Allein durch die Sterne
©Piper Verlag


Worum geht’s?

Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch der Welt wärst? Für alle, die eine Reise durch die Sterne machen wollen, um am Ende bei jemandem anzukommen, der es wert ist

„Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.“
Die freiheitsliebende Ariadne tut nur was sie will: Sie versucht sich an Dingen, die ihr Spaß machen und umgibt sich nur mit Leuten, die ihr Freude bereiten – sowie mit ihrer Katze namens Katze. Doch dann sind alle Menschen in ihrer Umgebung von einem Moment auf den anderen verschwunden. Ariadne ist der letzte Mensch auf Erden und völlig allein. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai und auf der anderen Seite der Welt ist …

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Meine Meinung zum Buch

Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch auf der Welt wärst? Über die Frage habe ich tatsächlich noch nie bewusst nachgedacht. Und jetzt, da ich dieses Buch hier kenne, würde ich nie der letzte und einzige Mensch auf Erden sein wollen – es wäre so einsam.

Ariadne tut nur das, was sie will. Sie schmeißt ihr Studium, auf ihren Job hat sie auch nicht so richtig Lust und sortiert Menschen aus ihrem Leben, sobald diese zu anstrengend werden und ihr keine Freude mehr bereiten. Sie liebt ihre Freiheit, Verantwortung übernimmt sie nur ungern. Ariadne ist so eine richtige Partymaus, die keinen Gedanken an morgen verschwendet. Doch dann sind von einem Moment auf den anderen plötzlich alle Menschen auf der Erde verschwunden. Ihre beste Freundin ist weg, ihre Schwester ebenso. Kein Mensch mehr da.
Zu Beginn findet Ariadne das noch ziemlich gut, ganz alleine zu sein. Sie geht shoppen und klaut sich all die Kleidung, die sie sich sonst nicht leisten kann. Isst nur das Beste vom Besten, säuft bis zur Besinnungslosigkeit und genießt ihre immense Freiheit in vollen Zügen. Das Genießen hält jedoch nicht lange an. Irgendwann wird es ganz schön einsam, selbst mit ihrer Katze und einem aufgelesenen Hund an der Seite.
Ariadne beginnt Fotos in den Sozialen Medien zu posten, in der Hoffnung, dass es doch noch einen anderen Menschen auf diesem Planeten gibt, mit dem sie reden kann.

„Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.“

Als eines Tages dann plötzlich Ariadnes Handy aufleuchtet und eine Nachricht anzeigt, ist sie ganz aus dem Häuschen. Blöd nur, dass der Schreiber der Nachricht – Sanghyun – auf der anderen Seite der Welt in Shanghai sitzt.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass das Buch nicht realistisch ist und ich glaube auch, dass es keinerlei Anspruch auf Realismus erhebt. In “Allein durch die Sterne” bleiben der Strom und die Handynetze mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate mehr oder weniger intakt. Bis auf einige regionale Ausfälle, passiert hier nicht viel. Das würde in der Realität natürlich ganz anders aussehen. Da würde alles innerhalb weniger Tage kollabieren.
Wem Realitätstreue wichtig ist, der wird vermutlich einige Schwierigkeiten mit der Geschichte haben. Wer sich auf das Gedankenexperiment einlässt, wie es sich wohl als letzter Mensch auf Erden anfühlt, der wird seinen Spaß mit dem Buch haben.
Meiner Meinung nach ist es bei der Geschichte um Ariadne und Sanghyun nicht wichtig, ob das mit dem Strom wirklich so funktioniert oder nicht. Der Fokus liegt hier ganz woanders. Hier sind zwei Menschen, die durch die Abwesenheit aller anderen Menschen und den Überlebenskampf erfahren, was ihnen wirklich wichtig ist im Leben.

Das Buch ist aus Sicht von Ariadne geschrieben. Die Leser*innen begleiten sie auf ihrem Weg durch die Apokalypse. Obwohl wir nur ihre Gedankenwelt miterleben, lernen wir Sanghyun auch sehr gut kennen. Beide offenbaren im Laufe der Gesichte ihr Innerstes.
Im realen Leben wäre ich mit Ariadne nie ausgekommen. Uns beide trennen Welten. Hier im Buch mochte ich sie dagegen sehr. Sie ist äußerst tierlieb und Nika S. Daveron gelingt es sie sehr authentisch darzustellen. Genauso wie auch Sanghyun. Beides Charaktere, die ich im Buch gerne mochte, mit denen ich im echten Leben jedoch nie hätte befreundet sein können.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ist locker und leicht und hat mich nur so durch’s Buch getragen. Ich habe das Buch auch sehr zügig durchgelesen. Es hat einfach Spaß gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Leider sind mir beim Lesen einige Fehler aufgefallen. Zu viele, als das ich sie in einem veröffentlichten Buch tolerieren könnte. Dafür gibt es von mir auch einen Stern Abzug.

Eine Geschichte wie diese, habe ich bisher noch nicht gelesen. Und auch wenn sie nicht realistisch ist, hat sie mir unglaublich gut gefallen. Sie vermittelt eine Message, ist spannend und voller Emotionen.Ich bin wirklich froh, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde.

Ich vergebe sehr gerne gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: Allein durch die Sterne
Originaltitel: /
Reihe: /
Autor*in: Nika S. Daveron
Übersetzer*in: /
Illustrator*in: /
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2021
Format: Broschur (272 Seiten)
Empfohlenes Alter: /
EAN: ‎ 978-3-492-50463-8
Preis: € (D) 10,00
eBook: € (D) 5,99
Hörbuch: /


Weitere Meinungen zum Buch

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3 comments on “[Rezension] Allein durch die Sterne von Nika S. Daveron”

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