Kategorie: gelesen

[Rezension] Die Bücherfreundinnen von Jo Platt

978-3-499-26886-1-1

 

Titel: Die Bücherfreundinnen
AutorIn: Jo Platt
ÜbersetzerIn: Katharina Naumann
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2016
Format: Taschenbuch (384 Seiten)
ISBN: 978-3-499-26886-1
Preis: 9,99€

zum Buch

zur Leseprobe

 

Worum geht’s?

Alice, Miriam, Sophie, Connie und Abigail sind schon seit jeher beste Freundinnen. Bereits zu Studienzeiten haben sie sich kennen- und lieben gelernt. Als vor drei Jahren die sechste im Bunde – Lydia – an Krebs stirbt, trifft es die Freundinnen schwer. Lydias letzter Wunsch war es, dass ihr Mann, Jon ihrem Buchclub beitritt, damit er nicht so allein ist. Für die fünf Freundinnen ist das selbstverständlich und so wird Jon in den Club aufgenommen. Er ist seitdem bei jedem Treffen mit dabei und gemeinsam schaffen sie es mit dem schweren Verlust fertigzuwerden. Zusammen lachen und lesen sie und meistern auch alle anderen schwierigen Situationen in ihrem Leben.
So versuchen die Freunde auch Alice aus ihrer Dating-Katastrophensituation hinauszumanövrieren. Blind-Dates und Kupplungsversuche werden gestartet, um den Richtigen für Alice zu finden, damit auch sie endlich wieder richtig glücklich ist.

Meine Meinung zum Buch

Freundschaft ist eins der wichtigsten Güter, die ein Mensch jemals besitzen kann. Innerhalb der letzten Jahre habe ich gelernt, wie wichtig wahre Freundschaft ist und wie schnell man sich in Menschen täuschen kann.
Als ich bei den Neuerscheinungen dann dieses Buch hier entdeckt habe, wusste ich, das ich es unbedingt lesen muss. Freunde, die sich schon über Jahre kennen, füreinander da sind und auch noch zusammen lesen und über Bücher sprechen? Perfekt! Möchte ich auch haben.

Der Start in das Buch ist mir auf den ersten Seiten allerdings etwas schwer gefallen. Jo Platt wirft ganz zu Beginn mit jeder Menge Namen um sich und führt innerhalb weniger Seiten relativ viele Charaktere ein. Glücklicherweise sind alle wichtigen Charaktere innen auf dem Klappcover nochmal kurz zusammengefasst, so dass ich mich relativ schnell fangen konnte und die einzelnen Charaktere gut zuordnen konnte.
Nachdem die Charaktere eingeführt wurden, nimmt uns die Autorin zwischendurch immer mal wieder ein Stück in die Vergangenheit mit, so dass der Leser auch Lydia und die Anfänge der besonderen Freundschaft unter den einzelnen Personen kennenlernen kann. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es ab und an doch recht traurig war.

In “Die Bücherfreundinnen” geht es nicht vorrangig um den Bücherclub und die darin vorgestellten Bücher, sondern um Freundschaft und Liebe. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man anfängt dieses Buch zu lesen, um eventuelle Enttäuschungen zu vermeiden.
Ich bin glücklicherweise mit den richtigen Erwartungen an das Buch herangegangen und konnte einer leichten und schönen Geschichte beiwohnen, die sehr gut als Sommerlektüre dienen kann.

Jo Platt schreibt angenehm flüssig und leicht verständlich. Sprachtechnisch hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzulesen. Es handelt sich hier um ein Buch, das man sehr gut nebenbei lesen kann. Eben locker leicht, manchmal vielleicht auch ein wenig seicht, ohne zu anspruchslos zu wirken.

Auch wenn das Buch mir insgesamt sehr gut gefallen hat, fand ich es an einigen Stellen doch recht vorhersehbar und zu oberflächlich. Manchmal hätte ich mir einen tieferen Blick auf die Charaktere und das Thema Freundschaft gewünscht. Dann wäre das Buch für mich noch besser gewesen. Ich hätte gerne noch viel mehr mitgefühlt und nicht nur teilgenommen. Das ein oder andere Tränchen im Augenwinkel hätte ich mir auch gewünscht. So musste ich ohne auskommen und das war in Ordnung.

Fazit

“Die Bücherfreundinnen” ist ein locker leichtes Buch über Liebe und Freundschaft, das man sehr gut zwischendurch lesen kann. Perfekt für den Urlaub. Wer tiefgreifende Gespräche und Diskussionen über die im Buchclub besprochenen Bücher erwartet, der wird hier leider nicht fündig.
Mir hat das Buch viel Spaß gemacht und ich habe es gerne gelesen. Daher gibt es auch 4 von 5 Sternen von mir.

 

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag und für das Rezensionsexemplar.

[Aktion Stempeln] Juni 2014

Von Aisling Breith ins Leben gerufen, von Favola liebevoll weitergeführt.

 

Die Auserwählten im Labyrinth von James Dashner

An dieses Buch kann ich mich noch sehr, sehr gut erinnern. Zum Teil mag das auch daran liegen, dass ich zusätzlich auch noch den Film dazu gesehen habe. Ich kann mich aber auch noch an die Unterschiede zum Buch erinnern, von daher ist es mir eindeutig im Gedächtnis geblieben.
Ich mochte das Buch richtig gern und fand die Umsetzung des Films auch ganz gut. Sie sind tatsächlich größtenteils beim Original geblieben und sowas freut mich immer.

 

 

Die Auserwählten in der Brandwüste von James Dashner

Auch hier kann ich mich noch sehr gut an den Inhalt des Buches erinnern. Zwar habe ich erst vor wenigen Wochen den Film zu diesem Band gesehen, aber ich kann euch sagen, dass sie echt so gut wie nichts aus dem Buch umgesetzt haben. Das hat mich tierisch gestört. Wenn es schon eine Buchvorlage gibt, warum bleibt man dann nicht zumindest grob an ihr dran, sondern verändert so gut wie alles? Verstehe ich nicht.

 

 

Die Auserwählten in der Todeszone von James Dashner

Überraschung! Zwinkerndes Smiley Ich habe die gesamte Trilogie im Juni 2014 gelesen, weil mir die Bücher so gut gefallen haben. An den dritten Teil kann ich mich allerdings leider nicht mehr so gut erinnern. Ich weiß noch, dass ich ihn relativ schnell und auch oberflächlich gelesen habe und das mag der Grund dafür sein, dass ich mich nicht mehr richtig erinnern kann.

 

 

Vollstreckerin der Königin – Das grüne Tuch von Angelika Diem

Hier kann ich mich nicht mehr zu 100% an alles ganz genau erinnern, aber es reicht definitiv für einen grünen Stempel. Hier handelt es sich um eine Anthologie. Ich mochte den ersten Band schon echt gerne und auch diese Kurzgeschichtensammlung hat mir sehr gut gefallen. Wird Zeit, dass es mit Caitlynn weiter geht. Smiley

 

 

 

Dieses Mal bin ich sehr zufrieden mit meinem Schnitt. Ich habe schon mal auf Juli 2014 geluschert und gesehen, dass ich in dem Monat ganze 9 Bücher gelesen habe. Ob ich mich dann immer noch so gut an so viele Bücher erinnern kann, ist fragwürdig. Aber mal schauen.

[Rezension] Milten & Percy–Das Schloss der Skelette von Florian C. Booktian

27815829

 

Titel: Milten & Percy–Das Schloss der Skelette
AutorIn: Florian C. Booktian
Verlag: selfpublished
Erscheinungsdatum: 03. November 2015
Format: eBook (173 Seiten)
ASIN: B017WWO7CA
Preis:  0,99€

zum Buch

zum Autor

 

 

Worum geht’s?

Detective Percy Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown, und nach einem ausgelassen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Anschein trügt, bald wendet sich alles gute zum Schlechten und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich was überhaupt passiert ist. Tauchen Sie ein in die Galaxy #590B, dem neuen Fantasy Universum von Florian C. Booktian. Voll mit kuriosen Kreaturen, einzigartigen Schauplätzen und zwei unvergesslichen Freunden: Milten und Percy. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Wir befinden uns in der Galaxy #590B und weil die Planer dieser Galaxy große Fans der Erde sind, haben sie auch hier eine in Auftrag gegeben. Leider reichte das Geld aber nur für eine halbe Erdkugel, so dass die andere Hälfte durch den Planeten Gnaa ersetzt wurde. So kommt es also, dass Menschen zusammen mit Monstern, bizarren Geschöpfen, sprechenden Tieren und Fabelwesen zusammenleben. Das Zusammenleben klappt mal mehr, mal weniger gut, da einige dieser Wesen die Menschen einfach zum Fressen gern haben … im wahrsten Sinne des Wortes.

Das alles klingt kurios? Das ist es auch. Der Leser begleitet Detective Percy Meercat, seines Zeichen Erdmännchen und seinen (zunächst) ungewollten Praktikanten und “gewöhnlichen” Menschen Milten Greenbutton bei ihrem neusten Fall.
Eigentlich möchte Percy nichts weiter als Urlaub machen, als er sich plötzlich mit verschwundenen Stadtbewohnern und sprechenden Skeletten auseinandersetzen muss.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zu Beginn des Buches eine ganze Weile Schwierigkeiten mit der Art und Weise von Percy hatte. Er war mir ein wenig zu unmoralisch und zu flapsig. Der Autor hat es dann aber doch noch geschafft, dass ich mich dem Protagonisten angenähert habe, auch wenn ich ihn nie zu 100% mögen werde. Auch wenn es nicht wirklich ernstgemeint ist, habe ich Schwierigkeiten damit, wenn irgendjemand, und sei es nur ein Charakter aus einem Buch, Drogen verherrlicht oder verharmlost. Es war nur eine Erwähnung am Rande, aber für mich war es (leider) eine prägende Erwähnung, die in einem Abfall der Sympathiepunkte geendet hat.
Milten hingegen mochte ich sehr. Er ist eher ein Nerd und hat eine Menge drauf. Mit ihm bin ich gleich warm geworden.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, so dass ich mich nicht umständlich einlesen musste, sondern von Anfang an Zugang gefunden habe. Passend zu der humor- und phantasievollen Geschichte ist der Schreibstil eher umgangssprachlich gehalten.

Florian C. Booktians Buch ist anders. Es ist kurios, durchaus witzig und manchmal auch spannend. Doch ich finde, dass man hier den richtigen Humor mitbringen muss, um das Buch bzw. die Geschichte nicht zu abstrus zu finden. Ich konnte beim Lesen sehr wohl schmunzeln, aber mein Humor wurde nicht ganz getroffen, so dass ich manchmal mit ein paar mehr Fragezeichen im Gesicht vor meinem eReader saß und mich fragte, was genau mir diese Szene nun sagen soll.

Fazit

Wenn ihr nach einem “etwas anderen” humorvollen Fantasybuch mit sehr leichtem Sci-Fi Einschlag sucht, dann werft mal einen Blick auf dieses eBook. Mein Tipp: Lest euch vorher eine Leseprobe durch, damit ihr schauen könnt, ob euch der Humor zusagt.
Mir hat das Buch durchaus gefallen, doch ab und an war es mir dann doch zu ausgefallen und manchmal auch ein wenig zu albern. Phantasie und Schreibtalent konnte der Autor aber allemal beweisen.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

[Lese-Rückblick] Mai 2016

 

Der Mai ist nun auch um und im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten war ich wirklich fleißig. Ich hatte dieses Mal aber auch ein paar richtig tolle Bücher dabei, die meinen Lesefluss ordentlich angekurbelt haben. Außerdem rückt die Geburt meines Bauchzwergs immer näher und ich möchte vorher noch einige (am besten alle) meiner Rezensionsexemplare lesen und rezensieren. Aber ob ich das schaffen werde, weiß ich nicht.

Gelesen & Gehört

Gelesene Bücher Mai 2016

skala-4-stern

Insgesamt gelesene Seiten: 1501
      Ø 49 Seiten pro Tag
Insgesamt gehörte Minuten: 434
      Ø 14 Minuten pro Tag

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 6
abgebrochene Bücher: 0
neue Bücher: 5

  • Reziexemplare: 1
    geschenkt/gewonnen: 4
    ausgeliehen: 0
    gekauft: 0
    ertauscht: 0

Was sonst noch so los war…

Da der Geburtstermin meines kleinen Bauchzwergs immer näher rückt, habe ich mein Lesepensum etwas angezogen, um noch möglichst viele meiner Rezensionsexemplare vor der Geburt zu lesen und zu rezensieren. Da ich noch einen ganz beachtlichen Stapel habe, werde ich auch keine weiteren Exemplare mehr annehmen, da ich nicht weiß wann ich nach der Geburt wieder zum Lesen kommen werde.
Ansonsten bereiten wir unser Zuhause auf den neuen Erdenbewohner vor. Das Büro musste in den Keller weichen und die Wände des neuen Kinderzimmers sind schon gestrichen, fehlen nur noch die eingebauten Schränke. Die sollen nämlich nicht mehr in einem doofen Grau daherkommen, sondern schön hell und freundlich werden. Die Babyzimmermöbel sind auf dem Weg zu uns und ich bin fleißig dabei alles an Kleidung und Utensilien für das Baby zu waschen.
Wie ihr merkt, dreht sich zur Zeit bei mir viel um das Baby, aber ich komme auch noch gut zum Lesen. Ich könnte sogar noch ein wenig mehr lesen, würde ich mich nicht ständig mit unnötigem Kram ablenken. Zwinkerndes Smiley

Ich habe mit dem vierten Teil der Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout angefangen und hoffe, dass sich dieser Teil nicht wieder so zieht wie der letzte. Für das letzte Hörbuch habe ich bestimmt zwei Monate gebraucht, um es durchzuhören. Uff. Außerdem habe ich ein Buch angefangen zu lesen, das gar keine guten Kritiken bekommen hat. Ich bin sehr gespannt…noch gefällt es mir ganz gut, weil der Schreibstil sehr flüssig und gut zu lesen ist. Aber ich merke schon, dass es sich hierbei erneut um eins der Bücher handelt, in denen viel Text, aber wenig Inhalt steckt. Aber ich lasse mich sehr gerne überraschen.

Ich habe übrigens eine neue Serie für mich entdeckt! “Sense8”! Die Serie ist einfach nur der Hammer, aber ich habe die erste Staffel schon durch und weine gerade leise vor mich hin, weil es noch keine zweite Staffel gibt. Es ist auf jeden Fall keine Serie, die man mal eben nebenher guckt, sondern eine, wo man aufpassen muss, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich mag sowas ja unheimlich gerne.

Wie war euer Lesemonat? Seid ihr zufrieden?

[Rezension] Marked: Eine teuflische Liebe von Sue Tingey

Tingey_SMarked_164768

 

Titel: Marked: Eine teuflische Liebe
AutorIn: Sue Tingey
ÜbersetzerIn: Sabine Thiele
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2015
Format: Paperback (416 Seiten)
ISBN: 978-3-453-31694-2
Preis: 12,99€

zum Buch

Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Lucky deSalle war von jeher anders. Selbst als Kind wollte sie nie so recht dazugehören. Das Leben als Außenseiterin verdankt sie ihrer Gabe Geister zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Selbst ihre beste Freundin Kayla, die sie schon seitdem sie denken kann begleitet, ist ein Geist.
Nachdem Lucky zu einem Geistervorfall in ihrer alten Schule gerufen wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Statt der harmlosen Geister erwartet sie dort ein nicht ganz so harmloser Dämon auf sie, der eine Nachricht für Kayla hat. Wieso interessiert sich ein ein Dämon für einen stinknormalen Geist? Was verbirgt Kayla vor ihr und wieso tauchen plötzlich gleich zwei neue Männer in ihrem Leben auf, die Probleme mit Geistern und Dämonen haben? Um all den Fragen auf den Grund zu gehen, muss Lucky in die Unterwelt hinabsteigen…was sie dort sieht und erfährt, gefällt ihr gar nicht.

Meine Meinung zum Buch

Als vor einigen Monaten die Anfrage zu diesem Buch kam, war ich sofort hin und weg von dem Klappentext und dem Cover des Buches. Ich behaupte ja immer, ich sei nicht so ein typisches Mädchen, aber das Pink des Covers hat mir einfach richtig gut gefallen.
Eine befreundete Buchhändlerin meinte dann aber, das Buch würde sich etwas ziehen und ich solle nicht mit so hohen Erwartungen herangehen. Die Leselust war etwas gedämpft, aber meine Freundin sollte sich täuschen. Ich habe mit dem Buch angefangen und in Null Komma Nichts hatte ich es ausgelesen. Kein Ziehen, keine Längen, keine Langeweile.

Ganz im Gegenteil sogar. Das Buch konnte mich von Anfang an gleich fesseln und mitnehmen. Die Protagonistin Lucky ist recht vielschichtig. Auf der einen Seite wirkt sie sehr tough und emanzipiert, kann aber auf der anderen Seite auch sehr schüchtern und unsicher wirken. Eine ganz interessante Mischung, die mir sympathisch war.
Häufig habe ich in Büchern, in denen es um weibliche Protagonistinnen geht, die plötzlich von sehr gutaussehenden männlichen Charakteren umgeben sind, das Problem, dass eben diese Protagonistinnen plötzlich zu doofen, naiven, zu nichts mehr fähigen Gören mutieren. Glücklicherweise ist mir das hier erspart geblieben. Lucky hat sich in ihrer Art und Weise nicht großartig verändert und ihr teilweise vorlautes Mundwerk behalten.
Insgesamt fand ich alle (guten) Charaktere sehr sympathisch und gut ausgearbeitet. Ich habe eine Beziehung zu ihnen aufbauen können und so mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten. Einer meiner Lieblingscharaktere war Luckys treuer Drakon (Drache). So einen hätte ich auch gerne zu Hause. <3
Auch bei den “Bösen” hat Sue Tingey es geschafft, mir die richtigen Emotionen und Gefühle mitzugeben. Ich habe sie einfach nur verabscheut und ihnen die Pest an den Leib gewünscht.
Sehr gut fand ich, dass die Autorin kein Schwarz-Weiß-Denken an den Tag legt. Die “guten” Charaktere sind eben nicht immer nur gut und die “Bösen” nicht immer nur böse.

Überzeugen konnte mich Sue Tingey auch mit ihrem Schreibstil und ihrem Humor. Detailliert und plastisch genug, damit ich Teil der Geschichte werden konnte, aber nicht so sehr, dass mein eigenes Kopfkino nicht mehr mehr anspringen wollte. Ich konnte mir immer noch genügend Dinge selber ausmalen und ausdenken.
Ich mag ironischen und leicht sarkastischen Humor sehr und dieser ist ihr, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen in diesem Buch.

Jetzt nach dem Lesen des Buches kann ich den Titel und auch den Untertitel verstehen und nachvollziehen, auch wenn ich finde, dass die Liebe hier eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Vielleicht wird es im nächsten Band in eine etwas andere Richtung gehen, aber für mich standen hier Freundschaft, Loyalität und das Kennenlernen der Anderswelt und der Dämonen im Vordergrund.

Fazit

Mit “Marked: Eine teuflische Liebe” ist Sue Tingey meiner Meinung nach ein humorvoller und kurzweiliger Auftakt in eine spannende Fantasywelt gelungen. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf wie es weitergehen wird und wie sich die Charaktere entwickeln.
Wer sich von Dämonen nicht abschrecken lässt, der sollte einen Blick auf dieses Buch riskieren. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

[Rezension] Die Sandwitwe von Derek Meister

Meister_DDie_Sandwitwe_JH_2_162597

Titel: Die Sandwitwe
AutorIn: Derek Meister
ÜbersetzerIn: /
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2016
Format: Taschenbuch (384 Seiten)
ISBN: 978-3-7341-0061-1
Preis: 9,99€

zum Buch

Leseprobe

 

Worum geht’s?

Nachdem Kommissar Knut Jansen und Profilerin Helen Henning den Jungfrauenmacher geschnappt haben, kehrt wieder Ruhe in das eigentlich verschlafene Städtchen Valandsiel ein. Doch diese Ruhe wärt nicht lange und die beiden stehen vor einem neuen Rätsel. Schon wieder scheint ein Serienmörder unterwegs zu sein. Einer, der seine Opfer bei lebendigem Leibe mit Sand füllt, woran sie qualvoll ersticken. Um die Opfer herum finden die Beamten auch merkwürdige Sandtürmchen, kunstvoll drapiert.
Sind die Opfer zufällig ausgewählt oder kann die Profilerin ein Muster entdecken bevor der Nächste zu schaden kommt? Für Knut Jansen und Valandsiel geht es spannend weiter.

Meine Meinung zum Buch

Es geht weiter mit Jansen und Henning, die hier im hohen Norden zu Hause sind. Und da mir bereits Band 1 “Der Jungfrauenmacher” gut gefallen hat, war ich sehr froh über die Anfrage, ob ich auch den zweiten Band lesen wollen würde. Natürlich!
Vorab kann ich schon einmal sagen, dass man als Leser ruhigen Gewissens auch erst mit diesem Buch einsteigen kann. Sowohl beim Jungfrauenmacher als auch bei der Sandwitwe handelt es sich um abgeschlossene Fälle. Einzig die Entwicklung unserer Protagonisten versteht man besser, wenn man die Bücher der Reihe nach liest.

Mit der Sandwitwe ist Derek Meister erneut ein interessanter und spannender Thriller gelungen, bei dem man nicht zimperlich sein darf, der aber für meinen Geschmack nicht zu blutig oder unappetitlich ist.
Lag im erste Band der Fokus noch mehr auf den beiden Ermittlern Jansen und Henning, wird hier mehr der Fall an sich beleuchtet. Die beiden Protagonisten kommen aber nicht zu kurz und wir lernen etwas mehr über sie und ihre Vergangenheit.

Das Nordseefeeling empfand ich etwas stärker im ersten Buch, aber auch hier kommt es nicht zu kurz. Wer also ein Nordsee- bzw. Meer-Fan ist, der wird sich trotz des Thrillerseetings wohl fühlen.  Ansonsten schafft der Autor es mit seinem recht brutalen Täter den Leser emotional mit den Opfern mitleiden zu lassen. Wieder weiß der Leser nicht mehr als die Ermittler und so kann Derek Meister mit einer überraschenden Wendung trumpfen, die ich sehr lange Zeit nicht einmal erahnt hatte.

Das Ende an sich ist logisch und nachvollziehbar und glücklicherweise nicht in aller Eile abgehandelt. Mich stört es immer sehr, wenn gerade das Ende den Eindruck macht, es müsse in 20 Seiten Text verpackt werden, bloß keine Seite mehr und es einfach nur noch hetzig wird. Das hat der Autor sehr gut hinbekommen. Das Ende erklärt alles in Ruhe und lässt Raum für einen weiteren Band. Kleiner Kritikpunkt: Nach der überraschenden Wendung konnte ich die Handlung recht gut voraussehen – es kam nichts mehr Neues. Das ist aber in der Tat nur ein kleiner Kritikpunkt, denn bis dahin hatte ich keinerlei wer der Täter sein könnte und welches Motiv ihn zu den abscheulichen Taten getrieben haben.

Fazit

Auch der zweite Band um Henning und Jansen konnte mich wieder gut unterhalten. Ein spannend geschriebener Thriller, der auch das Ermittlerteam ausreichend im Fokus stehen lässt. Ich bin auf jeden Fall auf einen weiteren Band gespannt und hoffe noch mehr über die Vergangenheit der Protagonisten zu erfahren.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

[Gastrezension] Unendliche Begierde – Zwischen Liebe und Lust von Don Ramirez

Unendliche Begierde

 

Titel: Unendliche Begierde – Zwischen Liebe und Lust
Autor: Don Ramirez
Übersetzer: /
Verlag: BoD Books on Demand, Norderstedt
Erscheinungsdatum: 10. März 2016
Format: Taschenbuch (320 Seiten)
ISBN: 978-3738640915
Preis: 11,90€

zum Buch

Leseprobe

 

Gastrezension von Nina

Worum geht’s?

Saskia hat sich in Don’s Herz festgesetzt. Nach seiner Trennung von Anita verliebt er sich in seine beste Online-Freundin. Nach dem ersten realen Treffen versucht Saskia ihm beizubringen, dass sie nur Freundschaft möchte. Don flüchtet sich in Abenteuer und lernt dabei Sarah kennen. Doch zwischen Saskia und Don soll noch mehr geschehen.  (Quelle)

Meine Meinung zum Buch:

Nach “Unerwartete Lust” und “Temperamentvolle Leidenschaft” ist “Unendliche Begierde” nun das dritte autobiografische Buch von Don Ramirez. In seinen Büchern erzählt der Autor von seinen eigenen erotischen Abenteuern. Meine Rezension zu “Temperamentvolle Leidenschaft” findet Ihr hier .

Auch diesmal finde ich die Gestaltung des Covers gelungen. Ich mag das Pärchen auf dem Bild und auch die dezenten Farben des Buches. Die verwendete weiße Schrift sticht ins Auge und das Buch hat dadurch einen Wiedererkennungseffekt.

Bevor ich mit dem dritten Band gestartet bin, habe ich nochmal die letzten Kapitel des zweiten Bandes gelesen, um einen leichtern Einstieg in die Geschichte zu finden. Schon nach ein paar Seiten war ich dann bereits wieder in der Geschichte angekommen. Wie bei den Vorgängerbänden ist auch in diesem Buch der Schreibstil leicht und flüssig. Die Sprache ist wie gewohnt sehr direkt, teilweise derb und vulgär. Das Buch trägt ganz klar die Handschrift eines Mannes. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich dadurch auch zügig lesen.

Das Buch startet auch diesmal mit einem interessanten Vorwort. Beim letzten Mal hatte ich mich daran gestört, dass in vielen der Geschichten, nichts über die Verhütung geschrieben wurde. Der Autor hat mir zwar versichert, dass er immer mit Kondom verhüten würde, aber bei einigen der dort beschriebenen  Geschichten hätte ich es gerne gelesen und fand es nicht passend, die Verhütung unerwähnt zu lassen. Diesmal gibt es eine Erklärung zu Beginn das Buches und das finde ich gut. Es gibt noch eine Änderung in diesem Buch, und zwar die Schrift der Kapitelüberschriften. Warum diese geändert wurden kann ich nicht sagen, mir gefiel die schlichten Überschriften besser.

“Unendliche Begierde” beginnt spannend und ich war sehr interessiert zu erfahren, wie es nach der Trennung von Anita in Dons Liebesleben weitergeht. Leider hat dieses Buch aber sehr viele Längen und kann die am Anfang aufgebaut Spannung kaum halten. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass der Autor mit vielen Geschichten lediglich Seiten füllen wollte. Während ich die letzten beiden Bücher durchweg spannend und interessant gefunden hatte, war ich bei diesem Buch ziemlich enttäuscht. Die erotischen Abenteuer sind teilweise sehr übertrieben dargestellt und ich kann kaum glauben, dass sich die Geschichten so wirklich abgespielt haben sollen. Mich hat dieses Buch leider nicht so richtig gepackt. Mag sein, dass sich mittlerweile auch mein Anspruch an die Bücher geändert hat und ich mit dem Genre Erotik im allgemeinen nicht mehr so viel anfangen kann. “Fifty Shades of Grey” und “Crossfire” waren für mich damals neu, aber mittlerweile finde ich alles irgendwie gleich.  Ich habe mich durch dieses Buch regelrecht geschleppt, es immer wieder zur Seite gelegt und dann wieder neu gestartet. Der Schluss gefällt mir wieder gut, aber das kann meinen negativen Eindruck vom Buch bedauerlicherweise auch nicht mehr verbessern.

Dieses Buch wird sicher begeisterte Leserinnen finden, mich konnte es diesmal nicht überzeugen. Deshalb gibt es für “Unendliche Begierde – Zwischen Liebe und Lust”  auch nur 2 von 5 Sternen.

[Rezension] Basaltblitz: Geburt eines Helden von Markus Tillmanns

Basaltblitz

 

Titel: Basaltblitz – Geburt eines Helden
AutorIn: Markus Tillmanns
Verlag: selfpublished
Erscheinungsdatum: 13. September 2015
Format: eBook (110 Seiten)
ASIN: B0143GWWIO
Preis:  0,99€

zum Buch

zum Autor

 

Worum geht’s?

Der schüchterne und eher schmächtige Nick hat es in der Schule nicht gerade leicht. Ständig wird er gemobbt und gepiesackt, obwohl er einfach nur in Ruhe seine Comics lesen möchte.
Als er eines Tages zufällig einen Kometen isst, ändert sich sein Leben schlagartig. Nick wird zum Superhelden, was ziemlich cool wäre, wenn da nicht dieser ständige Durst und die fiesen Superschurken wären.

Meine Meinung zum Buch

“Basaltblitz – Geburt eines Helden” ist der erste Teil einer Kurzgeschichtenreihe um Nick und seinen Freund Be. Als Markus Tillmanns mich vor einigen Monaten anschrieb und mich fragte, ob ich sein Lesehäppchen gerne rezensieren wollen würde, war mir gar nicht bewusst, dass es sich um eine recht kurze Kurzgeschichte handelt, obwohl die Bezeichnung “Lesehäppchen” das ja schon ahnen lies.

Das Büchlein hatte ich innerhalb von zwei Stunden beendet. Ihr seht, es lässt sich richtig schnell lesen. Da dies nicht das erste Buch ist, das ich von Markus Tillmanns lese, kann ich sagen, dass sein Schreibstil gewohnt gut bleibt. Flüssig und humorvoll wird der Leser auch durch dieses Werk des Autoren geleitet.
Allerdings hat Tillmanns auch eine ganz besondere Art zu schreiben und sich Themen für seine Bücher auszusuchen. Ich habe bereits sein erstes Werk “Teufel” gelesen und war auch bei diesem Buch recht zwiegespalten. Mit Balsaltblitz geht es mir ähnlich.
Der Schreibstil ist super, die Idee an sich interessant und ganz witzig, aber auch hier bin ich mit der Umsetzung nicht ganz zurecht gekommen.

Nick ist schüchtern, sehr schmal gebaut und dadurch leider ein permanentes Mobbingopfer. Das Thema Mobbing hier einfließen zu lassen, finde ich ganz toll und die Botschaft zwischen den Zeilen ist genau das, was mich an diesem Buch gefreut hat. Doch die Geschichte an sich wurde mir einfach zu abstrus. Nick isst einen Kometen, entdeckt seine Superkraft und hat plötzlich den Drang Blut zu trinken. Das war mir einfach zu vampirig, zu weit hergeholt, zu unglaubwürdig, obwohl es Fantasy ist. Ich hatte beim Lesen nicht nur einen “Was zum…?!” – Moment.

Markus Tillmanns gehört für mich zu den Autoren, deren Art und Stil man mögen muss, um mit seinen Büchern zurecht zu kommen. Ich scheine leider nicht dazuzugehören. Aber ich bin mir sicher, dass es viele Menschen geben wird, die er mit seinen Büchern begeistern kann.

Fazit

Eine Kurzgeschichte für Markus Tillmanns Fans und Leser, die auf abgefahrene Geschichten stehen. Mir persönlich war die Geschichte zu abstrus, obwohl mir der Schreibstil, wie immer, sehr gut gefallen hat.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

[Aktion Stempeln] Mai 2014

Von Aisling Breith ins Leben gerufen, von Favola liebevoll weitergeführt.

 

Das verbotene Eden: Magda und Ben – Thomas Thiemeyer

In Zügen kann ich mich noch an den Inhalt des Buches erinnern, aber es reicht leider nicht aus, um den grünen Stempel zücken zu können. Wahrscheinlich würde alles wiederkommen, sobald ich das Buch erneut lesen würde, aber so – nee.
Ich weiß noch, dass mir die Trilogie von Buch zu Buch besser gefallen hat und der Finalband mir am meisten von allen drei Büchern zugesagt hat.

 

 

 

Watermind – M. M. Buckner

An dieses Buch kann ich mich noch recht gut erinnern. Erinnern kann ich mich auch daran, dass ich mich durchkämpfen musste, weil ich es einfach nur langweilig und gegen Ende hin nur noch abstrus fand. Damals habe ich noch keine Bücher abgebrochen, heute hätte ich es vermutlich getan. Mein Vater hatte mir das Buch ausgeliehen und war total begeistert davon. Wie unterschiedlich Meinungen doch sein können.

 

 

Eene Meene, einer lebt, eienr stirbt – M.J. Arlidge

Hier habe ich ein klein wenig Auffrischung in Form meiner Rezension zu dem Buch gebraucht, aber dann kam die Erinnerung daran zurück. Witzigerweise habe ich es spannender und fesselnder in Erinnerung als meine Rezension dazu klingt. Ich habe damals knappe 4 Sterne vergeben, weil die Ermittlungsarbeit mir zu sehr im Vordergrund stand. Heute würde ich vermutlich keine knappen 4 Sterne mehr vergeben, sondern sehr gute, denn die Geschichte und die Idee sind sehr spannend.

 

 

 Blind Walk – Patricia Schröder

Wie schade! An den Inhalt dieses Buches kann ich mich nur noch ganz dunkel erinnern, dabei dachte ich, ich hätte fast alles noch im Kopf. Aber dann musste ich feststellen, dass ich den Inhalt mit einem anderen Buch verwechselt habe. Ich weiß noch, dass mir das Buch damals richtig gut gefallen hat und ich es innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Vielleicht sollte ich es einfach nochmal lesen. Smiley

 

 

 

Ein 50/50 – Ergebnis. Na immerhin ist das besser als die Nullrunde vom letzten Monat. Bei Blind Walk ärgert es mich ein wenig, dass ich den Inhalt so vergessen konnte, aber vielleicht nutze ich das ja wirklich als Chance das Buch noch ein zweites Mal zu lesen.

[Rezension] Pala – Das Spiel beginnt von Marcel van Driel

9783841503534

 

Titel: Pala – Das Spiel beginnt
AutorIn: Marcel van Driel
ÜbersetzerIn: Kristina Kreuzer
Verlag: Oetinger Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 22. April 2016
Format: Paperback (320 Seiten)
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
ISBN: 978-3-8415-0353-4
Preis:  10,99€

zum Buch

Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Die 13-jährige Iris hat es nicht ganz leicht. Nachdem ihr Vater sich vor einiger Zeit selber das Leben genommen hat, ist nun auch ihr Bruder seit diversen Wochen verschwunden. Um der unschönen Realität zu entkommen, flüchtet sich Iris immer häufiger in das Online-Spiel “Pala”, das weltweit für Begeisterung sorgt. Als Superheld ist man dort in der virtuellen Welt unterwegs und muss verschiedene Rätsel lösen und Gefahren meistern.
Was Iris jedoch nicht ahnt, Pala existiert in der Realität und die besten Spieler weltweit werden dorthin entführt – eine Insel, mitten im Ozean, von der es kein Entkommen gibt. Mr Oz, der “Erfinder” von Pala möchte die Jugendlichen zu Geheimagenten ausbilden, denn jeder von ihnen hat ein ganz besonderes Talent. Iris beispielsweise verfügt über ein fotografisches Gedächtnis.
Doch wer ist Mr Oz und was genau hat er vor? Auf Pala angekommen muss Iris um ihr Überleben kämpfen und weiß nicht mehr wem sie trauen kann und wem nicht.

Meine Meinung zum Buch

“Pala – Das Spiel beginnt” ist der erste Band der Braingames-Trilogie und hat mich bereits vom Cover und dem Klappentext her angesprochen, noch bevor es überhaupt offiziell erschienen ist. Als ich es bei den Neuerscheinungen entdeckt hatte, wusste ich, dieses Buch werde ich lesen müssen. Es entspricht absolut meinem Beuteschema, da ich selber, zumindest früher, sehr gerne Online-Spiele gespielt habe. Van Driels Idee diese Online-Games zur Realität werden zu lassen, ist zwar nicht neu, aber für mich immer wieder spannend und interessant.

Bei “Pala” handelt es sich um ein Jugendbuch und genau so sollte es meiner Meinung nach betrachtet werden. Ich selber bin dem empfohlenen Lesealter von 12-15 Jahren schon ein paar Jahre entwachsen, aber auch mir hat die Lektüre sehr viel Spaß bereitet und für aufregende und spannende Momente gesorgt. Nichtsdestotrotz gab es Stellen und Momente im Buch, bei denen ich als Leserin sehr stark gemerkt habe, dass es sich eben um ein Jugendbuch handelt. Insgesamt läuft alles zu glatt und zu schnell ab oder es wird zu übertrieben dargestellt. Dies muss natürlich nicht zwangsläufig in jedem Jugendbuch der Fall sein, doch für mich charakterisieren sich Jugendbücher häufig mit genau diesen Eigenschaften. Kritisieren möchte ich dennoch die mangelnde Tiefe. Eben weil alles so schnell und so glatt abläuft, gibt es kaum eine Chance, dass der Leser tiefer ins Geschehen eintaucht. Auch nicht in die Gefühl- und Gedankenwelt der Charaktere. Alles bleibt recht oberflächlich, dafür aber sehr spannend.

Ohne großartiges Vorgeplänkel startet das Buch sofort mitten in der Geschichte. Es werden nicht seitenlang Charaktere eingeführt bzw. vorgestellt, sondern der Leser wird mitten hinein geworfen. Etwas, was mir persönlich sehr gut gefällt. Charaktere kann man auch nach und nach einführen, da kann sich eine Einführungsphase schon mal recht zäh gestalten und gerade bei Jugendbüchern, möchte der Autor seine Zielgruppe am Ball halten. Das schafft Marcel van Driel besonders gut. Ich habe den Anfang des Buches – nein, eigentlich das gesamte Buch, nur so verschlungen.
Es lässt sich leicht und flüssig lesen und ich als Leserin bin quasi durch die Geschichte geflogen. Nachdem ich vor diesem Buch eine kleinere Leseflaute hatte, kann ich sagen, dass diese zumindest für den Zeitraum dieser Lektüre verflogen ist. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach einem Jugendbuch angemessen, hat mich als erwachsene Leserin aber auch nicht zu sehr unterfordert. Ein gutes Buch für Zwischendurch, das kein großartiges Nachdenken erfordert.

Die Charaktere des Buches sind nahezu alles Kinder oder Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen. Jeder von ihnen hat ein besonderes Talent und die meisten zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie intelligenter sind als der Durchschnitt. Das alles wirkt sich darauf aus, wie Aussehstehende sie wahrnehmen.Iris ist beispielsweise 13 Jahre alt, verhält sich aber mehr wie eine 16 oder 17-jährige. Und Iris ist nicht der einzige Charakter bei dem das auffällt. Ich selber habe mich nicht so schwer damit getan, dass sie Altersangaben der Kinder und Jugendlichen ab und an nicht mit der Realität zusammenpassen, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass besonders begabte und intelligente Kinder gerne mal älter wirken als sie eigentlich sind. Erwähnen möchte ich es trotzdem, da ich dieses Buch in einer Leserunde gelesen habe und viele der Leser damit ein Problem hatten.

“Pala – Das Spiel beginnt” ist eins dieser Bücher, bei dem ich als Leserin einige Kritikpunkte aufzählen kann, das mir aber dennoch richtig gut gefallen hat. Da es ein Auftaktband ist, bleiben verständlicherweise noch viele Fragen offen und machen so Lust auf mehr. Ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie und hoffe, dass es genauso spannend weitergeht.

Fazit

Trotz einiger Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe gespannt Seite für Seite gelesen und konnte es gar nicht schnell genug inhalieren. Ein richtiger Pageturner. “Pala – Das Spiel beginnt” ist ein Jugendbuch und genauso sollte man es auch betrachten. Nicht alles ist authentisch und realistisch, einiges ist überzogen oder zu schnell gelöst, aber insgesamt ist es ein sehr spannendes und gutes Buch, das von mir sehr gute 4 von 5 Sternen erhält.