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[Rezension] Die Doppel-Kekse Chaos hoch zwei mit Papagei von Patricia Schröder

SK_Doppelkekse2_US.inddTitel: Die Doppel-Kekse: Chaos hoch zwei mit Papagei
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20.Juni 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505130
Preis:  9,99€
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Worum geht es?

Die witzig-turbulente Mädchenbuch-Reihe mit Schwestern-Power
Die Zwillinge Lea und Lucie müssen ihrem Papagei Punkt-um unbedingt das Fluchen abgewöhnen oder er muss ausziehen! Denn Besuch zu bekommen, ist laut ihrer Mutter unmöglich. Vor allem als plötzlich ihre Oma aus Venedig vor der Tür steht, will sie das geflügelte Familienmitglied loswerden. Mindestens genauso turbulent wie zu Hause geht es in Lucies neuer Klasse zu, denn ein paar ihrer Mitschüler halten sich an keinerlei Regeln. Dass deswegen das Schulfest auf der Kippe steht, kann Lucie nicht zulassen!Quelle: amazon

Kindermeinung zum Buch:

Endlich geht es mit den Doppel-Keksen weiter. Auf diese Fortsetzung war ich schon sehr gespannt, denn ich mag die Zwillinge Lea und Lucie sehr. Das Cover gefällt mir sehr gut. Am besten gefällt mir der Papagei Punkt-um, den ich auch gern auf dem Cover des ersten Buches gesehen hätte. Auch die ausgewählten Farben gefallen mir diesmal wieder super. Es passt sehr gut zum ersten Buch und sieht in unserem Buchschrank sehr hübsch aus.
Wie immer haben Mama und ich das Buch zusammen gelesen, es war schön, Lea und Lucie wieder zu begleiten, obwohl mir ihre anfänglichen Streitereien eher weniger gut gefallen haben. Aber dies ist unter Geschwistern ja leider normal, auch hier zu Hause ist es ab und zu so.
Der Schreibstil ist wieder schön flüssig und mit sehr viel Witz an der einen oder anderen Stelle. Die Kapitel habe eine tolle Leselänge und eignen sich zum gemeinsamen abwechselnden Lesen.
Patrica Schröder schreibt wirklich tolle Kinderbücher und deshalb ist sie ja auch meine Lieblingsautorin. Dieses Buch klärt zum Ende dann auch alle offenen Fragen auf. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von den Doppel-Keksen zu lesen gibt, denn ich mag die beiden Mädels sehr gerne.

Meine Meinung zum Buch:

Endlich Sommer und endlich ist die langersehnte Fortsetzung von den Doppel-Keksen auf dem Markt. Auch dieses Buch präsentiert sich wieder mit einem genialen Cover. Neben dem von mir so geliebten weißen Hintergrund sind auch wieder jede Menge wunderschöner Farben verwendet. Die Zwillinge Lea und Lucie sind dort ebenso wie ihr Papagei Punkt-um zu bewundern. Ich bin wieder total begeistert von diesem optischen Highlight.
Nachdem Ben und ich das Buch von Außen und Innen ausgiebig bewundert hatten, ging es dann mit den Zwengelchen gemeinsam in ihr neues Abenteuer. Wie schon beim ersten Buch erwarteten uns auch hier wieder tolle Kapitelanfänge, die hübsch in Szene gesetzt wurden.
Für alle Leser, die von den Doppel-Keksen noch nichts gehört haben, gibt es eine kurze Zusammenfassung des ersten Buches. Das finde ich super und auch wenn ich die Geschichte schon kenne, fand ich den kurzen Rückblick sehr schön.
Auch diesmal schafft es die Autorin, uns durch ihren unverkennbaren, flüssigen und humorvollen Schreibstil gleich auf den ersten Seiten zu fesseln. Sie schafft es auch in diesem Buch, wieder eine reale Familienkulisse zu schaffen, in der nicht immer alles eitel Sonnenschein ist. Ich bin immer wieder begeistert und erstaunt, wie realitätsnah ihre Protagonisten sind. Die Beschreibungen der Jugendlichen und ihrer Klamotten sind so reell, dass man meinen könnte, die Autorin liegt zu Recherchezwecken vor den Pausenhöfen auf der Lauer. Ben konnte den beschrieben Kleidungsstil auch von seiner Schule bestätigen.
Neben jeder Menge Humor kommen aber auch die ernsteren Themen in ihren Büchern nicht zu kurz. Diesmal befasst sich das Buch mit dem Thema Mobbing, was ich für die angesprochene Altersklasse auch ziemlich sinnvoll finde.
Patricia Schröders Geschichten haben einen absoluten Suchtfaktor. Auch diesmal war es uns unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen und so haben wir innerhalb von 1,5 Tagen die 221 Seiten weggelesen. Dies lag nicht nur an der spannenden Geschichte, sondern auch an dem Wechsel der Erzählperspektive. Mal schauten wir Lea und mal Lucie über die Schulter. Auch diesmal haben uns die Mädchen wieder richtig gut gefallen, jede von ihnen ist besonders und hat dadurch unser Herz im Sturm auch in diesem Band wieder erobert.
Das Buch hat ein in sich abgeschlossenes Ende, bei dem es diesmal auch keine offenen Fragen gibt. Ben und mir haben die Doppel-Kekse viele schöne gemeinsame Lesemomente beschert und im nachherein viel über das Gelesene diskutieren lassen.
Wir hoffen und wünschen uns sehr, dass es noch weitere tolle Abenteuer von den Zwillingen geben wird.

Unser Fazit:

Patricia Schröders Bücher sind immer Garanten für wunderschöne Lesemomente. Ihre Geschichten sind für uns immer besonders und einzigartig. Auch der zweite Band der Doppel-Kekse hat uns wieder begeistert. Wir sprechen eine klare Leseempfehlung aus und belohnen auch diese tolle Geschichte mit fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Und ewig schläft das Pubertier von Jan Weiler

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Titel: Und ewig schläft das Pubertier
Autor: Jan Weiler
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 03. Juli 2017
Format: Hardcover (176 Seiten)
ISBN: 978-3492057721
Preis: 14,00€
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Worum geht es?

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers – Jan Weilers neuer Bestseller!
Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie. Quelle: Piper

Meine Meinung zum Buch:

Endlich gibt sich Jan Weiler erneut die Ehre und plaudert aus seinem Familienleben. Neben Tochter Carla befindet sich nun auch Sohn Nick in der Pubertät. Ganz klar: Es gibt aus dem Hause Weiler eine ganze Menge zu berichten. “Und ewig schläft das Pubertier” ist nach “Das Pubertier”(2014) und “Im Reich der Pubertiere” (2016), nun schon sein drittes Buch zu diesem Thema.
Wie bei Jan Weiler gewohnt, habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden. Ich habe mich bereits auf den ersten Seiten wieder köstlich amüsiert und zum Teil Tränen gelacht. Der Schreibstil des Autors ist wie üblich flüssig, locker und sehr humorvoll. Einmal mit dem Lesen angefangen fällt es schwer, das kleine, handliche Büchlein wieder aus der Hand zu legen. Ich habe bereits nach den ersten gelesenen Seiten viele Parallelen zu unserer Familiensituation wieder erkannt. Einige Kapitel habe ich meinem Mann laut vorgelesen und wir haben dann weiter gelacht.
Ich konnte mich gut in die Familiensituation der Weilers hineinversetzen und ich habe mich sehr wohl darin gefühlt, die Familie wieder ein Stück begleiten zu dürfen. Wie schon bei den beiden Vorgängerbüchern sind mir die Kinder Carla und Nick trotz aller Schwierigkeiten total sympathisch. Ein großer und wichtiger Punkt für mich, damit ich mich beim Lesen wohl fühle. Ich finde, dies ist dem Autor in seinem Beschreibungen richtig gut gelungen.
Die Kapitel haben eine wunderbare Leselänge und eigenen sich ideal auch zum gemeinsamen Lesen stressgeplagter Eltern. Wir befinden uns mit unserem Großen noch ganz am Anfang der Pubertät und nach Beendigung des Buches ist mir schon ganz Angst und Bange, was uns noch alles erwarten wird.
Sehr tiefgründig ist diese Geschichte zwar nicht, aber es macht nach einem anstrengenden Tag unheimlich Spaß, bei der Lektüre dieser kurzweiligen Geschichten ein wenig zu entspannen und die Kraftreserven für den nächsten Tag wieder aufzufüllen.
Neben einem tollen rotem Lesebändchen konnten mich auch die genialen farbigen Illustrationen von Till Hafenbrak überzeugen, die die die Beschreibungen des Autors toll in Szene gesetzt haben. Auch die Covergestaltung gefällt mir diesmal wieder besonders gut. Hier wurde sich mal wieder viele Gedanken gemacht und auf farbenfrohe und humorvolle Weise ein toller Blickfang für den Käufer geschaffen.
Auch wenn die Geschichten für mich nicht alle gleich lustig und interessant waren, habe ich das Buch mit einem guten Gefühl beendet. Mit dem Wissen, dass die Zeit, die nun vor uns liegen wird vielleicht doch mit der ein oder anderen Prise an Humor viel besser zu ertragen sein wird.
Den Buchpreis von 14,90 Euro empfinde ich für die 172 Seiten trotz des Lesebändchen und den farbigen Illustrationen zu hoch. Ich hoffe trotzdem, es werden einige Eltern zu diesem Büchlein greifen und mit ihm genauso viel Spaß haben wie ich.

Fazit:

Lesenswertes Buch aus der Feder des Bestseller Autors Jan Weiler. Es baut auf und macht Mut, wenn man als Elternteil nach Wutausbrüchen, zugeschlagenen Zimmertüren und Endlos-Diskussionen einfach mal eine kurze Verschnaufpause benötigt. Ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus und gebe dem Buch knappe vier von fünf Sternen.

[Rezension] Das Mädchen aus Brooklyn von Guillaume Musso

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Titel: Das Mädchen aus Brooklyn
Autor: Guillaume Musso
Verlag: Pendo
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2017
Format: Klappenbroschur (496 Seiten)
ISBN: 978-3-86612-421-9
Preis: 16,99€

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Worum geht’s?

Stell dir vor, ich hätte etwas Schreckliches getan. Würdest du mich trotzdem lieben?

Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt. (Quelle: Piper)

Meine Meinung zum Buch

“Guillaume Musso”, definitiv kein unbekannter Name. Mir selber ist er schon sehr häufig begegnet. Immer wieder wurde mir gesagt, ich müsse unbedingt mal ein Buch von ihm lesen – er würde so gut schreiben.
Schreiben kann der Mann ganz definitiv; trotzdem konnte mich sein neustes Werk leider nicht vollständig überzeugen.

Raphaël und Anna kennen sich gerade mal sechs Monate und wollen schon heiraten. Die beiden haben ihre große Liebe gefunden, doch eine Sache belastet Raphaël noch sehr. Er weiß nichts über Annas Vergangenheit.
Während eines romantischen Wochenendes bringt Raphaël seine Freundin dazu ihm von ihrer Vergangenheit zu berichten und flüchtet Hals über Kopf, als sie ihm ein Foto von drei verkohlten Leichen zeigt und behauptet, das wäre sie gewesen. Anna hat keine Chance sich zu erklären und als Raphaël wieder klare Gedanken fassen und mit Anna reden möchte, ist diese plötzlich spurlos verschwunden.
Mit seinem Freund Marc, einem ehemaligen Polizisten, macht sich Raphaël auf die Suche nach Anna und stößt dabei auf Geheimnisse, die ganz schönen Wirbel verursachen.

“Das Mädchen aus Brooklyn” ist maßgeblich aus der Perspektive von Raphaël und Marc geschrieben. Raphaël selber erzählt in der Ich-Perspektive und wenn ein Kapitel kommt, in dem Marc im Fokus ist, benutzt Musso die personale Erzählperspektive. So konnte ich als Leserin sehr schnell unterscheiden mit welchem der beiden Männer ich nun unterwegs bin.
Ab und an werden kurze Kapitel aus der Vergangenheit eingestreut, die aus der Sicht einer gänzlich anderen Person geschrieben sind. Das fand ich wirklich klasse, denn so hatte ich da Gefühl live dabei gewesen zu sein und die relevanten Informationen, aus erster Hand zu erhalten.

Mussos Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich konnte das Buch flüssig und zügig lesen, allerdings verloren sich meine Gedanken gerne mal woanders, wenn der Autor wieder ein wenig zu ausschweifend wurde für meinen Geschmack.
Musso hat auch einen Faible für die präzise Benennung aller Straßennamen und Orte an denen sich die Protagonisten befinden. Für Ortskundige bestimmt ein Gewinn, mir war es zu viel. Ich habe die Straßennamen überlesen, d sie für mich nicht interessant waren.

Der Autor ist wirklich geschickt darin verschiedene Stränge, von denen ich nicht mal geahnt habe, dass sie irgendwie zusammengehören, zum Ende hin zusammenzuweben. Er baut Wendungen ein, mit denen ich im Leben nicht gerechnet habe. So bleibt das Buch durchgehend spannend.
Leider hatten mir persönlich die Charaktere zu wenig Tiefe. Marc fand ich am gelungensten gezeichnet, zu den anderen konnte ich kaum eine Bindung aufbauen. Das ist bei mir leider ein recht großer Kritikpunkt, denn nur wenn ich eine Bindung zu den Charakteren aufbauen kann, kann ich auch richtig mit ihnen mitfühlen und emotional werden. So fand ich das Buch zwar trotzdem interessant und spannend, aber wirklich emotional berührt hat es mich kaum. Zudem Musso recht weit am Ende eine Wendung einbaut, die für mich so nicht hätte sein müssen. Mir war es dann doch etwas zu viel des Guten.

Fazit

Auch wenn mich mein erstes Buch von Guillaume Musso nicht vollständig begeistern konnte, wird es bestimmt nicht das letzte Buch von ihm gewesen sein, das ich lesen werde.
Ich mag seine verschlungenen Pfade, die dafür gesorgt haben, dass ich sogar ganz am Ende noch überrascht wurde. Das schaffen nicht viele Autoren.
Leider kann ich bei meinen genannten Kritikpunkten nicht mehr als 3,5 von 5 Sternen geben.

[Lese-Rückblick] Juni 2017

Die Hälfte des Jahres ist bereits um. Irre. Wo ist denn bitte die Zeit geblieben? Rast die bei euch auch nur so dahin? Ich meine, wie kann es denn bitte sein, dass unsere kleine Maus schon ein ganzes Jahr alt ist? Ich war doch vor kurzem erst noch schwanger. Zumindest fühlt es sich so an.
Der Juni war buchtechnisch recht ereignisreich für mich, denn ich habe so viele Bücher gelesen, wie schon seit Moooonaten nicht mehr. Ich glaube, das letzte Mal habe ich so viele Bücher vor der Geburt des Tochterkindes gelesen.Außerdem war ich noch ziemlich aktiv in einigen Leserunden, was echt Spaß gemacht hat. Der Juni war insgesamt ziemlich “voll”.

Gelesene Bücher Juni 2017

Insgesamt gelesene Seiten: 1697
      Ø 57 Seiten pro Tag
Insgesamt gehörte Minuten: 0
      Ø 0 Minuten pro Tag

Das Wichtigste und Tollste überhaupt! Das Tochterkind ist im Juni ein Jahr alt geworden. Echt verrückt, dass es schon über ein Jahr her sein soll, dass sie auf die Welt gekommen ist. Wir haben nur zusammen mit der Familie gefeiert und hatten alle einen sehr schönen Tag.
Die kleine Maus hat so über die Deko und die fliegenden Ballons gestaunt und sich so sehr gefreut. Auch die ganze Aufmerksamkeit, besonders von Oma und Opa hat sie richtig genossen. <3
Eine Woche vor dem Geburtstag des Tochterkindes hat uns Yvonne von Buchbahnhof (schaut unbedingt mal bei ihr vorbei) besucht. Virtuell kennen wir uns schon seit vielen Jahren. Real getroffen haben wir uns das erste Mal 2016 auf der Buchmesse in Leipzig. Dieses Jahr haben wir uns dort nochmal gesehen und wir wollten uns schon lange einfach nur so treffen. Ich habe dann festgestellt, dass uns nur eine relativ kurze Distanz trennt und schon war der Termin gemacht und sie kam uns besuchen. Wir hatten einen richtig schönen Nachmittag. Ich habe mich sehr über den Besuch gefreut und ein Folgetermin steht auch schon bereits!
Ansonsten haben wir viel Zeit draußen verbracht, besonders bei uns im Garten und dort alle Ecken erkundet. Das Tochterkind steht eindeutig auf Bäume und liebt es im Gras zu sitzen.
In meiner spärlichen Freizeit habe ich diesen Monat hauptsächlich gelesen, mich aber auch wieder ein paar Serien gewidmet. Meistens schaue ich die auf dem Tablet während das Tochterkind schläft. Ich schaffe dann zwar keine ganze Folge am Stück, aber das macht ja nichts.
Ich habe diesen Monat die erste Staffel von “Tote Mädchen lügen nicht” beendet und musste so unfassbar heulen. Die Serie steht ganz schön in der Kritik, was ich teilweise auch nachvollziehen kann, aber mir hat sie sehr gut gefallen.
Dann habe ich wieder mit Person of Interest begonnen, dort bin ich nun am Anfang der zweiten Staffel. Mir gefällt sie ganz gut und witzig finde ich, dass sich viele Schauspieler aus “Lost” dort wiederfinden. Eine J.J. Abrams Serie halt. Winking smileAußerdem habe ich nun auch mit der sechsten Staffel von “Pretty Little Liars” begonnen. Ich konnte einfach nicht mehr warten. Ich war so gespannt wie es weiter geht und wer jetzt nun tatsächlich “A” ist. Ich liebe diese Serie.
Seid ihr auch solche Serienjunkies und versucht Buch- und Seriensucht unter einen Hut zu bekommen? Was sind eure Lieblingsserien?

[Rezension] Penny Pepper 5–Spione am Strand von Ulrike Rylance und Lisa Hänsch

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Titel: Penny Pepper- Spione am Strand
Autor: Ulrike Rylance
Illustratorin:  Lisa Hänsch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 9. Juni 2017
Format: Hardcover (152 Seiten)
ISBN: 978-3423761703
Preis: 10,95€
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Worum geht es?

Wie es der Zufall so will, trifft sich Pennys gesamte Detektivbande nebst Hunden Mailie und Dschastin im italienischen Fiorente, um dort die Sommerferien zu verbringen. Und das ist auch gut so. In dem Luxushotel, in dem Floras Familie logiert, gehen nämlich seltsame Dinge vor sich: Haufenweise verschwinden teure Handtücher und Bademäntel mit dem eingestickten Luxurioso-Emblem. Hat der trinkgeldgierige Kellner etwas damit zu tun? Oder die Rezeptionsdame mit dem hohen Haarturm? Oder Pennys Nachbarin aus Deutschland, die im Hotel einen Aushilfsjob als Zimmermädchen hat? Mit ihren beiden Spürhunden sowie den Zwillingsjungs vom Campingplatz legen Penny und Co. sich auf die Lauer …Quelle

 

Über die Autorin:

Ulrike Rylance, geboren 1968 in Jena, studierte Anglistik und Germanistik in Leipzig und London. Nach ihrem Studium blieb sie in London und unterrichte dort als Deutschlehrerin Kinder- und Erwachsene. Seit 2001 lebt, liebt und arbeitet sie als freischaffende Autorin mit ihrer Familie in Seattle, USA. Im Jahr 2010 erschien ihr erster Jugendroman, seither folgten weitere Kinder und Jugendbücher sowie ein Kriminalroman.
Hier kommt ihr zur Homepage der Autorin: Ulrike Rylance

Die Illustratorin:

Lisa Hänsch, geboren 1988, hat in Münster Design und Illustration studiert. Sie zeichnet für ihr Leben gerne Bilder für Bücher und Trickfilme und auch für das Fernsehen. Gemeinsam mit Freund und Hund wohnt sie in der Nähe von Köln. Neben Penny Pepper hat die Lisa Hänsch mich auch mit ihren Illustrationen in den Büchern “Dancing Girls” von Heike Abidi und “Polly Schlottermotz” von Lucy Astner begeistert.
Hier kommt ihr zur Homepage der Illustratorin: Lisa Hänsch

Bücher aus dieser Reihe:

Penny Pepper- Alles kein Problem erschienen 1. September 2014
Penny Pepper- Alarm auf der Achterbahn erschienen 1. April 2015
Penny Pepper- Chaos in der Schule erschienen 22. September 2015
Penny Pepper- Tatort Winterwald erschienen 14. Oktober 2016
Penny Pepper- Spione am Strand erschienen 9. Juni 2017

Meine Meinung zum Buch:

Comic-Geschichten stehen bei uns nach wie vor sehr hoch im Kurs. Deshalb freuten wir uns riesig über das neue “Penny Pepper”Buch. Das Cover ist wunderschön und springt dem Betrachter förmlich ins Auge. Der gelbe Hintergrund, die glänzenden und matten Akzente laden, ebenso wie die tollen Illustrationen, zum längeren Betrachten ein. Auch diesmal bin ich wieder der Meinung: An diesem Buch kommt niemand vorbei, ohne es in die Hand zu nehmen. Wie üblich gibt es auf den 152 Seiten jede Menge genialer Illustrationen zu entdecken. Wie schon bei den vorherigen Bänden handelt es sich auch diesmal wieder um Pennys Aufzeichnungen, sie wurden ebenfalls wie ein Collegeblock gestaltet. An den Rändern findet sich das karierte Muster aus dem vorherigen Buch wieder und auch beim Durchblättern fühlt es sich wieder wie ein Notizbuch an. Die grandiose Geschichte ist wie schon erwähnt untermalt von vielen genialen Illustrationen. Lisa Hänsch hat hier wirklich abermals außergewöhnliche Arbeit geleistet und dieser Geschichte und der Idee des Buches damit ein Krönchen aufgesetzt. Wir sind beeindruckt und schwer begeistert von diesem optischen Highlight.
Einmal angefangen, lesen sich die Seiten wie von selbst. Die Autorin trifft mit diesem Buch genau den Zeitgeist der Kinder. Ulrike Rylance hat einen sehr humorvollen, witzigen und flüssigen Schreibstil, der altersgerecht ist, aber auch bei mir gut ankommt. Wir haben uns köstlich amüsiert, Pennys Kopfkino so hautnah mitzubekommen und zeitweise vor Lachen unter dem Tisch gelegen. Wir haben das Buch in einem Rutsch gelesen und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Band. Die Geschichte ist durchweg spannend und endet mit einem tollen Finale. Ein weiteres Schätzchen in meinem Bücherschrank, welches wir kleinen und großen Lesern gern ans Herz legen. Auch wenn der Blick auf das Cover erst einmal die Mädchen anzuziehen scheint, raten wir auch Jungen und Erwachsenen, mal ein Blick ins Buch zu werfen. Es lohnt sich wirklich, Penny Pepper kennenzulernen.

Fazit:

Diese Buchreihe ist wirklich grandios und wirklich sehr zu empfehlen. Für einen Preis von 10,95 Euro bekommt man hier mit dem neuesten Werk nicht nur eine tolle und spannende Geschichte, sondern auch ein optisches Highlight geboten. Ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus und vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Secrets of Amarak: Spione der Unterwelt von T.Spexx

978-3-401-60206-6Titel: Secrets of Amarak: Spione der Unterwelt
Autor: T.Spexx
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2017
ISBN: 978-3401602066
Format: Hardcover (240 Seiten)
Preis: 12,99€
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Worum geht es?

Nach über einem Jahr erhält Alexander Mercurius endlich eine Nachricht von seinen verschollenen Eltern. Doch als er den merkwürdigen Briefumschlag erwartungsvoll öffnet, enthält der nur ein leeres Blatt Papier! Alex‘ Freunde Rebecca und Joe sind sich sicher, dass trotzdem mehr dahintersteckt. Vielleicht ist der Brief eine Warnung? Die Suche nach Anhaltspunkten führt die drei in ein dunkles Gängesystem unter der Stadt. Zu spät merken sie, dass ihnen jemand gefolgt ist.Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Nach dem Lesen dieses Klappentextes war ich sofort Feuer und Flamme. Das Buch versprach jede Menge Spannung, Grusel, dann Comic-Illustrationen und das alles noch in meiner Lieblingsstadt London. Die Erwartungshaltung war extrem groß und ich war ziemlich gespannt, ob der mir bis dato unbekannte Autor diese erfüllen kann. Bevor es dann mit der Geschichte los ging, wurden ausgiebig die vielen schwarz-weiß Illustrationen bestaunt. Hier hat Moritz von Wolzogen eine herrliche, schaurig-gruselige Atmosphäre erschaffen.
Als ich das Buch in den Händen gehalten hatte, konnte ich dann endlich das tolle Cover bestaunen. Die Kombination aus den Londoner Sehenswürdigkeiten im Licht der untergehenden Sonne und die düstere Unterwelt können mich ebenso begeistern wie die glänzenden und matten Farbakzente, die hier verwendet wurden.
Schon die ersten Seiten des Buches kündigen an, in welche Richtung es geht. Die Geschichte wird aus der Sicht der Geschwister Rebecca und Joe sowie dem Nachbarsjungen Alex erzählt. Besagter Alex ist auf der Suche nach seinen Eltern, die vor einem Jahr spurlos verschwunden sind. Ohne viel Geplänkel und langweilige Einleitungen schafft es der Autor T. Spexx, mich durch seinen spannenden, flüssigen und ausdrucksstarken Schreibstil in den Sog der Geschichte zu ziehen, und die hat es wirklich in sich. Einmal mit dem Buch angefangen, hat es mich auch so schnell nicht mehr losgelassen. Die Beschreibung der Orte sind sehr bildgewaltig und so arbeitete mein Kopfkino durchgängig und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen.
Die Charaktere des Buches sind detailreich beschrieben und machen auf mich einen teilweise schon sehr erwachsenen Eindruck. Ihre Handlungen und ihre Unerschrockenheit, mit der sie an die an sie gestellten Aufgaben herangehen, finde ich sehr beeindruckend. An manchen Stellen für das Alter vielleicht ein wenig zu überzogen, aber an den meistens nachvollziehbar. Auch die Gegner der Kinder haben mir richtig gut gefallen. Das Zusammenspiel zwischen Gut und Böse hat mir richtig gut gefallen und für perfekte Lesemomente gesorgt.
Die Länge der Kapitel finde ich gut gewählt, sie eignen sich wunderbar zum gemeinsamen Lesen mit Kindern ab 10 Jahren. An dieser Stelle möchte ich gerne darauf hinweisen, das dieses Buch nichts für zartbesaitete Kinder ist. In dieser Geschichte steht eine geniale Mischung aus Grusel- und Spannung an erster Stelle und das ist auch gut so. Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird stetig durch neue Rätsel, Verstrickungen und Entdeckungen auf einem sehr hohen Level gehalten. Das hat mich so mitgerissen, dass ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht bin und komplett alles um mich herum ausgeblendet habe. Gut gefallen hat mir auch die stetige Weiterentwicklung der Kinder, dies ist mir besonders bei Alex aufgefallen.
Das Buch endet genauso, wie es angefangen hat: rasant und temporeich. Ich hätte gern noch 5o Seiten mehr gelesen und wäre gern noch ein wenig länger in Amarak geblieben. Das Ende ist offen und lässt viel Raum für eigene Spekulationen. Aber sehr lange muss ich auf den zweiten Teil nicht warten, denn am 17. Juli geht es mit “Secrets of Amarak – Die Stadt der Schatten” schon zurück zu den Kindern und auf eine hoffentlich ebenso spannende Reise. Ich freue mich schon riesig darauf.

Fazit:

Ein geniales und gut recherchiertes Kinderbuch, welches mir vor Spannung zeitweise den Atem geraubt hat. Ich habe mich von Anfang bis Ende super unterhalten gefühlt und zu keiner Zeit eine Leseflaute empfunden. Ein großes Lob an den Autoren, der bei diesem Buch einen wirklich fulminanten Start einer neuen Kinderbuchreihe auf den Buchmarkt gebracht hat. Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und belohne die Geschichte mit fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Der Brief on Carolin Hagebölling

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Titel: Der Brief
Autorin: Carolin Hagebölling
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 09. Juni 2017
ISBN: 978-3-423-26146-3
Format: Klappenbroschur (224 Seiten)
Preis: 14,90€

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Worum geht’s?

Ein raffiniertes Spiel mit Realitäten

Es ist ein Brief, der alles infrage stellt, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. (Quelle: dtv)

Meine Meinung zum Buch

Was wäre wenn ihr euch an einer Stelle eures Lebens anders entschieden hättet als ihr es getan habt? Wie sähe euer Leben dann aus?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich Carolin Hagebölling in ihrem Roman “Der Brief”.

Wer hat sich diese Fragen nicht selber schon einmal gestellt? Ich auf jeden Fall schon. Auch habe ich mir ausgemalt, wie eine andere Entscheidung mein Leben hätte aussehen lassen können. Für uns nur Gedankenspiele, denn die Vergangenheit bleibt Vergangenheit. Getroffene Entscheidungen können nicht rückgängig gemacht werden.

Carolin Hagebölling wagt in “Der Brief” das “Was wäre wenn” Spiel und polarisiert ziemlich mit dem Ende ihres Buches.
Ich habe tagelang diese Rezension vor mir hergeschoben, da ich einfach keine Ahnung hatte, wie ich zu diesem Buch etwas schreiben soll ohne zu viel zu verraten, aber genug, um Lust auf das Buch zu machen und keine falschen Erwartungen zu wecken.

Die Protagonistin Marie lebt eigentlich ein ganz normales und gar nicht so aufregendes Leben. Als Journalistin verdient sie in Hamburg ihr Geld und lebt zusammen mit ihrer Freundin Johanna, in die sie sich vor ein paar Jahren verliebt hat.
Eines Tages erhält Marie einen Brief aus Berlin, von ihrer damaligen besten Freundin. Adressiert ist dieser Brief zwar an sie, aber an eine Adresse in Paris. Und das was im Brief steht ergibt keinerlei Sinn für Marie. Ihre damalige Freundin lebt weder in Berlin noch hat Marie eine Beziehung zu einem Victor.
Marie glaubt an einen schlechten Scherz doch der Brief will ihr keine Ruhe geben, also macht sie sich auf den Weg nach Paris, um nach Antworten zu suchen.

Wie bereits gesagt polarisiert zumindest das Ende dieses Buches sehr. Die Einen sind so gar nicht zufrieden mit der Auflösung und die Anderen finden sie ziemlich gut und geschickt gelöst. Ich gehöre zu letzteren. Aber um ehrlich zu sein, auch erst nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe. Es ist ein Ende zum Nachdenken und sacken lassen, nichts bereits Vorgekautes.

Die Geschichte und das Buch haben mir sehr gut gefallen. Die Schrift ist groß und die Seiten sind nicht zu voll bedruckt. Das führte bei mir dazu, dass ich das Buch sehr schnell durch hatte. Ohne Leserunde hätte ich das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen.
Der Schreibstil ist aber auch wirklich gut und flüssig und die Autorin führt ihre Geschichte so, dass man als Leser unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Ein richtiger Pageturner.

Ganz überzeugen konnte mich das Buch allerdings nichts. Dafür waren mir die Charaktere zu blass und dadurch konnte ich nicht richtig mit ihnen mitfühlen. Ich habe den Eindruck, dass die Autorin bewusst auf die Tiefe verzichtet hat, um den Spannungsbogen hoch zu halten, doch das hat bei mir leider zu kleinen Minuspunkten geführt. Spannend war das Buch definitiv, aber ich glaube, dass die nötige Tiefe dem Buch den letzten Schliff gegeben hätte.
Mich hätte das Geschehene emotional viel mehr berührt, wenn ich mich mit den Charakteren hätte identifizieren können. So war es mir ab und an sogar egal, was passiert.

Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass ich glaube, dass rein rational denkende Menschen mit dem Buch ihre Schwierigkeiten haben könnten. Betrachtet es mehr als Gedankenexperiment, wenn ihr eher rational seid und für alles eine nachvollziehbare Erklärung braucht.

Fazit

Ein raffiniertes Spiel mit Realitäten” ist das was dieses Buch ausmacht. Die Charaktere sind mir zwar ein wenig zu flach geblieben, aber die Idee und die schriftstellerische Umsetzung haben mir sehr gut gefallen.
Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung für dieses Buch aus.

[Rezension] Niemand wird sie finden von Caleb Roehrig

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Titel: Niemand wird sie finden
Autor: Caleb Roehrig
Übersetzerinnen: Heide Horn, Christa Prummer-Lehmair
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
Format: Klappenbroschur (416 Seiten)
ISBN: 978-3-570-17334-3
Preis: 14,99€

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Worum geht’s?

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …
Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst … (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Lange Zeit habe ich keinen Thriller mehr gelesen und hatte mal wieder Lust auf etwas mit Spannung. Auch wenn das hier “nur” ein Jugendthriller ist, hat mich der Klappentext sofort angesprochen und ich wollte mehr erfahren.

Flynn hat January geliebt, schon lange bevor sie ein Paar wurden, denn ursprünglich waren sie beste Freunde und haben alles miteinander geteilt. Naja, fast alles. Denn Flynn hat ein Geheimnis, das er sich noch nicht einmal selber eingestehen möchte…wie soll er es dann January verraten?
Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Haben miteinander gelacht und geweint, waren immer füreinander da, kannten einander in- und auswendig bis es ernster wurde in ihrer Beziehung und January, aufgrund der Hochzeit ihrer Mutter mit einem angehenden Senator, auf eine Privatschule wechseln musste. Dort haben die Probleme begonnen und hatten ihren Höhepunkt an dem Abend bevor January spurlos verschwunden ist.

Nach Januarys Verschwinden setzt Flynn alles daran seine Freundin zu finden und beginnt selber zu ermitteln. Er befragt die neuen Mitschüler und Freunde von January und muss mit Entsetzen feststellen, dass er scheinbar ein ganz anderes Mädchen kannte. Wer war seine Freundin wirklich und was hatte sie zu verbergen? Hat das alles mit ihrem Verschwinden zu tun?

“Niemand wird sie finden” hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Das Buch ist spannend und gut geschrieben. Ich hatte es in Null Komma Nix durchgelesen, da ich unbedingt wissen musste wie es ausgeht.

Caleb Roehrigs Debüt glänzt mit einem fesselnden Schreibstil und gut ausgearbeiteten, authentischen Charakteren. Er macht auch vor wirklich ernsten Themen nicht Halt und webt diese geschickt in seine Geschichte mit ein.
Gut ausgearbeitete Charaktere mit Tiefe, die sich im Laufe des Buches weiterentwickeln, sind mir bei einem Buch besonders wichtig. Denn nur so kann ich mich in die Personen hineinfühlen und auch mit ihnen mitfühlen. Besitzen die Charaktere zu wenig Tiefe, empfinde ich meistens eine gewisse Art von Distanz und es ist mir mehr oder weniger egal, was mit ihnen passiert.
Hätte ich mit Flynn und den anderen Charakteren in diesem Buch nicht mitfühlen können, dann hätte der Autor auf ganzer Linie versagt. Der Spannungsbogen wäre dahin und ich hätte January vermutlich als Zicke abgetan.
Glücklicherweise hat Caleb Roehrig ein Händchen für seine Charaktere gehabt und wusste auch wie man einen Spannungsbogen konstant hoch hält.
Auch wenn ich schon recht früh eine Ahnung hatte, wer hinter allem stecken könnte, diese sich auch bewahrheitete, machte es mir erstaunlicherweise nicht viel aus, da der Autor es im letzten Drittel des Buches noch geschafft hat Wendungen einzufügen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Normalerweise ärgere ich mich immer sehr, wenn ich schon so früh die Auflösung erahne, doch hier hat mich der Autor noch überrascht.

Ohne großartig blutig oder eklig zu werden ist der Jugendthriller nicht unbedingt leichte Kost, aber meiner Meinung nach sehr gut für Jugendliche umgesetzt. Die ernsten Themen erhalten genügend Aufmerksamkeit ohne einen zu erdrücken und wer zu einem Thriller greift, sollte ja eh wissen, dass dort nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Fazit

Caleb Roehrig ist mit seinem Debüt ein Jugendthriller gelungen, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Eine spannende Story, Charaktere mit Tiefgang und keine Scheu vor ernsteren Themen.
Es ist und bleibt aber ein Jugendthriller für Leser ab 14 Jahren – das sollten erwachsene Leser nicht vergessen, wenn sie dieses Buch für sich in Erwägung ziehen.

[Rezension] Mein Kopf, Mein Herz, Mein Weg! von Ulrich Hoffmann

Kopf_Herz_Weg_4.inddTitel: Mein Kopf. Mein Herz. Mein Weg!
Autor: Ulrich Hoffmann
Verlag: Königsfurt-Urania Verlag
Erscheinungsdatum: 27. März 2017
ISBN: 978-3868261608
Format: Taschenbuch (155 Seiten)
Preis: 14,95€
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Worum geht es?

Es gibt viele gute Gründe, sich (und anderen) mehr Glück zu wünschen. Die Frage ist nur, wie das praktisch gelingt. Viele Glücksratgeber verhalten sich wie Diätrezepte: Sie erreichen kurzfristige Erfolge, dann kommt der Jo-Jo-Effekt, und es ist schlimmer als vorher oder zumindest nicht besser.
An dieser Stelle setzt Ulrich Hoffmann an. Er kennt diese Effekte und setzt daher anders an. Kleine Übungen, realistische Ziele für spürbare, nachhaltige Wirkungen. Hoffmanns 28-Tage Plan umfasst das Beste, was die Meditations- und Bewusstseinsforschung international zusammengetragen hat. Eingebettet in unterhaltsame Informationen und wissenschaftliche Fakten führt er Schritt für Schritt Verhaltensweisen in den persönlichen Alltag ein, die Glücksgefühle und Glückserfahrungen verstärken.Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Vor mittlerweile vier Wochen habe ich mich auf den Weg gemacht, mit Hilfe des Buches in 28 Tagen ein glücklicheres Leben zu führen. Geht das eigentlich? Ist es wirklich möglich, dass ein Buch es schafft, dass ich eine positivere Richtung im Leben einschlage? So richtig überzeugt war ich, ehrlich gesagt, nicht. Aber ich bin ein positiv denkender Mensch und wollte dem Experiment von Ulrich Hoffmann auf jeden Fall die nötige Aufmerksamkeit und Wertschätzung zukommen lassen.
Das Cover hat mich sofort angesprochen, denn auch wenn man auf dem ersten Blick nur viele rote, orange und grüne Punkte sehen mag, habe ich beim genauen Betrachten noch viele weitere schöne Dinge entdeckt. Es gibt zum Beispiel kleine blaue Schmetterlinge und kleine rote Herzchen. Auch die kurzen Infos zum Buch auf der Rückseite in den orangefarbenen Kreisen fand ich sehr ansprechend.
Wie bei einem solchen Buch erwünscht, habe ich am Anfang ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis gefunden. Neben den täglichen Übungen gibt es außerdem Checklisten und Tests, die den Weg zum “Glücklich sein” noch unterstützen.
Den Start machen ein Vorwort und Tag 0, an dem es eine kurze Einführung des Autors gibt. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich, locker, leicht und flüssig. Ich hatte zuvor noch kein Buch des Autor gelesen und war positiv überrascht von den einfachen Erklärungen. So hat sich ein schönes Gefühl und eine heimelige Stimmung breit gemacht.
Die täglichen Übungen sind sehr einfach erklärt und konnten von mir leicht umgesetzt werden. Es werden keine Hilfsmittel benötigt, was bei mir ebenfalls punkten konnte. Denn ich finde nichts schlimmer, als beim Kauf eines Buches noch viele extra Ausgaben zu haben, um die gestellten Übungen durchzuführen. Die Übungen fangen ganz leicht an und steigern sich langsam. Alle Übungen sind auch ohne entsprechende Vorkenntnisse zu meistern. Es ist tatsächlich möglich, sie in den Tagesablauf miteinzuarbeiten, auch in einen Zehn-Stunden-Arbeitstag. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die Erklärungen, was die jeweiligen Übungen für einen Nutzen haben. Ich gehöre zu den Menschen, die sich bestimmte Vorgänge sehr gerne bis ins Detail erklären lassen. Neben den genialen Übungen, Tests, Checklisten u.ä. ist das Buch mit vielen wunderschönen Farbfotos bestückt. Diese laden zum längeren Betrachten ein und tragen zur positiven Grundstimmung beim Lesen bei. Ich mag außerdem die verwendeten Farben im Buch und die vielen kleinen Details, die einen Hinweis auf die folgenden Übungen geben. Hier hat sich wirklich jemand sehr, sehr viel Mühe gegeben, dem Leser eine tolle Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.
Dieses Buch ist von Anfang bis Ende wirklich sehr lesenswert und hat mich auf den 155 Seiten stets bestens unterhalten. Ich werde viele Übungen auch nach Beendigung der 28 Tage wiederholen und in meinen neuen Alltag einplanen. Ein Buch, so erfrischend wie die tägliche Dusche am Morgen. Und deshalb möchte ich auch nach den 28 Tagen immer wieder meine Lieblingsübungen wiederholen.

Fazit:

Dies wird sicher mein bisher längstes Fazit, denn zu diesem Buch habe ich ziemlich viel zu erzählen. Es hat es tatsächlich geschafft mich, auf einen anderen, vielleicht richtigen Weg zu bringen und viele Dinge in meinem Leben zu überdenken. Diese täglichen Auszeiten haben mir sehr gut getan. Was mir sehr gefallen hat, war die tägliche Verabredung mit mir selbst. Ich habe gelernt, wie schön es sein kann, ohne Smartphone durch die Natur zu laufen und den Vögeln beim morgendlichen Konzert zuzuhören. Ich habe die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, neue Wege zu laufen und mich von alten Verhaltensmustern zu trennen. Sehr spannend fand ich auch die Erfahrung, wie sich die Atmung auf dem Stress auswirken kann und dass es möglich ist, auch vor einer sonst sehr unangenehmen Herausforderung ruhig und gelassen zu bleiben.
Die Familie hat sich besonders über die Übung “Meckerfasten” gefreut, denn dies hat viele Tage für ein ruhiges und friedliches Miteinander bei uns zu Hause gesorgt. Ich kann wirklich sagen, dass ich mich in den letzten vier Wochen sehr viel mit mir und meinem Umfeld auseinandergesetzt habe und bin mir nun ganz sicher, was ich möchte und was nicht. Ich werde mich von allem trennen, was mich nach unten zieht und anfangen, mich so zu mögen, wie ich bin. Ich bin es leid, mich für mein Verhalten ewig zu entschuldigen und mich zu rechtfertigen. Auch werde ich anfangen, mir nicht immer die Sorgen und Probleme meiner Mitmenschen auf meine Schultern zu laden. Ob dieses Gefühl in meinem Inneren nun tatsächlich von diesem 28-Tage-Plan kommt oder ob ich mich auch einfach so in den letzten Wochen verändert habe, vermag ich nicht zu sagen. Was ich auf jeden Fall sagen kann: Es geht mir gut und ich bin wirklich glücklich.
Wenn ihr auch in einem Tief stecken solltet und mit dem Leben gerade nicht so richtig zurecht kommt, dann gönnt Euch doch einfach mal eine kleine Auszeit mit diesem tollen Buch. Ulrich Hoffmann versteht es mit seinem Schreibstil, seiner Erfahrung und viel Herzblut, seine Leser zum Umdenken zu bewegen. Ich kann Euch “Mein Kopf. Mein Herz. Mein Weg!” wirklich ans Herz legen und wärmstens empfehlen. Vielleicht schafft das Buch es bei Euch ja auch, den Weg in ein glückliches Leben zu lenken. Ich würde es Euch von Herzen wünschen. Ich vergebe die vollen fünf Sterne.

[Kurz gesagt…] Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman

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Titel: Morgen kommt ein neuer Himmel
Autorin: Lori Nelson Spielman
Verlag: FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum: 22. März 2016
ISBN: 978-3-8105-1330-4
Format: Klappenbroschur (368 Seiten)
Preis: 14,99€

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Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, ihre wahren Träume zu verwirklichen.
Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.

Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.

Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha – der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe gibt es doch nur im Film.

Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den ersten Brief – und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen – denn nur sie selbst kann es ändern …
Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden? (Quelle)

Vor gut einem Jahr habe ich bereits “Nur einen Horizont entfernt” von Lori Nelson Spielman gelesen, weil Nina so begeistert von dem Buch war.
Ich hatte einer anderen Freundin davon erzählt, dass ich das Buch lese und daraufhin lieh sie mir “Morgen kommt ein neuer Himmel” aus. Leider musste das Buch ewig lange auf meinem Ausleih-SuB verweilen, aber nun habe ich es endlich geschafft es zu lesen und kann es meiner Freundin wiedergeben.

Ein großes Potpourri an unterschiedlichen Charakteren, die ich allesamt als authentisch und gut gezeichnet empfunden habe.
Die Autorin hat es geschafft, dass ich emotional wirklich mitgegangen bin und so auch Sympathie und Antipathie bestimmten Charakteren gegenüber empfunden habe.
Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung, die die Protagonistin Brett mitgemacht hat. Es ist echt toll zu sehen, wenn Charaktere nicht in ihrer Entwicklung stehen bleiben, sondern die Umstände, in denen die stecken, sie verändern. Das hat Lori Nelson Spielman wirklich gut geschrieben.

Die Autorin hat einen wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil. Sie schreibt sehr humorvoll und emotional und schafft es auch ernste Themen in eine Leichtigkeit zu verpacken, die diese Themen nicht trivial erscheinen lassen, sie aber auch nicht so schwer werden lässt, dass es einen im Lesefluss hemmt.
Ich habe die Ernsthaftigkeit erkannt, habe mich aber dennoch sehr gut unterhalten gefühlt und konnte das Buch sehr leicht und schnell lesen.

Ich kann mich nicht erinnern irgendetwas doof gefunden zu haben. Ein gutes Zeichen, findet ihr nicht? Smile

Mir hat “Morgen kommt ein neuer Himmel” wirklich gut gefallen. Besser als “Nur einen Horizont entfernt”. Ich fand dieses Buch hier emotionaler und gefühlvoller. Die Geschichte an sich ist schon traurig, aber so voller Hoffnung und schöner Gedanken und Erlebnisse. Es hat einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, auch wenn ich mir nicht nur einmal Tränen aus den Augen wischen musste.

Mit 5 von 5 Sternen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.