Autor: kunterbuntesbuecherregal

[Rezension] Mittlere Reife- Aus meinem Leben von Isabel Varell

 
Titel: Mittlere Reife – Aus meinem Leben
Autorin: Isabel Varell
Verlag: Piper Paperback
Erscheinungsdatum: 1. April 2016
ISBN: 978-3492060363
Format: Klappenbroschur (320 Seiten)
Preis: 14,99 Euro
zur Autorin: Isabel Varell
zum Buch: Piper

Worum geht es?

Warum es sich lohnt, niemals ganz erwachsen zu werden
Isabel Varell strahlt auch mit Mitte 50 eine jugendliche Begeisterungsfähigkeit und einen Optimismus aus, die ansteckend wirken. Und das, obwohl sie in ihrem Leben schon so einige Herausforderungen meistern musste. Mutig, ehrlich, fröhlich und manchmal nachdenklich blickt sie auf prägende Lebenssituationen zurück: ihre ersten Versuche als Sängerin, ihre turbulente Beziehung und Ehe mit Drafi Deutscher, von der sie hier erstmals erzählt, ihre Entscheidung, beim Dschungelcamp mitzumachen oder ihr ehrenamtliches Engagement im Hospiz. Es gab Situationen, die sie fast umgeworfen haben, aber immer wieder hat sie es geschafft, aus den Krisen etwas Wertvolles fürs Leben mitzunehmen. So ist ihr Buch auch eine Quelle der Inspiration und ein Plädoyer dafür, sich spielerisch auf das Leben einzulassen und niemals ganz erwachsen zu werden. Quelle : Piper

 

Meine Meinung zum Buch:

Wer kennt den sympathischen Lockenkopf mit dem ansteckenden Lachen nicht? Und egal, ob man ihre Musik mag, ihren Auftritt im Dschungelcamp gutheißt, ihre schauspielerischen Fähigkeiten schätzt oder nicht: An diesem Lächeln und ihrer Ausstrahlung kommt man einfach nicht vorbei. Wenn sie Gast in einer Talkshow ist, dann geht dort die Sonne auf, sie sprüht vor Lebensfreude und Kraft, und das finde ich immer wieder sehr beeindruckend.
Ich finde Autobiographien immer spannend zu lesen, denn neben der öffentlichen Hülle eines Menschen interessiert mich auch, was darunter steckt. Bei diesem Buch war sofort klar, dies muss ich unbedingt lesen. Ich wollte unbedingt hören, was die Autorin zu erzählen hat.
Der Klappentext und auch das ansprechende Buchcover konnten mein Interesse ebenfalls sofort wecken. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis verschafft einen perfekten Überblick über die Themen im Buch. Bevor Isabel Varells Lebensgeschichte startet, gibt es ein wunderschönes Vorwort von Hape Kerkeling. Die Beiden verbindet eine jahrelange, tiefe Freundschaft, was durch die liebevoll geschriebene Zeilen bei mir als Leserin auch zu 100 Prozent ankommt.
Nach dem Lesen der ersten Seiten bin ich schon komplett im Leben der Autorin gefangen. Ihr Schreibstil ist wunderschön flüssig und mitreißend. Habe ich noch vor Lesen des Buches eine lustige und fröhliche Geschichte erwartet, wird mir schnell klar, wie hart die Autorin mit ihrem jugendlichen Ich ins Gericht geht. Ich bin überrascht, wie unverblümt sie von ihrer Jugend erzählt, in der sie alles andere als ein Mauerblümchen war. Ihre Beschreibungen nach der Trennung ihrer Eltern, diese Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Leere in ihrem Inneren hat sie sehr eindrucksvoll zu Papier gebracht. Ich habe an der ein oder anderen Stelle  tief einatmen und schlucken müssen, um die Geschichte danach weiterlesen zu können. Am liebsten hätte ich sie mal in den Arm genommen und ordentlich gedrückt . Was mich sehr beeindruckt ist ihre Stärke, die sie schon in jungen Jahren ausstrahlt und sich damit auch aus jedem Tief wieder herausmanövriert.
Die Erzählung ihrer Ehe mit Drafi Deutscher hat mich ebenso beeindruckt wie ihre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Hospiz, für die sie meine absolute Anerkennung verdient. Die Erlebnisse im Dschungelcamp mal aus der anderen Perspektive zu lesen, hat mir ziemlich gut gefallen. Meinen Respekt hat sie auch für ihren Marathonlauf mit 40 Jahren. Ich schaffe im gleichen Alter nicht mal, 10 km am Stück zu laufen Smiley
Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und bin durch die 320 Seiten nur so hindurchgeflogen. Von Anfang bis Ende finden sich in diesem Buch sehr emotionale, aber auch sehr humorvolle Erzählungen. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern auch noch übertroffen. Ich habe die Botschaften zwischen den Zeilen der Autorin sehr wohl verstanden und werde schauen, was ich davon auch in meinem eigenen Alltag umsetzen kann.

Fazit:

Dies ist definitiv eine der schönsten und emotionalsten Autobiographien, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Mir gefällt die Ehrlichkeit sehr und auch die Kritik an der eigenen Person. Ich möchte die Ecken und Kanten eines Menschen sehen und dies ist der Autorin wirklich eindrucksvoll geglückt. Ich sage vielen Dank für den Blick hinter die prominente Maske und spreche für dieses Buch sehr gern eine Leseempfehlung aus. Diese Buch gehört  zu meinen Lesehighlights 2016.

[Rezension] Foxgirls Magie liegt in der Luft von Sabine Städing

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Titel: Fox Girls- Magie liegt in der Luft
Autorin: Sabine Städing
Illustratorin: Maria Karipidou
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 26.September 2016
ISBN: 978-3570164471
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Format: Hardcover (288 Seiten)
Preis: 12,99 Euro

Worum geht es?

Mit ihrer Fuchsmagie fühlen sich die frisch gebackenen Foxgirls Puder Zucker und Bonnie Vanzetti pudelwohl und freunden sich mit den anderen magischen Wesen Hamburgs bestens an. Bald schon können die beiden zeigen, was sie drauf haben: Bonnies Freund Mungo hat Stress, weil seine Versetzung gefährdet ist. Da werden die zwei frechen Füchsinnen doch dem Mathelehrer eine kleine Lektion erteilen! Aber dann stehen die Foxgirls vor einer viel größeren Herausforderung: Die kryptozoologischen Jäger sind zurück in der Stadt, zusammen mit ihrem Boss, dem Schwarzen Abt. Und der will sich speziell an den Foxgirls und an Puders süßem Freund Silas, dem Stadtwolf, rächen …Quelle: amazon

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem mich bereits der erste Band der Foxgirls begeistern konnte, habe ich mich auf den zweiten Teil schon sehr gefreut. Auf die Autorin aufmerksam geworden sind die Jungs und ich durch die wunderschönen Geschichten ihrer Apfelhexe “Petronella Apfelmus”.
Wie schon der Vorgänger ist auch dieses Buch eine echte Augenweide. Ich mag die verwendeten Farbtöne, und die beiden Mädchen auf der Mauer gefallen mir ebenso gut wie die beiden Füchse im Hintergrund. Ich bin mir sicher, die empfohlene Altersgruppe ab 10 Jahren wird sich von diesem Cover magisch angezogen fühlen.
Der Start in das Buch ist mir dank der Spannung, die sofort aufgebaut wurde, sehr leicht gefallen. Die Geschichte beginnt in Hamburg. Viele der beschriebenen Ecken sind mir bestens bekannt, vielleicht habe ich mich auch deshalb sofort in der Geschichte wohlgefühlt. Die Erzählung knüpft an den letzten Band an, durch kurze, kleine Rückblicke finden sich auch Erstleser schnell zurecht. Dennoch würde ich Neueinsteigern empfehlen, den ersten Teil vorher zu lesen. Für mich persönlich ist es sehr wichtig, den Ursprung einer Geschichte zu kennen, ich habe sonst immer das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und für die angesprochene Altersgruppe in jugendlicher Sprache umgesetzt. Der am Anfang gesponnene, rote Faden zieht sich durch das ganze Buch und findet nach 283 Seiten ein für mich sehr zufriedenstellendes Ende, bei dem keine Fragen offen bleiben.
Diese Geschichte wird durch die vielen schönen Vignetten der Illustratorin Maria Karipidou wunderschön in Szene gesetzt.
Für die ans Herz gehende Geschichte sind aber hauptsächlich die Protogonisten Puder und Bonnie verantwortlich. Diese sind mit viel Liebe zum Detail beschrieben worden, so dass sie auch in diesem Buch ein warmes Gefühl in meinem Herz hinterlassen haben. Hinter den Zeilen steckt auch vieles, was bei mir als erwachsene Leserin hängengeblieben ist. Denn auch ein für mich zunächst unsympathischer Protagonist wächst in Krisenzeiten über sich hinaus und steht seinen Freunden bei.

Fazit:

Auch mit diesem Buch “Foxgirls Magie liegt in der Luft” konnte mich die Autorin Sabine Städing wieder überzeugen. Ich vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen für eine wirklich lesenswerte Geschichte.

skala-5-stern

[Rezension] Sunny Valentine- Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen von Irmgard Kramer

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Titel
: Sunny Valentine- Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen
Autorin: Irmgard Kramer
Illustratorin: Nina Dulleck
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 19.September 2016
ISBN: 978-3785583647
empfohlenes Lesealter: 9-11 Jahre
Format: Hardcover (160 Seiten)
Preis: 10,95 Euro

Worum geht es?

Eines Tages setzt das Haus die Familie Valentine vor die Tür. Es sei unpässlich und möge nicht mehr gestört werden. Sunny erfährt, dass das Haus Fieber hat. Und es gibt nur einen Arzt auf der Welt, der helfen kann. Das Dumme ist nur, dass man ihn nicht finden kann, wenn man ihn sucht – er muss einen selbst finden. Großartig, denkt sich Sunny, als sie plötzlich in einer italienischen Kleinstadt steht und nicht mehr weiter weiß. Glücklicherweise trifft sie auf die Zirkusfamilie Bombastico und deren Elefanten, die Sunny vielleicht helfen können … Quelle: amazon

Meine Meinung zum Buch:

Angesprochen von einem witzigen Cover habe ich mir die Zeit genommen und mir Sunny Valentine von Irmgard Kramer mal genauer angesehen. Die Geschichte “Sunny Valentine – Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen” ist bereits der vierte Band aus dieser Reihe. Ich kenne die bisherigen Bücher nicht und startete dementsprechend ohne Vorkenntnisse in die Geschichte. Der Klappentext hat mich schon nach den ersten Sätzen begeistert. Von einem unpässlichen Haus, welches Fieber hat und deshalb von seinen Bewohnern nicht gestört werden möchte, hatte ich bis dato noch nie gehört. Auch das farbenfrohe, ein wenig überladene, Buchcover weckte gleich mein Interesse. Es sprüht vor positiver Energie und zeigt neben einem blonden Mädchen mit sehr eigenwilligem Kleidungsstil auch jede Menge anderer interessanter Protagonisten, die ich gern kennenlernen wollte. Der Buchtitel glänzt und hebt sich von Rest des Covers ab, somit hat der Leser nicht nur etwas zum Ansehen, sondern auch zum Anfassen.
Klappt man die erste Seite auf, fällt der Blick unweigerlich auf Sunnys Haus. Dort wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht um ein normales Wohnhaus handelt. Dieses Haus nun genau zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen und deshalb empfehle ich, es einfach mal selbst anzuschauen. Nur so viel: Es ist wirklich anders Smiley. Was mich auch sehr amüsiert hat: Es trägt den Namen “Seine Herrlichkeit”.
Bevor die Geschichte dann startet, gibt es für die Leser noch ein Inhaltsverzeichnis und einen Brief von Sunny an ihre Mama. Dann geht es endlich los – und wie! Die Geschichte ist spannend und temporeich gleich ab den ersten Seiten. Während ich noch auf eine lange Einleitung gewartet hatte, sitzen die Bewohner des skurrilen Hauses, allen voran Sunny, auch schon vor der Haustür. “Seine Herrlichkeit” hat Fieber und möchte seine Ruhe haben. Bereits da habe ich schon unter dem Tisch gelegen und lauthals gelacht.
Ein wenig Schwierigkeiten hatte ich, die verschiedenen Protagonisten ohne Vorkenntnisse richtig zuzuordnen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin für neue Leser dies noch ein wenig erklärt. Ich weiß immer gern, mit wem ich es in den Bücher zu tun habe.
Die Geschichte ist durchweg extrem lustig, humorvoll und spannend geschrieben, was an dem flüssigen Schreibstil der Autorin liegt. Mit viel Liebe zum Detail beschreibt sie ihre Figuren und sehr bildgewaltig die Schauplätze ihrer Geschichten. Nach mittlerweile mehreren gelesen Büchern von Irmgard Kremer gefällt mir auch extrem gut, dass sie dem Leser neben ihren wunderschön verpackten Geschichten auch immer noch ein wenig zum Nachdenken und Lernen mitgibt. Was vielleicht auch ihrer früheren Berufung als Lehrerin geschuldet sein mag.
Mit Sunny Valentine hat sie für mich ihre bisher beste Protagonistin erschaffen. Mir gefiel dieses Mädchen mit ihrer sympathischen und liebenswerten Art bereits von der ersten Seiten an. Sie ist mutig, selbstbewusst und hat ein großes Herz. Dies wird die empfohlene Altersklasse sicher genauso begeistern wie mich.
Besonders empfehlenswert sind außerdem die tollen Illustrationen von Nina Dulleck. Ich bin ein großer Fan ihrer Zeichnungen und auch in diesem Buch hat sie ihr Können wieder eindrucksvoll zur Schau gestellt. Ihre genialen Illustrationen unterstreichen die tolle Geschichte.
Von Anfang bis Ende fühlte ich mich richtig gut unterhalten und war extrem traurig, dass dieses tolle Lesevergnügen nach 153 Seiten schon zu Ende war. Glücklicherweise habe ich ja nun noch die Möglichkeit, die vorherigen drei Bände zu lesen.
Eine humorvolle und sehr komische Geschichte, die große und kleine Leser begeistern wird. “Sunny Valentine” lässt sich prima vorlesen und kann von geübten Lesern ab 8 Jahren alleine gelesen werden. Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen.

Bisher erschienen sind:

Band 1: Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen
Band 2: Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen
Band 3: Von der Flaschenpost im Limonadensee
Band 4: Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen

Die Autorin:

Irmgard Kramer, 1969 geboren, lebt als freie Autorin im Bregenzerwald in Österreich. Bis 2010 war sie Volksschullehrerin. Heute schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Texte für Magazine.
Besucht Irmgard Kramer hier : http://www.irmgardkramer.at/

Die Illustratorin:

Nina Dulleck, Jahrgang 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Später, in der ersten Klasse, hat sie damit begonnen, die vielen Geschichten, die in ihrem Hirn herumflatterten, auch mit Wörtern zu Papier zu bringen. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen
Besucht Nina Dulleck hier: http://www.ninadulleck.de/

skala-5-stern

[Rezension] Flätscher- Die Sache stinkt! von Antje Szillat und Jan Birck

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Titel: Flätscher- Die Sache stinkt!
Autorin: Antje Szillat
Illustratorin: Jan Birck
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 26.August 2016
ISBN: 978-3423761567
empfohlenes Lesealter: 7-11 Jahre
Format: Hardcover (128 Seiten)
Preis: 10,95 Euro

Worum geht es?

Wer braucht hier einen Plan? Wir haben Flätscher!
Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten Spitzenkochs Bode. Nur durch einen gewagten Sprung und den eiskalten Einsatz seiner Stinkekanone kann er sich retten – ausgerechnet in das Hosenbein von Bodes Sohn Theo. Das ist nicht nur der Anfang einer dicken Freundschaft, sondern auch der Beginn der größten Super-Detektiv-Karriere aller Zeiten! Denn die beiden gründen noch am selben Tag die Hinterhof-Detektei. Sekretariat: Zwergwieseldame Cloe. Rückendeckung garantiert die O-Clique: die Kellermäuse Olaf, Mo, Jo und Flo. Kaum vollzählig, braut sich schon der erste Fall zusammen – und Flätscher hebt bebend seine berühmte Spürnase… Quelle

Zur Leseprobe: Flätscher

Die Autorin:

Antje Szillat wurde 1966 in Hannover geboren. Sie träumte schon als Kind davon, die jüngste Autorin der Welt zu sein und sich vom vielen Geld ihren großen Wunsch von einem eigenen Pferd zu erfüllen. An diesen Traum hat sich die gelernte Lerntherapeutin fast dreißig Jahre später glücklicherweise erinnert, sich hingesetzt und einfach angefangen, ein Buch zu schreiben. Mittlerweile ist die sympathische Autorin damit sehr erfolgreich und ihre Bücher sind bei uns im Hause sehr beliebt. Antje Szillat lebt mit ihrer Familie und vielen wunderschönen Pferden in der Nähe von Hannover.
Homepage der Autorin: Antje Szillat

 Der Illustrator:

Jan Birck wurde 1963 in München geboren und ist nicht nur ein Illustrator, sondern auch Trickfilmkünstler, Cartoonist und CD-ROM-Gestalter. Zu seinen bekanntesten Werken zählen “Die wilden Fußballkerle”, die er zusammen mit Joachim Masannek entwarf. Jan Birck wohnt mit seiner Familie in München.
Homepage des Illustrators: Jan Birck

Meine Meinung zum Buch:

Wie fange ich an, eine objektive Rezension über ein Buch zu schreiben, in dessen Hauptfigur ich mich schon auf der ersten Seite verliebt habe? Also, eigentlich war es ja Liebe auf den ersten Blick im Buchladen meines Vertrauens. Ich stelle euch das liebenswerte Stinktier vor, damit vielleicht ein wenig von seinem Zauber auch auf euch überspringt. Flätscher ist eine echte Augenweide. Er ist nicht nur cool, sondern hat auch einen messerscharfen Verstand. Er ist nicht auf den Mund gefallen und hat nur eine klitzekleine Schwachstelle: Er liebt Semmelknödel über alles, und das lässt ihn zuweilen etwas unvorsichtig sein.
Die Geschichte beginnt an einem regnerischen Morgen, und Flätschers Magen verlangt nach Nahrung. Bereits nach den ersten Sätzen war ich sofort in der genialen Geschichte gefangen. Einen lockeren und humorvollen Schreibstil bin ich von der Autorin gewohnt. Ihre Bücher “Rick” und “Ricky” haben einen ähnlich mitreißenden Schreibstil. In den ersten Kapiteln versprüht Flätscher sofort seinen unvergleichlichen Charme, mit dem er nicht nur Wieseldamen um den Finger wickelt, sondern auch mich. Ich liebe seine leicht hochnäsige Art, und auch an einer großen Portion Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Aber nicht nur Flätscher ist bildgewaltig beschrieben, auch die anderen Protagonisten, allen voran Theo, sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die Kapitel haben eine wunderschöne Lese- und Vorleselänge.
Die Geschichte beginnt spannend und findet nach 127 Seiten ein tolles Ende. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, bin nur so durch die Seiten geflogen und habe an vielen Stellen über die Geschichte und die Illustrationen herzhaft lachen müssen. Es fällt mir sehr schwer, bis März 2017 zu warten, denn erst dann starten Flätscher und Theo in ein neues Abenteuer.
Aber nicht nur die Geschichte ist ein richtiges Highlight für mich, auch die Covergestaltung und die Illustrationen des Buches sind einzigartig. Neben einer ins Auge springenden, hellgrünen, glänzenden Schrift sehe ich einen ziemlich coolen Flätscher mit seiner Geheimwaffe und einen liebenswerten Theo im Hintergrund. Mir gefällt besonders die Kombination zwischen stumpfen und glatten Akzenten. Ich habe also nicht nur etwas zum Ansehen, sonders auch etwas zu fühlen. Außerdem schimmert es total schön, wenn ich das Cover in der Hand bewege.
Die dunkelblaue Innengestaltung und die ersten sieben illustrierten Seiten schaffen eine perfekte Überleitung zum Start in die Geschichte. Flätscher überzeugt mich deshalb nicht nur durch den mitreißenden und humorvollen Text, sondern auch durch die grandiosen Illustrationen von Jan Birck. Die setzen der ganzen Geschichte die berühmte Krone auf und haben mich von Anfang bis Ende durchweg begeistert. Ein weiteres Schätzchen in meinem Bücherregal, was ich kleinen und großen Bücherfreunden gerne weiter empfehlen kann. Für einen kleinen Preis von 10,95 Euro bekommt der Leser hier nicht nur eine 5-Sterne-plus-Geschichte, sondern auch großartige Illustrationen zum ansehen und bestaunen dazu.

Fazit.

Ein wirklich empfehlenswertes Kinderbuch, was auch mich als erwachsene Leserin komplett begeistern konnte. Ich bin mir sicher, das Buch wird viele kleine und große begeisterte Leser finden und wir werden sicher von diesem kleinen Kerlchen noch sehr viel mehr lesen. Chapeau an das Autorenteam.
skala-5-stern

[Rezension] Ihr einziges Kind von Barbara Wendelken

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Titel: Ihr einziges Kind
Autorin
: Barbara Wendelken
Verlag: Piper Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 2.November 2016
ISBN: 978-3492310123
Format: Taschenbuch (528 Seiten)
Preis: 10,99 Euro
Zur Autorin: Barbara Wendelken
Leseprobe: Piper

Worum geht es?

Cord Cassjen ist überglücklich, sein Sohn Caspar hat das Licht der Welt erblickt. Aber seine Frau Silvana leidet an einer postpartalen Psychose, sieht sich und vor allem das Baby von allen Seiten bedroht. Und dann passiert das Unfassbare – Cord wird erschossen, Silvana ist mitsamt dem Säugling verschwunden. Die Kommissare Renke Nordmann und Nola van Heerden stehen vor einem Rätsel: Gab es vielleicht doch den großen Unbekannten, vor dem Silvana sich so sehr fürchtete? In größter Eile machen sie sich auf die Suche nach den beiden Vermissten, da sie vor allem um das Leben des Kindes bangen …Quelle: amazon

 

Meine Meinung zum Buch:

Da ich in der letzten Zeit viele Kinderbücher gelesen habe, war ich auf der Suche nach einen spannenden Krimi. Beim Stöbern bin ich dann bei diesem Cover dieses Buches hängengeblieben. Das weiße Haus mit den geschlossenen Fensterläden und der verwilderte Garten haben mein Interesse sofort geweckt. Nachdem auch der Klappentext ganz nach meinem Geschmack war wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Los ging es mit einem sehr spannenden, fesselnden Prolog. Mein detektivischer Spürsinn war sofort geweckt. Der flüssige und temporeiche Schreibstil der Autorin packte mich sofort. In den ersten Kapiteln lernte ich sehr viele Protagonisten kennen, und um nicht den Überblick zu verlieren, habe ich mir eine kurze Personenbeschreibung zu jedem angelegt. Einige waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Die Kommissare Renke Nordmann und Nola van Heerden mochte ich sofort. Sie haben Ecken und Kanten, die sehr realitätsnah beschrieben wurden. Ich habe ihnen während der Arbeit über die Schulter geschaut und sie zu ihren privaten Terminen gern begleitet.
Bereits am Anfang werden viele rote Fäden gesponnen und verschiedene Fährten gelegt, um die Suche nach dem Täter und der Lösung des Falls nicht sofort ersichtlich zu machen. Wechselnde Erzählperspektiven geben der Geschichte noch eine zusätzliche Spannung, sie wird dadurch zu einem absoluten Pageturner. Die Kapitel sind sehr lang und obwohl ich bekennender Fan kurzer Kapitel bin, kann auch hier keinen Kritikpunkt vergeben, denn es ist Barbara Wendelken gelungen, die Erzählung durchweg auf einem sehr hohen Level zu halten. Sie schafft es sehr eindrucksvoll, mich als Leser im Dunklen tappen zu lassen. Ein weiterer großer Pluspunkt, denn nichts ist langweiliger als in der Mitte des Buches schon zu wissen, wer der Täter ist. Immer wenn ich glaubte, hinter das Geheimnis gekommen zu sein, kam eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe. Positiv überrascht hat mich auch die Wandlung einiger Protagonisten. Ich möchte hier natürlich nicht spoilern, aber wie so oft ist nicht immer alles so, wie man es am Anfang vielleicht vermutet. Ich finde es großartig, wenn Autoren ihre Charaktere innerhalb der Geschichte wachsen und reifen lassen.
Das Buch endet mit einem tollen Finale, alle Erzählstränge werden bis zum Schluss perfekt ausgearbeitet. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht habe ich “Ihr einziges Kind” glücklich zugeschlagen. Ich freue mich, nun noch die Möglichkeit zu haben, zwei weitere Bücher mit diesem sympathischen Ermittlerteam lesen zu können. Im Piper Verlag sind bereits “Das Dorf der Lügen” und “Die stille Braut” erschienen. “Ihr einziges Kind” ist aber ohne diese Vorgängerbände problemlos zu lesen, die Autorin hat darauf geachtet, dass sich Neueinsteiger leicht in der Geschichte zurecht finden.

Fazit:

Mich begeisterte dieser Krimi komplett, er bescherte mir von Anfang bis Ende großartige Lesestunden. Dieses Buch gehört zu meinen Krimi-Highlights des Jahres und es wird sicher nicht das letzte Buch gewesen sein, was ich von Barbara Wendelken gelesen habe. Ich vergebe für “Ihr einziges Kind” sehr gern fünf von fünf Sternen.
 

skala-5-stern

[Rezension] Penny Pepper – Tatort Winterwald von Ulrike Rylance

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Titel: Penny Pepper – Tatort Winterwald
Autorin: Ulrike Rylance
Illustratorin: Lisa Hänsch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016
ISBN: 978-3423761628
empfohlenes Lesealter: 7-11 Jahre
Format: Taschenbuch (144 Seiten)
Preis: 10,95 Euro
 
 

Worum geht es?

Weihnachtsbäume in Gefahr! Ein Fall für Penny Pepper!
Als Penny und ihre Detektivbande von den ersten verschwundenen Weihnachtsbäumen hören, glauben sie noch an einen Zufall. Aber bald wird klar: Hier ist ein Serientäter am Werk. Eine ganze Baumfarm brennt ab, eine andere wird von einer seltsamen Krankheit befallen, Lieferungen verschwinden und von den Balkonen werden die letzten Tannen geklaut. Das darf nicht sein, finden Penny und Co. Weihnachten ohne Baum ist wie…na ja jedenfalls nicht wie Weihnachten. Die Mädchen legen sich auf die Lauer und stoßen schon bald auf eine heiße Spur… Quelle: dtv.de

Über die Autorin:

Ulrike Rylance, geboren 1968 in Jena, studierte Anglistik und Germanistik in Leipzig und London. Nach ihrem Studium blieb sie in London und unterrichte dort als Deutschlehrerin Kinder- und Erwachsene. Seit 2001 lebt, liebt und arbeitet sie als freischaffende Autorin mit ihrer Familie in Seattle, USA. Im Jahr 2010 erschien ihr erster Jugendroman, seither folgten weitere Kinder und Jugendbücher sowie ein Kriminalroman.
Hier kommt ihr zur Homepage der Autorin: Ulrike Rylance

Die Illustratorin:

Lisa Hänsch, geboren 1988, hat in Münster Design und Illustration studiert. Sie zeichnet für ihr Leben gerne Bilder für Bücher und Trickfilme und auch für das Fernsehen. Gemeinsam mit Freund und Hund wohnt sie in der Nähe von Köln. Neben Penny Pepper hat die Lisa Hänsch mich auch mit ihren Illustrationen in den Büchern “Dancing Girls” von Heike Abidi und “Polly Schlottermotz” von Lucy Astner begeistert.
Hier kommt ihr zur Homepage der Illustratorin: Lisa Hänsch

Bücher aus dieser Reihe:

Penny Pepper- Alles kein Problem erschienen 1. September 2014
Penny Pepper- Alarm auf der Achterbahn erschienen 1. April 2015
Penny Pepper- Chaos in der Schule erschienen 22. September 2015
Penny Pepper- Tatort Winterwald erschienen 14. Oktober 2016
weitere Bände in Planung

Meine Meinung zum Buch:

Comic-Geschichten stehen hier bei uns zu Haus sehr hoch im Kurs. Unser neuster Zugang ist “Penny Pepper – Tatort Winterwald”. Dieser konnte gleich doppelt punkten, denn wir lieben Weihnachten. Da in sieben Wochen Weihnachten ist, wird es langsam Zeit, uns in die entsprechende Stimmung zu bringen. Wie schon bei den drei vorherigen Bänden glänzt diese Buchreihe mit einem farbenfrohen Cover. Ich bin der Meinung: An diesem Buch kommt niemand vorbei, ohne es genauer zu betrachten und in die Hand zu nehmen. Einmal in die Hand genommen, gibt es auf jeder Seite ganz viel zu entdecken. Neben den vielen Illustrationen auf dem Cover, einem Tannenwald auf den Innenseiten, überzeugt mich das Buch auch durch die Aufmachung der Seiten. Da es sich ja um Penny-Aufzeichnungen handelt, wurde es wie ein Collegeblock gestaltet. An den Rändern findet sich das karierte Muster wieder und auch beim Durchblättern des Buches fühlt es sich wie ein Notizbuch an. Die Geschichte ist untermalt von vielen genialen Illustrationen. Lisa Hänsch hat hier wirklich außergewöhnliche Arbeit geleistet und dieser Geschichte und der Idee des Buches damit ein Krönchen aufgesetzt. Ich bin wirklich beeindruckt und schwer begeistert von diesem optischen Highlight.
Von der ersten Seite an war ich mittendrin in dieser großartigen Geschichte. Ulrike Rylance hat einen sehr humorvollen, witzigen und flüssigen Schreibstil. Die von ihr verwendete Sprache ist altersgerecht und kommt auch bei mir gut an. Ich habe mich köstlich über Pennys Gedankengänge amüsiert, ihre Pläne, Täterprofile und ihr Diktiergerät sind einfach grandios. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band. Die Geschichte ist durchweg superspannend und endet mit einem tollen Finale. Ein weiteres Schätzchen in meinem Bücherschrank, welches ich kleinen und großen Lesern gerne ans Herz legen kann. Dies ist definitiv nicht nur ein Mädchenbuch, sondern auch für Jungs und Erwachsene lesenswert.

Fazit:

Diese Buchreihe ist wirklich grandios und ein absolutes Muss in jedem Nikolausstiefel. Für einen Preis von 10,95 Euro bekommt man hier nicht nur eine wahnsinnig schöne und spannende Geschichte, sondern auch ein optisches Highlight geboten. Ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus und vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen.

skala-5-stern

[Rezension] Farbenblind von Colby Marshall

 

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Titel: Farbenblind
Autor: Colby Marshall
Übersetzerinnen: Heike Schlatterer
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 9.November 2015
ISBN: 978-3453418363
Format: Klappenbroschur (432 Seiten)
Preis: 9,99€

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Worum geht es?

Klappentext :Dr. Jenna Rameys Gehirn besitzt eine seltene Eigenart in der Wahrnehmung, durch die ihre Eindrücke farblich aufblitzen: Rot kann Zorn bedeuten, Liebe oder Kraft. Doch Jenna ist imstande, diese plötzlichen Assoziationen zu nutzen, um aus Personen und Situationen zu lesen wie niemand sonst. Nun hat das FBI den Massenmörder Isaac Keaton festgenommen und die forensische Psychiaterin zu Hilfe gerufen. Im Verhör erfährt sie, dass er es – ob hinter Gittern oder nicht – in der Hand hat, noch mehr Unschuldigen Leid zuzufügen, und besessen davon ist, auch sie unter Kontrolle zu bringen. Jenna allein kann mit ihrem einzigartigen Feingespür verhindern, dass Keatons Drohungen Wirklichkeit werden … (Quelle)

 

Meine Meinung zum Buch:

Dieser oben stehende Klappentext hat mich sehr angesprochen, weshalb ich mich sehr auf den Thriller “Farbenblind” gefreut habe. Die Autorin war mir bisher kein Begriff, und so bin ich unvorbelastet an die Geschichte herangegangen. Im Bereich Thriller habe ich schon ziemlich viel gelesen und bin daher immer gespannt, neue Autoren und ihre Art zu Schreiben kennenzulernen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet mit einem spannungsreichem Prolog. Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Personen, die wechselnden Erzählperspektiven sind interessant und spannend geschrieben. Ein Serienmörder-Duo finde ich ziemlich interessant, ebenso eine Ermittlerin, die eine seltene Eigenart in der Wahrnehmung hat, durch die ihre Eindrücke farblich aufblitzen, finde ich spannend.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind durch den temporeichen Schreibstil zügig zu lesen. Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, was mir ziemlich gut gefallen hat und den Spannungsbogen dadurch auch stetig steigern kann. Leider ist die Sache mit den Farben zwischendurch etwas wirr und dadurch habe ich irgendwann Probleme gehabt, der Geschichte zu folgen.

Das Cover ist leider ziemlich unscheinbar und wird in der Thriller-Ecke deshalb wahrscheinlich nicht vielen ins Auge springen. Die Farben sind ziemlich düster und auch die Schrift fällt einem nicht unbedingt auf. Da es in diesem Buch ja um Farben geht, hätte man definitiv noch mehr daraus machen können.

In den Innenseiten des Buches ist eine Auflistung der Protagonisten, das gefällt mir richtig gut. Obwohl die Anzahl überschaubar ist, habe ich gerne nochmal zum Ende geblättert und nachgeschaut.

Colby Marshall hat ihre Protagonisten spannend und vielseitig beschrieben. Ich habe einen guten Eindruck von ihren Persönlichkeiten bekommen können. Mit Dr. Jenna Ramey bin ich aber leider nicht komplett warm geworden und deshalb konnte ich mich nicht so richtig mit ihrer Person anfreunden. Sie ist zwar realistisch beschrieben, aber bei mir sprang irgendwie kein Funke über. Ich glaube, ihre Wahrnehmung mit den Farben hat mich dann doch ein wenig gestört. Schade, denn mit den vielen Überraschungen und Wendungen trifft so ein Thriller normalerweise genau meinen Geschmack. Wahrscheinlich ist “Mädchendurst” von Timo Leibig noch so präsent in meinem Kopf, dass es im Moment schwer ist, in diese Fußstapfen zu treten.

Fazit:

Ein facettenreicher Triller, der mich leider nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Deshalb gibt es für “Farbenblind” 3  von 5 Sternen.

[Interview] mit Patricia Schröder zu “The Perfect”

Nachdem wir Anfang Februar unser erstes Autoreninterview mit Timo Leibig geführt haben, geht es nun mit Patricia Schröder weiter, der wir ein paar Fragen zu ihrem Thriller “The Perfect” gestellt haben. Viel Spaß beim Lesen.

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Stephen King steht für Horror, Rosamunde Pilcher für Liebesromane. Patricia Schröder lässt sich nur schwer auf ein Genre eingrenzen. Die 1960 im niedersächsischen Nordenham geborene Autorin schreibt nicht nur Liebes- und Freundschaftsgeschichten, sondern packt auch Problemthemen an und wagt sich sogar in die Thriller-Ecke. Ihr aktuellstes Buch “The Perfect”, das in der Casting- und Modewelt spielt, hat von all’ diesem etwas.

Das Werk der aufgeschlossenen und sympathischen Schriftstellerin ist genauso abwechslungsreich wie ihr eigener Lebenslauf. “Ich bin hängengeblieben und in der elften Klasse abgegangen”, gesteht sie auf Ihrer Homepage. Und auch, dass sie eine Schneiderlehre abgebrochen hat, um doch lieber wieder zur Schule zu gehen. Ihr Textildesignstudium hat sie durchgezogen – um später zu merken, dass ihr die Arbeit in der Industrie zu langweilig ist. Nach einer ungeplanten (aber nicht ungewollten!) Schwangerschaft und der Geburt eines zweiten Kindes zog Patricia Schröder mit ihrer Familie schließlich in ein “altersschwaches Haus” auf einer kleinen Warft an der Nordsee. Hier entdeckte sie ihr schriftstellerisches Talent. Im Jahr 1998 erschien ihr erster Roman, inzwischen hat sie 171 Bücher veröffentlicht.

 

 

“The Perfect” handelt von einem Casting und dessen für den Hauptcharakter Jazz unvorhersehbaren Folgen. Wie bist Du darauf gekommen?

Das kann ich nicht beantworten. Und zwar bei nahezu keinem meiner Bücher. Es ist wie ein Ei, das ausgebrütet wird. Und ich bin dann auch wirklich das Huhn, dessen Intellekt nicht ausreicht, um zu wissen, was es da tut, wenn es sich auf dieses Ei setzt. Es folgt seinem Instinkt oder wie auch immer ein Biologe das ausdrücken würde. In meinem Fall ist das Ei in mir und ich weiß nicht so recht, was dabei herauskommt. Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass es durch Eindrücke entsteht, die ich Tag für Tag mehr oder weniger bewusst in mich aufnehme – vielleicht sogar aufsauge – und irgendwo ablege. Irgendwann fügen sich ein paar Dinge zusammen und die Schale des Eis platzt auf. Tja, und dann habe ich ein Junges (Plopp, das Thema ist da!!!), das Tag für Tag gehätschelt und gefüttert wird und immer mehr Gestalt annimmt – und mich ganz sicher nicht mehr in Ruhe lässt. Und irgendwann beginne ich dann auch, mir Notizen dazu zu machen.
Ich plane also nie (oder ganz, ganz selten) ein Buch zu einem bestimmten Thema. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit vielen Jahren in einem fortwährenden Schreibprozess stecke. In irgendeiner Form arbeite ich fast immer an einem Buch, Gedanken und Ideen sprudeln also ständig.

Hast Du einen besonderen Bezug zum Thema Mode?

Ich liebe es, zu nähen. Als junges Mädchen wollte ich (wie Leena) Modedesignerin werden. Casting-Shows kann ich eigentlich nicht ausstehen, aber ich bin ein “Voice of Germany“-Fan. Und ich weiß natürlich, dass Casting-Shows total “in“ sind. Außerdem beobachte ich mit Sorge, wie viel Informationen “das Netz“ über uns sammelt, und frage mich in “The Perfect“ dann ganz gezielt, was eventuell jemand damit anfangen könnte, der uns nicht einfach nur irgendwas verkaufen will.

Hat “The Perfect” einen wahren Kern oder ist es rein fiktiv?

Absolut fiktiv.

Das heißt, dass Deine Charaktere ihren Ursprung auch nicht in echten Personen haben? Foto 21.02.16, 11 47 06

Definitiv nein! Jazz, Leena und alle anderen Haupt- und Nebenfiguren in diesem Roman existieren allein für diese Geschichte. Es sind ganz und gar eigenständige Persönlichkeiten und ich hatte sehr viel Spaß daran, ihre Charaktere zu entwickeln.

Ist “The Perfect” eine neue Idee oder liegt diese schon eine Weile in der Schublade?

Ich habe nie Ideen in der Schublade. Siehe die Sache mit den Eiern. Was brütet, wird irgendwann reif und dann gehört es in die Welt.

Wie lange hast Du an dem Buch geschrieben?

Nachdem der Zögling aus der Pubertät war, ging es recht zügig voran und hat dann nur noch 4 Monate gedauert. Das Ei habe ich vermutlich schon 1 ½ bis 2 Jahre zuvor in mir getragen.

Wie hast Du Dich dem Thema angenähert?

Ich habe keine bewusste Recherche betrieben, sondern mein Wissen mit dem verquickt, was sich Tag für Tag an Informationen (aus Fernsehen, Zeitung, Gesprächen) dazu ergab. Es ist ungefähr so, als wäre man schwanger. Da sieht man plötzlich überall nur noch Schwangere. Die Infos, die ich brauchte, kamen zu mir, ganz einfach, weil ich offen dafür war.
Ich schreibe also mehr aus dem Bauch heraus als mit dem Kopf und verarbeite Wissen, Erfahrung, Lernprozesse usw. intuitiv. Außerdem habe ich sehr viel Fantasie und ich kann mich gut in Menschen und Situationen einfühlen.

Was schreibst Du lieber: Kinder- oder Jugendbücher?

Beides gleich gern. So wie ich auch gerne mal was Ernstes und mal was Lustiges schreibe. Ich glaube, ich schöpfe meine Kraft aus der Abwechslung.

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Immer das, an dem ich aktuell arbeite… oder auch das, welches gerade erscheint. Okay, wenn ich mich jetzt zwischen ”Emely – voll im Freundschaftschaos“ und “The Perfect“ entscheiden müsste, fiele die Wahl auf Letzteres.
Ein echtes Herzensbuch habe ich aber auch. Es heißt “Gyde und die Flut“ und hat die Besonderheit, dass es ein Ein-Tages-Ei gewesen ist. Ich saß bei uns am Strand und beobachtete ein circa 10-jähriges Mädchen, das dort ohne eigene Familie “von Decke zu Decke“ hüpfte, mal hier etwas zu essen bekam, mal dort etwas zu trinken, von einer Familie sogar ein Handtuch, mit dem es sich abtrocknen konnte, nachdem es gebadet hatte. Ich fragte mich, wie dieses Mädchen wohl lebte… und die Geschichte entstand. Sie war fertig, als ich abends wieder nach Hause ging, und ich habe sie in zwei Wochen aufgeschrieben. Es ist die traurigste Geschichte, die ich je zu Papier gebracht habe.
Das Mädchen habe ich später noch kennengelernt. Sie hat ein nicht ganz einfaches Schicksal, aber es ist längst nicht so dramatisch, wie ich es mir damals ausgemalt hatte. Zum Glück!

Vielen Dank, liebe Patricia, für die Beantwortung unserer Fragen. Hoffentlich findet “The Perfect” noch ganz viele neue begeisterte Leser.

[Rezension] The Perfect von Patricia Schröder

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Titel: The Perfect
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: 11.Janaur 2016
ISBN: 978-3649667834
Format: Hardcover (416 Seiten)
Preis: 17,95€

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Worum geht es?

ADAM C. OULAY sucht Dich! Mit diesem Satz beginnt für die Freundinnen Leena und Jazz ein Ausflug in die glitzernde Modewelt. Per Anzeige hält der Modemogul A.C.Oulay nach einer persönlichen Assistentin Ausschau. Während Leena sofort Feuer und Flamme ist, ist sich Jazz überhaupt nicht sicher, ob sie ihre Freundin zu diesem Casting begleiten soll. Zumal ein Aufenthalt in Australien kurz bevor steht, auf den Jazz sich sehr freut. Da sie die Bitte ihrer Freundin schwer abschlagen kann, begleitet sie diese jedoch. Und so kommt wie es kommen muss: Die beiden werden aus den vielen Bewerbern  ausgesucht und finden sich kurzerhand, von der Außenwelt abgeschnitten, in einer fremden und faszinierenden Modewelt wieder. Die Ernüchterung folgt allerdings schnell, denn die beiden stellen fest, dass der Konkurrenzkampf hart ist und nicht jedes der Mädchen mit fairen Mitteln kämpft. Das Spiel ist eröffnet und noch wissen Jazz und Leena nicht, in welcher tödlichen Gefahr sie beide schweben.

Meine Meinung zum Buch:

Auf das Erscheinen dieses Buches habe ich schon sehr lange und sehnsüchtig gewartet. Mich hat das Thema Casting und Modewelt von Anfang an sehr neugierig gemacht. Nachdem Ben und ich ja bereits einige Bücher von Patricia Schröder gelesen haben (links zu den Rezensionen findet ihr hier: Tilla, Schneegestöber, Emely), war ich sehr gespannt, ob sie mich nach „Blind Walk“mit einem weiteren Jugendbuch begeistern kann. Im Januar gab es dann endlich die langersehnte XXL-Leseprobe. Diese ersten zwei Kapitel habe ich verschlungen und ich war sehr traurig, nicht gleich weiterlesen zu können.  Obwohl ich das Cover schon vorher bewundern konnte, habe ich mich wie ein Kind auf Weihnachten gefreut, als ich dann “The Perfect” endlich in den Händen gehalten habe. Wie aufmerksame Leser ja sicher schon wissen: Ich liebe die Cover des Coppenrath Verlags und werde auch nicht müde, dies immer wieder zu erwähnen. Ihr mögt mir dies bitte nachsehen. Aber dieses Cover ist mit Abstand eines der Schönsten überhaupt. Ich liebe dieses Gesicht mit den stechenden grünen Augen, die auffallend kräftige Farbe macht das Buch zu einem absoluten Eyecatcher. In jeder Buchhandlung wird es sich dadurch von den anderen Büchern abheben. Zu meinem Leidwesen habe ich es aber bisher in den großen Buchhandlung noch nicht ausliegen sehen, dort werden nur unzählige Bücher aus niemals enden Buchreihen ausgelegt, was ich persönlich sehr schade finde. Aber zurück zum Buch: Es gibt außerdem ein zum Buch passendes Lesebändchen. Die wahre Schönheit des Buches wird allerdings beim Entfernen des Schutzumschlags zu Tage gefördert, denn das Buch schimmert wunderschön. Alleine für diese grandiose Gestaltung verdient “The Perfect” schon fünf Sterne.

Das Buch startet mit einem kurzen und spannenden Prolog. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, es gibt keine langen Erklärungen oder langweiligen Dialoge. Ich als Leserin war nach wenigen Seiten mitten in der Geschichte und habe mich mitreißen lassen in eine faszinierende, aber auch befremdliche Glamourwelt. Der Schreibstil der Autorin ist mir sehr sympathisch und so langsam erkenne ich beim Lesen ihrer Bücher auch ihre Handschrift wieder. Der Sprachjargon ist zeitgemäß und auch wenn ich dieses beschriebene Alter schon lange hinter mich gebracht habe, bin ich dank ihrer bildhaften Sprache sofort wieder mittendrin. Besonders erwähnenswert ist die tolle Beschreibung der verschiedenen Stoffe und Materialien, die Autorin selber verbindet eine besondere Liebe zu Stoffen und zum Schneidern – und dies gelingt ihr sehr gut an die Leser zu transportieren. Ich bin virtuell voller Erstaunen mit durch die riesigen Lager gelaufen.

Ihre Protagonistinnen Jazz und Leena sind mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben worden und vor allem mit Jazz habe ich mich gleich identifizieren können. Sie ist klug, schön und hat ihr Herz am rechten Fleck sitzen. Auch die vielen anderen Charaktere wurden genial beschrieben und so ist es mir nicht sehr schwer gefallen, mit ihnen zu sympathisieren oder mich an ihren unmöglichen Charakteren zu stören.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Jazz geschrieben. Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann unglaublicher Weise in vielen kleinen Passagen innerhalb des Buches immer Stück für Stück gesteigert werden. Meist war nur ein kleiner Satz nötig, um mir die Sprache zu verschlagen. Dieses Buch hat ganz eindeutig einen Suchtfaktor, und auch, wenn ich zum Lesen nicht viel Zeit hatte, wurde jede freie Minute genutzt, um die Nase in dieses Buch zu stecken. Es wird mit Sicherheit ein Buch sein, welches ich unbedingt noch mal lesen muss.

Das Buch hat ein wunderschönes, abgeschlossenes Ende und lässt für mich keine weitere Fragen offen. Es ist einfach perfekt so wie es ist und muss meiner Meinung nach auch nicht fortgesetzt werden. Auch einen Tag nach Beendigung bin ich ihm immer noch verbunden und kann mich nur sehr schwer gedanklich von ihm lösen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und mich auch ein wenig zum Nachdenken angeregt, denn mir wurde durch “The Perfect” vor Augen geführt, wie “gläsern” wir alle doch durch das Internet geworden sind und wie leicht gewisse Menschen an unsere privaten Informationen kommen können.

Fazit:

Puh, was soll ich nun zu diesem Buch abschließend sagen? Ich bin begeistert, sprachlos, nachdenklich und innerlich aufgewühlt. Viele Bücher und Protagonisten schaffen es, einen Platz in meinem Herzen zu bekommen und ich habe in der vergangenen Zeit häufig fünf Sterne vergeben. Zurecht, denn die Bücher haben mich begeistert und mir tolle Lesestunden beschert. Bei “The Perfect” ist das anders. Dieses Buch hat mich echt gefangen genommen und mich bewegt. Es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Herzen und in meinem Bücherschrank und deshalb ändere ich nun zum ersten und einzigen Mal meine Sternebewertung und gebe “The Perfect” sechs Sterne.

Eine ganz klare Leseempfehlung und auch, wenn es in den Buchhandlungen bisher noch nicht ausliegt, lohnt  es sich wirklich, diesem Buch eine Chance zu geben!

Ich danke Patricia Schröder für dieses grandiose Lesevergnügen und freue mich sehr, dass sie sich für ein Interview mit tthinkttwice zur Verfügung gestellt hat. Dieses wird in Kürze veröffentlicht.

[Rezension] Emely – voll im Freundschaftschaos von Patricia Schröder

emely

Titel: Emely – voll im Freundschaftschaos
Autor: Patricia Schröder
Illustration: Carolin Liepins
Verlag: Planet!
Erscheinungsdatum: 18. Januar 2016
ISBN: 978-3-522504515
Format: Hardcover (208 Seiten)
Preis: 9,99€

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Worum geht es?

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Für die Freundinnen Emely und Anna die Chance, ihren nervigen Geschwistern für eine Weile zu entkommen. Sie entschließen sich kurzerhand, einfach mal die Familien zu tauschen. Drei der Sommerferienwochen wollen die beiden an der Nordsee, in der Pension ”Weitblick” von Emelys Vater, verbringen. Es gibt jede Menge zu bequatschen, denn Ems bester Kumpel Jona hat seit neuestem eine Freundin, und diese findet die Freundschaft der beiden alles andere als toll. Aber auch an der Nordsee kommen die Mädchen nicht wirklich zur Ruhe, denn zum einen ist der nervige Phineas wieder da, der Emely schon beim letzten Besuch ordentlich auf den Geist gegangen war, und zum anderen scheint es in der Pension zu spuken. Ständig verschwinden auf mysteriöse Weise Gegenstände. Und wäre das nicht alles schon aufregend genug, benötigt ein kleines Robbenbaby auch noch Emelys und Annas Hilfe.

Bennis Meinung zum Buch:

Nach Albert Andakawwa und Tilla ist Emely nun die dritte Buchreihe, die ich von Patricia gelesen habe. Inzwischen bin ich ein richtiger Fan von ihren Büchern, obwohl die meisten eher für Mädchen gedacht sind. Besonders gut gefallen mir die witzigen Begriffe wie zum Beispiel “Emely-typische-Schussel-Komplikationen”. Das Cover sieht sehr cool aus, und Jonas Frisur gefällt mir am meisten. Wenn noch weniger lila im Cover wäre und vielleicht etwas blau, dann wäre es perfekt und einige Jungen würden das Buch dann vielleicht auch kaufen und lesen.

Mir hat die Reise an die Nordsee sehr gut gefallen. Die Rettung des Robbenbabys fand ich sehr gut. Ich verbringe meinen Urlaub auch gerne an der Nordsee. Wie auch in den anderen Emely-Büchern gibt es nicht immer nur positive Erlebnisse, aber zum Schluss können die Freunde alles lösen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Emely weitergeht. Ein tolles Buch, was auch von Jungs gelesen werden kann.

Ninas Meinung zum Buch:

Nach “Emely – total vernetzt!”, “Emely – absolut verstrickt!”, ist “Emely – voll im Freundschaftschaos!” schon das dritte Buch aus dieser Reihe. Ich habe mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Emely und ihren Freunden gefreut.

Patricia Schröder hat hier ganz bezaubernde Protagonisten geschaffen, die wie jeder Teenager heutzutage auch mit ganz alltäglichen Problemen und Sorgen zu kämpfen haben. Es werden viele ernsthafte Thema angesprochen, wie zum Beispiel die Trennung der Eltern, Streit unter Geschwistern und richtige Freundschaften, in denen es durchaus auch mal Streit geben kann sowie die erste Liebe und die daraus folgende Eifersucht. Meine Jugend ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich kann mich, dank der detailgetreuen Beschreibungen der Autorin, sehr gut in Emely, Anna und Jona hineinversetzen. Von Anfang bis Ende ist die Geschichte flüssig zu lesen, sie hat keine Längen und meiner Meinung nach hätte das Buch noch 100 Seiten mehr haben können.

Eine sehr gelungene Buchreihe, die den Nagel der Zeit trifft und die vielen Teenagern damit sicher aus dem Herzen spricht.

Das wunderschöne und farbenreiche Cover ist optisch sehr ansprechend und Emely, Anna und Jona kommen sehr sympathisch rüber. Ich bin der Meinung, dass sich Leserinnen und Leser im Alter von 10-13 Jahren gut mit ihnen identifizieren können.

Sehr gut gefallen haben mir auch die hübsch illustrierten Kapitelanfänge.

Ein lesenswertes Jugendbuch, von dem ich nicht genug bekommen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in Band 4 mit Emely und ihren Freunden weitergeht.

Fazit:

Eine wundervolle Buchreihe mit zauberhaften Protagonisten, für dieses tolle Leseabenteuer vergeben Ben und ich fünf von fünf Sternen.