassen.

Wie auch im ersten Band gefällt mir die Mischung aus Magie und Historie sehr gut und würde mir sogar noch besser gefallen, würde die Magie noch mehr Raum einnehmen.
So wie sich dieser Band bis zum Ende hin entwickelt hat, hoffe ich im dritten Teil auf mehr Magie und ein paar mehr Antworten.

Mein Fazit

Moriartys Idee ihren Kindern ihre Herkunft in Form einer niedergeschriebenen Geschichte näher zu bringen, gefällt mir immer noch äußerst gut.
Im Vergleich zu Band 1 entwickelt “Der Schattenjäger” mehr Tempo, ist spannender und die Charaktere greifbarer.

Ich bin froh auch den zweiten Band gelesen haben zu dürfen und bin sehr gespannt auf den dritten Teil, der hoffentlich auch noch erscheinen wird.

Da ich immer noch Luft nach oben sehe, vergebe ich gute 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

9783839001530

 

Titel: Wen der Rabe ruft
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2013
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (464 Seiten)
ISBN-13: 978-3-8390-0153-0
Preis: 18,95€

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Worum geht’s?
Die 16-jährige Blue lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihren Tanten in der kleinen und besonderen Stadt Henrietta.
Im Gegensatz zu ihren Verwandten ist Blue eine Nicht-Sehende und wirkt lediglich als Verstärker für ihre wahrsagenden Tanten und ihre Mutter. Jedes Jahr im April begleitet Blue ihre Mutter auf den Leichenweg, um dort die Seelen derer, die bald sterben werden zu empfangen. Noch nie hat sie eine dieser Seelen zu Gesicht bekommen, bis auf in diesem Jahr. Plötzlich taucht der Geist eines Jungen – Gansey – vor ihr auf, was nur bedeuten kann, dass sie der Grund für seinen Tod sein wird.
Seit Blue sich erinnern kann, muss sie mit einer schrecklichen Prophezeiung leben – sie wird ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten. Doch warum sollte sie sich gerade in einen Raven-Boy verlieben, einen versnobten, ultrareichen Schüler der Aligonby-Acadamy?

Meine Meinung
Es gibt Autoren, die verweben mit ihren Worten ein Stück Magie in ihre Geschichten und meiner Meinung nach gehört Maggie Stiefvater zu dieser Sorte Autoren.
Auch mit “Wen der Rabe ruft” schafft sie es erneut eine atmosphärisch dichte und interessante Geschichte, mit einer für mich neuen Idee, zu kreieren.

Zusammen mit Blue, ihren Verwandten und den Raven Boys macht sich der Leser auf eine mystische Reise voller Magie, Weissagungen und Geistern.
Bereits als ich die Leseprobe zu “Wen der Rabe ruft” gelesen habe, war ich schwer begeistert von der neuartigen Idee. Mystisch, magisch und leicht esoterisch – das gefiel mir.

Maggie Stiefvater kann aber nicht nur mit der tollen Idee und der mitreißenden Atmosphäre punkten, gerade ihre Charaktere lassen Henrietta und die Ereignisse auf der Ley-Linie lebendig werden.
Die Charaktere sind authentisch und sehr individuell. Ich konnte beim Lesen teilweise sogar hören wie die Charaktere auf ihre charakteristische und individuelle Art geredet haben.

Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen, ohne dabei auch nur annähernd anspruchslos zu wirken. Von der ersten Seite an konnte mich die Autorin abholen und schaffte es mit ihren Worten mich mitten ins Geschehen mitzunehmen. Es war als wäre ich Teil der Geschichte oder würde sie zumindest wie einen Film ablaufen sehen. Alle Orte und Charaktere konnte ich mir bildlich vorstellen.

“Wen der Rabe ruft” ist der Auftakt der Tetralogie um die Raven Boys und dementsprechend offen endet das Buch auch. Das Ende habe ich allerdings als angenehm empfunden. Es ist zwar offen und macht Lust auf mehr, ist aber nicht fies und kaum auszuhalten wie man das aus so manch anderem Buch kennt.

Auch wenn mir das Buch in seiner Gesamtheit sehr gut gefallen hat, muss ich dennoch ein paar kritische Worte verlieren. Leider hatte das Buch zwischenzeitlich einige Längen, die mich seltener zum Buch greifen ließen, als ich es gerne gewollt hätte. Für diesen Kritikpunkt muss ich leider einen Stern abziehen.

Fazit
”Wen der Rabe ruft” lebt durch seine Charaktere, die Idee und ganz klar durch den Schreibstil Maggie Stiefvaters.
Wer bereits Fan von Maggie Stiefvater sein sollte, dem lege ich das Buch wärmstens ans Herz und wer sie noch nicht kennt, der sollte sich genau dieses Buch aussuchen, um sie kennenzulernen.
Ein rundum gelungenes Buch, das einzig durch einige Längen ein wenig schwächelt.

Mit 4 von 5 Sternen spreche ich gerne eine Lese- und Kaufempfehlung aus.

[Rezension] Smalltown Girls II–Bis ihr nicht gestorben seid von Miriam Sachs

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Titel: Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid
Autor: Miriam Sachs
Verlag: neobooks Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 09. September 2013
Format: eBook (263 Seiten)
ASIN: B00F3PUA0W
Preis: 5,49€

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“Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” ist der zweite Band der Smalltown Girls Trilogie. Für die folgende Rezension setze ich Band 1 als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler vorhanden sein.

Worum geht’s?
Nachdem Charlie, Lu und Sunshine den ersten Schrecken über die Prophezeiung, die ihren nahen Tod voraussagt, überwunden haben, wollen sie dem Schicksal den Kampf ansagen.
Charlie und Lu haben mittlerweile wieder zueinander gefunden und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Ort an dem sie sterben werden – in der Hoffnung ihr vermeintliches Schicksal zu ändern.
Ihr Weg führt sie über tote Gleise, in dunkle Tunnel und verlassene Stellwerke bis hin nach Berlin.

Meine Meinung
Ich muss ganz ehrlich gestehen, als ich damals mitbekommen habe, dass Smalltown Girls nicht weiter geführt werden soll, ist Band 1 in meinem Regal fast vergammelt. Ich wollte das Buch nicht mehr lesen, da mir klar war, dass es nie eine Auflösung geben wird. Etwas lesen, wozu es kein Ende gibt, das mochte und mag ich überhaupt nicht.
Umso erfreuter war ich dann als ich entdeckt habe, dass die Autorin Miriam Sachs in Eigenregie Band 2 herausgebracht hat und auch an Band 3 arbeitet.

Band 2 wanderte also auf meinen Kindle und wartete darauf gelesen zu werden. Nun konnte ich endlich Band 1 entstauben und mich ans Lesen machen. Der erste Band der Trilogie hat mir ganz gut gefallen und ich war umso gespannter wie es weiter gehen sollte.

Im ersten Teil habe ich noch Charlie in ihrer Sichtweise begleitet und im nächsten Teil durfte ich dann Lus Gedanken und Taten folgen.
Die Idee die drei Bände aus drei verschieden Perspektiven wahrzunehmen, finde ich einfach klasse. Allerdings kann dann auch das passieren, was mir passiert ist. Charlies Perspektive aus dem ersten Band fand ich toll. Ich mochte sie als Charakter richtig gern und hatte Spaß am Lesen. Im zweiten Band war dann ja Lu an der Reihe und mit ihr konnte ich nicht richtig warm werden. So sympathisch und wohlüberlegt Charlie war, so anstrengend fand ich Lu teilweise in ihrem Sein und Tun.

Nach einem etwas schwierigen und für mich verwirrenden Einstieg in die Geschichte, konnten mich die drei Mädels erneut in ihren Bann ziehen. Leider schafften sie es nicht mich durchgängig gleich stark zu fesseln, so dass ich auch einige langatmige Szenen überwinden musste.

Insgesamt hat das Buch aber eine Menge zu bieten. Neben dem Kampf mit dem Schicksal stehen die Mädels auch ihre eigenen inneren Kämpfe aus. Lu zum Beispiel muss in diesem Band viel Stärke beweisen und findet endlich den Mut selber zu singen und dadurch mehr von sich preis zu geben, als sie es jemals getan hat.

Die Sprache, die Miriam Sachs für Smalltown Girls gewählt hat, ist sehr jugendlich und umgangssprachlich. Damit sollte der Leser sich schon anfreunden können, ansonsten wird es ein Störfaktor bleiben. Ich persönlich finde die Sprache passend, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Trilogie Jugendliche ansprechen soll.

Das Ende hat einen ziemlichen Cliffhanger zu bieten und mich wirklich überrascht. Nun bin ich umso gespannter auf Band 3, der aus Sunshines Sicht geschrieben sein wird. Ich bin mir sicher, dass dieser Band sehr spannend werden wird.

Mein Fazit
Ich freue mich darüber, dass Miriam Sachs den Mut und das Engagement hatte die Smallgirls Trilogie weiterzuführen und zu einem (hoffentlich) befriedigenden Ende zu bringen.
”Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” ist eine gute Fortsetzung, die meiner Meinung nach allerdings nicht ganz mit Band 1 mithalten kann.
Wer den ersten Band mochte, der sollte sich auch an diesen zweiten Teil heranwagen und die drei Mädels bei ihrem Kampf mit dem Schicksal weiterhin begleiten.

Für ”Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” gibt es gute 3,5 von 5 Sternen von mir.

[Rezension] Die Dawson Brüder–Gefährliches Spiel von Lolaca Manhisse

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Titel: Die Dawson Brüder – Gefährliches Spiel
Autor: Lolaca Manhisse
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 11. September 2013
Format: Taschenbuch (190 Seiten), eBook
ISBN-13: 978-1492344339
Preis: 6,99€ (TB), 3,99€ (eBook)

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Worum geht’s?
Sarah kann ihr Glück kaum fassen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie etwas gewonnen und dann gleich so etwas Besonderes. Sarah darf einen Luxusurlaub auf einer idyllischen Insel verbringen.
Dort angekommen muss sie zunächst feststellen, dass sie der einzige Gast auf der Insel ist und dies erst einmal auch so bleiben wird. Lediglich der attraktive Jake und die Dawson Brüder, denen das große Schloss auf der Insel gehört, sind die einzigen anderen Menschen auf der Insel.
Bereits kurz nach ihrer Ankunft geschehen Dinge, die Sarah an ihrem eigenen Verstand zweifeln lassen – bis es zu einem Spiel auf Leben und Tod wird.

Meine Meinung
Ich lese gerne gut geschriebene Krimis und Thriller, besonders die, die mich lange Zeit auf eine falsche Fährte locken und am Ende dann doch mit einem ganz anderen Täter überraschen, als ich ihn mir je errätselt hätte. Thriller müssen einfach spannend und nicht zwangsläufig blutrünstig sein.
Leider habe ich schon länger keinen wirklich guten Thriller mehr gelesen und auch Lolaca Manhisses “Die Dawson Brüder” konnte meine Flaute in diesem Bereich nicht beenden.

“Die Dawson Brüder – Gefährliches Spiel” beginnt spannend und mysteriös mit einer Idee, die viel Potenzial bietet. Zu Beginn hat mir das Buch noch ziemlich gut gefallen und ich hatte große Hoffnung, dass es bis zum Ende hin so bleibt. Doch leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt.

Zwischenzeitlich war ich doch sehr irritiert über den Erotikanteil in diesem Thriller, da er meiner Meinung nach so gar nicht passend war. Auch habe ich mich deshäufigeren sehr über die Protagonistin gewundert, die zeitweise sehr naiv daher kommt und noch so einige andere Überraschungen für den Leser parat hält. Hier kann ich nicht zu viel verraten, da ich sonst spoilern würde.

Beginnt das Buch noch wie ein Thriller, verliert es meiner Meinung nach recht bald den Faden. Für mich ist es einfach kein richtiger Thriller, auch wenn ich kein genaues Genre benennen könnte.
Es ist mehr wie eine Aneinanderreihung von (zunächst) mysteriösen und grausamen Taten. Ich hatte da einfach etwas ganz anderes erwartet.

Das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung, die ich allerdings nicht lesen werde, dafür war das Buch leider zu wenig meins. Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. Smiley

Fazit
Leider konnte Lolaca Manhisses neues Buch mich nicht überzeugen. Ein Thriller, der für mich kein Thriller ist, unpassende erotisch angehauchte Szenen und eine doch recht naive Protagonistin waren dann etwas zu viel für mich.

Leider kann ich mit 2 von 5 Sternen keine Lese- und Kaufempfehlung aussprechen.