Kategorie: gelesen

[Rezension] Summer Switch von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin

978-3-401-60324-7
Titel: Summer Switch
Autor: Stefanie Gerstenberger und Marta Martin
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
Format: Hardcover (376 Seiten)
ISBN: 978-3401603247
Preis: 15,00€
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Leseprobe
 
 

Worum geht es?

Bei der schlanken Felicia und der rastazöpfigen Catta ist es Krieg auf den ersten Blick. Schon am ersten Ferientag am Hotelpool auf Elba geraten die beiden aneinander. Und dann passiert es: Durch einen magischen Switch finden sich die beiden am nächsten Morgen im Körper der jeweils anderen wieder! Die coole Catta liegt im Bett von Felicia, in einem schmalen Körper und mit einem Kleiderschrank voll langweiliger Klamotten. Die brave Hoteliers-tochter Felicia hingegen erwacht im klapprigen VW-Bus von Cattas Familie. Der Horror! Wenn doch bloß Cattas Bruder Jacques nicht so süß wäre … Felicia und Catta brauchen nun ausgerechnet ihre allerbeste Feindin als Verbündete, um wieder sie selbst zu werden und diesen verfluchten Sommer irgendwie zu überstehen. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Bei diesem Buch handelt es sich um das bereits dritte Gemeinschaftsprojekt vom erfolgreichen Mutter-Tochter-Gespann Gerstenberger/Martin. Wie bei den beiden Vorgängern ist auch dieses Buch mit einem wunderschönen Cover in Szene gesetzt. Es wurden viele sommerliche Motive verwendet und die vielen UV-Lackierungen machen dieses Buch zu einem absoluten Eyecatcher. Auch das hübsche Lesebändchen in orange kann bei mir punkten. Nachdem ich das Buch ausgiebig berührt und durchgeblättert habe, bin ich mit Felicias und Cattas Geschichte gestartet.
Dank des tollen, leichten und lockeren Schreibstils der Autorinnen bin ich gut in der Geschichte angekommen. Sie versprühen gleich auf den ersten Seiten jede Menge italienischen Mittelmeerflair. Ich habe sofort Lust bekommen, meine Koffer zu packen und nach Elba zu reisen.
Das Buch beginnt mit den Erzählungen der Protagonistin Felicia. Damit der Leser auch sofort weiß, welche der beiden Mädchen gerade ihre Geschichte erzählt, hat der Arena Verlag sich entschieden, nicht nur am Kapitelanfang die Namen der jeweiligen Protagonistinnen abzudrucken, sondern diese Namen zusätzlich unten neben die Seitenzahl zu drucken. Eine schöne Hilfe, die ich total genial finde.
Auf den ersten Seiten werden die Charaktere mit sehr viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Eins wird beim Lesen sofort klar: Die Mädchen könnten nicht unterschiedlicher sein. Und sie können sich überhaupt nicht ausstehen.
Ich habe lang überlegt, welchen Charakter ich lieber mag. Ich habe mich nicht entscheiden können, denn jedes Mädchen ist auf ihre Weise einfach liebenswert, ich mag jede ihrer Ecken und Kanten. Felicia fehlt eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, Catta fehlt die ruhige Art und der Familiensinn. Wie praktisch, dass sich nach kurzer Lesezeit die Mädchen im Körper der jeweils anderen befinden. Ich bin großer Fan von solchen Geschichten und habe mir beim Lesen häufig überlegt, wie sich Felicia und Catta im Körper der anderen fühlen mögen.
Es war toll zu lesen, wie die beiden Protagonisten sich im Laufe der Geschichte im Körper der anderen weiterentwickeln und teilweise sogar über sich hinauswachsen. Das Buch ist voller Höhen und Tiefen und war dadurch für mich zügig zu lesen. Es regt zum Nachdenken an, bietet aber auch viel Humor. Ich finde, die Geschichte wurde für die empfohlene Altersklasse perfekt umgesetzt.
Ich habe von Anfang bis Ende großen Spaß beim Lesen gehabt und alles um mich herum komplett ausgeblendet. Die 372 Seiten sind wie im Flug gelesen worden und ich habe das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen beendet.
Am Schluss des Buches gibt es ein italienisches Glossar, damit konnte ich die mir nicht bekannten Wörter übersetzen.

Fazit:

Eine tolle, locker-leichte Sommergeschichte für sonnige Urlaubstage. Ich habe viel Freude beim Lesen gehabt und spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und nicht nur für die jungen Leser. Mille Grazie an Stefanie Gerstenberger und Marta Martin für dieses Sommer-Lesehighlight. Von mir gibt es verdiente fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Der magische Faden von Tom Llewellyn

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Titel: Der magische Faden
Autor: Tom Llewellyn
Illustratorin:  Nina Dulleck
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2017
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Format: Gebundene Ausgabe & eBook (256 Seiten)
ISBN: 978-3-522-18449-6
Preis: 12,99€
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Leseprobe

Worum geht’s?

Wie unheimlich der schwarze Faden aussieht! Als Markus ihn vorsichtig berührt, bekommt er einen elektrischen Schlag. Doch damit nicht genug: Der Faden bewegt sich und schlängelt sich quer durchs Haus, immer weiter, bis zum Dachboden. Dort stoßen Markus und seine Geschwister auf einen Karton mit alten Briefen ihres Vaters. Fünf Jahre ist es her, seit er in Griechenland spurlos verschwunden ist. Immer tiefer tauchen Markus und seine Geschwister in die griechische Mythologie ein, um ihren Vater wiederzufinden. Die Spur führt direkt zum Labyrinth des Minotaurus …

Meine Meinung zum Buch

“Der magische Faden” wird als Buch für Fans von Percy Jackson beworben. Ich selber habe die Bücher noch nicht gelesen, weiß aber grob um was es darin geht. Daher war ich zunächst auch etwas irritiert als ich angefangen habe den magischen Faden zu lesen und sich herausstellte, dass alle Charaktere normale Menschen und keine Halbgötter oder Gestalten aus der griechischen Mythologie waren.
Nun gut, dachte ich mir, weiterlesen, da kommt bestimmt noch was. Ungefähr zur Hälfte des Buches habe ich mich dann damit angefreundet, dass die griechische Mythologie durchaus Teil der Geschichte ist, aber anders als ich gedacht hatte.
Obwohl ich durch den Vergleich mit Percy Jackson eine andere Erwartung an das Buch hatte, hat es mir dennoch gut gefallen.
Markus, Lukas und Jannie leben alleine mit ihrer Mutter, denn ihr Vater ist vor fünf Jahren spurlos in Griechenland verschwunden. Die beiden Brüder, besonders Lukas sind wütend auf ihren Vater, denn sie glauben, er habe sie absichtlich verlassen.
Als dann eines Tages ein sonderbares Paket bei ihnen ankommt, das ganz danach aussieht, als würde es von ihrem Vater stammen, ist die Aufregung groß.
Das Paket enthält jedoch nur ein schwarzes Wollknäuel. Nur? Plötzlich erwacht der schwarze Faden zum Leben! Er bewegt sich, lässt das Haus blau leuchten und versetzt Markus einen elektrischen Schlag. Das kann ganz eindeutig kein normaler Faden sein.
Zusammen mit Markus’ neuer Freundin Aster machen sie sich auf die Suche nach der Lösung dieses Rätsels.
“Der magische Faden” ist ein leicht geschriebenes Kinderbuch, das mit einer guten Portion Humor daherkommt. Selbst ein kleines bisschen schwarzen Humor lässt der Autor durchblicken.
Tom Llewellyn schreibt der Zielgruppe angemessen – locker, leicht und flüssig zu lesen. In seine Art von Humor musste ich mich zwar erst ein wenig “einarbeiten”, aber nach einigen Kapiteln musste ich doch so einige Male schmunzeln. Kinder im Alter der Zielgruppe finden die Sprüche der Charaktere bestimmt ganz besonders lustig.
Die Charaktere an sich sind interessant gezeichnet. Es sind keine “08/15” Persönlichkeiten, denn jeder von denen ist auf seine Art ganz besonders. Markus, z.B. ist sehr nah am Wasser gebaut und schämt sich dafür vor Lehrern und Mitschülern so häufig weinen zu müssen. Lukas kümmert sich rührend um seine Schwester, ist aber ansonsten ein kleiner Haudegen und die kleine Jannie ist super intelligent, spricht aber kein einziges Wort.
Ich fand die Charaktere sehr liebenswert und besonders Markus macht eine tolle Entwicklung durch.
Die ganze Geschichte ist toll aufgebaut, aber sowohl Klappentext als auch der Vergleich mit Percy Jackson lassen eine ganz andere Geschichte erahnen. Der Leser erfährt etwas über die griechische Mythologie, aber der Schwerpunkt liegt, meiner Meinung nach in den Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt.
Die Story ist spannend erzählt und auch ich als erwachsener Leser konnte ein wenig mit rätseln, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.

Fazit

Der Vergleich mit Percy Jackson hinkt vielleicht ein kleines Bisschen, aber dennoch habe ich dieses Buch gerne gelesen. Die Charaktere sind toll und liebenswert und auch die Geschichte hat mir gefallen.
Ich möchte diesem Kinderbuch 4 von 5 Sternen geben. Schaut es euch gerne einmal genauer an.

 

Weitere Rezensionen

Verena von Lieblingsleseplatz

[Lese-Rückblick] Juli 2017

Nach dem der Juni doch sehr ereignisreich gewesen ist – buchtechnisch und auch privat – lässt der Juli es sehr ruhig angehen.
Wir hatten kaum Termine und haben daher viel Zeit im Garten, auf Spielplätzen oder bei doofem Wetter zu Hause verbracht. Waren Freunde besuchen oder hatten selber Besuch, aber alles ganz entspannt.
Im Juli habe ich auch nicht so viel gelesen, dafür aber endlich ein Hörbuch beendet, dass ich bereits im Juni begonnen hatte.

Gelesen Juli 2017

  • Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon (5 Sterne)
  • Blutebbe von Derek Meister (3 Sterne)
  • Die vielen Leben des Harry August von Claire North (4 Sterne)
  • Der magische Faden von Tom Llewellyn (4 Sterne)

Insgesamt gelesene Seiten: 992
      Ø 33 Seiten pro Tag
Insgesamt gehörte Minuten: 848
      Ø 28 Minuten pro Tag

Wie bereits erwähnt war bei uns im Juli nicht wirklich viel Spektakuläres los. Für das Tochterkind und natürlich auch für Mama und Papa war doch etwas ganz Spektakuläres dabei, denn sie hat ihre ersten freien Schritte gemacht! Und sie hat sich so unfassbar darüber gefreut. Da kann einem einfach nur das Herz aufgehen. <3
Ansonsten habe ich mir viele Gedanken um neue Blogbeiträge gemacht, komme aber leider nicht dazu das alles schriftlich festzuhalten. Durch ein paar unglückliche Zufälle habe ich im Juli gleichzeitig unfassbar viele Rezensionsexemplare zugeschickt bekommen und komme gerade nur schwer mit dem Lesen hinterher. Das liegt aber leider ganz stark daran, dass mich gleich zwei Bücher hintereinander nicht wirklich packen konnten. Eins der Bücher nehme ich mit rüber in den August, obwohl ich es unbedingt im Juli beenden wollte.
Die Bücher ziehen bzw. zogen sich so, dass ich nur wenige Seiten am Tag geschafft habe und so nicht wirklich vorangekommen bin. Ich hoffe, der August wird in dieser Hinsicht besser.

Serien habe ich auch nicht wirklich weiter geguckt, nur ein wenig Pretty Little Liars – so wie im Juni auch.

Ach je! Das tollste und interessanteste habe ich jetzt fast vergessen zu erzählen… Ich habe uns im Juli bereits eine Ferienwohnung für Leipzig organisiert. Das heißt, mein Mann, das Tochterkind und ich werden nächstes Jahr die Leipziger Buchmesse unsicher machen!!! Ich freue mich schon sooooo sehr! Obwohl es mit der kleinen Maus natürlich etwas anders ablaufen wird als in den letzten zwei Jahren. Wir werden nicht so lange mit ihr dort bleiben, damit sie von den ganzen Menschenmassen keinen Koller bekommt und werden viel häufiger Pausen in ruhigen Ecken machen.
Sollte es widererwartend doch nicht klappen mit ihr in den Hallen, dann schauen wir uns eben die schöne Stadt an und machen einen Kurzstädtetrip. 🙂

Wisst ihr schon, ob es für euch nächstes Jahr nach Leipzig gehen wird? Ich bin jetzt schon total aufgeregt!

[Rezension] Streetkid: Fluch und Segen, ein Kelly zu sein von Jimmy Kelly

 
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Titel: Streetkid: Fluch und Segen, ein Kelly zu sein
Autor: Jimmy Kelly
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 15.Mai 2017
Format: Klappenbroschur (256 Seiten)
ISBN: 978-3453201514
Preis: 19,99€
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Leseprobe
 
 

Worum geht es?

In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der “Family” muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich! Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Auch wenn viele bei der Kelly Family die Nase rümpfen, gebe ich bekannt: Ich fand die singende Familie Anfang der 90er toll und habe ihre Musik sehr gern gehört. Zwar brach mit ihrer Trennung für mich keine Welt zusammen, aber traurig war ich damals trotzdem. Umso schöner finde ich, dass inzwischen ein Teil der Geschwister wieder gemeinsam Musik macht. Auch wenn für mich die Kelly Family ohne ihren Leader Michael Patrick Kelly nie wieder so sein wird wie früher. Neben Paddy gehörten damals auch Jimmy und John zu meinen Lieblingen. Ich habe mich riesig gefreut, als ich gesehen habe, dass einer von ihnen im Heyne Verlag ein Buch veröffentlicht hat.
Jimmys Geschichte beginnt mit dem Ende der großen Erfolgszeit der Kelly Family. Ich war total überrascht, wie schonungslos und offen er seine Geschichte erzählt. Bereits auf den ersten Seiten schafft der Autor, der dieses Buch zusammen mit Patricia Leßnerkraus geschrieben hat, eine tolle Stimmung. Seine vielen interessanten Geschichten hat er in kleine, kurze Kapitel zusammengefasst. Diese sind echte Pageturner und lassen sich ziemlich schnell lesen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und in einfacher Sprache geschrieben. Ich habe mich über die gesamte Lesezeit damit sehr wohl gefühlt.
Ich war total überrascht zu lesen, dass ein Mitglied der Kelly Family es tatsächlich wieder nötig hat, auf der Straße Musik machen zu müssen. Aber nach dem Tod des Vaters und dem Erbstreit unter den Geschwistern, der fast zum Zerwürfnis unter ihnen führte, war das Vermögen weg und jeder musste auf eigenen Beinen stehen und wieder ganz von vorne beginnen. Dies hieß für Jimmy eben: Straßenmusik.
Es wurden viele schöne, aber auch sehr emotionale Erlebnisse auf der Straße geschildert und ich habe von Anfang bis Ende sehr viel Spaß beim Lesen gehabt.
Neben den vielen Geschichten ist das Buch randvoll mit unzähligen Farbfotos. Ich habe dadurch noch ein viel besseres Bild von den Erzählungen bekommen. Diese Fotos hat der Jimmy Kellys langjähriger Freund Thomas Stachelhaus aufgenommen. Die Verbundenheit der beiden kommt auch beim Betrachten der Fotos deutlich rüber, denn es wurden viele einzigartige Momente eingefangen.
Ich habe mich beim Lesen des Buches großartig unterhalten gefühlt und bin mir sicher, immer mal wieder durch das Buch zu blättern und einzelne Geschichten nachzulesen. Meine Erwartung an das Buch wurde erfüllt, und so vergebe ich sehr gern fünf von fünf Sternen und spreche eine Leseempfehlung nicht nur für Fans der Kelly Family aus.

[tthinkttwice-Rezi] Blutebbe von Derek Meister



Titel:
Blutebbe
Autor: Derek Meister
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2017
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3734104787
Preis: 9,99€
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Leseprobe
zum Autor
 

Meine Meinung zum Buch

Henning und Jansen sind zurück und erneut wird es blutig und spannend im kleinen Kaff Valandsiel.
Nachdem ich die ersten beiden Bände der Thrillerserie um die beiden Ermittler gelesen und geliebt habe, war die Vorfreude groß, als ich bei meiner Suche nach Neuerscheinungen auf das Cover von “Blutebbe” gestoßen bin.
Ein wirklich tolles Cover, wie ich finde. Passend zum Genre und zum Inhalt des Buches. Auch der Klappentext klang wieder sehr spannend und ich konnte es kaum erwarten endlich mit dem Buch zu beginnen.
Wie auch in den ersten beiden Bänden fackelt Derek Meister nicht lange und kommt sofort zur Sache. Meine Herren, “Blutebbe” fängt ziemlich heftig an – definitiv nichts für zartbesaitete Menschen.
Ich habe früher King gelesen, blutige und detaillierte Szenen machen mir in Büchern selten etwas aus, das hier war allerdings schon hart an der Grenze.
So rasant und spannend wie es anfing, lies es meiner Meinung nach aber für eine Weile wieder nach. Ich ertappte mich beim Lesen dabei, dass ich über viele, mir unbekannte Begriffe aus dem Segeljargon gestoßen bin und mich leider auch darüber geärgert habe. Normalerweise stören mich einige unbekannte Wörter nicht, weil ich sie dann einfach überlese, bei Interesse nachgucke oder sie sich aus dem Kontext erschließen. Hier hat es mich allerdings gestört, vielleicht, weil es für meinen Geschmack zu viele auf wenig Text waren.
Nachdem ich diese, für mich, schwierigere Passage gemeistert hatte, bin ich dann auch im Buch angekommen und konnte mich wieder am tollen Humor des Autors erfreuen. Dieser hat mir bereits in den ersten beiden Bänden sehr gut gefallen und die spannende Geschichte ein wenig aufgelockert.
In ”Blutebbe” geht es allerdings ernster zu als in den ersten beiden Bänden, was daran liegen mag, dass die Charaktere sich allesamt weiterentwickelt haben und angefangen haben sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Fand ich persönlich sehr gut. Ich mag es sehr, wenn Entwicklung zu sehen ist und die Charaktere von Band zu Band wachsen.
Derek Meister hat es mit seinem Schreibstil und dem Charakteraufbau sogar geschafft, dass ich kurz Mitleid mit dem Täter empfunden habe, da dieser ein wirklich mieses Leben hat. Mitleid mit einem Täter, der gar kein Mitleid verdient hat, da er und seine Taten einfach nur widerlich sind. Das will schon was heißen.
Leider hat das Buch ab einem bestimmten Punkt für mich eine Wendung angenommen, die mir nicht mehr so gut gefallen hat. Es gibt bestimmte No-Gos für mich, die in der Realität genauso Geltung haben wie auch in Büchern oder Filmen und genau so ein No-Go hat der Autor beschrieben und im Laufe der weiteren Handlung immer wieder darauf hingewiesen.
Achtung, kleiner Spoiler! Zum Lesen bitte die freie Fläche markieren.
Eins dieser No-Gos ist es, wenn Tiere misshandelt oder sogar getötet werden. Ganz schlimm wird es, wenn dieses Tier ein über alles geliebtes Familienmitglied geworden ist.
Der Autor hat in “Blutebbe” so ein Tier grausam töten lassen und es für mich zu detailliert geschildert.
Ich kann euch nicht sagen wieso mich das bei Tieren so sehr aufwühlt und mir den Spaß an der Geschichte nimmt, aber genauso grausame Morde an erwachsenen Menschen für mich ok sind, weil sie ja nur Fiktion sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich Tiere als wehrlos empfinde und erwachsene Menschen eben nicht.

Leider hat mir auch das Ende des Buches nicht wirklich gefallen. Im Vergleich dazu plätscherte der größte Teil des Buches nur so dahin und zog sich regelrecht. Denn ich empfand es als sehr hektisch und die Ereignisse haben sich regelrecht überschlagen. Sich überschlagende Ereignisse finde ich für einen rasanten Thriller grundsätzlich klasse, doch hier wirkte es einfach nur gehetzt. Fast so als müsste noch möglichst viel Inhalt in möglichst wenig Text/Seiten verpackt werden.
Das Ende an sich ist halboffen, was mich persönlich nicht stört, da ich mir meinen Teil denken bzw. selbst zusammenreimen kann. Doch durch das Gehetze davor wirkt es fast ein wenig unfertig.

Fazit

Erneut kann Derek Meister mit tollen Schreibstil und gut durchdachten Charakteren punkten. Leider hat er mich ab einem bestimmten Punkt des Buches verloren und das Ende setzte dem Ganzen dann die Krone auf. Sehr schade, denn insgesamt war es wieder eine spannende Jagd nach einem grausamen Mörder, die mir mit einem nicht so hektischen und gehetzten Ende deutlich besser gefallen hätte.
Daher kann ich leider nur knappe 3 von 5 Sternen vergeben.

 

Wenn ihr Ninas Meinung zu dem Buch lesen wollt, dann klickt hier und schaut, was sie dazu zu sagen hat.
KLICK!

[Rezension] Blutebbe von Derek Meister

Meister_DBlutebbe_JH_3_175181
Titel: Blutebbe
Autor: Derek Meister
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2017
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3734104787
Preis: 9,99€
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zum Autor

Worum geht es?

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Auf manche Bucherscheinungen freue ich mich wie ein Kind auf Weihnachten. So wie diesmal beim neuen Buch von Derek Meister. Eines meiner Lieblingsermittlerteams, Henning und Jansen in ihrem inzwischen dritten Fall, jagen diesmal einen Mörder, der auf besonders grausame Weise mordet.
Lange bevor ich das Buch endlich in den Händen halten durfte, habe ich schon das Cover im Internet bewundert. Auch diesmal bin ich vom Ergebnis der Illustratoren restlos begeistert. Neben einem sehr ansprechenden Klappentext wurde auch hier wieder mit dunklen Farben, einer aufgewühlten See und ein paar wenigen Lichteffekten wieder eine großartige Kulisse geschaffen, die mein Kopfkino schon im Vorwege ordentlich angeheizt hat.
Wie gewohnt hält sich Autor Derek Meister nicht mit einer langen Einführung auf. Seine Geschichten sind bereits ab dem ersten Kapitel atemraubend und im höchsten Maße spannend. Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Die Beschreibungen sind gut recherchiert und nachvollziehbar. Mit viel Liebe zum Detail werden alle Protagonisten vorgestellt. Nicht nur das Ermittlerteam Henning und Jansen mag ich, auch alle Randfiguren einschließlich des Täters empfinde ich als sehr ausdrucksstark charakterisiert. Fast habe ich mich beim Lesen dabei ertappt, mit dem Täter sogar ein wenig Mitleid zu empfinden, obwohl seine schrecklichen Taten auch durch dessen schlimme private Erlebnisse in keiner Weise gutzuheißen und zu entschuldigen sind.
Durch eine weitere interessante Erzählung, die Licht in das Dunkel von Helens Vergangenheit bringt, kommt noch weitere Spannung in die Geschichte. Nun schaute ich nicht nur Henning und Jansen und dem Täter über die Schulter, sondern habe außerdem noch erfahren, warum Helen in den vergangenen Büchern so heftig reagiert hat, wenn die Sprache auf ihre Vergangenheit gekommen ist.
Auch gut gefallen hat mir, dass Jansens Vater Thor in diesem Buch eine größere Rolle bekommen hat. Auch wenn dies sicher kein einfacher Charakter ist, mochte ich ihn in den letzten Büchern trotzdem irgendwie.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und spätestens ab dort war ich so in der Geschichte angekommen, dass es nun nicht mehr möglich war, das Buch beiseite zu legen. Die Seiten flogen nur so dahin und durch die kurzen Kapitel wurde ich immer weiter durch die Spannung getragen. Der Showdown hat mir ebenfalls richtig gut gefallen und die Erzählstränge lösten sich zum Ende perfekt auf. An der ein oder anderen Stelle hätte es für mich noch ein wenig weiter beschrieben werden können. Da wirkte die Erzählung ein kleines bisschen gehetzt. Aber nichtsdestotrotz habe ich genau die Geschichte bekommen, die ich mir zu Beginn gewünscht hatte.
Obwohl die Geschichte zu Ende erzählt wurde, hoffe ich ganz stark auf eine Fortsetzung in Valandsiel, denn ich mag mich weder von Henning und Jansen trennen noch von diesem düsteren Fleck an der Nordsee.
Herzlichen Dank an den Autoren, der mir megaspannende Lesemomente geschenkt hat.

Fazit:

Auch der dritte Fall von Henning und Jansen hat mich wieder begeistert. Ich mag den Schreibstil des Autoren und auch wenn ich teilweise echt geschockt über das Gelesene gewesen bin, hätte ich die Geschichte nicht anders haben wollen. Ich möchte allen Thriller-Fans für dieses Buch gern eine Leseempfehlung aussprechen und deshalb vergebe ich fünf von fünf Sternen.
*

[Rezension] Mini-Muffins – Süß, saftig & pikant–Set von Luise Lilienthal

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Titel: Mini-Muffins – Süß, saftig & pikant
Autor: Luise Lilienthal
Verlag: Bassermann Verlag
Erscheinungsdatum: 25. Januar 2016
Format: Broschur (64 Seiten)
ISBN: 978-3-8094-3486-3
Preis: 12,99€

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Blick ins Buch


Meine Meinung

Muffins? Na klar! Aber müssen es gleich immer die Großen sein? Definitiv nicht, denn mit diesem süßen Set aus dem Bassermann Verlag kann man schnell und leicht 24 kleine Köstlichkeiten backen.
Diese Mini-Muffins sind in der Tat ziemlich mini, denn sie haben etwa die Größe einer Praline. Dafür sind sie aber wie gemacht für kleine Kinderhände und als leckeres Fingerfood auch perfekt für Erwachsene.

Das Buch teilt sich nach ein paar freundlichen Einleitungsworten der Autorin in folgende Teile auf:

  1. Das ABC des Muffin-Backens
  2. Die Rezepte
  3. Tipps und Ideen
  4. Alphabetisches Rezepteverzeichnis

Im “ABC des Muffin Backens” finden sich meiner Meinung nach viel mehr Tipps als im Bereich “Tipps und Ideen” und ich frage mich warm das überhaupt in zwei verschiedene Teile gesplittet wurde, aber das tut für meine Bewertung nichts zur Sache.

Im Buch finden sich 25 super leckere Rezepte, von denen viele in weniger als 30 Minuten vorbereitet und gebacken werden können.
Wir haben drei der Rezepte ausprobiert und waren von jedem begeistert. Die Muffins ließen sich leicht aus der Form lösen (man muss die Form nur vorher einölen) und waren wunderbar saftig und fluffig.
Ein Rezept habe ich zum ersten Geburtstag meiner Tochter gebacken und die Muffins waren das erste, was ratzfatz verputzt wurde. Sie haben allen Gästen geschmeckt.

Die Basiszutaten für die Muffins hat man auch fast immer alle im Haus, als da wären: Mehl, Butter, Zucker, Backpulver, Eier und Speisestärke. Die restlichen Zutaten können in jedem Supermarkt schnell eingekauft werden.
Was mich persönlich etwas gestört hat, war der hohe Alkoholanteil in den Rezepten. In sehr vielen Rezepten wird Alkohol verwendet, den man zwar substituieren kann (wird auch im Buch erwähnt), aber mir war das doch zu viel des Guten.
Klasse fand ich, dass ich für die Rezepte nicht extra meinen Mixer bemühen musste, sondern sich der Teig schnell mit einem Schneebesen zusammenrühren lies.

Das Buch ist auch sehr schön gestaltet. Die Bilder sind sehr ansprechend und wecken die Lust sofort mit dem Backen loszulegen.

Fazit

Leckere Rezepte, ansprechende Bilder und eine relativ kurze Vorbereitungs- und Backzeit machen das Set für mich empfehlenswert.
Mir wurde lediglich zu viel Alkohol verarbeitet, aber das sind persönliche Vorlieben. von daher gibt es von mir 5 von 5 Sternen.

[tthinkttwice-Rezi] Die Doppel-Kekse 2: Chaos hoch zwei mit Papagei von Patricia Schröder


Titel:
Die Doppel-Kekse: Chaos hoch zwei mit Papagei
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505130
Preis:  9,99€

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zur Autorin


Meine Meinung zum Buch

Die Doppel-Kekse sind wieder da! Kinderbücher lese ich (noch) relativ selten, aber wenn alle Kinderbücher wie die Doppel-Kekse wären, würde ich ganz sicher jetzt schon häufiger welche lesen.
Nachdem mir Band 1 schon so gut gefallen hat, war es natürlich klar, dass ich bei Band 2 auch wieder mit dabei sein muss.

Das Cover ist wieder genauso schön gestaltet wie es bereits beim ersten Band der Fall war. So sieht man gleich, dass die Bücher zur einer Reihe gehören, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich habe es gerne einheitlich, besonders bei Büchern. Allerdings besteht auch leichte Verwechslungsgefahr, denn man muss in der Buchhandlung schon genau hingucken, um den richtigen Band zu erwischen. Also im Zweifelsfall einfach beide Bände kaufen. 😉

“Chaos hoch zwei mit Papagei” fängt mit einer kleinen “Wiederholung” in Form einer Liste an, die die Erinnerung an Band 1 prima auffrischt und all denjenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, einen einfacheren Einstieg in diese Geschichte ermöglicht.
Ich bin ja großer Fan solcher Stilmittel, wie handgeschriebene Listen/Zeilen und kleine Bildchen in Büchern. Sie lockern das Buch optisch so schön auf.

Patricia Schröders Schreibstil ist gewohnt locker, flüssig und humorvoll, so dass ich das Buch mit vielen Schmunzlern im Gesicht und einigen ausgewachsenen Lachern zügig lesen konnte.
Auch wenn das Buch mich sehr gut unterhalten hat, freut es mich dennoch sehr, dass neben der locker leichten Unterhaltung auch ernstere Themen, wie beispielweise Mobbing oder auch die erste Liebe angesprochen werden. Beim Thema Mobbing hätte ich mir allerdings noch zwei, drei Seiten mehr Inhalt dazu gewünscht, damit es nicht ganz so schnell wieder untergeht.

Trotz dieses kleinen Kritikpunktes hat mir das Buch rundum gefallen. Die Charaktere sind toll authentisch gezeichnet und ich habe mit ihnen sympathisiert oder eben auch nicht. Die Geschichte ist gut durchdacht und schließt den ersten Band wunderbar ab. Doch auch, wenn nun keine Fragen mehr offen bleiben, würde ich mir einen dritten Band der Doppel-Kekse wünschen, um die beiden liebenswerten Zwillinge weiter begleiten zu dürfen.

Fazit

Band 2 der Doppel-Kekse hat mir genauso gut gefallen wie der erste Band, wenn nicht sogar ein kleines bisschen besser. Trotz meines kleinen Kritikpunktes kann ich einfach kein Pünktchen abziehen und empfehle dieses tolle Kinderbuch mit 5 von 5 Sternen gerne allen interessierten Lesern ab 10 Jahren gerne weiter.

[Rezension] Manche Tage muss man einfach zuckern von Tamara Mataya

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Titel: Manche Tage muss man einfach zuckern
Autor: Tamara Mataya
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 10. April 2017
Format: Taschenbuch (353 Seiten)
ISBN: 978-3453421691
Preis:  9,99€
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Leseprobe
 
 

Worum geht es?

Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Bei so einem schönen Buchcover wurde ich einfach schwach und auch der Titel klang so vielversprechend, deshalb musste dieses Buch unbedingt bei mir zu Hause einziehen. Nach vielen Kinderbüchern hatte ich mich riesig auf einen locker-leichten Frauenroman mit ein wenig Herzkitsch gefreut.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir ziemlich schwer gefallen. Die Protagonistin Sarah mochte ich von Anfang nicht so gern und deshalb habe ich mich auch ziemlich schwer getan, an ihrem Leben und ihrer Geschichte teilzuhaben. Die Autorin hat einen für mich viel zu langen Einstieg in die Geschichte gewählt und auf den ersten 50 Seiten einiges von mir abverlangt. Es war mir an vielen Stellen viel zu esoterisch und überzogen.
Immer wieder habe ich das Buch zur Seite gelegt und nach ein paar Tagen Pause wieder angefangen zu lesen. Jedes Mal hatte ich das gleiche Gefühl. Ich habe mich mit Sarah, ihrer Arbeit und ihrem Charakter immer wieder schwer getan. Auch mit den Protagonisten Pete und Jack konnte ich leider nicht richtig warm werden, überhaupt nicht gefallen haben mir Sarahs neue Kollegen. Dies waren alles unsympathische Charaktere und völlig übertrieben beschrieben. In so einer Firma hätte jeder normale Mensch sofort das Handtuch geworfen und wäre mit fliegenden Fahnen aus dem Laden gestürmt. Nicht so Sarah, sie erträgt die Launen und Intrigen ihrer Kollegen und Vorgesetzten. Das habe ich als ziemlich überzogen empfunden.
Auch die Geschichte an sich fand ich nicht besonders kreativ und einfallsreich. Aus dem Thema hätte die Autorin definitiv mehr machen können. Bereits in der Mitte des Buches war die Geschichte für mich vorhersehbar und dies war ein weiterer Dämpfer beim Lesevergnügen. Bis zum Schluss habe ich mir eine Wendung gewünscht, leider blieb dieser Wunsch unerfüllt.
Die Autorin hat diesen Erzählstrang bis zum Ende durchgezogen, ohne hier und dort mal eine kleine Prise Spannung zu streuen.
Auch finde ich, die im Klappentext so groß angekündigte Plattform für Traumpartner “Missed Connections” hat nur eine geringe Beachtung gefunden, dadurch wurde bei mir im Vorwege eine ganz andere Erwartungshaltung geweckt.
Positiv möchte ich mich über den Schreibstil äußern, denn der ist trotz der häufig langatmigen und langweiligen Geschichte trotzdem gut zu lesen. Die Sprache ist einfach und leicht verständlich.

Fazit:

Leider wurde meine Erwartungshaltung nicht erfüllt. Ich habe mich sehr schwer getan, mit den Protagonisten eine Beziehung aufzubauen und konnte bis zum Schluss ihre Handlungen nicht nachvollziehen und mit ihnen deshalb auch nicht sympathisieren. Deshalb gibt es von mir nur knappe drei von fünf Sternen für “Manche Tage muss man einfach zuckern”.

[Rezension] Die Doppel-Kekse Chaos hoch zwei mit Papagei von Patricia Schröder

SK_Doppelkekse2_US.inddTitel: Die Doppel-Kekse: Chaos hoch zwei mit Papagei
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20.Juni 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505130
Preis:  9,99€
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Zur Autorin

Worum geht es?

Die witzig-turbulente Mädchenbuch-Reihe mit Schwestern-Power
Die Zwillinge Lea und Lucie müssen ihrem Papagei Punkt-um unbedingt das Fluchen abgewöhnen oder er muss ausziehen! Denn Besuch zu bekommen, ist laut ihrer Mutter unmöglich. Vor allem als plötzlich ihre Oma aus Venedig vor der Tür steht, will sie das geflügelte Familienmitglied loswerden. Mindestens genauso turbulent wie zu Hause geht es in Lucies neuer Klasse zu, denn ein paar ihrer Mitschüler halten sich an keinerlei Regeln. Dass deswegen das Schulfest auf der Kippe steht, kann Lucie nicht zulassen!Quelle: amazon

Kindermeinung zum Buch:

Endlich geht es mit den Doppel-Keksen weiter. Auf diese Fortsetzung war ich schon sehr gespannt, denn ich mag die Zwillinge Lea und Lucie sehr. Das Cover gefällt mir sehr gut. Am besten gefällt mir der Papagei Punkt-um, den ich auch gern auf dem Cover des ersten Buches gesehen hätte. Auch die ausgewählten Farben gefallen mir diesmal wieder super. Es passt sehr gut zum ersten Buch und sieht in unserem Buchschrank sehr hübsch aus.
Wie immer haben Mama und ich das Buch zusammen gelesen, es war schön, Lea und Lucie wieder zu begleiten, obwohl mir ihre anfänglichen Streitereien eher weniger gut gefallen haben. Aber dies ist unter Geschwistern ja leider normal, auch hier zu Hause ist es ab und zu so.
Der Schreibstil ist wieder schön flüssig und mit sehr viel Witz an der einen oder anderen Stelle. Die Kapitel habe eine tolle Leselänge und eignen sich zum gemeinsamen abwechselnden Lesen.
Patrica Schröder schreibt wirklich tolle Kinderbücher und deshalb ist sie ja auch meine Lieblingsautorin. Dieses Buch klärt zum Ende dann auch alle offenen Fragen auf. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von den Doppel-Keksen zu lesen gibt, denn ich mag die beiden Mädels sehr gerne.

Meine Meinung zum Buch:

Endlich Sommer und endlich ist die langersehnte Fortsetzung von den Doppel-Keksen auf dem Markt. Auch dieses Buch präsentiert sich wieder mit einem genialen Cover. Neben dem von mir so geliebten weißen Hintergrund sind auch wieder jede Menge wunderschöner Farben verwendet. Die Zwillinge Lea und Lucie sind dort ebenso wie ihr Papagei Punkt-um zu bewundern. Ich bin wieder total begeistert von diesem optischen Highlight.
Nachdem Ben und ich das Buch von Außen und Innen ausgiebig bewundert hatten, ging es dann mit den Zwengelchen gemeinsam in ihr neues Abenteuer. Wie schon beim ersten Buch erwarteten uns auch hier wieder tolle Kapitelanfänge, die hübsch in Szene gesetzt wurden.
Für alle Leser, die von den Doppel-Keksen noch nichts gehört haben, gibt es eine kurze Zusammenfassung des ersten Buches. Das finde ich super und auch wenn ich die Geschichte schon kenne, fand ich den kurzen Rückblick sehr schön.
Auch diesmal schafft es die Autorin, uns durch ihren unverkennbaren, flüssigen und humorvollen Schreibstil gleich auf den ersten Seiten zu fesseln. Sie schafft es auch in diesem Buch, wieder eine reale Familienkulisse zu schaffen, in der nicht immer alles eitel Sonnenschein ist. Ich bin immer wieder begeistert und erstaunt, wie realitätsnah ihre Protagonisten sind. Die Beschreibungen der Jugendlichen und ihrer Klamotten sind so reell, dass man meinen könnte, die Autorin liegt zu Recherchezwecken vor den Pausenhöfen auf der Lauer. Ben konnte den beschrieben Kleidungsstil auch von seiner Schule bestätigen.
Neben jeder Menge Humor kommen aber auch die ernsteren Themen in ihren Büchern nicht zu kurz. Diesmal befasst sich das Buch mit dem Thema Mobbing, was ich für die angesprochene Altersklasse auch ziemlich sinnvoll finde.
Patricia Schröders Geschichten haben einen absoluten Suchtfaktor. Auch diesmal war es uns unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen und so haben wir innerhalb von 1,5 Tagen die 221 Seiten weggelesen. Dies lag nicht nur an der spannenden Geschichte, sondern auch an dem Wechsel der Erzählperspektive. Mal schauten wir Lea und mal Lucie über die Schulter. Auch diesmal haben uns die Mädchen wieder richtig gut gefallen, jede von ihnen ist besonders und hat dadurch unser Herz im Sturm auch in diesem Band wieder erobert.
Das Buch hat ein in sich abgeschlossenes Ende, bei dem es diesmal auch keine offenen Fragen gibt. Ben und mir haben die Doppel-Kekse viele schöne gemeinsame Lesemomente beschert und im nachherein viel über das Gelesene diskutieren lassen.
Wir hoffen und wünschen uns sehr, dass es noch weitere tolle Abenteuer von den Zwillingen geben wird.

Unser Fazit:

Patricia Schröders Bücher sind immer Garanten für wunderschöne Lesemomente. Ihre Geschichten sind für uns immer besonders und einzigartig. Auch der zweite Band der Doppel-Kekse hat uns wieder begeistert. Wir sprechen eine klare Leseempfehlung aus und belohnen auch diese tolle Geschichte mit fünf von fünf Sternen.