Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Farbenblind von Colby Marshall

 

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Titel: Farbenblind
Autor: Colby Marshall
Übersetzerinnen: Heike Schlatterer
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 9.November 2015
ISBN: 978-3453418363
Format: Klappenbroschur (432 Seiten)
Preis: 9,99€

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Worum geht es?

Klappentext :Dr. Jenna Rameys Gehirn besitzt eine seltene Eigenart in der Wahrnehmung, durch die ihre Eindrücke farblich aufblitzen: Rot kann Zorn bedeuten, Liebe oder Kraft. Doch Jenna ist imstande, diese plötzlichen Assoziationen zu nutzen, um aus Personen und Situationen zu lesen wie niemand sonst. Nun hat das FBI den Massenmörder Isaac Keaton festgenommen und die forensische Psychiaterin zu Hilfe gerufen. Im Verhör erfährt sie, dass er es – ob hinter Gittern oder nicht – in der Hand hat, noch mehr Unschuldigen Leid zuzufügen, und besessen davon ist, auch sie unter Kontrolle zu bringen. Jenna allein kann mit ihrem einzigartigen Feingespür verhindern, dass Keatons Drohungen Wirklichkeit werden … (Quelle)

 

Meine Meinung zum Buch:

Dieser oben stehende Klappentext hat mich sehr angesprochen, weshalb ich mich sehr auf den Thriller “Farbenblind” gefreut habe. Die Autorin war mir bisher kein Begriff, und so bin ich unvorbelastet an die Geschichte herangegangen. Im Bereich Thriller habe ich schon ziemlich viel gelesen und bin daher immer gespannt, neue Autoren und ihre Art zu Schreiben kennenzulernen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet mit einem spannungsreichem Prolog. Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Personen, die wechselnden Erzählperspektiven sind interessant und spannend geschrieben. Ein Serienmörder-Duo finde ich ziemlich interessant, ebenso eine Ermittlerin, die eine seltene Eigenart in der Wahrnehmung hat, durch die ihre Eindrücke farblich aufblitzen, finde ich spannend.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind durch den temporeichen Schreibstil zügig zu lesen. Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, was mir ziemlich gut gefallen hat und den Spannungsbogen dadurch auch stetig steigern kann. Leider ist die Sache mit den Farben zwischendurch etwas wirr und dadurch habe ich irgendwann Probleme gehabt, der Geschichte zu folgen.

Das Cover ist leider ziemlich unscheinbar und wird in der Thriller-Ecke deshalb wahrscheinlich nicht vielen ins Auge springen. Die Farben sind ziemlich düster und auch die Schrift fällt einem nicht unbedingt auf. Da es in diesem Buch ja um Farben geht, hätte man definitiv noch mehr daraus machen können.

In den Innenseiten des Buches ist eine Auflistung der Protagonisten, das gefällt mir richtig gut. Obwohl die Anzahl überschaubar ist, habe ich gerne nochmal zum Ende geblättert und nachgeschaut.

Colby Marshall hat ihre Protagonisten spannend und vielseitig beschrieben. Ich habe einen guten Eindruck von ihren Persönlichkeiten bekommen können. Mit Dr. Jenna Ramey bin ich aber leider nicht komplett warm geworden und deshalb konnte ich mich nicht so richtig mit ihrer Person anfreunden. Sie ist zwar realistisch beschrieben, aber bei mir sprang irgendwie kein Funke über. Ich glaube, ihre Wahrnehmung mit den Farben hat mich dann doch ein wenig gestört. Schade, denn mit den vielen Überraschungen und Wendungen trifft so ein Thriller normalerweise genau meinen Geschmack. Wahrscheinlich ist “Mädchendurst” von Timo Leibig noch so präsent in meinem Kopf, dass es im Moment schwer ist, in diese Fußstapfen zu treten.

Fazit:

Ein facettenreicher Triller, der mich leider nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Deshalb gibt es für “Farbenblind” 3  von 5 Sternen.

[tthinkttwice-Rezi] The Perfect von Patricia Schröder

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Titel: The Perfect
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016
ISBN: 978-3649667834
Format: Hardcover (416 Seiten)
Preis: 17,95€

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Worum geht’s?

“ADAM C. OULAY sucht DICH! – Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl und deinen Geschäftssinn mit mir – und vielleicht sogar noch mehr … BEWIRB DICH JETZT!”

Mit dieser Anzeige macht der neue It-Fashion-Store Oulay’s Werbung für ein ganz besonderes Casting. Der Gewinnerin wird versprochen, als Business-Partnerin bei Oulay’s einzusteigen. Ein Traum, den sich die 18-jährige Leena nur zu gern erfüllen würde, denn nichts liegt ihr mehr als das Designen von Mode.
Die beiden besten Freundinnen Jazz und Leena stehen kurz vor ihrem Abitur als sie die Anzeige entdecken. Jazz’ Pläne für ihre weitere Zukunft sind klar: sie möchte nach Australien reisen und dort ihre Erfahrungen machen. Doch für Leena steht noch alles offen und das Casting verspricht die Erfüllung ihrer Träume zu werden. Zunächst reagiert Jazz sehr verhalten auf die Bitte ihrer besten Freundin, sie zum Casting zu begleiten und sie bei ihren Plänen zu unterstützen. Doch Jazz wäre nicht Jazz, wenn sie Leena nicht unterstützen würde und verschiebt daher kurzerhand ihren Aufenthalt in Australien.
Aus tausenden von Bewerberinnen werden die beiden Freudinnen ausgewählt und finden sich schon bald, von der Außenwelt abgeschottet, in den heiligen Hallen der Oulays wieder. Schnell müssen die beiden feststellen, dass das Casting anders verläuft als sie es sich vorgestellt haben. Der Konkurrenzkampf ist hart und ohne es zu ahnen, schweben die Mädchen schon sehr bald in tödlicher Gefahr.

Meine Meinung zum Buch

Patricia Schröders neuestes Werk ist von der Optik her ein echter Hingucker. Ein weibliches Gesicht auf dem Cover, ein pinkes Lesebändchen und ein perlmuttschimmernder Einband unter dem Schutzumschlag. Man könnte meinen, es würde sich um ein heiteres Jugendbuch für Mädchen handeln, wenn man den Klappentext nicht gelesen und den Inhalt des Buches nicht kennen würde.
In “The Perfect” steckt so viel mehr als ein seichtes Mädchenbuch: Ein Jugendthriller, der mit Spannung, Intrigen und Gefühl glänzen kann.

“The Perfect” ist nicht mein erstes Buch von Patricia Schröder, daher freute es mich umso mehr, dass ich gewohnt leicht und ohne Schwierigkeiten in das Buch einsteigen konnte. Kein langes Einlesen in den Schreibstil, kein holperndes Lesen und auch kein ewig langer Start ins Buch. Gleich zu Beginn wird der Leser durch einen Prolog in Stimmung gebracht und man kann ahnen, was einen erwarten wird – ein Pageturner.
Ich bin geradezu durch das Buch geflogen, da es sich so schön einfach und schnell hat lesen lassen. Wäre ich häufiger zum Lesen gekommen, hätte ich das Buch auch problemlos an einem Wochenende beenden können.
Patrica Schröders Schreibstil ist einem Jugendbuch angemessen, ohne dabei anspruchslos zu wirken. Meiner Meinung nach genau richtig für die anvisierte Zielgruppe der 14-17-Jährigen. Und auch mir, mit meinen knapp über 20 *hust* 30 Jahren haben sowohl Schreibstil als auch Inhalt sehr gut gefallen.

Geschickt lenkt die Autorin den Leser durch das Buch, baut Spannung auf und legt falsche Fährten, die ich beim Lesen des Öfteren mitgenommen habe. So etwas mag ich gerade in Thrillern besonders gerne. Fast nichts ist schlimmer, als wenn ich Vieles schon vorausahnen kann, dann macht das Lesen nämlich nur noch halb so viel Spaß.

Noch vor Lesebeginn hatte ich die leichte Befürchtung, dass der Casting-Prozess zu stark im Fokus der Geschichte stehen würde und es dem Buch so an Tiefe fehlen könnte. Vermutlich habe ich mich unterbewusst von der äußeren Erscheinung des Buches täuschen lassen. Natürlich ist der Casting-Prozess ein wesentlicher Bestandteil des Buches, aber eben nicht nur. Leichte Gesellschaftskritik, ohne erhobenen Zeigefinger – aber mit Message – und zwischenmenschliche Beziehungen, haben in “The Perfect” ebenfalls ihren Platz. An Tiefe mangelt es der Geschichte und den Charakteren zum Glück nicht.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich richtig gut in sie hinein versetzen. Mit Jazz habe ich mich bis zu einem gewissen Punkt auch richtiggehend identifizieren können. Die Freundschaft von Leena und Jazz stand mitunter im Vordergrund, was mich besonders angesprochen hat, da mir im realen Leben Freundschaften sehr wichtig sind und die der beiden Mädchen hat einfach etwas Besonderes.

Der Schluss des Buches kam im Vergleich zum Rest etwas abrupt, war in sich aber schlüssig und hat keine Fragen mehr offen gelassen. Endlich wieder ein gutes Stand-Alone. Danke.

Fazit

Patricia Schröder ist mit “The Perfect” ein vielschichtiges Buch gelungen, das den Leser allerdings nicht überfordert. Es ist spannend und rasant geschrieben, so dass man es kaum noch aus der Hand legen mag. Mir hat es sehr gut gefallen, daher kann ich nur eine Lese- und Kaufempfehlung aussprechen. 4,5 von 5 Sternen für diesen Jugendthriller.

[Rezension] Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lilly Lindner

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Titel: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Autor: Lilly Lindner
ÜbersetzerIn: /
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2015
ISBN: 978-3-7335-0093-1
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
Preis: 9,99€

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Worum geht’s?

April kämpft seit langer Zeit gegen die Magersucht. Nun ist sie in eine Klinik gekommen und scheint dort untergetaucht zu sein. Denn ihre kleine Schwester Phoebe erhält bereits seit Wochen keine Antworten auf ihre Briefe, die sie so fleißig schreibt.
Wann kommt April wieder nach Hause? Warum darf Phoebe sie nicht besuchen und warum antwortet ihre Schwester nicht? Phoebe hat gefühlte 1000 Fragen, doch keine Antworten. Ihre Eltern sind hilflos und schweigen lieber als sich mit ihr auseinanderzusetzen.
Doch Phoebe gibt nicht auf und schreibt weiterhin Briefe. Briefe, in eine Stille hinein, die sie langsam zu verstehen beginnt.

Meine Meinung zum Buch

Seitdem ich von dem Buch gehört hatte, wollte ich es lesen, also kam es auf meine Wunschliste. Obwohl ich nahezu nur positive Stimmen zum Buch gehört und gelesen habe, hatte ich zwischenzeitlich gezögert und den Kauf des Buches aufgeschoben. Ich war mir nicht sicher, ob ich der Geschichte emotional Stand halten würde. Doch dann habe ich es in der Bücherei liegen gesehen und es musste einfach mit.
Jetzt bin ich unendlich froh, dass ich mich doch “getraut” habe es zu lesen.

Ein solch wortgewaltiges Buch, das mich emotional so gepackt hat, ist mir selten untergekommen. Lilly Lindner hat mich mit ihrem ersten Jugendroman völlig mitgerissen und überwältigt.
“Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” ist ein Briefroman und normalerweise tue ich mich mit dieser Art von Buch etwas schwer. In diesem Fall allerdings gar nicht.

Ich weiß nicht wie Lilly Lindner es bewerkstelligt hat, aber sie schafft es mit ihrem Schreibstil die kleine Phoebe gleichzeitig jung, unschuldig und zerbrechlich auf der einen Seite und erstaunlich erwachsen, weise und stark auf der anderen Seite wirken zu lassen. Von Seite zu Seite und von Brief zu Brief ist Phoebe erwachsener geworden und gleichzeitig Kind geblieben. Lilly Lindner spielt mit Worten, erschafft neue und ist dabei so schön poetisch, dass ich einfach nur begeistert war von dem Schreibstil.

Das gesamte Buch lebt durch diesen Schreibstil. Die Geschichte ist nicht gerade leichte Kost und hat emotional ein wenig von mir gefordert. Meine Augen sind nicht trocken geblieben. Allerdings ist das Buch nicht depressiv oder hinterlässt einen dunklen Nachgeschmack, aber es regt zum Nachdenken an.

Fazit

Ein wortgewaltiges, wunderbares, aber auch trauriges Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Ich bin zuvor noch nie einem Schreibstil wie dem von Lilly Lindner begegnet und kann nun mit Gewissheit sagen, dass “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” definitiv nicht das letzte Buch gewesen ist, das ich von ihr lesen werde.

Von mir gibt es absolut verdiente 5 von 5 Sternen.

[Rezension] Masterminds–Im Auge der Macht von Gordon Korman

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Titel: Masterminds – Im Auge der Macht
Autor: Gordon Korman
Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2016
ISBN: 978-3-407-74594-1
Format: Hardcover (263 Seiten)
Preis: 12,95€

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Worum geht’s?

Das 185 Seelen-Dorf Serenity ist die Idylle pur. Es gibt keine Gewalt, jeder hat Arbeit und alle scheinen glücklich zu sein. Den Kindern, die in Serenity leben, mangelt es an nichts. Wer würde nicht gerne an einem heißen Tag in den eigenen Pool hüpfen, besonders, wenn man in einer solch heißen Gegend wohnt, wie in Serenity?
Eli und seine Freunde leben gerne dort, auch wenn es ab und an etwas langweilig ist. Als Eli sich eines Tages mit seinem Freund Randy auf den Weg raus aus der Kleinstadt macht, um sich einen Oldtimer anzugucken, passiert etwas Merkwürdiges. Eli bricht mitten auf der Straße unter fürchterlichen Schmerzen zusammen, scheinbar ohne Grund. Noch merkwürdiger ist, dass aus dem Nichts plötzlich die Guards der Stadt auftauchen und ihn mit ihrem Hubschrauber zum dorfeigenen Arzt bringen. Was ist passiert? Und warum braucht eine so friedliche Stadt wie Serenity eigentlich Guards?
Eli und seinen Freunden wird klar, dass hier so einiges nicht zu stimmen scheint…

Meine Meinung zum Buch

Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezension schreiben kann ohne gleich zu spoilern. Zwinkerndes Smiley Der Klappentext klingt schon sehr spannend, aber wenn ihr das wüsstet, was ich schon weiß, dann würdet ihr das Buch noch viel eher in die Hand nehmen. Aber, ich muss hier ohne Spoiler durch – dann mal ran!

“Masterminds” soll die recht schwierig zu erreichende Zielgruppe der 13-15-jährigen männlichen Teenager ansprechen und meiner Meinung nach gelingt dem Autor das sehr gut. Das Buch startet ohne Umschweife mit einer spannenden Handlung und weiß diese auch aufrecht zuerhalten. Das Buch ist zu keinem Zeitpunkt langatmig oder langweilig. Ich könnte mir vorstellen, dass der konstant hohe Spannungsbogen auch etwas lesefaulere Jugendliche anspricht.

Der Autor lässt den Leser die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erleben. Aus der Sicht von insgesamt fünf Jugendlichen erfahren wir mehr über das Leben in Serenity. Der Leser weiß nie mehr als die Protagonisten selbst und erlebt so die Geschehnisse und Gefühle der einzelnen Charaktere hautnah mit.
Auch wenn die Charaktere ein wenig stereotypisch zu sein scheinen, sind die dennoch gut gezeichnet und ich denke, dass der ein oder andere Jugendliche sich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren könnte. Mir waren die Charaktere auch alle sympathisch. Auf ihre eigene Art und Weise. Selbst die Nebenpersonen sind gut und authentisch gezeichnet.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm leicht und flüssig. Genau richtig für ein Jugendbuch. Es ist nicht zu anspruchsvoll, unterfordert den Leser aber auch nicht.

Da “Masterminds” als Mehrteiler konzipiert ist, bleibt das Ende recht offen. Band 1 ist in sich schon recht abgeschlossen, allerdings wurden noch überhaupt keine Fragen beantwortet. Um Antworten auf die vielen Fragen zu bekommen, die ihr definitiv haben werdet, müsst ihr euch leider bis Band 2 gedulden.

Ich kann mich wirklich nur knapp davon abhalten zu spoilern. Zwinkerndes Smiley Eins kann ich euch sagen, ich vermute, dass euch die Auflösung dessen, was in Serenity los ist bzw. passiert, genauso flashen wird wie mich.

Fazit

“Masterminds” ist ein spannendes und lesenswertes Buch und das nicht nur für die angepeilte Zielgruppe. Auch mir als erwachsene Frau hat das Buch sehr gut gefallen, besonders als ich herausgefunden habe, worum es tatsächlich geht. Eine sehr interessante Grundidee, die in Band 1 sehr gut umgesetzt wurde und hoffentlich in Band 2 genauso spannend weiter geht.

Von mir gibt es knappe 5 von 5 Sternen für dieses Jugendbuch.

 

Vielen Dank an Blogg dein Buch und Beltz & Gelberg für das Rezensionsexemplar.

[Rezension] Mädchendurst von Timo Leibig

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Titel: Mädchendurst
Autor: Timo Leibig
Übersetzerin: /
Verlag: Leibig – Verlag und Werbung
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2015
ISBN: 978-3-453-26983-5
Format: Taschenbuch (256 Seiten)
Preis: 9,99€

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Worum geht es?

Die Sommerferien stehen vor der Tür, als plötzlich eine ganze Schulklasse samt Lehrerin spurlos verschwinden. Es gibt keine Lösegeldforderung und auch keine Anhaltspunkte wer dafür verantwortlich sein könnte.
Ein Fall für das Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner.
Vor vielen Jahren verschwanden sechs Mädchen in einem ähnlichen Alter, immer während der Sommerferien. Keine tauchte je wieder auf.
Nun ist ein kühler Ermittlerkopf gefragt, denn bei Kindesentführungen sterben die meisten Kinder innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunden…

Meine Meinung zum Buch:

Ein Hoch auf die sozialen Medien, dank derer ich über dieses Buch gestolpert bin: Bei Facebook wurde nach Lesern gesucht, die anschließend darüber bloggen würden. Nicht nur der Klappentext, sondern besonders das düstere Cover haben mich sofort angesprochen. Die gelbe Schrift und die unheimliche, einsame und triste Landschaft mit dem verlassenen Haus ließen die kleinen Härchen in meinem Nacken ein wenig in die Höhe fahren. Das schien ein Buch nach meinem Geschmack zu sein. Allerdings muss ich zugeben, dass das Buch sehr lang auf meinem Bücherstapel gelegen hat: Ich wollte zum Lesen die perfekte Stimmung abwarten. Kennt ihr so etwas auch? Ihr habt ein Buch und wisst: Entweder ist das Buch der Hammer oder ein totaler Flop. Genau so erging es mir bei “Mädchendurst”. Ich habe vorher keine einzige Rezension zu dem Buch gelesen und mich auch nicht über den mir bis dahin gänzlich unbekannten Autor informiert. Aber wie erwähnt: Der Klappentext und das Cover sprachen mich an, entsprechend bin ich mit extrem hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.

Dann war die Zeit endlich soweit und “Mädchendurst” wollte gelesen werden. Das Buch startet gleich mit einem kurzen, aber sehr knackigem Prolog. Von da an war es sehr schwer für mich, das Buch aus der Hand zu legen. Der verwendete Schreibstil hat mich sofort mitgenommen und der Autor hat es geschafft, mich von der ersten bis zu letzten Seite komplett mitzureißen. Das Buch hat keinerlei Längen oder langweilige Beschreibungen von unwichtigen Details. Timo Leibig steigert den am Anfang aufgebauten Spannungsbogen im ganzen Buch immer weiter. So habe ich das Buch nach einer kurzen Nacht mit wenig Schaf auch zügig in 1,5 Tagen beendet.

Das Ermittlerteam Leonore Goldmann und Walter Brandner war mir gleich von Anfang an sehr sympathisch. Endlich mal ein normales Ermittlerduo und nicht irgendwelche überzogen dargestellte Kriminalbeamten. Ich freue mich sehr, dass ein weiterer Fall mit Goldmann und Brandner im Sommer erscheinen wird. Die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar. Ich habe mir dank der detailgenauen und bildgewaltigen Beschreibung von jedem ein gutes Bild machen können.

Ein wirklich gelungener Thriller, der mich umgehauen hat und mich von Anfang bis Ende hammermäßig unterhalten hat!

Fazit:

“Mädchendurst“ von Timo Leibig ist eines der besten Bücher im Bereich Thriller, das ich im vergangenen Jahr gelesen habe – und das waren einige. Wie ich mittlerweile recherchiert habe, wird sein Name zu Recht mit den ganz großen Autoren wie Sebastian Fitzek in einem Atemzug genannt. Ich bin gespannt, wie es mit diesem Autor weitergeht und ich freue mich auf viele weitere spannende Fälle mit Goldmann und Brandner. Für dieses Lesehighlight gibt es von mir natürlich 5 von 5 Sternen.

[Rezension] Fast die ganze Wahrheit von Elke Weigel

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Titel: Fast die ganze Wahrheit
Autor: Elke Weigel
Übersetzer: /
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2015
Format: Taschenbuch (ca. 220 Seiten)
ISBN: 978-1522711360
Preis: 10,00€

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Worum geht es?

Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Die Wahrheit zu kennen, bedeutet zu sterben.

Sebastian ist auf der Flucht vor seinem bisherigen Leben. Er trifft auf Linda, die mit ihrer Schwester in völliger Abgeschiedenheit lebt. Linda und Sebastian versuchen beide, möglichst wenig von sich zu verraten. Zuerst ist es wie ein Spiel, wenn sie verabreden, nicht über die Vergangenheit zu sprechen. Reizvoll und praktisch, meint Sebastian, und lässt sich darauf ein. Doch die Idylle wird gestört von Lindas Schwester, die gar nicht begeistert ist von Sebastians Auftauchen. Undurchsichtig ist auch Udo, der alte Jäger, der ein ganz besonderes Verhältnis zu den Schwestern zu haben scheint. Und dann sind da noch die anderen Jäger mit ihrer eigenen Welt, mit eigenen Regeln, wie Sebastian bald zu spüren bekommt, als er mit auf eine Treibjagd geht. Linda verschwindet immer wieder für mehrere Stunden. Sebastian wird zunehmend klar, dass in der Vergangenheit etwas Schreckliches geschehen sein muss, was mit den mysteriösen Vorkommnissen auf der Burg zusammenhängt. Es wird Winter und immer enger in der Einsamkeit der Burg – und die Wahrheit bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch:

Nach “Fußballtöchter” ist “Fast die ganze Wahrheit” das zweite Buch von Elke Weigel, das ich gelesen habe. Ich freue mich sehr, die Autorin nun von einer neuen Seite und mit anderem Genre kennengelernt zu haben.

Das Cover der Buches ist sehr schlicht gehalten. Ein rostiges Schloss, das an einem Baumstamm hängt. Im ersten Moment sicher nichts Spektakuläres, aber nach dem Lesen des Klappentextes hat es mich neugierig auf das Buch gemacht.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der Prolog ist sehr kurz, hat es aber trotzdem geschafft meine Neugierde auf das Buch zu steigern. Gleich am Anfang stellten sich mir viele Fragen und ich konnte sofort weiter in die Geschichte eingetaucht. Es gibt einen Wechsel aus einer Liebesgeschichte und einer düsteren Familiengeschichte. Das war für mich sehr überraschend, denn ich habe eigentlich mit einem Thriller bzw. Psychothriller gerechnet.

Der von der Autorin verwendete Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Elke Weigel lässt sich sehr viel Zeit, um ihre Protagonisten und die Umgebung genau zu beschreiben, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar. Am Anfang der Buches habe ich Schwierigkeiten gehabt, die verschiedenen Charaktere einzuordnen und konnte sehr schwer Sympathien zu ihnen aufbauen. Im Laufe des Buches hat sich meine Einstellung langsam geändert. Natürlich war mir nicht jeder der Charaktere sympathisch, aber ich habe langsam einen Bezug zu ihnen aufbauen und mich gut in ihre Rollen hineinversetzen können. Es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge: Die meiste Zeit wird aus der Perspektive von Sebastian erzählt. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht von Isolde beschreiben und spielt viele Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Zum Ende hin werden die beiden Geschichten zu einer abgeschlossenen. So kommt Licht ins Dunkel. Es bleiben allerdings bis zum Ende Fragen übrig, für die ich gerne auch noch die ein oder andere Erklärung gehabt hätte.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen konnte meiner Meinung nach leider nicht bis zum Ende aufrecht erhalten werden. Kurz vor seinem Ende wird das Buch durch sehr detaillierte Beschreibungen unnötig in die Länge gezogen. Was etwas schade ist, denn bis dahin war die Geschichte lesenswert. Das Ende des Buches hat mich dann wieder gut unterhalten und es konnten zwar nicht alle Fragen für mich geklärt werden, trotzdem hat es mir Spaß gemacht, “Fast die ganze Wahrheit” zu lesen.

Fazit:

Auch wenn ich mir unter Psychothriller/Krimi etwas ganz anderes vorgestellt hatte, habe ich mich bei Lesen von Elke Weigels “Fast die ganze Wahrheit” gut unterhalten gefühlt. Die Vergabe der Sterne ist diesmal nicht ganz so einfach, ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen. Ich habe mich von dem angegebenen Genre nun mal gelöst und nur die geschriebene Geschichte bewertet und die ist für mich dann mehr 4 als 3,5 Sterne wert.

 

[Rezension] Zwei Stufen zum Glück von Emma Belle

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Titel: Zwei Stufen zum Glück
Autor: Emma Belle
Übersetzer: /
Erscheinungsdatum: 27. September 2015
Format: eBook (ca. 200 Seiten)
ASIN: B015WG7CP2
Preis: 2,99€

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Worum geht’s?

Nachdem Clara bereits in frühen Jahren ihre Mutter verliert, traut sie der Liebe nicht mehr über den Weg. Wie konnte ihre Mutter sie verlassen, wo Clara sie so sehr geliebt hat? Große Gefühle für einen anderen Menschen zu entwickeln gestaltet sich schwer für die Mittdreißigerin. Sie hat aber ein großes Ziel vor Augen: Berühmt werden!
Ihr neuer Job in einer Redaktion scheint sie ihrem Ziel ein großes Stück näher zu bringen. Doch dann taucht plötzlich Roger auf, ihr neuer Chef und stellt ihre kleine Welt auf den Kopf. Ist es wirklich so wichtig berühmt zu sein?
Erneut gewinnt Clara den Kampf mit ihren Gefühlen und verschiebt Roger kurzum in die Freundeszone. Bester Freund – ja, Lebenspartner – nein. Womit Roger allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass Clara sich in seinen besten Freund Chili verliebt und diesen auch heiratet.

Meine Meinung zum Buch

Einige Zeit schon schlummert dieses Rezensionsexemplar auf meinem Kindle und hat darauf gewartet endlich gelesen und rezensiert zu werden. Jetzt habe ich es geschafft, doch leider lässt mich das Buch etwas verwirrt zurück.

Mir ist es recht schwer gefallen eine inhaltliche Zusammenfassung zum Buch zu schreiben, was bei mir normalerweise kein Problem darstellt. Doch bei “Zwei Stufen zum Glück” fehlt mir irgendwie ein konkreter roter Faden, an dem ich mich entlanghangeln kann. Deswegen konnte ich auch nur schwer herauslesen und herausarbeiten, was wirklich wichtig ist in diesem Buch und was eben in solch eine Inhaltsangabe gehört.
Zu Beginn des Buches fühlte ich mich an einigen Stellen etwas verloren beim Lesen. Ich wusste nicht worauf die Autorin hinaus wollte. Ich hatte mehr das Gefühl aneinandergereihte Sätze zu lesen, denn eine durchdachte Story. Im Laufe des Buches fing sich das Ganze und bekam mehr Struktur, worauf mir auch das Lesen und Verstehen leichter fielen.

Wahrscheinlich fiel mir das Hineinkommen in die Geschichte auch so schwer, weil ich mich überhaupt nicht mit der Protagonistin identifizieren konnte. Teilweise war sie mir sogar unsympathisch. Ich mag einfach keine zickigen Menschen.
Roger und Chili mochte ich da eher, auch wenn mir gerade Roger in einigen Szenen doch etwas zu exzentrisch rüberkam.
Auch die Charaktere gefielen mir zum Ende hin besser, doch es ist wirklich schwierig den Leser für seine Story zu begeistern, wenn diese erst anfängt mit Beginn des letzten Drittels aufzublühen.

Das Ende hat die Geschichte gerettet und mich wieder versöhnlicher gestimmt. Ich hatte sogar ein bisschen Pipi in den Augen.

Fazit

Auch wenn “Zwei Stufen zum Glück” mich leider nicht ganz so begeistern konnte, wie ich es mir erhofft hatte, sehe ich durchaus Potenzial in der Story und auch in der Autorin. Beim nächsten Buch bitte von Anfang an einen roten Faden einbauen, an dem sich der Leser dann schön entlanghangeln kann.
Weil mir das Ende gefallen hat, gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

[Rezension] Petronella Apfelmus Schneeballschlacht und Wichtelstreiche von Sabine Städing

Titel: Petronella Apfelmus Schneeballschlacht und Wichtelstreiche
Autor: Sabine Städing
Illustration: SaBine Büchner
Übersetzer: /
Verlag: Bastei Lübbe (Boje)
Erscheinungsdatum: 12.November 2015
ISBN: 978-3414824271
Format: gebundene Ausgabe (208 Seiten)
Preis: 12,99€

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Worum geht es?

Weihnachten steht vor der Tür. Während die Zwillinge Lea und Luis Kuchenbrand sehnsüchtig auf den ersten Schnee warten, bereitet sich Petronella Apfelmus auf den Besuch ihrer drei Schwestern vor. Die Wetterhexen haben ihren Besuch angekündigt und da soll das kleine Apfelhaus im hellsten Glanz erstrahlen.

In der ganzen Aufregung bemerkt niemand den kleinen Weihnachtswichtel, der im Müllerhaus sein Unwesen treibt, in dem die Kuchenbrands wohnen. Mit seinen bösen Streichen sorgt er für ordentlich schlechte Stimmung zwischen den Zwillingen. Wie gut, dass ihre beste Freundin eine Apfelhexe ist. Diese versucht mit Hilfe ihrer Schwestern dem Treiben des Wichtels ein Ende zu bereiten und ihn pünktlich zu Weihnachten zurück zum Weihnachtsmann zu schicken.

Meine Meinung zum Buch:

Über diesen Gewinn bei der Lovelybooks Leserunde haben wir uns ganz besonders gefreut. Die Jungs und ich sind Fans der kleinen Apfelhexe, seitdem wir die erste Geschichte von ihr gelesen haben.

Ganz gespannt haben wir auf die Lieferung des Buches gewartet.

Das Buch hat ein toll illustriertes Cover, es gibt ein rosafarbenes Lesebändchen und einen hübsch gestalteten Innenteil. Wie auch bei den beiden ersten Bänden hat SaBine Büchner das Buch zauberhaft illustriert. Es gibt auf den Seiten sehr viel zu entdecken und die wunderschönen Bilder verleihen der tollen Geschichte das letzte I-Tüpfelchen.

Sehr überrascht hat mich, dass es für dieses Buch eine Geld-zurück-Garantie gibt. Wem die Geschichte nicht gefällt, kann sich den Kaufpreis des Buches vom Verlag zurückerstatten lassen. Ich bin der Meinung, dass niemand davon Gebrauch machen wird. Dennoch ist dies aber eine interessante Marketingstrategie, mit der sicherlich viele neue Leser dazugewonnen werden können.

Der Einstieg in das Buch ist uns sehr leicht gefallen. Der verwendete Schreibstil ist locker und sehr flüssig zu lesen, auch schon für Kinder ab acht Jahren. Selbst wenn man die beiden ersten Bücher nicht kennt, kommt man sehr schnell in der Geschichte an. Ich würde trotzdem empfehlen, sie vorher zu lesen. Das Zusammentreffen von Petronella und den Zwillingen ist wunderschön.

Das Buch ist voller liebenswerter Protagonisten. Die Autorin, Sabine Städing, hat sehr viel Liebe in die Beschreibung der einzelnen Charaktere gesteckt und dadurch sind diese uns sehr schnell ans Herz gewachsen. Selbst dem gemeinen Weihnachtswichtel konnten wir nicht sehr lange böse sein.

Rundum eine wirklich sehr gelungene Weihnachtsgeschichte und für mich der bisher beste Teil der Petronella-Apfelmus-Reihe.

Ich freue mich schon auf viele weitere Geschichten und kann dieses schöne Buch restlos empfehlen. Zum Selbstlesen ab acht Jahren oder zum Vorlesen ab sechs Jahren.

Kindermeinung:

Petronella ist cool, mutig und sie kann den besten Apfelkuchen der Welt backen. Wir lieben ihre Geschichten und freuen uns über jedes neue Abenteuer. Die Bilder im Buch sind toll, es gibt so viel Lustiges zu entdecken. So eine Freundin wie Petronella hätten wir auch gerne. Wir freuen uns auch viele weitere Bücher aus dieser Reihe.

Fazit:

Diese entzückende Geschichte hat uns richtig in Weihnachtsstimmung versetzt und dies wird mit fünf von fünf Sternen belohnt.

[Rezension] Auf und davon von David Arnold

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Titel:
Auf und davon
Autor: David Arnold
Übersetzerin: Astrid Finke
Verlag: heyne>fliegt
Erscheinungsdatum: 24. August 2015
ISBN: 978-3-453-26983-5
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag (384 Seiten)
Preis: 14,99€

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Worum geht’s?

Mary Iris Malone, kurz Mim, ist 16 Jahre alt und momentan möchte sie nichts anderes als weg. Weg vom Zuhause, das eigentlich keines ist; weg von ihrem Vater und ihrer neuen Stiefmutter Kathy, die sie auf den Tod nicht leiden kann; einfach weg von allem. Das Ziel steht auch schon fest. 1500 km weit soll es gehen, zu ihrer Mutter, die vor drei Wochen aufgehört hat sie anzurufen und ihre Briefe zu beantworten. Mim hat Kathy gehört und das was sie gehört hat, hat sie zutiefst beunruhigt. Ist ihre Mutter krank?
Mary macht sich auf den Weg nach Cleveland. Das Busticket ist schnell von Kathys Erspartem gekauft und der Weg ist doch eigentlich gar nicht so weit, oder? Auf ihrer Reise macht Mim einige unvergessliche Bekanntschaften. Arlene, ihre Sitznachbarin und die großartigste, ältere Frau, die sie bisher kennenlernen durfte. Den unheimlichen Ponchomann, der nichts Gutes im Sinn zu haben scheint. Den sehr attraktiven Beck von Sitz 17C und Walt – der wunderbarste und tollste Mensch, ever.
Ein tragischer Unfall verändert von Jetzt auf Gleich alles und es wird Zeit, dass Mim sich den wirklich entscheidenden Fragen ihres Lebens stellt.

Meine Meinung zum Buch

Ich bin eine Sammlung von Merkwürdigkeiten, ein Zirkus von Neuronen und Elektronen. Mein Herz ist der Direktor, meine Seele die Trapezkünstlerin, und die Welt ist mein Publikum. Das klingt seltsam, weil es das ist, weil ich seltsam bin. (Seite 47)

“Ich bin Mary Iris Malone, und mit mir stimmt etwas nicht.” So fängt dieses Buch an. Mit einem Satz, der sich, trotz seiner Einfachheit, in mein Hirn gebrannt hat. Diverse Male ist er mir in den unmöglichsten Situationen, z.B. auf der Toilette oder auf der Arbeit in den Kopf geschossen.
Wie häufig versucht die Gesellschaft und auch unser Umfeld uns zu erzählen, dass wir nicht normal sind, dass mit uns etwas nicht stimmt? Sind wir nicht normal, weil wir mehr Nachdenken als die Mehrheit? Sind wir anders, weil unsere Phantasie noch nicht so eingerostet oder von den Massenmedien geprägt ist und wir dadurch häufiger in unsere kleine eigene Welt entfliehen?
Mim wurde von Kindesbeinen an zu Verstehen gegeben, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Ihr Vater schleppte sie zu mehreren Psychologen und sie bekam sogar Medikamente verschrieben.

“Auf und davon” ist ein intelligenter, mitreißender und leicht zynischer Coming of Age-Roman, der sich mit recht schweren Themen beschäftigt, so z.B. psychische Erkrankungen, Scheidung und auch Vergewaltigung. Einfach so weglesen konnte ich das Buch nicht. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, bin ich eher mit der Erwartung herangegangen, dass ich es recht schnell durchgelesen haben werde. Zu dem Zeitpunkt habe ich aber nicht mit der Tiefe des Buches gerechnet.
Mein Einstieg gestaltete sich daher zunächst etwas holprig und auch langsam, bis ich mich der veränderten Situation angepasst hatte. Zu Beginn dachte ich auch, dass das Buch eher Mittelmaß wird, doch dann hat es mich richtig überrascht und vollends gefangen genommen.

Mim ist ein sehr facettenreicher und außergewöhnlicher Charakter, der mir von Anhieb an gefallen hat. Ich bin ein großer Fan von intelligenten, sarkastischen und leicht zynischen Protagonistinnen mit einer guten Portion Humor.
Auch die anderen Charaktere hat David Arnold in seinem Debutroman hervorragend herausgearbeitet. Jeden auf seine eigene Art und Weise. Entweder habe ich die Charaktere in mein Herz geschlossen oder sie zusammen mit Mim verabscheut.
Zu Beginn fast jeden Kapitels schreibt Mim einer gewissen Isabel Briefe bzw. sie führt Tagebuch und adressiert ihre Einträge an diese Isabel. Diese Person stellt den Leser im Laufe des Buch noch vor einige Rätsel und steigert so die Neugierde darauf endlich zu erfahren, wer Isabel ist.

David Arnold hat in seinem Buch auch diverse Wortneuschöpfungen kreiert, die mich nicht nur ein Mal zum Schmunzeln gebracht haben. Da ich selber ein Mensch bin, der gerne Neologismen verwendet, war ich vollauf begeistert von seinen Kreationen.
Sein Stil ist mitreißend und temporeich. Genau richtig für einen Road-Trip-Roman. Er hält an wichtigen Stellen aber immer wieder inne, so dass sich der Leser mit der angesprochenen Thematik auseinandersetzen kann.

Fazit

Mit “Auf und davon” ist David Arnold ein außergewöhnlicher Debütroman gelungen. Etwas schwerer als der übliche Road-Trip-Roman, dafür aber mit wunderbaren Charakteren, bei denen ich froh bin, sie kennengelernt haben zu dürfen.
Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.

[Rezension] Hamish und die Weltstopper von Danny Wallace

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Titel: Hamish und die Weltstopper
Autor: Danny Wallace
Illustration: Jamie Littler
Übersetzer: Jörg Ingwersen
Verlag: heyne>fliegt
Erscheinungsdatum: 31. August 2015
ISBN: 978-3453270077
Format: gebundene Ausgabe (366 Seiten)
Preis: 14,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht es?

Laaangweilig! Der zehnjährige Hamish lebt in Starkley, der viertlangweiligsten Stadt Englands. Hier passiert eigentlich nie etwas. Bis plötzlich die Welt stehen zu bleiben scheint – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten im Unterricht hört der Lehrer auf zu sprechen, die Vögel bleiben am Himmel kleben und nichts rührt sich mehr. Außer Hamish. Der kann nun tun und lassen, was er mag. Daran findet er Gefallen – bis er herausfindet, wer hinter den immer wiederkehrenden Pausen steckt: die fürchterlichen Weltstopper.

Meine Meinung zum Buch:

Im Moment habe ich wirklich ein glückliches Händchen für gute Bücher. Von “Hamish und die Weltstopper” habe ich viel Positives gelesen. Dadurch verleitet, habe ich dieses Buch bei Random House angefragt und konnte es schon bald darauf in meinen Händen halten. Es hat ein sehr ansprechendes Cover, der gelbe Hintergrund mit der roten Schrift sticht sofort ins Auge. Auch die schwarzen Klauen der “Weltstopper” finde ich ziemlich gelungen. Wie üblich, habe ich auch dieses Buch vor dem Lesen erst einmal ausgiebig durchgeblättert. Ich bin auf den Comic-Seiten richtig hängengeblieben und habe mich bereits beim Durchblättern in dem Buch festgelesen. Die Illustrationen von Jamie Littler sind wirklich der absolute Hammer. Ich konnte mich an den genialen Schwarz-weiß-Bildern und Karten nicht satt sehen. Es gibt so viel zu entdecken und zu lesen, und das hat mir richtig gut gefallen!

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen und schon im ersten Kapitel hat mich die Geschichte mitgerissen. Die in der Luft hängenden “Spucketropfen von Mr. Longblather” und die dazugehörige Illustration haben mich köstlich amüsiert. Das Buch steckt voller humorvollen Beschreibungen und ich habe beim Lesen großen Spaß gehabt. Der vom Autor verwendete Schreibstil ist flüssig und fesselnd und durch die kurzen Kapitel war es nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durch gelesen und mich von Anfang bis Ende richtig gut unterhalten gefühlt. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren und enthält meiner Meinung nach auch die richtige Portion Grusel. Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann vom Autor bis zum Ende gehalten werden, und das Buch hat für mich auch keine Längen gehabt.

Bens Meinung zum Buch:

Das Buch ist toll gezeichnet und zu lesen wie ein Comic. Ich habe total viel Spaß beim Lesen gehabt und musste viel lachen. Hamish ist ein cooler Typ und seine Freunde gefallen wir auch. Ich mag kurze Kapitel und Bücher, bei denen ich zwischendurch auch mal Bilder ansehen kann. Richtig gut gefallen mir die Kapitel-Umrandungen und die coolen Seitenzahlen. Ich bin 9 Jahre alt und habe mich beim Lesen nicht gegruselt, also brauchen auch jüngere Leser keine Angst vor dem Buch haben. Es wäre toll, wenn es eine Fortsetzung geben würde!

Fazit:

Tolles Kinderbuch mit fantastischen Illustrationen. Ben und ich sind uns einig, wir möchten unbedingt mehr davon lesen. Daumen hoch und fünf von fünf Sternen.