Kategorie: Buchrezension

[Kinderrezi] Der verflixte Fluch des Kraken von Gabi Neumayer

9783407746009
Titel:
Der verflixte Fluch des Kraken
Autor: Gabi Neumayer
Illustrationen: Alexander von Knorre
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg
Erscheinungsdatum: 17.08.2015
ISBN: 978-3-407-74600-9
Format: Hardcover (283 Seiten)
Preis: 12,95€

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Die jungen Piraten Mick, Lili, Gordan, Stevie und Susa warten sehnsüchtig auf die Fertigstellung ihres neuen Schiffes auf Planken-Peters Werft. Dann zieht plötzlich ein verheerender Sturm über Saphira, bei dem alle Schiffe und sämtliche Holzvorräte vernichtet werden. Nun muss ein guter Plan her! In einem kleinen Fischerboot machen sich die Inselpiraten auf den Weg zu einer verschollenen Insel, auf der es einen riesigen Baumbestand geben soll. Aber ein riesiges Seeungeheuer macht ihnen die Überfahrt dorthin unmöglich und versperrt ihnen den Weg .

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mich total über den Gewinn des Buches gefreut. Meine erste eigene Leserunde auf Lovelybooks. Ich konnte es kaum erwarten, dass der Postbote mir endlich mein Buch nach Hause bringt. Als das Päckchen dann endlich geliefert wurde habe ich mir erst einmal das tolle Cover angeschaut. Es gibt da so viel tolles zu entdecken. Die böse schauende Krake, Penelope die lustige Möwe und die fünf jungen Piraten Mick, Lili, Susa, Gordan und Stevie. Die Widmung auf der ersten Seite fand ich total schön. Schade, dass ich nicht schon bei der ersten Leserunde dabei war. Obwohl ich das erste Buch “Der Schatz des Listigen Lars” noch nicht gelesen hatte, hatte ich keine Schwierigkeiten mit dem Einstieg in das Buch. Es gibt in dem Buch so viele lustige Namen, Käsekuchen-Karin, Piranha-Pauline, der Fliegende Florian und noch viele mehr. Es waren für mich viele unbekannte Begriffe in dem Buch enthalten, aber dank des Glossars am Ende des Buches, konnte ich mich an den Wörtern gut orientieren. Die Geschichte war sehr lustig und spannend. Ich möchte nun gerne auch den ersten Teil lesen und hoffe Gabi schreibt auch noch einen weiten Teil. Ich würde so gerne wissen, ob sie Micks Bruder Ben nun endlich wiederfinden. Die Kinder gefallen mir ziemlich gut, solche Freunde würde ich mir auch wünschen.

Fazit:

Ich finde das Buch von Gabi sehr gut und spannend geschrieben und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und der Leserunde. Endlich mal eine richtig coole Geschichte für Jungs! Ich gebe Gabi für ihr Buch “Der verflixte Fluch des Kraken” 5 von 5 Sternen und hoffe es gibt sehr bald einen dritten Teil mit Mick, Lili, Gordon, Stevie und Susa.

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[Neu im Bücherregal] Meine elektronischen Neuzugänge

Ihr habt richtig gelesen…ich muss einen ganzen Neuzugänge-Post nur meinen elektronischen Schätzen widmen, da sich in den letzten Monaten wieder einmal recht viele angesammelt haben.
In diesem Beitrag präsentiere ich euch meine gesammelten Werke aus dem Juli, August und September. Die meisten davon habe ich gekauft, das ein oder andere ist aber auch kostenlos bei mir eingezogen.

Wie immer kommt ihr durch einen Klick auf den Buchtitel zur Verlags- oder Amazonseite des jeweiligen Buches, für mehr Infos wie Klappentexte etc.

Im Juli eingezogen sind:

eBooks Juli 2015

Landsby  & Landsby – Zerbrochene Träume von Christine Millman

Landsby, der erste Band ist mir schon vor einiger Zeit in einer Aktion aufgefallen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich ihn mir dann doch nicht gekauft. Vor Kurzem ist dann der zweite Band: Zerbrochene Träume herausgekommen und beide Bücher gabe es für jeweils 99 Cent. Also habe ich zugeschlagen und nun schlummern sie auf meinem Kindle.

Alice in Zombieland – Off with their heads von Gena Showalter

Wie das so ist, wenn man mal beim großen A bei den englischen eBooks stöbert… Dieses Buch sollte dem ein oder anderen bereits bekannt sein und als ich es in der englischen Version für nur 0,49€ gesehen habe, konnte ich einfach nicht widerstehen und habe es gekauft. Im Übrigen kostet es immer noch nur 49 Cent. Also ran an den Speck, wenn ihr Interesse habt. Smiley

The Jewel von Amy Ewing

Wenn man stöbert, bleibt es selten bei nur einem Buch, als durfte auch die englische Version von The Jewel bei mir einziehen und das für nur 36 Cent!! Es ist weiterhin günstig für nur 0,69€ zu haben und es gibt irgendwie auch eine andere Version des eBooks für nur 0,49€. Ich habe allerdings keine Ahnung, was der Unterschied ist, außer dem offensichtlich anderen Cover.

End of Days von Susan Ee

Das letzte eBook, das bei mir im Juli eingezogen ist, ist auch ein englisches. Nachdem ich bereits den ersten Teil für 99 Cent ergattern konnte, konnte ich nicht umhin, mir den dritten Teil ebenfalls für 0,99€ zu kaufen. Ja, mir fehlt Band 2, aber den werde ich mir auch noch zulegen, wenn ich Band 1 gelesen habe. Zwinkerndes Smiley

 

Im August eingezogen sind:

eBooks August 2015

Shadow Falls Camp – Geboren um Mitternacht von C.C. Hunter

Den ersten Band der Shadow Falls Camp-Reihe habe ich schon gelesen. Er kam damals aber als Wanderbuch zu mir, hat mir aber so gut gefallen, dass ich ihn gerne besitzen wollte. Als er dann in einer Preisaktion für 3,99€ zu haben war, habe ich ihn mir natürlich gekauft. Vor allen Dingen möchte ich die Reihe gerne weiterverfolgen und da kommt es mir gerade Recht, Band 1 erneut lesen zu können.

Plötzlich Fee – Sommernacht von Julie Kagawa

Auch dieses Buch stand gefühlte Ewigkeiten auf meiner Wunschliste, bevor ich es ebenfalls in einer Aktion beim großen A für 3,99€ ergattern konnte.

Zeitenzauber – Die goldene Brücke von Eva Völler

Band 1 habe ich damals auch bei einer Aktion günstig ergattern können und habe mich riesig darüber gefreut, dass es nun auch den zweiten Band für 3,99€ zu kaufen gab.

Im September neu hinzugekommen sind:

eBooks September 2015

Promise – Die Bärentöterin von Maya Shepherd

Dieses Buch gab es kurze Zeit kostenlos beim großen A und da es echt interessant klingt und ich von Maya Shepherd schon viel Gutes gehört habe, durfte es auf meinem Kindle einziehen.

Das Dunkle an unserer Seite – Die letzte Hoffnung von Bianka Mertes

Auch dieses Buch gab es für kurze Zeit kostenlos. Aufmerksam wurde ich durch ein Posting der Autorin selber auf Facebook. Danke dafür. Smiley

Herzklopfen in Nimmerland von Anna Katmore

Und auch dieses Buch habe ich kostenlos ergattern können, wie immer eine kurze Aktion beim großen A. Es gibt doch recht häufig einige Schätze in solchen Aktionen zu entdecken.

Shadow Falls Camp Band 2 & 3 von C.C. Hunter

Was habe ich mich darüber gefreut, dass es Band zwei und drei ebenfalls in einer Aktion für nur jeweils 3,99€ zu kaufen gab. So habe ich die ersten drei Bände recht günstig geschossen und kann mich hoffentlich bald an die gesamte Reihe wagen.

[Rezension] Ein dunkel Licht von matì

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Titel: Ein dunkel Licht
Autor: matì
Verlag: Saithum Chirllou
Erscheinungsdatum: 09. August 2014
Format: eBook (473 Seiten)
ASIN: B00ML3UXF6
Preis: 3,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Oscar Falter, bis vor Kurzem noch als Untersuchungsbeamter beim Scotland Yard tätig, versteht die Welt nicht mehr. Gerade erst hat er einen der spektakulärsten Fälle seiner Zeit gelöst und die vermeintliche Mörderin Lynn Persson vor dem Strick bewahrt, als er ins Büro seines Chefs zitiert wird.
Oscars geschulter Verstand begreift gleich, das das nichts Gutes bedeuten kann und er behält leider recht. Er wird ans Ende der Welt geschickt, um dort an einem “Fall” zu arbeiten, den Oscar zunächst als unter seiner Würde empfinden – viel zu einfach, denkt er.
Als er nur knapp einem tödlichen Attentat entgangen ist und völlig benommen zwischen Mülltonnen wach wird, blickt er direkt in die Mündung einer Waffe und hinter dem Abzug befindet sich niemand geringeres als Lynn Persson, die Frau, der er das Leben gerettet hat.
Der Fall scheint doch wichtiger als gedacht und Oscar macht sich nach diesen Vorfällen auf eine mysteriöse Suche nach der Wahrheit, dabei trifft er auf ein Mädchen, das es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Meine Meinung zum Buch

Auf dem Cover des Buches steht “Thriller”, doch es handelt sich hierbei vielmehr um einen vielfältigen Genremix. Ein bisschen Thriller, ein wenig Agentenroman, eine Prise Krimi, Historisches und zuletzt auch Mystery konnte ich hier entdecken.
Eine Mischung, die durchaus sehr interessant ist, mich leider aber nicht ganz überzeugen konnte.

“Ein dunkel Licht” ist anders und das hat mir zu Beginn auch sehr gut gefallen. Im Laufe der Geschichte hat der Autor mich allerdings immer wieder verloren, so dass mir der komplette Zugang zum Buch verwehrt geblieben ist.
matìs Schreibstil ist angenehm, leicht zu lesen, aber anspruchsvoll. Er schafft eine atmosphärisch dichte Stimmung aufzubauen und diese auch das komplette Buch über zu halten. Ich habe mich permanent gefühlt, als wäre ich in der Vergangenheit und das ist ein großer Pluspunkt. Wer viel Wert auf eine authentische Atmosphäre liegt, dem wird der Schreibstil sicherlich gefallen.
Die Charaktere wollten sich mir nicht zu 100% offenbaren. Ob das so gewollt war, weiß ich nicht, aber leider konnte ich mich nicht gänzlich auf die einzelnen Figuren einlassen und die fehlende Verbindung sorgte bei mir dazu, dass das Buch stellenweise nur an mir vorbeigerauscht ist. Kaum emotionale Regung war die Konsequenz dessen. Ich habe nicht richtig mitfühlen können und teilweise tragische Ereignisse recht emotionslos verfolgt.

Die Geschichte empfand ich teilweise als recht verwirrend und musste mich stellenweise immer wieder einlesen, um nicht den Faden zu verlieren. Auf die Auflösung des Mystery-Parts bin ich recht früh gekommen, was ich sehr schade finde. Ich hätte gerne noch länger gerätselt.
Für meinen Geschmack konnte auch die Spannungskurve nicht konstant oben gehalten werden, so das bestimmte Abschnitte mir zu langatmig wurden.

Fazit

“Ein dunkel Licht” war leider nicht mein Buch, aber es ist definitiv ein gut geschriebenes Werk, das sicherlich seine Anhänger finden wird bzw. schon gefunden hat. Wer eine atmosphärisch dichte Stimmung im Stil der 60er mag, der wird sicherlich Freude an diesem Buch haben.
Von mir gibt es knappe 3 von 5 Sternen.

[Rezension] Phänomenal – Über 150 Experimente für Neugierige

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Titel: Phänomenal – Über 150 Experimente für Neugierige
Kooperationspartner: Museum Exploratorium
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2015
Format: laminierter Pappband (112 Seiten)
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-440-14656-9
Preis: 19,99€

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Worum geht es in dem Buch?

„Phänomenal“ ist ein tolles Buch für große und kleine experimentierfreudige Kinder. Es werden mehr als 150 Experimente vorgestellt, die wirklich sehr einfach nachzumachen sind. Im Buch sind eine Lupe, eine Spiegelfolie, eine Schraffur-Pappe, ein Optik-Simulator und eine Whiteboard-Folie enthalten. Das Buch ist in 13 Kapitel eingeteilt:

Kapitel 1 : Augen auf!
Kapitel 2: Wer ist da im Spiegel?
Kapitel 3 : Das Frühstückslabor
Kapitel 4 : Die Straße unter Deinen Füßen
Kapitel 5 : Wissenschaft in der Schule
Kapitel 6 : Forschung in der Pause
Kapitel 7 : Fenster und Wetter
Kapitel 8 : Auf der wilden Blumenwiese
Kapitel 9: Kreuz und quer durch die Stadt
Kapitel 10: Wunder des Wassers
Kapitel 11 : Zeit für coole Spiele
Kapitel 12 : Eine wissenschaftliche Mahlzeit
Kapitel 13 Gute Nacht!

In jedem der 13 Kapitel werden viele interessante Dinge erklärt und außerdem gibt es zusätzlich Anleitungen für verschiedene Experimente zu dem entsprechenden Thema

Meine Meinung zum Buch:

Aufgrund des Covers ist das Buch „Phänomenal“ auf jeden Fall ein Hingucker. Die bunten Farben springen einem sofort ins Auge, ebenso das quadratische Format. Das Buch bietet sehr viel zum Ansehen und Bestaunen, aber auch zum Fühlen, das gefällt mir immer besonders gut.

Die Buchseiten sind voll mit Informationen, Tipps und Tricks und es fällt sehr schwer, sich auf nur eine Seite zu konzentrieren. Besonders toll sind die beiliegenden Extras, sie laden zum sofortigen Ausprobieren ein. Wir haben alle im Buch ganz aufgeregt hin und her geblättert und konnten uns nicht entscheiden, womit wir starten sollten, so groß war die Auswahl.
Neben den schön illustrierten Fotos sind auch jede Menge Zeichnungen im Buch zu finden. Alles ist einfach erklärt, so dass sich die Kinder auch alleine mit dem Buch beschäftigen können.
Obwohl das Buch schon oft durchgeblättert wurde, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Wir haben einige Experimente ausprobiert und waren von den Ergebnissen begeistert.
Den Kindern gefiel die „ Abreibung für den Weg“ besonders, so dass viele schöne Bilder entstanden sind. Der Preis von 19,99 Euro ist nicht ganz günstig, aber dafür bekommt der Leser auch jede Menge geboten.

Fazit:

Der Kosmos Verlag hat mit dem Buch „ Phänomenal“ ein wirklich tolles Sachbuch für große und kleine Forscher auf den Markt gebracht. Es regt die Phantasie und Kreativität der Kinder an und ist eine wirkliche Alternative zu Computerspielen. Meine Kinder waren mit Leidenschaft beim Experimentieren dabei und ich kann dieses Buch jeder Familie mit Kindern nur ans Herz legen. Eine ganz klare Kaufempfehlung und fünf von fünf Sternen.

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[Rezension] Layers von Ursula Poznanski

 

Titel: Layers
Autor: Ursula Poznanski
Übersetzer: /
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 17. August 2015
Format: Klappenbroschur mit Stanzung und Relieflack (448 Seiten)
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Preis: 14,95€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Dorian ist von zu Hause abgehauen und lebt seitdem auf der Straße. Das Leben dort ist hart, aber Dorian schlägt sich wacker. Er bettelt und stiehlt nicht und findet immer einen Platz, wo er schlafen kann. Als er eines morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, sein eigenes Taschenmesser mitten in der Blutlache des Mannes, ändert sich sein Leben schlagartig. Dorian kann sich nicht daran erinnern was geschehen ist, er wäre zu so einer Tat doch gar nicht fähig, oder?
Unverhofft bietet ihm ein Fremder Hilfe an. Er bietet Dorian einen warmen Platz zum Schlafen, Kleidung, Essen und sogar Schulbildung an, etwas was Dorin ganz schmerzlich vermisst. Die Verlockung ist zu groß und Dorian nimmt das großzügige Angebot des Fremden an.
Doch umsonst ist nichts im Leben, daher muss Dorian als Gegenleistung Werbegeschenke verteilen. Werbegeschenke um die ein großes Geheimnis gemacht wird. Als Dorian eines Tages eines der Geschenke nach einem unerwarteten Zwischenfall behält und sogar öffnet, wird er gnadenlos gejagt.

Meine Meinung zum Buch

Ich bin ein großer Fan von Ursula Poznanskis Büchern und habe sie alle sehr gern gelesen, also war klar, dass ich auch zu Layers greifen werde. Ein unglaublich spannender Klappentext und eine sehr pfiffige Umschlaggestaltung machen Layers zum Hingucker.
Frau Poznanski ist ja dafür bekannt, dass sie sich in ihren Büchern außergewöhnlichen Themen widmet. Dies tut sie auch in ihrem neusten Werk. Ihr gelingt auch hier ein furioser Einstieg in die Geschichte, der Leser ist sofort mitten im Geschehen, keine lange Einleitung mit seitenlangen Erklärungen, sondern Action gleich von Anfang an. Gerade bei Thrillern gefällt mir das sehr gut. Ich möchte gleich von Beginn an abgeholt und spannend unterhalten werden, anstatt mich mehrere Seiten durch langatmige Erzählungen quälen zu müssen. Da sollte sich manch Autor eine Schreibe von Frau Poznanski abschneiden.

Worauf man sich als Leser auch immer verlassen kann, ist ein gewohnt guter und flüssiger Schreibstil. Das Buch lässt sich angenehm schnell und leicht lesen und ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Leider hatte ich allgemein nicht viel Zeit zum Lesen und habe für das Buch außergewöhnlich lange gebraucht. Die Seiten, die ich jedoch am Stück lesen konnte, sind nur so dahin geflogen. Keine lange Einlesephase oder ein Gewöhnen an den Schreibstil.
Dorian selber ist ein Protagonist zum Gernhaben. Ein wirklich sehr sympathischer Kerl, den ich ins Herz geschlossen habe. Zu vielen der anderen Charaktere konnte ich leider keine so tiefe Bindung aufbauen, weil sie mir etwas zu oberflächlich geblieben sind.

Ursula Poznanski weiß zu unterhalten und zu überraschen. Ist man sich in dem einen Kapitel noch sicher alles durchblickt zu haben, stellt man im nächsten fest, dass es doch alles ganz anders ist als man gedacht hat. Das ging mir nicht nur ein Mal so. Kurz vor Ende war ich felsenfest davon überzeugt alles durchschaut zu haben und das Ende zu kennen, aber da hatte ich mich gewaltig getäuscht.

Leider habe ich auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Zum einen gibt es in dem Buch eine recht wichtige Liebesgeschichte, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Sie war mir einfach zu oberflächlich und es ging mir alles zu schnell. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin ein paar mehr Seiten investiert hätte, um die Liebesgeschichte authentischer zu gestalten.
Zum anderen waren mir einige Passagen im Buch etwas zu langatmig. Am Anfang und zum Ende hin überschlägt sich das Buch fast vor Action, schwächelt dafür aber an einigen Stellen im Mittelteil. Ab und an ist mir Dorian dann doch zu häufig einfach nur durch die Straßen gelaufen, ohne dass etwas Spannendes passiert.

Das Thema, das Frau Poznanski hier verarbeitet, ist wirklich spannend und auch gut umgesetzt. Vom Klappentext her konnte ich nicht darauf schließen und war ganz überrascht als ich erfahren habe, um was es sich dreht. Dazu möchte ich nur eines sagen: Ich hätte echt Lust darauf so etwas in der Realität auszuprobieren – nur bitte nicht ganz so thrillermäßig. 😉

Fazit

Insgesamt hat mir Layers gut gefallen, auch wenn es mich nicht ganz so begeistern konnte wie die anderen Bücher von Ursula Poznanski, die ich bisher gelesen habe. Es ist aber auf jeden Fall einen Blick wert, besonders für diejenigen, die eh schon Fan der Autorin sind.
Ich vergeben knappe 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Das Sternenboot von Stefanie Gerstenberger

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Titel: Das Sternenboot
Autor: Stefanie Gerstenberger
Übersetzer: /
Verlag: Diana Verlag
Erscheinungsdatum: 10. August 2015
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag (512 Seiten)
ISBN: 978-3-453-29160-7
Preis: 19,99€

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Worum geht es?

Wir schreiben das Jahr 1947. In einem kleinen Fischerdorf bei Palermo erblicken am 1. April gleich zwei Menschenkinder das Licht der Welt. Nicola ist ein Wunschkind seiner Eltern. Die kleine Stella wird als drittes Mädchen einer adeligen Familie geboren. Da diese auf einen männlichen Nachkommen gehofft hat, hat ihre Mutter “keine Verwendung” für Stella und würdigt sie keines Blickes. Zu ihrem Glück wird Stella in die Obhut der Verwandtschaft gegeben. Dort wächst sie in ärmlichen, aber liebevollen Verhältnissen auf. Von der leiblichen Mutter und den älteren Schwestern schikaniert und vom Vater ignoriert, will Stella ihren eigenen Weg gehen. Nicola soll später in die Fußstapfen seines Vaters treten und ein Carabiniere werden. Er ist fasziniert vom Tauchen und verbringt jede freie Minute am Wasser. Stella versucht mühsam ein Teil der Gesellschaft zu werden. Sie leidet unter der Gefühlskälte ihrer Eltern und Schwestern. Es vergehen viele Jahre, bis die Beiden aufeinander treffen, doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern.

Meine Meinung zum Buch:

Auch jetzt noch, einen Tag, nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich immer noch sehr bewegt von diesem wunderschönen Buch. Selten hat mich eine Geschichte so mitgenommen wie die von Stella und Nicola. Stefanie Gerstenberger hat die beiden Protagonisten mit so viel Liebe zum Detail beschrieben, dass ich mich gleich nach den ersten Seiten in sie verliebt habe.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin verwendet einen sehr lockeren, aber auch bildgewaltigen Schreibstil. Nicht nur die verschiedenen Charaktere werden detailgenau beschrieben, auch die sizilianische Landschaft wird so genau wiedergegeben, dass die Mittelmeerstimmung förmlich zu spüren ist. Auch ein Nichtkenner bekommt dadurch einen sehr guten Eindruck und wird unweigerlich mitgerissen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich Stella und Nicola vor mir, wie sie dort in dem kleinen Fischerdorf nahe Palermo aufwachsen und sich ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Es passiert mir sehr selten, dass mir die Protagonisten nach so kurzer Zeit so sehr ans Herz wachsen. Aber auch die anderen Personen werden mit nicht weniger Liebe zum Detail beschrieben. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und sind abwechselnd aus der Perspektive von Stella und Nicola geschrieben.

Das Cover sieht wunderschön aus und spiegelt die türkisgrüne Farbe des Wassers an den Stränden Siziliens wider. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich auch, warum die Muscheln, die Taue und die Seeigel auf dem Cover zu sehen sind. Der Bezug zum Inhalt des Buches ist somit also gegeben.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann bis zum Schluss gehalten werden und ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt gefühlt. Ich war richtig traurig, als ich das Buch nach 512 Seiten beendet hatte. Ich hätte so gerne noch ein wenig mehr Zeit mit Stella und Nico verbracht. Glücklicherweise ist die Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt und so warte ich gespannt auf den zweiten Teil vom “Sternenboot”.

Dieses wunderschöne Buch hat bei mir sämtliche Emotionen hervorgebracht und ich bin froh, es in meine Finger bekommen zu haben. Es wird sicher nicht das letzte Buch von Stefanie Gerstenberger gewesen sein, das ich lesen werde.

Fazit:

Stefanie Gerstenberger hat einen hinreißenden Roman über zwei unterschiedliche Familiengeschichten über drei Generationen geschrieben. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Ich habe geschmunzelt, war erstaunt und habe mit den Protagonisten mitgetrauert. Eine ganz klare Leseempfehlung für “Das Sternenboot” und natürlich 5 von 5 Sternen.

 

[Rezension] Mind Games von Teri Terry

Mind Games


Titel
: Mind Games
Autor: Teri Terry
Übersetzer: Petra Knese
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum:
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (461 Seiten)
ISBN: 978-3-649-66712-4
Preis: 17,95€

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Leseprobe

Worum geht’s?

Fast jeder Mensch ist mittlerweile online und zwar permanent, rund um die Uhr. Das soziale Leben spielt sich online ab, in der realen Welt wird seltener interagiert als in der virtuellen. Nur Luna ist offline. Sie ist eine sogenannte Verweigerin, eine der wenigen Menschen, die kein Implantat haben, um sich permanent einloggen zu können. Luna ist weder eine Verweigerin aus medizinischen noch aus religiösen Gründen, nur sie und ihre Nanna kennen den Grund. Luna ist etwas ganz Besonderes und als sie sich kurz doch über ein externes Gerät einloggt, ruft das die mächtige Entwickler-Firma PareCo auf den Schirm. Diese will Luna mit allen Mitteln rekrutieren.
Mit jeder Stunde mehr in der virtuellen Welt, entdeckt Luna Fähigkeiten an ihr, die sie vorher noch nie wahrgenommen hat und versteht immer besser, warum PareCo hinter ihr her ist.

Meine Meinung zum Buch

“Mind Games” beginnt sehr vielversprechend. Es skizziert ein Szenario, das noch Science Fiction ist, aber trotz allem gar nicht mehr allzu ferne Zukunftsmusik sein könnte. Ein gleichzeitig verlockendes und unglaublich erschreckendes Szenario.
Mittlerweile ist das Internet aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken. Was heutzutage schon alles online stattfindet, ist faszinierend und nicht mehr wegzudenken. Man kann es nicht anders sagen, wir haben uns abhängig gemacht. Es ist bequem und schnell.
Teri Terry geht in ihrem Buch noch einige Schritte weiter. Die Menschen in Mind Games brauchen grundsätzlich keine externen Geräte mehr, um sich einzuloggen, ein Implantat sorgt dafür, dass sie sich immer und überall mit den virtuellen Welten verbinden können. Und hier liegen auch die Gefahren. Das reale Miteinander verkümmert immer mehr, Sport und Bewegung gibt es so gut wie nur noch online und monatelange, ununterbrochene Präsenz im virtuellen Raum ist fast normal geworden – immerhin gibt es eine eingebaute Lebenserhaltung, die den Körper mit den notwendigen Nährstoffen versorgt.

Luna war mir am Anfang sehr sympathisch, weil sie sich diesem Onlinewahn als Verweigerin entgegengestellt hat. Die stellte sich gegen die Masse und hatte scheinbar keine Probleme damit. Menschen, die anders denken und nicht dem Strom folgen, sind mir generell sehr sympathisch, daher hatte auch Luna bei mir einen Stein im Brett. Dieser lockerte sich allerdings in dem Moment, als sie doch der Masse folgte, sobald ihr jemand eine Lösung für ihr kleines Problem gezeigt hat. Sie knickte mir zu schnell ein, verlor an Authentizität und Rebellentum.
Grundsätzlich waren mir leider alle Charaktere auch zu wenig tief gezeichnet. Zu oberflächlich wurden sie eingeführt und entwickelten sich kaum. Daher konnte ich auch kaum eine Beziehung aufbauen und selbst tragischere Situationen ließen mich recht kalt, was für mich doch sehr ungewöhnlich ist.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Wunderbar flüssig und schnell bin ich durch die einzelnen Kapitel gerauscht, die eine angenehme Länge für ein Jugendbuch haben. Nicht zu lang, aber auch nicht so kurz, dass der Leser zu schnell aus einzelnen Situationen herausgerissen werden könnte. Ich konnte bei Teri Terrys Schreibstil gut mein Kopfkino anwerfen und mich durch die beschriebene Welt denken. Ein, für mich, besonders wichtiger Punkt, da ich es überhaupt nicht leiden kann über einer Geschichte zu schweben und keinen Bezug zu ihr zu bekommen.

Die Story an sich war spannend, an einigen Stellen für mich doch zu sehr vorhersehbar. Ich hätte mir hier mehr überraschende Wendungen gewünscht und weniger konstruierte Abschnitte. Leider war mir auch das Ende zu sehr konstruiert, zu wenig rund und ein wenig abstrus. Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann prima als Einzelband gelesen werden. Es scheint aber fast so, als hätte sich die Autorin Spielraum für einen eventuelles Sequel gelassen.

Fazit

“Mind Games” ist ein Buch, das sehr spannend und vielversprechend beginnt. Das gezeichnete Szenario ist erschreckend und gar nicht so realitätsfern. Leider konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Oberflächliche Charaktere, eine zu geradlinige Handlung mit zu wenig überraschenden Wendungen und ein unrundes Ende sorgten bei mir für ein wenig Unmut.
Das Buch fällt damit für mich in die Kategorie “kann man lesen, muss man aber nicht”. Somit gibt es 3 von 5 Sternen von mir.

[Rezension] Skalpelltanz von Jenny Milewski

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Titel: Skalpelltanz
Autor: Jenny Milewski
Übersetzer: Maximilian Stadler
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11.Mai 2015
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3-453-41837-0
Preis: 12,99€

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Worum geht es?

Jonas Lerman ist ein gefeierter und erfolgreicher schwedischer Horrorautor. Seine berühmteste Figur: Carl Cederfeldt. Er ist Chirurg – und er ist ein Mörder. Seine Tatwaffe: das Skalpell. Seine Geschichten, unter anderem der “Skalpelltanz”, erfreuen sich großer Beliebtheit bei seinen Lesern. Aber der Autor befindet sich in einer Schaffenskrise und beschließt, keine weiteren Bücher über Gewalt und Blut mehr zu schreiben. Das scheint aber nicht so einfach zu sein, denn in seinem nahem Umfeld passieren auf einmal eine Reihe grausamer Morde, die ganz klar Carl Cederfeldts Handschrift tragen. Zunächst glaubt Lerman, sich alles nur einzubilden, bis er immer mehr in das Visier eines ermittelnden Kriminalkommissars rückt.

Meine Meinung zum Buch:

Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die blutig rote Schrift auf weißem Hintergrund fällt zwischen den ganzen Krimis und Thrillern sicher ins Auge. Wenn man mit den Fingern über das Cover streicht, dann fühlt es sich an, als ob die Buchstaben mit einem Skalpell eingeritzt wurden. Ich mag Bücher, die mir solche haptischen Spielereien bieten. Alleine von dem, was ich am Anfang gesehen und gefühlt habe, hat mich das Buch sehr angesprochen. Auch das Lesen der Inhaltsangabe war sehr interessant und mir war sofort klar: Dieses Buch muss schnell in meinen Besitz wandern.

Das Buch startet mit einem sehr spannenden Prolog, der ein sofortiges Weiterlesen verlangt. Leider folgt dann eine sehr lange Beschreibung der Schreibblockade und das Leben des Autors. Der im Prolog aufgebaute Spannungsbogen geht dadurch leider verloren. Durch die detaillierte Beschreibung Jonas Lermans hat das Buch ziemliche Längen und ist somit phasenweise langweilig und langatmig. Ich habe das Buch mehrmals zur Seite gelegt und Schwierigkeiten gehabt wieder in das Buch hineinzufinden. Die Geschichte plätschert mehr als 150 Seiten so dahin. Das ist mir definitiv zu lang.

Die Autorin schreibt aus der Sicht des Protagonisten Jonas Lerman. Es gibt Passagen aus seinem geschriebenen Buch, in denen Carl Cederfeldt in Erscheinung tritt. Die sind richtig gut gelungen. Die Passagen sind aber teilweile sehr blutig, gewalttätig und stellenweise absurd. Das Buch ist sicherlich nichts für zartbesaitete Leser. Ich hatte da etwas anderes erwartet, denn die Geschichte hat definitiv mehr Potenzial. Sehr gut gefallen hat mir Milewskis Idee, ein Buch im Buch zu schreiben und da auch noch den Buchtitel “Skalpelltanz” mit einzubeziehen. Der verwendete Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen, die Kapitel haben eine übersichtliche Länge. Dadurch hatte ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten auch keine Probleme das Buch dann doch zügig zu beenden.

Die Protagonisten sind gut und authentisch beschrieben. Es sticht für mich aber kein Charakter besonders heraus, und so wird mir sicherlich nach Beendigung des Buches keiner mehr lang im Gedächtnis bleiben. Zu Jonas Lerman konnte ich keine Bindung aufbauen, ich fand ihn irgendwie seltsam. Dieses Gefühl änderte sich auch leider nicht, je mehr ich im Buch von ihm gelesen hatte.

Das Finale ist zwar sehr bildgewaltig, durchaus auch sehr spannend geschrieben und für mich nicht unbedingt vorhersehbar gewesen, konnte aber meine Meinung zum Buch nicht mehr deutlich verbessern. Schade, ich hatte von dem Buch viel mehr erwartet.

Fazit:

“Skalpelltanz” von Jenny Milewski ist ein solider Thriller, der meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllen konnte. Leider hat er viele Längen, ist mir an einigen Stellen viel zu blutig und konnte mich nicht wie gehofft richtig mitreissen.

Deshalb gibt es leider nur 3 von 5 Sternen von mir.

[Rezension] Liebe zum Nachtisch von Victoria Seifried

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Titel: Liebe zum Nachtisch
Autor: Victoria Seifried
Übersetzer: –
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 10.August  2015
Format: Taschenbuch (ca. 400 Seiten)
ISBN: 978-3-453-41822-6
Preis: 8,99€

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Helena ist 26 und träumt, wie alle jungen Frauen von der großen Liebe. Leider scheint sie mit ihrer aktuellen Flamme Rainer nicht so richtig viel Glück zu haben. Es sind schon wieder ein paar Tage vergangen, an denen er nicht wenigstens angerufen und gefragt hat wie es ihr geht. Das ist nicht der Märchenprinz, den Helena sich immer gewünscht hat. Auch ihr Lebensorakel, die Schildkröte Pirmin, kann nicht helfen und ihrem Leben wieder neuen Schwung geben. Das mit dem Schwung ändert sich aber schlagartig, als ihr in einem Club der gutaussehende Jeffrey über den Weg läuft. Trotz schlechtem Gewissen ihrem Freund gegenüber verbringt sie eine aufregende Nacht mit Jeffrey.
Helena ist von Amors Pfeil getroffen. Doch am nächsten Morgen wird sie ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, denn ihr Herzensbrecher muss nach New York fliegen. Für die junge Studentin und Nesthockerin eine unvorstellbar weite Reise. Während sie unter ihrem Pax Schrank liegt, beschließt sie Jeffrey in New York zu suchen. Kurzerhand packt sie ihre Koffer und düst ihrem Herzensbrecher hinterher. Sie hofft, ihn in der großen Stadt zu finden, denn kennt sie schließlich nur seinen Vornamen.

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch besticht durch ein schönes, buntes Cover. Ich mag die Farbe rosa und ich liebe Erdbeeren. “Liebe zum Nachtisch” startet mit einem ziemlich lustigen Prolog, der mir als Leserin einen leichten Einstieg in die Geschichte ermöglicht hat.
Ich habe das Buch sehr zügig durchgelesen, was an der wirklich schönen und flüssigen Geschichte gelegen hat. Die Kapitel haben immer eine sehr passende Überschrift. Ich habe an vielen Stellen laut lachen müssen und so gemerkt, wie viel Spaß die Autorin beim Schreiben gehabt haben muss.
An der einen oder anderen Stelle hätte man das Buch vielleicht etwas abkürzen können, da es stellenweise doch etwas langatmig wurde. Das Buch ist ganz klar ein Roman für die Frauenwelt und bedient die typischen Klischees.

Die Autorin verwendet einen lockeren und leichten Schreibstil und schreibt das Buch aus der Sichtweise von Helena. Die Hauptfigur gefällt mir sehr gut, obwohl sie auf mich für eine 26-Jährige noch ziemlich naiv, tollpatschig und unreif wirkt. Sie scheint ein kleiner Pechvogel zu sein, in einer unglücklichen Beziehung festzustecken und noch nicht so richtig im Leben angekommen zu sein.

Die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar und die verschiedenen Charaktere sind mir gleich ans Herz gewachsen. Da ich noch nie in New York war und die Stadt nur aus Erzählungen kenne, finde ich die Beschreibung der Stadt und der verschiedenen Locations sehr schön. Sie vermittelt einem Nichtkenner ein schönes Bild.

Alles in allem ein wirklich gelungener Roman, den ich mit sehr viel Freude gelesen habe.

Fazit:

Eine leichte Sommerlektüre mit viel Humor, die mich ziemlich gut unterhalten hat. Geschichten dieser Art sind oft vorhersehbar. In diesem Fall leider auch. Daher gebe ich dem Buch “nur” 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Die Rosenfrauen von Cristina Caboni

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Titel: Die Rosenfrauen
Autor: Cristina Caboni
Übersetzer: Ingrid Ickler
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2015
Format: Klappenbroschur (480 Seiten)
ISBN: 978-3-7341-0033-8
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Elena Rossini entstammt einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Schon seit Generationen wird diese Gabe immer an die Frauen der Familie weiter gegeben, so auch bei Elena. Diese hat allerdings überhaupt keine Ambitionen, diese Tradition fortzuführen. Sie möchte viel lieber ihrem Lebensgefährten Matteo im Restaurant helfen und eine Familie mit ihm gründen. Leider spielt das Leben nicht immer so, wie man es sich wünscht, und so entscheidet sich Elena, ihre geschmiedeten Zukunftspläne zu überdenken. Sie verlässt ihre gewohnte Umgebung, folgt dem Rat ihrer Freundin Monique und geht nach Paris. Durch Moniques Empfehlung erhält sie einen Job als Verkäuferin in einer renommierten Parfümerie in Paris. Sie hat nie vorgehabt, ihr Leben der Suche nach dem perfekten Parfüm unterzuordnen. Doch sehr schnell stellt sie fest, dass sie ein gutes Gespür für die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden hat. So geht sie den ihr vorbestimmten Weg ihrer Ahninnen und entdeckt ihre Liebe zu den Düften. Mit dem Rosenzüchter Cail verbindet sie bald mehr als nur die Liebe zu Rosen und Düften. Er und Monique sind es, die Elena dazu ermutigen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, um ihre Zukunft zu gestalten.

Meine Meinung zum Buch:

Das Cover und die Kurzbeschreibung haben mein Interesse gleich geweckt und mich sehr neugierig auf den Debütroman der italienischen Autorin Cristina Caboni gemacht. Optisch ist das Buch auf jeden Fall ein Hingucker. Auch den Titel finde ich als Rosenliebhaberin sehr ansprechend. Beim Thema “Düfte und Essenzen” denke ich unweigerlich an “Das Parfüm” von Patrick Süskind – das zieht natürlich eine gewisse Erwartungshaltung mit sich.

Der von der Autorin verwendete Schreibstil ist passend zum Buch sehr blumig und leicht zu lesen. Am Anfang jeden Kapitels wird eine Duftnote beschrieben und erklärt. Das hat mir sehr gut gefallen. Leider fiel es mir schwer in die Geschichte hineinzukommen, was zum einen an den langen Kapiteln gelegen haben mag, aber auch an den häufig viel zu ausführlich beschriebenen Düften. Ein Kenner ist bei den detailgetreuen und bildgewaltigen Beschreibungen sicher entzückt; mir war das alles zu viel und ich fühlte mit von der Flut an Informationen stellenweise erschlagen. Die Autorin scheint sich sehr gut in dem Bereich auszukennen und wird sehr viel Zeit mit der Materie verbracht haben. Ihr liegen die Düfte sehr am Herzen, was der Leser auf den ersten 180 Seiten mehr als deutlich herauslesen kann. Das ist mir für eine Einleitung viel zu lang und ich habe immer drauf gewartet, dass die Geschichte mich endlich packt.

Die Protagonisten haben mir gut gefallen und die Autorin hat sie sehr sympathisch beschreiben. Auch die Anzahl der Figuren ist überschaubar und hat mich als Leser nicht überfordert. Elena entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer selbstständigen jungen Frau, die auf eigenen Beinen zu stehen lernt. Mir gefällt es sehr, wenn die Protagonisten im Laufe der Geschichte eine Wandlung vollziehen. Das ist der Autorin im Falle von Elena richtig gut gelungen. Die Liebesgeschichte von Elena und Cail ist schön, aber auch sehr vorhersehbar. Mir fehlten die Ecken und Kanten, ich hätte mir da mehr Action gewünscht.

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, stellte ich mir die Frage, warum es “Die Rosenfrauen” heißt. Ich finde, der Titel passt nicht zur Geschichte. Im Originaltitel heißt das Buch “Il sentiero dei profumi”, was laut Internetübersetzung so viel wie “Der Pfad des Parfüms” heißt. Das klingt in meinen Ohren viel passender. Hier hätte ich mir ein glücklicheres Händchen gewünscht.

Am Ende gibt es noch ein sehr schönes Duftlexikon und ein sehr nettes Interview mit der Autorin.

Fazit:

Ein leichter Roman über die Welt der Düfte, mit einer für mich leider blassen Liebesgeschichte, die mich nicht überzeugen konnte. Zudem wird die oben angesprochene Erwartungshaltung bezüglich des Süskind-Romans leider nicht befriedigt. Liebhaber von Duftessenzen und Co. werden in diesem Buch aber sicher auf ihre Kosten kommen. Außerdem mag ich den Schreibstil der Autorin und werde von ihr sicher nochmal ein Buch zu einem anderen Thema lesen. Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar und gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.