Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Das Leben und sein hinterhältiger Plan von Sarah Saxx

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Titel: Das Leben und sein hinterhältiger Plan
AutorIn: Sarah Saxx
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2016
Format: eBook (372 Seiten)
ASIN: B01A9EA67S
Preis: 3,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Du kannst dir vornehmen, was du willst. Das Leben hat seinen eigenen Plan
Luna ist eine ehrgeizige Schülerin und zählt zu den besten Weitspringerinnen Kaliforniens. Eigentlich verläuft ihr Leben perfekt – immerhin überlässt sie nichts dem Zufall. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein und der gut aussehende ­Jasper bringt sie mit seinen flüchtigen Berührungen und seinem Zwinkern ­völlig aus dem Konzept. Dabei steht nicht nur der Highschool-Abschluss an, sondern auch die wichtigste sportliche Entscheidung ihres Lebens.
Vergebens versucht sie, sich darauf zu konzentrieren, doch Jasper hat sich längst in ihr Herz geschlichen. Gerade als sie bereit ist, sich auf ihre Gefühle einzulassen, reißt das Leben ihr den Boden unter den Füßen weg. Luna verliert den Glauben an sich, an Jaspers Zuneigung und an die Gerechtigkeit des Schicksals.
Kann es überhaupt noch eine Chance für ihre Liebe geben? (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Franzi, eine meiner Bloggerfreundinnen, hat auf ihrem Blog regelrecht von diesem Buch geschwärmt. Was liegt also näher, als ein Buch zu lesen, das einem wärmstens empfohlen wurde und wo der Klappentext auch noch sehr interessant klingt?

Am Anfang des Buches lernen wir Luna kennen. Eine sehr zielstrebige junge Leistungssportlerin. Sehr ehrgeizig arbeitet sie auf einen sehr guten Highschool-Abschluss hin und gleichzeitig bringt sie Höchstleitungen beim Weitspringen. Als eine der Besten Kaliforniens, spielt sie ganz vorne mit.
Kurz darauf tritt Jasper in ihr Leben und die eben noch so sympathische Luna hat leider angefangen mir ein wenig auf den Keks zu gehen. Jasper, der im Vergleich zu Luna eher sorglos und unbeschwert zu sein scheint, treibt das ehrgeizige Mädchen schier in den Wahnsinn.

Ich mochte Jasper, von seiner ganzen Art her, auch wenn er scheinbar den Wohlfühlbereich seiner Mitmenschen (zumindest den von Luna) nicht zu respektieren scheint, da er immer wieder darin eindringt. Im Übrigen eine der Formulierungen, die mir in diesem Buch zu häufig vorgekommen ist. Irgendwann hat sie begonnen mich zu nerven, weil die Autorin sie gefühlt ständig wiederholt hat.
Jasper ist ein sehr sympathischer junger Mann, der sehr feinfühlig und mit viel Tiefe gezeichnet wurde. Nachdem Luna sich endlich ihre Gefühle für Jasper eingestanden hat, wird auch sie wieder sympathischer und hat aufgehört mich zu nerven.

Beide Charaktere machen im Laufe des Buches eine enorme Wandlung mit, wobei die von Jasper noch stärker ist als die von Luna. Ich finde es immer schön, wenn Charaktere sich entwickeln und der Autor dafür sorgt, dass diese Entwicklung auch authentisch bleibt.

Der Titel “Das Leben und sein hinterhältiger Plan” suggeriert eine emotionale, tiefgreifende Geschichte, die mindestens einen Schicksalsschlag parat hält. Den Schicksalsschlag gibt es auch, allerdings ist der Leser erst einmal gut 2/3 des Buches damit beschäftigt die beiden Protagonisten in ihrer Kennenlernphase zu begleiten – von “Lass mich in Ruhe!” bis hin zu “Du bist das beste, was mir je passiert ist!”. Es ist schön zu lesen, doch ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Tut es dann auch, aber so richtig emotional hat es mich nicht mitgenommen. Da hätte ich mir insgesamt mehr Tiefgang gewünscht. Mag auch sein, dass meine Bindung (gerade zu Luna) nicht stark genug war und ich so nicht so viel gefühlt habe beim Lesen.

Das Buch selber ist recht simpel geschrieben. Schön zum Zwischendurchlesen, was mir momentan sehr gelegen kommt, doch ab und an war es mir zu simpel formuliert. Vielleicht konnte ich auch deshalb nicht so starke Gefühle für die Protagonisten aufbauen.
Der Schreibstil ist auf jeden fall locker leicht und flüssig. Für den ein oder anderen vielleicht zu leicht – wie immer ist das Geschmackssache.

Fazit

“Das Leben und sein hinterhältiger Plan” ist ein angenehmes Buch für Zwischendurch. Keine zu schwere Kost, obwohl der Titel einen das vielleicht erwarten lässt. Die Geschichte von Luna und Jasper ist authentisch erzählt und begeistert bestimmt die ein oder andere Leserin, vielleicht auch den ein oder anderen Leser, wenn dieser auf Liebesgeschichten steht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

[Gemeinsam Lesen] #64

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden.  Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam-Lesen Logo!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese zur Zeit “Das Leben und sein hinterhältiger Plan” von Sarah Saxx und bin bei 72%.

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Du kannst dir vornehmen, was du willst. Das Leben hat seinen eigenen Plan
Luna ist eine ehrgeizige Schülerin und zählt zu den besten Weitspringerinnen Kaliforniens. Eigentlich verläuft ihr Leben perfekt – immerhin überlässt sie nichts dem Zufall. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein und der gut aussehende ­Jasper bringt sie mit seinen flüchtigen Berührungen und seinem Zwinkern ­völlig aus dem Konzept. Dabei steht nicht nur der Highschool-Abschluss an, sondern auch die wichtigste sportliche Entscheidung ihres Lebens.
Vergebens versucht sie, sich darauf zu konzentrieren, doch Jasper hat sich längst in ihr Herz geschlichen. Gerade als sie bereit ist, sich auf ihre Gefühle einzulassen, reißt das Leben ihr den Boden unter den Füßen weg. Luna verliert den Glauben an sich, an Jaspers Zuneigung und an die Gerechtigkeit des Schicksals.
Kann es überhaupt noch eine Chance für ihre Liebe geben? (Quelle)

 

 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Wer denkt, das Schlimmste an meiner Genesungsphase seien die Schmerzen, der lange Krankenhausaufenthalt von inzwischen vierzehn Tagen oder das fad schmeckende Essen auf der Station, der hat sich geirrt.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

eBooks lesen sich mit Kind auf dem Bauch eindeutig besser als Printexemplare. Daher habe ich mir vorgenommen einige meiner gekauften eBooks endlich mal zu lesen und habe mir dieses Buch ausgesucht, da Franzi  von Griinsekatzes Leseecke sehr davon geschwärmt hat. Nur wegen ihr habe ich es mir gekauft.
Und ich kann sagen, dass es mir auch gut gefällt. Es lässt sich einfach und schnell lesen und auch wenn ich mittendrin unterbrechen muss, komme ich schnell wieder rein, wenn ich das Lesen irgendwann wieder aufnehmen kann. Ich muss allerdings auch sagen, dass mir das Buch teilweise ein wenig zu einfach geschrieben ist und die Geschichte insgesamt zu simpel. Ich glaube aber, dass ich gerade an dem Punkt angelangt bin, an dem etwas mehr Tiefe in die Geschichte kommt und bin schon ganz gespannt darauf, wie es weiter geht.

4. Haben Autoren bei dir Star-Charakter?

Nein. Nicht mal Stars haben Star-Charakter bei mir. Ich bin kein Fangirl. Ich konnte mit diesem Fantum noch nie etwas anfangen und werde es vermutlich auch nicht mehr. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich Autoren nicht so leicht anspreche oder anschreibe wie beispielsweise andere Blogger. Eine kleine (manchmal größere) Hemmschwelle habe ich also doch. Aber nicht weil ich denke, dass Autoren unerreichbar sind (wie die meisten Stars), sondern, weil ich grundsätzlich nicht stören möchte. Ich denke mir, dass (bekannte) Autoren eh schon diverse Anfragen/Mails etc. bekommen, dass ich da nicht auch noch “stören” muss.

Wie steht ihr dazu Autoren einfach so mal anzuschreiben? Seid ihr auch etwas gehemmt, wie ich oder geht ihr völlig locker damit um?

[Rezension] Extraleben von Constantin Gillies

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Titel: Extraleben
AutorIn: Constantin Gillies
Verlag: CSW-Verlag
Erscheinungsdatum: August 2011
ISBN: 978-3-9811417-5-7
Format: Broschur (352 Seiten)
Preis: 16,95€
zum Buch
Leseprobe (Kindle Ausgabe)

Worum geht’s?

Eigentlich wollen Nick und Kee nur ihren Commodore 64 abstauben. Noch einmal in die Welt von Space Invaders, Pac-Man und Donkey Kong zurückreisen. Doch der Nostalgietrip endet mit einer Überraschung: In einem Spiel aus den Achtzigern entdecken die alternden Joystickhelden eine geheime Botschaft. WELCOME TO DATACORP. Plötzlich erwacht der alte Hackerinstinkt wieder. Die Freunde gehen im Dschungel der Bytes auf die Jagd – und entdecken eine weitere Spur: Sie führt nach Iowa, mitten in die amerikanische Provinz. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Von der digitalen Schnitzeljagd magisch angezogen, tritt das Duo die Reise in die USA an. Für die Hobby-Computerarchäologen beginnt eine Odyssee um die halbe Welt – und durch die Geschichte der Games. Doch am Ende geht es in dem Spiel um viel mehr als nur den nächsten Highscore. (Quelle)

Vorwort

Extraleben habe ich bereits als Hörbuch gehört. Gesprochen wird der Protagonist Kee, aus dessen Ich-Perspektive erzählt wird, von David Nathan. Sein Kollege, bester Kumpel und ewiger Beifahrer Nick, von Simon Jäger. Ich fand die Kombination extrem spannend und bin über das Buch gestolpert, als ich ausdrücklich auf der Suche nach Hörbüchern war, in denen sich die Geschichten um die 80’er Jahre, den Commodore 64 und der nostalgischen Aura drehen, die die Vergangenheit zumeist umgibt. Kurzum: Ich bin 38 Jahre alt und steuere augenscheinlich auf die Midlife-Crisis zu. Nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, musste ich noch Band 2 und 3 der Trilogie lesen, gefolgt von Retroland: Extraleben IV. Diese Rezension schreibe ich, nachdem ich einige Monate später auch das Buch zu Extraleben Band 1 gekauft und es gelesen habe. Es ging einfach nicht anders! Insbesondere, nachdem ich mir vor kurzem mit dem WiModem eine C64-Erweiterung angeschafft hatte, mit der es möglich ist, mit dem 8-Bit Computer der 80’er online zu gehen, Bulletin Board Systeme über das Internet anzurufen und sogar Spiele online zu spielen. Ich war wieder “drauf”… und Extraleben war das ideale Begleitbuch!

Meine Meinung

Und nach nur wenigen Seiten las ich:

“Ich bin nicht retro, sondern actro”, behauptet Nick steif und fest und erzählt dann – als ob das ein Beweis wäre –, dass er mit seinem Commodore 64 jetzt auch online ist. Mit seinem C64! Aber im Grunde genommen weiß er, dass er in der Vergangenheit lebt, und fühlt sich auch wohl dabei.

Und irgendwie geht es mir ganz ähnlich. Und genau deshalb zieht mich die Extraleben Trilogie in seinen Bann: Es geht um die beiden Mittdreißiger Nick und Kee, die in ihrem Job unterfordert sind und in ihrer Freizeit ausschließlich in der Vergangenheit zu leben scheinen. Sie trinken nach Feierabend ein Bier zusammen, spielen auf uralten Konsolen uralte Spiele und werfen sich Zitate aus uralten Filmen um die Ohren. Sowieso muss ich sagen, dass die beiden hoch gebildet erscheinen. Da folgt ein Querverweis dem anderen und ehe man sich versieht, weiß man als Leser alles über den Commodore 64, Mainframe Systeme, ausgestorbene Betriebssysteme, Programmiersprachen und und und. Und das beste daran: Fast jede dieser ollen Kamellen ist mit spannenden Hintergrundgeschichten unterlegt, wer wann wo auf welche Idee zuerst kam, durch wen sie abgekupfert wurde und wieso dieses oder jenes zum Misserfolg verdammt war oder eben halt auch nicht. Der Stil, in dem Gillies schreibt, ist dabei herrlich politisch unkorrekt. Das kann er sich auch leisten, da er viel mit den Zeiten spielt und es keinen Sinn ergibt, die heutige Political Correctness über Geschehnisse der 80’er zu stülpen. Kurzum: Er spricht die Dinge so aus, wie sie waren und ganz ehrlich: Extraleben fühlt sich von Anfang bis Ende an, wie nach Hause zu kommen. Loszulassen. Sich zu erinnern. Gillies hat es geschafft mit den unendlich vielen Anekdoten das Gefühl meiner eigenen Kindheit wieder aufleben zu lassen. Interessanterweise kamen fast ausschließlich die positiven Erinnerungen wieder.
Die Geschichte selbst beginnt an Fahrt aufzunehmen, als Nick und Kee in einem alten C64 Spiel – Raid over Moscow – über einen Bug stolpern, der das Spiel unspielbar zu machen scheint. Statt – wie sonst üblich – die Kassette (ja, genau: Kassette) wegzuwerfen, analysieren sie den Quellcode des Spieles (man hat ja nichts besseres zu tun) und stoßen auf eine geheime Botschaft der Datacorp. Von da an entwickelt sich eine Schnitzeljagd quer über den Globus und es ist dabei völlig egal wie realistisch oder unrealistisch die Idee wirkt: “Zwei Computernerds und Oldtimer stolpern über geheime Botschaften versteckt in Retro-Spielen und machen sich auf, das Geheimnis zu lüften!”, es macht einfach höllisch Spaß, diesem Trip zu folgen und gefühlt beinahe dabei zu sein, wie die Freunde ein Puzzleteil nach dem anderen aufdecken.
Manch einem mag die Detailtiefe der Anekdoten und der spezielle Fokus auf die Nerdkultur der 80’er zu viel sein. Allerdings ist es so, dass Gillies mit Extraleben nicht nur die Computer-Subszene wieder auferstehen lässt, sondern ganz nebenbei alle Gefühle der Kindheit wieder hervorzaubert. Ob es der Urlaub mit den Eltern am Meer ist, die Fahrt mit dem alten Käfer, der Geruch der Sonnenmilch auf der Haut während im Radio das erste Mal den One-Hit-Wonder von Spliff spielt oder die TV-Abende von Serien wie Miami Vice geprägt waren und man sich wünschte, sich wie Sonny Crockett ins Cabriolet zu schwingen und braungebrannt durch die Florida zu fahren. Es ist alles wieder da. Und zum Glück muss das Gefühl auch nicht wieder verschwinden, denn es gibt ja immerhin noch Extraleben Band zwei, drei und vier.
Dennoch. So schön der Trip in die Vergangenheit auch ist, so ist es doch die Vergangenheit. Und das gesamte Buch über spürt man, dass auch Nick und Kee das fühlen und ihre Freundschaft auf eine Probe gestellt wird. Kann man für immer in der Vergangenheit leben? Nicht nur einmal stellt Kee fest, dass sich beide immer öfter die gleichen Geschichten erzählen und sogar bereits aufgehört haben, sich darauf gegenseitig hinzuweisen. Als Leser konnte ich spüren, dass dieser Lebensabschnitt der beiden kurz davor zu sein schien, abgeschlossen zu werden und das Gefühl bei dieser Erkenntnis legt einen leichten Schatten der Traurigkeit über den Flair der wonnigen Nostalgie. Alles geht irgendwann zu ende. Und trotzdem ist es eben jene Vergangenheit, die der Geschichte von Nick und Kee zum krönenden Abschluss von Extraleben Band 1 einen Aufwind für die Zukunft beschert. Es ist einfach unmöglich, NICHT sofort mit Band 2 weiterzumachen. Welcome to Datacorp!

Fazit

Eine unbedingte Kaufempfehlung. Nicht nur für diejenigen, die auf 64’er, Amigas, Onyx, PL/1, Basic und Samantha Fox Strip Poker stehen. Sondern für alle, die über 35 sind und das Gefühl ihrer Kindheit wieder erleben wollen und alle, die unter 35 sind und verstehen wollen, was Papa an den 80’er so toll fand. So sehr ich normalerweise nach Stilblüten suche und gerne auch Kritik übe, wo andere sagen würden: Lass mal die Kirche im Dorf!, bei Extraleben Band 1 stimmt einfach alles. Und wer heute in 2016 regelmäßig mit seinem C64 die Scorps Portal BBS anruft, um sich auf einem chinesischem virtuell gehosteten C64 mit Amerikanern über die Kunst des BBQ zu unterhalten und NICHT die Extraleben Bücher kennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. 5 von 5 Sternen!

[Kurz gesagt…] Apfelrosenzeit von Anneke Mohn

978-3-499-26894-6

 

Titel: Apfelrosenzeit
AutorIn: Anneke Mohn
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2014
ISBN: 978-3-499-26894-6
Format: Taschenbuch (320 Seiten)
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht's

Vier Freundinnen. Ein Haus. Und ein Wochenende, das alles verändert.
Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln – denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war. (Quelle)

Lesegrund

Anna, eine Freundin von mir, drückte mir das Buch vor Mooonaten mal mit dem Satz: “Hier, lies mal. Ich hab’s an einem Tag verschlungen, liest sich echt gut.” in die Hand und lieh mir das Buch aus. Leider musste das Buch diverse Monate bei mir im Bücherregal warten, bevor ich es in die Hand genommen habe, da ständig Rezensionsexemplare “dazwischen gekommen” sind.

Charaktere

Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten – alles unterschiedliche Charaktere, die gut gezeichnet wurden. Sie sind nicht zu flach beschrieben worden, aber sehr viel Tiefe besitzen sie auch nicht. Ein gutes Mittelding würde ich behaupten. Ich mochte alle vier, auf ihre eigene Art und Weise. Auch die “Nebendarsteller” waren mir sympathisch und ich konnte mir allesamt sehr gut bildlich vorstellen. Besonders Micha, Sannes Reitlehrer und Schmetterlinge-im-Bauch-Verursacher hatte es mir angetan. Ihn fand ich am detailliertesten gezeichnet.
Schön fand ich auch die Entwicklung, die die einzelnen Charaktere durchgemacht haben. Ich mag es grundsätzlich sehr, wenn ich in Büchern Entwicklungen deutlich wahrnehme und nicht mit großem Wohlwollen etwas erahnen muss.

Schreibstil

Hier gibt’s nicht viel zu sagen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. “Apfelrosenzeit” ist daher ein prima Buch für Zwischendurch. Man muss sich nicht großartig anstrengen beim Lesen, das Buch ist aber auch nicht plump oder anspruchslos geschrieben.

Was war doof

Eigentlich gibt es tatsächlich nur eine Sache, die ich wirklich doof fand. Und zwar wird mal eben, am Rande eingestreut, dass es sein könnte, dass Isa gar keinen normalen Autounfall hatte, sondern sich eventuell das Leben genommen haben könnte. Sanne findet Anti-Depressiva im Badezimmerschrank und zieht ihre Schlüsse…
Also…zum Einen ist nicht jeder gleich selbstmordgefährdet, nur weil er ein Anti-Depressivum schlucken muss und zweitens fand ich es unnötig diesen Mini-Strang in die Geschichte einzuflechten. Es hat nichts zur Sache beigetragen und weiter verfolgt wurde er auch nicht. Ich finde aber gerade dieses Thema wichtig genug und nicht so trivial, das man es einfach so nebenbei erwähnt und sich dann nicht mehr darum kümmert. Das hätte hier besser gelöst werden können.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war jedes Mal Teil der Geschichte, wenn ich angefangen habe zu lesen. Teilweise konnte ich nur wenige Seiten am Stück lesen, weil sich unsere kleine Maus dann bemerkbar gemacht hat. Glücklicherweise habe ich aber nie lange gebraucht, um wieder in die Geschichte zu finden, was gerade beim Lesen mit einem Säugling ein großer Pluspunkt ist.
Wer also nach einem leichten Buch für Zwischendurch auf der Suche ist, der sollte sich ruhig “Apfelrosenzeit” mal anschauen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Mirror von Karl Olsberg

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Titel: Mirror
AutorIn: Karl Olsberg
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Erscheinungsdatum: August 2016
ISBN: 978-3-7466-3234-6
Format: Broschur (400 Seiten)
Preis: 12,99€
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Leseprobe

Worum geht’s?

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen… (Quelle)

Meine Meinung

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen schon seit längerem, dass Olsberg an Mirror arbeitete. Zunächst als eine Art Reboot des Buches “Das System” geplant, stellte sich schnell heraus, dass auf Grundlage der technologischen Weiterentwicklung ein einfaches Update des zehn Jahre alten Debutwerkes von Karl Olsberg nicht genügen würde. Etwas Neues musste her. Und so war Mirror geboren. Keine Frage: Ich war schon ganz aufgeregt, als der Aufbau Verlag ein Prequel zu Mirror – Mirror Welt – ankündigte und inklusive einer Leseprobe kostenlos veröffentlichte. Das hier als Ebook erhältliche Prequel soll einem den Mund wässrig machen, was zumindest bei mir geklappt hat! Schnell wird klar, dass Olsberg mit verschiedenen Handlungssträngen spielt, die für sich genommen zunächst einmal kaum etwas miteinander zu tun zu haben scheinen. Bis auf natürlich, dass alle Charaktere über Mirror verfügen. Der Klappentext eröffnet dem Leser bereits, was diese Mirror tun: Sie wissen, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen… naja, und kommentieren somit fleißig deren Handlungen. Bis hin zu Empfehlungen, wie man sich in bestimmten Situation optimal verhalten sollte, was passende Antworten auf Fragen wären oder ob sich der Besitzer eventuell in Gefahr befindet. Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Und genau so wirken auch die ersten Kapitel. Trotz häufiger Fachbegriffe aus dem Bereich der IT im Allgemeinen wie auch der Künstlichen Intelligenz (KI) im Speziellen, bedient sich Olsberg einer in Summe eher einfachen Sprache. Insgesamt wirkt Mirror auf mich mehr wie ein Jugendbuch. Dieses Gefühl wird durch zwei Charaktere verstärkt, die zwar bereits volljährig sind, die aber aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehe, eher wie Jugendliche gezeichnet werden. Liebesgeschichte inklusive. An dieser Stelle muss ich auch leider Kritik üben: Die Funktionsweise des Mirrors, insbesondere in diesem Handlungsstrang der Geschichte, wirkt auf mich genauso unrealistisch wie die Charakterentwicklung, die die beiden durchmachen. Das sollte aber jeder für sich selbst entscheiden; vielleicht sehe ich das zu eng.
Im Vergleich zu “Das System” wirkt Mirror sowieso in Summe zu flach auf mich. Die Handlung rast förmlich. Verschiedene Pfade brechen mitten im Geschehen ab und werden nicht wieder aufgenommen und das, was die Mirrors antreibt, evolviert in Null Komma Nix zu etwas, das in gleichem Maße übermäßig intelligent und selbst erhaltend wirken soll, während es auf der anderen Seite mitunter leider aber auch ins Lächerliche abdriftet. Auch hier zeigt sich der Charakter eines Jugendbuches: Wenig Erklärung, einfach hinnehmen, ist halt so. Na gut. Wer meine bisherigen Rezensionen zu Olsbergs Büchern gelesen hat – und auch das Interview mit ihm – weiß, dass ich ein glühender Verfechter seiner Werke bin. Aber Mirror hat mich leider nicht überzeugt. Bis knapp zur Hälfte entwickelt sich noch ein gewisser Spannungsbogen, danach fällt dieser schnell ab. Ich erkenne hier viel verschenktes Potential. Das was “Das System” vor über zehn Jahren nahezu realistisch wirken ließ, funktioniert in Mirror irgendwie überhaupt nicht. Das Aberwitzige daran: Fast alle Technologien und Produkte aus dem Buch existieren schon so oder so ähnlich, bzw. die Grundlagen dafür sind bereits geschaffen. Insofern ist es eher die Verknüpfung, die Olsberg hier zieht, die aus der Gesamtheit eine eher durchschnittliche Geschichte macht.

Fazit

Wer denkt, dass die vielen Vergleiche zu “Das System” unangebracht sind, mag damit nicht ganz Unrecht haben. Allerdings gibt es im Buch selbst an verschiedenen Stellen immerhin noch Referenzen zu Olsbergs Debutroman. Von daher muss ich im Fazit leider erklären, dass sich meine Erwartung nicht erfüllt hat. Während nach “Das System” sich mit Romanen wie “Der Duft”, “Schwarzer Regen”, “Delete” und “Enter” (um einige Beispiele zu nennen) gezeigt hat, wie sich der Autor weiterentwickelt hat und immer komplexere Handlungen zu wahren Pageturnern verwandelte, wirkt Mirror auf mich wie ein Schritt zurück. Dabei fallen zwei Dinge auf: Erstens hat Olsberg seit 2012 in Summe zehn Minecraft-Romane geschrieben. Ich nehme an, dass hier der sprachliche Stil abgefärbt hat. Und zweitens: Olsberg recycled. Mindestens einer der Charaktere aus Mirror kommt mir sehr bekannt vor und auch die virtuelle Welt World of Wizardry – bekannt aus “Delete” und “Enter” ist wieder mit dabei. Im Prinzip finde ich das gut, aber ich empfand es nicht als konsequent genug. Unterm Strich betrachtet war ich dieses Mal augenscheinlich nicht die richtige Zielgruppe. Ich hätte mehr erwartet. Von daher erschließt sich mir Mirror eher als zeitgemäßer, aber etwas weich gekochter Techno-Thriller im Jugendbuchstil. Das Buch rüttelt ein wenig wach in seiner Mission über die potentiellen Risiken einer de-facto Überwachung durch Konzerne wie Google, Amazon, Microsoft & Co aufzuklären, schafft es meiner Meinung nach aber nicht, die Konsequenzen unserer freiwilligen Aufgabe der eigenen Datenhoheit authentisch zu vermitteln. Falls das das Ziel war, werte ich es als verfehlt. Falls die reine Unterhaltung im Vordergrund stand, wird sich die richtige Zielgruppe angesprochen fühlen und Spaß mit Mirror haben. Ich kann dem Roman aber leider nicht mehr als 3 von 5 Sternen geben und erhoffe mir in Zukunft eher eine Fortsetzung der SEGI-Reihe.

Randbemerkung

Mirror ist übrigens auch das erste Buch, das offiziell von der App papego unterstützt wird. Das Unternehmen Briends, das in Hamburg ansässig ist und dem Alter Ego von Olsberg – Karl –Ludwig von Wendt – gehört, hat diese App entwickelt, um es Lesern möglichst einfach zu machen, immer und überall komfortabel Bücher lesen zu können. Wenn man das kuschelige Kaminzimmer und das dicke Taschenbuch hinter sich lassen muss, genügt es, mit dieser App (unterstützt werden iPhone und Android) die aktuelle Seite abzufotografieren und schon kann man das Buch auf seinem Smartphone auch mobil weiterlesen. Dazu wird ein Teil des Buches heruntergeladen und über die App verfügbar gemacht. Briends arbeitet mit dem Aufbau Verlag daran, dieses Konzept auszubauen.

[Rezension] Der Königsberg-Plan von Alexander Weiss


Titel: Der Königsberg-Plan
AutorIn: Alexander Weiss
Verlag: Divan
Erscheinungsdatum: Mai 2016
ISBN: 978-3-86327-035-3
Format: Taschenbuch (400 Seiten)
Preis: 12,90€
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Leseprobe

Worum geht’s?

Berlin, Gegenwart. Ein mysteriöser Todesfall und ein geheimer Auftrag der Bundeskanzlerin verändern das Leben des Kunstrechtsexperten Benjamin Parker auf dramatische Weise: Gemeinsam mit der Journalistin Zoé Velázquez muss er um jeden Preis herausfinden, was damals in Königsberg geschah. So stößt er auf einen Komplott, der Deutschland in den Grundfesten erschüttert. Eine mörderische Jagd beginnt – und als Parker sich in einem bretonischen Chateau der Wahrheit nahe wähnt, kommt ein fürchterlicher Zweifel in ihm auf: War es ein Fehler, der Kanzlerin zu vertrauen?

Meine Meinung

Bevor ich zu meiner Meinung zum eigentlichen Buch komme, möchte ich noch etwas anderes ansprechen: Der Klappentext zu “Der Königsberg-Plan” spricht nämlich davon, der Roman sei “Erschreckend realistisch, perfekt recherchiert und atemlos erzählt.”. Natürlich dient dieser Eyecatcher dazu, die richtige Stimmung aufzubauen und soviel sei vorweg genommen: Atemlos passt – wenn auch nicht auf das gesamte Buch. Aber was soll ich mit “perfekt recherchiert” anfangen? Ich verrate an dieser Stelle nicht, worin dieser geheime Auftrag besteht, die Sache ist aber die: Das Thema an sich gibt es auch außerhalb der Fiktion. Und das Buch enthält ebenfalls unfassbar viele historische Details. Nur fällt es mir bei derartigen Romanen immer schwer zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Insbesondere dieses Buch hat mir viele “Ach was!” und “Echt jetzt?!” Momente beschert und ich kann dazu nur folgendes sagen: Im Anschluss an dieses Buch werde ich eine Zeit lang damit beschäftigt sein auf ZDF Info Dokumentationen zu sehen, Wikipedia Artikel zu lesen und das ein oder andere Geschichtsbuch zu wälzen. Denn wenn ich eines nicht mag, dann, andere zu fragen: “Wusstest Du eigentlich, dass der BND in Wirklichkeit….” und als Antwort zu bekommen: “Das glaubst Du echt? Kann es sein, dass Du hier einen Roman mit einem Geschichtsbuch verwechselst?”.
Genug geschwafelt. Aber man merkt diesen Gedanken bereits an, dass mich das Buch gepackt hat. Und das hat es wirklich. Es ist rasant geschrieben und geprägt von den Erlebnissen zweier Protagonisten, die auf ungewöhnliche Weise zueinander finden. Benjamin Parker wird als Kunstrechtsexperte in den Sog einer haarsträubenden Verschwörung gezogen (von niemand geringerem als der Bundeskanzlerin selbst) und Zoé Velázquez wittert auf der einen Seite als Journalistin zwar eine Pulitzerpreis verdächtige Story (auch wenn das so nie erwähnt wird), folgt Benjamin aber tatsächlich aus ganz anderen Interessen und ist zudem aus Gründen in die Geschichte involviert, die erst nach und nach an die Oberfläche kommen. Der Weg der beiden führt durch ganz Deutschland und ist mitunter durchsetzt von intensiven und ausschweifenden Diskussionen über die deutsche Vergangenheit. Diese waren es auch zunächst, die mich zur Mitte des Buches haben durchhängen lassen. Nicht falsch verstehen: Der Lesefluss ist unglaublich! Die Sprache ist toll, der Stil intelligent und fordernd, das Tempo kann ich wirklich nur als rasant beschreiben. Trotzdem wurden mir die historischen Abrisse zur Mitte hin zu detailliert. Für einen Roman hat mich dieser Teil zu sehr an die Zeit erinnert, in der ich mich auf mein mündliches Geschichts-Abi vorbereitet habe.
Trotzdem ist es auch gerade dieser Teil, der Dinge offenbart, die möglicherweise allgemein bekannt sind, aber bei mir schändlicherweise noch nicht angekommen waren. Sind sie nun perfekt recherchiert oder Teil der Fiktion? In Anbetracht der Brisanz dessen muss ich ersteres annehmen, denn ansonsten würde ich als Autor solche Texte nicht veröffentlichen. Vielleicht übertreibe ich auch, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Der Spannungsbogen leidet definitiv nicht darunter. Dieses Buch ist ein klassischer Pageturner: Mit jeder neuen Seite wartet man auf neue Offenbarungen oder darauf, dass das dunkle Geheimnis endlich aufgedeckt wird. Wird es auch. Mehrmals. Aber bis zum Schluss entpuppen sich verschiedene Wege als Ablenkungsmanöver, falsche Fährten oder einfach nur wahnwitzig. Als ich nur noch wenige Seiten zu lesen hatte, baute sich sogar noch kurz vor Schluss der Gedanke auf, dass jetzt noch irgendein Hammer auf mich warten würde. Tat’s auch. Und dann war auf einmal Schluss. Und zwar auf die sinnvollste Weise, die ich mir für dieses Buch besser nicht hätte vorstellen können.

Fazit

Mir ist bewusst, dass ich mit dieser Rezension weniger auf den tatsächlichen Inhalt des Buches eingehe. Das tut der Klappentext übrigens auch nicht. Das macht das Schreiben einer Rezension übrigens so schwer, da ich nicht spoilern möchte. Daher habe ich versucht, mehr auf die Gefühle einzugehen, die dieses Buch beim Lesen vermittelt und den Stil des Autors, der übrigens nur als Pseudonym in Erscheinung tritt. Über Alexander Weiss ist bekannt, dass er 1973 geboren wurde, und in Heidelberg und New York Kunstgeschichte und internationales Kunstrecht studierte. Ich bin sicher, man kann getrost annehmen, dass viel von ihm in Benjamin Parker steckt. Nach Lesen von “Der Königsberg-Plan” habe ich auch eine Vorstellung davon, warum er das Buch unter einem Pseudonym veröffentlicht hat. Im übrigen arbeitet Weiss derzeit an einem weiteren Parker-Roman. Als Fazit kann ich nur ergänzend dazu sagen, dass ich auch den nächsten Roman lesen werde. Denn der Königsberg-Plan hat mir bereits sehr gut gefallen. Lediglich die Detailtiefe, die das Buch in der Mitte erfährt, war mir zu viel und es musste erst ein weiteres Buch in meine Hände fallen, um meine Motivation, dieses hier möglichst zügig zuende zu lesen, zu befeuern. Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, denn nach diesem intensiven Ausflug in die Geschichte habe ich den Rest des Buches förmlich verschlungen! Von daher: Eine definitive Leseempfehlung mit sehr guten 4 von 5 Sternen – allerdings auch mit der Warnung an alle, die sich nicht für deutsche Geschichte interessieren: Das könnte sich nach Lesen dieses Romans ändern. Smile

[Rezension] Zwei Seiten einer Mauer von Alexander Stapper

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Titel: Zwei Seiten einer Mauer
AutorIn: Alexander Stapper
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Format: eBook (348 Seiten)
ASIN: B019CSTGZ0
Preis: 1,99€

zum Buch

Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

»Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.«
Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät. (Quelle)

Meine Meinung

Mauern haben immer zwei Seiten. Auf der einen bieten sie Sicherheit, auf der anderen sperren sie aus. (Zwei Seiten einer Mauer)

Kratzen, röcheln, Infizierte – das alles klingt nach einem waschechten postapokalyptischen Zombieroman, doch um die wandelnden Toten geht es in “Zwei Seiten einer Mauer” nur bedingt. Vielmehr steht für den Autor die Gesellschaftskritik an erster Stelle.

Theo sitzt jeden Abend auf der Mauer. Der Mauer, die alle Gesunden vor den Infizierten schützen soll. Theo kennt gar keine Zeit ohne Mauer mehr. Er wurde lange nach der weltweiten Epidemie geboren und kennt nur die Gesellschaft und ihre Struktur, wie sie jetzt ist. Hinter der Mauer ist es sicher, vor der Mauer lauert der Tod.
Berufe werden den einzelnen Personen zugeordnet, das Essen ist rationiert und es gibt eine Ausgangssperre. Für Theo ist das Alltag. Um diesem Alltag kurze Zeit zu entfliehen, haben sich Theo und seine Freunde ein Spiel ausgedacht, das sie in den alten Ruinen der Stadt spielen. Als es eines Tages dazu kommt, dass sich die Freunde nachts, nach der Ausgangssperre herausschleichen, um eben dieses Spiel zu spielen, machen die Drei eine Entdeckung, die jede Menge Fragen aufwirft.

Wie bereits erwähnt, spielen die Infizierten in “Zwei Seiten einer Mauer” nur eine untergeordnete Rolle. Ja, sie kommen kurz vor und einer fällt sogar mal einen Menschen an, aber das war es auch schon. Wer sich menschenfressende Zombies in der Hauptrolle wünscht, der sollte weiter suchen. Meiner Meinung nach geht es Alexander Stapper mehr darum aufzuzeigen, wie sich die Gesellschaft und insbesondere einzelne Individuen verändern, wenn Struktur und Ordnung, wie wir sie kennen, nicht mehr gelten und ein neues System auf den Plan gerufen werden muss.

Gut dreiviertel des Buches geht es um Theo. Ich habe ihn auf seinen Streifzügen begleitet und machte mich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit. Im letzten Drittel taucht Theo gar nicht mehr auf und die Erzählperspektive wechselt zu einem neuen Protagonisten, der mir bis dahin allerdings völlig unbekannt war. Das hat mich mächtig irritiert und leider ist diese Irritation auch bis zum Ende des Buches hin nicht verschwunden.
Wie die meisten von euch bin ich ein Fan von Happy Ends. Es muss nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen sein, aber ich hätte gerne zumindest ein bisschen Hoffnung und den Ausblick auf etwas Positives. “Zwei Seiten einer Mauer” wird euch nicht mit einem Happy End dienen. Vielmehr ist das Ende offen gehalten, gibt Raum für eigene Gedanken und Spekulationen, lässt einen aber auch ganz klar verstehen, dass die Geschichte nicht ganz so ausgegangen ist, wie der Großteil der Leser es gerne gehabt hätte. Nichtsdestotrotz ist es ein passendes Ende, auch wenn ich erst einmal ein wenig gebraucht habe, um es zu verdauen.

Der Schreibstil Stappers ist recht einfach gehalten und wirkt mitunter ein wenig plump. Zu viele Hauptsätze, zu wenige Nebensätze. So ist die Geschichte natürlich leicht und flüssig zu lesen, doch ich hätte mir, angesichts der Thematik, einen etwas ausgefeilteren Schreibstil gewünscht. Leider sind mir auch die Charaktere zu oberflächlich beschrieben worden. Ich konnte keine wirkliche emotionale Bindung aufbauen, so dass mir das Schicksal der Einzelnen gar nicht wirklich nahe gegangen ist. Mehr Tiefe hätte den Charakteren hier sehr gut getan.

Fazit

“Zwei Seiten einer Mauer” ist ein postapokalyptischer Roman, kein Zombieroman. Gesellschaftskritik steht an erster Stelle und regt durchaus zum Nachdenken an, wenn man sich als Leser denn drauf einlassen möchte. Ich muss zugeben, dass ich eine andere Art von Geschichte erwartet, das Buch aber dennoch gern gelesen habe. Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

[Rezension] Lilly und Anton entdecken den Bodensee

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Titel:
Lilly und Anton entdecken den Bodensee
Illustration: Jennifer Oyeneye
Verlag: Del Medio Verlag
Erscheinungsdatum: 26. April 2016
ISBN: 978-3-86327-111-4
Format: Hardcover (24 Seiten)
Preis: 14,90€

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Leseprobe

 

Worum geht’s?

Endlich Ferien! Lilly und Anton fahren mit ihren Eltern an den Bodensee und entdecken dort tolle Städte und tolle Landschaften und mittendrin den wunderschönen See, eines der größten Binnengewässer Europas. Berge und Burgen laden zu spannenden Besuchen ein, sie erkunden Konstanz, den Rheinfall Schaffhausen und die Insel Mainau, und natürlich machen die beiden Bootstouren auf dem See. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Als Erzieherin fand ich Bücher für Kinder schon immer besonders toll. Jetzt als Mutter interessieren sie mich umso mehr. Zwar wird es noch eine ganze Weile dauern bis unsere Tochter das empfohlene Lesealter von 4-9 Jahren für dieses Buch erreichen wird, aber gucken schadet ja nie. Außerdem hätte ich da ja immer noch meine Hortkinder, die sich immer über neue Bücher freuen.

Als die Anfrage zu diesem Kinderbuch kam, habe ich also sofort zugesagt. Ein Reiseführer für Kinder. Was für eine tolle Idee! “Lilly und Anton entdecken den Bodensee” ist bereits der siebte Teil dieser Reihe. Die beiden Protagonisten waren vorher unter anderem schon in London, Wien, Paris, München und Berlin unterwegs. Mehr Infos dazu erhaltet ihr unter www.lillyundanton.de.

Der Leser begleitet Lilly und Anton auf ihrer Reise zu den verschiedensten Orten. Die beiden erzählen von ihren Ausflügen und präsentieren interessante und sehenswerte Ziele in dem jeweiligen Ort bzw. in der jeweiligen Region. Die beiden machen Vorschläge für kindgerechte Ausflüge, damit nicht nur Mama und Papa etwas vom Urlaub haben.

Die Bilder im Buch sind allesamt gezeichnet. Zu den verschiedensten Themen gibt es immer eine Doppelseite, wovon eine der Seiten in Wimmelbildmanier gehalten ist. So kann man als Elternteil, Erziehungsberechtigter oder Erzieher mit den Kindern interaktiv das Buch entdecken. Auf der anderen Seite gibt es Text und “Fotos”, die Lilly und Anton in ihrem Urlaub geschossen haben. Hier hätte ich mir auch mal ein reales Foto bzw. Bild gewünscht und nicht nur das gezeichnete Pendant dazu. Gerade für ältere Kinder, wäre ein reales Bild sicher spannender und interessanter gewesen als die gezeichneten. Das Wimmelbild hingegen finde ich ganz toll. Ich bin ein großer Fan von Wimmelbildern und schaue sie mir mit meinen jüngeren Hortkindern immer wieder gerne an.

Wie bereits erwähnt, ist das Buch für jüngere Leser im Alter von 4-9 Jahren. Daher werfe ich mal einen Blick auf die verwendete Sprache. Ehrlich gesagt, bin ich etwas zwiegespalten, was die Wortwahl angeht. Einerseits finde ich die einzelnen Texte schon kindgerecht formuliert, andererseits, stechen mir Wörter wie beispielsweise “privilegiert” ins Auge, die ich nicht gerade als kindgerecht empfinde. Gerade dieses Wort ist mir zu erwachsen. Als vorlesender Erwachsener kann man solche Worte sicherlich erklären, allerdings gibt es schon junge Leser, ab 6 Jahren, die sich das Buch durchaus auch mal alleine angucken möchten und die werden sicherlich über solche ein Wort stolpern.

Fazit

Die Idee einen Stadtführer bzw. “Urlaubsplaner” für Kinder zu erstellen, finde ich richtig klasse.Allerdings konnten mich Lilly und Anton nicht zu 100% überzeugen. Ich hätte mir insgesamt eine kindgerechtere Sprache und auch mal ein Realbild der Orte oder des Ziels gewünscht. Ich glaube, dass das Buch so teilweise zu abstrakt für Kinder sein könnte und ein Foto dort Abhilfe schaffen könnte. Kinder sind sehr visuell veranlagt. Es wird mehr über die Augen als über die Ohren wahrgenommen.
Dennoch finde ich die Idee und das Konzept der Anton und Lilly Bücher toll und denke, dass es eine gute Möglichkeit ist seine Kinder interaktiv in die Urlaubsplanung miteinzubeziehen.

Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.

 

Einen herzlichen Dank an den Divan Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. Ich besitze noch ein zweites Exemplar, das ihr demnächst hier auf dem Blog gewinnen könnt. Haltet die Augen offen.

[Gastrezension] Love & Lies–Alles ist verziehen von Molly McAdams

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Titel: Love & Lies – Alles ist verziehen
AutorIn: Molly McAdams
ÜbersetzerIn: Sabine Schilasky
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 8. März 2016
Format: Taschenbuch (384 Seiten)
ISBN: 978-3453419162
Preis: 8,99€

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Gastrezension von Nina

Worum geht es?

Die unwiderstehliche, prickelnd-heiße Fortsetzung von »Forgiving Lies« der »New York Times«- Bestsellerautorin Molly McAdams.

Eigentlich sollte Rachel die Hochzeit mit Kash planen, der Liebe ihres Lebens. Nach ihrem verrückten ersten gemeinsamen Jahr ist sie bereit, ein geordnetes und völlig normales Leben zu führen. Nun ja, eben so normal, wie es geht. Doch die beiden wurden mit etwas konfrontiert, das sie auseinanderzureißen droht. Quelle: Randomhouse

Meine Meinung zum Buch:

Wie bereits angekündigt, habe ich gleich am gestrigen Tag angefangen, “Love & Lies – Alles ist verziehen” zu lesen. Da das vorherige Buch und seine Protagonisten mir noch sehr vertraut waren, bin ich auch sofort wieder gut in die Geschichte reingekommen. Molly McAdams nimmt mich durch ihren leicht zu lesenden Schreibstil sofort zurück in die Welt von Rachel und Kash.

Ich versuche nicht zu spoilern, möchte aber darauf hinweisen, dass Ihr meine Rezension nur lesen solltet, wenn Euch bekannt ist , was im ersten Buch passiert .

Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Rückblick von etwa 60 Seiten. Ich habe dort erfahren, was in der Zeit bis zur Rachels Entführung geschehen ist. Die Geschichte wird auch in diesem Buch aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Rachel und Kash erzählt. Wie schon in der letzten Rezension erwähnt, gefällt mir dieser Wechsel ziemlich gut, er lockert die Geschichte extrem auf und erzeugt dadurch ordentlich Spannung. In diesem Buch liegt der Fokus in weiten Teilen auf der Entführung und weniger auf der Erzählung zwischen Rachel und Kash. Mir hat dies gut gefallen, denn ein weiteren Roman zu lesen, in dem es nur um die Liebesgeschichte der beiden geht, wäre mir sicher zu langweilig gewesen. Die Story wird von Anfang bis Ende spannend erzählt und hat für mich keine Längen. Ich habe auch dieses Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, trotz Arbeit, Haushalt und Zahnarzt .

In diesem Buch habe ich mich komplett vom vielversprechenden Klappentext gelöst und mich nur auf die Geschichte konzentriert. Und hier kommt nun ein großer Kritikpunkt. Wie schon beim ersten Buch finde ich, dass der Klappentext nicht das halten kann, was er verspricht und dadurch sicher den ein oder anderen enttäuschten Leser bekommen wird. Nach Beenden dieses zweiten Buches empfinde ich Kash überhaupt nicht als Bad Boy. Nur weil ein Mann ein Lippen-Piercing hat, Tattoos trägt und ein Undercover-Cop ist, kann dies nicht automatisch gleichgesetzt werden mit dem Image als Bad Boy. Auch “eine prickelnd-heiße Fortsetzung” finde ich ein wenig dick aufgetragen. Die Leser, die hier Bücher à la Shades of Grey, Crossfire und ähnliches erwarten, werden durch solche falsche Hoffnungen erweckenden Texte sicher enttäuscht sein.

Nach den 384 Seiten bin ich mit dem schönen, abgeschlossenen Ende sehr zufrieden, es werden alle meine Fragen beantwortet und die Geschichte muss auch meiner Meinung nach nicht weiter fortgesetzt werden.

Das Cover hat einen Wiedererkennungswert. Diesmal hat es eine blaue Farbe, die Schriftart und –farbe des ersten Buches sind aber wieder verwendet worden. Allerdings sieht das Pärchen anders aus. Ich hätte mir gewünscht und es auch logischer gefunden, wenn es das selbe gewesen wäre.

Abschließend kann ich sagen, dass ich die Geschichte von Rachel und Kash gerne gelesen habe. Sie wurde spannend erzählt und hat meinen Geschmack getroffen. Auch wenn ich durch den Klappentext komplett andere Erwartungen an die Bücher hatte, kann ich trotzdem eine Leseempfehlung aussprechen. Lernt Rachel und Kash kennen und entscheidet selber, ob sie Euch ans Herz wachsen. “Love & Lies – Alles ist verziehen” bekommt ebenso wie sein Vorgänger auch knappe vier von fünf Sterne.

Ganz herzlichen Dank an den Randomhouse Verlag für diese freundlicherweise zur Verfügung gestellten Rezensionsexemplare.

[Gastrezension] Love & Lies–Alles ist erlaubt von Molly McAdams

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Titel: Love & Lies – Alles ist erlaubt
AutorIn: Molly McAdams
ÜbersetzerIn: Sabine Schilasky
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016
Format: Taschenbuch (416 Seiten)
ISBN: 978-3453419216
Preis: 8,99€

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Gastrezension von Nina

Worum geht es?

Rachel und Logan – eine verletzte junge Frau und ein Bad Boy mit einem Geheimnis. Kann das gutgehen?

Nachdem sie in der Vergangenheit hintergangen und verletzt wurde, will Rachel lieber als verrückte Katzenlady ein einsames Dasein fristen, als jemals wieder einem Typen zu vertrauen. Schon gar nicht einem umwerfend gut aussehenden Bad Boy mit Tattoos und Harley – wie Undercover-Cop Logan »Kash« Ryan. Doch wenn er sie mit seinen stahlgrauen Augen ansieht, muss Rachel ihre gesamte Willenskraft aufwenden, um seinen sexy Körper nicht mit ihren Blicken zu verschlingen …Quelle: Randomhouse

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem dieses Buch schon eine Weile in meinem Bücherschrank gelegen hat, habe ich mir “Love & Lies – Alles ist erlaubt” an diesem Wochenende zum Lesen herausgesucht. Ich habe bereits viele Bücher aus dem Genre New Adult gelesen, aber diese Kombination mit Krimi und New Adult war neu für mich. Der Klappentext klingt interessant, wobei mich dieses “Mauerblümchen trifft Bad Boy” langsam ein wenig langweilt. Ich würde mir wünschen, die Autorinnen würden mal etwas kreativer werden und neue Wege gehen. Trotzdem war ich neugierig, wie Molly McAdams die beiden Genre miteinander verknüpft.

Das Cover des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag dessen Schlichtheit. Das Pärchen wirkt sehr sympathisch und auch der rote Farbton ist sehr passend gewählt.

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin schreibt die Geschichte in der Ich-Perspektive abwechselnd aus der Sicht von Rachel und Kash bzw. Logan. Dies hat es mir sehr leicht gemacht, mich rasch in der Geschichte zurechtzufinden. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht verständlich. Mir hat sehr gut gefallen, dass es keine endlos in die Länge gezogene Einleitung gab. Die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar und die Kapitellängen angenehm kurz. Rachel und Kash sind mir sympathisch, aber nicht so sehr ans Herz gewachsen. Was vielleicht ein wenig an ihren eher blass beschriebenen Charakteren liegt. “Kash” wird als Bad Boy im Klappentext verkauft, aber bis auf die Tatsache, dass er als Undercover-Cop arbeitet, habe ich ihn nicht wirklich als Bad Boy empfunden. Da hat leider der Klappentext nicht das gehalten, was er versprochen hat und dies habe ich als störend empfunden. Rachel ist eine nette junge Frau, aber auch bei ihr fehlt mir ein Highlight oder ein besonderes Wiedererkennungsmerkmal.

Die Geschichte hat mir aber trotz allem gut gefallen. Ich habe das Buch fast an einem Tag durchgelesen. Kurz vor Schluss bekommt es dann leider ein wenig Länge, da hätte die Autorin die Story ein wenig abkürzen können. Das Finale ist dann wieder richtig spannend und der Cliffhanger am Ende macht große Lust auf die Fortsetzung “Love & Lies – Alles ist verziehen”. Glücklicherweise steht dieses Buch schon in meinem Bücherregal und so kann ich gleich heute Abend weiterlesen.

Bei der Sternenvergabe bin ich mir ziemlich unschlüssig. Auf der einen Seite bin ich durch die Seiten geflogen, aber auf der anderen Seite fehlte mir ein wenig der Suchtfaktor. Da ich mich aber doch durchweg gut unterhalten gefühlt habe, gibt es knappe vier von fünf Sternen.