Autor: kunterbuntesbuecherregal

[Rezension] Tilla, Zwieback und die verzwickte Zoorettung von Patricia Schröder

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Titel: Tilla, Zwieback und die verzwickte Zoorettung
Autor: Patricia Schröder
Illustration: Edda Skibbe
Verlag: KeRLE in Herder
Erscheinungsdatum: 30.September 2015
ISBN: 978-3-451-71256-2
Format: gebundene Ausgabe (208 Seiten)
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht es?

Eigentlich sollte es ein perfekter Tag werden. Tilla plant nach ihrem letzten großen Abenteuer mit ihrem knallroten Eisenbahnwaggon die Rückkehr zu ihren Eltern, als sie mit Schrecken feststellen muss, dass ihre Riesenfledermaus Zwieback spurlos verschwunden ist. Tilla setzt sofort alle Hebel in Bewegung, um ihren Freund schnellstmöglich wiederzufinden. Hat der unsympathische Nashorn-Mann etwas mit Zwiebacks Verschwinden zu tun? Er scheint ein ziemlich übler Schurke zu sein und führt nichts Gutes im Schilde, das ist Tilla schnell klar. Als einem Zoo in der Nähe das Aus droht, Tieren das Leben zur Hölle gemacht wird und eine kranke Giraffe eingeschläfert werden soll, erwacht Tillas Löwenherz. Entschlossen beschließt Tilla, den Tieren dort zu helfen und ist mittendrin in ihrem zweiten Abenteuer.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mich riesig auf ein Wiedersehen mit dem rothaarigen Wuschelkopf und seinen vielen Sommersprossen gefreut. Endlich ein neues Abenteuer von Tilla.

Wie bitte? Habe ich da richtig gehört, ihr kennt Tilla Pupilla noch noch nicht? Dann werde ich mal schnellstmöglich Eure Wissenslücke schließen und Euch von Tilla erzählen. Ähnlich wie Pippi Langstrumpf ist auch Tilla ein fast normales Mädchen. Mit einem zugegeben etwas ungewöhnlichen Haustier, ihrer Riesenfledermaus Zwieback. Tillas Vater ist ein Erfinder, meines Erachtens ein begnadeter Erfinder, seine Entdeckungen sind ziemlich lustig, skurril und ungewöhnlich. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, die ein oder andere Erfindung auszuprobieren und meinen Alltag damit zu bereichern. Da wäre zum Beispiel eine Geld druckende Münze oder die einzigartigen Wahrheitsdrops. Toll, oder? Ich denke, der ein oder andere von Euch hätte solche Erfindungen sicher auch gerne.

Seine Frau Edda sieht das ganz anders und so gibt es häufig Streitereien zwischen ihnen. Was Tilla natürlich überhaupt nicht gefällt. Tilla ist 10 Jahre alt. Sie ist mutig, intelligent, unternehmungslustig, witzig und hat ein riesengroßes Herz. Wenn ihr die Streitereien ihrer Eltern zu viel sind, sucht sie Zuflucht in ihrem knallroten Eisenbahnwaggon. Mit dem hat sie im ersten Band schon ein richtig tolles Abenteuer erlebt.

Wie ihr anhand dieser Zeilen vermuten könnt, hat Tilla mein Herz gleich im Sturm erobert. Dieses Buch ist voller liebenswerter Protagonisten. Die Autorin, Patricia Schröder, hat mit ihrem wunderschönen, flüssigen und lockeren Schreibstil eine unglaublich lebendige Tilla-Welt erschaffen. Durch ihre Sprache erwachen die Menschen und Tiere zum Leben und reißen den Leser unweigerlich mit. Wie schon im ersten Teil wendet sich die Autorin in ihrem ersten Kapitel an die Leser mit einer Warnung. Denn wer glaubt, diese Geschichte gibt es wirklich, der wird leider enttäuscht. Wird er wirklich enttäuscht? Nein, auf keinen Fall! Das Buch hat neben den vielen lustigen Aspekten auch ganz viele Ansätze, die zum Nachdenken anregen. Welche das sind? Tja, das müsst ihr schon selbst heraus finden.

Immer wieder spricht die Autorin den Leser direkt an, das gefällt mir richtig gut und vermittelt mir den Eindruck, selbst ein wichtiger Teil der Geschichte zu sein. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und sind daher auch für Kinder ab acht Jahren schon alleine zu lesen.

Mit diesem Buch startet eine neue Geschichte und Vorkenntnisse vom ersten Band sind nicht unbedingt nötig. Es gibt immer wieder kleine Rückblicke und sehr viele Anmerkungen und Erklärungen der Autorin. Bis zum Schluss wird alles erklärt – so bleiben keine Fragen offen. Die dreizehn Kapitel haben immer Unterthemen, die eine kleine Vorschau auf das Kapitel geben.

Die vielen tollen und witzigen Illustrationen von Edda Skibbe geben dem Buch noch das fehlende I-Tüpfelchen.

Das Cover ist optisch ansprechend und sticht ins Auge, durch die vielen bunten Farben nicht nur ein Buch für die Mädchen.

Ein wirklich tolles Kinderbuch, welches in keinem Bücherschrank fehlen sollte.

Fazit:

Daumen hoch! Das beste Kinderbuch, das ich in der letzten Zeit gelesen habe. Lasst Euch von dem Tilla-Zauber mitreißen! Ganz klare Leseempfehlung und dafür gibt es natürlich fünf von fünf Sternen.

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[Rezension] Brüste umständehalber abzugeben von Nicole Staudinger

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Titel: Brüste umständehalber abzugeben
Autor: Nicole Staudinger
Verlag: Eden Books
Erscheinungsdatum: 14. September 2015
ISBN: 978-3-959100-13-7
Format: Klappenbroschur (288 Seiten)
Preis: 14,95€

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Leseprobe

Worum geht es?

An ihrem 32. Geburtstag ertastet Nicole Staudinger einen Knoten in ihrer Brust. Von diesem Tag an ändert sich ihr Leben schlagartig. Statt sich um ihre Kinder zu kümmern und ihrer neuen Selbstständigkeit nachzugehen, bestimmen nun ständige Arztbesuche und eine Chemotherapie ihren Alltag. Aber eins ist für die junge Mutter sofort klar: Aufgeben ist keine Option – sie will leben! So nimmt sie den Kampf gegen “Karl Arsch”, den so von ihr getauften Tumor, auf und arbeitet nebenbei weiter an ihrer Selbstständigkeit, begleitet ihre Kinder zu Kindergartenfesten und treibt viel Sport. Es ist die ehrliche, authentische und bemerkenswerte Geschichte einer ganz großen Kämpferin.

Meine Meinung zum Buch:

Auch noch einen Tag nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich immer noch ziemlich aufgewühlt und kann meine Gedanken zu dem Gelesenen schwer ordnen. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich mich für diese Leserunde bewerben soll und ob ich mich wirklich mit diesem Thema erneut befassen möchte. Ich bin nicht selber betroffen, habe aber meine Kollegin im letzten Jahr während ihrer Brustkrebserkrankung begleitet. Auch die Mutter einer sehr guten Freundin ist vor ein paar Jahren an Brustkrebs erkrankt und konnte leider nicht geheilt werden. Ein Blick ins Internet zeigt, dass Brustkrebs mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist. Längst sind nicht nur ältere Frauen betroffen, sondern es trifft auch die Jüngeren, in diesem Fall Nicole mit ihren gerade mal 32 Jahren.

Das Cover zeigt eine hübsche, glücklich aussehende Nicole, deren Gesicht zwar von der Cortison-Aufnahme gezeichnet ist, aber deren Augen strahlen. Es ist ein Strahlen, welches man in nur in besonderen Momenten zu sehen bekommt. Ein sehr schönes Foto, wie ich finde.

Der Titel des Buches “Brüste umständehalber abzugeben” finde ich ziemlich gut gewählt. Da erkennt man schon, dass die Autorin mit viel Humor an die Erzählung über ihre Krankheit herangegangen ist.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Nicole Staudinger schreibt es in einem leichten und flüssigen Schreibstil. Mit ihrer humorvollen Art nimmt sie dem Leser den Schrecken vor dieser Krankheit und schaffte es neben den vielen traurigen Momenten auch immer wieder, mich schmunzeln zu lassen. Neben ihrem fürsorglichen Ehemann und ihren beiden kleinen Kindern hat sie in ihrer Mutter eine weitere wertvolle Stütze. Sie stärkt ihr den Rücken und ist bei all ihren Terminen an ihrer Seite. Das finde ich toll, denn es gibt ganz viele Menschen, die durch diese Zeit alleine durchmüssen und die ihre Angehörigen selbst noch aufbauen müssen, obwohl es eigentlich anders herum sein sollte.

Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und mir vor Augen geführt, wie wenig wir doch das größte Geschenk, das wir haben, zu schätzen wissen: unsere Gesundheit. Wie achtlos wir häufig damit umgehen und wie selbstverständlich wir es annehmen. Ohne Schmerzen, ständige Krankenhausbesuchen, Arzttermine und Chemotherapien. Ich war wirklich erstaunt, wie viele Arzttermine die Betroffenen durchstehen müssen, bevor die eigentliche Behandlung starten kann.

Für mich besonders emotional: die Kapitel, in denen die Autorin über ihre kleinen Kinder schreibt. Die haben mich wirklich zu Tränen gerührt und mich immer wieder staunend zurückgelassen. Dass sie so viel Kraft hat, sich nicht ins Schneckenhaus zu verkriechen, sondern “Karl Arsch” entschlossen entgegen zu treten und sich nicht klein kriegen zu lassen, finde ich bemerkenswert.

Dieses Buch macht sicher vielen Betroffenen sehr viel Mut und hilft vielleicht auch, wenn die Unterstützung der Familie oder der Freunde fehlt. Ich kann es Euch nur empfehlen. Lest es, auch wenn ihr nicht betroffen seid. Es zeigt Euch, was im Leben wirklich wichtig ist: die Gesundheit und die Zeit, die ihr mit Euren Kindern, Familie oder Freunden habt. Passt auf Euren Körper auf und geht zur Vorsorge!

Fazit:

Eine sehr emotionale und rührende Geschichte einer starken Frau mit ganz viel Herz. LESENSWERT, nicht nur für Betroffene. Danke, Nicole, dass Du Deine Geschichte für uns aufgeschrieben hast. Fünf von fünf Sternen.

 

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[Rezension] Der Fluch des Elfenkönigs von Vanessa Walder

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Titel: Der Fluch des Elfenkönigs
Autor: Vanessa Walder
Illustration: Almud Kunert
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2015
ISBN: 978-3-7855-7269-6
Format: Taschenbuch (240 Seiten)
Preis: 6,95€

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Worum geht es?

Mitten in einer heißen Sommernacht wird Ariane aus ihrem Bett entführt – von einem riesigen Ungetüm. Bei diesem Ungetüm handelt es sich um einen Drachen aus einem fernen, finsteren Zauberwald, in den er das Mädchen bringt. Hier leben viele magische Geschöpfe, die Ariane nicht wohlgesinnt zu sein scheinen. So hat beispielsweise der Elfenkönig Leandro einen mächtigen Fluch über sie verhängt, der eine Rückkehr nach Hause verhindert, weil sich dort nun niemand mehr an Ariane erinnern kann. Aber warum hat er das getan und warum will er sie zwingen, in seiner Welt zu bleiben? Glücklicherweise findet sie in dem Zauberwald bald Freunde, die ihr helfen wollen, zurück in ihre Menschenwelt zu gelangen und hinter das Geheimnis zu kommen.

Meine Meinung zum Buch?

Dieses Buch ist der Start der Elfenkönig-Trilogie von Vanessa Walder. Dank einer Buchverlosung bin ich darauf aufmerksam geworden.
Das Cover ist ganz zauberhaft, mit erhabener Goldschrift und Goldranken. Der Betrachter schaut durch ein Blätterloch und sieht den riesigen Drachen und Ariane in Nachthemd mit Kopfkissen. Auch ist jede Seite wunderschön von Almud Kunert illustriert. Es gibt viele kleine Elfen und Bewohner des Zauberwaldes zu bestaunen. Ich liebe Elfen und war ganz entzückt, als ich mich durch das Buch geblättert habe.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen. Vanessa Walder verwendet einen flüssigen und lebhaften Schreibstil. Mit sehr viel Liebe zum Detail beschreibt sie jeden ihrer Protagonisten. Der ganze Zauberwald erwacht durch ihre Sprache und Erzählung zum Leben und wenn ich die Augen schließe, höre ich hier und da eine kleine Elfe sprechen oder einen Kobold kichern. Das ist so toll und hat mein immer noch kindliches Herzlein gleich in den Bann gezogen. Ich habe die 229 Seiten innerhalb eines Tages verschlungen und war ganz traurig, das Ende so schnell erreicht zu haben.
Es ist zwar ein Kinderbuch, aber auch junggebliebene Erwachsene können sich an dieser Geschichte erfreuen. Ich werde das Buch sicher mit den Jungs nochmal lesen, denn die Wesen aus dem Zauberwald gefallen sicher auch ihnen.
Dank unserer toll ausgestatteten Bücherei hatte ich auch die Möglichkeit, in das Hörbuch rein zuhören. Dieses wird von der Schauspielerin und Regisseurin Ulrike Grote gesprochen, die die Bewohner des Waldes mit ihrer Stimme zum Leben erweckt und dem Zuhörer damit ein phantastisches Hörerlebnis bereitet.
Die Geschichte wird in mehreren Strängen erzählt, die im Laufe der Geschichte perfekt miteinander versponnen werden. Das Buch hat ein abgeschlossenes Ende und lässt keine Fragen offen. Trotzdem möchte ich gleich wieder in den Zauberwald zurückkehren und erfahren, wie es mit Ariane, dem Drachen Obligo, Knaster und Leandro weitergeht.
Ein wirklich lesenswertes Buch für Groß und Klein.

Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte, die mein Herz berührt hat, mir noch lange in Erinnerung bleiben wird und die mit fünf von fünf Sternen belohnt wird. Eine ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite!

 

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[Kinderrezi] Ricky! Achtung, wütender Monsterkater! von Antje Szillat

Ricky Bd. 1

Titel: Ricky! Achtung, wütender Monsterkater
Autor: Antje Szillat
Illustrationen: Stefanie Wegner
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: 01.Juni 2015
ISBN: 978-3-649-61601-6
Format: Hardcover (112 Seiten)
Preis: 7,95€

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Worum geht es?

Bombige Bommelmütze!

Die fauchende Teufelskralle, die wie aus dem Nichts in Rickys Leben aufgetaucht ist, entpuppt sich plötzlich als verschmuster Stubentiger. Doch kaum hat Ricky Freundschaft mit ihm geschlossen, verlangt Pa, dass der ständig pupsende kleine Kater wieder ausziehen soll aus ihrer coolen Männer-WG. Total gemein, findet Ricky- und heckt einen geheimen Plan zur Kater-Rettung aus… (Quelle)

 

Meine Meinung zum Buch:

Da ich immer wieder auf der Suche nach gutem Lesefutter bin, habe ich mich für dieses Buch beworben. Die Glücksfee hat meinen Namen gezogen, und so konnte ich dieses Buch bald in den Händen halten. Als ich angefangen habe, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Ricky erzählt die Geschichte wie der Kater Gismo in seine Familie kam. Antje Szillat hat die Geschichte so lustig geschrieben, dass ich mich vor Lachen nicht halten konnte. Und Stefanie Wegner hat obercoole – und lustige Bilder illustriert.

Neben Ricky finde ich seinen Freund Chrissy cool. Außerdem spielen noch Rickys Pa, Oma Mary und sein Bruder Wutz mit, die ich alle sehr gerne mag. Gut finde ich auch die kurzen Kapitel.

Es werden Begriffe wie zum Beispiel Blutphobie oder Mierda benutzt, diese werden am Ende der Seite gut erklärt. Schade, dass das Buch schnell zu Ende war. Ich habe gesehen, dass es bereits einen zweiten Teil gibt, der wandert gleich auf meinen  Wunschzettel.

Fazit:

Antje Szillat hat ein super tolles Buch geschrieben, welches mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet hat. Ich kann das Buch jedem Jungen empfehlen, ab 9 Jahren zum Selberlesen und ab 6 Jahren zum Vorlesen. Ich werde das Buch nun nochmal meinem kleinen Bruder vorlesen, dem wird es sicher auch richtig gut gefallen. Klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

 

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[Rezension] Nachschlag von Siegfried Langer

 

Nachschlag- Cover 2500

Titel: Nachschlag
Autor: Siegfried Langer
Verlag: Ubooks-Verlag Dunkelkammer
Erscheinungsdatum: 25. November 2013
Format: Taschenbuch (252 Seiten)
ISBN: 978-3-9392339-55-0
Preis: 12,95 €

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Der Zahnarzt Björn Tänzer freut sich auf seinen wohlverdienten Angelurlaub in Norwegen, als ihn ein dringender Anruf seiner Mutter erreicht. Sie ist in heller Aufruhr, denn Björns Bruder Ole ist spurlos verschwunden. Von der Polizei ist bislang nicht viel unternommen worden, und seine an den Rollstuhl gefesselte Mutter kann die Suche nach ihrem Sohn nicht alleine bewältigen. Deshalb wirft Björn seine Urlaubsplanung über Bord und macht sich im entfernten Berlin auf die Suche nach seinem Bruder.

Was ihn dort erwartet, hätte er sich nie zu träumen gewagt. Denn er muss mit Schrecken feststellen, dass sein Bruder ein Doppelleben zu führen scheint. Nach getaner Arbeit verbringt dieser nicht nur seine Zeit im Fitnessstudio, sondern ist aktiv in der abgründigen SM-Szene Berlins unterwegs. Süchtig nach dem ultimativen Kick, spielt Ole gerne mit dem Feuer und scheint dabei ziemlich unvorsichtig geworden zu sein.

Mit der Hilfe von Oles bestem Freund Ulli macht sich Björn auf die Suche nach seinem Bruder und taucht dadurch immer tiefer in die Abgründe dessen Psyche ein. Es kommt zu einem Wettlauf mit der Zeit, in dem es nur einen Gewinner geben kann.

Meine Meinung zum Buch:

Da ich bereits zwei von Siegfried Langers Büchern kenne und seine Art zu schreiben mag, wollte ich auch unbedingt “Nachschlag” lesen. Nachdem ich bereits einige Bücher aus diesem Genre gelesen habe, war ich gespannt, wie sich dieser Autor mit dem Thema Sadomasochismus auseinandergesetzt hat. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern war positiv überrascht.

Das Cover des Buches ist ein Eyecatcher. Die dunkelrote, blutige Schrift und die schweren Eisenketten verheißen nichts Gutes, ebenso wenig der Untertitel “Ich bin Dein Herr und Mörder”.

Das Buch startet gleich mit einem extrem spannenden Prolog, bei dem es superschwer fällt, das Buch wieder aus der Hand zulegen. Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann bis zum Ende gehalten werden. Der Autor schafft es schon auf den ersten Seiten, den Leser mit in eine andere Welt zu nehmen. Dies gelingt ihm aufgrund kurzer Kapitel und verschiedenen Erzählperspektiven. Die Anzahl seiner Protagonisten ist sehr überschaubar. Sehr sympathisch sind seine Protagonisten Björn und Ulli, dank ein paar kleinen charakterlichen Beschreibungen wuchsen sie mir als Leserin gleich ans Herz. Auch die Kommunikation mit der Polizei gefällt mir sehr gut, häufig werden die Beamten als schräge oder übellaunige Gesetzeshüter beschrieben.

Der Ausflug in die SM-Szene hat mich schon teilweise echt geschockt und erstaunt. Diese Passagen sind wirklich gut recherchiert und ausgearbeitet worden. So ein Doppelleben führen und sich vor Familie und Freunden verstecken zu müssen, stelle ich mir ziemlich anstrengend vor. Das mir vorliegende Rezensionsexemplar hat der Autor unter dem Pseudonym Ole Tänzer veröffentlicht, weil sein persönliches Umfeld ihm abgeraten hat, sich einem solchen Tabuthema zu widmen.  Warum? Nur weil diese sexuellen Neigungen nicht in das perfekte Menschenbild passen? Ich persönlich kann diese Neigungen zwar nicht teilen, aber ich verurteile deshalb niemanden. Nur wenn Autoren sich auch solchen Themen widmen, gibt es vielleicht zukünftig mehr Leute, die bei dem Thema nicht mehr die Nase rümpfen, sondern ihm vielleicht mit etwas mehr Toleranz solchen Themen gegenübertreten.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Finale des Buches. Das hätte gerne noch ein wenig länger ausgearbeitet werden können. Für mich bleiben am Ende noch zu viele Fragen offen.

Alles in allem ein sehr lesenswerter Thriller mit ordentlich Tempo, viel Spannung und sehr sympathischen Protagonisten.

Fazit:

Auch das nun dritte gelesene Buch von Siegfried Langer bestätigt meine Meinung, dass egal, welchem Thema sich der Autor annimmt, er damit bisher immer genau meinen Geschmack trifft. Seine Themen sind stets gut recherchiert, wirklichkeitsnah und bildgewaltig erzählt. So auch in “Nachschlag”. Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher aus seiner Feder und vergebe für dieses Buch 4,5 von 5 Sternen.

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[Kinderrezi] Der verflixte Fluch des Kraken von Gabi Neumayer

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Titel:
Der verflixte Fluch des Kraken
Autor: Gabi Neumayer
Illustrationen: Alexander von Knorre
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg
Erscheinungsdatum: 17.08.2015
ISBN: 978-3-407-74600-9
Format: Hardcover (283 Seiten)
Preis: 12,95€

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Worum geht es?

Die jungen Piraten Mick, Lili, Gordan, Stevie und Susa warten sehnsüchtig auf die Fertigstellung ihres neuen Schiffes auf Planken-Peters Werft. Dann zieht plötzlich ein verheerender Sturm über Saphira, bei dem alle Schiffe und sämtliche Holzvorräte vernichtet werden. Nun muss ein guter Plan her! In einem kleinen Fischerboot machen sich die Inselpiraten auf den Weg zu einer verschollenen Insel, auf der es einen riesigen Baumbestand geben soll. Aber ein riesiges Seeungeheuer macht ihnen die Überfahrt dorthin unmöglich und versperrt ihnen den Weg .

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mich total über den Gewinn des Buches gefreut. Meine erste eigene Leserunde auf Lovelybooks. Ich konnte es kaum erwarten, dass der Postbote mir endlich mein Buch nach Hause bringt. Als das Päckchen dann endlich geliefert wurde habe ich mir erst einmal das tolle Cover angeschaut. Es gibt da so viel tolles zu entdecken. Die böse schauende Krake, Penelope die lustige Möwe und die fünf jungen Piraten Mick, Lili, Susa, Gordan und Stevie. Die Widmung auf der ersten Seite fand ich total schön. Schade, dass ich nicht schon bei der ersten Leserunde dabei war. Obwohl ich das erste Buch “Der Schatz des Listigen Lars” noch nicht gelesen hatte, hatte ich keine Schwierigkeiten mit dem Einstieg in das Buch. Es gibt in dem Buch so viele lustige Namen, Käsekuchen-Karin, Piranha-Pauline, der Fliegende Florian und noch viele mehr. Es waren für mich viele unbekannte Begriffe in dem Buch enthalten, aber dank des Glossars am Ende des Buches, konnte ich mich an den Wörtern gut orientieren. Die Geschichte war sehr lustig und spannend. Ich möchte nun gerne auch den ersten Teil lesen und hoffe Gabi schreibt auch noch einen weiten Teil. Ich würde so gerne wissen, ob sie Micks Bruder Ben nun endlich wiederfinden. Die Kinder gefallen mir ziemlich gut, solche Freunde würde ich mir auch wünschen.

Fazit:

Ich finde das Buch von Gabi sehr gut und spannend geschrieben und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und der Leserunde. Endlich mal eine richtig coole Geschichte für Jungs! Ich gebe Gabi für ihr Buch “Der verflixte Fluch des Kraken” 5 von 5 Sternen und hoffe es gibt sehr bald einen dritten Teil mit Mick, Lili, Gordon, Stevie und Susa.

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[Rezension] Phänomenal – Über 150 Experimente für Neugierige

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Titel: Phänomenal – Über 150 Experimente für Neugierige
Kooperationspartner: Museum Exploratorium
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2015
Format: laminierter Pappband (112 Seiten)
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-440-14656-9
Preis: 19,99€

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Worum geht es in dem Buch?

„Phänomenal“ ist ein tolles Buch für große und kleine experimentierfreudige Kinder. Es werden mehr als 150 Experimente vorgestellt, die wirklich sehr einfach nachzumachen sind. Im Buch sind eine Lupe, eine Spiegelfolie, eine Schraffur-Pappe, ein Optik-Simulator und eine Whiteboard-Folie enthalten. Das Buch ist in 13 Kapitel eingeteilt:

Kapitel 1 : Augen auf!
Kapitel 2: Wer ist da im Spiegel?
Kapitel 3 : Das Frühstückslabor
Kapitel 4 : Die Straße unter Deinen Füßen
Kapitel 5 : Wissenschaft in der Schule
Kapitel 6 : Forschung in der Pause
Kapitel 7 : Fenster und Wetter
Kapitel 8 : Auf der wilden Blumenwiese
Kapitel 9: Kreuz und quer durch die Stadt
Kapitel 10: Wunder des Wassers
Kapitel 11 : Zeit für coole Spiele
Kapitel 12 : Eine wissenschaftliche Mahlzeit
Kapitel 13 Gute Nacht!

In jedem der 13 Kapitel werden viele interessante Dinge erklärt und außerdem gibt es zusätzlich Anleitungen für verschiedene Experimente zu dem entsprechenden Thema

Meine Meinung zum Buch:

Aufgrund des Covers ist das Buch „Phänomenal“ auf jeden Fall ein Hingucker. Die bunten Farben springen einem sofort ins Auge, ebenso das quadratische Format. Das Buch bietet sehr viel zum Ansehen und Bestaunen, aber auch zum Fühlen, das gefällt mir immer besonders gut.

Die Buchseiten sind voll mit Informationen, Tipps und Tricks und es fällt sehr schwer, sich auf nur eine Seite zu konzentrieren. Besonders toll sind die beiliegenden Extras, sie laden zum sofortigen Ausprobieren ein. Wir haben alle im Buch ganz aufgeregt hin und her geblättert und konnten uns nicht entscheiden, womit wir starten sollten, so groß war die Auswahl.
Neben den schön illustrierten Fotos sind auch jede Menge Zeichnungen im Buch zu finden. Alles ist einfach erklärt, so dass sich die Kinder auch alleine mit dem Buch beschäftigen können.
Obwohl das Buch schon oft durchgeblättert wurde, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Wir haben einige Experimente ausprobiert und waren von den Ergebnissen begeistert.
Den Kindern gefiel die „ Abreibung für den Weg“ besonders, so dass viele schöne Bilder entstanden sind. Der Preis von 19,99 Euro ist nicht ganz günstig, aber dafür bekommt der Leser auch jede Menge geboten.

Fazit:

Der Kosmos Verlag hat mit dem Buch „ Phänomenal“ ein wirklich tolles Sachbuch für große und kleine Forscher auf den Markt gebracht. Es regt die Phantasie und Kreativität der Kinder an und ist eine wirkliche Alternative zu Computerspielen. Meine Kinder waren mit Leidenschaft beim Experimentieren dabei und ich kann dieses Buch jeder Familie mit Kindern nur ans Herz legen. Eine ganz klare Kaufempfehlung und fünf von fünf Sternen.

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[Rezension] Das Sternenboot von Stefanie Gerstenberger

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Titel: Das Sternenboot
Autor: Stefanie Gerstenberger
Übersetzer: /
Verlag: Diana Verlag
Erscheinungsdatum: 10. August 2015
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag (512 Seiten)
ISBN: 978-3-453-29160-7
Preis: 19,99€

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Worum geht es?

Wir schreiben das Jahr 1947. In einem kleinen Fischerdorf bei Palermo erblicken am 1. April gleich zwei Menschenkinder das Licht der Welt. Nicola ist ein Wunschkind seiner Eltern. Die kleine Stella wird als drittes Mädchen einer adeligen Familie geboren. Da diese auf einen männlichen Nachkommen gehofft hat, hat ihre Mutter “keine Verwendung” für Stella und würdigt sie keines Blickes. Zu ihrem Glück wird Stella in die Obhut der Verwandtschaft gegeben. Dort wächst sie in ärmlichen, aber liebevollen Verhältnissen auf. Von der leiblichen Mutter und den älteren Schwestern schikaniert und vom Vater ignoriert, will Stella ihren eigenen Weg gehen. Nicola soll später in die Fußstapfen seines Vaters treten und ein Carabiniere werden. Er ist fasziniert vom Tauchen und verbringt jede freie Minute am Wasser. Stella versucht mühsam ein Teil der Gesellschaft zu werden. Sie leidet unter der Gefühlskälte ihrer Eltern und Schwestern. Es vergehen viele Jahre, bis die Beiden aufeinander treffen, doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern.

Meine Meinung zum Buch:

Auch jetzt noch, einen Tag, nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich immer noch sehr bewegt von diesem wunderschönen Buch. Selten hat mich eine Geschichte so mitgenommen wie die von Stella und Nicola. Stefanie Gerstenberger hat die beiden Protagonisten mit so viel Liebe zum Detail beschrieben, dass ich mich gleich nach den ersten Seiten in sie verliebt habe.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin verwendet einen sehr lockeren, aber auch bildgewaltigen Schreibstil. Nicht nur die verschiedenen Charaktere werden detailgenau beschrieben, auch die sizilianische Landschaft wird so genau wiedergegeben, dass die Mittelmeerstimmung förmlich zu spüren ist. Auch ein Nichtkenner bekommt dadurch einen sehr guten Eindruck und wird unweigerlich mitgerissen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich Stella und Nicola vor mir, wie sie dort in dem kleinen Fischerdorf nahe Palermo aufwachsen und sich ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Es passiert mir sehr selten, dass mir die Protagonisten nach so kurzer Zeit so sehr ans Herz wachsen. Aber auch die anderen Personen werden mit nicht weniger Liebe zum Detail beschrieben. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und sind abwechselnd aus der Perspektive von Stella und Nicola geschrieben.

Das Cover sieht wunderschön aus und spiegelt die türkisgrüne Farbe des Wassers an den Stränden Siziliens wider. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich auch, warum die Muscheln, die Taue und die Seeigel auf dem Cover zu sehen sind. Der Bezug zum Inhalt des Buches ist somit also gegeben.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann bis zum Schluss gehalten werden und ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt gefühlt. Ich war richtig traurig, als ich das Buch nach 512 Seiten beendet hatte. Ich hätte so gerne noch ein wenig mehr Zeit mit Stella und Nico verbracht. Glücklicherweise ist die Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt und so warte ich gespannt auf den zweiten Teil vom “Sternenboot”.

Dieses wunderschöne Buch hat bei mir sämtliche Emotionen hervorgebracht und ich bin froh, es in meine Finger bekommen zu haben. Es wird sicher nicht das letzte Buch von Stefanie Gerstenberger gewesen sein, das ich lesen werde.

Fazit:

Stefanie Gerstenberger hat einen hinreißenden Roman über zwei unterschiedliche Familiengeschichten über drei Generationen geschrieben. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Ich habe geschmunzelt, war erstaunt und habe mit den Protagonisten mitgetrauert. Eine ganz klare Leseempfehlung für “Das Sternenboot” und natürlich 5 von 5 Sternen.

 

[Rezension] Skalpelltanz von Jenny Milewski

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Titel: Skalpelltanz
Autor: Jenny Milewski
Übersetzer: Maximilian Stadler
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11.Mai 2015
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3-453-41837-0
Preis: 12,99€

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Worum geht es?

Jonas Lerman ist ein gefeierter und erfolgreicher schwedischer Horrorautor. Seine berühmteste Figur: Carl Cederfeldt. Er ist Chirurg – und er ist ein Mörder. Seine Tatwaffe: das Skalpell. Seine Geschichten, unter anderem der “Skalpelltanz”, erfreuen sich großer Beliebtheit bei seinen Lesern. Aber der Autor befindet sich in einer Schaffenskrise und beschließt, keine weiteren Bücher über Gewalt und Blut mehr zu schreiben. Das scheint aber nicht so einfach zu sein, denn in seinem nahem Umfeld passieren auf einmal eine Reihe grausamer Morde, die ganz klar Carl Cederfeldts Handschrift tragen. Zunächst glaubt Lerman, sich alles nur einzubilden, bis er immer mehr in das Visier eines ermittelnden Kriminalkommissars rückt.

Meine Meinung zum Buch:

Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die blutig rote Schrift auf weißem Hintergrund fällt zwischen den ganzen Krimis und Thrillern sicher ins Auge. Wenn man mit den Fingern über das Cover streicht, dann fühlt es sich an, als ob die Buchstaben mit einem Skalpell eingeritzt wurden. Ich mag Bücher, die mir solche haptischen Spielereien bieten. Alleine von dem, was ich am Anfang gesehen und gefühlt habe, hat mich das Buch sehr angesprochen. Auch das Lesen der Inhaltsangabe war sehr interessant und mir war sofort klar: Dieses Buch muss schnell in meinen Besitz wandern.

Das Buch startet mit einem sehr spannenden Prolog, der ein sofortiges Weiterlesen verlangt. Leider folgt dann eine sehr lange Beschreibung der Schreibblockade und das Leben des Autors. Der im Prolog aufgebaute Spannungsbogen geht dadurch leider verloren. Durch die detaillierte Beschreibung Jonas Lermans hat das Buch ziemliche Längen und ist somit phasenweise langweilig und langatmig. Ich habe das Buch mehrmals zur Seite gelegt und Schwierigkeiten gehabt wieder in das Buch hineinzufinden. Die Geschichte plätschert mehr als 150 Seiten so dahin. Das ist mir definitiv zu lang.

Die Autorin schreibt aus der Sicht des Protagonisten Jonas Lerman. Es gibt Passagen aus seinem geschriebenen Buch, in denen Carl Cederfeldt in Erscheinung tritt. Die sind richtig gut gelungen. Die Passagen sind aber teilweile sehr blutig, gewalttätig und stellenweise absurd. Das Buch ist sicherlich nichts für zartbesaitete Leser. Ich hatte da etwas anderes erwartet, denn die Geschichte hat definitiv mehr Potenzial. Sehr gut gefallen hat mir Milewskis Idee, ein Buch im Buch zu schreiben und da auch noch den Buchtitel “Skalpelltanz” mit einzubeziehen. Der verwendete Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen, die Kapitel haben eine übersichtliche Länge. Dadurch hatte ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten auch keine Probleme das Buch dann doch zügig zu beenden.

Die Protagonisten sind gut und authentisch beschrieben. Es sticht für mich aber kein Charakter besonders heraus, und so wird mir sicherlich nach Beendigung des Buches keiner mehr lang im Gedächtnis bleiben. Zu Jonas Lerman konnte ich keine Bindung aufbauen, ich fand ihn irgendwie seltsam. Dieses Gefühl änderte sich auch leider nicht, je mehr ich im Buch von ihm gelesen hatte.

Das Finale ist zwar sehr bildgewaltig, durchaus auch sehr spannend geschrieben und für mich nicht unbedingt vorhersehbar gewesen, konnte aber meine Meinung zum Buch nicht mehr deutlich verbessern. Schade, ich hatte von dem Buch viel mehr erwartet.

Fazit:

“Skalpelltanz” von Jenny Milewski ist ein solider Thriller, der meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllen konnte. Leider hat er viele Längen, ist mir an einigen Stellen viel zu blutig und konnte mich nicht wie gehofft richtig mitreissen.

Deshalb gibt es leider nur 3 von 5 Sternen von mir.

[Rezensionsgespräch] Schau mir in die Augen, Audrey von Sophie Kinsella

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Titel:
Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Übersetzer: Anja Galić
Sprecher: Maria Koschny
Verlag: cbj audio
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2015
Format: Hörbuch (ca. 252 Minuten)
ISBN: 978-3-8371-3202-1
Preis: 14,99€

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Hörprobe

 

Worum geht es?

Die 14-jährige Audrey Turner ist Mitglied einer ziemlich verrückten und durchgeknallten Familie. Ihr großer Bruder Frank ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und Übermutter. Ihr Vater der ruhige Teddybär und der kleine Bruder Felix, ist der kleine Nachzügler der Familie. Man könnte meinen, es handelt sich hier um eine ganz normale Familie, wären da nicht Audreys Angststörungen und Panikattacken. Diese sind so stark, dass sie weder das Haus verlässt noch sich mit irgendjemanden außerhalb der Familie unterhält. Sie versteckt sich deshalb hinter ihrer Sonnenbrille, die sie niemals absetzt. Hinter dieser fühlt sie sich so sicher, wie es in ihrer Lage eben möglich ist.
Als Audrey von ihrer Therapeutin eines Tages den Auftrag erhält einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen, gerät Franks Freund Linus immer häufiger vor die Linse. Linus ist irgendwie anders, verständnisvoller und es entsteht etwas, das über einfache Freundschaft hinausgeht.

So hat’s uns gefallen

N: Sag mal, was hat dich eigentlich dazu gebracht dieses Hörbuch zu hören? Ich dachte, du hörst nicht so gerne?

M: “Schau mir in die Augen, Audrey” ist mir schon bei den Neuerscheinungen für den Juli aufgefallen und als ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss. Einfach ein Thema, das mich interessiert. Warum ich es dann ausgerechnet gehört und nicht gelesen habe, liegt daran, dass wir eine Rezensionsanfrage zum Hörbuch erhalten haben und da konnte ich einfach nicht Nein sagen. Es hat sich auch echt gelohnt. Da konnte ich auch mit dem Hörbuch leben.

M: Wie sieht’s denn bei dir aus? Hast du das Hörbuch eigentlich nur gehört, weil ich das so toll fand? Zwinkerndes Smiley

N: Ich hab das Hörbuch nur gehört, weil du es mir aufgezwungen hast!! Nein, Quatsch. Mir ist das Buch vorher noch nicht aufgefallen, ich habe erst durch dich vom Buch erfahren. Das Thema fand ich aber auch von Anfang an interessant, da ich selber vor zwei Jahren unter Panikattacken gelitten habe und Audrey so nachfühlen kann.

N: Ich glaube, du auch oder?

M: Ja, auch ich habe leider Erfahrungen mit diesem Thema sammeln dürfen, deswegen hat mich dieses Buch in erster Linie interessiert. Ich wolle wissen, wie Sophie Kinsella damit umgeht. Denn “Schau mir in die Augen, Audrey” ist ein heiteres und auch lustiges Buch, mit einem ernsten Thema im Hintergrund. Ich finde, sie hat es sehr gut gelöst. Das Thema Angststörungen und Panikattacken kommt nicht zu kurz, ist aber auch nicht so erdrückend, dass ich permanent das Gefühl hatte davon erschlagen zu werden.

M: Wie gefällt dir denn die Umsetzung des Themas?

N: Da ich selber Teil einer großen Familie bin, fand ich es sehr interessant zu erleben, wie die einzelnen Familienmitglieder Audreys mit ihrer Besonderheit umgehen. Aus eigener Erfahrung, weiß ich wie schwierig es ist, außenstehenden Menschen zu vermitteln, was mit einem selber passiert. Sophie Kinsella hat mich als Leserin sehr einfühlsam an das Thema herangeführt. Das Gehörte hat mich wirklich berührt. Obwohl mein Zeitplan es eigentlich nicht zugelassen hat, habe ich das Hörbuch innerhalb von anderthalb Tagen beendet.

N: Wie findest du sind die einzelnen Familienmitglieder mit Audreys Besonderheit umgegangen? Gab es vielleicht sogar etwas, was dir nicht so gut gefallen hat?

M: Mir hat die Umgangsweise auch sehr gut gefallen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die wenigsten Menschen damit klarkommen, wenn man selber nicht mehr so funktioniert, wie alle es gewohnt sind. Man wird entweder gemieden oder mit Mitleid überschüttet und beides sind keine adäquaten Lösungen für dieses Problem.
Audrey hat viel Unterstützung erfahren, ist aber weitestgehend normal behandelt worden.
Audreys Mutter hat sogar ihren Job gekündigt, um für ihre Tochter da zu sein, die es gerade in der Anfangszeit sehr schwer hatte. Audreys größerer Bruder Frank geht ebenfalls sehr verständnisvoll mit ihr rum, behandelt sie aber nicht wie ein rohes Ei. Von einem Teenager in dem Alter, bin ich auch schon Anderes gewöhnt. Für den kleinen Felix ist Audrey so oder so die Größte und die ständige Sonnenbrille auf der Nase gehört einfach dazu.
Insgesamt finde ich, hat Sophie Kinsella das Thema sehr gut umgesetzt und es gibt nichts, was mir nicht so richtig gut gefallen hat.

M: Was denkst du denn darüber? Wie findest du geht Audreys Umfeld mit ihr um? Was ist mit Franks Freund Linus?

N: Ich finde Audreys Mutter toll, sie wird als Übermutter und etwas überspannt dargestellt, aber ich finde es total bemerkenswert, wie sie mit der Besonderheit ihrer Tochter umgeht. Sie liest sich in die Geschichte ein, sorgt sich um die richtige Ernährung der Familie, managt den Haushalt, fährt sie zu ihren Therapien und hat, wie du schon geschrieben hast, auch ihren geliebten Job gekündigt.
Tja, und dann ist da noch Linus. Eigentlich tritt er in die Familie als Franks Freund, mit dem er in einem Team an den LoC Meisterschaften teilnehmen möchte. Nach einem, für ihn, etwas befremdlichen Zwischenfall mit Audrey, geht er sehr verständnisvoll und offen mit ihrer Situation um. Mehr noch, er nimmt sich ihrer an und versucht zusammen mit ihr in ihr altes Leben zurück zu finden.

N: Du als Hörbuch-Neuling: Wie fandest du hat die Sprecherin ihren Job gemacht? Beziehungsweise wie fandest du war das gesamte Hörbuch produziert?

M: Dies hier war ja nicht mein erstes Hörbuch, das ich gehört habe. Ich habe mich vor diesem hier schon an ein paar andere herangewagt, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, das es bisher das beste Hörbuch ist, das ich gehört habe. Ich tue mich mit dem Aufnehmen von gesprochener Sprache etwas schwerer als mit dem geschriebener Worte und hatte daher fast immer Schwierigkeiten den Geschichten zu folgen. Hier war das nicht der Fall. Die Sprecherin Maria Koschny hat einen wirklich sehr guten Job gemacht. Sie hat klasse intoniert und den einzelnen Figuren mit unterschiedlicher Klangfarbe Leben eingehaucht. Ich wusste immer wer gerade spricht.
Das Hörbuch ist zwar gekürzt, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, das mir etwas von der Geschichte fehlen würde.

M: Ich überlasse dir ganz ausnahmsweise mal das letzte Wort. Du darfst das Fazit verfassen.

N: Das ist aber sehr großzügig von dir Zwinkerndes Smiley. Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen………………………..

M: Das war’s schon?!

N: Neeeein! Aber du hast mich einfach unterbrochen!

M: Gar nicht…

N: Naja, egal. Von Anfang bis Ende hat mich das Hörbuch überzeugen können. Die Protagonisten sind toll, die Autorin hat dieses doch sehr ernste Thema, nicht nur ernst, sondern auch mit Humor und Witz erzählt. Die Sprecherin hat die Geschichte grandios erzählt und ist zurecht mit dem Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin ausgezeichnet worden. Deshalb hat dieses Hörbuch auch 5 von 5 Sternen verdient.

N:  Watson haben Sie noch was hinzuzufügen??

M: Ach, darf ich doch das letzte Wort haben? Das bin ich ja so gar nicht von dir gewöhnt. Zwinkerndes Smiley
Aber ich sehe das sehr ähnlich wie du. Mir hat das Hörbuch auch sehr gut gefallen. Zwar würde ich “nur” 4,5 von 5 Sternen vergeben, aber auch das ist sehr gut und hat das Hörbuch auch verdient. Im Buchladen hatten wir das Buch ja auch in der Hand und auch das hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht lese ich es ja irgendwann einmal auch.

 

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