Kategorie: aer1th

[Rezension] Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

9783839001080

 

Titel: Nach dem Sommer (Band 1 der Mercy Falls Reihe)
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script 5
Erscheinungsdatum: September 2010
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (424 Seiten)
ISBN-13: 978-3839001080
Preis: 18,90€

zum Buch

 

Worum geht’s?
Als Kind von Wölfen gebissen und fast verschleppt, hat Grace ein ganz besonderes Verhältnis zu eben diesen Wölfen entwickelt. Jeden einzelnen Winter wartet sie gespannt auf die Rückkehr des Wolfsrudels in die Wälder Mercy Falls. Ein Wolf hat es ihr dabei besonders angetan, der Wolf mit den gelben Augen – ihr Wolf.

Im Winter ein Wolf, im Sommer ein Mensch beobachtet Sam seine Grace. Seitdem er sie aus den Fängen seines Wolfsrudels befreit hat, spürt er ein besonderes Band zwischen ihnen. Jahr für Jahr beobachtet er sie sowohl als Mensch als auch als Wolf, traut sich aber nie sie anzusprechen.
Dieses Jahr ist anders. Dieses Jahr spürt er, dass es sein letztes Jahr als Mensch sein wird und verliebt sich Hals über Kopf in Grace. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft?

Meine Meinung
Nach dem ich viele positive Stimmen zu der Mercy Falls Reihe gehört und gelesen habe, dachte ich mir, ich könnte es auch einmal versuchen. Gesagt, getan und schon ist es als Wanderbuch hier bei mir angekommen.

Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs wird vermutlich nicht entgangen sein, dass mir als Frau scheinbar so etwas wie ein Romantik-Gen fehlt. Zwinkerndes Smiley Vieles, was so manch andere Frau noch als romantisch empfindet, empfinde ich bereits als schnulzig und kann dies nur in kleinen Dosen vertragen.
Normalerweise lese ich eher im spannenden Bereich. Thriller, Krimis, aber auch Fantasy sind mein bevorzugtes Genre – gerne auch ab und an mit einem größeren Anteil Liebe, aber bitte nicht zu viel.

Nach dem Sommer gehört ganz eindeutig in die Kategorie “viel Liebe – viel Romantik”. Schnulzig empfand ich es nicht und das hat schon was zu heißen. Es war schön zu lesen, wie Grace und Sam sich gefunden haben und versuchen einander festzuhalten.
Zeitweise war es mir allerdings doch nicht spannend genug und ich habe mich dabei ertappt, wie ich einige Zeilen mehr überflogen als gelesen habe. Immer noch aufmerksam genug, um alles mitzubekommen, aber nicht so aufmerksam wie ich sonst lese.
Recht gradlinig und ohne nennenswerte Wendungen, die Spannung erzeugen würden, plätschert die Geschichte leider nur vor sich hin. Eine große Wendung gibt es etwa 150 Seiten vor Ende des Buches, die das Tempo etwas anzieht und somit mehr in mein Beuteschema passt.

Der Schreibstil Maggie Stiefvaters hat wieder einige Pluspunkte gebracht, denn dieser gefiel mir sehr gut. Stellenweise leicht poetisch angehaucht, aber angenehm leicht und flüssig zu lesen. Ich konnte mich durch die benutzte Sprache gut in die Protagonisten hineinfühlen und habe ihre Empfindungen geteilt.
Durch den Perspektivwechsel fällt es dem Leser leicht sich in die beiden Protagonisten hineinzuversetzen. Wir lernen sowohl die Gefühlswelt von Grace als auch die von Sam kennen.
Ich hatte die Befürchtung die Romantik innerhalb des Buches zwischen den Charakteren überzogen zu finden, doch dem war nicht so – ein Glück.

Das Ende des Buches lässt auf einen interessanten zweiten Teil hoffen, der hoffentlich ein wenig spannender wird als der Auftakt dieser Trilogie.

Fazit
Für manch einen könnte Nach dem Sommer noch ein wenig romantischer und poetischer geschrieben sein, für mich war es allerdings die fast richtige Dosis von beidem.
Für meinen Geschmack leider immer noch ein wenig zu sehr in die Länge gezogen und mit zu wenigen spannenden Passagen, konnte mich der erste Band der Mercy Falls Trilogie leider nicht vollständig überzeugen.
Den zweiten Band möchte ich dennoch lesen, da ich die Geschichte von Sam und Grace weiterverfolgen möchte. Auch wenn das bedeutet, dass ich zur Abwechslung mit weniger Spannung auskommen muss.
Für Nach dem Sommer gibt es dennoch nur gute 3 von 5 Sternen.

Skala 3 Stern

[Rezension] Insignia–Die Weltenspieler von S.J. Kincaid

Kincaid_SJDie_Weltenspieler_126302

 

Titel: Insignia – Die Weltenspieler (Bd. 1)
Autor: S.J. Kincaid
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 19. November 2012
Format: Taschenbuch (512 Seiten)
ISBN-13: 978-3442478347
Preis: 9,99€

zum Buch

 

 

 

Worum geht’s?

Amerika in einer nicht so fernen Zukunft. Der Dritte Weltkrieg ist ausgebrochen, aber die Menschen auf der Erde bekommen außer in den Nachrichten nichts davon mit. Kriege werden nicht mehr Mann gegen Mann ausgefochten, sondern Kampfdrohne gegen Kampfdrohne. Der Dritte Weltkrieg findet im Weltall statt und zwar mit unbemannten Raumschiffen, die von der Erde aus gesteuert werden – von Jugendlichen.

Der 14-jährige Tom lebt zusammen mit seinem spielsüchtigen Vater immer an einem anderen Ort. Toms größte Leidenschaft ist die virtuelle Realität und das einzige, was ihm und seinem Vater ab und an einige Annehmlichkeiten beschert. Tom sorgt mit seinem Spielgeschick dafür, dass er und sein Vater ein warmes Bett zum schlafen und eine Dusche haben. Eine richtige Schule hat Tom noch nie besucht. Selbst seiner virtuellen Schule stattet er eher selten einen Besuch ab.

Auf Grund seiner Fähigkeiten bekommt Tom überraschend einen Platz an der Eliteschule im Pentagon angeboten. Zunächst skeptisch, seinen größten Traum aber zum Greifen nah, sagt Tom zu. Das Leben, das nun auf ihn zukommt, hat er so nie erwartet, möchte es aber nicht wieder loslassen. Eine spannende Zeit rund um Freundschaft, Ruhm und Abenteuer beginnt.

Meine Meinung

Auf dieses Buch bin ich durch eine Leserunde bei Lovelybooks aufmerksam geworden und habe mich zunächst gewundert, warum der Bewerbungsansturm sich in Grenzen gehalten hat.
Das Buch klang vom Klappentext und der Leseprobe her unglaublich spannend und interessant. Aber es geht um Sci-Fi und ich denke, genau das wird einige wohl “abgeschreckt” haben. Dieses Buch gehört nicht zum Mainstream, ist aber ein absoluter Geheimtipp.

Mit seinen 512 recht eng beschriebenen Seiten ist Insignia ein recht umfangreiches Buch, das aber ohne Längen auskommt. Spannend von Anfang bis Ende konnte S.J. Kincaid mich in die nahe Zukunft Amerikas entführen und damit in eine Welt, die geprägt von Technologie und Virtual Reality ist.
Die Idee den dritten Weltkrieg nicht auf der Erde, sondern im Weltall stattfinden zu lassen, finde ich äußerst interessant und spannend.
Die Art wie Kincaid ihre Idee umgesetzt hat, ist wirklich gut durchdacht und teilweise sehr unheimlich. Ich möchte euch hier nicht zu viel verraten, aber ich kann euch sagen, dass ich schon so einige Male Gänsehaut hatte bei dem Gedanken wie extrem die Jugendlichen manipuliert wurden bzw. hätten manipuliert werden können. Echt erschreckend.

Das Buch lässt sich gut lesen, es ist flüssig geschrieben und schafft es den Leser mitzunehmen. Der Schreibstil ist einfach, aber nicht anspruchslos. Ab und an erfordert das Lesen ein wenig mehr Aufmerksamkeit, besonders wenn die politischen Hintergründe mit eingeflochten und erklärt werden. Aber keine Sorge, es wird wohl kaum einen erwachsenen Leser überfordern.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken allesamt authentisch. Kincaid versteht es mit der Sympathie und Antipathie des Lesers zu den Charakteren zu spielen. Kommt einem zunächst ein Charakter sympathisch vor, stellt man im nächsten Moment fest, dass dieser doch nicht ganz so sympathisch ist. Es gibt hier kein schwarz und weiß. Keiner der Charaktere ist nur gut oder nur böse, daher auch der hohe Grad an Authentizität.

Tom und später auch seine Freunde durch das Buch zu begleiten, hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich in sie hineinzuversetzen und mich mit ihren zu freuen oder mit ihnen zu leiden.

Das Ende fand ich bei diesem Buch recht angenehm, da es zwar offen gestaltet ist und nicht alle aufgekommenen Fragen beantwortet. Es ist aber nicht so offen, dass das Warten auf den nächsten Band unerträglich macht. Eine gute Mischung wie ich finde.

Fazit
Insignia – Die Weltenspieler ist der Auftakt einer Trilogie, der spannend, interessant und erschreckend zugleich ist und meiner Meinung nach selbst anspruchsvolleren Lesern gerecht wird.
Für Sci-Fi Fans, die der Idee genauso viel abgewinnen können wie ich, ist dieses Buch ein Muss. Aber auch anderen Interessierten möchte ich es ans Herz legen – lasst euch nicht von den Raumschiffen und der Technologie abschrecken.
Authentische Charaktere, die sich weiterentwickeln, ein flüssiger Schreibstil und eine gut ausgeführte Grundidee machen dieses Buch für mich zu einem Geheimtipp.
Ein Buch über Freundschaft, Liebe und Ruhm, das es wert ist gelesen zu werden.

Mit 4,5 von 5 Sternen gibt es daher von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Skala 4,5 Stern

Vielen Dank an S.J. Kincaid für die Begleitung der Leserunde bei Lovelybooks und vielen Dank auch an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

[Neu im Bücherregal] Die Geschenke

Das Jahr ist noch nicht wirklich alt und schon wieder hat uns der Stress gepackt. Vom Dezember möchte ich erst gar nicht reden. Ich glaube, ihr kennt das auch. Smiley

Deswegen bin ich auch noch gar nicht dazu gekommen euch meine Neuzugänge zu zeigen. Wieder werde ich alle Neuzugänge aus Dezember und Januar aufteilen und euch nicht mit allen Büchern gleichzeitig zu bombardieren.

Hier also erst mal die Buchgeschenke, die ich im Dezember zu Nikolaus und Weihnachten bekommen habe.

Neuzugänge Weihnachtsgeschenke

Für Informationen zu den Büchern klickt bitte auf die Links. Die führen euch zu den Verlagsseiten, wo ihr weitere Infos bekommen könnt.

Die Pellinor-Sage Band 1-4 von Alison Croggon
Diese komplette Tetralogie habe ich von meinen Schwiegereltern bekommen. Beide wissen wie gerne ich lese, daher freue ich mich immer riesig darüber neue Bücher zu Weihnachten zu bekommen.
Ich bin echt gespannt wie mir die Reihe gefallen wird. Gutes habe ich ja bereits darüber gelesen.

Der sterbende Detektiv von Leif Gw Persson
Dieses Buch habe ich zu Nikolaus von meinem Mann bekommen. Ich war richtig überrascht, dass es überhaupt etwas zu Nikolaus gab und habe mich natürlich unheimlich darüber gefreut. Die Schoki, die es dazu gab ist natürlich schon weg. Zwinkerndes Smiley

Countdown – Jede Sekunde läuft von Douglas Preston & Lincoln Child
Auch dieses Buch habe ich von meinem Mann geschenkt bekommen und zwar zu Weihnachten. Mein Mann weigert sich ein bisschen Bücher von meiner Wunschliste zu kaufen, weil er meint, mich so nicht mehr überraschen zu können. Daher gibt es von ihm tatsächlich immer Überraschungen was Bücher angeht. So lerne ich auf jeden Fall neue Bücher kennen, die mir vorher noch nicht so aufgefallen sind. Meistens hat er auch ein ganz gutes Händchen dafür. Smiley

Das war’s auch schon. Den nächsten Schwung Neuzugänge wird es demnächst schon bald geben. Ein paar neue Bücher habe ich noch. 🙂

Aer1th

[Rezension] Bekenntnisse eines Serienjunkies von Jochen Till

201865_big

 

Titel: Bekenntnisse eines Serienjunkies Staffel 1
Autor: Jochen Till
Verlag: dotbooks
Erscheinungsdatum: 29. Oktober 2012
Format: eBook (ca. 237 Seiten)
ISBN-13: 978-3955200237
Preis: 4,99€

zum Buch

 

 

Inhalt

„Die längsten, außergewöhnlichsten und faszinierendsten Geschichten erzählen mir TV-Serien. Deshalb liebe ich sie so sehr, dass ich sogar ein Buch darüber schreibe.“

Von Breaking Bad bis zu den Simpsons, von Seinfeld bis The Walking Dead: Jochen Till guckt sie alle und kann nach über 10.000 Stunden Seriengenuss zu Recht als Aficionado von TV-Serien bezeichnet werden. In diesem Buch stellt er 25 seiner Favoriten vor, die ihn zum Serienjunkie gemacht haben. Er nimmt den Leser mit auf einen amüsanten Streifzug durch Comedy, Drama, Mystery, Horror, Science Fiction und viele andere Genres.

Altbekanntes und Geheimtipps: Ein Muss für alle Serienfans!
(Quelle: dotbooks.de)

Meine Meinung

Bevor ich begann dieses Buch zu lesen, dachte ich immer, ich sei ein ziemlich großer Serienjunkie. Diverse Serien zu Hause auf DVD oder auf Blu-ray. Die Freunde fragten einen in puncto Fernsehunterhaltung um Rat oder liehen sich ganze Staffeln aus, um sie zu inhalieren.
Ja und dann lernte ich virtuell Jochen Till und seine Bekenntnisse eines Serienjunkies kennen. An 10.000 Stunden Seriengenuss und 14 Serien pro Woche komme ich einfach nicht ran. Da ist einer noch viel verrückter nach dem Flimmern auf der Mattscheibe als ich und bleibt bei der Masse an Serien auch noch wählerisch. Ein gutes Zeichen, dachte ich, und musste mir anschauen, was dieser Herr zu sagen hatte.

Die Inhaltsbeschreibung sagt”Ein Muss für alle Serienfans!” und dem kann ich so auch zustimmen. In der ersten Staffel der Bekenntnisse eines Serienjunkies stellt Jochen Till 25 Serien vor, die sich seiner Meinung nach besonders von anderen Serien im Fernsehdschungel unterscheiden. Klassiker wie Die Simpsons und die X-Files dürfen da natürlich nicht fehlen. Aber auch Unbekanntes wie Treme oder einfach nur Geniales wie The Big Bang Theory werden von Jochen Till beleuchtet.

Mit einer großen Portion Witz und Humor und noch viel mehr Ironie (besonders auch Selbstironie), führt Jochen Till seine Leser durch eine bunt gewürfelte Serienwelt. Gespickt mit Anekdoten, die nicht immer ganz ernst gemeint sind, berichtet der Autor u.a. von seinen Erfahrungen mit der Frauenwelt und warum “Lasko – Die Faust Gottes” niemals dazu führen wird, dass ein weibliches Wesen Jochen Till näher kennenlernen wird.

Fazit

Serienjunkies und die, die es werden wollen werden ihren Spaß mit diesem Buch haben. Es gibt viel zu lachen und auch zu entdecken. Ihr solltet allerdings des Ironischen mächtig sein und euch selber auf die Schippe nehmen können bzw. nicht alles so ernst nehmen. Dieses Buch wird eure Lachmuskeln strapazieren und eure Mitmenschen in Mitleidenschaft ziehen, entweder durch lautes Lachen oder dem Drang Textpassagen vorlesen zu müssen – seid gewarnt.
Auch wenn es mir stellenweise ein wenig zu überzogen vorgekommen ist, gibt es mit 4 von 5 Sternen von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Skala 4 Stern

 

Vielen Dank an Jochen Till für die Begleitung der Leserunde bei Lovelybooks, und dotbooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Lese-Rückblick] Dezember 2012

Der Dezember ist rum und das Jahr 2012 damit auch. Lesetechnisch habe ich mich gegenüber November stark gesteigert, komme aber immer noch nicht an die zehn, 20 oder sogar 30 Bücher heran, die so manch anderer Lesefuchs liest. Wie schafft ihr das nur? Smiley

Gleich am 01. Januar habe ich mich bei Goodreads für meine eigene persönliche Challenge angemeldet. Und zwar versuche ich 60 Bücher im Jahr 2013 zu lesen. Es mag vielleicht wenig klingen, dennoch hoffe ich, dass ich mir kein zu hohes Ziel gesetzt habe. Erreichen möchte ich es nämlich schon gerne.
Außerdem plane ich mich bei noch ein oder zwei weiteren Challenges anzumelden, da ich plane auch wieder mehr in englisch zu lesen.

Gelesen

Monatsstatistik

gelesen: 6 Bücher
neu hinzugekommen: 16 Bücher

SuB Ende Dezember: 229 (lt. Lovelybooks)

Top des Monats

9783551582010

Flop des Monats

Glattauer_DGut_gegen_Nordwind_122476

 

Flop stimmt auch hier wieder nicht ganz,
da ich das Buch alles andere als schlecht fand,
aber dennoch irgendwie enttäuscht davon war.

 

 

 

Aer1th

Frohes neues Jahr 2013!

saying-65581_640

Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes neues Jahr 2013!

Wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr reingekommen und dass sich all eure Wünsche und Vorsätze erfüllen mögen. Viel Glück, Gesundheit und Zeit für euch und eure Lieben wünschen wir euch von Herzen. Lasst es ruhig angehen und den Stress einfach mal Stress sein.

Auch wollen wir uns für ein Jahr tthinkttwice bei euch bedanken. Wir freuen uns über jeden einzelnen neuen Leser, der dazukommt und unsere Blogwelt bereichert. Euer Feedback ist uns besonders wichtig. Smiley

Viele liebe Grüße
Mephisztoe & Aer1th

[Rezension] Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Glattauer_DGut_gegen_Nordwind_122476

 

Titel: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2008
Format: Broschur (224 Seiten)
ISBN-13: 978-3442465866
Preis: 7,95€

zum Buch

 

 

Inhalt

Als Emmi Rothner versucht ihr “Like” Abonnement per E-Mail zu kündigen, unterläuft ihr ein kleiner Schreibfehler, der ungeahnte Folgen hat.
Anstatt dem Like Magazin ihre E-Mail zukommen zu lassen, enthält ein Herr Leo Leike ihre Mails. Dieser klärt sie natürlich pflichtbewusst über ihren Irrtum auf, doch dabei bleibt es nicht.
Aus diesem Schreibfehler, der Zufallsbekanntschaft erwächst eine Beziehung wie es nur per E-Mail möglich ist. Fremd und distanziert, aber gleichzeitig so aufregend und intim als wären die beiden füreinander bestimmt. Durch diesen elektronischen Briefwechsel kommen sich die beiden im Laufe der Zeit immer näher. Kann ihre außergewöhnliche Beziehung einer persönlichen Begegnung standhalten und wenn ja, wie wird es enden?

Meine Meinung

Ein Buch wie ich es bisher noch nicht gelesen habe. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich sehr skeptisch war, als ich zum ersten Mal von Gut gegen Nordwind gehört habe. Ein ganzes Buch, das nur aus E-Mails besteht? Das kann doch gar nicht so interessant sein, dachte ich mir. Wer möchte schon 220 Seiten lang nur die E-Mails anderer Leute lesen?
Viele positive Stimmen zu dem Buch haben mich letztendlich doch überzeugen können, dem Buch eine Chance zu geben und siehe da: ich konnte Gut gegen Nordwind kaum mehr aus der Hand legen.

Daniel Glattauer schafft es mit den beiden Protagonisten Emmi Rothner und Leo Leike zwei Charaktere zu erschaffen, in die man sich gleichzeitig hineinversetzen kann, dann aber doch so fremd bleiben, dass der Leser sie fasziniert von außen beobachtet. Der natürliche Voyeurismus des Menschen ist geweckt und wird hier ganz eindeutig befriedigt.
Der Leser erlebt mit wie sich zwischen den beiden eine Beziehung aufbaut, wie sie leiden, mit sich hadern oder sich ganz einfach freuen.

Doch obwohl ich Gut gegen Nordwind intelligent und als gut geschrieben empfinde und es nicht mehr aus der Hand legen konnte, bleibt dennoch ein fader Beigeschmack bestehen.
Beginnt das Buch interessant, aufregend und witzig wird es im Laufe der ausgetauschten E-Mails leider immer nerviger. Schlagfertige Antworten werden von Nachrichten abgelöst, die mich nur noch mit dem Kopf haben schütteln lassen.
Emmi, selber verheiratet mit einem deutlich älteren Mann und seinen zwei Kindern bezeichnet ihre Ehe als glücklich und reagiert regelmäßig zickig auf Anmerkungen ihrer E-Mail Bekanntschaft Leo, wenn dieser sie auf ihre “glückliche Ehe” anspricht. Auch gestattet sie es sich eifersüchtig auf alle Partnerinnen zu reagieren, von denen Leo ihr berichtet, “erlaubt” diese Gefühle aber nicht Leo.

Ich bin leider etwas zwiegespalten was das Buch angeht, da mir durchaus bewusst ist, dass der Effekt, den Gut gegen Nordwind beim Leser auslöst vermutlich nicht zustanden gekommen wäre, wäre einer der beiden nicht verheiratet gewesen. Der Beigeschmack, der dabei entsteht, den kann ich jedoch nicht ignorieren, daher gibt es dafür von mir Sterneabzug.

Fazit

Dieses Buch ist intelligent, gut geschrieben, weiß zu fesseln und ist außergewöhnlich. Leider verliert es im Laufe der Geschichte für mich immer mehr an Spritzigkeit, ja, wird leider sogar etwas nervig.
Dennoch gehört es meiner Meinung nach zu den Büchern, die man gelesen haben sollte – einfach, weil es so anders ist. Es berührt einen, wenn auch nicht immer auf die Art, die man erwartet hätte.

Skala 3,5 Stern

[Rezension] Smaragdjungfer von Mara Laue

smaragdjungfer_978-3-86680-870-6

 

Titel: Smaragdjungfer
Autor: Mara Laue
Verlag: Sutton Verlag
Erscheinungsdatum: 16. August 2011
Format: Broschur (272 Seiten)
ISBN-13: 978-3866808706
Preis: 12,00€

zum Buch

 

 

Inhalt

Nach 16 endlos langen Monaten Zwangspause vom Dienst darf Kommissarin Petra Rauwolf endlich wieder zur Arbeit erscheinen. Was sie jedoch auf ihrem alten Revier erwartet, kann schlimmer fast nicht sein. Ihr Partner und Lebensgefährte kam vor 16 Monaten bei einer Schießerei ums Leben und alle gaben ihr die Schuld daran, einschließlich sie selber. Auch wenn ihre Unschuld mittlerweile bewiesen ist, wird sie von Kollegen gemieden und sogar gemobbt. Zu allem Überfluss wird ihr auch noch ein neuer Partner zugeteilt mit dem sie nicht so recht warm wird.
Beide werden dem vermeintlich einfachen Fall eines Mordes an einer Frau zugeteilt, wurde der potenzielle Täter doch mit blutverschmierten Händen neben der Toten aufgefunden – auf der Suche nach einem wertvollen Collier in Form einer Libelle – der Smaragdjungfer.
Der Fall scheint eindeutig und doch werden Paula von oberster Stelle die Hände gebunden. “Ermitteln Sie in eine andere Richtung!” heißt es da nur. Wer hat hier was zu verbergen und was hat die ermordete Edel-Prostituierte Jasmin Stojanovic damit zu tun?

Meine Meinung

Mal wieder ein Krimi und dann auch noch ein regionaler. So gute Erfahrungen habe ich mit diesem Genre bis jetzt leider nicht gemacht, aber ich lasse mich ja nicht beirren.
An Smaragdjungfer bin ich ohne jegliche Erfahrungen gegangen und kann sagen, dass ich wirklich positiv überrascht worden bin.

Nach kleinen anfänglichen Stolpersteinen, was den Schreibstil betrifft, eröffnete sich mir ein Krimi mit vielen überraschenden Wendungen, sich entwickelnden Charakteren und einer sehr interessanten Protagonistin. Normalerweise bin ich kein Fan von regionalen Romanen, vor allem dann nicht, wenn ich mich in der Region so gar nicht auskenne, aber bei Smaragdjungfer störten mich die regionalen Einflüsse gar nicht. Ich fand sie interessant und gut platziert.

Wer gerne Krimis liest, wird diesen hier sicherlich auch mögen. Wenig blutig, aber mit einer großen Portion Spannung weiß er zu punkten. Die Handlung an sich ist schlüssig und so verwinkelt, dass selbst ich fast bis zum Schluss fleißig mitknobeln konnte, wer denn wirklich der Täter ist. Das gefällt mir an Krimis und Thrillern immer besonders gut. Nichts ist langweiliger als den Täter bereits zur Mitte des Buches hin zu kennen.

Auch die Charaktere haben es in sich. Sie sind authentisch und äußerst gut herausgearbeitet. Und was ich besonders an guten Charakteren schätze, ist, dass sie sich im Laufe eines Buches entwickeln und nicht still stehen bleiben. Das ist hier der Fall. Die Charaktere sind mit einer Tiefe versehen, die bei mir tatsächlich für ein wenig Pippi in den Augen gesorgt hat. Ich konnte mitleiden, mitfiebern und mich auch mit freuen.

Wer zudem noch auf Authentizität und gute Recherche wert legt, wird auch hier wieder fündig werden. Die internen Abläufe der Mordkommission, regionale Gepflogenheiten und fundiertes Wissen im Bereich der Psychologie machen diesen Krimi wirklich lesenswert.

Fazit

Wer sich nicht an einer teilweise anstrengenden, aber sehr interessanten Protagonistin stört, gerne Krimis liest oder es einfach mal ausprobieren möchte, dem kann ich Smaragdjungfer gerne empfehlen.
Dieser Krimi lebt durch Spannung, unvorhergesehene Wendungen, eine gute Recherche und interessante Charaktere.
Mit 4,5 von 5 Sternen von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Skala 4,5 Stern

[eBook-Tipp] Heute mal nicht kostenlos…

…dafür gibt es für nur 3,99€ je Buch zwei wirklich klasse Bücher bei Amazon zu kaufen. Schlagt zu solange das Angebot noch gilt. Ich habe es getan. Smiley

Und diese Bücher gibt es im Moment so günstig:

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

9783862745609

Amazon

“Geliebter Mörder? Atemlos spannend – ein Meisterwerk von Antonia Michaelis
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?
Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte – lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich – eine ganz neue Antonia Michaelis.”

Wunder einer Winternacht: Die Weihnachtsgeschichte von Marko Leino

EB_978_3_644_20301_0

Amazon

“Die wahre Geschichte vom Weihnachtsmann
Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend naht, muss er weiterziehen.
Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei. Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder …”

Viel Spaß damit. Smiley

Eure
Aer1th

[eBook-Tipp] Der Sieben-Verlag versüßt einem den Tag…

…und zwar mit einem ganz tollen eBook, das es heute kostenlos beim Sieben-Verlag selber auf deren Website gibt. Schaut schnell vorbei und holt es euch.

124_front
Sieben-Verlag

“Schlafen, trainieren, Kreaturen töten – Leilas Leben ist perfekt. Bis zu dem Tag, an dem sich die Fee Vanora aus ihrem Kristallkäfig und somit aus dem ihr auferlegten Bann befreit. Auf Rache sinnend, wird Vanora zu einer Bedrohung für die Welt der Menschen. Der Einzige, der Leila im Kampf gegen Venora helfen kann, ist ausgerechnet ebenfalls vom Volk der Feen. Der unwiderstehliche Luthias. Ihm hat Leila ihre seltenen Niederlagen zu verdanken.
Luthias lässt keine Gelegenheit aus, Frauen zu erobern, und lebt auch sonst die hinterlistige Art seines Volkes mit Genuss aus. Obwohl sich Leila nicht in die Schlange seiner Verehrerinnen einreihen will, und ihm keinesfalls zu trauen ist, fällt es ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme zu entziehen. Nicht ahnend, dass Luthias in der Tat seine eigenen Pläne verfolgt, lässt sie immer mehr Nähe zu … “

Eure
Aer1th