Kategorie: gelesen

[Rezension] Meine wundervolle Buchhandlung von Petra Hartlieb

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Titel: Meine wundervolle Buchhandlung
Autor: Petra Hartlieb
Verlag: Dumont Buchverlag
Erscheinungsdatum: 10. September 2014
Format: Hardcover (208 Seiten)
ISBN: 978-3-8321-9743-8
Preis: 18,00€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Petra Hartlieb und ihr Mann haben aus Versehen eine Buchhandlung gekauft und dann auch noch in Wien, obwohl sie selber Elfhundert Kilometer entfernt in Hamburg wohnen und ihr ganzes Leben hier stattfindet. Konnte ja keiner ahnen, dass ihr aus einer Laune heraus abgegebene Angebot bei eBay nicht überboten wird und dass das auch noch alles rechtsgültig ist.
Doch nun ist sie gekauft, die Buchhandlung, und wartet darauf befüllt und besucht zu werden und das am besten noch vor dem Weihnachtsgeschäft. Ein paar Wochen für Umbau, Umzug und alles andere ist ja noch Zeit, also auf ins neue Abenteuer.

In diesem Buch erzählt sie ihre eigene Geschichte und die ihrer Buchhandlung. Einer Buchhandlung, die zum Wohnzimmer für die eigene Familie wird, und zum Treffpunkt für die Nachbarschaft. Mit Stammkunden, die zu Freunden werden, und Freunden, die Stammkunden sind. Petra Hartlieb erzählt in einem schlagfertigen und humorvollen Ton, der jede Zeile zu einem großen Vergnügen macht und jedes Kapitel zu einer Liebeserklärung an die Welt der Bücher. (Quelle: Dumont)

Meine Meinung zum Buch

Träumt nicht jede Leseeule ganz still und heimlich von einer eigenen Buchhandlung, auch wenn die Erfolgsaussichten gering und der Arbeitsaufwand riesig ist?

So etwas ähnliches wird sich wohl auch Petra Hartlieb gedacht haben, als sie in ihrem Wienurlaub auf die zum Verkauf stehende Traditionsbuchhandlung gestoßen ist. Aus einer spontanen Schnapsidee wird Wirklichkeit und die Familie Hartlieb zieht über der eigenen Buchhandlung ein. Das “Wohnzimmer” quasi immer voll mit meist sehr netten Kunden, die im Laufe der Jahre zu Freunden werden.

Petra Hartlieb berichtet humorvoll, ironisch und nicht selten selbstkritisch von ihrem höchst eigenen Abenteuer einer eigenen Buchhandlung.

Die Autorin hat es mit ihrer lebendigen Schreibweise geschafft, mich Teil ihres Abenteuers werden zu lassen. So habe ich mich immer wieder in der Buchhandlung gesehen, mit denselben Problemen, aber auch Freuden konfrontiert wie Frau Hartlieb und ihr Mann.
Schonungslos berichtet sie über die geschäftlichen, aber auch privaten “Niederlagen”, wie der Traum von einer Buchhandlung auch mal zu einem regelrechten Albtraum mutieren kann. Aber genauso beschreibt sie auch schwärmerisch all die guten Aspekte und Erlebnisse, die sie in Zusammenhang mit dem Spontankauf erlebt hat. Die vielen Freunde, die sie im Laufe der Jahre gewonnen hat. Wie hilfsbereit und uneigennützig Menschen sein können, hat mir persönlich an ihren Beschreibungen am besten gefallen.

Ein Buch, das auf den Nachttisch jedes Bibliophilen gehört – zum Schmunzeln und Träumen.

Mein Fazit

Petra Hartlieb ist mit ihrem biographischen Roman eine äußerst lesenswerte Lektüre gelungen, die jedem ans Herz legen möchte, der schon einmal den Traum einer eigenen Buchhandlung hatte.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

[Kurz zusammengefasst] Dezember 2014

 

Wake: Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast – Lisa McMann

Nicht alle Träume sind süß…
Träume, in denen man nackt durch die Stadt geht? Aus einem Hochhaus stürzt? Die hübsche Nachbarin küsst? Das hat die siebzehnjährige Janie alles schon zur Genüge gesehen – in anderer Menschen Träume. Wann immer jemand in ihrer Umgebung einschläft, kann sie seine Träume sehen. Nur kann sie niemandem davon erzählen, denn keiner würde ihr glauben. Und so lebt sie mit einer Gabe, die sie nicht will und die sie nicht kontrollieren kann. Doch dann wird sie in einen Alptraum gezogen, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zum ersten Mal ist Janie mehr als nur die Zuschauerin eines Traums. Sie ist mittendrin…

Dieses Büchlein habe ich als Hörbuch gehört und es hat mir nicht wirklich gefallen. Mir hat die Sprecherin leider überhaupt nicht gefallen. Zwar passt sie gut, da sie die junge Protagonistin spricht, aber ich mochte ihr nicht so gerne zuhören.
Leider ist das Hörbuch auch sehr stark gekürzt, so dass ich nicht nur einmal das Gefühl hatte, dass die Handlung zu sehr springt und wichtige Dinge weggelassen wurden.

Wake ist der erste Teil einer Trilogie, die ich allerdings nicht weiter verfolgen werde.

 

Riptide – Douglas Preston und Lincoln Child

Seit 200 Jahren liegt der Schatz des Piraten Edward Ockham in einem raffinierten Stollensystem auf der Insel Ragged Island versteckt. Unzählige Abenteurer versuchten ihn zu bergen – und bezahlten dafür mit ihrem Leben. Denn auf Ragged Island lastet ein tödlicher Fluch. Als der Mediziner Malin Hatch das Geheimnis lüften will, bringt er sich unwissentlich in höchste Gefahr. Wirklichkeitsnah und spannend: Das Buch des Autorenduos Preston und Child ist zugleich Schatzsuchergeschichte und Wissenschaftsthriller.

Das Buch war ok. Es lässt sich gut und flüssig lesen, doch wurde mir die Geschichte zu sehr in die Länge gezogen. Etwas kürzer und knackiger hätte mir persönlich gut gefallen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Plot recht gut durchdacht. Doch an einigen Stellen war es mir dann zu viel Wissenschaftsthriller.

 

Flames ‘n’ Roses: Lese lieber übersinnlich – Kiersten White

Evie ist ganz besonders in der paranormalen Welt. Sie kann hinter die sogenannten Cover der Wesen sehen, die wir nur aus Märchen und Schauergeschichten kennen. Sie sieht die Leiche hinter der super sexy Fassade eines Vampirs, die schuppige Meerjungfrau hinter der bildhübschen Blondine und die Warzen der Hexen hinter dem Gesicht der netten alten Dame. Aufgrund ihrer Fähigkeiten arbeitet Evie bei der IBKP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler) und spürt Paranormale auf, die auf die schiefe Bahn geraten sind.
Eines Tages lernt sie so auch Lend kennen, einen Gestaltwandler, in den ich Evie verguckt hat. Doch dieser erzählt die ganze Zeit von einer Prophezeiung, die angeblich sie betreffen soll..

Ein wirklich witziges und leicht zu lesendes Buch. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein prima “Zwischendrin-Buch”, leichte Kost und es ist pink. Zwinkerndes Smiley

 

Porträt einer Spore und Porträt eines Marshals – Lissa Price

Bonus Storys zu Lissa Prices Dilogie-Abschluss Enders.

Nette, kleine Zusatzgeschichten zu der Starters-Enders Dilogie von Lissa Price. Beide ließen sich gut lesen, ich fand ich auch informativ, aber sie sind nicht notwendig, um die Hauptstory zu verstehen.

 

 

[Rezension] Teufel von Markus Tillmanns

Titelbild Luzifer von Mart Klein A

 

Titel: Teufel
Autor: Markus Tillmanns
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 18. November 2014
Format: Taschenbuch & eBook (292 Seiten)
ISBN: 9781503152137
Preis: 9,99€ (Printbuch), 0,99€ (eBook)

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Ein leuchtendes Etwas hält Kurs auf die Erde. Experten diverser Fachgebiete sind sich einig, das könnte das Ende des Planeten Erde bedeuten. Doch plötzlich ändert dieses Etwas seine Geschwindigkeit und nimmt Kurs auf den Kölner Dom. Langsam und in strahlender Prächtigkeit sinkt ein Engel auf den Boden. Die Menschheit ist geschockt, fasziniert und verängstigt zugleich. Trotz dessen, dass sich der Engel als Luzifer persönlich vorstellt, ist die Welt geblendet vom Auftauchen dieses Geschöpfes. Nur der Journalist Tabarie wagt seine Zweifel öffentlich zu äußern und muss beobachten, wie die Menschheit nach und nach dem Teufel verfällt.
Doch was ist wirklich gut und was ist böse? Wer vermag dies zu bestimmen? Tabarie macht sich auf den Weg die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und der Menschheit die Augen zu öffnen.

Meine Meinung zum Buch

Die Frage danach was gut und böse tatsächlich ist und wer dies bestimmt, ist eine zentrale Frage dieses Buches. Engel sind gut, wurde uns beigebracht, der Teufel böse. Doch was ist, wenn der Teufel in Engelsgestalt erscheint? Ist er dann automatisch gut?

Der Protagonist Aljoscha Tabarie ist Journalist der Kölner Morgenpost und normalerweise nur für Lokalpolitik und Kleinkriminelle zuständig. Doch nachdem die geflügelte Gestalt auf dem Kölner Domplatz erscheint und alle Anwesenden ehrfürchtig auf die Knie sinken, wagt er es als Einziger stehen zu bleiben und sogar das Wort an den Geflügelten zu richten. Dieser stellt sich als Luzifer, der Teufel persönlich vor.
Wie kann die Menschheit nur so verblendet sein und dem Teufel huldigen, nur weil er plötzlich anfängt Gutes zu tun, denkt sich Tabarie und macht es sich zur Aufgabe den vermeintlichen Wolf im Schafspelz zu entlarven.

Tabarie ist ein integrer, eigentlich ganz sympathischer Kerl, der einen guten Protagonisten abgibt. Er ist kein Held und auch nicht perfekt, was ihn umso authentischer macht. Zusammen mit seiner Kollegin und Freundin Gül stellt er sich dem Teufel höchstpersönlich.
Sehr hartnäckig möchte er sich nicht der breiten Masse fügen. Wieso sollte plötzlich alles, was der Menschheit Jahrtausende lang vom Teufel überliefert wurde zerschlagen werden, nur weil der Teufel aussieht wie ein Engel und Gutes tut? Tabarie wittert eine Verschwörung und möchte der Sache nachgehen.

Markus Tillmanns’ Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mich durch Tillmanns Beschreibungen sehr gut in die von ihm erdachte Welt reindenken und einfühlen.  An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass das Buch, trotz selfpublishing, professionell lektoriert wirkt. Die Geschichte ist rund, wirkt gut durchdacht und auch die Rechtschreibung ist prima. Ich konnte im ganzen Buch nur drei Fehler entdecken, die allerdings mehr Tipp- als Rechtschreibfehler waren.

Schon wenn man die Kurzbeschreibung zum Buch liest, wird schnell klar, der Autor möchte eine Botschaft mit seinem Buch vermitteln. Es ist ein Buch über das man noch ein wenig nachdenken kann und auch sollte. Es geht um die Frage nach gut und böse und wer aus welchem Grund dies definiert hat. Hier kann man als Leser auch schnell ins philosophieren geraten, was vermutlich auch so gedacht ist.
Ich meine auch eine gute Portion Gesellschaftskritik zu erkennen. Die breite Masse stellt gar nicht in Frage, was geschieht. Sie konsumiert nur und folgt blind. Kommt uns das irgendwie bekannt vor?

Ein spannendes Thema, das meiner Meinung nach gut umgesetzt wurde, aber noch Potenzial nach oben bietet. Zeitweise war mir das Buch etwas zu abstrus, zu anders. In den Momenten hatte ich auch Schwierigkeiten den Autor und seine Charaktere ernst zu nehmen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen können, um sie zu mögen und sie zu verstehen.
Viele Thriller-Elemente waren für mich nicht enthalten, spannend war es trotzdem. Fantasy/Mystery und die Gesellschaftskritik standen für mich hier im Vordergrund.

Mein Fazit

Markus Tillmanns hat mit “Teufel” eine solide Geschichte geschaffen, auf die man sich allerdings einstellen muss. Der etwas andere Fantasy-Thriller wird vermutlich nicht jedermanns Sache sein, wenn man sich allerdings für Mythologie und ein wenig Philosophie interessiert, kann man ruhig einen Blick riskieren.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen für dieses Buch.

[Rezension] Changers: Drew von T Cooper und Allison Glock

9783440143629

 

Titel: Changers: Drew
Autor: T Cooper und Allison Glock
Verlag: Kosmos
Erscheinungsdatum: Februar 2015
Format: laminierter Pappband (352 Seiten)
Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-440-14362-9
Preis: 16,99€

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Worum geht’s?

Der 14-jährige Ethan ist neu in Genesis, Tennessee und morgen soll sein allererstes Highschool-Jahr beginnen. Noch ahnt er nicht, wie aufregend sein erster Tag an der Highschool wirklich werden wird. Denn als er am nächsten Morgen, nichts ahnend aufwacht und ihn ein fremdes Mädchen aus dem Spiegel anstarrt, versteht er die Welt nicht mehr. Wie kann er, Ethan, plötzlich ein Mädchen sein?
Ethan ist ein Changer. Diese kleine Gruppe von besonderen Menschen wechselt während der Highschool viermal die eigene Identität – Mädchen oder Junge – bis sie sich am Ende der Schulzeit für eine Identität entscheiden müssen.

Ethans erste Identität “Drew” ist zunächst ein harter Brocken. Wie er sich denn als Mädchen zurecht finden, wenn er vorher 14 Jahre lang als Junge gelebt hat? Nicht einmal mehr skaten kann er. Doch vor ihm liegt ein Jahr voller Ereignisse, Liebe und der Kunst herauszufinden, wer man selber ist.

Meine Meinung zum Buch

Stell dir vor du verbringst dein ganzes Leben als Junge und bis von einem Tag zum anderen plötzlich jemand ganz anderer. Was würdest du tun, wenn du deine Identität und dein Geschlecht gewechselt hättest?

Der 14-jährige Ethan, oder neuerdings die 14-jährige Drew weiß auch nicht so recht damit umgehen, was mit ihr passiert ist. Besonders der Umstand, dass ihre Eltern sie gar nicht auf diesen Wechsel vorbereitet haben, macht ihr zu schaffen.
Alles ist anders. Sie ist plötzlich Linkshänderin, kann nicht mehr skaten, bekommt ihre Tage und Klamotten spielen eine ungeahnt große Rolle in ihrem Leben. Zu allem Überfluss muss sich Drew auch noch an bestimmte Regeln der Changers-Gemeinde halten, die alle in der sogenannten Changers-Bibel niedergeschrieben sind. Das “Wir-sind-zu-Höherem-berufen-Getue” des Changers Rates ist Drew allerdings suspekt. Ist der Changers Rat wirklich nur gut oder steckt da mehr dahinter?

Drew muss eine sogenannte Chronik führen, was dazu führt, dass wir als Leser eine Art Tagebuch lesen. Es wird aus Drews Sicht berichtet, sie spricht den Leser allerdings nicht direkt an, sondern zeichnet ihre Gedanken in ihrer Chronik auf und lässt uns daran teilhaben. Wir erhalten so Einblicke in ihren Tagesablauf, aber auch in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

Changers ist kein Buch voller Action. Es ist eher ruhig gehalten und geht fast ausschließlich auf Drews Wandel ein. Hintergrundinformationen zu den Changers und warum gerade sie die Welt verbessern/retten sollen, werden nur vereinzelt gestreut. Richtige Antworten erhält man dazu nicht.
Die wenigen Informationen und das fehlen von Action haben mich aber überhaupt nicht gestört. Das Buch ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und konnte mich richtig fesseln. Zu lesen wie Drew wächst, wie sie sich ihrer neuen Identität anpasst und mit der Veränderung umgeht, war das, was mir an diesem Buch so gut gefallen hat. Die verschiedenen Arten von Liebe und Freundschaft spielt eine ganz große Rolle. Meiner Meinung nach wunderbar umgesetzt.

Die verwendete Sprache ist einfach und eher jugendlich gehalten, was bei einem Jugendbuch nicht so überraschen sein sollte. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen.

Durch die Tagebuchform bleiben einige der Charaktere etwas flach, was mich persönlich aber nicht sonderlich gestört hat. Ich habe genug erfahren, um sie mir bildlich und auch charakterlich vorstellen zu können. Bei einigen hoffe ich ganz stark, dass sie in den Folgebänden weiterhin vorkommen werden und dort hoffentlich tiefer auf sie eingegangen wird.

Changers: Drew ist der erste Band einer Tetralogie. Vier Identitäten, vier Bücher. Auch wenn mich das Fehlen von Hintergrundinformationen hier nicht sonderlich gestört hat, würde ich mir aber für die Folgebände mehr davon wünschen. Es bleiben viele Fragen unbeantwortet, die aber gerne beantwortet haben wollen würde.

Mein Fazit

Ein Buch, für jeden, den die Thematik Identitätsfindung interessiert und der sich an ein paar fehlenden Hintergrundinformationen nicht stört. Meiner Meinung nach für die Zielgruppe sehr gut geeignet, aber auch für ältere Leser, die ein wenig fehlende Tiefe nicht stört.
Der erste Band der Changers-Reihe macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Er ist nicht perfekt in seiner Umsetzung und es gibt sicherlich einige Kritikpunkte, die andere Rezensenten nennen werden, doch für mich war das Gesamtwerk und die Idee dahinter fast die volle Sterneanzahl wert.

[Rezension] Yolo, Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis und eine Überraschung zu viel von Gerlis Zillgens

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Titel: Yolo, Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis und eine Überraschung zu viel
Autor: Gerlis Zillgens
Verlag: Loewe-Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2015
Format: Flexcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3-7855-7987-9
Preis: 12,95€

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Worum geht’s?

Yolos Klasse macht in Kunst ein Christo-Projekt: Genau wie der berühmte Künstler sollen sich die Schüler etwas aussuchen, was sie verpacken möchten.
Dabei hat Yolo eigentlich ganz andere Sorgen. Ihre Mutter verhält sich merkwürdig und hängt ständig über der Kloschüssel. Liegt das an dem leckeren Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis, das Yolo hergestellt hat?
Und obwohl sie nach dem ersten Kuss von Jo Zwometerzwo noch immer Puddingknie hat, lässt der sich mit dem zweiten Kuss ganz schön Zeit. Noch schlimmer – er scheint sich plötzlich für Yolos Erzfeindin Mel zu interessieren.
Yolos Welt ist also von perfekt noch ziemlich weit entfernt. Ein genialer Plan muss her!
Weltverbesserung aus der Sicht eines Teenagers: Ein frech und authentisch erzähltes Buch mit witzigen Bildern zum Thema Bloggen, Freundschaft und erste Liebe. (Quelle: Loewe-Verlag)

Meine Meinung zum Buch

Yolo ist wieder zurück! Genauso kreativ, selbstbewusst und vielleicht sogar noch ein kleines bisschen frecher als im ersten Band.

Jo Zwometerzwo hat Yolo endlich geküsst! Und es hat so schön nach einer Mischung aus Kaugummi, Knoblauch und Vanille geschmeckt. Der tollste Geschmack der Welt. Da Jo mit dem zweiten Kuss allerdings auf sich warten lässt, muss Abhilfe her – das Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis!
Auf diese und andere skurrile, aber witzige Ideen kommt Yolo auch in Band 2 ihres Abenteuers. Gebloggt wird natürlich weiterhin fleißig, immerhin gibt es noch viele Lehrer, Erzieher, Eltern und Großeltern, die keine Ahnung haben und die brauchen Informationen.

Gerlis Zillgens ist auch mit der Fortsetzung von Yolo wieder ein witziges und sehr süßes Buch gelungen, das auch mir als erwachsene Frau sehr gut gefallen hat. Es gab nicht nur einen Moment, an dem ich laut loslachen musste. Zum Glück war ich dabei nicht unter Menschen, ich hätte nur befremdliche Blicke geerntet.

Wie in Band 1 ist der Schreibstil gleichbleibend flüssig und sehr gut zu lesen. So, dass auch die eigentliche Zielgruppe (Menschen ab 11 Jahren) keine Probleme haben wird sich in dieses Buch einzufinden.
Auch die Charaktere sind weiterhin sehr authentisch und überzeugend. Außerdem lernen wir ein paar neue Leute kennen, die die Geschichte ebenso wie die altbekannten Gesichter bereichern.

Erwähnung finden müssen natürlich auch die Illustrationen. Auch diese sind wirklich eine Bereicherung für das gesamte Buch. Sie lockern das Geschriebene auf, unterstützen die eigene Vorstellungskraft und sind einfach nur witzig.

Der zweite Band um Yolo lässt sich übrigens auch prima unabhängig vom ersten lesen, doch für mehr Spaß und ein besseres Verständnis einiger Szenen, empfehle ich auch den ersten Band gelesen zu haben. Das lohnt sich alle mal.

Mein Fazit

Mit Yolo, Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis und eine Überraschung zu viel ist Gerlis Zillgens erneut ein äußerst lesenswertes Buch gelungen. Mit viel Charme, Witz und authentischen Charakteren ist Yolo 2 ein Buch, das nicht nur für Leserinnen und Leser der jungen Generation ab 11 Jahren geeignet ist, sondern auch der etwas älteren Generation Spaß bringt.
Von mir gibt es mit 5 von 5 Sternen eine klare Lese- und Kaufempfehlung.

[Rezension] City Heroes: Stoppt Proteus von Peter Jay Black

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Titel: City Heroes: Stoppt Proteus
Autor: Peter Jay Black
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 25. August 2014
Format: Klappenbroschur (352 Seiten)
empfohlen: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-570-16288-0
Preis: 12,99€ (Kaufen)

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Worum geht’s?

Jack, Charlie, Obi, Slink und Wren sind die City Heroes. Versteckt in einem geheimen Bunker unter den Straßen Londons leben die fünf Freunde. Zusammen haben sie ein Ziel: Das Geld, das die “Bösen” zu viel haben, an die verteilen, die es bitter nötig haben.
Nachdem sie bei ihrem letzten Auftrag fast gefasst wurden, stellt sich nun die Frage, warum die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden. Was benötigt so viel Aufmerksamkeit, dass das Wachpersonal Waffen trägt und das Dach des Gebäudes vor Kameras nur so wimmelt?
Obi ist sich sicher, so sicher kann nur der Supercomputer Proteus bewacht werden, doch seine Freunde verspotten ihn nur, bis sie den außergewöhnlichen und gefährlichen Rechner mit eigenen Augen sehen.

Meine Meinung zum Buch

Als ich zum ersten Mal den Klappentext zu City Heroes las, dachte ich, es handle sich um eine reine Jungengruppe, die durch die Straßen Londons zieht. Wie sehr ich mich doch täuschen konnte.

Jack, Charlie, Obi, Slink und Wren sind alles Kinder, die niemanden mehr haben. In Kinderheimen oder auf der Straße aufgewachsen, kennen sie ein Leben voller Entbehrungen nur zu gut. Deswegen ist ihr größtes Ziel, Geld von denjenigen zu nehmen, die sowieso schon zu viel haben und es außerdem nicht rechtens erhalten haben und es anonym den Bedürftigen zu vermachen. Eine moderne Robin Hood-Bande, wenn man so möchte.

Jack ist der Kopf der Bande. Er ist der beste Hacker, den London und vielleicht sogar die Welt kennt. Kein System ist sicher vor ihm.
Charlie ist die gute Seele der Gruppe, sie kocht und schlichtet Streit, kennt sich aber auch verflucht gut mit Maschinen und Schlössern aus. Nichts ist ihr dort zu kompliziert. Ich war sehr erstaunt zu lesen, dass es sich bei Charlie um ein Mädchen handelt, aber um so erfreuter war ich darüber, dass hier auch Mädchen eine Rolle spielen.
Obi behält von der Zentrale aus den Überblick auf alles und koordiniert seine treuen Gefährten durch die kniffligsten Abenteuer.
Für Slink ist keine Wand zu hoch und kein Abgrund zu breit. Mit seinen waghalsigen Klettereien und akrobatischen Leistungen verschafft er sich Zutritt zu fast jedem Gebäude.
Wren ist das neuste Teammitglied und die jüngste im Bunde. Eigentlich heißt sie Jenny, doch Wren klingt cooler. Sie ist eine begnadete Schauspielerin und außerdem nicht ganz ungeschickt, wenn es darum geht an Schlüsselkarten oder Portemonnaies zu kommen.

City Heroes ist ein Buch für Kinder ab 10 Jahren. Meiner Meinung nach geeignet für beide Geschlechter. Vielleicht ein bisschen mehr für Jungen, aber ich würde es nicht als reines Jungenbuch bezeichnen.
Es ist spannend und einfach geschrieben, so dass die angepeilte Altersgruppe sicherlich viel Spaß mit dem Buch haben kann.
Für mich als erwachsene Person fehlte es dem Buch an Tiefe. Die Handlung und leider auch die Charaktere blieben ziemlich oberflächlich. Da ich meinen Kinderjahren leider schon ein wenig entwachsen bin, kann ich nicht genau sagen wie störend oder eben nicht störend die junge Zielgruppe dies empfinden wird. Die eher oberflächliche Handlung wird vermutlich durch die vielen actionreichen Szenen nicht sonderlich störend auffallen. Bei den Charakteren könnte ich mir jedoch vorstellen, dass da ein wenig ausgefeiltere Charaktere die Identifikationsmöglichkeiten erhöht hätten. Ich persönlich hätte gerne noch ein wenig mehr über die Fünf erfahren, da jeder von ihnen seine eigene, sehr spannende Geschichte zu haben scheint. Vielleicht geht der Autor in Band 2 mehr auf die Vergangenheit der Gruppe ein, Tendenzen dazu finden sich bereits gegen Ende im ersten Band.

Das Buch ist sehr groß geschrieben, so dass die ca. 350 Seiten nur so dahin geflogen sind. Für mich und sicherlich auch für junge Leser innerhalb eines Tages oder eines Wochenendes lesbar, wenn man denn so schnell durch das Buch jagen möchte.

Mein Fazit

City Heroes ist für mich ein Buch, das vermutlich sehr gut in den Händen interessierter Kinder aufgehoben ist, für einen Erwachsenen aber zu leicht und zu wenig tief ist.
Große Schrift, sympathische Helden und actionreiche Szenen machen das Buch sicherlich zu einem Pageturner für junge Leser. Stärker ausgearbeitete Charaktere und eine etwas tiefergehende Handlung hätten dem Buch meiner Meinung nach aber sehr gut getan.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.


Vielen Dank an dieser Stelle auch an Blogg dein Buch und cbt, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

[Aktion Stempeln] Februar 2013

Von Aisling Breith ins Leben gerufen, von Favola liebevoll weitergeführt.

 


Das Tal: Die Katastrophe – Krystyna Kuhn

An diesen Band der Tal-Reihe kann ich mich noch erstaunlich gut erinnern. Ich kann ihn sogar von den anderen Büchern abgrenzen.
Ich weiß auch noch, dass ich ihn ganz gut fand und das Buch recht schnell beendet habe.
Season 2 der Tal-Reihe steht für dieses Jahr ja auch auf meiner Leseliste – zum Glück kann ich mich noch an Season 1 erinnern. Zwinkerndes Smiley

 

 

Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz – Kimberly Derting

Alles was ich von diesem Buch noch weiß steht im Klappentext, an mehr kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Wie schade. Denn ich weiß noch, dass mir das Buch außergewöhnlich gut gefallen hat und ich mich so darüber geärgert habe, dass es immer noch keinen zweiten Band zu dieser Reihe gibt.

 

 


Cinderella Undercover: Aschenputtels wahre Geschichte – Gabriella Engelmann

An diese Märchenadaption von Gabriella Engelmann kann ich mich zum Teil erinnern. Hier bin ich mir etwas unschlüssig über die Vergabe des Stempels. Eigentlich ist es so ein Mitteldings zwischen präsent und nicht mehr präsent. Es ist halb präsent. Zwinkerndes Smiley
Ach was soll der Geiz. Ich zücke den grünen Stempel. Sieht schöner aus.

 

 

Arkadien fällt – Kai Meyer

Der letzte Band der Arkadien-Trilogie hat sich aus meinem Gedächtnis verabschiedet. Ich weiß so gut wie nichts mehr. Was ich noch weiß, ist, dass ich mich damals so darüber geärgert habe, dass meine Bücherei den dritten Teil nicht im Bestand hatte und nachdem ich sonst was in Bewegung gesetzt habe, um an den dritten Teil zu kommen, hatten sie ihn dann plötzlich bestellt und vorrätig…

 

 


Komplott im Süden – Bea Milana

An dieses Buch kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Auch daran, das es zu dem Zeitpunkt, als ich es gelesen habe ein anderes Cover hatte.
Insgesamt hat mir das Buch damals ganz gut gefallen, doch ich habe die Dialoge kritisiert. Sie waren zu hölzern geschrieben, zu unecht. Ansonsten war das Buch interessant und gut geschrieben.

 

 

 

Das war’s auch schon wieder mit dem Februar. Mehr Bücher habe ich nicht gelesen. Für meine Verhältnisse, aber eine gute Leistung.

Kennt ihr auch eins der Bücher? Wie fandet ihr es und könnt ihr euch noch gut an den Inhalt erinnern?

[Rezension] Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo von Gerlis Zillgens

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Titel: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo
Autor: Gerlis Zillgens
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: August 2014
Format: Flexcover (224 Seiten)
empfohlen: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-7855-7986-2
Preis: 12,95€

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Leseprobe

 

 

Worum geht’s?

Yolo ist dreizehndreiviertel, einzige Tochter von geschiedenen Ernährungsberatern und mit der Gesamtsituation unzufrieden. Vor allem Erwachsenen fehlt einfach der Blick für das Wesentliche. Dabei ist doch völlig klar, dass Nuss-Nugat-Schokolade und Partys im KRASS zu den Grundrechten von Teenagern gehören! Yolo bloggt, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Und zu einer besseren Welt gehört für Yolo auch, endlich von Jo Zwometerzwo beachtet zu werden – nur wie soll sie das am besten anstellen?
Weltverbesserung aus der Sicht eines Teenagers: Ein frech und authentisch erzähltes Mädchenbuch mit witzigen Illustrationen zum Thema Bloggen, Freundschaft und erste Liebe. (Quelle: Loewe-Verlag)

Meine Meinung zum Buch

Zwar bin ich schon ein gaaaanz kleines bisschen älter als 11 Jahre, doch Yolo konnte auch mich mit ihrer Art begeistern.

Yolo, die eigentlich Yoko heißt, aber auf keinen Fall so genannt werden möchte, da sonst die ganze Welt darüber bescheid wissen würde, dass sie in einem Tretboot gezeugt wurde (Yoko bedeutet nämlich “Kind des Meeres”), ist 13 ¾ Jahre alt und sie bloggt. Sie bloggt für eine bessere Welt. Denn wir Erwachsenen verstehen einfach gar nichts von Erziehung und machen alles falsch. Also postet sie Tipps und Wissenswertes, besonders für Eltern, Lehrer und Erzieher und alle zwischen 10 ½ und 15 ¾.

Yolo ist einfach einzigartig. Frech, selbstbewusst, manchmal besserwisserisch, dickköpfig und sehr kreativ. Ein Mädchen, das man einfach in sein Herz schließen muss.

“Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo” ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Leser begleitet Yolo durch ihr Leben und bekommt hier und da auch mal einen Einblick in ihren Blog. Das Buch ist sehr humorvoll, authentisch und leicht geschrieben, so dass 11-jährige Leserinnen und auch uralte Menschen (Zitat Yolo: mit 30 ist man bereits echt alt) wie Ich Spaß an dem Buch haben. Es lässt sich wunderbar flüssig lesen, unterbrochen wird man lediglich von Muskelkater im Bauch und Lockerungsübungen für die Gesichtsmuskulatur, die man ab und an beim Lesen durchführen muss, da das ständige Grinsen diesen Teil der Muskulatur doch stark beinträchtigen kann.

Alle Charaktere des Buches sind wunderschön plastisch beschrieben, so dass sich der Leser sehr gut jeden einzelnen Charakter vorstellen kann. Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass junge Mädchen sich auch prima mit Yolo identifizieren können und ihnen das Buch gleich doppelt so viel Spaß macht.

Optisch ist Gerlis Zillgens erstes Yolo Buch auch ein absoluter Hingucker. Das Cover ist liebevoll gestaltet und im Buch finden sich sehr amüsante Illustrationen von Laura Rosendorfer.

Mein Fazit

“Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo” ist absolut stimmig. Witzig, humorvoll und interessant geschrieben, ist dies nicht nur ein Buch für jugendliche Mädchen. Nein, auch ich als erwachsene Frau hatte sehr viel Spaß mit Yolo und ihrer Familie.
Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch, dem ich nur die volle Sternenzahl geben kann.

An dieser Stelle auch vielen Dank an Tina von super.lese.helden, die mir das Buch mit ihrer überaus gelungenen Rezension schmackhaft gemacht hat.

[Lese-Rückblick] Der Januar ist schon um…

Geht’s nur mir so oder ist der Januar nur so dahin geflogen? Kaum zu glauben, dass schon Februar ist. Auch wenn das Jahr für mich nicht ganz so gut angefangen hat, wie ich es gerne hätte, konnte ich buchtechnisch mit sechs gelesenen Büchern und einem abgebrochenen Hörbuch ziemlich gut in mein Buchjahr starten.

Gelesen

 

 

 

 

 

  • Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafón

 

 

  • Die Gabe – Alison Croggon
Gehört und abgebrochen
  • Daemon: Die Welt ist nur ein Spiel – Daniel Suarez

Insgesamt gelesene Seiten: 2257

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 6
abgebrochene Bücher: 1
neue Bücher: 11

  • Reziexemplare: 5
    ausgeliehen: 2
    gekauft: 3

SuB: muss ich immer noch zählen, aber wieder gestiegen….

Zusammengefasst

Insgesamt war der Januar ein wirklich guter Lesemonat. Bis auf “Die Gabe”, welches ich noch aus dem Dezember mitgeschleppt habe, konnte mich jedes Buch überzeugen. Selbst “Der Schatten des Windes” war nicht schlecht, obwohl ich nur drei Sterne dafür vergeben habe. Es war mir nur insgesamt zu langatmig und zu langezogen, geschrieben war es super.
”Daemon” habe ich zwar abgebrochen, aber noch nicht aufgegeben. Die Thematik ist interessant, ich habe lediglich zum Hörbuch keinerlei Zugang gefunden. Die Worte sind an mir vorbei gerauscht ohne wirklich in meinem Kopf haften zu bleiben. So habe ich dann irgendwann den Anschluss verloren und nicht mehr verstanden, worum es eigentlich geht.
Das ist das Problem, was ich mit rein auditiver Aufnahme habe; es bleibt einfach nicht genug haften, wenn ich mich nicht zu 100% darauf konzentriere.

Diesen Monat habe ich auch ordentlich viele Rezensionsexemplare erhalten. Macht euch also auf einige neue Rezensionen gefasst, die im Laufe des Monats erscheinen werden. Außerdem plane ich noch eine kleine Überraschung für euch, u.a. weil wir ganz still und heimlich die 150 Leser Grenze überschritten haben und mit großen Schritten auf die 200 zusteuern, was mich riesig freut. Smiley mit geöffnetem Mund

Wie sah den euer Januar so aus? Habt ihr ein paar Buchempfehlungen für mich?

[Rezension] Purpurmond von Heike Eva Schmidt

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Titel: Purpurmond
Autor: Heike Eva Schmidt
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: März 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (352 Seiten)
ISBN: 978-3-426-28366-0
Preis: 14,99€

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Leseprobe

 

Worum geht’s?

Die 16-jährige Caitlin, kurz Cat, ist vor Kurzem mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen. Schlimm genug, dass sie Schwierigkeiten hat Freunde zu finden, wird sie auch noch ständig wegen ihrer roten Haare mit den ehemalige Hexen der Hexenhochburg Bamberg verglichen.
Einer vermeidlichen Partyeinladung folgend, findet Cat sich eingeschlossen im finsteren Drudenhaus wieder. Nach etlichen erfolglosen Versuchen sich zu befreien, stößt sie auf ein, in Leder gewickeltes Päckchen. Darin befindet sich ein alter kupferner Halsreif und eine in das Leder eingestanzte Botschaft. Neugierig wie Cat ist, legt sie sich den Reif um und findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, zur Zeit der Hexenverbrennungen.
Als Caitlin versucht den Halsreif wieder abzulegen, um in ihre Zeit zurückzukehren, muss sie feststellen, dass ihr das nicht gelingt. Zu allem Überfluss zieht sich der Reif immer fester um ihren Hals und sie muss schnell Hilfe finden, um den alten Fluch zu besiegen.

Meine Meinung zum Buch

Wieder ein Buch, bei dem ich mich frage, warum es so lange auf meinem SuB versauert ist. Purpurmond von Heike Eva Schmidt ist ein locker, leichtes Jugendbuch, das es prima versteht Vergangenheit und Gegenwart mit einer Prise Humor zu mischen.

Cat ist mal wieder mit ihren Eltern umgezogen. Nichts Neues für sie. Doch jedes Mal muss sie sich an einer neuen Schule eingewöhnen und neue Freunde finden. Dieses Mal fällt ihr das besonders schwer, da die Oberzicke Sina sie als ihre Erzfeindin auserkoren hat, so ganz ohne Grund.
An ein Friedensangebot glaubend, nimmt Cat die Partyeinladung von Sina und ihren Freunden an. Im Drudenhaus angekommen, mit einer Tüte Chips in der Hand, fällt Cat zunächst die merkwürdige Stimmung von Sinas “Hofstaat” auf. Kurz darauf findet sich Cat auch schon allein und eingeschlossen im dunklen Drudenkeller wieder. In der Vergangenheit trifft Cat bald auf Dorothea, Daniel, seinen Vater, den überaus gemeinen Richter Förg und Dorotheas Bruder.

Die Charaktere in Purpurmond haben mir sehr gut gefallen. Sie sind authentisch gezeichnet und gerade Cat ist mit einer guten Portion Humor ausgestattet. Heike Eva Schmidt hat es in meinen Augen geschafft, die Charaktere lebendig werden zu lassen, so dass ich schnell Sympathien und Antipathien aufbauen konnte.

Der Schreibstil wechselt je nach dem Jahrhundert in dem wir uns befinden. In der Gegenwart ist er locker, flockig, jugendlich. Befinden wir uns in der Vergangenheit, ist er angepasst und eher altertümlich. Witzig ist die Vermischung der Sprachstile, wenn Cat ihren jugendlichen Slang auch im 17. Jahrhundert beibehält und so nicht selten komische Blicke erntet.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen der Ich-Form, in der Caitlin erzählt, zum auktorialen Stil, wenn über Dorotheas Leben berichtet wird. Insgesamt lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und ich hatte keine Schwierigkeiten ins Buch zu finden.
Heike Eva Schmidt schreibt sehr lebendig, so dass ich mich gut in die Welt von Cat und Dorothea hineinversetzen konnte. Ich konnte selbst Caitlins massives Problem, was den Geruch der damaligen Zeit angeht, fast am eigenen Leib spüren.

Das Buch ist witzig, spannend und gefühlvoll. Ich habe es gern gelesen. Zur vollen Sternezahl hat es allerdings nicht ganz gereicht. Dafür konnte es mich dann durch einige kleine Längen doch nicht ganz vom Hocker heben.

Für die ganz Wissbegierigen hat die Autorin am Ende der Geschichte noch ein paar Fakten zur Authentizität der Geschichte niedergeschrieben. Sehr interessant, wie ich fand.

Mein Fazit

Purpurmond ist ein spannendes Buch, dem es u.a. durch Witz und Geschick gelingt zwei völlig unterschiedliche Jahrhunderte miteinander zu verbinden. Die Mischung hat mir sehr gut gefallen. Wer kurzweilige Unterhaltung mit Einblick in die Bamberger Geschichte sucht, der wird hier fündig.