Kategorie: Buchrezension

[eBook-Tipp] Der Sieben-Verlag versüßt einem den Tag…

…und zwar mit einem ganz tollen eBook, das es heute kostenlos beim Sieben-Verlag selber auf deren Website gibt. Schaut schnell vorbei und holt es euch.

124_front
Sieben-Verlag

“Schlafen, trainieren, Kreaturen töten – Leilas Leben ist perfekt. Bis zu dem Tag, an dem sich die Fee Vanora aus ihrem Kristallkäfig und somit aus dem ihr auferlegten Bann befreit. Auf Rache sinnend, wird Vanora zu einer Bedrohung für die Welt der Menschen. Der Einzige, der Leila im Kampf gegen Venora helfen kann, ist ausgerechnet ebenfalls vom Volk der Feen. Der unwiderstehliche Luthias. Ihm hat Leila ihre seltenen Niederlagen zu verdanken.
Luthias lässt keine Gelegenheit aus, Frauen zu erobern, und lebt auch sonst die hinterlistige Art seines Volkes mit Genuss aus. Obwohl sich Leila nicht in die Schlange seiner Verehrerinnen einreihen will, und ihm keinesfalls zu trauen ist, fällt es ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme zu entziehen. Nicht ahnend, dass Luthias in der Tat seine eigenen Pläne verfolgt, lässt sie immer mehr Nähe zu … “

Eure
Aer1th

[Rezension] Arkadien erwacht von Kai Meyer

9783551582010

Titel: Arkadien erwacht
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 01. November 2009
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (416 Seiten)
ISBN-13: 978-3551582010
Preis: 19,90€

zum Buch

 

 

Inhalt
Die 17-jährige Rosa möchte ihrem alten Leben in Brooklyn entfliehen und reist daher zu ihrer Schwester und ihrer Tante nach Sizilien. Die erhoffte Ruhe findet Rosa allerdings auch hier nicht auf der Insel. Als Mitglied des Mafia-Clans der Alcantaras  wird sie in eine Welt gezogen, die ihr bis dahin völlig fremd war. Intrigen, Konglomerate und verfeindete Mafia-Familien stehen auf der Tagesordnung.
Zu allem Überfluss begegnet sie bereits auf dem Flug nach Sizilien einem jungen Mann und beginnt ihn trotz ihres Misstrauens Männern gegenüber ein wenig zu mögen. Doch Alessandro gehört ebenfalls einem Mafia-Clan an – den Carnevares. Die Alcantaras und die Carnevares sind stark verfeindete Familien und das bereits seit Generationen.
Beide Familien umgibt ein Geheimnis, dem Rosa nach und nach immer näher kommt. Was haben ihre Schwester, ihre Tante und Alessandro zu verbergen?

Meine Meinung
Ja, ich geb’s zu – Arkadien erwacht ist mein erstes Buch von Kai Meyer. Lange bin ich um seine Bücher herumgeschlichen, habe Rezensionen gelesen und eigentlich nur Positives über die Bücher gehört. Nun konnte ich mich selber davon überzeugen und bin ebenfalls positiv überrascht.
Ein Buch, das zum Hauptthema die Mafia hat und ein bisschen an Romeo und Julia erinnert, gespickt mit ein wenig Fantasy. Eine interessante Mischung, die mich auf den ersten Blick aber lange nicht angesprochen hat, deswegen habe ich es auch lange nicht beachtet.
Schade eigentlich, denn diese Mischung zusammen mit dem wirklich tollen Schreibstil von Kai Meyer machen Arkadien erwacht zu einem lesenswerten Buch.

Der flüssige Schreibstil Kai Meyers machte es mir leicht schnell in die Geschichte zu finden. Interessante und geheimnisvolle Charaktere sowie ein spannender Plot ließen mich nur so durch das Buch fliegen.
Für meinen Geschmack hätten die Fantasy-Aspekte im Buch durchaus ein wenig ausgeprägter sein können, bilden so aber die Basis für gute Urban-Fantasy. Da Arkadien erwacht der Auftakt einer Trilogie ist, gehe ich davon aus, dass in den Folgebänden der Fokus stärker auf die Fantasy-Aspekte gerichtet sein wird – ich würde mich freuen.

Kai Meyers Buch hat eine Altersempfehlung ab 14 Jahren, aber auch ich – die doppelt so alt ist – hatte viel Spaß mit dem Buch und kann es daher auch erwachsenen Lesern empfehlen. Wer allerdings in Erwartung einen Mafia-Thriller zu lesen an das Buch heran geht, könnte enttäuscht werden. Die Mafia ist zwar großer Bestandteil der Geschichte, jedoch nicht so detailliert herausgearbeitet, dass sie die Erwartungen an einen Mafia-Thriller erfüllen würde.

Überraschende Wendungen und nur wenige vorhersehbare Abschnitte machten Arkadien erwacht für mich zu einem guten Schmökerwerk. Das Buch hält zwar keine konstant hohe Spannungskurve, wird aber zu keinem Zeitpunkt langwierig oder langweilig. Teilweise ist es sogar sehr actionreich und auch ein wenig blutig.

Das Ende finde ich persönlich sehr gut und passend gewählt. Es ist offen genug, um den nächsten Band freudig zu erwarten, aber nicht so offen, dass die Wartezeit unangenehm wird. Zum Glück sind ja auch schon alle drei Bände veröffentlicht, so dass sich die Wartezeit auf ein Minimum beschränken lässt.

Fazit
Arkadien erwacht ist ein toller Auftakt der Arkadien-Trilogie. Die Mischung aus Romeo und Julia, Mafia und Fantasy ist interessant und Kai Meyer wirklich gut gelungen.
Ein Buch, dass nicht nur Jugendliche interessant finden werden.
Wer noch kein Buch von Kai Meyer gelesen hat, der wird mit Arkadien erwacht einen guten Anfang machen. Für mich war es auch das erste Buch von ihm und wird bestimmt nicht das letzte bleiben. Der zweite Band der Arkadien-Trilogie liegt schon bereit.

Skala 4,5 Stern

[eBook Tipp] Passend zur Vorweihnachtszeit

9783843705332_cover

Schneesturm und Mandelduft – Camilla Läckberg

“Weihnachten in Fjällbacka: Kommissar Martin Mohlin begleitet seine neue Freundin zu einem Familienfest. Der betagte Patriarch Ruben hat alle Liljecronas auf der kleinen Insel Valön zusammengerufen, er möchte sein Erbe regeln. Als ein Schneesturm aufkommt, wird die Insel vom Festland abgeschnitten. Während des Weihnachtsessens bricht Ruben plötzlich zusammen, und Martin ist als Polizist gefragt. Schon bald steht fest, dass Ruben ermordet wurde – und somit eines der Familienmitglieder der Mörder sein muss. Doch wer hat ein Motiv? Und wer wäre so kaltblütig?”  (Quelle: Amazon)

Viel Spaß beim Lesen. Smiley

Eure
Aer1th

[ebook Tipp] Gleich zwei kostenlose Kindle eBooks

Die beiden Bücher werden nur für eine begrenzte Zeit kostenlos erhältlich sein. Daher versichert euch, dass sie wirklich noch kostenlos sind, bevor ihr auf den “Kaufen-Button” drückt.
Die Links zu den Büchern findet ihr unter den roten Links.

Wunsch-Saga 01. Caras Gabe Maya Trelov

Caras Gabe von Maya Trélov

“Das Land Moorwin leidet unter den weißen Priestern und ihren übermächtigen Herren, den Lichtträgern – strahlend schöne Wesen mit Flügeln aus Glas, die die Menschen grausam unterdrücken und jeden vernichten, der sich ihnen in den Weg stellt.
Vor zehn Jahren wurde Caras Vater Opfer der Lichtträger und vor ihren Augen dem Feuer übergeben. Seitdem hat das Mädchen Rache geschworen. Als sie die Schreckensherrschaft der Priester nicht länger erträgt, bricht Cara auf, um eine Waffe zu schmieden, die als einzige den Lichtträgern schaden kann: ein Schwert aus Glas, gefertigt aus den Schwingen eines Lichtträgers. Doch zuvor muss sie eines dieser furchtbaren Wesen töten. Eine Aufgabe, die unmöglich scheint. Bis sie dem Dämon Arun begegnet…
Eine gefährliche Reise beginnt, die Cara in den Mittelpunkt einer heraufziehenden Rebellion rückt. Mit aller Kraft wehrt sie sich dagegen, zum Spielball gegnerischer Mächte zu werden. Doch auch die Zeit läuft ihr davon, denn die erste Nacht des neuen Jahres naht und diese Nacht wird den entscheidenden Kampf zwischen Lichtträgern und Menschen herbeiführen.
Mutig stürzt Cara sich in einen Kampf, den sie nur mit Hilfe des Dämons Arun bewältigen kann. Denn Arun liebt sie, obwohl er weiß, dass eine Zukunft mit Cara für ihn unmöglich ist. Als die finale Schlacht aufzieht, muss Cara sich entscheiden, was ihr wichtiger ist: ihre Rache oder ihre Liebe.
“ (Quelle: Amazon)

 

133_front

Unheiliger Engel – Andrea Mertz

“Arrogant, geheimnisvoll, skrupellos und gefährlich.
Sergej Nikolaj Kasamarov kultiviert seinen sagenhaften Ruf als schwerreicher Geschäftsmann und notorischer Playboy. Auf seine besonderen Fähigkeiten und Kräfte hat er lange verzichtet und im Laufe der Jahrhunderte gelernt, mit seiner Unsterblichkeit umzugehen, zu tarnen, und keine unnützen Gefühle zu investieren.
Als seine alte Feindin und rassige Hexe Anna, sowie die attraktive Polizeikommissarin Elaine Jäger in sein geordnetes Leben treten, überschlagen sich die Ereignisse. Er wird des bestialischen Mordes beschuldigt und verhaftet. Sergej muss nicht nur seine tiefen Gefühle und Sehnsüchte für Elaine in den Griff bekommen und seine Unschuld beweisen, sondern auch den Kampf gegen Anna und ihre dämonischen Gesellen aufnehmen. Doch die größte Gefahr für die Menschheit ist er selbst.”
(Quelle: Amazon)

Eure
Aer1th

[Rezension] …und der Preis ist dein Leben I von C.M. Singer

Und der Preis ist dein Leben I

Titel: …und der Preis ist dein Leben – Mächtiger als der Tod (Bd. 1)
Autor: C.M. Singer
Verlag: AAVAA Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Format: Taschenbuch (319 Seiten)
ISBN-13: 978-3845900209
Preis: 11,95€

zum Buch

Inhalt
Elizabeth ist Reporterin beim “London Star”, einer Boulevardzeitung. Nicht das, was sie sich von einer erfolgreichen und seriösen Karriere als Journalistin versprochen hat, aber immerhin bezahlt der Job ihre Miete – zumindest fast.
Als sie von ihrem Chef darauf angesetzt wird Hintergrundinformationen zu den mysteriösen Teenagermorden zu sammeln, die im Moment die Londoner Polizei beschäftigen, begegnet sie Detective Daniel Mason.
Das erste Zusammentreffen hätte schlechter nicht laufen können, doch Elizabeth lässt sich nicht so leicht beirren. Als sie Daniel wenig später “rein zufällig” erneut trifft, muss sie  feststellen, dass sie mehr Interesse an ihm, als an arbeitsbedingten Informationen hat. Ihre gemeinsame Nacht im Pub endet jedoch tragisch – auf dem Weg nach Hause wird Daniel brutal vor ihren Augen ermordet.
Elizabeth glaubte nie an die Liebe auf den ersten Blick und schon gar nicht an Geister, doch als sie feststellt, dass Daniel immer noch da ist und sie ihn als einzige wahrnehmen kann, ändert sich ihre Meinung schlagartig.
Gemeinsam mit Daniels ehemaligem Partner Tony machen sie sich auf die Suche nach den Mördern. Wer steckt hinter den Teenagermorden? Warum musste auch Daniel sterben? Und ganz wichtig…kann die Liebe zwischen Liz und Danny bestehen?

Meine Meinung
Liz und Danny – ein Liebespaar wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Ein Geist und eine quicklebendige Frau – wie ist das möglich und kann das überhaupt gut gehen?
Dieser Thematik nimmt sich die Autorin C.M. Singer an und schafft um die beiden Charaktere eine Geschichte, die es in sich hat.
Krimi, Romance und Paranormales treffen hier aufeinander. Eine Mischung, die mir ziemlich gut gefallen hat.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir der Krimi- und der Paranormale-Teil hier am meisten zugesagt hat. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich nicht so der Romantik-Fan bin und daher eher selten Liebesgeschichten lese.
Die Geschichte um Liz und Danny hat es aber auch mir angetan. Die romantischen Szenen habe ich weder als zu kitschig oder zu stark ausgeprägt empfunden, sondern als passend gewählt und schön beschrieben. Die beiden sind wirklich ein sympathisches Paar, das es einem leicht macht, ihnen ihr Glück zu gönnen und sich mit ihnen zu freuen, aber auch mit ihnen zu leiden, wenn das Universum es gerade nicht so gut mit ihnen meint.
Die beiden sind einfach ein so süßes und ungewöhnliches Paar, das man gern haben muss. Besonders gefallen haben mir die teilweise sehr ironischen Dialoge der beiden. Witzig und angenehm zu lesen.

…und der Preis ist dein Leben I lässt sich schön flüssig und einfach lesen. Die im Text vorkommenden Fehler fallen zwar mal mehr, mal weniger stark auf, tun der einnehmenden Geschichte aber meiner Meinung nach keinen Abbruch.
Da ich die erste Auflage des Buches besitze, weiß ich nicht, ob die Fehler in den folgenden Auflagen behoben wurden, würde dem Verlag dies allerdings ans Herz legen, sollte es nicht bereits geschehen sein.

Humor, eine Prise Ironie, sympathische Charaktere und gut recherchiertes Hintergrundwissen zum Paranormalen, machen dieses Buch für mich lesenswert. Die Autorin schafft es Spannung, Romantik und Paranormales so zu verknüpfen, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, ein Aspekt würde zu kurz kommen. Lässt sich der Leser auf diese interessante Genremischung ein, erwarten ihn einige tolle Lesestunden, in denen er zusammen mit Liz und Danny träumen, aber auch das Geheimnis um die Teenagermorde und Dannys Tod lösen kann.

Da dieses Buch der erste Teil einer Trilogie ist, endet es recht offen. Liz, Danny und Tony sind den Tätern zwar näher gekommen, doch gelöst ist der Fall noch lange nicht. Das Buch endet zwar nicht abrupt, dennoch hinterlässt es ein Gefühl, dass es auch schlicht und einfach nur ein Kapitelende sein könnte. Ihr solltet den nächsten Band also griffbereit haben. Ich zumindest möchte sehr gerne wissen wie es weiter geht.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte über die Verarbeitung des Taschenbuches verlieren. Sterneabzug gibt es dafür nicht, aber Erwähnung sollte es dennoch finden.
Das Taschenbuch ist ziemlich unhandlich und schlecht verarbeitet. Ich als Buchliebhaberin knicke ungern den Buchrücken eines Buches, um unschöne Leserillen zu vermeiden. Ohne es zu knicken lässt es sich aber nur ganz schwer öffnen und beim Lesen hatte ich nicht nur einmal Schmerzen in meinen Fingern, da ich viel Kraft aufwenden musste, um es offen zu halten. Diese Kraftaufwendung hat auch dazu geführt, dass mir der Buchrücken unten eingerissen ist.
Leider sieht das Buch nach dem Lesen wirklich schlecht aus, so dass ich es nicht mehr gerne in mein Regal stellen mag. Teile der Beschichtung haben sich hochgerollt oder sind ganz abgeblättert. Ich hätte mir hier einfach eine bessere Verarbeitung gewünscht.
Da ich den zweiten Teil auch gerne lesen möchte, werde ich auf das eBook zurückgreifen, da die oben beschriebenen Probleme hierbei wohl nicht auftreten werden.

Fazit
Mit …und der Preis ist dein Leben – Mächtiger als der Tod ist C.M. Singer ein interessantes und lesenswertes Debüt gelungen. Der Genremix macht das Buch für mich zu etwas Besonderem und besitzt das Potenzial eine recht breite Zielgruppe anzusprechen.
Mit 4 von 5 Sternen gibt es von mir eine Lese- und Kaufempfehlung.

Skala 4 Stern

[Rezension] Wir beide, irgendwann von Jay Asher und Carolyn Mackler

Asher_JMackler_CWir_beideirgendwann_127375

Titel: Wir beide, irgendwann
Autor: Jay Asher, Carolyn Mackler
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27. August 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (400 Seiten)
ISBN-13: 978-3570161517
Preis: 17,99€
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

zum Buch

 

Inhalt

Das Jahr 1996 – das Internet steckt in seinen Kinderschuhen und Facebook existiert noch gar nicht. In diesem Jahr bekommt Emma ihren allerersten Computer geschenkt. Zusammen mit ihrem besten Freund Josh beginnen beide das Internet zu erkunden und stoßen durch Zufall auf Emmas Facebook-Seite – 15 Jahre in der Zukunft.
Emmas Leben mit 31 Jahren sieht auf den ersten Blick nicht gerade rosig aus. Unglücklich verheiratet und arbeitslos. Josh hingegen ist mit dem hübschesten Mädchen der Highschool verheiratet, arbeitet in seinem Traumjob und hat Kinder.
Emma ist mit ihrer Zukunft nicht einverstanden und beginnt ihren zukünftigen Ehemann zu suchen, nur um ein Treffen mit ihm zu verhindern. Als ihr dies gelingt, beginnt sie immer häufiger Änderungen bewusst herbeizuführen, um sich ihre “Traumzukunft” zu basteln. Dabei verändert sie jedoch nicht nur ihre eigene Zukunft und das hat Folgen.

Meine Meinung
Als Kind des Internets bin ich mit Computern und Modems quasi groß geworden. Auch die Welt der Social Media ist mir nicht unbekannt und dennoch gehöre ich zu den wenigen Menschen, die kein eigenes Facebook-Konto besitzen. Dennoch hat mich die Geschichte um Emma und Josh irgendwie gereizt als ich zum ersten Mal davon gehört habe.
Wie wäre es, wenn ich einen Blick in meine Zukunft werfen könnte? Würde ich das wirklich wollen? Möchte ich wissen wie sehr meine jetzigen Entscheidungen meine Zukunft beeinflussen?
Ein spannendes Thema wie ich finde, aus dem die Autoren richtig viel hätten machen können.

Emma und Josh sind Durchschnittsteenager mit einem ganz normalen Leben auf einer amerikanischen Highschool. Mit normalen Problemen und normalen Freunden.
Beide sind sympathische Charaktere, wobei Emma zeitweise auch ganz schön unsympathisch beschrieben wird, sich dann aber wieder fängt.
Diese Durchschnittlichkeit mag den Identifikationscharakter des Lesern zu den Protagonisten zwar erhöhen, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass die Geschichte viel zu wenig Pepp hat.
Es wird viel aus dem Leben der Teenager berichtet, das für jüngere Leser vermutlich sehr viel mehr Reiz hat als für den erwachsenen Leser, ließ mich aber immer wieder ungeduldig auf mehr Spannung und inhaltlichen Bezug zum Zukunftsaspekt des Buches hoffen – leider vergeblich.

Emma und Josh berichten abwechselnd über ihre Erlebnisse, so dass die Erzählperspektive kapitelweise zwischen den beiden hin und her wechselt. Die Idee das Buch so aufzubauen finde ich interessant, allerdings sorgte dieser Wechsel bei mir dazu, dass ich mich erst einmal einlesen musste.
Der Schreibstil an sich ist einfach und flüssig zu lesen. Für die anvisierte Zielgruppe, meiner Meinung nach, genau richtig. Es ist ein Buch, das sich schnell nebenher lesen lässt. Der geübte Leser wird es vermutlich auch an einem Wochenende auslesen können.

Fazit
Wir beide, irgendwann ist für mich eindeutig ein Buch für jüngere Leser, daher kann ich der Altersempfehlung von 12 Jahren nur zustimmen. Mir selber hat es zwar auch Spaß gemacht, doch musste ich feststellen, dass mich eine andere Herangehensweise an das Thema viel mehr gereizt hätten.
Weniger Längen und ein stärkerer Fokus auf den Zukunftsaspekt mit den daraus resultierenden Folgen hätte ich schlicht und einfach besser gefunden.
Als Teenager hätte dieses Buch von mir vermutlich eine bessere Bewertung erhalten und so gebe ich ihm als erwachsene Leserin 3,5 von 5 Sternen.

Skala 3,5 Stern

[Rezension] Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch

die_fluesse_von_london-9783423213417

 

Titel: Die Flüsse von London
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Format: Taschenbuch (480 Seiten)
ISBN-13: 978-3423213417
Preis: 9,95€

zum Buch

 

 

Inhalt
Der frischgebackene Police Constable Peter Grant muss erneut einer undankbaren Tätigkeit nachgehen. Er hat den Auftrag, mitten in der Nacht einen Tatort zu bewachen, an dem ein Mord geschehen ist.
Die Nacht scheint nicht vorüber gehen zu wollen, bis ihn plötzlich eine merkwürdige Gestalt anspricht. Diese behauptet, den Mord genau beobachtet zu haben…das einzige Problem daran – der Zeuge ist ein Geist.
Am nächsten Morgen – immer noch nicht sicher, ob er letzte Nacht nicht doch geträumt hat – bangt Peter der Entscheidung entgegen, die über seine Zukunft bei der Londoner Polizei entscheiden soll. Er selber sieht sich schon als Schreibtischhengst vor einem riesigen Stapel Akten sitzen. Doch erneut kommt es anders als er denkt.
Nach mehreren Jahrzehnten solle Peter der neue Zauberlehrling von Inspector Nightingale werden – selber Zauberer und Leiter einer Spezialeinheit bei der Londoner Polizei.
Zunächst sehr skeptisch sagt Peter zu und gerät dadurch in die Aufklärung mehrerer Mordfälle, wie er sie noch nie zuvor erlebt hat.

Meine Meinung
Mit Die Flüsse von London habe ich es scheinbar wieder geschafft nach einem Buch zu greifen, das ich wirklich schwer zu beurteilen finde.
Eins lässt sich aber ganz klar sagen – dieses Buch ist anders und es ist definitiv ein Buch für Erwachsene. Es finden sich keine Orks, die gegen Zwerge kämpfen und auch keine Feen oder Hexen, die vielleicht niedlich aussehen und Gutes tun, in diesem Buch.

Ein Geist treibt sein Unwesen und mordet auf seine eigene Art und Weise. Dabei wird vor aufplatzenden Gesichtern und auch vor einem toten Säugling nicht Halt gemacht. Aber wir treffen auch auf Zauberer, Vampire und Flussgötter. Insgesamt ein gut gemischtes Potpourri an Fantasy-Geschöpfen. Das alles gepaart mit einer ordentlichen Portion britischem Humor, der zugleich schwarz und trocken ist und der herrlich “normalen” Welt im Londoner Hier und Jetzt.

Das Buch ist skurril, stellenweise wirklich lustig und auf seine eigene Art und Weise interessant. Allerdings könnte es durchaus etwas mehr Spannung bieten und weniger verwirrend daher kommen.
Es ist kein Buch, dass man mal eben schnell nebenher lesen kann. Der Schreibstil ist zwar angenehm flüssig und leicht zu lesen, doch muss man der Geschichte genügend Aufmerksamkeit widmen, um den verschiedenen Handlungssträngen gut folgen zu können. Häufig werden nur Andeutungen gemacht, die zu einem späteren Zeitpunkt erneut relevant werden.

Leider schaffte der Autor es auch nicht alle Handlungsstränge zu meiner Zufriedenheit zusammen zu führen. Teilweise kam es mir so vor, als würden zwei Stränge parallel laufen, die eigentliche keine Berührungspunkte miteinander haben. Zum einen die Aufklärung der Mordserie und zum anderen die Streitigkeiten zwischen Themsegott und Themsegöttin. Für mich zu konstruiert, wurden dann doch kleine Berührungspunkte geschaffen, um der Geschichte mehr Sinn einzuhauchen. Dies machte das Gesamtbild leider ziemlich verwirrend und nicht immer schlüssig.

Fazit
Ein durchaus interessantes Buch, das eine Menge Potenzial bietet. Wer Lust auf einen etwas anderen Fantasy-Roman hat, der sollte es ruhig mit Die Flüsse von London versuchen. Nehmt euch Zeit für das Buch, wappnet euch gegen den britischen Humor und geht ohne Erwartungen heran.
Insgesamt ein durchschnittliches Buch, mit einer guten und für mich neuen Idee, das mich allerdings nicht so richtig überzeugen konnte. Dem zweiten Band möchte ich dennoch eine Chance geben.

Skala 3 Stern

[Rezension] Die Verratenen von Ursula Poznanski

7546

Titel: Die Verratenen (Bd. 1)
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (464 Seiten)
ISBN-13: 978-3785575468
Preis: 18,95€

zum Buch

 

Inhalt
Privilegiert und mit Aussicht auf eine sehr erfolgreiche Zukunft, lebt Ria innerhalb einer Sphäre und studiert dort an der angesehensten Universität im gesamten Sphärenbund.
Das Leben außerhalb der Sphären ist schwierig und mit vielen Entbehrungen verbunden, da nach der “Langen Nacht” immer noch ewiger Winter herrscht.
Als Elitestudentin wird Ria darauf vorbereitet, in naher Zukunft einen bedeutenden Posten zu übernehmen. Ihr fehlt es an nichts. Wärme, regelmäßige Mahlzeiten und eine gute medizinische Versorgung gehören zu ihrem Leben.
Eines Tages jedoch bekommt sie ein Gespräch mit, das nicht für ihre Ohren gedacht war und ihr gesamtes Leben verändert. Sie und fünf andere Studenten werden des Verrats bezichtigt und sollen möglichst schnell und unauffällig beseitigt werden. Sie müssen sterben – ohne Verhandlung und ohne erkennbaren Grund.
Durch das Gespräch vorgewarnt entgehen die sechs Studenten einem Attentat und müssen in die feindselige Welt außerhalb der Sphären flüchten.

Meine Meinung
Die Verratenen ist mein erstes Buch von Ursula Poznanski. Ich habe bis jetzt zwar immer nur Gutes über ihre Bücher gehört, konnte mich aber erst jetzt davon überzeugen.

In letzter Zeit sind mir zunehmend häufig Bücher untergekommen, die entweder vor Klischees und Kitsch nur so trieften oder teilweise wirklich naive, ja fast schon dumme Protagonisten beherbergten. Im schlimmsten Fall war es eine Mischung aus beidem.
Die Verratenen ist so schön anders. Keine Klischees, kein Kitsch und endlich wieder intelligente Charaktere, die keinen Helden-Komplex haben. Vielen Dank Frau Poznanski!

Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr leicht. Der packende, wirklich angenehm flüssige Schreibstil ließ die Seiten nur so an mir vorbeirauschen.
Rias Welt – geprägt von Perfektionismus, Manipulation und ewiger Konkurrenz – wird dem Leser Kapitel um Kapitel näher gebracht. Stückchenweise werden Informationen zum herrschenden System innerhalb und außerhalb des Sphärenbundes und zu den Charakteren an sich eingestreut. So erfährt der Leser beispielsweise genug über das Leben und die Ausbildung der Studenten und welches Ziel der Sphärenbund offiziell verfolgt, ohne dass die gestreuten Informationen zu Lasten des Spannungsbogens gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch das Leben der Bewohner außerhalb der Sphären beleuchtet, das im Großen und Ganzen zwar durch Entbehrungen, aber auch durch Freiheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Ich persönlich hätte mir ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht. So habe ich zwar durch subtile Andeutungen erfahren, dass die “Lange Nacht” eine erneute Eiszeit heraufbeschworen hat, die das Leben im Freien unwirtlich gemacht hat, aber wie es zu dieser Katastrophe kam und welche Umstände danach dazu geführt haben, dass die Welt so ist wie sie ist, wird leider nicht erwähnt.
Da es sich hier aber um einen Jugendroman handelt, dessen Zielgruppe die jüngeren Leser umfasst, finde ich die gewählte Menge an Informationen ausreichend und damit passend. Nichts wird künstlich in die Länge gezogen oder seitenlang umschrieben. Die gezeichnete Welt hat mich nur einfach so sehr interessiert, dass ich gerne mehr darüber erfahren hätte. Aber vielleicht kommt das noch in den Folgebänden.

Neben dem gut durchdachten und durchaus realistischen Zukunftsszenario, punktet Ursula Poznanski auch mit ihre Charakteren. Jeder einzelne ist authentisch und individuell ausgearbeitet. Genau wie die beschriebene Umgebung konnte ich mir die Charaktere bildlich vorstellen. Die einzelnen Stärken und auch Schwächen wurden meiner Meinung nach gut herausgearbeitet.
Ria, unsere Protagonistin aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird, ist wirklich eine angenehm “unnervige” Person. Intelligent und ihr Können um verbale und nonverbale Kommunikation nutzend, meistert Ria fast alle Situationen ohne weinerlich oder heldenhaft zu wirken. Zunächst erscheint sie fast zu perfekt, doch die Fehler, die sie macht, machen sie einfach zu einer sympathischen Protagonistin.

 Fazit
Mit Die Verratenen ist Poznanski eine intelligente und gut durchdachte Dystopie gelungen. Ein rundum gelungener Auftakt zu einer Trilogie, die verspricht richtig spannend und interessant zu werden. Der erste Teil hat mich auf jeden Fall überzeugt und auch wenn das Ende keinen wirklich fiesen Cliffhanger hat, reicht es aus, um die Wartezeit auf den zweiten Band fast unerträglich zu machen. Smiley
Wer ein Bedürfnis nach intelligenten Charakteren, einem nahezu klischee- und kitschfreien Buch hat, der sollte zu dieser Dystopie greifen. Eine absolute Leseempfehlung von mir, auch für erwachsene Leser.

Skala 5 Stern

Vielen Dank an das Team von Lies & Lausch für die tolle Leserunde zum Buch und an den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

[Rezension] Spiegelkind von Alina Bronsky

6798_bronsky

 

Titel: Spiegelkind (Bd. 1)
Autor: Alina Bronsky
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (304 Seiten)
ISBN-13: 978-3401067988
Preis: 14,99€

zum Buch

 

Inhalt
Die 15-jährige Juliane (Juli) Rettemi lebt in einer Gesellschaft, in der es nur noch zwei Schichten gibt. Die Normalen – immer angepasst, möglichst darauf bedacht nicht aufzufallen und sich an alle Regeln zu halten und privilegiert – bilden die obere Schicht, zu der auch Juli gehört. Die Freaks mit ihren bunten Haaren, der auffälligen Kleidung und dem lockeren Lebensstil gehören zu der unteren Schicht und werden von den Normalen möglichst gemieden.
Als Julis Mutter plötzlich spurlos verschwindet, gerät ihr behütetes Leben aus den Fugen. Als Pheentochter beschimpft, begibt sich Juli auf die Suche nach ihrer Mutter und der Bedeutung des Begriffes “Phee”. Eine Phee war für Juli immer eine liebenswerte Märchengestalt mit schimmernden Flügeln, doch als sie sich in ihrer Umgebung nach eben diesen Geschöpfen erkundigt, stößt sie nur auf Angst und Verschwiegenheit. Keiner möchte ihr helfen.
In Ksü, einem freakig aussehenden Mädchen, das zur Verwunderung aller neu an Julis exklusiver Schule ist, findet Juli ihre erste Verbündete. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche.

Meine Meinung
Spiegelkind finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich schwierig zu bewerten und auch zu rezensieren. Auf der einen Seite hat mir das Buch gut gefallen und ich möchte gerne die Fortsetzung lesen. Auf der anderen Seite bin ich etwas verwirrt und mit vielen unbeantworteten Fragen zurückgeblieben. Während des Lesens spiegelten sich wohl auch des Öfteren Fragezeichen auf meinem Gesicht wider, besonders am Anfang der Geschichte.
Ganz zu Beginn musste ich mir als Leser ziemlich viele Informationen selber erarbeiten und das hat seine Zeit gedauert. Ich wusste nicht zu welcher Zeit die Geschichte spielte, wo sie spielte und was mich erwarten würde. Insgesamt waren es einfach zu wenig Informationen, um mich richtig ins Buch einfühlen zu können. Teilweise schwebte ich ein wenig über der Geschichte, ohne richtig Teil dieser zu sein.
Und auch jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl mir fehlen immer noch wichtige Informationen, die aber nie gestreut wurden und ich sie so auch nicht erhalten konnte. Ich hoffe Band 2 verrät ein wenig mehr, da ich es nicht so schön finde, ewig im Dunkeln zu tappen.

Trotz des Gefühls nicht alles richtig packen zu können, hat mich das Buch dann doch irgendwann abgeholt und mich in seine Welt gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit den Pheen auf sich hat und Julis und Ksüs Welt näher kennenlernen. Die Welt, die Alina Bronsky hier geschaffen hat, ähnelt in Teilen leider stark der Gesellschaft, wie wir sie zur Zeit kennen. Ich denke, dass genau diese Gedankengänge mich so fasziniert und mich deswegen an die Geschichte gebunden haben. Viele Verhaltensweisen, beispielsweise nur auf sich selbst zu achten und anderen nicht zu helfen, kamen mir doch sehr bekannt vor. Diskriminierung und Manipulation sind für uns leider auch keine Fremdworte und genau das behandelt Bronsky unter anderem in ihrem Jugendroman.
Diese Mischung aus realitätsnaher Dystopie und Fantasy hat mich einfach interessiert.

Spiegelkind hat laut Verlag eine Altersempfehlung ab 12 Jahren und ich denke, die passt ganz gut. Der einfache, durch die kurzen Sätze, etwas abgehackte, aber dennoch flüssige Schreibstil passt prima zu dieser Altersgruppe.
Auch ich als erwachsene Person hatte Spaß mit dem Buch. Es schafft es zwar nicht auf die Liste meiner Lieblingsbücher, hat aber durchaus Potenzial für einen weiteren interessanten und gesellschaftskritischen Roman.

Fazit
Spiegelkind hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Ich habe es gerne und mit Interesse gelesen, hatte dabei aber unglaublich viele Fragezeichen im Kopf, die auch jetzt nach Beendigung der Lektüre nicht gänzlich verschwunden sind.
Etwas verwirrend, aber mit einem interessanten Plot, hat es zumindest mich neugierig auf den zweiten Band gemacht. Ich hoffe dieser wird nicht ganz so verwirrend werden und mehr Fragen auflösen, als dieser es getan hat.
Ein Buch eher für jüngere Leser, aber durch die Gesellschaftskritik durchaus auch für Erwachsene geeignet.

Skala 3,5 Stern

[Rezension] Die Mädchenwiese von Martin Krist

9783548283531_cover

 

Titel: Die Mädchenwiese
Autor: Martin Krist
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 10. August 2012
Format: Taschenbuch (416 Seiten)
ISBN-13: 978-3548283531
Preis: 9,99€

zum Buch

 

Kurzbeschreibung
In einem kleinen Dorf im Spreewald, in der Nähe von Berlin, verschwindet die 16-jährige Lisa plötzlich spurlos. Alle, bis auf ihre Mutter Laura und ihr kleiner Bruder Sam, glauben, dass Lisa einfach nur weggelaufen ist, da sie es zu Hause mit ihrer immer gestressten und gereizten Mutter nicht mehr ausgehalten hat.
Die alleinerziehende Laura besteht allerdings auf eine Großfahndung, die sofort das Interesse der Presse weckt. Bereits vor drei Jahren verschwanden in näherer Umgebung Mädchen, die Lisa optisch ähnelten. Tage später wurden diese ermordet und verstümmelt wieder aufgefunden.
Alex Lindner, der jetzige Dorfwirt und früherer Polizist hatte damals mit diesem Fall zu tun, wurde allerdings suspendiert, weil er einen fatalen Fehler beging…

Meine Meinung
Eine alte, scheinbar verwirrte Frau schleicht in der Dunkelheit durch den Wald. Vor sich hin murmelnd, von Stimmen in ihrem Kopf gequält, bestattet sie voller Angst und Trauer die grausam verstümmelte Leiche eines jungen Mädchens. Dann steht sie auf, geht nach Hause und schweigt.

Die Mädchenwiese beginnt düster und ein wenig furchteinflößend. Erzählt wird abwechselnd aus vielen verschiedenen Perspektiven, was durchaus dem Spannungsaufbau zugute kommt, bei mir jedoch dafür sorgte, dass ich mich erst einmal einlesen musste. Eingelesen war es dann aber kein Problem den einzelnen Strängen zu folgen und auch die Zeitsprünge innerhalb des Textes nicht zu verpassen.
In jedem zweiten Kapitel berichtet Berta, die alte und scheinbar verwirrte Frau aus der Ich-Perspektive. An zunächst unbekannte Zuhörer gerichtet, erzählt Berta über das gesamte Buch verteilt von den grausamen und brutalen Ereignissen, die sie ihr ganzes Leben begleitet haben – beginnend in ihrer Kindheit. Brutale Gewalt und Missbrauch dominieren diese Kapitel und sind wirklich nichts für schwache Nerven.

Trotz der vielen Perspektivwechsel, die die Spannung aufrecht erhalten sollten, kam das Buch erst ab ungefähr der Hälfte richtig in Fahrt. Vielleicht habe ich schon zu viele Thriller gelesen und bin ein wenig übersättigt, aber der erste Teil des Buches war mir ein wenig zu langatmig, zu unspannend und zu wenig rasant für einen Thriller. Ich habe mich immer wieder gefragt, wann es denn richtig losgeht und die versprochene Gänsehaut einsetzt. Dann plötzlich ab der Hälfte hatte das Buch mich. Ich habe die Spannung gespürt und dem Ende entgegen gefiebert. So hätte ich mir das ganze Buch gewünscht.

Neben dem etwas flachen Einstieg muss ich leider noch zwei Dinge kritisieren. Zum einen wären da die Charaktere, die mich teilweise mit ihrem Verhalten so sehr genervt haben, dass ich fast sauer geworden bin. Beispielsweise Frank, Onkel von Lisa und Polizist, ist ständig allen Menschen über den Mund gefahren, die mit ihm geredet haben. Sam, Alex und auch Lisa. Immer und immer wieder unterbricht, bevormundet und “schnauzt” er sie an. Es ist keinerlei Weiterentwicklung zu erkennen und irgendwann habe ich den Eindruck gewonnen, dass dieses Verhalten nur dazu dient die Spannung künstlich hoch zu halten. Ich fand das äußert ungeschickt gelöst, das hätte der Autor besser machen können.
Zum anderen gehöre ich zu der Kategorie Mensch, die es gar nicht haben kann, wenn Tiere einfach so grausam umgebracht werden. Das kann ich im wahren Leben nicht haben, nicht in Filmen und auch nicht in Büchern. Für mich ist das einfach ein No-Go – daher wohl auch meine Lebenseinstellung.

Der Schreibstil und auch der Aufbau des Buches haben mir hingegen wirklich gut gefallen. Flüssig geschrieben und einfach angenehm zu lesen. Die “Berta-Kapitel”, die uns nach und nach die Hintergründe der Morde erläutern, finde ich einfach gelungen. Dafür möchte ich ein Lob aussprechen.

Fazit
Ein Thriller der nicht unbedingt etwas für schwache Nerven ist, auch wenn er für mich als Thriller-erfahrene Leserin spannender und rasanter hätte sein können.
Unausgereifte und etwas nervige Charaktere gepaart mit Grausamkeit an Tieren haben bei mir dafür gesorgt, dass ich leider ein paar Abzüge machen musste.
Insgesamt aber doch ein Buch, das mich zum Ende hin fesseln konnte – von daher vergebe ich gute 3,5 von 5 Sternen.

Skala 3,5 Stern