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Schockierend: Zwiebelmett besteht in Wahrheit aus Puffreis! ;)

WP_000307Quickborn. Wie von nicht näher spezifizierten Quellen unlängst berichtet wurde, hat der weltweite Bedarf der Bevölkerung an Mettbrötchen schon vor einiger Zeit die Kapazität der Puffreisproduktion überschritten. Während das vermehrt zur Substitution des Puffreises durch tierische Alternativen führte, ist es dank des Direktverkaufes von Reiswaffeln noch immer möglich, in den Genuss hochwertigen – und vor allem: unverfälschten – Zwiebelmettes zu kommen.

Die verblüffende Wahrheit: Das Rezept ist geradezu lächerlich einfach.

Zutaten

Zwiebelmett

  • 6 Reiswaffeln
  • ca. 150ml – 200ml Wasser
  • 1 milde Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Vitam-R®
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Koriander
  • 1/2 TL Chilipulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Reiswaffeln in einer Schüssel mit den Händen zerdrücken, bis nur noch grober Puffreis übrig ist. Den Puffreis schluckweise mit je 50ml Wasser vermengen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Je nach Sorte der Reiswaffeln kann die erforderliche Menge Wasser variieren.

WP_000311Die Zwiebel sehr fein würfeln und zusammen mit dem Tomatenmark, dem Vitam R, Olivenöl, der zerdrückten Knoblauchzehe und den Gewürzen unter die Masse mischen.

Das Zwiebelmett mit einem Löffel gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn möglich: Einige Stunden ziehen lassen.

Wer es übrigens nicht so scharf mag, kann natürlich das Chilipulver weglassen. Und wer mutig ist, kann auch mit den restlichen Gewürzen, die das Regal hergibt, experimentieren.

Serviervorschlag

WP_000313Am besten schmeckt das Zwiebelmett natürlich traditionell auf einem noch dampfenden Brötchen frisch aus dem Ofen, gewürzt mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle, dekoriert mit Zwiebeln und vielleicht etwas Petersilie.

 

Ausprobiert? Für lecker befunden? Vorschläge für andere Zutaten oder Ideen für Verbesserungen? Immer her damit!

[Produkttest] Rapunzel, Rapunzel, lass uns Risotto essen!

002So, oder so ähnlich muss die italienische Version des ursprünglich französischen Klassikers geklungen haben.

Ob das wirklich stimmt, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber, dass ich letzte Woche im Reformhaus eine Packung “Original italienisches Risotto mit Gemüse” des Herstellers Rapunzel für 3,29 Euro erstanden habe.

Obwohl es sich dabei streng genommen um ein Fertiggericht handelt und so etwas nur selten bei uns auf dem Teller landet, waren es wohl die ansprechende Verpackung und das natürlich wirkende getrocknete Gemüse, das mich hat neugierig werden lassen.

Die Risotto-Mischung ist in einem transparenten Beutel von einer Papp-Umverpackung umgeben, die es erlaubt, genau zu sehen was drin ist. Die Pappe selbst ist bedruckt mit Zubereitungshinweisen, weiteren Tipps zum verfeinern und neben den üblichen Verdächtigen (Barcode, Firmenadresse, BIO Siegel, etc.) natürlich auch der Liste der Zutaten:

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  • Carnaroli Reis
  • Gemüsebrühe
  • Karotten
  • Paprika
  • Zucchini
  • Zwiebeln
  • Petersilie

 

 

Die Angaben sind sehr detailliert (selbst die Zusammensetzung der Gemüsebrühe ist beschrieben) und nahezu alles stammt aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Zubereitung ist in der Tat genau so einfach, wie es auf der Verpackung steht: Zusammen mit Wasser und etwas Öl in einen Topf geben, aufkochen, 20min köcheln lassen, 5min ziehen lassen. Fertig.

Und wie schmeckt es?

004Mein erster Gedanke war: Es fehlt Salz. Und leider hatte ich auch kein Parmesan im Haus (wie die Verfeinerungstipps es vorschlagen). Aber ein wenig mit Salz und Pfeffer aufgepeppt ergab das Risotto eine sehr leckere und auch optisch ansprechende Mahlzeit.

Während ich Risotto normalerweise selbst mache und das zwar auch nur 20-25 Minuten dauert, war ich zunächst skeptisch, ob dieses Fertigprodukt die gleiche Risotto-typische Sämigkeit erreicht, auch ohne, dass ich in Intervallen Gemüsebrühe dazugeben darf. Und in der Tat: An der Sämigkeit und der Konsistenz gab es nichts auszusetzen. Auch das gefriergetrocknete Gemüse schmeckte frisch und aromatisch. Da bin ich ganz Anderes gewohnt (und die Skala reicht von matschig bis pappig; deswegen gibt es auch kaum Fertiggerichte bei uns…).

Die Verpackung spricht von 3-4 Portionen, wobei sich mir immer die Frage stellt, was unter einer Portion verstanden wird. Dient das Risotto als Beilage für ein Hauptgericht, dann stimme ich der Angabe zu. Wird das Risotto als Hauptgericht verstanden, werden sicher zwei Personen satt davon.

Alles in allem kann ich das Risotto mit Gemüse von Rapunzel weiterempfehlen und werde es das nächste Mal mit Parmesan zubereiten.

Hello… turn your radio on!

Vor einigen Tagen habe ich bereits über den Blauen Adventskalender von Conrad berichtet. Ein tolles Ding! Kurz darauf konnte ich es nicht lassen und habe mit den ebenfalls bei Conrad erhältlichen Grünen Adventskalender vom Francis Verlag bestellt. Thema hier: Ein “Retro-Radio”. Dahinter steckt natürlich wieder einmal Burkhard Kainka (danke Burkhard!).

009Das Prinzip ist das Gleiche wie beim Blauen Adventskalender: Von Tag zu Tag gibt es ein weiteres elektronisches Bauteil, mit dem auf einem Labor-Steckbrett nach und nach ein Mittelwellen-Empfänger entsteht. Das bringt schon einmal enorm Spaß und der Lerneffekt ist ebenfalls groß.

Der Clou dabei:

Die Rückseite ist wie der Rest des Kalenders aus sehr stabiler Pappe und darüber hinaus bedruckt mit einem Faltmuster für ein Radio-Gehäuse. Da hat mal einer mitgedacht! Ich habe allerdings festgestellt, dass daraus ein tatsächliches Gehäuse zu bauen nicht so einfach ist, wie es ausschaut:

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Magisches aus Seitan: Gyros mit ohne doof.

Gyros mag nun wirklich (fast) jeder.

Oder etwa nicht? Ganz ehrlich? Ich habe es immer geliebt! Ich mochte es, wenn einige der köstlichen Streifen aus Fleisch auch mal leicht angebrannt waren. Der Teil war dann knusprig und sehr aromatisch. Was ich aber noch nie mochte, waren die Knorpel. Manchmal sogar Knochensplitter. Und häufig genug Fettschwarten. Die totalen Abtörner!

Seiros_002_Fertig

Diese Probleme war ich zwar schlagartig los, als ich mich dazu entschloss, mich vegetarisch zu ernähren… aber wenn man mal davon absah… dann musste es doch auch möglich sein, so etwas Leckeres auch mit ohne doof hinzubekommen. Oder?

Und das war der Moment, in dem Seitan ins Spiel kam. Bei Seitan handelt es sich – kurz gesagt – um nicht anderes als Weizenklebereiweiß, oder auch Gluten. Wer jetzt meint, das sei ja ungesund (Stichwort “Gluten Unverträglichkeit”) oder das sogar mit dem Geschmacksverstärker Glutamat in Verbindung bringt, dem sei gesagt: Nüsse sind auch nicht per se ungesund, nur weil es Menschen gibt, die dagegen allergisch sind. Und mit Glutamat hat Gluten in etwa genauso viel zu tun, wie das Ding am Schlagzeug, das TSCHINGGG macht mit dem, das – sofern gebährfreudig – prima zum Kinderkriegen geeignet ist in dem man neben Hände auch allerlei Sonstiges waschen kann.

Seitan ist also etwas, das – richtig zubereitet – eine ähnliche Konsistenz wie Fleisch hat und in Fleischgerichten auch genau so verwendet werden kann. Nur halt eben ohne Knorpel & Co.

Und so ward das Seiros geboren.

Das Rezept stelle ich hier nicht online sondern verweise an dieser Stelle auf die Beschreibung auf kochmeister.com. Dort findet ihr Details zur Zubereitung (und auch zur Herstellung von Seitan) und Serviervorschläge.

Bisher kann ich nur Positives berichten: Freunde, Familie und Kollegen waren begeistert! Geschmacklich kann es das “Original” übertreffen und in Hinsicht auf mögliche Einschränkungen in der Qualität, die naturgemäß bei Fleisch auftreten können, tut es das ohnehin.

Also! Ausprobieren! Kommentieren! Jetzt! 🙂

Rezeptvorschläge:

  • Seiros Naturell (mit Reis und Tzatiki)
  • Seiros Monsieur (mit Pommes Rot/Weiß)
  • Seiros Döner (mit Salat, Tomaten, Gurken und Tsatsiki in Pita Tasche)
  • Was fällt euch noch so ein?

Wer ist wer und was bin ich?

Ich habe wirklich lange überlegt, wie ich meinen ersten Beitrag gestalten soll und vor allem, was ich überhaupt schreiben möchte. Gleich mit der Tür ins Haus fallen und eine Rezension schreiben, ein “About this blog” oder ein Rezept?

Heute auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause kam mir dann eine Idee. Ich war mal wieder völlig genervt von meinem Vordermann und das Auto hinter mir knutschte auch schon fast meine Stoßstange, ich fühlte mich irgendwie eingequetscht, aber währenddessen arbeitete mein Gehirn auf Hochtouren.

Stell dich den Leuten doch einfach erst mal vor. Schreib etwas von dir, lass sie wissen mit was für einem Menschen sie es hier zu tun haben. Ich kann nicht versprechen, dass mein Mitautor alias Mephisztoe alias mein Ehemann so etwas in der Art auch machen wird, aber ich kann es ihm ja einfach mal vorschlagen. Aber erst einmal zu mir.

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