Kategorie: Buchrezension

[Rezension] Ich war Hitlers Trauzeuge von Peter Keglevic

*Rezensionsexemplar

Keglevic_PIch_war_Hitlers_Trauzeuge_178008Titel: Ich war Hitlers Trauzeuge
Autor: Peter Keglevic
Verlag: Knaus Verlag
Erscheinungsdatum: 18. September 2017
ISBN: 978-3-8135-0727-0
Format: Hardcover (576 Seiten)
Preis: 26,00 Euro

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Leseprobe


Worum geht’s?

Ostersonntag 1945. In Berchtesgaden wird zum 13. Mal “Wir laufen für den Führer” gestartet: eintausend Kilometer in 20 Etappen durch das Tausendjährige Reich. Der Sieger darf Adolf Hitler am 20. April persönlich zum Geburtstag gratulieren. Dank Leni Riefenstahl, die den großen Durchhaltefilm drehen soll, gerät der untergetauchte Harry Freudenthal in den Pulk der Läufer und entrinnt damit seinen Häschern. Der irrwitzige Lauf nach Berlin führt Harry schließlich bis in den Führerbunker, wo er Geschichte schreibt.‎  Quelle

Meine Meinung zum Buch

Dieses Buch fand seinen Weg über eine Anfrage in mein Regal. Es hatte mich sofort gepackt. Das lag u.a. am Klappentext, der bereits eine gewisse Komik in der Geschichte vermuten ließ. Ich meine,… hallo? Ein Jude, der an einem 1.000 km Lauf zu Ehren des Führers teilnimmt und dann auch noch dessen Trauzeuge wird? Interessanterweise schien nicht nur der Klappentext, sondern auch das Einleseheft, das den Buchbloggern beigelegt wurde, bereits die gesamte Geschichte zu spoilern.

Kennt ihr noch RTL Samstag Nacht und deren Kino-Trailer mit dem immer gleichen Verleger “Verratet doch gleich den ganzen verdammten Film in der Vorschau Pictures”?

So fühlte es sich an. Und doch: Wenn die Tatsache, dass Harry Freudenthal als Jude am Ehrenlauf teilnimmt und dann auch noch Hitlers Trauzeuge wird, bereits ab Start klar ist, dann können diese Details es schon einmal nicht sein, die den Spannungsbogen aufbauen. Und sie sind es auch nicht. Das einmal vorweggenommen.

Das Einleseheft beschreibt im Prinzip die Geschichte vom Autor selbst und wie er durch einige glückliche Umstände an einige Notizen gelangt ist, die grundsätzlich die Geschichte von Harry Freudenthal aus dessen eigener Hand erzählen. Was die Sache dabei interessant macht, ist, dass der Autor es so darstellt, als wäre dieses Buch eine mögliche Realität – und dabei hat er sie auch noch so geschickt entworfen, dass sie im Nachhinein kaum als solche in Frage gestellt werden kann. Der Leser wird mit dem Gedanken daran allein gelassen, sich selbst die Frage zu stellen, ob er die Geschichte für glaubwürdig hält – oder eben nicht. Meine Meinung? In einigen Teilen zuweilen skurril, aber in Summe… ja verdammt, warum nicht?!

Das Buch selbst beginnt im Jahr 2015 und Harry – inzwischen 95 Jahre alt – erinnert sich zurück und beginnt seine Geschichte zu erzählen. Der Auftakt ist extrem gut gelungen und ich war sofort in der Geschichte. Es war schwer, das Buch beiseite zu legen. Auch der Stil hat mir sehr gut gefallen: Wissend, dass die gesamte Handlung in der erzählten Vergangenheit spielt (während ja die Zeit in der Gegenwart weiterläuft), springt die Geschichte zwischen der laufenden (haha) Geschichte von Harry und dessen Erinnerungen hin und her. Also noch einmal zum Mitschreiben: Harry in 2015 erzählt von Harry aus 1945, der sich an Harry aus 1930 erinnert. Soweit klar?

Die Kriegshandlungen, die während des 1.000km Laufs zu Ehren des Führers und mit der Propaganda-Idee das Volk zu motivieren, die Rahmenhandlung bilden, sind indes nur das: Rahmenhandlung. Sie stehen nicht wirklich im Vordergrund, was sich zuweilen befremdlich anfühlt, denn deren Auswirkungen sind natürlich omnipräsent. Während sich die Erinnerungen von Harry aus dessen Kindheit rasch und immer schneller dem Punkt nähern, der ihn zu einem Ehrenläufer hat werden lassen, wird der Leser immer wieder Zeuge einer sich wandelnden Zeit. Begonnen bei den ersten Übergriffen auf Juden bis hin zu einem Deutschland, in dem jeder Jude Angst um sein Leben haben musste. Dabei sind es aber immer die persönlichen Erfahrungen von Harry, die die Geschichte vorantreiben.

Der Leser begleitet ihn dabei durch sein gesamtes Leben und nimmt Teil an jedem emotionalen Moment, erlebt hautnah jeden Scheideweg mit und wird so selbst zu einem Teil von Harrys Leben. Am Ende fühlte ich mich wie ein enger Freund, den Harry nie kennengelernt hat, so intensiv werden dessen Gefühle transportiert und so offen wie ein bisher unentdecktes Tagebuch sein Leben vor einem ausgebreitet*.

Allerdings muss ich aber auch zugeben, dass ich zur Mitte des Buches hin einen Hänger hatte. Das liegt zum einen daran, dass einige Handlungen so realistisch beschrieben wurden, dass ich als Leser große Schwierigkeiten hatte, sie zu verstehen. Wenn das nun verwirrend klingt, dann liegt das daran, dass die Erlebnisse Harrys zuweilen verwirrend sind und dieser Umstand extrem gut transportiert wird. Allerdings lässt sich auch ein immer wiederkehrendes Muster erkennen, das mich ebenfalls zur Mitte des Buches hin genervt hat: Laufen, erinnern, in der Erinnerung mit einer Frau pimpern, in die Gegenwart zurück gerissen werden, am nächsten CheckPoint halb tot ins Bett fallen. Weiterlaufen.

Fazit

Gerade die Tatsache, dass der Roman es versucht, einen extrem hohen Grad an Realismus zu vermitteln und dabei tief – sehr tief – in die Sprache des frühen 20. Jahrhunderts eintaucht und die Eigenarten der verschiedenen Regionen Deutschlands, hat mir sehr gefallen. Ausnahmsweise – obwohl für die Handlung bestimmend – drängte sich der Krieg selbst zu keinem Zeitpunkt störend in den Vordergrund, um so die Geschichte zu übernehmen. Durch die letzten Kapitel flog ich nur noch so durch und fieberte dem Ende entgegen, das ich so nicht habe kommen sehen.

Wer sich für Historie interessiert ohne erhobenen Zeigefinger und eine Geschichte lesen möchte, die einen förmlich Teil davon werden lässt, dem kann ich “Ich war Hitlers Trauzeuge” uneingeschränkt empfehlen. Zwar hat der Mittelteil meiner Meinung nach Schwächen, die werden aber mühelos durch den für mich ungewöhnlichen Stil ausgeglichen.

Daher aus voller Überzeugung von mir fünf Sterne für dieses Buch und somit eine dringende Leseempfehlung.

* Ich möchte an dieser Stelle noch einen Punkt aufgreifen: Als jemand, der erst in den späten 70ern geboren wurde, habe ich keinen direkten Bezug mehr zu den Geschehnissen vor und während der Zeit des zweiten Weltkrieges. Dass entsprechend Menschen mit einer anderen Perspektive als der meinen zu einer vollkommen anderen Sicht auf das Buch gelangen können, ist nur verständlich und soll hier nicht vorenthalten werden. Daher hier ein Link zu einer Rezension, die als absolutes Gegenteil zu meiner verstanden werden kann.

[Rezension] Buddy Cool: Vom Loser zum Gewinner von Thomas Christos

*Rezensionsexemplar

01_BuddyCool-3dTitel: Buddy Cool: Vom Loser zum Gewinner
Autor: Thomas Christos
Illustrator: Norbert Höveler
Verlag: Fabulus Verlag
Erscheinungsdatum: 15. September 2017
ISBN: 978-3-944788-50-0
empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Format: Hardcover mit Lesebändchen und Farbschnitt (155 Seiten)
Preis: 12,00 Euro

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Leseprobe


Worum geht’s?

Damit er in Schwung kommt, wird der elfjährige Nick jeden Morgen von einer Motivations-App geweckt. Das Programm auf seinem Smartphone, eine Anschaffung seiner besorgten Eltern, hört auf den Namen Buddy und soll den Jungen zu Leistung und Erfolg anspornen. Nick ist klein, unsportlich, sein Selbstbewusstsein lässt zu wünschen übrig. Und nutzen in unserer digitalen Welt nicht schon viele Menschen Smartphone-Apps, um ihr Leben zu optimieren? Doch Buddys abgedroschene Karriere-Parolen nerven nur. Erst als die App zeigt, dass sie auch anders kann, anders auch als von den Eltern geplant, findet Nick Geschmack an seinem Helferlein. Fiese Klassenkameraden, eingebildete reiche Verwandte, herablassende Lehrer — sie alle bekommen Grund zum Staunen. Dumm nur, dass Nicks Mitschülerin Sophie, ein spannendes Mädchen, das er sehr mag, sich nicht so leicht blenden lässt. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Bücher mit farbigem Buchschnitt haben es mir echt angetan. So auch dieses Exemplar aus dem Fabulus Verlag.
Mit Buddy Cool ist ein weiteres Kinderbuch bei uns eingezogen, das allerdings auch bald umziehen wird, da ich es den Hortkindern meiner alten Hortgruppe vermachen werde.

Tatsächlich lese ich im Vergleich zu anderen Genres recht selten Kinderbücher, aber dieses hier hat mich nicht nur optisch angesprochen, sondern auch stark vom Inhalt her.
Smartphones sind (leider) auch bei Kindern nicht mehr wegzudenken und Eltern, die ihre Kinder, mit teilweise recht abstrusen Mitteln, zu besseren Leistungen anspornen wollen, gibt es leider auch immer häufiger. Der aktuelle Bezug dieses Buches ist also definitiv gegeben.

Unser Protagonist Nick hat es tatsächlich nicht sehr leicht. In der Schule wird er gehänselt, seine Eltern versuchen mit allen Mitteln ihn zu einem Siegertypen – wie seinen Cousin – zu machen und die Lehrer beachten den durchschnittlichen Schüler mehr oder weniger gar nicht, außer, um ihm Strafaufgaben aufzubrummen.
Nick ist selber nicht glücklich mit seiner Lage, doch sein neuer Helfer, Buddy, die Motivations-App, gibt ihm nur unsinnige Tipps, mit denen er gar nichts anfangen kann. Buddy nervt einfach nur. Als Nick beschließt seinen kleinen Helfer endgültig auszuschalten, macht dieser ihm einen Vorschlag, den Nick nicht ausschlagen kann.
Mit Hilfe von Buddy wird er zum Held der ganzen Schule – doch so ganz richtig fühlt sich das auch nicht an.

Schon der Klappentext ließ mich erahnen, dass es in diesem Buch auch “leicht” pädagogisch zugehen würde, was ich selber sehr begrüße. Im Grunde hat der Autor dies auch sehr gut hinbekommen, allerdings ist mir eine Situation negativ aufgefallen – besonders mit dem Hinblick darauf, dass Kinder dieses Buch auch alleine lesen werden.
An einer Stelle bekommt das Buch leichten “Actionfilmcharakter” und Nick tut etwas, was zum einen nicht ganz zum restlichen pädagogischen Flair des Buches passt und zum anderen zu gefährlich ist, um damit ohne Konsequenzen davon zu kommen.

Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Das Buch ist witzig, leicht geschrieben, die Kapitel sind kurz und dem Leser wird etwas vermittelt, ohne dass man das Gefühl hat, der Autor stehe mit erhobenem Zeigefinger vor einem.

Die im Buch enthaltenen Illustrationen sind ebenfalls sehr unterhaltsam und lassen den ein oder anderen jungen Leser bestimmt kräftig kichern.

Fazit

Buddy Cool ist ein witziges und gut geschriebenes Buch, das dem jungen Leser auch etwas mit auf den Weg gibt.
Zum Alleine lesen würde ich es ab 10 Jahren empfehlen, zusammen mit einem Erwachsenen passt meiner Meinung nach das empfohlene Alter von 8 Jahren sehr gut.

Von mir gibt es daher gute 4 von 5 Sterne.

[Rezension] New York zu verschenken von Anna Pfeffer

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Titel: New York zu verschenken
Autoren: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 28. August 2017
Format: Klappenbroschur (336 Seiten)
ISBN: 978-3-570-17397-8
Preis: 14,99€

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Leseprobe



Worum geht’s?

Ein Chat-Roman über die wahre Liebe

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft … (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Fangen wir mit dem Wichtigsten an. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Chat-Roman, was bedeutet, der Inhalt besteht einzig und allein aus Chats. Wem das nicht gefällt, der sollte das Buch schlicht und einfach nicht lesen. Wem das gefällt, der sollte es unbedingt lesen, denn mir hat es wirklich sehr gut gefallen. Und weil das kein wirklich valides Argument ist (warum eigentlich nicht?), schreibe ich nun noch ein bisschen mehr dazu.

Die beiden Protagonisten könnten fast nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite haben wir Anton – reich, gutaussehend und ziemlich von sich selber überzeugt. Auf der anderen Seite wäre dort Liv – intelligent, verantwortungsbewusst und muss für ihr Taschengeld arbeiten gehen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir Anton, obwohl er durchaus witzig ist und auch nett sein kann, zeitweise ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Anton ist so weit weg von der Kategorie Mensch, mit der ich meine Zeit verbringen möchte, dass ich zunächst ein paar Schwierigkeiten hatte mich auf ihn einzulassen. Aber ich habe es geschafft und kann euch sagen, dass Anton einige Überraschungen parat hat und wir definitiv aufhören sollten Menschen in Schubladen zu stecken, nur weil wir einen Teil ihres Lebens mitbekommen. Dass, was andere Menschen bereit sind von sich aus preis zu geben, ist nur ein kleiner Teil dessen, was diese Menschen ausmacht, also urteilt nicht, nur weil ihr meint diesen einen Teil, der euch gezeigt wird, zu kennen.
Das ist u.a. die Message, die ich aus diesem Buch mitgenommen habe und mir gefällt diese Message sehr. Menschen sind so viel mehr, als das was sie nach außen hin transportieren.
Aber ich kann mich, wie gesagt, auch nicht ausnehmen, denn auch ich habe Anton ziemlich schnell in eine Schublade gesteckt, in der er auch eine ganze Weile drin geblieben sind. Reich, verwöhnt, selbstverliebt und oberflächlich. Das alles mag vermutlich auch zutreffen, aber in ihm steckt noch viel mehr und das zeigt er im Laufe des Buches auch gut.

Anton ist es nicht gewohnt verlassen zu werden, normalerweise verlässt er seine Freundinnen, wenn er genug hat. Doch Olivia, seine Ex-Freundin, hat ihn einfach so sitzen gelassen. Mit zwei Flugtickets nach New York, die bereits fest auf ihre Namen gebucht sind. Auf seinen Aufruf bei Instagram meldet sich Liv. Liv wollte schon immer unbedingt nach New York, aber das Geld hat nie gereicht und dieser Traum blieb für sie ein unerreichbares Ziel.

Auf den ersten, zweiten und auch dritten Blick scheinen Anton und Liv so überhaupt nicht zueinander zu passen. Anton versteht Partystreifzüge mit viel Alkohol als Spaß, wohingegen Liv lieber zu Hause in ihrem grauen Jogger sitzt und liest oder mit ihrer kleinen Schwester bastelt.

Die beiden lernen sich durch die viele Zeit, die sie miteinander chatten aber immer besser kennen, wobei Liv sich vehement weigert Anton ein Foto von sich zu schicken, was diesen ziemlich fuchst.
Beide lernen allerdings auch irgendwie voneinander und schon scheint es gar nicht mehr so abwegig, dass der Trip nach New York doch Spaß machen könnte.

Das Buch lässt sich unheimlich schnell lesen, da es sich halt um einzelne Chats handelt und auch, weil es sich schlicht und einfach gut lesen lässt. Es ist interessant, es ist kurzweilig und ich wollte unbedingt wissen wie es mit den beiden weiter- und ausgeht.
Das Buch macht einfach Spaß, wenn man es liest. Es hat mich aber auch in Teilen zum Nachdenken angeregt und einmal hatte ich sogar Tränen in den Augen. Die Emotionen bleiben trotz der reinen Chats alles andere als auf der Strecke.

Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt.

Fazit

“New York zu verschenken” ist kurzweilig, witzig und gut geschrieben. Es regt in Teilen aber auch zum Nachdenken an und transportiert ganz wunderbar die Emotionen der beiden Protagonisten.
Wer noch keinen Chat-Roman gelesen hat, der sollte es mit diesem Buch probieren. Ich hatte sehr viel Spaß bei Lesen und habe das Buch innerhalb eines Tages beendet.

Von mir gibt es mit 5 von 5 Sternen eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank cbj und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

[Rezension] Traumschrott von Christian Krumm

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Titel:
Traumschrott
Autor: Christian Krumm
Verlag: Edition Roter Drache
Erscheinungsdatum: 19. März 2016
Format: Taschenbuch (180 Seiten)
ISBN: 978-3-946425-02-1
Preis: 9,95€

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Leseprobe

der Autor

Worum geht’s?

Ein Gremium in einer Kleinstadt berät über den Sieger eines Kurzgeschichtenwettbewerbs und du findest dich mittendrin. Du sollst mitentscheiden, welche der Geschichten zum Thema „Traumschrott“ zum Sieger gekürt wird. Während du dich zunächst in der Gesellschaft von korrupten Geschäftsleuten, träumenden Künstlern, eifrigen Journalisten und weinenden Prostituierten noch sicher in deiner Wirklichkeit wähnst, umschließt dich der Traumnebel immer mehr. Schizophrene, Heilige, Teufel, Wächter, Dämonen und zauberhafte Fabelwesen dringen in deine Welt ein, bis du schließlich zurück im Gremium Zeuge eines aberwitzigen Showdowns wirst. Dein Verstand wird herausgefordert, deine Phantasie auf die Probe gestellt und doch wirst du am Ende feststellen: Träume sind niemals Schrott. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung zum Buch

Ich lese eigentlich so gut wie nie Kurzgeschichten. Ich bin eher ein Freund der umfangreicheren Bücher, da ich es liebe in der vom AutorIn erschaffenen Welt zu versinken und eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Das gelingt mir bei Kurzgeschichten leider nicht, da sie mir dafür – naja – einfach zu kurz sind.
Als mich die Anfrage von Christian Krumm erreichte, war ich allerdings zunächst erstmal schockverliebt in das Cover. Ich liebe es. Eigentlich ist es recht schlicht gehalten, aber wenn man genauer hinguckt, kann man unglaublich viel darauf erkennen.
Der Klappentext und die kleine Leseprobe haben mich dann davon überzeugt, dass ich diesem Buch sehr gerne eine Chance geben möchte mich zu überzeugen.

Als ich mit dem Lesen begonnen habe, war ich zunächst einmal etwas verwirrt, denn ich wurde direkt angesprochen. Ich habe bisher vielleicht ein, zwei Bücher gelesen, in denen ich als Leser direkt angesprochen wurde und muss sagen, dass ich das etwas befremdlich finde. Hier war es aber absolut ok und auch notwendig, denn ich werde tatsächlich als Leser dieser Kurzgeschichten angesprochen.
Die Erzählperspektive ändert sich jedoch auch wieder als die erste “offizielle” Kurzgeschichte beginnt.

Christian Krumm schreibt wirklich anspruchsvoll und obwohl das Büchlein “nur” 180 Seiten hatte, habe ich recht lange dafür gebraucht. Es “mal eben weglesen” ist bei diesem Buch definitiv nicht drin. Ich brauchte schon ordentlich viel Konzentration zum Lesen und hatte natürlich auch den Anspruch die Message – die tiefere Botschaft – der einzelnen Geschichten herauszufiltern und zu erkennen.
Das Gute, am Ende nimmt der Autor noch einmal Bezug auf die einzelnen Geschichten und bringt etwas Licht ins Dunkle, denn ich muss gestehen, dass ich tatsächlich nicht sofort die Bedeutung aller Geschichten begriffen hatte.

Nichts desto trotz mochte ich alle Geschichte in diesem Buch. Die eine mehr, die andere weniger. Jede liefert einem Stoff zum Nachdenken und das gefällt mir. Es lässt sich unglaublich viel interpretieren und auch diskutieren. Die Geschichten an sich sind teilweise sehr skurril und auch bizarr, aber gut. Ich konnte die Pointen der einzelnen Geschichten nicht im Vorhinein erkennen und so manches Mal hat der Autor mich ordentlich überrascht. 

“Traumschrott” ist allerdings ein Buch auf das man sich einlassen muss. Tut man das nicht, versteht man vermutlich auch nicht den Sinn hinter den Geschichten und sie könnten für Viele zu verrückt und bizarr sein. Es lohnt sich aber sich darauf einzulassen.

Fazit

Anspruchsvoll, skurril und manchmal bizarr sind die Geschichten von Christian Krumm in “Traumschrott”. Es lohnt sich aber sich darauf einzulassen, denn sie regen definitiv zum Nachdenken und teilweise auch zum Reflektieren an.
Wer keine Scheu von anspruchsvollerer Lektüre und Kurzgeschichten hat, der sollte definitiv einen Blick auf dieses Buch mit dem genialen Cover werfen.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt

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Titel:
Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt
Autoren: Gino Singh, Kai Kistenmacher, Hauke Gerdes, Matthias Ralf
Verlag: Meyer & Meyer
Erscheinungsdatum: 14. August 2017
Format: illustriertes Paperback (256 Seiten)
ISBN: 978-3-8403-7562-0
Preis: 22,95€

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Leseprobe


Worum geht’s?

Eine Welt der Abenteuer und Helden. Eine Welt, in der deine eigene Kraft und Fitness den Ausschlag dafür gibt, ob du deine Gegner bezwingen kannst. Deine Reise führt dich durch mittelalterliche Städte, in einen düsteren Wald und aufs offene Meer. Nicht Schwert oder Axt sind die Waffen deiner Wahl, sondern schweißtreibende Workouts. Damit besiegst du nicht nur finstere Gesellen in der Welt von Dungeons & Workouts, sondern wirst auch in der wirklichen Welt fitter. Dieses Buch nimmt das, was ein Gamer an seinen Spielen so liebt und packt es in ein Trainingsbuch: XP, Levelaufstieg, Sidequests und Endgegner. Rocket Beans-Fitness-Master Gino Singh bringt Rollenspiel und Fitness endlich zusammen. Wer gedacht hat, dass ein mitreißendes Storytelling und Sport nicht zusammengeht, wird hier eines Besseren belehrt. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich nach dem Fitnesslevel des Spielers. So kann jeder zum Held von Welt werden!  (Quelle: Meyer & Meyer)

Meine Meinung zum Buch

Ich muss ganz dringend mehr Sport machen. Meine kleine Tochter hält mich zwar ganz schön auf trab, aber so als lesende und früher MMORPG-Spielerin Couchkartoffel, komme ich langsam nicht mehr mit, mit meinem kleinen Energiebündel und das muss sich unbedingt ändern.
Die Fitteste war ich noch nie und so richtig ins Schwitzen komme ich auch nicht gerne. Alle Jubeljahre wieder packt mich mal ein Motivationsschub und ich fange an Sport zu machen. Das klappt dann i.d.R. auch ziemlich gut, aber dann kommt immer irgendetwas dazwischen – schlechtes Wetter, zu müde, eine Verletzung, ein gutes Buch, und, und, und. Wichtige Dinge halt… *hust*

Als ich nun dieses Buch bei bloggdeinbuch entdeckt hatte, habe ich meine Chance gewittert und mich auf ein Exemplar beworben und auch eins bekommen. Danke dafür!

So als verkappte Ex-Gamerin und Sportmuffel hat mich das Buch sofort angesprochen. Allein der Titel ist schon so witzig. Außerdem preist sich das Buch selber als das ultimative Trainingsbuch für jeden Gamer an. Und dem Klischeedenken sei Dank, hatte ich sofort unsportliche Menschen vor Augen, deren Feinmotorik um einiges besser ausgeprägt ist als die Grobmotorik. Steinigt mich bitte nicht, denn ja, ich weiß, dass es durchaus auch sehr sportliche und fitte Gamer gibt.

Kommen wir nun aber zum Buch. Nach einer kurzen Einführung, wie das Buch zu handhaben ist, geht es auch schon gleich los mit einem Probetraining, mit dem man das eigene Fitnesslevel herausfinden kann. Je nachdem wie fit man ist (Amateur, Profi oder Legende), startet man das Training auf seinem Fitness-Level. Alle im Buch angegebenen Wiederholungen sind im Profi-Level. Für den Amateur zieht man 50% ab und für die Legende macht man 50% mehr Wiederholungen. Das finde ich ziemlich gut gelöst.

Das ganze Buch ist echt klasse illustriert und erinnert vom Aussehen in Teilen an die alten Textadventures. Ansonsten ist es wie ein Pen&Paper Rollenspiel aufgebaut – natürlich liegt dem Buch auch ein Charakterbogen bei, den man leicht heraustrennen und kopieren kann.
Als noch ziemlich mickriger und schwächlicher Held des Spiels beginnt man mit recht leichten Übungen, die kontinuierlich immer schwieriger und intensiver werden. Für jede erfolgreich absolvierte Übung steigt man zwei Level auf. Die Level sind später noch wichtig. Zwischendrin gibt es immer wieder Wahlmöglichkeiten und Itemoptionen. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und am Ende jeden Kapitel gilt es einen Boss zu erledigen. Je nach erreichtem Level hat man bestimmt viel Zeit dafür. Das Gute ist, bevor man sich an den Boss wagt, hat man in einem Dojo so viel Zeit wie man braucht, um sich auf diesen “Kampf” vorzubereiten.
Ganz am Ende des Buches trifft man dann natürlich auf den Endgegner und der hat es mächtig in sich. Passenderweise entpuppt er sich als der Schweinehund, den es nun zu besiegen gilt.

Ich persönlich fand das Buch sehr gut gestaltet und aufgebaut. Die einzelnen Trainings bauen aufeinander auf und fordern einen immer ein Stückchen mehr. Das Konzept und die Idee finde ich genial.
Leider hatte ich einige Schwierigkeiten beim Lesen, denn dadurch, dass es eben wie ein P&P Rollenspiel aufgebaut ist, ist der Text so verfasst, wie auch der Gamemaster sprechen würde. Witzig, aber es liest sich mühsam.
Auch habe ich leider nirgends etwas darüber gefunden, was mir beschreibt welche Muskelgruppen mit welcher Übung genau angesprochen werden. Außerdem wird auch nicht erwähnt wie häufig ich trainieren soll – jeden Tag, drei Mal die Woche, ein Mal im Monat? Das wäre noch hilfreich gewesen.

Fazit

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es meiner Meinung nach noch an einigen Stellen etwas Verbesserungspotential gibt.
Die Idee des Buches ist witzig, die Geschichte stimmig und die Übungen gut gewählt. Ich werde mich sicherlich mal an einer Trainingsrunde versuchen.

Von mir gibt es vier von vier Sternen.

Vielen Dank an den Meyer & Meyer Verlag und

für das Rezensionsexemplar.

[Rezension] Choices–Die Mächtigen von Nils Nöske

Choices_-_Die_Maechtigen_HP
Titel:
Choices – Die Mächtigen
Autor: Nils Nöske
Verlag: Latos Verlag
Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2014
Format: Taschenbuch (359 Seiten)
ISBN: 978-3-943308-57-0
Preis: 10,99€

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Worum geht’s?

„Dunkle Magie? Hör zu, mein Junge! Die Welt ist ein schlechterer Ort, als man sich wünschen würde, doch ein weit besserer, als die meisten Menschen stets annehmen. Ebenso verhält es sich mit allen Dingen auf der Welt … auch mit der Magie.“

Zorin versinkt im Chaos. An keinem anderen Ort paaren sich so viel Reichtum und rasanter Fortschritt mit derartigen Grausamkeiten und erdrückender Armut wie in der gewaltigen Hauptstadt. Hier regieren Egoismus und Ignoranz, Korruption und Rücksichtslosigkeit. Vor vielen Jahrtausenden jedoch regierten hier Magie und jene, die sie beherrschen konnten. Und obwohl das Wissen um diese Mächte längst von der Oberfläche verschwunden ist, trägt die Welt auch heute noch ihre Spuren. Ein wohlhabender Reporter, ein armer Traumtänzer und ein uraltes Zauberbuch. Mehr braucht es nicht, um den Funken der Zauberei erneut zu entfachen und die vertraute Welt mit einer Woge der Zerstörung in ihren Grundfesten zu erschüttern … (Quelle: Latos Verlag)

Meine Meinung zum Buch

Als ich den Klappentext zu “Choices – Die Mächtigen” las, habe ich Gesellschaftskritik, Fantasy und einen Fünkchen Zukunft daraus herausgelesen. Das alles habe ich auch tatsächlich bekommen; aber vielleicht sollte ich für den Moment lieber die Finger von Fantasy Büchern lassen.

Log, einer der Protagonisten, ist Kanalarbeiter. Er stammt aus einem armen Dorf, an dem der technische Fortschritt vollkommen vorbeigezogen ist. Nach einem Schicksalsschlag entscheidet sich Log in die Großstadt zu ziehen und für Gerechtigkeit zu sorgen.
Parett hingegen lebt in der sogenannten Oberschicht. Er ist Journalist, erfolgreich, hat Geld und lebt in einem der obersten Stockwerke der höchsten Wolkenkratzer Zorins, dort wo der Sauerstoff nicht aus der natürlich en Umgebung stammt, sondern aus großen Tanks. Er hat alles, was er sich wünscht und steckt gerade mitten in der größten Story seines Lebens.

Zwei Protagonisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Log hasst die reichen Bonzen von oben und Parett verabscheut Log aus anderen Gründen. Was die beiden zusammenbringt und wieso Parett kein gutes Bild von Log hat? Das kann ich euch leider nicht verraten ohne zu spoilern.

Zunächst möchte ich erstmal sagen, dass mir der Schreibstil des Autors wirklich gut gefallen hat. Ich brauchte zwar etwas mehr Konzentration, um zu lesen, aber schreiben kann Nils Nöske.
Auch die Geschichte an sich und die darin untergebrachte Gesellschaftskritik haben mir gefallen.
Was ich besonders gut gelungen fand, war die Idee, wie Magie in dieser Welt wirkt. Sie wird nicht einfach so von den Magiern oder in diesem Fall Elementarii gewirkt, sondern jeder Zauber hat seinen Preis und die Elementare entscheiden über diesen Preis.
Ein erschaffenes Feuer hat beispielsweise Kälte als zu zahlenden Preis. Die Umgebungsluft und auch die Hand des Elementarius selber erkalten, wenn dieser eine Flamme erschafft. So müssen die Magier sich immer dem Preis ihrer Zauber bewusst sein und sich entscheiden, ob sie ihn zahlen wollen oder eben nicht.

Wie ihr seht, grundsätzlich fand ich das Buch also gar nicht schlecht. Doch leider habe ich sehr lange gebraucht, um es zu lesen und ich habe es leider auch nicht gerne zur Hand genommen. Ich habe mich sogar dabei ertappt, wie ich mir andere Dinge zu tun gesucht habe, damit ich nicht lesen “muss”. Kein wirklich gutes Zeichen. Es heißt leider, dass mich das Buch nicht wirklich mitnehmen und fesseln konnte.

So sehr mir der Schreibstil und auch die Idee gefallen haben, so sehr war ich aber leider vom Inhalt auch verwirrt.
Begonnen hat das damit, dass ich Log zunächst so gar nicht einschätzen konnte. Ich habe zwei Gesichter an ihm entdecken können, die aber so meilenweit voneinander entfernt waren, dass ich sie in meinem Kopf einfach nicht zu einer Person einen konnte. Auf der einen Seite ist Log nett, hilfsbereit und loyal und im nächsten Kapitel muss ich plötzlich davon lesen wie er kaltblütig und egoistisch handelt. Das passte für mich einfach nicht zusammen.
Die Erklärung dazu kommt zwar im Laufe des Buches, aber am Anfang hat mich das alles einfach nur verwirrt und ich konnte mich gar nicht richtig auf die Geschichte konzentrieren.

Ebenfalls empfand ich die Handlungsstränge häufig als etwas wirr. Die ganze Story an sich ist ziemlich komplex und man muss schon konzentriert sein beim Lesen, daher schließe ich nicht aus, dass durch fehlende Konzentration ich einiges einfach überlesen oder nicht in den richtigen Zusammenhang gebracht habe. Ich habe alles verstanden, was passiert ist, aber beim Lesen selber musste ich schon einige Male mit der Stirn runzeln und fand auch einige der Wendungen eher etwas unpassend zum Gesamtbild.

Das Buch fängt recht unscheinbar an – ohne das negativ zu meinen – wird dann aber ab einem Punkt zu einer Art “The Walking Dead”. Zumindest ist mir diese Assoziation beim Lesen gekommen.

Die anderen Rezensionen zu dem Buch sind alle durchweg positiv. Also wird Nils Nöskes zweiter Roman wohl einfach nichts für mich gewesen sein. Vielleicht muss ich auch eine Weile mit dem Fantasy Genre pausieren.

Fazit

Tolle Grundidee, guter Schreibstil, doch leider war die Geschichte dann wohl doch nichts für mich. Zu verwirrend und mit Charakteren, die ich nicht richtig einordnen konnte und mit genau solchen “Schwebezuständen” – gerade bei Personen – komme ich einfach nicht zurecht.

Von mir gibt es leider nur 2,5 von 5 Sternen. Dennoch bedanke ich mich sehr für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

[Rezension] Der kleine Laden der einsamen Herzen von Annie Darling

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Titel: Der kleine Laden der einsamen Herzen
Autor: Annie Darling
Übersetzerin: Andrea Brandl
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3-328-10098-0
Preis: 10,00€

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Leseprobe

Worum geht’s?

Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben … (Quelle:Random House)

Meine Meinung zum Buch

Der Klappentext von “Der kleine Laden der einsamen Herzen” klingt nach einem Wohlfühlbuch und genau so ein Buch brauchte ich vor einiger Zeit ganz dringend.
Ein Buch, das man zur Hand nimmt, aufschlägt und sich gleich wie zu Hause fühlt. Wo sich das Zuklappen der Seiten jedes Mal wie ein kleiner Abschnitt anfühlt und man das Zurückkehren kaum erwarten kann.

So schön diese Vorstellung eines Wohlfühlbuches auch klingt, leider konnte sie dieses Buch nicht ganz erfüllen. “Der kleine Laden der einsamen Herzen” und ich hatten einen etwas holprigen Start, aber nach und nach sind wir miteinander warm geworden. Und weil der Start etwas schwieriger war, konnte das Buch auch meine oben genannten Erwartungen leider nicht ganz erfüllen.

Posy Morland ist 28 Jahre alt und bereits seit vielen Jahren alleine für ihren jüngeren Bruder verantwortlich. Ihre Eltern sind bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen und dieser Umstand belastet die junge Frau noch immer sehr.
Als ihre engste Vertraute und Chefin –die für Posy immer wie eine Großmutter war- stirbt, bricht für sie erneut eine kleine Welt zusammen. Doch lange kann sie gar nicht traurig sein, denn ihre Chefin hat ihr ihren geliebten alten Buchladen vererbt. Posy, die noch nie Führungsqualitäten besessen hat, steht nun vor einer ganz neuen Herausforderung, in die sie ihr ganzes Herzblut steckt und sie zu einem ganz neuen Abschnitt in ihrem Leben geleitet.

Die Geschichte um Posy und ihren Buchladen fängt tatsächlich erst einmal etwas traurig an, aber diese Traurigkeit wärt nicht lange. Annie Darling hat eine ganz besondere Art von Humor, die meinem absolut entspricht und mich sehr häufig zum Schmunzeln gebracht hat.
Sie schafft es ernsten Szenen ihre Schwere zu nehmen, ohne ihnen dabei die Ernsthaftigkeit zu stehlen. Das hat mir besonders gut gefallen. Die Autorin hat all ihren Charakteren und besonders Posy, eine gute Portion Humor verpasst. Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Posy und Sebastian, die sich beide nicht mehr leiden können, seitdem Sebastian Posy als Kind in den Kohlekeller gesperrt und nicht mehr rausgelassen hat. Die beiden verbindet eine Art Hassliebe, die die Autorin wirklich köstlich umschrieben hat.

Wie bereits erwähnt, brauchte ich eine kleine Weile um in der Geschichte anzukommen. Ich weiß gar nicht warum ich solche Schwierigkeiten hatte, aber ich bin nicht wirklich vorangekommen und hatte auch erst keine große Lust zu lesen. Aber dann irgendwann wendete sich das Blatt und ich habe das Buch sehr gerne zur Hand genommen und habe mich beim Lesen rundum wohl gefühlt. Es war tatsächlich ein wenig wie nach Hause kommen.

Die Geschichte ist für mich keine Liebesgeschichte im klassischen Sinne. Es wird recht schnell deutlich worauf das Ganze hinausläuft, aber ich fand es sehr angenehm den Prozess zu verfolgen.
Sehr interessant fand ich auch die Entwicklung der Hauptprotagonistin Posy, die im Laufe des Buches ziemlich gewachsen ist.

Ab einem Punkt im Buch schreibt Posy ihre eigene kleine Liebesgeschichte, die der Leser an den Kapitelenden in voller Länge zu lesen bekommt. Ich fand dieses Stilmittel wirklich gelungen und habe mich sehr über die Geschichte in der Geschichte amüsiert.

Fazit

“Der kleine Laden der einsamen Herzen” ist ein humorvolles Wohlfühlbuch, das auch einen kleinen Blick auf ernstere Themen wirft, ohne dabei seinen Unterhaltungswert zu verlieren. Allerdings hatte ich ein paar Startschwierigkeiten und musste mich erst einmal einlesen.
Annie Darlings Buch ist für mich kein klassischer Liebesroman, wobei eine große Portion Liebe definitiv nicht fehlt.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für dieses Buch.

[Rezension] Marthas Widerstand von Kerry Drewery

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Titel: Marthas Widerstand
Autor: Kerry Drewery
Verlag: one by Lübbe
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Format: Hardcover (447 Seiten)
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0043-6
Preis: 16,00€

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Leseprobe

Worum geht’s?

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?

Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht … (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung zum Buch

Ich liebe Jugendbücher und bin großer Fan davon, wenn diese sich auch noch mit gesellschaftskritischen Themen befassen. “Marthas Widerstand” tut genau dieses und nachdem mich der Klappentext des Buches restlos überzeugt hatte, war klar, dass ich mich auch dem Inhalt des Buches widmen muss.

Stellt euch ein Rechtssystem vor, in dem es weder unparteiische Richter noch eine faire Beweisführung gibt. Sondern einzig und allein die Bevölkerung per Telefon- oder Internetvoting – mit einem Anruf oder Klick – darüber entscheidet, ob ihr sterben oder leben werdet. Grausam? Gruselig? Unmenschlich? Ja! Und noch viel Schlimmeres!

Martha wird von der Polizei mit einer Waffe in der Hand neben dem toten Jackson Paige gefunden. Nachdem Martha auch noch klar und deutlich artikuliert, dass sie schuldig ist, scheint die Sache ja klar zu sein. Die 16-Jährige hat den allseits beliebten Millionär und Wohltäter erschossen und soll in sieben Tagen hingerichtet werden.
Ein Präzedenzfall, denn noch nie befand sich eine weibliche Minderjährige im Todestrakt. Doch wieso gibt Martha bereitwillig zu, dass sie den Publikumsliebling erschossen hat und unterschreibt damit ihr definitives Todesurteil? Was steckt dahinter und ist diese Art der Rechtsprechung wirklich die wahre Art Demokratie zu leben – so wie die Bevölkerung es von den Medien immer gesagt bekommt?

Wie bereits gesagt, bin ich großer Fan von gesellschaftskritischen (Jugend-)Büchern. Ich setze mich sehr gerne gedanklich damit auseinander. Bei “Marthas Widerstand” fand ich von Anfang an die Idee der Autorin einfach nur genial. Auch bei uns in der Realität kann man leider immer häufiger beobachten, wie die Medien uns im Griff haben und einen wirklich sehr großen Teil der Bevölkerung zu manipulieren wissen. Wie kleine dumme Schafe folgen so Einige den Aufrufen ein paar berühmter und vermeintlich guter Menschen.
Was ist nun, wenn der breiten Bevölkerung suggeriert wird, dass sie mitbestimmen dürfen und zwar mit Ergebnissen, die viel greifbarer sind, als sie es in unserer Demokratie heute sind. Macht haben, mitbestimmen dürfen und gleichzeitig Voyeur sein. Irgendwie fühle ich mich ins Mittelalter zurückversetzt, wo Menschenmassen sich bei Hinrichtungen getummelt haben und in lautem Jubel ausgebrochen sind, als der Kopf gerollt ist.

Kerry Drewery hat sich an einer wirklich guten Idee versucht und in Teilen auch sehr gut umgesetzt. Doch leider konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen. Idee super, Umsetzung ausbaufähig.
Ihr Schreibstil ist schön locker, leicht und flüssig. Der Zielgruppe definitiv angemessen. Die Kapitel sind kurz und dadurch und den schönen Schreibstil, lässt das Buch sich wirklich leicht und schnell lesen. Ein großer Pluspunkt. Außerdem ist die Geschichte spannend, besonders am Ende konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Allerdings fand ich es auch in einigen Teilen ziemlich vorhersehbar und leider auch konstruiert. Große Überraschungen gab es für mich nicht und wenn, dann wirkten sie nicht authentisch.

Was die Autorin aber wirklich gut beherrscht sind ihre Charaktere. Sie hat allesamt richtig gut gezeichnet und es geschafft, dass ich – besonders bei zwei Charakteren – starke Gefühle empfunden habe. Der eine Charakter hat mich vollständig überzeugt. Eve – Marthas psychologische Betreuung während ihrer Zeit in im Todestrakt – ist ein durch und durch authentischer und sympathischer Charakter. Ich würde fast sagen, sie ist mein Lieblingscharakter.
Und auf der anderen Seite hätten wir Kristina – die Moderatorin von “Death is Justice”, der Sendung, die über alle Todeskandidaten informiert und zur Abstimmung aufruft. Auf Kristina habe ich eine richtige Hasskappe bekommen. Am liebsten hätte ich sie aus dem Buch gezerrt und ihr den Hals umgedreht ihr mal richtig die Meinung gesagt!
Mich so starke Emotionen fiktiven Charakteren gegenüber empfinden zu lassen, zeigt meiner Meinung nach das Können des Autors.

Fazit

Kerry Drewery hat mit “Marthas Widerstand” ein Buch geschrieben, dessen Grundidee grandios ist, doch leider hat es etwas an der Umsetzung gehapert. Der ein oder andere Logikfehler, an einigen Stellen eine zu konstruierte Story und eine zu simple Erklärung am Ende haben leider dafür gesorgt, dass ich dem Buch nicht die volle Sternenzahl geben kann.
Dennoch bin ich jetzt schon sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Trilogie und hoffe, dass mich der zweite Band mehr überzeugen kann.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

[Mittendrin Mittwoch] #13–Travail Online (Seelenbewahrer 1)

“Mittendrin Mittwoch” ist eine Aktion von Elizzy, bei der ich euch mein aktuelles Buch und ein paar Zeilen daraus vorstelle. Quasi Momentaufnahmen von Büchern, in denen ich mittendrin stecke. Heute schreibt – trotz Sommerpause – Mephisztoe.

[Ihre Eltern] hatten sie schon vor einigen Monaten hier gelassen und suchten in Ländern nach Arbeit, wo die Roboter sich noch nicht durchgesetzt hatten. Zum Glück hatten sie das Haus abbezahlt, als sie noch jeden Monat ein Gehalt bekamen. Solange Coral die Grundsteuer bezahlte, hatte sie ein Heim, wo sie leben konnte. Es sei denn, dass sie sich seltsame Mini-Maschinen injizierte, die sie umbrachten. Dann hatte sie nur ein Heim, wo sie sterben konnte. (2%)

LitRPG. Habt ihr diesen Begriff schon mal gehört? Ich gebe zu, dass ich in Sachen Literatur-Genres nicht so firm bin wie in Subgenres elektronischer Musik. Aber ich lerne gerne dazu. LitRPG beschreibt Geschichten, in denen die Protagonisten den größten Teil der Zeit in virtuellen Realitäten verbringen und dort – ganz typisch eben wie in einem Rollenspiel – ihre Charakterwerte hochleveln können. Dank Brian Simons, dessen Rezensionsanfrage uns vor kurzem erreichte, weiß ich nun, dass ich bereits Bücher aus diesem Genre gelesen habe (und nicht sicher bin, ob die Autoren selbst sicher der Tatsache bewusst sind, dass es diese Bezeichnung gibt…).

Worum geht es also In Band 1 von Travail Online, Seelenbewahrer? Vereinfacht gesagt wird der Leser mit einer Welt konfrontiert, die ich wagemutig als post-industriell bezeichnen würde: Viele “normale” Jobs wurden bereits von Robotern übernommen und dadurch sind nicht wenige Menschen dazu gezwungen, zum Teil weit wegzuziehen, um irgendwo anders noch als Kellner o.ä. angestellt zu werden, wenn sie überleben wollen (in so einer Welt auf etwas umzulernen, was noch Bestand hat, scheint nicht so leicht zu sein). Im Fall von Travail Online gibt es aber auch eine Alternative: Du spielst eben Travail Online, “erwirtschaftest” darin virtuelles Geld und lässt es Dir in Deiner Landeswährung auf Dein Konto auszahlen. Also im Prinzip wie bei Second Life oder Entropia Universe.

Auf diese Art halten sich viele Menschen über Wasser und nachdem Corals Eltern aus o.g. Gründen wegziehen mussten und auch ihr eigener Job von einem Roboter besetzt wurde, steigt sie in das Spiel ein und findet sich kurzerhand in einer Gruppe anderer Spieler wieder, die mit einer mehr als seltsamen Quest beauftragt wird. Streng genommen geht es um nichts weniger als die Rettung des Spiels.

Als ich mit dem Buch anfing, fühlte ich mich an Ready Player One erinnert, da auch hier Aktivitäten im Spiel immense Auswirkungen auf das echte Leben hatten. Allerdings ist der sprachliche Stil nicht vergleichbar. In dieser Hinsicht würde ich Travail Online auf eine Stufe mit Karl Olsbergs Minecraft Büchern stellen. Und wenn auch die Handlung nicht an z.T. sehr expliziter Darstellung von zuweilen echt ekligen Details spart und dabei gleichzeitig die zwischenmenschlichen Beziehungen immer weiterentwickelt werden, kommt für mich die Charakterentwicklung in Summe doch zu kurz. Das Buch kann sich auf jeden Fall nicht mit Werken wie Erebos messen.

Trotzdem ist es ein Heidenspaß zu lesen!

Leider gibt es auch viele Rechtschreibfehler. Die trüben das Gesamtpaket aber nicht. Dafür bekommt der Leser eine gelungene Mischung aus Sarkasmus, originellen Ideen und einer – ich sag mal – Transgender Hexe, die optimaler nicht hätte auftauchen können. Smile

Ich bin gespannt auf den Rest der Geschichte und vor allem auch darauf, ob ich im Anschluss Lust darauf habe, die Fortsetzung zu lesen. Im Moment habe ich etwas über die Hälfte durch und alles weitere berichte ich dann in der Rezension!

[Rezension] Fliedersommer von Cathy Bramley

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Titel: Fliedersommer
Autor: Cathy Bramley
Übersetzerinnen: Franziska Heel
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 13.Juni 2017
Format: Klappenbroschur (448 Seiten)
ISBN: 978-3453422070
Preis: 9,99€
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Worum geht es?

Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Fliedersommer – ein Buchtitel, der bei mir sofort wunderschöne Kindheitserinnerungen hervorruft. Ich liebe den Geruch dieser Blumen und ich mag es in meinem nun doch schon nicht mehr ganz so jungen Alter, an diese Zeit und unsere großen, duftenden Fliederbäume im Garten erinnert zu werden. Aber nicht nur der Buchtitel hat mich sofort neugierig gemacht, sondern auch der Blick auf das wunderschöne Cover. Der locker gebundene Fliederstrauß und die dazu passende Schriftfarbe machen das Buch zu einem richtigen Eyecatcher. Aber natürlich ist nicht nur die Optik für mich interessant gewesen. Auch der Klappentext hat Lust auf eine locker-leichte Liebesgeschichte gemacht. Von der Autorin Cathy Bramley hatte ich bisher noch nichts gelesen und ich war ziemlich gespannt auf ihren Schreibstil und die Umsetzung ihres Fliedersommers und die Geschichte um Holly und Ben.
Der Einstieg in die Geschichte war nicht ganz so leicht wie erwartet. Die Erzählungen und Beschreibungen wirkten auf mich leicht gehetzt und haben nicht sofort eine Wohlfühlstimmung bei mir aufkommen lassen. Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich aber gut zurecht gekommen. Er ist durchweg flüssig und leicht geschrieben und hat mich durch die ersten Kapitel förmlich fliegen lassen.
Für die Protagonistin Holly habe ich auch gleich Sympathien entwickelt, denn ihr Charakter ist besonders liebevoll beschrieben und ich denke es wird wenig Leser geben, die dies nach den ersten gelesenen Kapiteln anders sehen.
Die Beschreibungen des Herrenhauses und deren Ländereien haben mir super gefallen. Die Beschreibungen sind sehr bildgewaltig und detailgetreu, dadurch habe ich ein tolles Bild von “Wickham Hill” bekommen. Ich glaube, an so einem Ort würde ich mich auch sehr wohl fühlen. Leider fehlt mir im ganzen Buch der Bezug zum Flieder und ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum gerade dieser Titel gewählt wurde?
Ein weiterer großer Wermutstropfen ist für mich die Entwicklung der Geschichte, denn mir fehlen bei der Begleitung von Hollys Geschichte die Ecken und Kanten. Ein junges Mädchen bewirbt sich auf eine Traumstelle, die sie dann auch sofort ohne Konkurrenzkampf durch andere Bewerber bekommt. An ihrem ersten Arbeitstag steht sie allein vor ihrer neuen Aufgabe, ihre Chefin fällt für unbestimmte Zeit aus und diese eigentlich unlösbare Aufgabe löst sie mit Bravour und ohne große Hilfe von außen. Das wirkt auf mich total unrealistisch, deshalb ist es mir dann auch mit Fortlauf der Geschichte immer schwerer gefallen, mit dieser Erzählung richtig warm zu werden. Auch die Geschichte zu Ben zieht sich so in die Länge, dass ich teilweise keine große Lust mehr hatte, die Geschichte weiterzulesen. Und obwohl sie so viel Potenzial gehabt hätte und die Idee des Buches auch toll ist, konnte es mich bis zum Ende nicht richtig fesseln und in die Welt von Holly und Ben abtauchen lassen.
Schade, meine durch den Titel und das Cover in das Buch gesetzten Erwartungen konnten nicht im geringsten erfüllt werden. Am Ende war ich von der liebenswerten Holly und ihrem fehlerfreien Verhalten ziemlich genervt und fast froh, das Buch aus der Hand legen zu können.

Fazit:

Leider hat mich dieses Buch nicht richtig fesseln und begeistern können. Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt und deshalb gibt es knappe 2,5 von 5 Sternen.