Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Smalltown Girls II–Bis ihr nicht gestorben seid von Miriam Sachs

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Titel: Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid
Autor: Miriam Sachs
Verlag: neobooks Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 09. September 2013
Format: eBook (263 Seiten)
ASIN: B00F3PUA0W
Preis: 5,49€

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“Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” ist der zweite Band der Smalltown Girls Trilogie. Für die folgende Rezension setze ich Band 1 als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler vorhanden sein.

Worum geht’s?
Nachdem Charlie, Lu und Sunshine den ersten Schrecken über die Prophezeiung, die ihren nahen Tod voraussagt, überwunden haben, wollen sie dem Schicksal den Kampf ansagen.
Charlie und Lu haben mittlerweile wieder zueinander gefunden und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Ort an dem sie sterben werden – in der Hoffnung ihr vermeintliches Schicksal zu ändern.
Ihr Weg führt sie über tote Gleise, in dunkle Tunnel und verlassene Stellwerke bis hin nach Berlin.

Meine Meinung
Ich muss ganz ehrlich gestehen, als ich damals mitbekommen habe, dass Smalltown Girls nicht weiter geführt werden soll, ist Band 1 in meinem Regal fast vergammelt. Ich wollte das Buch nicht mehr lesen, da mir klar war, dass es nie eine Auflösung geben wird. Etwas lesen, wozu es kein Ende gibt, das mochte und mag ich überhaupt nicht.
Umso erfreuter war ich dann als ich entdeckt habe, dass die Autorin Miriam Sachs in Eigenregie Band 2 herausgebracht hat und auch an Band 3 arbeitet.

Band 2 wanderte also auf meinen Kindle und wartete darauf gelesen zu werden. Nun konnte ich endlich Band 1 entstauben und mich ans Lesen machen. Der erste Band der Trilogie hat mir ganz gut gefallen und ich war umso gespannter wie es weiter gehen sollte.

Im ersten Teil habe ich noch Charlie in ihrer Sichtweise begleitet und im nächsten Teil durfte ich dann Lus Gedanken und Taten folgen.
Die Idee die drei Bände aus drei verschieden Perspektiven wahrzunehmen, finde ich einfach klasse. Allerdings kann dann auch das passieren, was mir passiert ist. Charlies Perspektive aus dem ersten Band fand ich toll. Ich mochte sie als Charakter richtig gern und hatte Spaß am Lesen. Im zweiten Band war dann ja Lu an der Reihe und mit ihr konnte ich nicht richtig warm werden. So sympathisch und wohlüberlegt Charlie war, so anstrengend fand ich Lu teilweise in ihrem Sein und Tun.

Nach einem etwas schwierigen und für mich verwirrenden Einstieg in die Geschichte, konnten mich die drei Mädels erneut in ihren Bann ziehen. Leider schafften sie es nicht mich durchgängig gleich stark zu fesseln, so dass ich auch einige langatmige Szenen überwinden musste.

Insgesamt hat das Buch aber eine Menge zu bieten. Neben dem Kampf mit dem Schicksal stehen die Mädels auch ihre eigenen inneren Kämpfe aus. Lu zum Beispiel muss in diesem Band viel Stärke beweisen und findet endlich den Mut selber zu singen und dadurch mehr von sich preis zu geben, als sie es jemals getan hat.

Die Sprache, die Miriam Sachs für Smalltown Girls gewählt hat, ist sehr jugendlich und umgangssprachlich. Damit sollte der Leser sich schon anfreunden können, ansonsten wird es ein Störfaktor bleiben. Ich persönlich finde die Sprache passend, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Trilogie Jugendliche ansprechen soll.

Das Ende hat einen ziemlichen Cliffhanger zu bieten und mich wirklich überrascht. Nun bin ich umso gespannter auf Band 3, der aus Sunshines Sicht geschrieben sein wird. Ich bin mir sicher, dass dieser Band sehr spannend werden wird.

Mein Fazit
Ich freue mich darüber, dass Miriam Sachs den Mut und das Engagement hatte die Smallgirls Trilogie weiterzuführen und zu einem (hoffentlich) befriedigenden Ende zu bringen.
”Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” ist eine gute Fortsetzung, die meiner Meinung nach allerdings nicht ganz mit Band 1 mithalten kann.
Wer den ersten Band mochte, der sollte sich auch an diesen zweiten Teil heranwagen und die drei Mädels bei ihrem Kampf mit dem Schicksal weiterhin begleiten.

Für ”Smalltown Girls – Bis ihr nicht gestorben seid” gibt es gute 3,5 von 5 Sternen von mir.

[Rezension] Die Dawson Brüder–Gefährliches Spiel von Lolaca Manhisse

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Titel: Die Dawson Brüder – Gefährliches Spiel
Autor: Lolaca Manhisse
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 11. September 2013
Format: Taschenbuch (190 Seiten), eBook
ISBN-13: 978-1492344339
Preis: 6,99€ (TB), 3,99€ (eBook)

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Worum geht’s?
Sarah kann ihr Glück kaum fassen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie etwas gewonnen und dann gleich so etwas Besonderes. Sarah darf einen Luxusurlaub auf einer idyllischen Insel verbringen.
Dort angekommen muss sie zunächst feststellen, dass sie der einzige Gast auf der Insel ist und dies erst einmal auch so bleiben wird. Lediglich der attraktive Jake und die Dawson Brüder, denen das große Schloss auf der Insel gehört, sind die einzigen anderen Menschen auf der Insel.
Bereits kurz nach ihrer Ankunft geschehen Dinge, die Sarah an ihrem eigenen Verstand zweifeln lassen – bis es zu einem Spiel auf Leben und Tod wird.

Meine Meinung
Ich lese gerne gut geschriebene Krimis und Thriller, besonders die, die mich lange Zeit auf eine falsche Fährte locken und am Ende dann doch mit einem ganz anderen Täter überraschen, als ich ihn mir je errätselt hätte. Thriller müssen einfach spannend und nicht zwangsläufig blutrünstig sein.
Leider habe ich schon länger keinen wirklich guten Thriller mehr gelesen und auch Lolaca Manhisses “Die Dawson Brüder” konnte meine Flaute in diesem Bereich nicht beenden.

“Die Dawson Brüder – Gefährliches Spiel” beginnt spannend und mysteriös mit einer Idee, die viel Potenzial bietet. Zu Beginn hat mir das Buch noch ziemlich gut gefallen und ich hatte große Hoffnung, dass es bis zum Ende hin so bleibt. Doch leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt.

Zwischenzeitlich war ich doch sehr irritiert über den Erotikanteil in diesem Thriller, da er meiner Meinung nach so gar nicht passend war. Auch habe ich mich deshäufigeren sehr über die Protagonistin gewundert, die zeitweise sehr naiv daher kommt und noch so einige andere Überraschungen für den Leser parat hält. Hier kann ich nicht zu viel verraten, da ich sonst spoilern würde.

Beginnt das Buch noch wie ein Thriller, verliert es meiner Meinung nach recht bald den Faden. Für mich ist es einfach kein richtiger Thriller, auch wenn ich kein genaues Genre benennen könnte.
Es ist mehr wie eine Aneinanderreihung von (zunächst) mysteriösen und grausamen Taten. Ich hatte da einfach etwas ganz anderes erwartet.

Das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung, die ich allerdings nicht lesen werde, dafür war das Buch leider zu wenig meins. Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. Smiley

Fazit
Leider konnte Lolaca Manhisses neues Buch mich nicht überzeugen. Ein Thriller, der für mich kein Thriller ist, unpassende erotisch angehauchte Szenen und eine doch recht naive Protagonistin waren dann etwas zu viel für mich.

Leider kann ich mit 2 von 5 Sternen keine Lese- und Kaufempfehlung aussprechen.

[Rezension] Vollendet–Der Aufstand von Neal Shusterman

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Titel: Vollendet –  Der Aufstand
Autor: Neal Shusterman
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 22. August 2012
Format: Gebunden (544 Seiten)
ISBN-13: 978-3-7373-6718-9
Preis: 16,99€

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Vollendet – Der Aufstand ist der zweite Band der Vollendet Trilogie. Für die folgende Rezension setze ich Band 1 als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler vorhanden sein.

Worum geht’s?
Nachdem Connor, Risa und Lev dem Ernte-Camp und somit ihrer Umwandlung entkommen konnten, ist viel passiert.
Connor leitet mittlerweile den Friedhof und befreit weiterhin Jugendliche, die umgewandelt werden wollen. Auch Risa ist als Sanitäterin eine große Hilfe auf dem Friedhof und Lev steht seit den Ereignissen im Ernte-Camp unter Hausarrest.

Doch die drei Charaktere sind nicht die einzigen, die wir kennenlernen werden. Starkey, ein Storch und Querulant wie er im Buche steht; Miracolina, ein Zehntopfer, das unbedingt umgewandelt werden möchte und der einzigartige Cam begleiten uns im Kampf gegen die Umwandlung.

Meine Meinung
Band 1 der Vollendet Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und so war ich natürlich sehr gespannt, ob der zweite Band mithalten konnte.

Vollendet – Der Aufstand ist überraschend, voller Wendungen und fast genauso gut wie der erste Band.

Im ersten Band faszinierte mich die Grundidee Shustermans und die Tatsache, dass diese Idee selbst in unserer realen Zukunft vorstellbar wäre. In Band 2 liegt der Fokus logischerweise nicht mehr so sehr auf der Umwandlung, sondern auf den Jugendlichen, die versuchen solange zu “überleben” bis sie nicht mehr umgewandelt werden können.
Dies ist aber nicht der einzige Fokus, den Shusterman legt. Er kommt mit einer weiteren Überraschung daher, die mich gleichzeitig angeekelt und fasziniert hat. Lasst euch überraschen.

Im gewohnt flüssigen,einfach zu lesenden, aber alles andere als anspruchslosen Schreibstil führt uns der Autor durch eine Welt, bei der ich immer noch sehr froh bin, sie nicht selber erleben zu müssen.

Spannend, größtenteils unvorhersehbar und mit neuen Aspekten konnte mich Vollendet – Der Aufstand fast genauso begeistern wie der erste Band. Warum nur fast? Shusterman konnte mich mit Band 1 einfach mehr schocken und auch emotional packen. Auch hier in Band 2 musste ich eine Träne vergießen, doch im Vergleich zum ersten Teil war ich emotional weniger involviert, daher gibt es einen Stern Abzug.

Fazit
Shusterman schafft es auch mit Vollendet – Der Aufstand mich als Leserin zu packen und auch erneut zu schocken.
Der zweite Band ist ein würdiger Nachfolger, der mich allerdings nicht ganz so überzeugen konnte wie der erste Band und doch kann ich den Abschluss dieser Trilogie gar nicht mehr erwarten und hoffe, dass dieser bald hier in Deutschland erscheinen wird.
Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte eine klare Kauf- und Leseempfehlung, besonders, wenn euch der erste Band schon gut gefallen hat.

Vielen Dank an den Fischer Sauerländer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und bei Lovelybooks für die tolle Leserunde.

[Rezension] Der Seelenfänger von Chris Moriarty

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Titel:
Der Seelenfänger
Autor: Chris Moriarty
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: September 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (352 Seiten)
ISBN-13: 978-3-7915-1343-0
Preis: 16,95€

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Worum geht’s?
Das New York, Anfang des 20. Jahrhunderts ist voller Magie. An jeder Straßenecke gibt es sie. Der 13-jährige Sascha, Sohn jüdischer Einwanderer, kann diese Magie sehen und wird von der New Yorker Polizei als Ermittler für magische Angelegenheiten angeworben – eigentlich kein Job für einen 13-jährigen.
Zusammen mit dem Star-Ermittler Maximilian Wolf macht sich Sascha auf die Jagd nach einer unheimlichen Schattenseele, einem Dibbuk, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt.

Meine Meinung
”Der Seelenfänger” ist Chris Moriartys erstes Jugendbuch und geschrieben hat sie es hauptsächlich, weil sie ihren eigenen Kinder ihre jüdische Herkunft näher bringen wollte.
Die Idee, dies auf diese Weise zu tun und somit auch anderen Kindern und Erwachsenen einen kleinen Einblick in die jüdischen Gepflogenheiten zu geben, finde ich total klasse.

So schön die Idee auch ist, die Umsetzung kann leider nicht ganz mithalten. Chris Moriarty glänzt mit dem Setting des Buches, weist aber leider Schwächen bei der Charaktergestaltung auf.
Ich konnte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut in das fantastische und alte New York einfühlen und dort eine Zeit lang verweilen, aber den Charakteren fehlte es leider eindeutig an Tiefe und Gefühl. Ich hätte so gerne mit Sascha mitgefühlt, aber dazu bekam ich bis zum Ende des Buches keine Gelegenheit.

Das Buch hat eine Altersempfehlung ab 12 Jahren und dafür ist es recht anspruchsvoll geschrieben. Mal eine angenehme Abwechslung zu einigen anderen Jugendbüchern, die mir teilweise viel zu schlicht und einfach gehalten werden. Auch Kinder/Jugendliche dürfen anspruchsvoll unterhalten werden.

Bei diesem Buch sollte sich der Leser, egal welchen Alters, auf die Atmosphäre einlassen und weniger auf Spannung hoffen. Auch darf man sich nicht von mehr oder weniger unbekannten jiddischen Begrifflichkeiten abschrecken oder im Lesefluss stören lassen. Am Ende des Buches werden all diese Wörter in einem Glossar erklärt und da gebe ich euch den Tipp entweder vor Beginn eines Kapitels oder nach Beendigung desselben nachzulesen. Immer wieder nach hinten blättern zu müssen, stört natürlich den Lesefluss.

Mein Fazit
Insgesamt hat mir “Der Seelenfänger” gut gefallen, besonders nachdem ich mich ganz bewusst versucht habe auf die herrschende Atmosphäre einzulassen. Das Buch lebt einfach von seiner Atmosphäre, da lassen sich die Schwächen in der Charakterbildung manchmal fast vergessen, aber nur fast.

Für eine tolle und interessante Idee, die leider an ihrer Umsetzung kränkelt, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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[Rezension] Die dunklen Gassen des Himmels von Tad Williams

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Titel: Die dunklen Gassen des Himmels (Bobby Dollar 1)
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: 24.07.2013
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (576 Seiten)
ISBN-13: 978-3-608-93834-0
Preis: 22,95€

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Worum geht’s?
Bobby Dollar ist ein Engel – und Anwalt. Zunächst eine doch recht merkwürdig anmutende Kombination. Zusammen mit seinen Kollegen, anderen erdbasierten Engeln, vertritt er die Seelen der jüngst Verstorbenen gegen die Ankläger der Gegenseite – der Hölle.
Alles nimmt seinen gewohnten Lauf, bis eines Tages das Unmögliche passiert. Eine Seele verschwindet spurlos. Obwohl er nur für einen verhinderten Kollegen eingetreten ist, muss Bobby Dollar unangenehme Fragen zum Verbleib der Seele beantworten. Seinem Kontrahenten ist es da noch schlechter ergangen, er wurde endgültig und sehr brutal ermordet und es bedarf einiges einen bereits toten Dämon noch einmal zu töten.

Meine Meinung
Engel sind immer nett, wunderschön anzusehen, haben Flügel und helfen einem wo sie nur können. So ungefähr war mein Bild eines Engels bevor ich “Die dunklen Gassen des Himmels” gelesen habe.
Jetzt weiß ich, dass erdbasierte Engel alles andere als immer nett sind, einem überall helfen und Flügel haben sie erst recht keine. Nein, Tad Williams Engel haben Laster, sind rüpelhaft und eher derb als engelhaft. Bobby Dollar und seine Kollegen rauchen, trinken und sind schnodderich. Helfen tun sie aber dennoch den Seelen der frisch Verstorbenen – immerhin etwas.

Tad Williams ist mit “Die dunklen Gassen des Himmels” wirklich eine interessante neue Sichtweise auf die Himmel und Hölle Thematik geschaffen. Engel sind die Verteidiger der Seelen und Dämonen die Ankläger und so wird bei jedem Verstorbenen erstmal ein Prozess geführt, bei dem die jeweiligen Parteien um die Seele kämpfen.
Die Idee hat mich von Anfang an gefesselt und wurde vom Autor mit viel Witz umgesetzt.

Der Protagonist Bobby Dollar begleitet den Leser durch das Buch und berichtet aus der Ich-Perspektive, wobei er den Leser auch gerne direkt anspricht. Mit dem direkten Ansprechen sollte man als Leser des Buches besser keine Schwierigkeiten haben, da es doch relativ häufig vorkommt. Auch ist es von Vorteil, wenn man dem Ironischen und Sarkastischen mächtig ist, denn damit geizt der Autor ebenfalls nicht.

So interessant die Idee und witzig die Umsetzung ist,  konnte mich das Buch leider nicht vollständig überzeugen. Stellenweise etwas langatmig und manchmal etwas unlogisch kommt die Geschichte daher. Auch werden bestimmte Informationen für meinen Geschmack doch ein wenig zu häufig wiederholt, z.B. wie das Leben im Himmel sich zuträgt oder, dass erdbasierte Engel keine Erinnerung an ihr Leben haben. Manch einer wird es vielleicht als Running Gag auffassen, doch mich hat es nach der vierten Wiederholung leicht genervt.

Der Schreibstil Tad Williams ist in diesem Fall zwar manchmal etwas derb, aber gehoben und flüssig zu lesen. Meiner Meinung nach auf jeden Fall für erwachsene Leser geschrieben, u.a. wegen einiger expliziter Stellen.

Fazit
Tad Williams ist mit “Die dunklen Gassen des Himmels” ein interessanter und witziger Fantasy Roman gelungen, der meiner Meinung nach durch die “neue” Sichtweise auf Himmel und Hölle und ein paar faszinierenden Charakteren punkten kann.

Ein paar kleinere Schwächen hat der Roman allerdings auch, so dass ich knappe 4 von 5 Sternen vergebe.

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[Rezension] Artikel 5 von Kristen Simmons

Artikel 5

 


Titel:
Artikel 5
Autor: Kristen Simmons
Verlag: ivi
Erscheinungsdatum: 16.04.2013
Format: Klappenbroschur (432 Seiten)
ISBN-13: 978-3-492-70286-7
Preis: 16,99€

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Worum geht’s?
Die USA in nicht näher definierten Zukunft. Das Land wurde durch einen Krieg zerrüttet. Ganze Gebiete evakuiert und neue Gesetze aufgestellt. Der religiöse Fanatismus hält Einzug in die USA. Das vom Präsidenten ernannte Federal Bureau of Reformation (FBR), von der Bevölkerung auch flapsig Moral Miliz genannt (MM), hält die Bevölkerung durch ihre Moralstatuten eisern umklammert.
So passiert es auch, dass die 17-jährige Ember und ihre Mutter eines Tages festgenommen werden, da sie gegen Artikel 5 verstoßen haben. Die vor Inkrafttreten der Moralstatuten geborene Ember wird nun angeklagt, da sie laut Artikel 5 nicht als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt gekommen ist und so nicht als vollwertige Staatsbürgerin anerkannt wird.

Als ihr ehemaliger Freund und neuer Soldat der MM, Chase, auch noch bei ihrer Verhaftung dabei ist, bricht Ember das Herz. Chase ist nicht mehr der, der er einmal war.
Zusammen mit einigen anderen Mädchen, die gegen die Statuten verstoßen haben, wird sie in ein Resozialisierungslager gebracht, in der sie die Gräueltaten der MM näher kennenlernt.
Getrieben von Fluchtgedanken, um ihrer Mutter zu helfen, machen Ember und der fahnenflüchtige Chase sich auf einen Roadtrip quer durch die USA.

Meine Meinung
Ich lese neben einigen anderen Genres unglaublich gerne Dystopien, auch solche, die mit in die Science Fiction Richtung gehen.
”Artikel 5” von Kristen Simmons wird als Dystopie beworben, spielt sie doch in einer nicht näher definierten Zukunft. Von Science Fiction kann hier keine Rede sein, aber das muss es auch nicht und war auch nicht das Ziel der Autorin.
Bei Dystopien reizt mich u.a. der Entwurf einer neuen Welt. Ich möchte gerne mehr über die Hintergründe erfahren, um mir ein gutes Bild machen zu können. Bei “Artikel 5” kommen die Hintergrundinformationen meiner Meinung nach leider viel zu kurz. Am Rande wird eher schwammig erwähnt wie es zu dem Amerika kommen konnte, das dort gezeigt wird, aber das war es auch schon.

Mir stand leider viel zu häufig und viel zu stark die “Liebesgeschichte” zwischen Ember und Chase im Vordergrund. Sicherlich war es interessant die Entwicklung dieser beiden Charaktere zu verfolgen, auch wenn Ember mich teilweise fast in den Wahnsinn getrieben hat, aber diese Storyline hat meiner Meinung nach zu viel Raum eingenommen.

Ja…Ember…
Ember ist 17 und damit noch ein Teenager und mehr oder weniger ihren verrücktspielenden Hormonen und in ihrer Situation auch großem Stress und Angst ausgesetzt. Dass ein Mensch da nicht immer wohl überlegt und astrein handelt, dass sollte jedem bewusst sein. Aber die Autorin hat es hier einfach zu gut gemeint. Ember ist sich ihrer Gefühle in den seltensten Momenten wirklich sicher und bewusst und handelt unlogisch, impulsiv und völlig überzogen.Häufiger als ich es vertragen konnte – sehr schade.

Die Geschichte an sich hat mir trotz meiner Kritikpunkte ganz gut gefallen. Die Welt die Kristen Simmons gezeichnet hat ist äußerst düster, unfair und brutal. Ich habe mich das ein oder andere Mal dabei ertappt, dass ich wütend auf die FBR und ihre Methoden geworden bin. Eine Gesellschaft, in der Menschenrechte nichts mehr wert sind und Menschen als Müll bezeichnet werden und auch so behandelt werden, wenn sie gegen die Statuten verstoßen haben. Nur die, die moralisch korrekt handeln sind etwas wert. Auf jeden Fall keine Welt, in der ich gerne leben wollen würde.

Mein Fazit
Mehr Liebesgeschichte als Dystopie gepaart mit einer doch eher schwierigen Protagonistin haben mir die Bewertung dieses Buches recht schwierig gemacht.
Wer eine Dystopie erwartet, die mit Hintergrundinformationen und einem größeren Fokus auf das Drumherum legt, der könnte bzgl. der Prioritäten, die die Autorin hier setzt, enttäuscht werden.

Mit 3 von 5 Sternen ist “Artikel 5” ein Buch, das man durchaus lesen kann, aber nicht zwangsläufig muss.

skala-3-stern

[Rezension] Das Puppenzimmer von Maja Ilisch

Das Puppenzimmer

 


Titel:
Das Puppenzimmer
Autor: Maja Ilisch
Verlag: dotbooks
Erscheinungsdatum: Juli 2013
Format: eBook (ca. 481 Seiten)
ISBN-13: 978-3-95520-380-1
Preis: 4,99€

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Worum geht’s?
London 1908. Die 14-jährige Florence lebt in einem Waisenhaus. Jeder weiß, dass aus dem Waisenhaus nur drei Wege hinaus führen – der Tod, das Arbeitshaus oder eine Adoption.
Mit einer Adoption rechnete Florence schon lange nicht mehr und war umso erstaunter als sie in die Familie Molyneux aufgenommen wird. Auf dem prächtigen Landsitz Hollyhock angekommen, beginnt Florence zu ahnen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt.
Sie soll sich allein um ein ganzes Zimmer voller Puppen kümmern, das niemand anders als sie betreten darf – doch warum? Und warum hört sie manchmal ein Kinderlachen oder Weinen in diesem Zimmer?
Schnell wird klar, dass die Hausherren Violet und Rufus Molyneux etwas im Schilde führen – nur was ist es?

Meine Meinung
Tolles Cover, interessanter Klappentext und eine sympathische Autorin – da kann ja eigentlich nicht mehr viel schief gehen oder? Ist es auch nicht. Der Debütroman von Maja Ilisch konnte mich in seinen Bann ziehen und erst am Ende langsam wieder loslassen.

Mit “Das Puppenzimmer” ist der Autorin ein atmosphärisch dichter, teils düsterer und spannender Fantasy-Roman gelungen.
Glaubt man zu Beginn noch einen Mystery-Thriller zu lesen, wird man etwa ab der Mitte des Buches in die Welt der Fantasy entführt. Viele gut eingesetzte Wendungen lassen den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen und haben mich sogar ab einem bestimmten Punkt so kirre gemacht, dass ich es fast nicht mehr ausgehalten habe nicht zu wissen, was sich hinter allem verbirgt.
Trotz dessen, dass es die Auflösung des großen Geheimnissen schon relativ früh gibt (etwa ab der Mitte), bleiben immer noch genügend Fragen offen, die mich als Leserin an das Buch gefesselt haben. Bei den vielen offenen Fragen und Wendungen war es meiner Meinung nach auch wichtig ein großes Geheimnis zu dem Zeitpunkt zu lüften, sonst wäre ich wirklich irre geworden. Zwinkerndes Smiley
Die vielen offenen Fragen sind allerdings auch ein kleiner Kritikpunkt, den ich anbringen muss. Zum Ende hin wurden leider nicht alle Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet, so dass ich etwas unbefriedigt das Buch zur Seite gelegt habe. Ich hätte liebend gerne mehr über die Hintergründe erfahren und einige andere Dinge, die ich hier nicht erwähnen werde, um nicht zu spoilern.

Leben tut das Buch durch die Fähigkeit der Autorin mich als Leserin mit in die Welt von Florence zu nehmen und natürlich durch Florence selber.
Florence ist eine tolle Protagonistin. Stark, ohne aufdringlich zu wirken, teilweise naiv und noch kindlich und einfach sympathisch. Im Laufe des Buches kann man ihre Entwicklung sehr schön mitverfolgen.
Ihre Nebenspieler Violet, Rufus und Blanche kann ich immer noch, auch nach Beendigung des Buches nicht wirklich einschätzen – allerdings denke ich, dass dies von der Autorin auch so bezweckt war. Sie sind und bleiben unnahbar und mysteriös.

Maja Ilischs Schreibstil ist flüssig und wirklich schön zu lesen. Es gibt Bücher in die ich mich erst einlesen muss, wo das Lesen stotternd beginnt und ich erst nach einiger Zeit meinen Lesefluss gefunden habe. Das ist bei “Das Puppenzimmer” überhaupt nicht so. Ab dem ersten Satz war ich mitten drin und konnte flüssig und leicht in die Geschichte eintauchen. Ein absoluter Pluspunkt in meinen Augen.

Einen kleinen Kritikpunkt neben dem Ende habe ich allerdings doch noch. Im Buch gab es einige Kapitel, die so rasant waren, dass sie mir etwas sprunghaft vorkamen, so auch das Verhalten von Florence. Ich konnte das Geschehene einige Zeit lang nicht mehr ganz greifen, da ich einige Handlungen von Florence nicht ganz nachvollziehen konnte und auch die Ortswechsel für meinen Geschmack etwas zu schnell von Statten gingen. Dieses Sprunghafte legte sich aber wieder und ich habe gut zurückgefunden in meinen Lesefluss.

Mein Fazit
Spannend, teilweise düster und ein Schreibstil, der einen in die Geschichte eintauchen und nur schwer wieder los lässt.
Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch, das mich trotz kleinerer Schwachstellen überzeugen konnte.

Mit 4 von 5 Sternen gibt es von mir eine Lese- und Kaufempfehlung.

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[Rezension] …und der Preis ist dein Leben: Ruf der anderen Seite (Bd. 2) von C.M. Singer

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Titel: …und der Preis ist dein Leben: Ruf der anderen Seite (Bd. 2)
Autor: C.M. Singer
Verlag: AAVAA Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Format: Taschenbuch (239 Seiten)
ISBN-13: 978-3845900247
Preis: 11,95€

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Für diese Rezension setze ich den ersten Band als bekannt voraus. Also bitte nicht weiterlesen, wenn ihr Band 1 noch nicht kennt und noch lesen wollt – enthält möglicherweise Spoiler.

Worum geht’s?
Liz, Danny und ihre Freunde sind weiterhin auf der Suche nach Dannys Mörder und sie scheinen der Lösung immer näher zu kommen. Tony wird suspendiert und Liz von unbekannten Männern entführt.
Auch die Beziehung zwischen Danny und Liz steht scheinbar unter keinem guten Stern, denn der Ruf der anderen Seite wird immer stärker. Muss Danny Liz verlassen?

Meine Meinung
Auch dieses Mal hat C.M. Singer es wieder geschafft mich mit ihrem Debütwerk zu begeistern. Sogar noch ein wenig mehr als im ersten Band.

Wer schon im ersten Teil ein Fan von Liz und Danny war, der wird im zweiten Teil definitiv nicht enttäuscht. Es bleibt weiterhin so schön romantisch, dass sogar ich als chronische Nicht-Romantikerin es als toll und passend und gar nicht kitschig empfand. Die beiden haben mich in ihrem Bann. Smiley

Auch die anderen Charaktere hat die Autorin klasse ausgebaut. Im zweiten Band bekommen wir mehr von Tony und auch Riley mit, was mich sehr gefreut hat. Und auch Susan (Tonys Ex-Freundin) bekommt einen etwas längeren Gastauftritt, von dem ich hoffe, dass er sich in Teil 3 ausweiten wird.

Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und da ich das Buch diesmal als eBook lesen durfte, hatte ich nicht die Probleme wie beim ersten Band und konnte mich richtig gut auf den Inhalt konzentrieren.
Spannend bleibt es auch weiterhin und das in verschiedener Hinsicht. Zum einen kommen wir der Auflösung der Morde immer näher und zum anderen wird es verheißungsvoll um Liz und Danny.
Mein Tipp an euch: Legt euch Band 3 bereits zu, wenn ihr Band 2 lest – es endet super spannend.

Einen kleinen Kritikpunkt möchte ich dann doch noch anbringen und zwar hat es mich gestört, dass Band 1 so nahtlos in Band 2 übergegangen ist. Ich weiß, normalerweise dürfte das einen Leser ja eher freuen, aber für mich hatte das leider den Charakter von “in der Mitte durchgeschnitten”.

Fazit
Auch ”Ruf der anderen Seite” konnte mich begeistern und das auf fast ganzer Linie. Der dritte Band liegt schon bereit und wartet nur darauf, dass ich wieder Zeit finde und ihn lesen kann.
Von mir gibt es mit 4,5 von 5 Sternen eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

Skala 4,5 Sterne

[Rezension] Vollstrecker der Königin–Der Baeldin-Mord von Angelika Diem

Vollstrecker der Königin

Titel: Vollstrecker der Königin – Der Baeldin-Mord
Autor: Angelika Diem
Verlag: Machandel Verlag
Erscheinungsdatum: März 2013
Format: eBook (ca. 79 Seiten)
Taschenbuch (116 Seiten)
ASIN: B00BSH9596
ISBN-13: 978-3939727286
Preis: 1,65€ (eBook); 4,90€ (Print)

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Worum geht’s?

Die junge Lynna (Caitlynn) lebt in einer Welt, in der es Menschen möglich ist mit ihrem Charisma anderen Menschen ihren Willen aufzuzwingen. Diese magische Gabe ist meist höher gestellten Personen vorbehalten, so auch ihrem eigenen Vater.
Als sie eines Tages mitbekommt wie ihr Vater sein Charisma gegen einen Bediensteten einsetzt und dieser dadurch sein Leben verliert, steht für Lynna fest, dass sie Vollstreckerin werden möchte – sie möchte Morde aufklären, am liebsten ohne Einsatz ihres eigenen Charisma.

Als erwachsene Frau wird Caitlynn eines Tages ihr erster Auftrag zugeteilt. Sie soll nach Schloss Baeldin reisen, um dort den Mord an einer Zofe aufzuklären. Der Auftrag kommt von der Königin persönlich und noch ist Caitlynn nicht ganz klar wieso gerade um eine Zofe so viel Aufwand getrieben wird. Ihr Auftrag entwickelt sich anders als erwartet.

Meine Meinung

Wieder ein Genre-Mix, der mich begeistern konnte. Angelika Diem hat mit “Vollstrecker der Königin” ein kleines, aber feines Werk erschaffen, das mich fast auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Mit gerade einmal 116 Printseiten ist die Geschichte um Vollstreckerin Caitlynn recht überschaubar und daher hat es mich umso mehr überrascht wie viel Tiefe die Charaktere haben. Angelika Diem schafft es allen ihren Charakteren mit kurzen, aber inhaltschwangeren Hintergrundgeschichten Leben einzuhauchen. Allein Caitlynn war mir persönlich ein wenig zu distanziert. Ich hätte mir stärkere Gefühlsregungen von ihr gewünscht. So wirkte sie doch sehr kontrolliert und ein wenig kühl.

Die Geschichte an sich hat mich von der ersten Seite an gepackt und so habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Angelika Diems Schreibstil konnte mich wirklich fesseln. Trotz einiger nicht ganz so spannender Passagen hielt mich die Geschichte um Caitlynn in ihrem Bann und wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich wollte einfach wissen wie es weiter geht und was es mit dem Mord an der Zofe auf sich hat.
Als eingefleischter Krimi- und Thriller-Fan begann ich schon recht früh zu ahnen, wer der Mörder sein könnte, wurde aber dennoch immer mal wieder von meiner Fährte abgebracht, so dass meine Ahnung auf recht wackeligen Beinen stand, sich zum Schluss aber doch bestätigte.

Schade fand ich, dass das Buch so schnell ausgelesen war. Ich hätte sehr gerne viel mehr über Caitlynn und ihrer Tätigkeit als Vollstreckerin erfahren und mehr Zeit in ihrer Welt verbracht. Aber zum Glück lässt sich erahnen, dass Caitlynns Geschichte noch weitergehen kann. Ich werde das auf jeden Fall im Auge behalten.

Fazit
Ich freue mich sehr darüber auf dieses Büchlein aufmerksam gemacht worden zu sein, denn “Vollstrecker der Königin” hat mir ein paar schöne und spannende Lesestunden bereitet.
Lasst euch nicht von den wenigen Seitenzahlen irritieren, es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick darauf zu werden. Ihr werdet überrascht sein.
Um noch ein wenig Luft nach oben für die Folgebände zu lassen, vergebe ich 4,5 von 5 Sternen und damit gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung von mir.

Skala 4,5 Sterne

[Rezension] Bekenntnisse eines Serienjunkies–Staffel 2 von Jochen Till

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Titel: Bekenntnisse eines Serienjunkies – Staffel 2
Autor: Jochen Till
Verlag: dotbooks
Erscheinungsdatum: 05. Februar 2013
Format: eBook (ca. 208 Seiten)
ISBN-13: 978-3-95520-208-8
Preis: 4,99€

zum Buch

 

 


Worum geht’s?
„Wie jeder gute Süchtige handeln wir Serienjunkies streng egoistisch und ohne Rücksicht auf unsere Mitmenschen. Aber glauben Sie mir, ich weiß genau, wie das ist – es gibt kaum etwas Schlimmeres, als die erdrückend lange Pause zwischen zwei Serienstaffeln.“ – Der Serienwahn geht weiter!

Jochen Tills Parforce-Ritt durch die Serienlandschaft geht in die zweite Runde. Der bekennende Serienjunkie stellt 25 Hits und Geheimtipps vor, von „Sopranos“ bis „Game of Thrones“, von „Justified“ bis „The Shield“. Ob moderner Western oder mittelalterliches Intrigenspiel, ob spannende Plots oder herausragende Charakterzeichnung: Es gibt viele Gründe, zum Serienjunkie zu werden. Lassen Sie sich anstecken!

Altbekanntes und Geheimtipps: Ein Muss für alle Serienfans!
(Quelle: dotbooks.de)

Meine Meinung

Der (Serien-)Wahnsinn geht weiter! Jochen Till hat es erneut getan und entführt uns ein weiteres Mal in seine Serienjunkie-Welt – dieses Mal mit noch intimeren Bekenntnissen.

Wie auch in Staffel 1 berichtet Jochen Till von 25 seiner Lieblingsserien und gibt dabei auch einige Einblicke in die ganz private Welt eines Serienjunkies preis.
Mit viel Witz und einer gehörigen Portion (Selbst-)Ironie und auch ein wenig Sarkasmus erfährt der Leser pikante Details aus dem Liebesleben des Autors und wie er nur knapp einer lebensgefährlichen Krankheit (Übersetzung: kleine Erkältung) entgangen ist.
Und ganz nebenbei wird auch noch von manchmal mehr, manchmal weniger bekannten Serien berichtet. Die ein oder andere Neuentdeckung war auch für mich dabei.

Beim Lesen dieses Buches gilt auf jeden Fall die Devise: “Nimm dich selbst nicht ganz so ernst.”. Jochen Till nimmt gnadenlos sich selbst und auch alle anderen auf die Schippe. Besonders Fans von Daily Soaps oder deutschen Fernsehserien sollten eine große Portion Humor mitbringen, denn diese kommen nicht immer ganz so gut weg.
Auch sollte man als Leser darauf gefasst sein, dass der Autor einen plötzlich ganz direkt anspricht und einen auch manchmal aus seinem eigenen Buch verbannen möchte, aber auch hier dürft ihr den Autor ganz einfach ignorieren und weiterlesen.

Staffel 2 der Bekenntnisse eines Serienjunkies lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse aus Staffel 1 lesen, obwohl der Autor im Vorwort es ganz eindringlich Lesern verbietet weiter zu lesen, wenn sie Staffel 1 noch nicht kennen – auch das darf überlesen werden.
Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall auch Staffel 1 zu lesen, wenn man wieder einmal etwas zu lachen braucht und/oder Serientipps.

Fazit
Auch mit Staffel 2 ist es Jochen Till wieder gelungen mich zum Schmunzeln und auch zum Lachen zu bringen.

Wer neue Anregungen für die eigene Seriensucht sucht oder einfach nur gut unterhalten werden möchte, ist mit Jochen Tills “Bekenntnisse eines Serienjunkies” gut beraten.
Till bleibt seinem Still und seiner Herangehensweise aus Staffel 1 treu und unterhält den Leser mit teilweise stark überspitzten Anekdoten, die aber wirklich komisch sind.

Von mir gibt es mit 4 von 5 Sternen erneut eine Lese- und Kaufempfehlung.

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Vielen Dank an Jochen Till für die Begleitung der Leserunde bei Lovelybooks und bei dotbooks für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.