Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Die geheime Wahrheit von Dawn Cook

Vor einiger Zeit habe ich meine Rezension zum ersten Band der Tetralogie der Bücher der Wahrheiten von Dawn Cook veröffentlicht. Auch der zweite Band um Alissa und Strell hat mich wieder mit in die Welt der Rakus und Bewahrer tragen können.

All-Age Fantasy, die mich vollauf begeistert hat.

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Titel:
Die geheime Wahrheit (Bd. 2)
Autor: Dawn Cook
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2008
Format: Taschenbuch (480 Seiten)
ISBN-13: 978-3442265770
Preis:8,95€

zum Buch


Inhalt
Alissa und Strell sitzen noch immer in der vereinsamten und vernachlässigten Feste fest, in der es einst vor Meistern und Bewahrern nur so zu wimmeln schien. Doch jetzt wird die Feste nur noch von Bailic, dem abtrünnige Bewahrer und seinen beiden Gästen bewohnt.

Bailic, immer noch dem rassistischen Irrglauben erlegen, dass der reinblütige Tiefländer Strell und nicht das Halbblut Alissa der latente Bewahrer ist, versucht mit allen Mitteln das Buch “Der ersten Wahrheit” zu öffnen. Er glaubt, Strell müsse nur genügend Magie beherrschen, um das Buch öffnen zu können.
Doch da irrt er sich gewaltig. Als “Gemeiner” kann Strell keine Magie wirken und somit auch nie das Buch öffnen.

Geschickt täuschen Alissa und Strell, mit Hilfe von “Nutzlos” (oder auch Talo-Toecan) den Bewahrer, bis ihnen ein fataler Fehler unterläuft.

Meine Meinung
Auch das zweite Buch der Tetralogie Dawn Cooks kommt wieder mit sehr wenigen Charakteren zurecht. Gerade mal einen neuen Charakter lernen wir in diesem Buch kennen. Lodesh, den Vogt der Stadt Ese’ Nawoer.
Genau wie bei allen anderen Charakteren führt sie auch Lodesh mit Liebe zum Detail in die Geschichte ein. Die Liebe zur Charakterzeichnung sieht man, finde ich, ganz stark bei Kralle. Obwohl nur ein Vogel, wird Kralle sehr menschlich und damit, für mich, sehr sympathisch gezeichnet. Ich musste immer wieder schmunzeln bei Passagen, in denen Alissas Buntfalke erschien.
Lodesh tritt als sehr charmanter Konkurrent zu Strell auf, was die Spannung zwischen den Charakteren deutlich hebt.

“Die geheime Wahrheit” nimmt fast übergangslos den Faden des ersten Buches auf und setzt die begonnene Geschichte fort. Doch diesmal spannender und mit mehr Leidenschaft zwischen den Charakteren.
Wer jedoch epische Schlachten sucht, wird diese auch in diesem Buch nicht finden. Es wird zwar mehr gekämpft als im ersten Band, doch es bleibt sehr überschaubar. Ein Pluspunkt für mich. Spannende Kämpfe ja, doch blutrünstiges Abschlachten ist nicht so meins.

Der erste Handlungsbogen findet mit diesem Band sein Ende. Einige Geheimnisse sind gelüftet worden, doch viele noch offen. Der erste und zweite Band bilden somit eine Einheit, was ich persönlich mit gemischten Gefühlen betrachte. Zum einen werden bestimmte Handlungsstränge nicht bis zum Geht-nicht-mehr ausgereizt, doch das sie schon hier ein Ende gefunden haben, ist irgendwie schade. Zu einem späteren Zeitpunkt (im 3. oder auch 4. Band) hätte ich es besser gefunden.

Fazit
Dank des angenehmen, einfachen Schreibstils ein tolles Buch für die weniger anstrengenden Momente im Leben. Und trotz der genannten Kritikpunkte eines meiner Lieblingsbücher.
Für mich absolut empfehlenswert.

[Rezension] Hyddenworld – Der Frühling von William Horwood

Vor knapp zwei Monaten habe ich mich bei einer, meiner Meinung nach genialen Plattform angemeldet und zwar vorablesen.de.
Nach fleißigem Schreiben von diversen Leseeindrücken konnte ich vor etwa drei Wochen ein Vorableseexemplar von William Horwoods “Hyddenworld” ergattern. Der Start einer Fantasy-Reihe rund um die Welt der Hydden, die verborgen vor den Menschen leben, aber wissen wie sie sich die “Erfindungen” der Menschen zunutze machen können.

Cover/Aussehen

Hyddenworld CoverSehr filigran und liebevoll gestaltet fällt das Aussehen des Buches einem sofort positiv auf.
Die Optik erinnert an ein in Leder gebundenes Buch, was sehr passend zum Inhalt des Buches ist.
Der mit Edelsteinen gestaltete Ring findet sich auch im Buch wieder. Jedes Mal, wenn ein übergeordnetes Kapitel beginnt wird dies durch diesen Ring angezeigt.

Der Einband des Buches hingegen ist relativ Hyddenworld Aussehen
schlicht gehalten.
Auf dem Bild leider nicht so gut erkennbar, ist er grün mit einer schönen goldenen Schrift auf dem Buchrücken. Derselben wie sie auch auf dem Schutzumschlag zu sehen ist.

Inhalt

Das Buch beginnt mit Beornamunds Prophezeiung. Beornamund, der vor rund 1500 Jahren seine große Liebe verlor und seit dem sein Leben nur noch der Handwerkskunst widmete. Er schuf eine Brosche aus Metall und Glas, die er aus Zorn und Schmerz über den Tod seiner Geliebten in 1000 Stücke zerschlug.
Um das Universum zu retten und damit das Schicksal der Menschen und Hydden zu begründen, muss das letzte Stück dieser Brosche gefunden werden.

Jack, ein Riesengeborener unter den Hydden soll diese Prophezeiung erfüllen. Um Jack’s Leben zu retten muss dieser bei den Menschen aufwachsen, da Riesengeborene in der Welt der Hydden aus Angst umgebracht werden. Bereits als Kind macht er Bekanntschaft mit Katherine, die er aus einem brennenden Auto rettet und dabei selber verletzt wird. Ihr Schicksal ist unumwunden miteinander verbunden, doch erst als Erwachsene, kurz bevor Katherines Mutter stirbt, treffen sie sich wieder.

Kurz nach diesem traurigen Ereignis wird Katherine in die Welt der Hydden entführt. Jack, der endlich wieder in seine Welt zurückkehrt und begreift nun, warum er sich nie so richtig wohl in der Menschenwelt gefühlt hat. Zusammen mit starken Verbündeten begibt er sich auf die Reise nach Brum, der sagenumwobenen unterirdischen Stadt der Hydden. Eine aufregenden Zeit beginnt.

Meine Meinung

Bereits das Lesen der Leseprobe hinterließ bei mir ein Gefühl des Hin- und Hergerissenseins und leider hat das Lesen des Buches dies nicht geändert. Auch jetzt, 534 Seiten weiter, weiß ich immer noch nicht genau, was ich von Hyddenworld halten soll.
Es ist nicht schlecht, aber auch nicht das überragende Buch, das viele bereits beschrieben haben.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zu Beginn schwer, da ich Schwierigkeiten hatte mich in die eher altertümliche und sehr höfliche Sprache der Hydden einzulesen. Der Wechsel zur eher “normalen” Umgangssprache der Menschen tat dann ihr Übriges und ich brauchte einige Seiten, um mich daran zu gewöhnen. Dennoch muss ich sagen, dass die Sprache passend gewählt wurde und sich die Unterscheidung beider Völker so noch deutlicher hervorhebt.

Die kurzen Kapitel des Buches fand ich zunächst sehr ansprechend, da ich dadurch auch lesen konnte, wenn mir nicht allzu viel Zeit zur Verfügung stand und ich keine Probleme hatte das Buch an einer unpassenden Stelle unterbrechen zu müssen. Allerdings, ungefähr nach dem ersten Drittel des Buches, wurden mir die zu kurzen Kapitel lästig. Ich hatte das Gefühl sie würden mich aus der Geschichte reißen und immer wieder von vorne anfangen lassen. So konnte ich leider auch nie vollständig in das Buch eintauchen, was ich sehr schade finde.

Inhaltlich stellten sich mir ebenfalls einige Fragen. Wie groß sind die Hydden eigentlich? Zum einen wird davon gesprochen, dass sie den Menschen ungefähr bis zur Hüfte reichen und in einem anderen Teil des Buches muss Katherine aufpassen, dass sie nicht zertrampelt wird. Was stimmt nun?
Und wieso werden aus sehr unsympatischen machthungrigen Hydden plötzlich sympathische Verbündete, habe ich da etwas überlesen? Auf jeden Fall empfand ich solche Ungereimtheiten als verwirrend.

Zu Beginn in einem recht angenehmen Tempo, plätschert die Geschichte irgendwann nur noch so dahin. Sie wird langatmig, manchmal sogar zäh, mündet dann aber in einem so rasanten Ende, dass ich mich doch sehr wundern musste, wieso der Autor es nun so eilig hat zum Ende zu kommen.

Fazit

Trotz der eher negativen Punkte, die ich aufgeführt habe, hat mir die Geschichte um Katherine und Jack gut gefallen. Die Idee eine verborgene Welt, inmitten der unseren zu haben, die wir allerdings verlernt haben wahrzunehmen, finde ich klasse. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen, wenn auch der ein oder andere unsympathische Geselle mit dabei war.
Doch den zweiten Teil werde ich mir nicht kaufen, dafür hat das Buch mich zu wenig überzeugt. Es aus der Bücherei ausleihen und lesen, das denke ich schon, aber für den stolzen Preis von 22,95€ muss mich ein Buch mehr einnehmen als es dieses hier getan hat.

Skala 2 Stern

Infos
Hyddenworld: Der Frühling” von William Horwood
Hobbit-Presse Klett-Cotta
Gebundene Ausgabe (534 Seiten)
Erscheinungsdatum: Februar 2012
ISBN-13: 978-3608946383

Vielen Dank auch an Klett-Cotta für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

[Rezension] Die erste Wahrheit von Dawn Cook

Als großer Fan von Fantasy-Büchern habe ich mir vor etwa einem Jahr die ersten beiden Bände dieser Tetralogie von Dawn Cook gekauft. Da ich noch eine Unmenge an geliehenen Büchern zu lesen hatte, bin ich erst vor einigen Wochen dazu gekommen den ersten Band zu lesen.

Dawn Cooks Bücher der Wahrheiten gehören zum sogenannten Genre der “All-Age” Fantasy und sind im blanvalet Verlag erscheinen. “Die erste Wahrheit” ist der erste Band der vierteiligen Fantasy-Saga.

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Titel: Die erste Wahrheit (Bd. 1)
Autor: Dawn Cook
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2008
Format: Taschenbuch (480 Seiten)
ISBN-13: 978-3442265763
Preis: 8,95€

zum Buch

Inhalt
Als Alissa beginnt immer rastloser zu werden und an den unmöglichsten Orten einzuschlafen, ahnt ihre Mutter bereits, dass die Zeit gekommen ist, ihre Tochter fortzuschicken. Doch Alissa versteht die Welt nicht mehr als ihre Mutter sie beinahe kommentarlos kurz vor Wintereinbruch aus dem eigenen Haus im Hochland wirft.

Einer Wahl beraubt, macht Alissa sich zusammen mit ihrem zahmen Buntfalken “Kralle” auf den Weg zur geheimnisvolle Feste von der ihr Vater vor seinem Verschwinden immer Geschichten erzählt hat. Geschichten an die sie nie geglaubt hat.

Auf dem langen und beschwerlichen Weg zur Feste trifft sie auf Strell, einen Tiefländer, der sie aus einer sehr misslichen Lage befreit. Nach vielen Diskussionen, Streitereien und ungewöhnlichen Ereignissen entscheidet sich Strell Alissa zur Feste zu begleiten.
Dort angekommen treffen sie auf den einzigen noch lebenden Bewohner der Feste, Bailic. Wo sind Alissa und Strell da nur hineingeraten? Wer, zur Asche, ist Nutzlos und was hat es mit dem Buch der ersten Wahrheit auf sich, von dem sich Alissa so stark angezogen fühlt?

Meine Meinung
Vorweg lässt sich sagen, dass diejenigen, die auf der Suche nach einem schlachtenreichen Epos sind, hier vergeblich suchen werden. “Die erste Wahrheit” ist der Auftakt zu einer magisch wundervollen Saga, die mehr Wert auf Charakterbildung als auf epische Schlachten legt. Das zumindest im ersten Teil der Tetralogie.

Das gesamte Buch kommt mit gerade einmal vier wiederkehrenden Charakteren zurecht, Kralle miteingeschlossen, bei denen sich Dawn Cook viel Zeit lässt, sie ausführlich zu zeichnen.
Mit Witz, Ironie und einem flüssigen Schreibstil lässt sie uns in die Welt von Alissa und Strell abtauchen. Die einzelnen Charakterzüge, selbst die von Kralle, die Abscheu zwischen Tiefländern und Hochländern und den Unterschied zwischen “Gemeinen” (nicht magisch Begabte) und Bewahrern/Meistern (magisch Begabte) arbeitet sie mit einer großen Hingabe und Begeisterung heraus. Manchmal auch ein wenig zu viel, so dass es einige Passagen gibt, die sich ein wenig in die Länge ziehen.

Dawn Cooks Schreibstil lies mich problemlos in die fantastische Welt der Rakus eintauchen, so dass ich keine Schwierigkeiten mit den zu ausführlich beschriebenen Passagen hatte.
Ich mag es bei einem Buch sehr gerne, die Charaktere kennenzulernen. So kann ich mich besser in sie und ihre Welt hineinversetzen.

Fazit
Ein für mich gelungener Einstieg in eine fantastische Saga, dem die ein oder andere zusätzliche Portion Spannung und Schnelligkeit nicht geschadet hätte, aber auch ohne diese viel Lesevergnügen bereitet.

Ich bin auf jeden Fall auf die folgenden drei Bücher gespannt und freue mich schon jetzt auf das Lesen dieser.

Skala 5 Stern