Kategorie: Bücher

[Gemeinsam Lesen] #19

Eine gemeinsame Aktion von Schlunzen Bücher und Weltenwanderer. Ins Leben gerufen von Asaviel.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese zur Zeit “Mondtochter: Die Nacht der Elemente” von Lia Haycraft und bin bei 73% (laut Kindle angeblich bei S. 203).

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Sander stand am Fenster im blauen Salon und starrte auf den Horizont.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Dieses eBook ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und bisher gefällt es mir sehr gut. Allerdings hat mich das letzte gelesene Kapitel ein wenig verwirrt zurückgelassen. Irgendwie war es sehr konfus. Die Handlungsstränge und Orte sind meiner Meinung nach zu sehr und zu schnell gesprungen. Ich habe beim Lesen überhaupt nicht mehr mitbekommen, wo ich gerade war bzw. bin und was genau alles passiert. Außerdem bin ich der Meinung einen Fehler in der Handlung entdeckt zu haben, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Ansonsten ist das Buch gut geschrieben, lässt sich gut weg lesen und ist spannend.

4. Nenne 5 Adjektive, die dein aktuelles Buch beschreiben. Wenn du dir jetzt diese Eigenschaften anschaust: würdest du gerne mit jemandem befreundet sein, auf den diese charakterlich zutreffen? (Wenn du erst am Anfang bist, dann nimm Adjektive, was du vom Buch erwartest)
  • spannend
  • konfus
  • rasant
  • simpel
  • oberflächlich

Hmmm…wahrscheinlich würde ich Schwierigkeiten haben mit einem Menschen befreundet zu sein, auf den all meine genannten Eigenschaften zutreffen. Es wäre aber auch sicherlich ganz interessant zu sehen, was sich daraus entwickeln könnte. Ein Mensch, der etwas mehr Pepp und Schwung in mein Leben bringen würde, wäre sicherlich mal eine willkommene Abwechslung, besonders, wenn er mich dazu bringen würde Dinge zu tun, die ich von mir aus nie selbst getan hätte.
Ich selber führe z.B. gerne auch tiefergehende Gespräche. Wenn jemand so gar nicht dazu in der Lage ist, weil er zu simpel gestrickt und dazu noch sehr oberflächlich ist, dann könnten wir auf Dauer Probleme bei unseren Gesprächsthemen bekommen. Ich rede gerne über Gott und die Welt und philosophiere auch ein wenig vor mich her, was aber nicht heißt, dass ich das ständig tun würde. Small Talk ist auch sehr nett, auch wenn ich manchmal Probleme damit habe.

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es Eigenschaften an einem Menschen, die ihr ganz besonders toll findet? Oder vielleicht auch eine, mit der ihr Schwierigkeiten habt zurechtzukommen?

[Montagsfrage] Wie viele Seiten liegen in deinem aktuellen Buch noch vor dir und freust du dich darauf?

Hier geht’s zur Montagsfrage bei Buchfresserchen.

Ich lese zur Zeit Mondtochter: Die Nacht der Elemente von Lia Haycraft und da es sich hierbei um ein eBook handelt, kann ich leider nicht so richtig mit Seitenzahlen dienen. Ich bin auf jeden Fall bei 45% und habe so mit 55% noch knapp über die Hälfte vor mir.

Bis jetzt liest sich das Buch sehr gut und auch die Thematik ist interessant. Ein Buch, das man so schön zwischendurch lesen kann. Bevor ich Mondtochter angefangen habe zu lesen, hatte ich tatsächlich eine kleine Leseflaute und habe einige Tage gar nichts gelesen oder eben nur ein paar wenige Seiten. Jetzt, bei diesem Buch, freue ich mich auf’s Weiterlesen und nehme das Buch gern zur Hand.

Was lest ihr so im Moment?

[Anti-Age dem SuB! 3.0] Gar nicht so übel der März

Was war los im März?

Die Glücksfee hat für den März gleich doppeltes Glück gebracht. Ich sollte nämlich Tür ins Dunkel von Dean Koontz lesen, was gleichzeitig auch ein Buch vom Ur-Alt-SuB ist. So konnte ich Glücksfee und Ur-Opa gleichzeitig abhaken. Das Buch war ganz interessant, aber recht vorhersehbar und teilweise doch ziemlich abgedreht.

Für die Bonusaufgabe habe ich mir Tintenherz von Cornelia Funke ausgesucht. Spannenderweise hatte ich gar nicht so viele Bücher mit Blumen bzw. Blumenteilen auf dem Cover. Das Buch lag auch schon etwas länger auf dem SuB und natürlich wollte ich es damals haben, weil es jeder gelesen hat. Naja, das Buch ist gut. Cornelia Funkes Schreibstil bildgewaltig, doch leider konnte mich das Buch nicht so richtig packen. Zwischendrin fand ich es leider doch ab und an etwas langatmig.

Tja, bei Plus/Minus habe ich mal wieder versagt, was auch nichts Neues ist. Zwinkerndes Smiley

Das bringt der April

Die Glücksfee hat mir ein Buch ausgelost, das mir im Moment so rein gar nichts sagt. Und zwar soll ich Verflucht sei dein Name von Olivier Descosse lesen.Ehrlich gesagt, weiß ich gerade noch nicht einmal in welchem meiner Regale sich das Buch befindet. Hier heißt es wohl erst einmal suchen gehen.

Da ich auch beim Ur-Opa auslose, ist das Los wieder auf einen alten Bekannten gefallen. Das Geheimnis des 13. Apostels von Michel Benoît möchte von mir gelesen werden. Das letzte Mal habe ich das Buch ignoriert. Mal schauen, wie es im April aussehen wird.

Die Bonusaufgabe ist im April an Ostern angelehnt. Nein, es hat nichts mit dem Osterhasen direkt zu tun, aber es soll ein Buch gelesen werden, das in bezahlfreier Form bei uns eingezogen ist.

Eiersuche: Lies ein Buch vom Alt-SuB, das dir in irgendeiner bezahlfreien Form ins Nest gelegt wurde! (Geschenkt, geliehen, zur Rezension etc. Glücksfee zählt NICHT)

Ich habe mich noch für kein Buch entschieden. Ich denke, ich mache es ganz spontan. Ein paar Bücher dürfte ich nämlich zur Auswahl haben.

[eBook-Tipp] Paranormal Romance und ein unterhaltsamer Roman über Tourette

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Hier geht’s zum Buch.

In Lillys Leben läuft einiges schief. Sie ist Single, ohne Job, ohne eigene Wohnung und seit dem frühen Tod ihrer Mutter auch noch ohne eine Schulter zum Ausweinen. Als sei das noch nicht schlimm genug, wird sie von verstörenden Visionen heimgesucht. Wer ist die Frau, die in ihrem Kopf herumgeistert? Die Spur führt sie mitten nach New York City, ausgerechnet in die Stadt, in der ihre Mutter starb und um die Lilly seitdem einen großen Bogen macht. Sie entscheidet sich dennoch, in der Metropole noch einmal neu anzufangen, schließlich braucht sie dringend einen Job und Abstand vom Provinzleben. Als Lilly im Big Apple tatsächlich Arbeit findet und den attraktiven Mason kennenlernt, scheint es endlich wieder bergauf zu gehen. Doch der junge Mann wird von Geheimnissen umnebelt, die in Zusammenhang mit Lillys seltsamen Visionen zu stehen scheinen. War es Schicksal, dass sich ihre Wege kreuzten? (Quelle: Amazon)

 

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Hier geht’s zum Buch.

Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet und manchmal Worte sagt, die sie weder so meint noch kontrollieren kann. Doch der manchmal leicht begriffsstutzige Jan liebt sie gerade dafür.
Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine verrückte Reise durch halb Europa. Dabei lernen sie nicht nur Paris, London, Brüssel und Mallorca kennen, sie beginnen auch zu verstehen, was es heißt, zu vertrauen. Und was es heißt, wenn gegenseitiges Vertrauen missbraucht wird. Denn am Ende geht es für Jan und Laura um die große Frage nach der Liebe…
Ein unterhaltsamer, Mut machender, humorvoller und sensibler Entwicklungs- und Reiseroman über zwei unendlich liebevolle Protagonisten, die gemeinsam ihre eigene Welt entdecken und im Leser so Verständnis, Mitgefühl und Nächstenliebe wecken. (Quelle: Amazon)

[Lese-Rückblick] Ein eher durchschnittlicher März

Der März ist auch schon wieder um…wie schnell die Zeit doch wieder rennt. An meine Februar-Statistik kommt der März bei weitem nicht ran, aber dafür habe ich ein absolutes Lesehighlight gefunden, das mir manchmal auch heute noch positiv nachhängt und ich habe mich erstmals an ein neues Genre getraut. Mein erstes New Adult Buch ist gelesen und es hat mir ziemlich gut gefallen.

Gelesen

 

  • Eleanor & Park – Rainbow Rowell

 

  • After Passion – Anna Todd
  • Tintenherz – Cornelia Funke (gute 3,5 Sterne)
  • Tür ins Dunkel – Dean Koontz (3,5 Sterne)

 

 

  • Méto: Die Welt – Yves Grevet
  • Das Vermächtnis der Zauberer – Cinda Williams Chima

Insgesamt gelesene Seiten: 2937

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 6
abgebrochene Bücher: 0
neue Bücher: 9

  • Reziexemplare: 3
    geschenkt/gewonnen: 2
    ausgeliehen: 0
    gekauft: 3
    ertauscht: 1

SuB: minimal gestiegen…oder so

Zusammengefasst

Ok…irre…ich habe im Vergleich zum Februar “nur” sechs Bücher gelesen, aber die gelesenen Seiten liegen über denen aus Februar. Defacto habe ich im März also eigentlich mehr gelesen. Ich bin geflashed. Smiley mit geöffnetem Mund Zwar ist mein SuB nicht gesunken, aber auch nicht allzu stark angestiegen.
Insgesamt war mein Lesemonat eher durchwachsen. Mit “Tintenherz” und “Das Vermächtnis der Zauberer” habe ich mich etwas schwer getan und doch recht lange gebraucht, um die Bücher zu lesen. Dafür hat mich Anna Todds “After Passion” positiv überrascht. Eine Freundin hat mich auf den Geschmack gebracht, ohne dass ihr es wirklich bewusst war. Smiley Ich habe dem New Adult Genre eine Chance gegeben und wurde zumindest bei diesem Buch nicht enttäuscht, auch wenn es mich zwischendrin doch ein kleines bisschen genervt hat.
Mit “Eleanor & Park” ist ein richtiges Lesehighlight bei mir eingezogen. Ich habe dieses Buch geliebt und auch gleich mein Umfeld mit angesteckt.

Habt ihr auch ein Lesehighlight im März? Verratet es mir doch. Smiley

[Montagsfrage] Glaubst du, du hast schon mal einer Buchfigur nachgeeifert?

Hier geht’s zur Montagsfrage bei Buchfresserchen.

Frisch vom Zahnarzt zu Hause angekommen, dachte ich mir, ich nutze mal die Zeit bis ich frühstücken darf und los zur Arbeit muss und beantworte die heutige Montagsfrage.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich Personen, die ich gern habe, die mir etwas bedeuten oder deren Verhaltensweise mich beeindrucken, spiegele oder mir generell Dinge abgucke. Das ist mir sehr häufig bei realen Personen aufgefallen, aber auch bei Charakteren in Filmen. Und auch wenn ich gerade kein konkretes Beispiel zur Hand habe, bin ich mir sehr sicher, dass ich mich schon einmal einer Buchfigur habe inspirieren lassen.
Gerade wenn es starke Protagonistinnen sind, die sich nicht unterkriegen lassen, lasse ich mich gerne von ihnen beeinflussen. Besonders beeinflussbar bin ich dann vermutlich in Zeiten, in denen es mir nicht ganz so gut geht und/oder wo das Buch zu meinem aktuellen Problem passt, wo ich Parallelen entdecken kann und versuche etwas von der Stärke der Buchfigur mitzunehmen.

Wie sieht’s bei euch aus? Hat euch schon mal eine Buchfigur nachhaltig beeinflusst?

[Gemeinsam Lesen] #18

Eine gemeinsame Aktion von Schlunzen Bücher und Weltenwanderer. Ins Leben gerufen von Asaviel.

 
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese zur Zeit “Das Vermächtnis der Zauberer” und bin auf Seite 171.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Jason verbrachte eine Stunde oder mehr in Sephs Zimmer, schlich herum und wob seinen “Glamour”, wie er ihn nannte.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe Tintenherz jetzt für dieses Reziexemplar erst einmal unterbrochen, da ich vermutlich noch einige Zeit an dem Buch lesen werde und dieses Buch gerne rezensiert werden möchte.
”Das Vermächtnis der Zauberer” liest sich bist jetzt sehr gut. Sehr flüssig und auch interessant. Es ist zumindest im Moment eher im Urban Fantasy Stil gehalten, was mir sehr gut gefällt. Ich mag ja eh “Internatsromane” und wenn es dabei auch noch um Zauberei geht, umso besser.
Bin ganz gespannt, wie das Buch sich noch weiter entwickeln wird.

4. Welches Buch würdest du einem absoluten Lesemuffel empfehlen, um ihn davon zu überzeugen, dass Lesen einfach das absolut tollste ist? Und warum gerade dieses Buch?

Hmmm…es gibt so viele tolle Bücher, die man lesen sollte, gerade als Lesemuffel, doch nicht alle sind dazu geeignet, um einen Lesemuffel dazu zu überzeugen, dass Lesen einfach das Tollste ist. Im bsten Fall muss das Buch sehr spannend sein und zu fesseln wissen. Es darf auf gar keinen Fall zu langatmig sein. Auch sollte es zwar nicht anspruchslos, aber auch nicht zu anspruchsvoll sein, damit das Leseerlebnis schön angenehm wird und zunächst nicht zu anstrengend.

Ganz spontan ist mir Ursula Poznanskis “Die Verratenen” eingefallen. Der erste Teil der Eleria-Trilogie. Das Buch finde ich einfach nur genial. Es ist super geschrieben, spannend und weiß zu fesseln. Es erfüllt in meinen Augen eigentlich alle Kriterien, die ich oben genannt habe, also wäre es für mich das perfekte Buch.

Welches Buch würdet ihr einem Lesemuffel empfehlen?

[Rezension] Eleanor & Park von Rainbow Rowell

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Titel: Eleanor & Park
Autor: Rainbow Rowell
Verlag: Hanser Literaturverlage
Erscheinungsdatum: 02. Februar 2015
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (368 Seiten)
ISBN: 978-3-446-24740-6
Preis: 16,90€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann. (Quelle: Hanser)

Gedanken und Meinung zum Buch

Wie schreibt man eine Rezension ohne zu viel zu verraten, aber alle Aspekte zu benennen, von denen man glaubt, man müsse sie erwähnen, damit alle anderen dieses Buch genau so wunderschön und lesenswert finden wie man selber?

Tja, diese Frage beschäftigt mich nun schon seit Tagen und eine Antwort habe ich immer noch nicht darauf. Da ich diese Rezension aber unbedingt schreiben möchte, schreibe ich einfach drauf los. Wir sind gespannt, was am Ende dabei rauskommt.

Ich hatte riesengroße Erwartungen an das Buch bevor ich begonnen habe zu lesen. Jeder lesende Mensch wird dies kennen; die Angst, dass so hohe Erwartungen nicht erfüllt werden, ist meist recht groß – so auch meine. Doch ich habe mich völlig zu Unrecht gefürchtet. Eleanor & Park hat mich auf ganzer Linie überzeugen können.

Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen Lebendiges halten. (Zitat S. 81)

Das Buch ist leise und unaufdringlich, zart und fein und doch kommt es mit einem so kräftigen Wumms daher, dass es einen einfach nur packt und erst Tage nach dem Lesen wieder loslässt. So ging es mir zumindest.

Mit einem locker leichten Schreibstil, kurzen Sätzen und teilweise poetisch angehauchter Wortwahl, führt Rainbow Rowell den Leser durch das Abenteuer der ersten Liebe. Einer Liebe so heftig und unschuldig, wie sie nur mit 16 sein kann.
Dass es sich bei Eleanor & Park um ein Jugendbuch handelt, merkt man schnell. Gleich zu Beginn des Buches geizt die Autorin nicht mit etwas derberen Worten, wie man sie häufig aus dem Munde Heranwachsender hört. Auch die sehr kurzen Kapitel und der einfache, aber nicht anspruchslose Schreibstil entlarven das Buch als Jugendliteratur, was in keinster Weise als negativ zu bewerten ist. Es zeigt, dass auch oder vielleicht gerade im Jugendbuchbereich etwas so Wunderschönes und Ergreifendes, wie die Liebesgeschichte dieser beiden Außenseiter Platz findet.

Da das Buch in den 80er Jahren spielt, ist es gerade für die “etwas Älteren” unter uns ein kleiner nostalgischer Ausflug in die eigene Vergangenheit. Man wird mit Walkmans und Kassetten konfrontiert und mit Filmen und Songs wie “A Nightmare on Elm Street” und “Summer of ‘69” von Bryan Adams. Auch wenn mir persönlich viele der Songs nichts gesagt haben, war es dennoch schön in den Soundtrack zum Buch reinzuhören und so ein bisschen mehr das “Eleanor & Park – Feeling” zu genießen.

Das Buch lebt von und durch seine beiden Hauptcharaktere. Die Autorin hat es mit Eleanor und Park geschafft zwei authentische Figuren zu schaffen und keine idealisierten Stereotypen, wie sie leider immer häufiger in romantischen Jugendromanen vorkommen. Hier verliebt sich ein kleiner Asiate in eine pummelige Rothaarige und nicht der Football-Captain in die blonde, schlanke Cheerleaderin.
Diese beiden realistischen und menschlichen Charaktere machen das Buch zu dem, was es ist. Wir begleiten die beiden auf dem Weg zueinander. Die kleinen Gesten, die vermeintlichen Belanglosigkeiten des Lebens finden hier große Beachtung und haben mich immer wieder rührselig seufzen lassen. Nicht nur ein Mal habe ich mich mit Kloß im Hals und Tränen in den Augenwinkeln entdeckt, beim Lesen dieser zarten und doch so starken Liebesgeschichte.
Rainbow Rowell fängt die Intensität einer ersten großen Liebe, aber auch die Zweifel daran in wunderbar gewählten Sätzen ein und gibt sie an ihre Leser weiter.

Eleanor und Park kommen aus zwei verschiedenen Welten und doch sind sie sich so ähnlich. Ihre gemeinsame Geschichte und die ihrer Familien ist ergreifend und fesselnd zugleich. Das Buch lebt nicht durch Spannung und ist doch ein Pageturner.

Kommen wir nun zum Ende Buches, dem wohl am meisten diskutierten Part des Buches. Ohne zu viel verraten zu wollen – es handelt sich hier bei um ein offenes bzw. teiloffenes Ende. Wo anderen Lesern noch zu viele Fragen unbeantwortet geblieben sind, muss ich sagen, dass ich das von der Autorin gewählte Ende liebe. Es passt perfekt zum Buch und bietet mir als Leser noch genügend Freiraum mir selber Gedanken zum weiteren Verlauf zu machen. Ich hätte mir kein anderes Ende vorstellen können. Mit einem komplett geschlossenen Ende hätte Rainbow Rowell alles nur zerredet, kaputt erklärt. So sprechen die Worte und Ereignisse für sich.

Mein Fazit

“Eleanor & Park” ist ein leises und doch so eindringliches Buch über die erste Liebe, Freundschaft, Mobbing und familiäre Probleme. Es lebt von den Kleinigkeiten und Feinheiten, auf die wir Menschen größtenteils verlernt haben zu achten.
Eine wundervolle Mischung aus liebenswerten Charakteren, witzigen, aber auch poetischen Dialogen und einer ernsthaften Hintergrundthematik.

Da das Buch großes Potenzial hat zu einem meiner Lesehighlights in 2015 zu werden, bekommt es volle 5 Sterne mit Auszeichnung von mir.

[Gemeinsam Lesen] #17

Eine gemeinsame Aktion von Schlunzen Bücher und Weltenwanderer. Ins Leben gerufen von Asaviel.

 

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Mal wieder lese ich mehrere Bücher parallel, aber ich entscheide mich heute dafür euch nur eins zu präsentieren.

Ich lese gerade Tintenherz von Cornelia Funke und bin auf Seite 137.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Meggie hatte sich Capricorns Gesicht hundertmal ausgemalt, von dem Moment an, in dem Staubfinger ihr von ihm erzählt hatte: auf der Fahrt zu Elinors Haus, als Mo noch neben ihr saß, in dem riesigen Bett, und schließlich auf der Fahrt hierher; hundertmal, ach was, tausendmal hatte sie versucht, es sich vorzustellen, und sich dabei alle Bösewichter zur Hilfe gerufen, die ihr in ihren Büchern begegnet waren: Hook, krummnasig und hager, Long John Silver, immer mit einem falschen Lächeln auf den Lippen, Indianer-Joe mit seinem Messer und dem fettigen schwarzen Haar, dem sie in so vielen bösen Träumen begegnet war…

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Tintenherz liegt nun schon seit einigen Jahren auf meinem SuB und ich habe es tatsächlich bisher nicht gelesen. Das Buch hat ja nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel und ungefähr jeder einzelne auf dieser Welt, der liest und Cornelia Funke kennt, wird dieses Buch bereits gelesen haben, bis auf mich. Zwinkerndes Smiley
Wurde also Zeit es mal nachzuholen, also habe ich es mir für meine diesmonatigen Challenges ausgesucht und befreie das Buch mal von seinem Dasein auf dem SuB.

Bisher liest es sich sehr gut. Die Sprache ist bildgewaltig und der Schreibstil sehr schön. Dennoch komme ich nur langsam voran und muss zwischendurch auch noch was anderes lesen. Mal schauen, wie lange ich für das Buch brauchen werde. Den Film habe ich vor Jahren auch mal im Fernsehen gesehen, aber die konkrete Handlung größtenteils vergessen. Allerdings habe ich jetzt so leider ein vorgefertigtes Bild von Mo in meinem Kopf. Das mag ich eigentlich gar nicht. Daher gucke ich mir die Filme, wenn überhaupt, erst nach dem Lesen eines Buches an.

4. Was ist euer liebster Leseplatz? Gerne dürft ihr uns auch Fotos davon zeigen 🙂

Liebster Leseplatz

Das ist er. Mein liebster Leseplatz. Völlig ungeschönt. Ohne Filter, ohne vorheriges Aufräumen und mit Katze. Smiley mit geöffnetem Mund

Ich lese am allerliebsten auf unserem Sofa im Wohnzimmer. Normalerweise sieht es nicht so aus und ist auch nicht ausgeklappt, aber im Moment muss es als Krankenlager dienen und daher diese Optik.

Aber hier verbringe ich meine meisten Lesestunden und lasse mich in neue Welten und Abenteuer entführen. Selten lese ich woanders. Manchmal im Bett und sehr selten sitzend auf einem unserer Sessel.

 

 

Wo lest ihr am liebsten?
Und schaut ihr Buchverfilmungen vor oder nach dem Lesen desjeweiligen Buches? Verratet es mir, ich bin super neugierig. Smiley

[Montagsfrage] Was war bei euch die längste Phase, in der ihr nicht gelesen habt?

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Hier geht’s zur Montagsfrage bei Buchfresserchen.

Es ist wieder Montag und so erneut Zeit für die Montagsfrage und wieder einmal bin ich super spät dran damit. Wie immer. Zwinkerndes Smiley

Ich musste jetzt ein wenig über die Frage nachdenken, aber ich kann mich aktiv an keine wirklich lange Phase erinnern, in der ich gar nicht gelesen habe. Sicherlich hatte ich Phasen, in denen mich sehr schwer mit Büchern getan habe und für ein Buch auch mal zwei Wochen gebraucht habe, aber ich habe immer ein bisschen gelesen. Und seien es nur 20 Seiten am Tag.

Klar gibt es auch bei mir Phasen, da komme ich zeitlich nicht zum Lesen, dann bleibt das Buch auch mal 1-2 Tage liegen, wird dann aber wieder zur Hand genommen.

Man kann also sagen, dass ich bisher (zumindest in meiner aktiven Erinnerung) keine wirkliche Phase hatte, in der ich gar nicht gelesen habe. Leseflauten äußern sich bei mir eben eher darin, dass ich super langsam mit einem Buch vorankomme, was auch mega nerven kann.

Könnt ihr euch an längere Phasen des Nicht-Lesens erinnern oder ist es bei euch ähnlich wie bei mir?