Kategorie: gelesen

[Rezension] PHOENIX – Unsere Rache wird euch treffen von Matthias Jösch

PHOENIX

 

Titel: PHOENIX – Unsere Rache wird euch treffen
Autor: Matthias Jösch
Verlag: dotbooks
Erscheinungsdatum: Dezember 2014
Format: eBook (557 Seiten)
ISBN: 9783955206789
Preis: 6,99€ (eBook)

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XXL Leseprobe

 

 

 

Worum geht’s?

In Feuer, Schutt und Asche ist das dritte Reich untergegangen – doch noch immer träumen Fanatiker davon, es in blutigem Glanz auferstehen zu lassen. Eine junge Mossad-Agentin findet Hinweise auf eine schier unglaubliche Verschwörung und beginnt zu ermitteln. Von all dem ahnt der Mathematikdozent und BND-Mitarbeiter Adrian von Zollern nichts, als er in einem holländischen Antiquariat eine harmlos aussehende Kiste mit alten deutschen Schallplatten entdeckt. Doch schon kurze Zeit später muss er um sein Leben kämpfen – und gegen eine mächtige Organisation, die vor nichts zurückschreckt, um die Welt zu unterwerfen. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Der Klappentext geht bereits auf das Thema ein: Das dritte Reich soll wieder auferstehen. Diese Anspielung allein schon durch den Feuervogel Phoenix im Titel hat es bereits in sich. Die Geschichtsbücher sind voll der Erklärungen, wie es damals zum Aufstieg des dritten Reiches kommen konnte. Das Buch geht einen gänzlich anderen Weg. Einen, der so nachvollziehbar, so kalt, so unbarmherzig und zugleich erschreckend realistisch wirkt, dass ich nur hoffen kann, dass es dabei bleibt: Einer Geschichte, die mich – zugegeben – von der ersten Seite an nicht einfach nur abgeholt, sondern mitgerissen hat. In wiefern sich das mit der Nibelungensaga verbinden lässt (im Ernst: Wer hätte hier schon mit Nibelungen gerechnet?!), verrate ich an dieser Stelle nicht. Nur so viel: Im Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart werden nach und nach die Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und dessen schreckliche Wahrheit wird erst ganz zum Schluss offenbart. Bis dahin zittert und bangt man, dass alles gut gehen möge. Doch ob das ohne “Kollateralschaden” möglich ist, sei herauszufinden dem Leser überlassen.

Die Geschichte ist mit vielen Rätseln gespickt und einer aktionsreichen Handlung, deren Bühne die ganze Welt ist: Israel, Deutschland, Frankreich, Argentinien. Wie in einem Bond-Thriller verfolgt der Leser das Geschehen über die Kontinente hinweg, während der Plot und der zum Teil mystische Rahmen einen gleichzeitig an Werke von Dan Brown denken lässt. Adrian von Zollern arbeitet dabei mit äußerst symphatischen Charakteren zusammen, denen zudem eine Tiefe verliehen wird, aufgrund derer ich vermutlich auch den ersten Roman von Matthias Jösch, MAMMON, lesen werde.

Hier zeigt sich meiner Meinung nach auch eine kleinere Schwäche. Da es sich bei diesem Buch bereits um den zweiten Roman handelt, in dem Adrian von Zollern die Hauptrolle spielt, gibt es entsprechend oft Anspielungen auf seinen ersten Fall. Da ich ihn (noch) nicht kenne, empfand ich das eher als störend. Auch sind mir ein paar Szenen seltsam vorgekommen. Beispielsweise bin ich nicht sicher, ob man durch ein Nachtsichtgerät hindurch erkennen kann, ob jemand rot wird. Außerdem hätte ich von einer israelischen Mossad Agentin erwartet, dass sie häufiger in Fettnäpfchen tritt (hinsichtlich deutscher Redewendungen beispielsweise, da kann ihre Agentenausbildung noch so gut gewesen sein). In der TV Serie NCIS ist das übrigens extrem gut gelungen.

Das war es dann aber auch schon und ich gebe zu: Das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich habe mich daher sehr über den flüssigen Schreibstil gefreut, der nicht einfach nur Wörter aneinanderreiht, sondern mit Intelligenz, Humor und sogar fast einem “geschichtlichtem Lehrauftrag” dazu animiert, sich intensiver mit der Materie zu beschäftigen.

Fazit

Von mir gibt es gute 4,5 von 5 Sternen für diesen packenden Thriller. Er hat mich von der ersten Seite an mitgerissen, so dass ich ihn kaum weglegen konnte. Ich habe selten in letzter Zeit ein Buch in so kurzer Zeit durchgelesen und es wird garantiert nicht mein letzter Roman mit Adrian von Zollern sein!

[Lese-Rückblick] Gefühlt ein eher durchschnittlicher April

Irgendwie habe ich mich in der ersten Hälfte des Monats April etwas schwer getan, was das Lesen angeht. Es war fast wie eine kleine Leseflaute, die zwar nicht dafür gesorgt hat, dass ich gar nichts gelesen habe, dafür aber, dass ich nicht wirklich viel gelesen habe und für dünne Bücher gefühlte Ewigkeiten gebrauchte. Kennt ihr sowas eigentlich auch?

Gelesen

  • After truth – Anna Todd
  • Vollendet: Die Rache – Neal Shusterman
  • Fünf – Ursula Poznanski

  • Mondtochter: Die Nacht der Elemente – Lia Haycraft

  • Verflucht sei dein Name – Oliver Descosse (abgebrochen)
Insgesamt gelesene Seiten: 2023

 

DIE Statistik

gelesene Bücher: 4
abgebrochene Bücher: 1
neue Bücher: 8

  • Reziexemplare: 1
    geschenkt/gewonnen: 1
    ausgeliehen: 4
    gekauft: 2
    ertauscht: 0

SuB: yap…yap…yap…yap…nö

Zusammengefasst

Nachdem mein April doch eher zögerlich begonnen hat, konnte ich zum Ende hin noch einmal richtig durchstarten. In den ersten beiden Aprilwochen habe ich mich richtig schwer getan mit dem Lesen, was nicht zwangsläufig an den Büchern lag. Mondtochter: Die Nacht der Elemente und auch Fünf waren keine schlechten Bücher, aber irgendwie kam ich nicht so richtig voran.
Wirklich lange habe ich mich mit Verflucht sei dein Name aufgehalten. Es war mein Glücksfee-Buch für die Anti-Age dem SuB!-Challenge und bewies mal wieder, dass bestimmte Bücher nicht ohne Grund so lange auf meinem SuB versauern.
Ich habe früher wirklich ohne Sinn und Verstand Bücher angehäuft. Kaum waren Mängelexemplare in Sicht, hab ich mich drauf gestürzt und alles eingepackt, was nicht niet- und nagelfest war. Das hat sich zum Glück geändert. Mittlerweile ziehen nicht mehr ganz so viele Bücher bei mir ein und ich versuche mich weitestgehend an meine Wunsch- und Merklisten zu halten.

Mit Vollendet: Die Rache und After truth war dann der”Bann” gebrochen und beide Bücher konnte ich, trotz der hohen Seitenzahlen, sehr schnell beenden. Beide haben mir auch richtig gut gefallen.

Seid ihr zufrieden mit eurem Lesemonat April?

[Rezension] Vollendet–Die Rache von Neal Shusterman

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Titel: Vollendet – Die Rache
Autor: Neal Shusterman
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 25. September 2014
Format: Gebunden (528 Seiten)
ISBN: 978-3-7373-5047-1
Preis: 16,99€

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Leseprobe

 

 

“Vollendet – Die Rache” ist der dritte Band der “Vollendet-Reihe” von Neal Shusterman. Für alle, die die ersten beiden Bände nicht kennen, könnten Spoiler enthalten sein.

Worum geht’s?

Der Friedhof ist zerstört, der letzte sichere Zufluchtsort für alle Wandler. Connor, Lev und Risa sind in alle Himmelsrichtungen verstreut und versuchen gleichzeitig zu überleben und das Proaktive Bürgerforum zu vernichten. Nachdem nun auch die Anti-Umwandlungs-Front auseinander gebrochen ist, sehen sie nur noch Hoffnung in ihrer alten Bekannten Sonia aus Akron, derjenigen, die sie nach ihrer Flucht aus dem Ernte-Camp versteckt hat. Hinter der Seniorin scheint noch mehr zu stecken, als die drei zunächst geahnt haben.
Gleichzeitig versucht Starkey mit seinen Storchen weitere Findelkinder aus den Umwandlungscamps zu befreien. Dabei geht er alles andere als zimperlich vor und gerät in den Fokus der Öffentlichkeit.
Auch der Verbundmensch Cam muss sich nun entscheiden auf welcher Seite er steht. Auf der des Proaktiven Bürgerforums, die ihn als ihr Eigentum betrachten und ihm jegliche menschliche Attribute abschreiben oder die der Umwandlungsgegner, für die er der Inbegriff des “Bösen” ist, da er für alles steht, was sie verabscheuen.

Meine Meinung zum Buch

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mich zunächst ein wenig darüber geärgert habe, dass “Vollendet – Die Rache” nicht wie geplant der Abschlussband der “Vollendet-Trilogie” ist, sondern noch ein weiterer Band folgen wird.
Den Auftaktband fand ich grandios. Eine neue Idee, ein gar nicht so realitätsfernes Szenario und ein wunderbar packender Schreibstil. Einfach ein Buch, das man gelesen haben muss. Band 2 fand ich etwas schwächer als den ersten Teil, aber immer noch sehr gut. Allerdings war es ein typischer Zwischenband. Es gab Action, war spannend geschrieben, aber der Inhalt brachte einen nur marginal vorwärts in der Auflösung des großen Ganzen.
Bevor ich anfing Band 3 zu lesen, hatte ich die Befürchtung, ich würde wieder nur einen eher unwichtigen Zwischenband lesen. Sicherlich merkt man beim Lesen, dass es sich hier wirklich nur um einen Zwischenband handelt, aber er beantwortet zumindest ein paar mehr Fragen als der zweite Teil.

Die recht kurzen Kapitel und der schnelle Perspektivwechsel ließen mich regelrecht durch das Buch fliegen. Wie seine Vorgängerbände war auch dieses Buch spannend zu lesen, auch wenn die Schockmomente und die Entrüstung, die gerade im ersten Band so allgegenwärtig waren, hier mittlerweile “normal” sind. Neal Shusterman hat sich auch hier wieder neue Ideen einfallen lassen, die eine logische Konsequenz der ganzen Umwandlungsthematik darstellen. Mittlerweile sollen nicht nur ungewollte Kinder nachträglich “abgetrieben” werden, nein auch Gewaltverbrecher sollen ausgehöhlt und dem allgemeinen Wohl zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem sollen die Körperteile und Organe nicht mehr nur zu rein medizinischen Zwecken eingesetzt werden, sondern auch zur Schönheitschirurgie, zum Luxus und zur Unsterblichkeit. Neue Augenfarbe gefällig? – Kein Problem. Du möchtest perfekt Klavier spielen können? – Die Hände des Pianisten und der Teil des Gehirns, der für das Talent verantwortlich ist, können für genügend Geld gekauft werden.

Gesellschaftskritik wird auch in diesem Band immer noch groß geschrieben, auch wenn der Fokus mehr auf den privaten Problemen der Protagonisten liegt. Gerade bei Camus Comprix alias Cam, der Verbundmensch kann man als Leser gut ins Philosophieren geraten. Er wurde geschaffen. Aus vielen verschiedenen Teilen anderer Menschen. Macht ihn das zu einem Individuum? Kann er eigene Gedanken und Gefühle entwickeln oder sind die, die er hat nur aus alten Erinnerungen seiner verschiedenen “Spender” zusammengesetzt?

“Vollendet – Die Rache” schließt nahtlos an seinen Vorgängerband an. Es gibt keine Erinnerungshilfe wie im zweiten Teil. Wer sich also nicht mehr so genau an “Vollendet – Der Aufstand” erinnert, der sollte seine Erinnerungen ein wenig auffrischen. Ich habe vorher glücklicherweise noch mit einer Kollegin gesprochen, die sich noch sehr gut erinnern konnte. Das hat mir den Einstieg erleichtert.

Fazit

Insgesamt hat mit “Vollendet – Die Rache” sehr gut gefallen, auch wenn man merkt, dass es sich hierbei erneut “nur” um einen Zwischenband handelt. Neal Shusterman schreibt gewohnt gut und jagt den Leser gewissermaßen durch das Buch.
Sehr viel Neues erfährt der Leser nicht in diesem Teil der Reihe, auch wenn die ein oder andere Frage beantwortet wird bzw. ein neues Licht auf bestimmte Ereignisse geworfen wird.
Nun bin ich auf den Abschlussband gespannt, der hoffentlich zu einem fulminanten Ende führen wird.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Mondtochter: Die Nacht der Elemente von Lia Haycraft

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Titel: Mondtochter – Die Nacht der Elemente
Autor: Lia Haycraft
Verlag: Bookshouse
Erscheinungsdatum: November 2014
Format: Printbuch, eBook (243 Seiten)
ISBN: 9789963526093
Preis: 12,99€ (Printbuch), 3,99€ (eBook)

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Lucija kann mit Krähen sprechen. Doch das ist nicht das einzig sonderbare an ihr. Lucija ist eine Mondtochter. In wenigen Tagen wird sie sich in der Nacht der Elemente zu einer Arantai verwandeln, einem Geschöpf der Nacht. Sie wird eines der vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde oder Luft – beherrschen, doch welches wird sich erst in der Nacht der Elemente zeigen.
Der Luft-Arantai Sander begegnet Lucija eines Nachts auf dem Friedhof und fühlt sich sofort von ihr angezogen. Auch Lucija beginnt Gefühle für Sander zu entwickeln, bis Sanders Vergangenheit die beiden einholt.

Meine Meinung zum Buch

Ein wunderschönes und mystisch gehaltenes Cover, das zu einem zweiten Blick auf das Buch einlädt. Leider konnte mich der Inhalt des Buches nicht ganz so sehr begeistern wie das Cover.

Lia Haycrafts Auftaktband zur “Nacht der Elemente-Reihe” beginnt sehr vielversprechend, endet allerdings leider etwas zu hastig und konfus für meinen Geschmack.

Doch beginnen wir von vorne. Gleich zu Beginn des Buches treffen wir auf Sander und Lucija. Beides Charaktere, die etwas Mystisches umgibt. Es ist nicht unbedingt üblich nachts auf einem Friedhof unterwegs zu sein und dies dann auch nicht unheimlich zu finden. Für Sander ist es völlig normal nachts unterwegs zu sein, denn als Luft-Arantai verträgt er das Sonnenlicht nicht und Lucija mag die Stille, die die Nacht verströmt.
Beide Charaktere umgibt etwas Geheimnisvolles und doch sind sie sympathisch gezeichnet. Besonders Sander hält sich noch einige Zeit bedeckt und gibt seine Geheimnisse erst nach und nach preis.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Dies und die kurzen Kapitel tragen zu einem raschen Vorankommen der Geschichte bei. Lässt sich Lia Haycraft am Anfang noch Zeit, um Setting und Charaktere einzuführen, wird sie im Laufe der Geschichte immer schneller. Das hat den Vorteil, dass es nicht langweilig wird und die Seiten an einem nur so vorbeirauschen. Allerdings wurde es mir ab einem gewissen Punkt einfach zu hektisch. Ich verlor den Faden und hatte Schwierigkeiten, die für mich losen Fäden wieder zu einem Ganzen zusammen zu flicken.
Auch wenn es mir zum Ende hin gelungen ist, alle Fäden wieder aufzusammeln, hätte ich mir hier etwas mehr Langsamkeit und Ausführlichkeit gewünscht. Nicht viel mehr, denn sonst wäre es langatmig geworden, aber ein paar mehr Erklärungen und weniger zeitliche und örtliche Sprünge hätten zumindest mir beim Lesen und verstehen geholfen.

“Mondtochter: Die Nacht der Elemente” hat eine interessante und auch spannende Grundidee zu bieten. Magische Wesen, die sich unsere Elemente zu Nutze machen, um Gutes zu tun und Unschuldige zu beschützen. Doch wie immer sind einige nur auf ihr eigenes Wohl bedacht und darauf so viel Macht, wie nur möglich zu vereinen.

Dieser Auftaktband führt den Leser in die Welt der Arantai ein. Erklärt die grundsätzliche Idee hinter den Elementarwesen und ihren Beweggründen. Es steckt aber noch viel Potential in der Geschichte, das in den weiteren Bänden hoffentlich ausgeschöpft wird. Als Leser erhält man einen guten Einblick, wird aber nicht erschlagen zurückgelassen, nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat.

Fazit

“Mondtochter: Die Nacht der Elemente” hat mir von der Idee sehr gut gefallen. Leider wurde mir der Erzählstil zum Ende des Buches etwas zu hektisch und konfus, so dass ich den Draht zum Buch das ein oder andere Mal verloren habe.
Ich sehe aber sowohl in der Geschichte, als auch in der Autorin viel Potential und hoffe, dass sie es in den Folgebänden ausgeschöpft hat.

Von mir gibt es gute 3,5 von 5 Sternen für dieses paranormale Abenteuer.

[Rezension] After Passion von Anna Todd

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Titel: After passion
Autor: Anna Todd
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 09. Februar 2015
Format: Klappenbroschur (704 Seiten)
ISBN: 978-3-453-49116-8
Preis: 12,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Die eher biedere und korrekte Theresa Young, genannt Tessa, hat wegen ihrer guten Leistungen ein Stipendium an der Washington State University erhalten und startet einen neuen Lebensabschnitt an der Uni.
Sie selber ist eine eher ruhige, aber attraktive junge Frau, die in ihrem bisherigen Leben sehr viel Wert auf gute Noten und ein geregeltes Leben gelegt hat. Gleich die erste Begegnung mit ihrer neuen Mitbewohnerin und deren Freunde ist wie ein kleiner Kulturschock für Tessa. Gepierct, tätowiert und mit auffallend roten Haaren, ist Steph nicht gerade die Mitbewohnerin, die sie sich gewünscht hat. Doch ihre Freunde scheinen noch auffälliger zu sein als sie, besonders der unverschämte Hardin Scott, der bei ihrer ersten Begegnung nichts weiter als ein verächtliches Schnauben für Tessa übrig hat.
Was ist es nur, dass Tessa sich so sehr vom Bad Boy Hardin angezogen wird, dass sie sogar ihr ruhiges und geregeltes Leben dafür aufgeben würde?

Meine Meinung zum Buch

After passion war eine vollkommen neue Erfahrung für mich. Jahrelang habe ich mich geweigert “solche” Bücher zu lesen, dachte immer es wär nichts für mich und konnte den Hype darum auch gar nicht verstehen.
Dann aber hat mich eine liebe Freundin auf den Geschmack gebracht und mir mit ihren Nachrichten zum Buch den Mund wässrig geschrieben, so dass ich ganz spontan doch den Ausflug in ein für mich neues Genre gewagt habe. Ob ich dem Genre treu bleiben werde, weiß ich nicht, aber ich habe es auch nicht bereut das Buch gelesen zu haben.

Da ich keine Erfahrungen mit dem Genre “New Adult” hatte, bin ich auch völlig ohne Erwartungen an das Buch herangegangen. Einfach mal schauen, was alle so toll an diesen Büchern finden. Ohne Erfahrung, heißt auch ohne Vorschädigung. Es ist das erste Buch nach dem Schema “Good Girl zähmt Bad Boy – Klischee – Hin und Her – Klischee – Sex – Streit – Klischee – Sex –Streit” oder um meine Freundin zu zitieren: “Bei den Büchern ist es immer das Gleiche… Streit, Sex, rosa Wolken, Streit, Sex … und so weiter.” Ich glaube, ihr wisst, was ich meine.

Unvoreingenommen ging ich also an dieses Buch heran und erhielt genau das Prophezeite. Ein hübsches, aber unauffälliges Good Girl, das sich unsterblich in den gutaussehenden Bad Boy mit Familienproblemen verliebt.
Trotz dessen, dass ein Klischee das nächste jagte, die Story insgesamt recht vorhersagbar war und ich zwischendurch doch ein wenig vom ewigen Hin und Her genervt war, hat mir das Buch erstaunlicherweise ganz gut gefallen.

Anna Todds Schreibstil ist sehr einfach gehalten, die Kapitel kurz, so dass ein schnelles Vorankommen garantiert war. Ich rauschte nur so durch die doch sehr happigen 704 Seiten. Ein Glück habe ich es als eBook gelesen, da ist die hohe Seitenzahl nicht ganz so aufgefallen. Kein sehr anspruchsvolles Buch, das aber zu fesseln weiß.

“After passion” ist für mich ganz klar ein Buch, bei dem die objektiven Kritikpunkte und das subjektive Empfinden beim Lesen bei der Sternevergabe nicht zusammen passen wollen. Ich hatte trotz immer wieder aufwallender nerviger Gefühle, sehr viel Spaß beim Lesen, so dass die genannten Kritikpunkte etwas verblassen.
Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man bereits das zwanzigste Buch mit ähnlichem Inhalt gelesen hat, ob man dann immer noch so darüber hinweg sehen kann oder nicht. Ich kann nur sagen, mein Ausflug in die Welt des New Adults ist hiermit geglückt und Dank des wirklich fiesen Cliffhangers am Ende des Buches, werde ich zumindest Band 2 dieser Reihe auf jeden Fall noch lesen, vielleicht auch mehr.

Mein Fazit

“After Passion” bedient so ziemlich alle Klischees, die ein New Adult Buch nur mit sich bringen kann. Ein Bad Boy mit familiären Problemen, ein unauffälliges Good Girl, das es als einzige schafft das gute aus dem Bad Boy zu locken, Streit, Sex, Kitsch und vieles mehr. Und doch konnte das Buch mich irgendwie packen. Selbst die mächtige Seitenanzahl kam mir nicht vor wie 704 Seiten.
Wer also neu im Bereich “New Adult” ist oder immer noch nicht die Nase voll von den gängigen Klischees hat, der sollte ruhig mal einen Blick riskieren. Mich hat das Buch positiv überrascht.
Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

[Aktion Stempeln] April 2013

Von Aisling Breith ins Leben gerufen, von Favola liebevoll weitergeführt.


Schlehenherz – Heike Eva Schmidt

An mehr als das was der Klappentext hergibt, kann ich mich leider überhaupt nicht mehr erinnern. Nicht mehr wer der Täter war und auch nicht, was genau hinter allem steckt. Daher muss ich hier leider den roten Stempel zücken.

 

 

 

Vollstrecker der Königin: Der Baeldin-Mord – Angelika Diem

An dieses Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern und auch daran, dass es mir sehr gut gefallen hat. Mir war gar nicht bewusst, dass es schon zwei Jahre her ist, seitdem ich das Buch gelesen habe.

 

 

 

Black*Out – Andreas Eschbach

An die gesamte Trilogie kann ich mich noch sehr gut erinnern und kann auch teilweise differenzieren, welche Erinnerungen zu Band 1 gehören. Leider kann ich aber nicht ausschließen, dass sich Erinnerungen hier vermischen. Dennoch wage ich es und zücke den grünen Stempel.
Ich weiß noch, dass ich die Thematik damals richtig interessant fand, das erste Buch aber für meinen Geschmack etwas zu langatmig umgesetzt wurde. Das wurde mit den nachfolgenden Büchern besser.

 

 

Bekenntnisse eines Serienjunkies: Staffel 2 – Jochen Till

Wie auch damals beim Rückblick auf Band 1 oder hier Staffel 1 ist mir das Konzept des Buches sehr wohl in Erinnerung geblieben. So auch der Humor des Autors, der mir zwar teilweise etwas zu überzogen war, mich aber gut unterhalten hat. Doch die einzelnen Serien und ihre Beschreibungen bzw. die Erlebnisse des Autors sind mir nicht mehr präsent.

 

 

Lost Land: Die erste Nacht – Jonathan Maberry

Es geht um Zombies. Und zwei Brüder. Mehr weiß ich leider nicht mehr… Eine Szene ist mir noch im Kopf geblieben, weil ich dort stark in Bildern gedacht habe und sowas brennt sich gerne mal auch für lange Zeit in mein Gehirn.
Leider reicht das nicht für einen grünen Stempel aus. Also muss der rote her. Das Buch ist mir somit nicht mehr präsent, obwohl es mir damals ziemlich gut gefallen hat, das weiß ich noch.

 

 

 

Das Alphabethaus – Jussi Adler Olsen

An dieses Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern. Erstaunlich wie gut. Ich weiß auch noch, dass ich Ewigkeiten gebraucht habe, um das Buch zu beenden. Ich hatte es damals von einer Kollegin ausgeliehen und recht schnell angefangen zu lesen. Der Anfang war sehr spannend und rasant und dann flachte es plötzlich ab und wurde zäh und langatmig. Ich legte es zur Seite und habe es erst Monate später wieder zur Hand genommen.
Insgesamt hat mir das Buch, gerade von der Thematik her, sehr gut gefallen. Doch die Langatmigkeit führte zu Sterneeinbußen bei der Bewertung.

 

 

 

Hälfte Hälfte. Könnte sicher besser sein, aber ich bin ganz zufrieden an das was ich mich erinnern kann. Insgesamt bleibt bei mir immer irgendwas im Kopf haften. Seien es Bilder von bestimmten Szenen, Gefühle, die ich beim Lesen hatte oder das Drumherum. Das gefällt mir sehr gut, auch wenn ich mich nicht immer richtig gut an den Inhalt aller Bücher erinnern kann.

[Rezension] Das Vermächtnis der Zauberer von Cinda Williams Chima

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Titel: Das Vermächtnis der Zauberer
Autor: Cinda Willams Chima
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16. März 2015
Format: Taschenbuch (512 Seiten)
ISBN: 978-3-442-26971-6
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Der 16-jährige Seph fliegt von einer Schule nach der anderen. An keiner scheint er es lange genug auszuhalten. Nachdem er erneut von der Schule geflogen ist und zu allem Überfluss auch noch einen Brand in einem Club ausgelöst hat, wird er von seinem Vormund auf ein Jungeninternat geschickt.
Das vermeintliche Internat für schwererziehbare Jugendliche entpuppt sich als ein Ort an dem Seph mit seinen magischen Fähigkeiten umgehen lernen soll. Denn Seph ist ein Zauberer, dessen unkontrollierte Macht immer wieder zu magischen Vorfällen, wie den Brand im Club geführt haben. Doch der Schulleiter Gregory Leicester scheint nichts Gutes im Schilde zu führen…

Meine Meinung zum Buch

Ein Internat und außerdem ist auch noch Magie mit im Spiel. Beim Lesen des Klappentextes klang das Buch ganz stark nach einem Buch, das mir sehr gut gefallen könnte. Leider konnte mich das Buch nur teilweise von sich überzeugen.

“Das Vermächtnis der Zauberer” ist bereits das zweite Buch der “Wizard Heir” Reihe. Vor Beginn der Lektüre und auch während des Lesens habe ich es für den ersten Teil einer Fantasy-Reihe gehalten. Erst eben, kurz bevor ich angefangen habe diese Rezension zu schreiben, bin ich darauf gestoßen, dass es sich bereits um einen zweiten Band handelt.
Da ich kaum Informationen vermisst habe, scheint es wohl nicht allzu schlimm zu sein, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe. Allerdings lässt sich so vermutlich auch die mangelnde Tiefe einiger Charaktere erklären, da diese wohl zur Genüge in Band 1 vorgestellt wurden und hier nur kurz eingeführt wurden. Für mich aber grundsätzlich kein Problem in diesem Fall, da der Protagonist hier gut gezeichnet wurde und ich mir ein Bild von ihm machen konnte.

Cinda Williams Chima hat einen flüssigen Schreibstil, der einen rasch durch das Buch trägt und das Lesen zu einem angenehmen Erlebnis macht. Allerdings hat sie es für mich nicht konstant geschafft den Spannungsbogen zu halten und zwischenzeitlich hatte ich sogar das Gefühl, sie hat ihren eigenen roten Faden verloren und erst nach einigen Seiten wiedergefunden. Das Buch war nicht wirklich konfus oder unübersichtlich, es fühlte sich mehr so an, als würde die Autorin ganz viel in wenigen Seiten packen wollen. Es gehörte alles immer noch zusammen, doch die Fäden waren mir persönlich an einigen Stellen zu lose miteinander verwoben.

Beim Lesen habe ich mich teilweise etwas schwer getan, da das Buch stellenweise doch recht langatmig wurde und die Geschichte nicht recht vorwärts zu kommen schien.

Fazit

Insgesamt handelt es sich hier für mich für ein Buch aus der Kategorie “Kann man lesen, muss man aber nicht.”. Es fehlt leider an Spannung und an frischen Ideen, die die fehlende Spannung wett machen würden.
Auch wenn ich keine Schwierigkeiten hatte das Buch zu verstehen, ohne den ersten Band gelesen zu haben, würde ich trotzdem empfehlen – der Vollständigkeit halber – den Auftaktband zu lesen und so die Nebencharaktere besser kennenzulernen und auch ein wenig mehr über den Hintergrund zu erfahren.

[Lese-Rückblick] Ein eher durchschnittlicher März

Der März ist auch schon wieder um…wie schnell die Zeit doch wieder rennt. An meine Februar-Statistik kommt der März bei weitem nicht ran, aber dafür habe ich ein absolutes Lesehighlight gefunden, das mir manchmal auch heute noch positiv nachhängt und ich habe mich erstmals an ein neues Genre getraut. Mein erstes New Adult Buch ist gelesen und es hat mir ziemlich gut gefallen.

Gelesen

 

  • Eleanor & Park – Rainbow Rowell

 

  • After Passion – Anna Todd
  • Tintenherz – Cornelia Funke (gute 3,5 Sterne)
  • Tür ins Dunkel – Dean Koontz (3,5 Sterne)

 

 

  • Méto: Die Welt – Yves Grevet
  • Das Vermächtnis der Zauberer – Cinda Williams Chima

Insgesamt gelesene Seiten: 2937

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 6
abgebrochene Bücher: 0
neue Bücher: 9

  • Reziexemplare: 3
    geschenkt/gewonnen: 2
    ausgeliehen: 0
    gekauft: 3
    ertauscht: 1

SuB: minimal gestiegen…oder so

Zusammengefasst

Ok…irre…ich habe im Vergleich zum Februar “nur” sechs Bücher gelesen, aber die gelesenen Seiten liegen über denen aus Februar. Defacto habe ich im März also eigentlich mehr gelesen. Ich bin geflashed. Smiley mit geöffnetem Mund Zwar ist mein SuB nicht gesunken, aber auch nicht allzu stark angestiegen.
Insgesamt war mein Lesemonat eher durchwachsen. Mit “Tintenherz” und “Das Vermächtnis der Zauberer” habe ich mich etwas schwer getan und doch recht lange gebraucht, um die Bücher zu lesen. Dafür hat mich Anna Todds “After Passion” positiv überrascht. Eine Freundin hat mich auf den Geschmack gebracht, ohne dass ihr es wirklich bewusst war. Smiley Ich habe dem New Adult Genre eine Chance gegeben und wurde zumindest bei diesem Buch nicht enttäuscht, auch wenn es mich zwischendrin doch ein kleines bisschen genervt hat.
Mit “Eleanor & Park” ist ein richtiges Lesehighlight bei mir eingezogen. Ich habe dieses Buch geliebt und auch gleich mein Umfeld mit angesteckt.

Habt ihr auch ein Lesehighlight im März? Verratet es mir doch. Smiley

[Rezension] Eleanor & Park von Rainbow Rowell

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Titel: Eleanor & Park
Autor: Rainbow Rowell
Verlag: Hanser Literaturverlage
Erscheinungsdatum: 02. Februar 2015
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (368 Seiten)
ISBN: 978-3-446-24740-6
Preis: 16,90€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann. (Quelle: Hanser)

Gedanken und Meinung zum Buch

Wie schreibt man eine Rezension ohne zu viel zu verraten, aber alle Aspekte zu benennen, von denen man glaubt, man müsse sie erwähnen, damit alle anderen dieses Buch genau so wunderschön und lesenswert finden wie man selber?

Tja, diese Frage beschäftigt mich nun schon seit Tagen und eine Antwort habe ich immer noch nicht darauf. Da ich diese Rezension aber unbedingt schreiben möchte, schreibe ich einfach drauf los. Wir sind gespannt, was am Ende dabei rauskommt.

Ich hatte riesengroße Erwartungen an das Buch bevor ich begonnen habe zu lesen. Jeder lesende Mensch wird dies kennen; die Angst, dass so hohe Erwartungen nicht erfüllt werden, ist meist recht groß – so auch meine. Doch ich habe mich völlig zu Unrecht gefürchtet. Eleanor & Park hat mich auf ganzer Linie überzeugen können.

Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen Lebendiges halten. (Zitat S. 81)

Das Buch ist leise und unaufdringlich, zart und fein und doch kommt es mit einem so kräftigen Wumms daher, dass es einen einfach nur packt und erst Tage nach dem Lesen wieder loslässt. So ging es mir zumindest.

Mit einem locker leichten Schreibstil, kurzen Sätzen und teilweise poetisch angehauchter Wortwahl, führt Rainbow Rowell den Leser durch das Abenteuer der ersten Liebe. Einer Liebe so heftig und unschuldig, wie sie nur mit 16 sein kann.
Dass es sich bei Eleanor & Park um ein Jugendbuch handelt, merkt man schnell. Gleich zu Beginn des Buches geizt die Autorin nicht mit etwas derberen Worten, wie man sie häufig aus dem Munde Heranwachsender hört. Auch die sehr kurzen Kapitel und der einfache, aber nicht anspruchslose Schreibstil entlarven das Buch als Jugendliteratur, was in keinster Weise als negativ zu bewerten ist. Es zeigt, dass auch oder vielleicht gerade im Jugendbuchbereich etwas so Wunderschönes und Ergreifendes, wie die Liebesgeschichte dieser beiden Außenseiter Platz findet.

Da das Buch in den 80er Jahren spielt, ist es gerade für die “etwas Älteren” unter uns ein kleiner nostalgischer Ausflug in die eigene Vergangenheit. Man wird mit Walkmans und Kassetten konfrontiert und mit Filmen und Songs wie “A Nightmare on Elm Street” und “Summer of ‘69” von Bryan Adams. Auch wenn mir persönlich viele der Songs nichts gesagt haben, war es dennoch schön in den Soundtrack zum Buch reinzuhören und so ein bisschen mehr das “Eleanor & Park – Feeling” zu genießen.

Das Buch lebt von und durch seine beiden Hauptcharaktere. Die Autorin hat es mit Eleanor und Park geschafft zwei authentische Figuren zu schaffen und keine idealisierten Stereotypen, wie sie leider immer häufiger in romantischen Jugendromanen vorkommen. Hier verliebt sich ein kleiner Asiate in eine pummelige Rothaarige und nicht der Football-Captain in die blonde, schlanke Cheerleaderin.
Diese beiden realistischen und menschlichen Charaktere machen das Buch zu dem, was es ist. Wir begleiten die beiden auf dem Weg zueinander. Die kleinen Gesten, die vermeintlichen Belanglosigkeiten des Lebens finden hier große Beachtung und haben mich immer wieder rührselig seufzen lassen. Nicht nur ein Mal habe ich mich mit Kloß im Hals und Tränen in den Augenwinkeln entdeckt, beim Lesen dieser zarten und doch so starken Liebesgeschichte.
Rainbow Rowell fängt die Intensität einer ersten großen Liebe, aber auch die Zweifel daran in wunderbar gewählten Sätzen ein und gibt sie an ihre Leser weiter.

Eleanor und Park kommen aus zwei verschiedenen Welten und doch sind sie sich so ähnlich. Ihre gemeinsame Geschichte und die ihrer Familien ist ergreifend und fesselnd zugleich. Das Buch lebt nicht durch Spannung und ist doch ein Pageturner.

Kommen wir nun zum Ende Buches, dem wohl am meisten diskutierten Part des Buches. Ohne zu viel verraten zu wollen – es handelt sich hier bei um ein offenes bzw. teiloffenes Ende. Wo anderen Lesern noch zu viele Fragen unbeantwortet geblieben sind, muss ich sagen, dass ich das von der Autorin gewählte Ende liebe. Es passt perfekt zum Buch und bietet mir als Leser noch genügend Freiraum mir selber Gedanken zum weiteren Verlauf zu machen. Ich hätte mir kein anderes Ende vorstellen können. Mit einem komplett geschlossenen Ende hätte Rainbow Rowell alles nur zerredet, kaputt erklärt. So sprechen die Worte und Ereignisse für sich.

Mein Fazit

“Eleanor & Park” ist ein leises und doch so eindringliches Buch über die erste Liebe, Freundschaft, Mobbing und familiäre Probleme. Es lebt von den Kleinigkeiten und Feinheiten, auf die wir Menschen größtenteils verlernt haben zu achten.
Eine wundervolle Mischung aus liebenswerten Charakteren, witzigen, aber auch poetischen Dialogen und einer ernsthaften Hintergrundthematik.

Da das Buch großes Potenzial hat zu einem meiner Lesehighlights in 2015 zu werden, bekommt es volle 5 Sterne mit Auszeichnung von mir.

[Kurz zusammengefasst] Januar 2015

Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafón

An einem dunstigen Sommermorgen des Jahres 1945 wird der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt – den Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort entdeckt Daniel den Roman eines verschollenen Autors für sich, er heißt ›Der Schatten des Windes‹, und er wird sein Leben verändern …

Ja, ich gehöre zu den Banausen, die sich mit Zafón und dem Schatten des Windes schwer getan haben. Trotz des wirklich tollen Schreibstils, der weiß wie Atmosphäre geschaffen wird und Bilder im Kopf erzeugt, war mir das Buch insgesamt zu langatmig. Zu ausschweifend erzählt.
Mein letzter Zafón wird es vermutlich nicht gewesen sein, aber im Moment scheint es für mich nicht der richtige Zeitpunkt zu sein, seine Bücher zu lesen.

 

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Dreams ‘n’ Whispers – Kiersten White

Da es sich um einen zweiten Band handelt, verrate ich nichts vom Inhalt.

Auch Band 2 der “Lese lieber übersinnlich – Trilogie” hat mir sehr gut gefallen. Er war zwar nicht ganz so spannend und witzig wie der erste Band, aber insgesamt immer noch spannend und witzig genug, damit es für 4 Sterne gereicht hat.
Den dritten Band werde ich demnächst lesen und so eine weitere Reihe in 2015 beenden.

 

Die Gabe – Alison Croggon

Maerad ist eine Sklavin in einer kleinen, unwirtlichen Siedlung. Hier lebt sie schon, seit ihre Familie im Krieg ums Leben gekommen ist. Über ihre Herkunft weiß sie nicht viel. Als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder in die Siedlung kommt, ändert sich Maerads Leben für immer. Der Mann bietet ihr an, sie zu befreien, und das nicht ohne Grund. Maerad weiß nicht, dass eine mächtige Gabe in ihr schlummert und dass Ihr Name in einer schrecklichen Prophezeiung erwähnt ist. Sie tritt eine gefährliche Reise an, einem unbeschreiblichen, namenlosen Grauen entgegen.

Wow, habe ich mich mit diesem Buch schwer getan, dabei wollt ich es so gerne mögen. Ich habe vor einigen Jahren die gesamte Reihe von meinen Schwiegereltern zu Weihnachten geschenkt bekommen und habe mich sehr darüber gefreut. Doch als ich angefangen habe zu lesen, kam ich nicht wirklich ins Buch rein.
Der Schreibstil und auch die Story an sich waren nicht das Problem. Ich mochte beides. War wohl nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch.

DAEMON: Die Welt ist nur ein Spiel – Daniel Suarez

Es beobachtet. Es lernt. Und es tötet.
Matthew Sobol ist einer der reichsten Männer des Silicon Valley und ein Computergenie. Doch seit langem leidet er an einer unheilbaren Krankheit. Exakt in der Sekunde seines Todes nehmen rund um den Erdball Computerprogramme ihre Arbeit auf – zunächst unbemerkt, aber sehr bald schon wird deutlich, dass ein DAEMON den gesamten ­digitalisierten Planeten infiziert hat. Ein DAEMON, der herrscht, ein DAEMON, der tötet. Und in einer Welt, in der alle vernetzt sind, kann ihm keiner entkommen.

Dieses Buch habe ich gehört. Ich habe es zumindest versucht. Leider habe ich irgendwann den Anschluss verloren und überhaupt nicht mehr verstanden worum es überhaupt geht. Daher habe ich es auch abgebrochen. Insgesamt klingt es aber sehr interessant und sowohl mein Mann als auch mein Vater schwärmen von dem Buch, so dass ich ihm wohl in geschriebener Form nochmal eine Chance geben werden.