Kategorie: eBook

[Rezension] Das Leben und sein hinterhältiger Plan von Sarah Saxx

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Titel: Das Leben und sein hinterhältiger Plan
AutorIn: Sarah Saxx
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2016
Format: eBook (372 Seiten)
ASIN: B01A9EA67S
Preis: 3,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Du kannst dir vornehmen, was du willst. Das Leben hat seinen eigenen Plan
Luna ist eine ehrgeizige Schülerin und zählt zu den besten Weitspringerinnen Kaliforniens. Eigentlich verläuft ihr Leben perfekt – immerhin überlässt sie nichts dem Zufall. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein und der gut aussehende ­Jasper bringt sie mit seinen flüchtigen Berührungen und seinem Zwinkern ­völlig aus dem Konzept. Dabei steht nicht nur der Highschool-Abschluss an, sondern auch die wichtigste sportliche Entscheidung ihres Lebens.
Vergebens versucht sie, sich darauf zu konzentrieren, doch Jasper hat sich längst in ihr Herz geschlichen. Gerade als sie bereit ist, sich auf ihre Gefühle einzulassen, reißt das Leben ihr den Boden unter den Füßen weg. Luna verliert den Glauben an sich, an Jaspers Zuneigung und an die Gerechtigkeit des Schicksals.
Kann es überhaupt noch eine Chance für ihre Liebe geben? (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Franzi, eine meiner Bloggerfreundinnen, hat auf ihrem Blog regelrecht von diesem Buch geschwärmt. Was liegt also näher, als ein Buch zu lesen, das einem wärmstens empfohlen wurde und wo der Klappentext auch noch sehr interessant klingt?

Am Anfang des Buches lernen wir Luna kennen. Eine sehr zielstrebige junge Leistungssportlerin. Sehr ehrgeizig arbeitet sie auf einen sehr guten Highschool-Abschluss hin und gleichzeitig bringt sie Höchstleitungen beim Weitspringen. Als eine der Besten Kaliforniens, spielt sie ganz vorne mit.
Kurz darauf tritt Jasper in ihr Leben und die eben noch so sympathische Luna hat leider angefangen mir ein wenig auf den Keks zu gehen. Jasper, der im Vergleich zu Luna eher sorglos und unbeschwert zu sein scheint, treibt das ehrgeizige Mädchen schier in den Wahnsinn.

Ich mochte Jasper, von seiner ganzen Art her, auch wenn er scheinbar den Wohlfühlbereich seiner Mitmenschen (zumindest den von Luna) nicht zu respektieren scheint, da er immer wieder darin eindringt. Im Übrigen eine der Formulierungen, die mir in diesem Buch zu häufig vorgekommen ist. Irgendwann hat sie begonnen mich zu nerven, weil die Autorin sie gefühlt ständig wiederholt hat.
Jasper ist ein sehr sympathischer junger Mann, der sehr feinfühlig und mit viel Tiefe gezeichnet wurde. Nachdem Luna sich endlich ihre Gefühle für Jasper eingestanden hat, wird auch sie wieder sympathischer und hat aufgehört mich zu nerven.

Beide Charaktere machen im Laufe des Buches eine enorme Wandlung mit, wobei die von Jasper noch stärker ist als die von Luna. Ich finde es immer schön, wenn Charaktere sich entwickeln und der Autor dafür sorgt, dass diese Entwicklung auch authentisch bleibt.

Der Titel “Das Leben und sein hinterhältiger Plan” suggeriert eine emotionale, tiefgreifende Geschichte, die mindestens einen Schicksalsschlag parat hält. Den Schicksalsschlag gibt es auch, allerdings ist der Leser erst einmal gut 2/3 des Buches damit beschäftigt die beiden Protagonisten in ihrer Kennenlernphase zu begleiten – von “Lass mich in Ruhe!” bis hin zu “Du bist das beste, was mir je passiert ist!”. Es ist schön zu lesen, doch ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Tut es dann auch, aber so richtig emotional hat es mich nicht mitgenommen. Da hätte ich mir insgesamt mehr Tiefgang gewünscht. Mag auch sein, dass meine Bindung (gerade zu Luna) nicht stark genug war und ich so nicht so viel gefühlt habe beim Lesen.

Das Buch selber ist recht simpel geschrieben. Schön zum Zwischendurchlesen, was mir momentan sehr gelegen kommt, doch ab und an war es mir zu simpel formuliert. Vielleicht konnte ich auch deshalb nicht so starke Gefühle für die Protagonisten aufbauen.
Der Schreibstil ist auf jeden fall locker leicht und flüssig. Für den ein oder anderen vielleicht zu leicht – wie immer ist das Geschmackssache.

Fazit

“Das Leben und sein hinterhältiger Plan” ist ein angenehmes Buch für Zwischendurch. Keine zu schwere Kost, obwohl der Titel einen das vielleicht erwarten lässt. Die Geschichte von Luna und Jasper ist authentisch erzählt und begeistert bestimmt die ein oder andere Leserin, vielleicht auch den ein oder anderen Leser, wenn dieser auf Liebesgeschichten steht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

[Gemeinsam Lesen] #64

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden.  Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam-Lesen Logo!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese zur Zeit “Das Leben und sein hinterhältiger Plan” von Sarah Saxx und bin bei 72%.

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Du kannst dir vornehmen, was du willst. Das Leben hat seinen eigenen Plan
Luna ist eine ehrgeizige Schülerin und zählt zu den besten Weitspringerinnen Kaliforniens. Eigentlich verläuft ihr Leben perfekt – immerhin überlässt sie nichts dem Zufall. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein und der gut aussehende ­Jasper bringt sie mit seinen flüchtigen Berührungen und seinem Zwinkern ­völlig aus dem Konzept. Dabei steht nicht nur der Highschool-Abschluss an, sondern auch die wichtigste sportliche Entscheidung ihres Lebens.
Vergebens versucht sie, sich darauf zu konzentrieren, doch Jasper hat sich längst in ihr Herz geschlichen. Gerade als sie bereit ist, sich auf ihre Gefühle einzulassen, reißt das Leben ihr den Boden unter den Füßen weg. Luna verliert den Glauben an sich, an Jaspers Zuneigung und an die Gerechtigkeit des Schicksals.
Kann es überhaupt noch eine Chance für ihre Liebe geben? (Quelle)

 

 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Wer denkt, das Schlimmste an meiner Genesungsphase seien die Schmerzen, der lange Krankenhausaufenthalt von inzwischen vierzehn Tagen oder das fad schmeckende Essen auf der Station, der hat sich geirrt.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

eBooks lesen sich mit Kind auf dem Bauch eindeutig besser als Printexemplare. Daher habe ich mir vorgenommen einige meiner gekauften eBooks endlich mal zu lesen und habe mir dieses Buch ausgesucht, da Franzi  von Griinsekatzes Leseecke sehr davon geschwärmt hat. Nur wegen ihr habe ich es mir gekauft.
Und ich kann sagen, dass es mir auch gut gefällt. Es lässt sich einfach und schnell lesen und auch wenn ich mittendrin unterbrechen muss, komme ich schnell wieder rein, wenn ich das Lesen irgendwann wieder aufnehmen kann. Ich muss allerdings auch sagen, dass mir das Buch teilweise ein wenig zu einfach geschrieben ist und die Geschichte insgesamt zu simpel. Ich glaube aber, dass ich gerade an dem Punkt angelangt bin, an dem etwas mehr Tiefe in die Geschichte kommt und bin schon ganz gespannt darauf, wie es weiter geht.

4. Haben Autoren bei dir Star-Charakter?

Nein. Nicht mal Stars haben Star-Charakter bei mir. Ich bin kein Fangirl. Ich konnte mit diesem Fantum noch nie etwas anfangen und werde es vermutlich auch nicht mehr. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich Autoren nicht so leicht anspreche oder anschreibe wie beispielsweise andere Blogger. Eine kleine (manchmal größere) Hemmschwelle habe ich also doch. Aber nicht weil ich denke, dass Autoren unerreichbar sind (wie die meisten Stars), sondern, weil ich grundsätzlich nicht stören möchte. Ich denke mir, dass (bekannte) Autoren eh schon diverse Anfragen/Mails etc. bekommen, dass ich da nicht auch noch “stören” muss.

Wie steht ihr dazu Autoren einfach so mal anzuschreiben? Seid ihr auch etwas gehemmt, wie ich oder geht ihr völlig locker damit um?

[Rezension] Extraleben von Constantin Gillies

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Titel: Extraleben
AutorIn: Constantin Gillies
Verlag: CSW-Verlag
Erscheinungsdatum: August 2011
ISBN: 978-3-9811417-5-7
Format: Broschur (352 Seiten)
Preis: 16,95€
zum Buch
Leseprobe (Kindle Ausgabe)

Worum geht’s?

Eigentlich wollen Nick und Kee nur ihren Commodore 64 abstauben. Noch einmal in die Welt von Space Invaders, Pac-Man und Donkey Kong zurückreisen. Doch der Nostalgietrip endet mit einer Überraschung: In einem Spiel aus den Achtzigern entdecken die alternden Joystickhelden eine geheime Botschaft. WELCOME TO DATACORP. Plötzlich erwacht der alte Hackerinstinkt wieder. Die Freunde gehen im Dschungel der Bytes auf die Jagd – und entdecken eine weitere Spur: Sie führt nach Iowa, mitten in die amerikanische Provinz. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Von der digitalen Schnitzeljagd magisch angezogen, tritt das Duo die Reise in die USA an. Für die Hobby-Computerarchäologen beginnt eine Odyssee um die halbe Welt – und durch die Geschichte der Games. Doch am Ende geht es in dem Spiel um viel mehr als nur den nächsten Highscore. (Quelle)

Vorwort

Extraleben habe ich bereits als Hörbuch gehört. Gesprochen wird der Protagonist Kee, aus dessen Ich-Perspektive erzählt wird, von David Nathan. Sein Kollege, bester Kumpel und ewiger Beifahrer Nick, von Simon Jäger. Ich fand die Kombination extrem spannend und bin über das Buch gestolpert, als ich ausdrücklich auf der Suche nach Hörbüchern war, in denen sich die Geschichten um die 80’er Jahre, den Commodore 64 und der nostalgischen Aura drehen, die die Vergangenheit zumeist umgibt. Kurzum: Ich bin 38 Jahre alt und steuere augenscheinlich auf die Midlife-Crisis zu. Nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, musste ich noch Band 2 und 3 der Trilogie lesen, gefolgt von Retroland: Extraleben IV. Diese Rezension schreibe ich, nachdem ich einige Monate später auch das Buch zu Extraleben Band 1 gekauft und es gelesen habe. Es ging einfach nicht anders! Insbesondere, nachdem ich mir vor kurzem mit dem WiModem eine C64-Erweiterung angeschafft hatte, mit der es möglich ist, mit dem 8-Bit Computer der 80’er online zu gehen, Bulletin Board Systeme über das Internet anzurufen und sogar Spiele online zu spielen. Ich war wieder “drauf”… und Extraleben war das ideale Begleitbuch!

Meine Meinung

Und nach nur wenigen Seiten las ich:

“Ich bin nicht retro, sondern actro”, behauptet Nick steif und fest und erzählt dann – als ob das ein Beweis wäre –, dass er mit seinem Commodore 64 jetzt auch online ist. Mit seinem C64! Aber im Grunde genommen weiß er, dass er in der Vergangenheit lebt, und fühlt sich auch wohl dabei.

Und irgendwie geht es mir ganz ähnlich. Und genau deshalb zieht mich die Extraleben Trilogie in seinen Bann: Es geht um die beiden Mittdreißiger Nick und Kee, die in ihrem Job unterfordert sind und in ihrer Freizeit ausschließlich in der Vergangenheit zu leben scheinen. Sie trinken nach Feierabend ein Bier zusammen, spielen auf uralten Konsolen uralte Spiele und werfen sich Zitate aus uralten Filmen um die Ohren. Sowieso muss ich sagen, dass die beiden hoch gebildet erscheinen. Da folgt ein Querverweis dem anderen und ehe man sich versieht, weiß man als Leser alles über den Commodore 64, Mainframe Systeme, ausgestorbene Betriebssysteme, Programmiersprachen und und und. Und das beste daran: Fast jede dieser ollen Kamellen ist mit spannenden Hintergrundgeschichten unterlegt, wer wann wo auf welche Idee zuerst kam, durch wen sie abgekupfert wurde und wieso dieses oder jenes zum Misserfolg verdammt war oder eben halt auch nicht. Der Stil, in dem Gillies schreibt, ist dabei herrlich politisch unkorrekt. Das kann er sich auch leisten, da er viel mit den Zeiten spielt und es keinen Sinn ergibt, die heutige Political Correctness über Geschehnisse der 80’er zu stülpen. Kurzum: Er spricht die Dinge so aus, wie sie waren und ganz ehrlich: Extraleben fühlt sich von Anfang bis Ende an, wie nach Hause zu kommen. Loszulassen. Sich zu erinnern. Gillies hat es geschafft mit den unendlich vielen Anekdoten das Gefühl meiner eigenen Kindheit wieder aufleben zu lassen. Interessanterweise kamen fast ausschließlich die positiven Erinnerungen wieder.
Die Geschichte selbst beginnt an Fahrt aufzunehmen, als Nick und Kee in einem alten C64 Spiel – Raid over Moscow – über einen Bug stolpern, der das Spiel unspielbar zu machen scheint. Statt – wie sonst üblich – die Kassette (ja, genau: Kassette) wegzuwerfen, analysieren sie den Quellcode des Spieles (man hat ja nichts besseres zu tun) und stoßen auf eine geheime Botschaft der Datacorp. Von da an entwickelt sich eine Schnitzeljagd quer über den Globus und es ist dabei völlig egal wie realistisch oder unrealistisch die Idee wirkt: “Zwei Computernerds und Oldtimer stolpern über geheime Botschaften versteckt in Retro-Spielen und machen sich auf, das Geheimnis zu lüften!”, es macht einfach höllisch Spaß, diesem Trip zu folgen und gefühlt beinahe dabei zu sein, wie die Freunde ein Puzzleteil nach dem anderen aufdecken.
Manch einem mag die Detailtiefe der Anekdoten und der spezielle Fokus auf die Nerdkultur der 80’er zu viel sein. Allerdings ist es so, dass Gillies mit Extraleben nicht nur die Computer-Subszene wieder auferstehen lässt, sondern ganz nebenbei alle Gefühle der Kindheit wieder hervorzaubert. Ob es der Urlaub mit den Eltern am Meer ist, die Fahrt mit dem alten Käfer, der Geruch der Sonnenmilch auf der Haut während im Radio das erste Mal den One-Hit-Wonder von Spliff spielt oder die TV-Abende von Serien wie Miami Vice geprägt waren und man sich wünschte, sich wie Sonny Crockett ins Cabriolet zu schwingen und braungebrannt durch die Florida zu fahren. Es ist alles wieder da. Und zum Glück muss das Gefühl auch nicht wieder verschwinden, denn es gibt ja immerhin noch Extraleben Band zwei, drei und vier.
Dennoch. So schön der Trip in die Vergangenheit auch ist, so ist es doch die Vergangenheit. Und das gesamte Buch über spürt man, dass auch Nick und Kee das fühlen und ihre Freundschaft auf eine Probe gestellt wird. Kann man für immer in der Vergangenheit leben? Nicht nur einmal stellt Kee fest, dass sich beide immer öfter die gleichen Geschichten erzählen und sogar bereits aufgehört haben, sich darauf gegenseitig hinzuweisen. Als Leser konnte ich spüren, dass dieser Lebensabschnitt der beiden kurz davor zu sein schien, abgeschlossen zu werden und das Gefühl bei dieser Erkenntnis legt einen leichten Schatten der Traurigkeit über den Flair der wonnigen Nostalgie. Alles geht irgendwann zu ende. Und trotzdem ist es eben jene Vergangenheit, die der Geschichte von Nick und Kee zum krönenden Abschluss von Extraleben Band 1 einen Aufwind für die Zukunft beschert. Es ist einfach unmöglich, NICHT sofort mit Band 2 weiterzumachen. Welcome to Datacorp!

Fazit

Eine unbedingte Kaufempfehlung. Nicht nur für diejenigen, die auf 64’er, Amigas, Onyx, PL/1, Basic und Samantha Fox Strip Poker stehen. Sondern für alle, die über 35 sind und das Gefühl ihrer Kindheit wieder erleben wollen und alle, die unter 35 sind und verstehen wollen, was Papa an den 80’er so toll fand. So sehr ich normalerweise nach Stilblüten suche und gerne auch Kritik übe, wo andere sagen würden: Lass mal die Kirche im Dorf!, bei Extraleben Band 1 stimmt einfach alles. Und wer heute in 2016 regelmäßig mit seinem C64 die Scorps Portal BBS anruft, um sich auf einem chinesischem virtuell gehosteten C64 mit Amerikanern über die Kunst des BBQ zu unterhalten und NICHT die Extraleben Bücher kennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. 5 von 5 Sternen!

[Rezension] Zwei Seiten einer Mauer von Alexander Stapper

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Titel: Zwei Seiten einer Mauer
AutorIn: Alexander Stapper
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Format: eBook (348 Seiten)
ASIN: B019CSTGZ0
Preis: 1,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

»Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.«
Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät. (Quelle)

Meine Meinung

Mauern haben immer zwei Seiten. Auf der einen bieten sie Sicherheit, auf der anderen sperren sie aus. (Zwei Seiten einer Mauer)

Kratzen, röcheln, Infizierte – das alles klingt nach einem waschechten postapokalyptischen Zombieroman, doch um die wandelnden Toten geht es in “Zwei Seiten einer Mauer” nur bedingt. Vielmehr steht für den Autor die Gesellschaftskritik an erster Stelle.

Theo sitzt jeden Abend auf der Mauer. Der Mauer, die alle Gesunden vor den Infizierten schützen soll. Theo kennt gar keine Zeit ohne Mauer mehr. Er wurde lange nach der weltweiten Epidemie geboren und kennt nur die Gesellschaft und ihre Struktur, wie sie jetzt ist. Hinter der Mauer ist es sicher, vor der Mauer lauert der Tod.
Berufe werden den einzelnen Personen zugeordnet, das Essen ist rationiert und es gibt eine Ausgangssperre. Für Theo ist das Alltag. Um diesem Alltag kurze Zeit zu entfliehen, haben sich Theo und seine Freunde ein Spiel ausgedacht, das sie in den alten Ruinen der Stadt spielen. Als es eines Tages dazu kommt, dass sich die Freunde nachts, nach der Ausgangssperre herausschleichen, um eben dieses Spiel zu spielen, machen die Drei eine Entdeckung, die jede Menge Fragen aufwirft.

Wie bereits erwähnt, spielen die Infizierten in “Zwei Seiten einer Mauer” nur eine untergeordnete Rolle. Ja, sie kommen kurz vor und einer fällt sogar mal einen Menschen an, aber das war es auch schon. Wer sich menschenfressende Zombies in der Hauptrolle wünscht, der sollte weiter suchen. Meiner Meinung nach geht es Alexander Stapper mehr darum aufzuzeigen, wie sich die Gesellschaft und insbesondere einzelne Individuen verändern, wenn Struktur und Ordnung, wie wir sie kennen, nicht mehr gelten und ein neues System auf den Plan gerufen werden muss.

Gut dreiviertel des Buches geht es um Theo. Ich habe ihn auf seinen Streifzügen begleitet und machte mich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit. Im letzten Drittel taucht Theo gar nicht mehr auf und die Erzählperspektive wechselt zu einem neuen Protagonisten, der mir bis dahin allerdings völlig unbekannt war. Das hat mich mächtig irritiert und leider ist diese Irritation auch bis zum Ende des Buches hin nicht verschwunden.
Wie die meisten von euch bin ich ein Fan von Happy Ends. Es muss nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen sein, aber ich hätte gerne zumindest ein bisschen Hoffnung und den Ausblick auf etwas Positives. “Zwei Seiten einer Mauer” wird euch nicht mit einem Happy End dienen. Vielmehr ist das Ende offen gehalten, gibt Raum für eigene Gedanken und Spekulationen, lässt einen aber auch ganz klar verstehen, dass die Geschichte nicht ganz so ausgegangen ist, wie der Großteil der Leser es gerne gehabt hätte. Nichtsdestotrotz ist es ein passendes Ende, auch wenn ich erst einmal ein wenig gebraucht habe, um es zu verdauen.

Der Schreibstil Stappers ist recht einfach gehalten und wirkt mitunter ein wenig plump. Zu viele Hauptsätze, zu wenige Nebensätze. So ist die Geschichte natürlich leicht und flüssig zu lesen, doch ich hätte mir, angesichts der Thematik, einen etwas ausgefeilteren Schreibstil gewünscht. Leider sind mir auch die Charaktere zu oberflächlich beschrieben worden. Ich konnte keine wirkliche emotionale Bindung aufbauen, so dass mir das Schicksal der Einzelnen gar nicht wirklich nahe gegangen ist. Mehr Tiefe hätte den Charakteren hier sehr gut getan.

Fazit

“Zwei Seiten einer Mauer” ist ein postapokalyptischer Roman, kein Zombieroman. Gesellschaftskritik steht an erster Stelle und regt durchaus zum Nachdenken an, wenn man sich als Leser denn drauf einlassen möchte. Ich muss zugeben, dass ich eine andere Art von Geschichte erwartet, das Buch aber dennoch gern gelesen habe. Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

[Rezension] Milten & Percy–Das Schloss der Skelette von Florian C. Booktian

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Titel: Milten & Percy–Das Schloss der Skelette
AutorIn: Florian C. Booktian
Verlag: selfpublished
Erscheinungsdatum: 03. November 2015
Format: eBook (173 Seiten)
ASIN: B017WWO7CA
Preis:  0,99€

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Worum geht’s?

Detective Percy Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown, und nach einem ausgelassen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Anschein trügt, bald wendet sich alles gute zum Schlechten und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich was überhaupt passiert ist. Tauchen Sie ein in die Galaxy #590B, dem neuen Fantasy Universum von Florian C. Booktian. Voll mit kuriosen Kreaturen, einzigartigen Schauplätzen und zwei unvergesslichen Freunden: Milten und Percy. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Wir befinden uns in der Galaxy #590B und weil die Planer dieser Galaxy große Fans der Erde sind, haben sie auch hier eine in Auftrag gegeben. Leider reichte das Geld aber nur für eine halbe Erdkugel, so dass die andere Hälfte durch den Planeten Gnaa ersetzt wurde. So kommt es also, dass Menschen zusammen mit Monstern, bizarren Geschöpfen, sprechenden Tieren und Fabelwesen zusammenleben. Das Zusammenleben klappt mal mehr, mal weniger gut, da einige dieser Wesen die Menschen einfach zum Fressen gern haben … im wahrsten Sinne des Wortes.

Das alles klingt kurios? Das ist es auch. Der Leser begleitet Detective Percy Meercat, seines Zeichen Erdmännchen und seinen (zunächst) ungewollten Praktikanten und “gewöhnlichen” Menschen Milten Greenbutton bei ihrem neusten Fall.
Eigentlich möchte Percy nichts weiter als Urlaub machen, als er sich plötzlich mit verschwundenen Stadtbewohnern und sprechenden Skeletten auseinandersetzen muss.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zu Beginn des Buches eine ganze Weile Schwierigkeiten mit der Art und Weise von Percy hatte. Er war mir ein wenig zu unmoralisch und zu flapsig. Der Autor hat es dann aber doch noch geschafft, dass ich mich dem Protagonisten angenähert habe, auch wenn ich ihn nie zu 100% mögen werde. Auch wenn es nicht wirklich ernstgemeint ist, habe ich Schwierigkeiten damit, wenn irgendjemand, und sei es nur ein Charakter aus einem Buch, Drogen verherrlicht oder verharmlost. Es war nur eine Erwähnung am Rande, aber für mich war es (leider) eine prägende Erwähnung, die in einem Abfall der Sympathiepunkte geendet hat.
Milten hingegen mochte ich sehr. Er ist eher ein Nerd und hat eine Menge drauf. Mit ihm bin ich gleich warm geworden.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, so dass ich mich nicht umständlich einlesen musste, sondern von Anfang an Zugang gefunden habe. Passend zu der humor- und phantasievollen Geschichte ist der Schreibstil eher umgangssprachlich gehalten.

Florian C. Booktians Buch ist anders. Es ist kurios, durchaus witzig und manchmal auch spannend. Doch ich finde, dass man hier den richtigen Humor mitbringen muss, um das Buch bzw. die Geschichte nicht zu abstrus zu finden. Ich konnte beim Lesen sehr wohl schmunzeln, aber mein Humor wurde nicht ganz getroffen, so dass ich manchmal mit ein paar mehr Fragezeichen im Gesicht vor meinem eReader saß und mich fragte, was genau mir diese Szene nun sagen soll.

Fazit

Wenn ihr nach einem “etwas anderen” humorvollen Fantasybuch mit sehr leichtem Sci-Fi Einschlag sucht, dann werft mal einen Blick auf dieses eBook. Mein Tipp: Lest euch vorher eine Leseprobe durch, damit ihr schauen könnt, ob euch der Humor zusagt.
Mir hat das Buch durchaus gefallen, doch ab und an war es mir dann doch zu ausgefallen und manchmal auch ein wenig zu albern. Phantasie und Schreibtalent konnte der Autor aber allemal beweisen.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

[Rezension] Basaltblitz: Geburt eines Helden von Markus Tillmanns

Basaltblitz

 

Titel: Basaltblitz – Geburt eines Helden
AutorIn: Markus Tillmanns
Verlag: selfpublished
Erscheinungsdatum: 13. September 2015
Format: eBook (110 Seiten)
ASIN: B0143GWWIO
Preis:  0,99€

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Worum geht’s?

Der schüchterne und eher schmächtige Nick hat es in der Schule nicht gerade leicht. Ständig wird er gemobbt und gepiesackt, obwohl er einfach nur in Ruhe seine Comics lesen möchte.
Als er eines Tages zufällig einen Kometen isst, ändert sich sein Leben schlagartig. Nick wird zum Superhelden, was ziemlich cool wäre, wenn da nicht dieser ständige Durst und die fiesen Superschurken wären.

Meine Meinung zum Buch

“Basaltblitz – Geburt eines Helden” ist der erste Teil einer Kurzgeschichtenreihe um Nick und seinen Freund Be. Als Markus Tillmanns mich vor einigen Monaten anschrieb und mich fragte, ob ich sein Lesehäppchen gerne rezensieren wollen würde, war mir gar nicht bewusst, dass es sich um eine recht kurze Kurzgeschichte handelt, obwohl die Bezeichnung “Lesehäppchen” das ja schon ahnen lies.

Das Büchlein hatte ich innerhalb von zwei Stunden beendet. Ihr seht, es lässt sich richtig schnell lesen. Da dies nicht das erste Buch ist, das ich von Markus Tillmanns lese, kann ich sagen, dass sein Schreibstil gewohnt gut bleibt. Flüssig und humorvoll wird der Leser auch durch dieses Werk des Autoren geleitet.
Allerdings hat Tillmanns auch eine ganz besondere Art zu schreiben und sich Themen für seine Bücher auszusuchen. Ich habe bereits sein erstes Werk “Teufel” gelesen und war auch bei diesem Buch recht zwiegespalten. Mit Balsaltblitz geht es mir ähnlich.
Der Schreibstil ist super, die Idee an sich interessant und ganz witzig, aber auch hier bin ich mit der Umsetzung nicht ganz zurecht gekommen.

Nick ist schüchtern, sehr schmal gebaut und dadurch leider ein permanentes Mobbingopfer. Das Thema Mobbing hier einfließen zu lassen, finde ich ganz toll und die Botschaft zwischen den Zeilen ist genau das, was mich an diesem Buch gefreut hat. Doch die Geschichte an sich wurde mir einfach zu abstrus. Nick isst einen Kometen, entdeckt seine Superkraft und hat plötzlich den Drang Blut zu trinken. Das war mir einfach zu vampirig, zu weit hergeholt, zu unglaubwürdig, obwohl es Fantasy ist. Ich hatte beim Lesen nicht nur einen “Was zum…?!” – Moment.

Markus Tillmanns gehört für mich zu den Autoren, deren Art und Stil man mögen muss, um mit seinen Büchern zurecht zu kommen. Ich scheine leider nicht dazuzugehören. Aber ich bin mir sicher, dass es viele Menschen geben wird, die er mit seinen Büchern begeistern kann.

Fazit

Eine Kurzgeschichte für Markus Tillmanns Fans und Leser, die auf abgefahrene Geschichten stehen. Mir persönlich war die Geschichte zu abstrus, obwohl mir der Schreibstil, wie immer, sehr gut gefallen hat.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

[Rezension] In die Finsternis von Scott McLeary

In die Finsternis

Titel: In die Finsternis
AutorIn: Scott McLeary
Verlag: epubli GmbH
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2015
ISBN: 978-3737542388
Format: eBook (348 Seiten)
Preis: 2,99€

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Leseprobe

Worum geht’s?

Als die Anomalie am Himmel erschien, ahnten die Gambrianer nicht, dass viele von ihnen dem Tod geweiht waren. Aus welcher Welt die Bestie stammte, vermochte niemand zu sagen, doch sobald sie ihren Fuß auf die Planetenoberfläche gesetzt hatte, begann das Sterben. Die Streitkräfte Gambrias erlitten schwerste Verluste, und letztendlich mussten sie erkennen, dass sie niemals zuvor einem Feind wie diesem gegenübergestanden hatten. Erst als die gesamte gambrianische Zivilisation am Rande der Auslöschung stand, gelang es in einer verzweifelten Operation, die Bestie gefangen zu nehmen. Jahrmillionen später – auf der Erde tobt der Erste Weltkrieg – wird eine französische Spezialeinheit in Marsch gesetzt, um das Geheimnis einer deutschen Ausgrabung zu ergründen. Wonach haben die Deutschen gesucht, und warum sind sie so plötzlich verschwunden? (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Scott McLeary ist über rezi-suche.de auf uns aufmerksam geworden und hat gefragt, ob wir nicht Lust hätten, zu seinem Werk “In die Finsternis” eine Rezension zu schreiben. Da Miriam zu dem Zeitpunkt gefühlt schon zu viele Bücher auf dem SUB liegen hatte (was eigentlich immer der Fall ist) und das Thema des Buches mehr zu mir zu passen schien, habe ich es mir gleich gegriffen. Und siehe da: Was für eine interessante Geschichte! Ich liebe Genre-Mixes! Als Beispiele wären da zu nennen: Der dunkle Turm von Stephen King (Western/Horror/Thriller/Romance/Roadtrip/SciFi/Fantasy), die Anime-Serie Cowboy Bebop (Western/SciFi) oder auch die TV-Serie FireFly (Western, SciFi). Hm… hier ist klar ein Muster erkennbar. Und so viel sei gesagt: Einen Western findet man in Scott McLeary’s “In die Finsternis” nicht. Dafür aber eine Menge Zeitsprünge. Und an dieser Stelle möchte ich auch direkt meine erste Kritik äußern:

Zeitsprünge sind cool. Ich steh’ da voll drauf. Aber wenn sie zu verwirren beginnen, dann ist es nur noch ein schmaler Grad zwischen Weiterlesen und Weglegen. Und das kann bei mir – im Gegensatz zu Miriam – schon mal passieren. In diesem Buch war der Grad wirklich schmal. Die Zeitlinie springt im Wesentlichen zwischen einer tiefen Vergangenheit der Erde und der gegenwärtigen Handlung – in diesem Fall während der erste Weltkrieg tobt. Innerhalb dieser Linien wird aber z.T. heftig weitergesprungen und dabei auch ineinander verschachtelt. Für ein so überschaubares Buch mit seinen ca. 350 Seiten ist das aus meiner Sicht zu viel. Die Geschichte ist dafür aber faszinierend. Die Idee, dass es vor Jahrmillionen bereits eine fortschrittliche Zivilisation gab, deren Hinterlassenschaften Auswirkungen auf unsere Zeit haben, ist genial. Nicht neu (ich meine z.B. dass sogar Dean R. Koontz sich dieses Themas bedient hat), aber nichts desto trotz spannend! Noch interessanter sind dabei die Zusammenhänge, die sich erst im Laufe des Buches nach und nach offenbaren.

Mir ist dabei aufgefallen, dass das Buch sich neben dem SciFi-Einschlag phasenweise stark in plastischen Beschreibungen recht brutaler Kriegsszenen zu verlieren droht. Interessanterweise empfand ich beim Lesen gerade diese Szenen als authentisch und mein Lesetempo nahm dabei jedes Mal zu. Ohne mit blumigen Adjektiven zu übertreiben, reißt McLeary einen hier mitten in das Geschehen. Leider gelingt es ihm dabei aber nicht vollendst, die Charaktere auf eine Art zu entwickeln, dass man beginnt, ernsthaft mit ihnen zu leiden. Das mag aber auch daran liegen, dass um die Kriegsszenen herum der SciFi-Anteil aus meiner Sicht zu hohl wirkt. Da fehlt wirklich Inhalt. Die Entwicklung ist mir zu naiv, zu leicht, zu schnell. Die Erklärungen zu platt und in Teilen vollkommen unglaubwürdig. Die Entwicklung steht dabei im völligen Kontrast zu den Schilderungen der Kampfhandlungen.

Nichtsdestotrotz konnte ich den Lesefluss aufrecht erhalten und das Buch in insgesamt gerade mal zwei Tagen durchlesen (was für mich schon ein enormes Tempo ist). Das Ende hat mich wiederum gepackt und ich scheue mich nicht, zuzugeben, dass die Szenen zum Ende des Buches hin mir ein wenig die Augen haben feucht werden lassen. Das hat mich überrascht und zugleich gezeigt, dass Scott McLeary ein Autor ist, den man im Auge behalten sollte. Ich spüre hier viel Potential und würde mich freuen, auch von anderen zu hören, was sie von diesem Buch halten.

Fazit

Drei Sterne wären mir zu wenig, denn in Summe hat mir das Buch viel Spaß gemacht und die Idee und gerade das Setting mitten im ersten Weltkrieg fand ich außergewöhnlich. Leider reicht es aufgrund der oft eher oberflächlichen und z.T. naiven Handlungsstränge nicht ganz für die vier Sterne, weshalb ich guten Gewissens dreieinhalb vergebe.

Was ich dem Autor noch sagen wollte

Es gibt eine SciFi Saga aus Deutschland, die sich auch oft Naivität verwerfen lassen muss: Perry Rhodan. Der Grund dafür, dass der Stil hier eher akzeptiert wird, ist einfach: Zum einen wurden die ersten Romane in den 60’ern des letzten Jahrhunderts geschrieben (da gab es noch keine Kings, Schätzings oder Grishams) und zum anderen gehört es zum Konzept der Serie. “In die Finsternis” (ist übrigens jemandem aufgefallen, dass die englische Übersetzung des Titels verblüffend einem aktuellen Startrek-Titel ähnelt?) sucht seine Identität allerdings in einer komplexen Verstrickung verschiedener Zeitlinien und detailliert ausgearbeiteter Kampfhandlungen, umklammert mit einer spannenden Science Fiction Rahmenhandlung. Es hätte dem Buch aus meiner Sicht gut getan, letzterem mehr Authentizität zu verleihen.

[eBook Tipp] Kostenloses eBook mit sehr guten Rezensionen

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Kostenlos beim großen A

 

Natürlich kämpft Alelia, um ihren kleinen Bruder in der Wüste zu retten. Jeder hätte es getan. Doch dann trifft sie eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.
Warum sollte der fünzehnjährige Bakoo ein schlechtes Gewissen haben, Aelia und die anderen zu hintergehen? Seit dem Überfall vor vielen Jahren hasst er die Wüstennomaden. Und natürlich ist er bereit, für eine Karriere als Avoca-Jockey alles zu tun – auch zu lügen. Der mächtige Jurlan hat es schließlich angeordnet.
Doch das Leben von Alelia und Bakoo ist untrennbar miteinander verwoben. Findet Bakoo die ersehnte Anerkennung als Avoca-Jockey in der Arena von Gazmata? Gelingt es Alelia ihren kleinen Bruder zu retten?

[Neu im Bücherregal] Meine elektronischen Neuzugänge

Ihr habt richtig gelesen…ich muss einen ganzen Neuzugänge-Post nur meinen elektronischen Schätzen widmen, da sich in den letzten Monaten wieder einmal recht viele angesammelt haben.
In diesem Beitrag präsentiere ich euch meine gesammelten Werke aus dem Juli, August und September. Die meisten davon habe ich gekauft, das ein oder andere ist aber auch kostenlos bei mir eingezogen.

Wie immer kommt ihr durch einen Klick auf den Buchtitel zur Verlags- oder Amazonseite des jeweiligen Buches, für mehr Infos wie Klappentexte etc.

Im Juli eingezogen sind:

eBooks Juli 2015

Landsby  & Landsby – Zerbrochene Träume von Christine Millman

Landsby, der erste Band ist mir schon vor einiger Zeit in einer Aktion aufgefallen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich ihn mir dann doch nicht gekauft. Vor Kurzem ist dann der zweite Band: Zerbrochene Träume herausgekommen und beide Bücher gabe es für jeweils 99 Cent. Also habe ich zugeschlagen und nun schlummern sie auf meinem Kindle.

Alice in Zombieland – Off with their heads von Gena Showalter

Wie das so ist, wenn man mal beim großen A bei den englischen eBooks stöbert… Dieses Buch sollte dem ein oder anderen bereits bekannt sein und als ich es in der englischen Version für nur 0,49€ gesehen habe, konnte ich einfach nicht widerstehen und habe es gekauft. Im Übrigen kostet es immer noch nur 49 Cent. Also ran an den Speck, wenn ihr Interesse habt. Smiley

The Jewel von Amy Ewing

Wenn man stöbert, bleibt es selten bei nur einem Buch, als durfte auch die englische Version von The Jewel bei mir einziehen und das für nur 36 Cent!! Es ist weiterhin günstig für nur 0,69€ zu haben und es gibt irgendwie auch eine andere Version des eBooks für nur 0,49€. Ich habe allerdings keine Ahnung, was der Unterschied ist, außer dem offensichtlich anderen Cover.

End of Days von Susan Ee

Das letzte eBook, das bei mir im Juli eingezogen ist, ist auch ein englisches. Nachdem ich bereits den ersten Teil für 99 Cent ergattern konnte, konnte ich nicht umhin, mir den dritten Teil ebenfalls für 0,99€ zu kaufen. Ja, mir fehlt Band 2, aber den werde ich mir auch noch zulegen, wenn ich Band 1 gelesen habe. Zwinkerndes Smiley

 

Im August eingezogen sind:

eBooks August 2015

Shadow Falls Camp – Geboren um Mitternacht von C.C. Hunter

Den ersten Band der Shadow Falls Camp-Reihe habe ich schon gelesen. Er kam damals aber als Wanderbuch zu mir, hat mir aber so gut gefallen, dass ich ihn gerne besitzen wollte. Als er dann in einer Preisaktion für 3,99€ zu haben war, habe ich ihn mir natürlich gekauft. Vor allen Dingen möchte ich die Reihe gerne weiterverfolgen und da kommt es mir gerade Recht, Band 1 erneut lesen zu können.

Plötzlich Fee – Sommernacht von Julie Kagawa

Auch dieses Buch stand gefühlte Ewigkeiten auf meiner Wunschliste, bevor ich es ebenfalls in einer Aktion beim großen A für 3,99€ ergattern konnte.

Zeitenzauber – Die goldene Brücke von Eva Völler

Band 1 habe ich damals auch bei einer Aktion günstig ergattern können und habe mich riesig darüber gefreut, dass es nun auch den zweiten Band für 3,99€ zu kaufen gab.

Im September neu hinzugekommen sind:

eBooks September 2015

Promise – Die Bärentöterin von Maya Shepherd

Dieses Buch gab es kurze Zeit kostenlos beim großen A und da es echt interessant klingt und ich von Maya Shepherd schon viel Gutes gehört habe, durfte es auf meinem Kindle einziehen.

Das Dunkle an unserer Seite – Die letzte Hoffnung von Bianka Mertes

Auch dieses Buch gab es für kurze Zeit kostenlos. Aufmerksam wurde ich durch ein Posting der Autorin selber auf Facebook. Danke dafür. Smiley

Herzklopfen in Nimmerland von Anna Katmore

Und auch dieses Buch habe ich kostenlos ergattern können, wie immer eine kurze Aktion beim großen A. Es gibt doch recht häufig einige Schätze in solchen Aktionen zu entdecken.

Shadow Falls Camp Band 2 & 3 von C.C. Hunter

Was habe ich mich darüber gefreut, dass es Band zwei und drei ebenfalls in einer Aktion für nur jeweils 3,99€ zu kaufen gab. So habe ich die ersten drei Bände recht günstig geschossen und kann mich hoffentlich bald an die gesamte Reihe wagen.

Bad Romeo& Broken Juliet- Wohin Du auch gehst von Lisa Rayven

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Titel: Bad Romeo& Broken Juliet – Wohin Du auch gehst
Autor: Leisa Rayven
Übersetzer: Tanja Harmer
Verlag: Fischer E-Books
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2015
Format: eBook (ca. 419 Seiten)
ASIN: B00WTIDKA8
Preis: 12,99€

zum Buch

Leseprobe

 

Worum geht es ?

Gegen den Willen ihrer Eltern führt es Cassandra Taylor und Ethan Holt an eine der berühmtesten Schauspielakademien der USA. Bereits das erste Vorsprechen der beiden hat etwas Magisches. Sie spielen zusammen, als ob sie sich schon viele Jahre kennen und zusammen arbeiten würden. Zwischen ihnen herrscht eine Anziehungskraft, die weder einstudiert noch erklärbar ist. Und so kommt es, wie es kommen muss. Sie bekommen die Hauptrollen in der wohl größten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten unserer Zeit: Romeo und Julia. Obwohl sie auf der Bühne so perfekt zusammen passen, klappt es auf privater Ebene überhaupt nicht. Sie finden keinen Zugang zueinander, verstehen den anderen ständig falsch und scheinen sogar genervt voneinander zu sein. Aber irgendetwas ist da zwischen ihnen, und diesem starken Gefühl zueinander können sie sich nicht entziehen. In den folgenden Jahren werden sie immer wieder in vielen weiteren Liebesgeschichten besetzt. Sowohl die Macher als auch die Zuschauer sind von der Art, wie sie miteinander spielen, begeistert und werden von den beiden Schauspielern in ihren Bann gezogen. Mit jedem Vorhang, der fällt, werden Cassie und Ethan tiefer in das Wunder der Liebe hineingezogen. Werden sie es schaffen, sich ihren Gefühlen auch privat hinzugeben?

Meine Meinung zum Buch:

Bad Romeo & Broken Juliet: Wirklich große Liebesgeschichten haben kein Happy End. Sie enden nie. – Das emotionalste Buchprojekt des Jahres: mitreißend, sexy, verhängnisvoll.

Was soll ich sagen, wenn ich solche Sätze auf einem Buchrücken lese? Ganz klar – muss ich unbedingt lesen. Ich mag Liebesgeschichten so gerne und Romeo und Julia ist ohne Frage eine der Schönsten und Traurigsten zugleich. Ich muss natürlich ehrlicherweise zugeben, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich nun unbedingt eine weitere “Bad Boy trifft Good Girl”-Geschichte lesen möchte? Ich habe so viele dieser Geschichten gelesen und bin ehrlich gesagt sehr skeptisch wie lange mir solche Art von Büchern noch gefallen werden. Irgendwie ist doch immer alles gleich. Zumindest war es bislang so. Ich freue mich euch erzählen zu können, dass es bei diesem Buch anders ist. Es ist vielmehr eine wunderschöne Liebesgeschichte zweier Menschen, die gegen und mit ihren Ängsten und Sehnsüchten kämpfen und die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihren Traum zu verwirklichen.

Die Autorin beschreibt mit viel Liebe zum Detail die unglaubliche Anziehungskraft zwischen Cassandra und Ethan. Ihr Lampenfieber, die Angst vor dem Vorspielen, der große Auftritt. Alles ist so schön erzählt, dass man als Leser selber ein Teil dieser Geschichte wird und ihre Ängste und Sorgen teilt, sie vielmehr sogar fühlt. Ich habe mich in Cassie gleich verliebt, sie ist stark und taff. Weiß was sie will und lässt sich auf ihrem Weg auch nicht beirren. Macht anderen Mut, obwohl sie selber ängstlich und unsicher ist.
Das Buch ist aus der Sicht von Cassie geschrieben und findet in zwei Zeitebenen statt. Zum einen das Kennenlernen der beiden und Cassies und Ethans Ausbildungsjahr, zum anderen 6 Jahre später, nachdem sie nach vielen getrennten Jahren wieder aufeinander treffen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den beiden Protagonisten, andere Charaktere treten immer mal wieder in Erscheinung, sind aber meiner Meinung eher unbedeutend. Der verwendete Schreibstil ist locker und flüssig. Von mir aus hätten sie Kapitel ein kleines Bisschen kürzer sein können, aber das ist wirklich nur meine persönliche Vorliebe und tut der tollen Geschichte keinen Abbruch. Ich habe mich schon nach ein paar Kapiteln sehr wohl gefühlt und mich auf das Weiterlesen gefreut.
Aufmerksame Leser meiner Rezensionen wissen wahrscheinlich schon, dass ich Wert darauf lege nach ca. 50 Seiten ein Teil der Geschichte zu sein und mich mit ihr verbunden fühlen möchte. Das ist bei diesem Buch auch der Fall gewesen.

Natürlich geht es auch nicht ganz ohne eine Kritik. Die Geschichte von Cassie und Ethan ist so wunderschön und detailliert beschrieben und als die Geschichte dann endlich ihren Höhepunkt erreicht und das Herz des Lesers endgültig in Flammen steht, endet es leider völlig abrupt. Nach dem letzten Wort saß ich mit dem eBook in den Händen da und dachte: huch und nun? Ich war fast etwas enttäuscht, dass so viele Fragen offen blieben. Natürlich macht ein toller Cliffhanger Lust auf ein sofortiges Weiterlesen, aber ich hätte mir in diesem Fall gewünscht, noch ein paar mehr Hintergründe zu erfahren.

Fazit:

Leisa Rayven hat einen wunderschönen Liebesroman geschrieben, mit tollen Protagonisten, die einem sofort ans Herz wachsen. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil, der ja glücklicherweise schon bald erscheint. Ich habe mit Cassie und Ethan gelitten und war glücklich darüber ein “Zuschauer” ihrer Liebesgeschichte sein zu dürfen.

Ich gebe “Bad Romeo & Broken Juliet” sehr gute 4 von 5 Sternen.