Kategorie: Interview

[Interview] Karl Olsberg zu “Das System”

WP_20160318_13_11_47_ProNachdem klar war, dass Miriam und ich zur Buchmesse nach Leipzig fahren würden und das Wochenende langsam ante portas stand, schaute ich mich um, wer denn evtl. auch dort sein würde, den zufällig ICH kenne. Das sind nämlich gar nicht so viele. Meine Frau ist es, die eigentlich jeden zu kennen scheint. Dafür aber stellte ich fest, dass Karl Olsberg da sein würde, um Papego vorzustellen. Und damit wird die Sache so richtig interessant! Karl hat in Künstlicher Intelligenz promoviert, ist ein erfolgreicher Autor, hat lange Zeit als Unternehmensberater gearbeitet und ist derzeit viel auf Konferenzen als Speaker unterwegs oder stellt – so wie gerade hier in Leipzig – seine App vor, die er als Unternehmensgründer zu etablieren versucht. Kein Wunder, dass ich die Chance genutzt habe, um mit Karl ein paar Worte (mehr) zu wechseln!

Hintergrund dazu ist aber auch, dass ich vor ein paar Tagen zufällig “Das System” von Karl Olsberg gelesen hatte. Mehr zu diesem fantastischen Zukunftsthriller könnt ihr in meiner Rezension dazu lesen. In dem Interview wollte ich mehr über das Buch erfahren und war überrascht, dass unser Gespräch eine interessante Wendung genommen hat. Seid gespannt!


das_systemKarl, Du hast in der Anwendung künstlicher Intelligenz promoviert und – wenn ich das richtig verstanden habe – auch eigene Erfahrungen als Geschäftsführer eines Software-Unternehmens. Parallelen zu “Das System” sind da kaum von der Hand zu weisen. Wie viel Karl Olsberg steckt im Protagonisten Mark Helius?

(Lacht) An Erfahrungen so einiges. Aber im Ernst: Grundsätzlich versuche ich in meinen Romanen nicht zu viel von mir selbst unterzubringen. Ich denke, dass das im Schreiben hemmt wenn der Protagonist dem Autor zu ähnlich ist. Dafür aber finden sich viele biographische Erfahrungen in dem Buch.

Hast Du ein Beispiel für mich?

Die Aufsichtsratssitzungen z.B. und was da so vor sich geht habe ich genau so in meiner Zeit als Unternehmensberater erlebt…

Das erklärt, warum besonders diese Passagen so authentisch wirken! Heute ist “Das System” beinahe zehn Jahre alt. Damals konnten viele Deiner Ideen als Science Fiction abgetan werden. Inzwischen haben wir Siri, Wolfram Alpha und “Die Cloud”. Wie denkst Du heutzutage über das Szenario?

In manchen Bereichen hat die Realität das Buch inzwischen eingeholt. Manches, was vor 10 Jahren noch Science Fiction war, gehört heute zum täglichen Umgang. Daher ist auch die Idee entstanden, das Buch quasi zu aktualisieren.

Nicht so schnell! Ich kann mich nicht ganz vom Thema der generischen Intelligenz lösen. Bevor wir über Dein neues Buch sprechen, interessiert es mich, wie Du heute über so ein Thema wie das einer generischen Intelligenz denkst.

Denken ist schon das richtige Stichwort. In Das System wird u.a. der Unterschied zwischen einer künstlichen und einer generischen Intelligenz beschrieben. Dabei wird z.B. über den Turing-Test gesprochen, von dem die meisten annehmen, er würde aufzeigen, ob ein System intelligent sei und denkt wie ein Mensch. Dazu muss man sich allerdings zunächst einmal darüber im klaren sein, dass der Begriff “denken” bereits sehr anthroposophisch ist und ein Turing Test weniger aufzeigt, ob der Befragte intelligent ist, als den vielmehr, wie intelligent der Fragende selbst ist. Und wie viel Wert hat so ein Test, wenn er höchstens aufdeckt, wie ähnlich die Gedanken einer Maschine denen eines Menschen sind? Jeder Außerirdische kann somit nur durch den Turing-Test fallen. Ich glaube, dass Maschinen einfach anders denken werden und wir werden es schlicht nicht verstehen können. Darin liegt das Problem.

Das klingt zumindest logisch. Du hast mich nun aber schon neugierig auf die – wie Du es genannt hast – Aktualisierung von “Das System” gemacht. Wie muss ich mir das vorstellen? Und wie kannst Du als Autor das ursprüngliche Buch einer “Verjüngungskur” unterziehen… also rein rechtlich?

Das funktioniert so: Nach 10 Jahren laufen hier die Lizenzen aus. Das heißt, ich kann mir als Autor überlegen, was ich mit dem Buch anfangen möchte. Ein Update wäre spannend gewesen. Ich habe viel mit dem Verlag darüber gesprochen: Das gleiche Thema, die gleichen Personen. Aber die Handlung sollte auf die jetzige Zeit aktualisiert werden. Der Verlag hat sich allerdings dagegen entschieden und gemeint: “Karl, Du musst ein neues Buch schreiben!”. Da habe ich natürlich erst einmal geschluckt. Aber letzten Endes habe ich es geschafft, in nur drei Monaten ein neues Buch zu schreiben. Mit neuen Charakteren und TOP aktueller Handlung. Das Buch wird “Mirror” heißen und vom Aufbau Verlag im Oktober veröffentlicht.

Du machst mich neugierig! Gibt es Cameo-Auftritte oder gehören Charaktere aus “Das System” zu den Figuren?

Nein. Ich habe zwar erst überlegt, Mark Helius im Prolog auftauchen zu lassen, dann aber beschlossen, dass das nicht zur Handlung passen würde. Eine Welt nach “Das System” hat einfach keinen Raum für die Handlung aus “Mirror”.

Ich bin auf jeden Fall schon ganz hibbelig und freue mich schon jetzt auf “Mirror”! Karl, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das eher spontane Interview genommen hast. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen aktuellen Projekten und den Büchern und drücke Dir die Daumen, dass dann vielleicht “Mirror” verfilmt wird!

Ich sag’s mal so: Das Marketing des Aufbau Verlages ist von der Idee nicht abgeneigt. Erst einmal aber muss das Buch erfolgreich sein. Dir auf jeden Fall noch viel Spaß auf der Messe und natürlich mit meinen Büchern!


In der Tat hatte ich echtes Glück, da Karl eigentlich nicht als Autor auf der Buchmesse in Leipzig war, sondern im Bereich “Neuland 2.0” seine App Papego als eine der vielen neuen Technologien vorgestellt hat. Miriam warf mir schon drohende Blicke von der Seite zu, da ich Karl so in Beschlag genommen hatte. Geschadet hat es aber nicht: Am Samstag hat er für die App sogar einen Preis gewonnen! Wer übrigens mehr über das Thema künstliche Intelligenz wissen möchte, dem empfehle ich Karls Vortrag zu dem Thema, dessen Kurzform hier nachgelesen werden kann.

[Interview] mit Patricia Schröder zu “The Perfect”

Nachdem wir Anfang Februar unser erstes Autoreninterview mit Timo Leibig geführt haben, geht es nun mit Patricia Schröder weiter, der wir ein paar Fragen zu ihrem Thriller “The Perfect” gestellt haben. Viel Spaß beim Lesen.

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Stephen King steht für Horror, Rosamunde Pilcher für Liebesromane. Patricia Schröder lässt sich nur schwer auf ein Genre eingrenzen. Die 1960 im niedersächsischen Nordenham geborene Autorin schreibt nicht nur Liebes- und Freundschaftsgeschichten, sondern packt auch Problemthemen an und wagt sich sogar in die Thriller-Ecke. Ihr aktuellstes Buch “The Perfect”, das in der Casting- und Modewelt spielt, hat von all’ diesem etwas.

Das Werk der aufgeschlossenen und sympathischen Schriftstellerin ist genauso abwechslungsreich wie ihr eigener Lebenslauf. “Ich bin hängengeblieben und in der elften Klasse abgegangen”, gesteht sie auf Ihrer Homepage. Und auch, dass sie eine Schneiderlehre abgebrochen hat, um doch lieber wieder zur Schule zu gehen. Ihr Textildesignstudium hat sie durchgezogen – um später zu merken, dass ihr die Arbeit in der Industrie zu langweilig ist. Nach einer ungeplanten (aber nicht ungewollten!) Schwangerschaft und der Geburt eines zweiten Kindes zog Patricia Schröder mit ihrer Familie schließlich in ein “altersschwaches Haus” auf einer kleinen Warft an der Nordsee. Hier entdeckte sie ihr schriftstellerisches Talent. Im Jahr 1998 erschien ihr erster Roman, inzwischen hat sie 171 Bücher veröffentlicht.

 

 

“The Perfect” handelt von einem Casting und dessen für den Hauptcharakter Jazz unvorhersehbaren Folgen. Wie bist Du darauf gekommen?

Das kann ich nicht beantworten. Und zwar bei nahezu keinem meiner Bücher. Es ist wie ein Ei, das ausgebrütet wird. Und ich bin dann auch wirklich das Huhn, dessen Intellekt nicht ausreicht, um zu wissen, was es da tut, wenn es sich auf dieses Ei setzt. Es folgt seinem Instinkt oder wie auch immer ein Biologe das ausdrücken würde. In meinem Fall ist das Ei in mir und ich weiß nicht so recht, was dabei herauskommt. Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass es durch Eindrücke entsteht, die ich Tag für Tag mehr oder weniger bewusst in mich aufnehme – vielleicht sogar aufsauge – und irgendwo ablege. Irgendwann fügen sich ein paar Dinge zusammen und die Schale des Eis platzt auf. Tja, und dann habe ich ein Junges (Plopp, das Thema ist da!!!), das Tag für Tag gehätschelt und gefüttert wird und immer mehr Gestalt annimmt – und mich ganz sicher nicht mehr in Ruhe lässt. Und irgendwann beginne ich dann auch, mir Notizen dazu zu machen.
Ich plane also nie (oder ganz, ganz selten) ein Buch zu einem bestimmten Thema. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit vielen Jahren in einem fortwährenden Schreibprozess stecke. In irgendeiner Form arbeite ich fast immer an einem Buch, Gedanken und Ideen sprudeln also ständig.

Hast Du einen besonderen Bezug zum Thema Mode?

Ich liebe es, zu nähen. Als junges Mädchen wollte ich (wie Leena) Modedesignerin werden. Casting-Shows kann ich eigentlich nicht ausstehen, aber ich bin ein “Voice of Germany“-Fan. Und ich weiß natürlich, dass Casting-Shows total “in“ sind. Außerdem beobachte ich mit Sorge, wie viel Informationen “das Netz“ über uns sammelt, und frage mich in “The Perfect“ dann ganz gezielt, was eventuell jemand damit anfangen könnte, der uns nicht einfach nur irgendwas verkaufen will.

Hat “The Perfect” einen wahren Kern oder ist es rein fiktiv?

Absolut fiktiv.

Das heißt, dass Deine Charaktere ihren Ursprung auch nicht in echten Personen haben? Foto 21.02.16, 11 47 06

Definitiv nein! Jazz, Leena und alle anderen Haupt- und Nebenfiguren in diesem Roman existieren allein für diese Geschichte. Es sind ganz und gar eigenständige Persönlichkeiten und ich hatte sehr viel Spaß daran, ihre Charaktere zu entwickeln.

Ist “The Perfect” eine neue Idee oder liegt diese schon eine Weile in der Schublade?

Ich habe nie Ideen in der Schublade. Siehe die Sache mit den Eiern. Was brütet, wird irgendwann reif und dann gehört es in die Welt.

Wie lange hast Du an dem Buch geschrieben?

Nachdem der Zögling aus der Pubertät war, ging es recht zügig voran und hat dann nur noch 4 Monate gedauert. Das Ei habe ich vermutlich schon 1 ½ bis 2 Jahre zuvor in mir getragen.

Wie hast Du Dich dem Thema angenähert?

Ich habe keine bewusste Recherche betrieben, sondern mein Wissen mit dem verquickt, was sich Tag für Tag an Informationen (aus Fernsehen, Zeitung, Gesprächen) dazu ergab. Es ist ungefähr so, als wäre man schwanger. Da sieht man plötzlich überall nur noch Schwangere. Die Infos, die ich brauchte, kamen zu mir, ganz einfach, weil ich offen dafür war.
Ich schreibe also mehr aus dem Bauch heraus als mit dem Kopf und verarbeite Wissen, Erfahrung, Lernprozesse usw. intuitiv. Außerdem habe ich sehr viel Fantasie und ich kann mich gut in Menschen und Situationen einfühlen.

Was schreibst Du lieber: Kinder- oder Jugendbücher?

Beides gleich gern. So wie ich auch gerne mal was Ernstes und mal was Lustiges schreibe. Ich glaube, ich schöpfe meine Kraft aus der Abwechslung.

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Immer das, an dem ich aktuell arbeite… oder auch das, welches gerade erscheint. Okay, wenn ich mich jetzt zwischen ”Emely – voll im Freundschaftschaos“ und “The Perfect“ entscheiden müsste, fiele die Wahl auf Letzteres.
Ein echtes Herzensbuch habe ich aber auch. Es heißt “Gyde und die Flut“ und hat die Besonderheit, dass es ein Ein-Tages-Ei gewesen ist. Ich saß bei uns am Strand und beobachtete ein circa 10-jähriges Mädchen, das dort ohne eigene Familie “von Decke zu Decke“ hüpfte, mal hier etwas zu essen bekam, mal dort etwas zu trinken, von einer Familie sogar ein Handtuch, mit dem es sich abtrocknen konnte, nachdem es gebadet hatte. Ich fragte mich, wie dieses Mädchen wohl lebte… und die Geschichte entstand. Sie war fertig, als ich abends wieder nach Hause ging, und ich habe sie in zwei Wochen aufgeschrieben. Es ist die traurigste Geschichte, die ich je zu Papier gebracht habe.
Das Mädchen habe ich später noch kennengelernt. Sie hat ein nicht ganz einfaches Schicksal, aber es ist längst nicht so dramatisch, wie ich es mir damals ausgemalt hatte. Zum Glück!

Vielen Dank, liebe Patricia, für die Beantwortung unserer Fragen. Hoffentlich findet “The Perfect” noch ganz viele neue begeisterte Leser.

[Interview] mit Autor Timo Leibig

tthinkttwice geht neue Wege und so werdet ihr zukünftig auf unserem Blog das ein- oder andere Autoreninterview finden können. Den Anfang macht heute Timo Leibig. Wir freuen uns sehr, euch den symphytischen Autor hiermit vorstellen zu können.

 

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Über den Autor:

Sein 2013 veröffentlichter Debütroman “Blut und Harz” hielt sich mehrere Wochen in den Top50 der Amazon-Charts. Vor diesem Erfolg studierte der 1985 geborene Timo Leibig interaktives Design und verbale Kommunikation und gründete eine Firma, die sich auf die Entwicklung von responsiven Websites, mobilen Apps und Casual Games spezialisiert hat. Seitdem arbeitet Timo Leibig als Schriftsteller, Webentwickler und Creative Director. Vor 14 Monaten erschien “Herznote”, im Juni 2015 schließlich sein dritter Thriller “Mädchendurst” (hier geht’s zu meiner Rezension), der es in die Top10 der deutschen Kindle-Bestseller schaffte. Noch im November kam mit “Fußabschneider“ das vierte und aktuelle Werk Timo Leibigs auf den Markt.

Hier gelangt ihr zu seiner Homepage, eine Übersicht über seiner bisher erschienenen Bücher gibt es hier.

Wie wird man Autor?

Studiert habe ich interaktives Design und Text. Durch meine damalige Text-Professorin wurde die Lust am professionellen Schreiben geweckt und im Studium entstand mein Erstling „Blut und Harz“. Ich schrieb allerdings schon früher, aber bis zum Studium entstand nie ein vollständiges Buch.

Hast Du ein bestimmtes Schreibritual entwickelt?

Überraschenderweise: Nein. Ich habe mir ein Tagespensum gesetzt und das halte ich täglich ein. So kommen dann auch ein paar Seiten übers Jahr zusammen 😉

Hast Du auch mal kreative Krisen oder Schreibblockaden? Und wie gehst Du mit ihnen um?

Wenn ich ein Buch beendet habe, ist immer die Luft raus. Da brauche ich einige Zeit, um die Kreativbatterien aufzuladen. Aber am besten hilft tatsächlich Schreiben. Es fördert die Kreativität, und dann kommen ganz von selbst neue Ideen.

Hast Du – in diesem Zusammenhang, aber auch losgelöst davon – Tipps, die Du neuen Autoren bzw. Jungautoren mitgeben könntest?

Ich bin ja nun selbst noch ein junger Autor 😉 Aber sicher gibt es ein paar Tipps. Der wichtigste: Lesen. Wer sich nicht mit Geschichten und Sprache beschäftigt, kann sie auch schwer formen. Darauf folgt: Disziplin. Wenn man nicht in einem Schreibfluss bleibt, ist es mühsam hineinzufinden. Daher empfehlen die Altmeister wie Stephen King ein Buch in einem Rutsch in ein paar Monaten zu schreiben. Das funktioniert tatsächlich am besten.

Wie sah die Recherche zu „Mädchendurst“ aus?

Die Recherche ist generell bei jedem Buch ähnlich: Internet, Fachbücher und abschließend Interviews mit Fachleuten wie z.B. der Pressestelle der Polizei. Eine Fachmeinung bringt immer neue Aspekte ans Licht, die sonst im Dunkeln geblieben wären. Mein Ziel ist immer, so viel Realismus wie möglich einzubringen. Natürlich muss man aber auch manche Begebenheiten der Story unterwerfen und am Realismus Abstriche machen. Ihr wollt ja in erster Linie ein spannendes Buch lesen, kein Sachbuch.

Wie lang hast Du an dem Buch geschrieben?

Etwa vier bis fünf Monate Schreibphase.

Woher rührt Dein Interesse an der Psychologie?

Geschichten werden von Charakteren getragen. Um diese glaubhaft zu vermitteln und auf dem Papier zum Leben zu erwecken, muss ich mich in der Konsequenz mit deren Psyche beschäftigen. Und ich finde dieses Gebiet einfach höchst interessant.

Wie und wann hast Du gemerkt, dass Thriller „Dein Genre“ ist?

Das Genre hat ungefragt an meiner Haustür geklingelt. Die erste Buchstory war ein Mysterythriller und dann folgte ein Psychothriller, nun zwei Krimithriller. Ich schreibe allerdings momentan auch an einer Mittelalter-Fantasykurzgeschichtensammlung. Ich bin gerade einmal 30. Da will ich mich nicht auf ein Genre festnageln. Ich will einfach gute Geschichten schreiben.

Hast Du schon Pläne oder Ideen für weitere Bücher?

Ein dritter Fall für Goldmann und Brandner erscheint im Juni oder Juli. Dazu arbeite ich an einem vierten Fall und, wie eben erwähnt, an dem Fantasy-eSerial namens Eduschèe. Danach sehen wir weiter, wobei mich Horror einmal reizen würde.

Wie sieht Dein Alltag aus, wenn Du gerade mal nicht schreibst?

Ich koche sehr gern und schwimme regelmäßig. Dann kommt eigentlich schon das Schreiben.

Was liest Du gerne? Welches sind Deine Lieblingsautoren?

Es gibt so viele Autoren mit verschiedensten Stärken, die ich bewundere. George R.R. Martin hat die komplexeste Welt schlechthin erschaffen, Chuck Palahniuk ist ein Meister der Ironie, Patrick Rothfuss schreibt mit einer Wortgewalt, die seinesgleichen sucht. Aktuell steht Neil Gaiman hoch im Kurs.

Welches von Deinen eigenen Büchern ist Dein liebstes?

Ich finde Herznote ist das emotionalste, da es als einziges aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Das hat mir auch am meisten abverlangt. Aber ich mag sie alle, jedes hat seine Stärken und Schwächen.

Welches Deiner Bücher ist Dein bisher erfolgreichstes?

Wie misst man Erfolg? Rein von den Verkaufszahlen Mädchendurst, allerdings von den Bewertungen her Herznote. Aber es sind so verschiedene Bücher, da ist ein Vergleich schwierig.

Bist Du in diesem Jahr auf einer der Buchmessen in Deutschland? Oder vielleicht sogar auf beiden?

Geplant ist wieder ein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Leipzig wird vielleicht eine Spontanaktion. Auf meiner Facebookseite informiere ich rechtzeitig.

Zum Schluss: Hast Du noch etwas, was Du loswerden möchtest?

Ich möchte einen Dank an euch Blogger/innen loswerden. Ihr ermöglicht jungen Autoren/innen, dass sie Bekanntheit erreichen und überhaupt wahrgenommen werden. Ihr gebt euch sehr viel Mühe mit Interviews und Buchvorstellungen. Danke dafür!

Lieber Timo, wir wünschen dir weiterhin viel Glück und Erfolg beim Schreiben. Danke, dass du dir die Zeit für die Beantwortung unserer Fragen genommen hast.