[Rezension] Schnitt von Marc Raabe

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Titel: Schnitt
Autor: Marc Raabe
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2012
Format: Klappenbroschur (448 Seiten)
ISBN-13: 978-3548284354
Preis: 14,99€

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Inhalt
Vor fast 30 Jahren ist ‘es’ passiert. Doch was genau ‘es’ ist, daran kann Gabriel sich nicht mehr erinnern. Aber er muss, um das Leben seiner schwangeren Freundin zu retten.

Gabriel Naumann erlebte als 11-Jähriger einen Albtraum, der ihm sein Leben zur Hölle gemacht hat. Aufenthalte in der Psychiatrie, zweifelhafte Behandlungsmethoden und Drogensucht gehörten zu seinem Alltag.
Trotzdem scheint es, dass er mittlerweile sein Leben wieder im Griff hat, bis der Albtraum von vorne beginnt. Seine schwangere Freundin Liz ist entführt worden und keiner glaubt ihm. Nach einem verzweifelten Hilferuf über Handy alarmiert Gabriel die Polizei, doch als diese am Ort des Geschehens eintrifft, findet sie nur die Leiche eines jungen Mannes, keine Spur von Liz. Die Polizei glaubt nicht, dass diese entführt wurde und macht Gabriel zum Hauptverdächtigen im Mordfall des jungen Mannes.
Zu allem Überfluss verlangt Liz’ Entführer, dass Gabriel sich an die Nacht vom 13. Oktober 1979 erinnert, um seine Freundin zu finden. Doch die Erinnerung will sich nicht einstellen…

Meine Meinung
Marc Raabes Erstlingswerk ist ein durchaus spannender Thriller. Nach einem aufwühlenden und packenden Prolog aus Gabriels Vergangenheit landet der Leser sofort mitten im Geschehen der Gegenwart. Der Prolog verrät aber keineswegs was vor 30 Jahren passiert ist, so dass wir als Leser auf dem gleichen Stand wie Gabriel sind. Zusammen mit ihm machen wir uns auf die Jagd nach seinen Erinnerungen und dem Entführer von Liz.

So rasant wie der Thriller beginnt, geht er leider nicht immer weiter. Einige Passagen waren mir zu stark mit Informationen ausgeschmückt, die eigentlich eher uninteressant für den Verlauf der Geschichte waren. Trotz dieser Passagen versteht Raabe es aber dennoch den Spannungsbogen zu halten und mit kurzen Kapiteln zu punkten.

Wir als Leser erleben die Geschichte aus der Perspektive Gabriels, Liz’ und teilweise auch aus der von Gabriels Bruder David. Der Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven lässt den Leser nie mehr wissen als die Protagonisten selber, was sehr zum Spannungsaufbau beiträgt.
Ich bin ein begeisterter Thriller-Leser und habe damit schon so einige Bücher aus diesem Genre gelesen. “Schnitt” hat es geschafft mich bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen. Die ein oder andere Ahnung keimte zwar auf, aber das große Ganze habe ich erst am Ende des Buches erfahren. Ein absoluter Pluspunkt, wobei ich sagen muss, dass das Ende etwas langgezogen war. Allerdings ist mir das lieber, als zu rasante und abrupt endende Bücher, bei denen ich das Gefühl bekomme, der Autor ist schon eine Woche über dem Abgabetermin.

Das “Psycho” in diesem Psychothriller kommt auch nicht zu kurz und der Leser kann sich auf skurrile Momente freuen, die teilweise aber auch sehr brutal und blutig sein können. Für Zartbesaitete könnten die sehr bildlich beschriebenen Szenen eventuell etwas zu viel sein. Mich haben sie nicht gestört.

Fazit
Marc Raabes Debütroman “Schnitt” ist ein insgesamt gelungenes Erstlingswerk, das ich gerne weiter empfehle. Die Geschichte ist spannend und die Charaktere interessant gezeichnet. Ein wenig Luft nach oben ist immer, aber ich bin mir sicher, dass ein zweites Werk durchaus noch mehr Thrill haben könnte.

4 von 5 Sternen von mir und damit eine Lese-Empfehlung.

Sauce Hollandaise… mal anders

Wer sich den Spaß mal gönnen möchte, werfe einfach mal einen Blick auf die Zutaten einer Sauce Hollandaise – wahlweise aus dem Tetrapack oder der Tüte. Von Geschmacksverstärkern (in Form von Mononatriumglutamat) über Aromen findet sich z.T. Abenteuerliches in etwas eigentlich ganz Einfachem wieder.

Spannend ist aber auch, dass entgegen der landläufigen Meinung das Eigelb im Originalrezept gar nicht enthalten war. Warum aber findet es sich heute in praktisch jedem Rezept wieder? Einfache Antwort: Aufgrund der Bindungseigenschaften. Denn letzten Endes ist eine Sauce Hollandaise auch nichts anderes als eine Emulsion aus Wasser und Fett (und davon eine ganze Menge).

Probieren wir also mal eine Alternative. Los geht’s.

Zutaten

  • 1-2 EL trockener Weißwein
  • Dieselbe Menge Weißwein- oder Estragonessig
  • Dieselbe Menge Wasser
  • 1/2 EL fein gehackte Schalotte
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4-5 grob zerstoßene Pfefferkörner
  • 250 g ALSAN Pflanzenmargarine
  • 3 EL Sojamehl
  • 6 EL Wasser
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Den Weißwein zusammen mit dem Essig, dem Wasser, der Schalotte, dem Lorbeerblatt und dem Pfeffer in einem kleinen Topf aufkochen und auf ca. 1/3 der ursprünglichen Menge einreduzieren. Danach durch ein feines Sieb passieren.

Die Margarine langsam in einem Topf zergehen lassen und währenddessen in einer Schüssel das Sojamehl mit dem Wasser gut vermischen und dann zügig die abgekühlte Reduktion unterrühren.

Die Sojamasse in einem Topf erwärmen und dann die Margarine unter die Masse ziehen. Dabei anfangs die flüssige Margarine tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl hinzufügen und zügig mit einem Schneebesen einrühren.

Tipp: Mit etwas Curcuma (nicht zu viel!) lässt sich die Sauce prima einfärben, wenn sie denn etwas gelber werden soll. Ein Kompromiss für das fehlende Eigelb.

Abschließend die Sauce mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Zitronensaft abschmecken.

Von Experten für Experten

Es wird bei einer Sauce Hollandaise häufig davon gesprochen, dass die Butter für das feine Aroma verantwortlich wäre. Da sie in der Tat nicht unerheblich für den Geschmack ist, empfiehlt sich wie oben angegeben z.B. ein Produkt von ALSAN, wenn die Sauce rein pflanzlich werden soll. Es handelt sich dabei um eine Margarine, die aber ein butterähnliches Aroma mitbringt und darüber hinaus  natürlich cholesterinfrei ist. Was aber umso wichtiger ist für den Geschmack einer guten Sauce Hollandaise, ist die Reduktion aus Weißwein (-essig), der Schalotte und dem Lorbeerblatt.

Die Bindung zwischen dem Fett und der Reduktion, die hauptsächlich aus Wasser besteht, lässt sich auch ohne Ei erreichen, wenn man möchte. In diesem Rezept wird daher Sojamehl benutzt. Sojamehl enthält das Sojalecithin; ein Emulgator ganz genauso wie das Lecithin im Eigelb.

Wie immer würde ich mich sehr über Feedback freuen. Habt ihr euch an das Rezept herangetraut? Habt ihr überhaupt schon Erfahrungen mit dem Kochen einer Sauce Hollandaise gemacht? Bekommt ihr gute Resultate hin ohne Butter und Ei?

Wozu esst ihr eine Sauce Hollandaise? Sie passt nicht nur zu Spargel…

Proficook ist Clatronic und der Service ist top!

“Clatronic? Ist das nicht dieser Hersteller billiger Küchengeräte?”

Ja. Ist er. Und auch ich war verblüfft, als ich festgestellt habe, dass die Marke ProfiCook ebenfalls von Clatronic stammt. Da versucht wohl jemand seinen Geräten einen neuen Stempel aufzudrücken: “Von Profis für Profis”. Smiley

WIe ich vor einem Monat schon berichtet habe, kann ich das in Hinsicht auf die Zitruspresse ZP 1018 voll und ganz bestätigen: Vom Edelstahlgehäuse über die automatische Start- /Stopp-Funktion bis hin zum leistungsstarken Motor kann das Gerät so sehr überzeugen, dass man es zurzeit sogar bei vielen Kochsendungen in der Statistenrolle bewundern kann.

Ich hätte ihr fünf Sterne gegeben. Wenn sie nicht diesen kleinen Mangel gehabt hätte: Bereits wenige Tage nach dem Kauf fing der Metall-Clip an zu rosten, der den Auslauf festhält. Dieser Clip ist auf eine Art im Kunststoff der Auffangschale versenkt, dass er beim Reinigen zwar mit Wasser in Kontakt kommt, es aber unmöglich wieder zu trocknen ist. Wenn das also rostet, läuft da was schief.

Da ich kein Freund davon bin, mich aufgrund von Produktmängeln laufend zu beschweren, ohne dem Hersteller die Möglichkeit der Nachbesserung zu geben, begab ich mich also auf die Website von ProfiCook, um den Support anzuschreiben.

ProfiCook – Clatronic – SLI24

Der Support wird über den Dienstleister SLI24 geleistet, an den ich von der ProfiCook Website automatisch verwiesen wurde. Hier durfte ich ein Formular ausfüllen, dabei das Gerät aus einer Liste auswählen und erklären, was denn defekt sei. Das Ergebnis war ein ausdruckbares PDF mit einem Paketaufkleber, der mich nichts kostete.

Komplett mit Anleitung und allem Zubehör gut verpackt konnte ich die Zitruspresse dadurch kostenlos an SLI24 schicken und gespannt den Service-Fall im Internet verfolgen. Wenige Tage später las ich im Kundenbereich, dass der Servicefall fertig bearbeitet sei. Einen Tag darauf bekam ich ein riesiges Paket mit einer niegelnagelneuen ProfiCook ZP-1018 Zitruspresse und einem freundlichen Begleitschreiben, in dem mir erklärt wurde, man hätte das Gerät nicht repariert, sondern mir stattdessen einfach eine neue geschickt, damit ich schneller wieder Zitrusfrüchte ihres Saftes berauben kann. Smiley

Fazit

Allein für die äußerst zügige Bearbeitung eines Servicefalles zu einem vergleichsweise günstigen Gerät und dabei eher geringerem Mangel, gibt es schon mal einen halben Stern dazu. Sollte sich herausstellen, dass der Clip an diesem Gerät nicht rostet, vergebe ich volle fünf Sterne. Dann wäre nämlich davon auszugehen, dass es sich um einen Produktionsfehler handelte und ihr somit beruhigt zugreifen könnt!

Ich bin gespannt. Ihr dürft es auch sein.

[Rezension] Ein letzter Job von Adrian McKinty

 

Ein letzter Job

Inhalt
Der in die Jahre gekommene Killian möchte seinem alten Leben als Auftragsverbrecher den Rücken kehren. Doch Schulden und ein vermeintlich einfacher und sehr lukrativer Job lassen ihn ein letztes Mal umdenken. Er soll für eine halbe Million Pfund die Ex-Frau eines reichen Unternehmers und deren zwei Kinder finden und zurückbringen. Der Job verspricht einfach und unblutig zu werden.
Doch wie sehr man sich irren kann, erlebt Killian nun am eigenen Leib. Verfolgt und verprügelt von einem Auftragskiller versteht er nun, dass es nicht nur um die Kinder gehen kann. Doch was genau steckt dahinter und wie kommt er aus der Sache wieder raus?

Meine Meinung
Actionreich, schnell und mit Tiefgang – so wurde der Thriller von Adrian McKinty beschrieben. Die Leseprobe vermittelte auch genau dieses Gefühl. Recht zügig bin ich in der Story angekommen und lernte den etwas anderen Protagonisten kennen. Wie bestimmt viele von euch, hatte auch ich ein Bild von Auftragsverbrechern im Kopf. Skrupellos, brutal und egoistisch. Killian ist anders. Ruhig, intelligent und ein wenig philosophisch erledigt er seine Aufträge ohne Blutvergießen. Trotz seiner Tätigkeit irgendwie sympathisch.

Auch der Schreibstil ist irgendwie anders, zumindest habe ich ihn so empfunden. Intelligent und mit Ausdrucksweisen, die ich noch nicht häufig gelesen oder gehört habe. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat, dann lässt es sich leicht und flüssig lesen.
Was mich persönlich allerdings gestört hat, waren die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mir leider zu häufig aufgefallen sind. Ich bin immer mal wieder darüber gestolpert, was den Lesefluss an diesen Stellen gestört hat. Sehr schade.
Auch bin ich leider immer wieder über die wirklich schwierigen irischen Städtenamen gefallen, die ich teilweise nicht einmal annähernd aussprechen konnte.

Einem Regionalkrimi ähnlich führt uns McKinty durch ganz Irland und lässt uns an der Landschaft und den Routen teilhaben. Für Irland-Kenner sicherlich eine Bereicherung und nett zu lesen. Doch mich, die sich überhaupt nicht in Irland auskennt, hat diese Beschreibung mehr verwirrt, als das sie mir geholfen hätte. Es nimmt außerdem eine Menge Raum im Buch ein, so dass diese Parts irgendwann langweilig wurden und ich sie mehr überflogen als gelesen habe.

So viel Zeit wie sich McKinty für die Beschreibung Irlands genommen hat, nimmt er sich auch für die Hintergründe der Charaktere, was ich sehr interessant fand. So habe ich auch etwas über die Pavee – ein irisches Travellervolk – erfahren, denen Killian als Kind und junger Erwachsener angehört hat.
Bei der äußerlichen Beschreibung der Charaktere spart er allerdings wieder erheblich, so dass ich mir keinen Charakter wirklich bildlich vorstellen konnte. Zwei Drittel des Buches hatte ich ein selbst geformtes Bild von Killian im Kopf, das ich dann kurz vor Ende komplett ändern musste, da in einem Nebensatz plötzlich seine Statur erwähnt wurde, die ganz anders war als in meiner Vorstellung.
Ich konnte auch ohne diese Beschreibung eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, hätte mir aber etwas mehr Details gewünscht.

Bis zu dem Zeitpunkt an dem Killian Rachel und ihre beiden Töchter findet, bleibt das Buch einigermaßen schnell und actionreich. Doch ab diesem Punkt wird es leider voraussehbar und die Schnelligkeit geht verloren. Gegen Ende wurde es mir dann sogar langweilig, ich ahnte was noch folgen würde und genau so kam es dann auch. Das Ende an sich hat mich leider unbefriedigt zurückgelassen, was ich sehr schade fand.

Fazit
Ich bin etwas enttäuscht von dem Buch werde daher keine Kaufempfehlung aussprechen. Für einen Thriller einfach zu wenig Spannung und Action, auch die Vorhersehbarkeit fällt nicht gerade positiv auf.
Irland-Kenner könnten allerdings Gefallen an dem Buch finden, da wirklich viel auf das Land eingegangen wird.
Recht angenehm und einfach zu lesen, aber kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde.

Infos
“Ein letzter Job” von Adrian McKinty
Suhrkamp Verlag (16. April 2012)
Taschenbuch (397 Seiten)
ISBN-13: 978-3518463727

Vielen Dank an vorablesen.de und den Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Der ganz normale Internetflat-Wahnsinn?!

Ich habe heute mal ein ganz anderes, aber wie ich finde doch sehr interessantes Thema für euch.

Ihr seid gerade umgezogen, euer Anbieter hat klammheimlich die Preise erhöht oder ihr wollt einfach eine schnellere Leitung haben? Na dann kennt ihr das Problem des Preisdschungels im Bereich der Internetflats ja wahrscheinlich zur Genüge.

Hat man es dann doch irgendwie geschafft sich für einen Anbieter zu entscheiden, weil der Preis fast unschlagbar scheint, fällt einem das Sternchen oberhalb des Eurozeichens auf und schon muss man statt der angepriesenen 19,99€ noch 20€ obendrauf legen, um auch wirklich die Leistung zu erhalten, die man haben möchte.

Ihr seht schon…viele Anbieter, noch mehr Tarife und versteckte Kosten machen einem die Wahl des Internetflat-Anbieters sehr schwer. Genau das Gleiche gilt übrigens auch für Anbieter der mobilen Flatrates.

Seit bereits über einem Jahr bin ich stolze Besitzerin eines Smartphones und ich liebe dieses Gerät einfach. Allerdings habe ich noch keine Internetflatrate dafür.
Vor einiger Zeit wollte ich diesen Umstand ändern und machte mich auf die Suche nach günstigen Anbietern einer mobilen Flatrate. Und was soll ich sagen? Ich bin fast verzweifelt und habe irgendwann frustriert aufgegeben.

Mehr durch Zufall bin ich dann vor Kurzem auf eine Seite gestoßen, die recht günstige Tarife verschiedener Anbieter kurz und knackig auflistet, so dass man sich einen guten Überblick verschaffen und somit richtig gut vergleichen kann. Wer eine Internetflat sucht, sollte sich dort unbedingt einmal umschauen. Verglichen wird nach Datenumfang, Geschwindigkeit und Kündigungsfrist. Kein langes Suchen mehr auf verschiedenen Unterseiten, sondern alles auf einen Blick. Es könnte euch so einiges verzweifeltes Haareraufen ersparen.

Auf internetflat.org findet ihr übrigens auch ganz spannende News zu Aktionen verschiedener Anbieter und Informationen rund um Internet und DSL. Es lohnt sich wirklich einmal einen Blick auf die Seite zu werfen.

[Rezept] Gemüsepuffer an Rahmchampignons

GemüsepufferWer denkt, Gemüse sei nicht vielseitig, der probiere einfach mal dieses Rezept aus. Kartoffeln, Karotten und Zucchini geben sich hier die Hand und werden vereint durch eine köstliche Kombination von Knoblauch und Curry. Die Rahmchampignons sorgen zusammen mit den Karottenstreifen für den knackigen Unterbau. Los geht’s!

Zutaten

  • 2-3 Kartoffeln
  • 1 Zucchini
  • 3 Karotten
  • 3 EL Currypulver
  • 2 Knoblauchzehen
  • Braune Champignons
  • Ei-Ersatz (für zwei Eier)
  • Sojasahne
  • Sojasauce
  • Kräuter nach Geschmack (z.B. Majoran, Oregano, Basilikum)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Kartoffeln abwaschen, schälen und feinraspeln. Zwei der Karotten bei Bedarf schälen und feinraspeln. Zucchini waschen und… man glaubt es kaum: Feinraspeln. Aus dem Ei-Ersatz nach Anleitung das Äquivalent von zwei Eiern aufschlagen und zusammen mit dem Currypulver und den zerdrückten Knoblauchzehen unter das Gemüse mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und beiseite stellen.

Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Karotten in Streifen schneiden. und mit ein wenig Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Champignons dazugeben und solange anstarren, bis sie gut aussehen (zwischendurch umrühren hilft…). Mit Sojasahne (z.B. Soja Cuisine von Alpro) ablöschen und die Rahmchampignons mit Kräutern, Salz, Pfeffer und einem Schuss Sojasauce  abschmecken.

In einer zweiten Pfanne Olivenöl erhitzen und Gemüsemasse für zwei bis drei Puffer hineingeben, flach andrücken und braten, bis sie sich wenden lassen, ohne in ihre Bestandteile zu zerfallen (evtl. zweiten Pfannenwender zu Hilfe nehmen). Portionsweise die restlichen Gemüsepuffer zubereiten.

Auf den Tellern die Rahmchampignons geben und je nach Größe mit ein bis zwei Gemüsepuffern bedecken und sofort servieren.

Von Experten für Experten

In letzter Zeit experimentiere ich mit dem Thema Tiefenunschärfe. Da ich leider nicht über eine Kamera mit manueller Blende verfüge, bleibt mir nur die Möglichkeit des digitalen Fotolabors, a.k.a. Gimp. Smiley Wie man mit Gimp eine Tiefenunschärfe simuliert, stelle ich hier anhand des Fotos zu den Gemüsepuffern vor. Viel Spaß!

[Expertenwissen] Tiefenunschärfe aus dem digitalen Fotolabor

imageErst einmal kräftig durchatmen, denn jetzt geht es ins Eingemachte. Das Thema lautet: “Tiefenunschärfe”. Auf anderen Webseiten liest man dazu z.B.: “Gezielt mit Schärfentiefe zu arbeiten erfordert schon einige fotografische Übung.”. Ich sage: Das stimmt. Bedingt. Denn der ambitionierte Foodblogger kann auch erst einmal zu Gimp greifen (eine gute Nachricht für Besitzer von Kameras mit manueller Blende: Ihr braucht nicht weiterlesen Smiley ).

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[Rezension] Fuck It!: Loslassen – Entspannen – Glücklich sein von John C. Parkin

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“Der ultimative spirituelle Weg

Ohne Guru oder jahrelanges Meditieren: John C. Parkin präsentiert die schnellste Entspannungsübung, die man sich vorstellen kann. Es braucht nur zwei Worte, die, laut und voller Überzeugung gesprochen, zu Gelassenheit und innerer Freiheit führen: “Fuck it!” ist der perfekte Ausdruck der westlichen Welt, der alle fernöstlichen Weisheitslehren in sich vereint. Loslassen, Abstand gewinnen, akzeptieren, was ist, und entspannen. Kurz: “Fuck it!” ist kein Fluch, sondern eine Lebenseinstellung.
Die archaische und anarchische Kraft von “Fuck it!” hilft dabei, Abstand von den Dingen zu gewinnen, die uns belasten oder die wir uns nicht zutrauen. In all seiner Einfachheit, Klarheit und Effizienz ist es ein spiritueller Weg, der ohne Dogma, meditative Gesänge oder Räucherstäbchen auskommt – und nichtsdestotrotz von unserem täglichen Stress und von Ängsten und Druck befreit. John C. Parkins unkonventionelles Konzept zeigt, wie wir eine neue innere Haltung voller Ruhe und Ausgeglichenheit gewinnen, wenn wir aufhören, alles kontrollieren zu wollen, und lernen, loszulassen. Eine inspirierende Mischung aus Buddhismus und Rebellion, die direkt zu wahrer Freiheit führt.
Fernöstliche Weisheit für unseren Alltag, inspirierend und humorvoll.”

Heute wage ich mich an die Rezension eines Ratgeberbuchs. Absolutes Neuland für mich, und ich bin gespannt, wie es mir gelingt.
Betrachten wir zunächst das Cover.

Schlicht, aber ansprechend gestaltet und mit der deutlichen Aufforderung “Fuck It” sticht es ins Auge. Betrachtet man dann noch die Schattenfigur auf dem Cover, könnte es einem bereits das erste Schmunzeln entlocken. Zumindest ich musste, auch anhand des Klappentextes, über die Symbolik schmunzeln.

Meine Meinung
Ich lese nicht gerne Ratgeberbücher, da sie mir meistens zu dogmatisch sind und mit einer, mir fast unbegreiflichen Ernsthaftigkeit, versuchen einem weis zu machen, dass es nur diesen einen Weg gibt.
Nun bekam ich aber genau so ein Ratgeberbuch zum Geburtstag geschenkt und da ich tatsächlich ein Mensch bin, der sich schwer entspannen und loslassen kann, dachte ich, ich gebe diesem Buch eine Chance. Viel erwartet habe ich, um ehrlich zu sein nicht.

Als ich zu lesen begann, fiel mir zunächst auf, dass der Autor aus Erfahrung zu sprechen schien. Ein Pluspunkt für mich. Wer selbst Probleme hat(te) bzw. eine Krise überwinden konnte, der weiß wovon er spricht und genau dieses Gefühl übermittelte das Buch.

Humorvoll, doch manchmal konstruiert “witzig” führt uns Parkin durch die Welt des Fuck It – Ways. Nach einer kurzen Einleitung wieso und vor allem wie man dieses Buch lesen sollte (einfach Querbeet), erklärt der Autor warum es wichtig ist einfach mal “Fuck It!” zu sagen.
Für kleinere, eher unbedeutende, für mich aber dennoch wichtige Dinge empfand ich seine Ratschläge als hilfreich. Es hat nicht mein Leben verändert, aber ich mache mir nun tatsächlich nicht mehr so häufig und ewig lange Gedanken um belanglose Dinge.
Bei den großen, doch sehr bedeutungsvollen Dingen hatte ich eher das Gefühl, der Leser bräuchte einen Totalzusammenbruch, um die Ratschläge umzusetzen. Da ich zum Glück keinen Totalzusammenbruch hatte, kann ich nicht beurteilen, ob dieser Teil hilfreich ist oder nicht. Ich fand ihn etwas übertrieben. Es kam mir manchmal so vor, als würde Parkin wollen, dass wir Egoisten werden und nur noch an uns und niemanden sonst denken. Nicht sehr sympathisch.

Die beschriebenen Fuck It – Techniken (Loslassen, Entspannen, Annehmen, Unbeteiligtes Betrachten und Bewusstes Atmen) empfand ich wieder als sehr hilfreich und gut umzusetzen.

Der Autor geht in seinem Buch noch auf die Wirkung des Fuck It – Sagens ein und beschreibt diesen Weg in speziellen Lebenslagen. Hier hatte ich das Gefühl, dass er begonnen hat sich zu wiederholen. Das Muster bleibt gleich und in diesem Teil versteht man auch die Erklärung –wie- man das Buch lesen sollte. Sucht euch einfach, die für euch wichtigen Lebensbereiche heraus.

Fazit
Ein etwas anderes, humorvoll geschriebenes Ratgeberbuch, das man als “gut durchwachsen” bezeichnen kann. Neben weniger hilfreichen und schwer umsetzbaren Ratschlägen tummeln sich einige, doch recht einfach umsetzbaren Tipps und Techniken, die man ruhig einmal ausprobieren kann. Nur das Productplacement in eigener Sache, zum Schluss des Buches, hat mich doch gestört – schade.

Macht euch selber ein Bild vom Buch, wenn ihr wollt.

Skala 3 Stern

Infos
“Fuck It!: Loslassen – Entspannen – Glücklich sein” von John C. Parkin
Ariston (12. April 2010)
Paperback (256 Seiten)
ISBN-13: 978-3424200300
Preis: 16,95€

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[Rezension] MÉTO Das Haus von Yves Grevet

Cover/Aussehen

Méto Das Haus

Bei diesem Buch fallen ganz klar das Cover und vor allem der Buchschnitt auf. Im Comicstil gestaltet und mit dem prominenten Buchtitel sticht es natürlich hervor.
Der schwarze Buchschnitt passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt des Buches. 64 Jungen verstecken sich im Inneren und können nicht heraus schauen.


Inhalt

64 Jungen eingesperrt in einem Haus voller Geheimnisse. Ein durch und durch geplanter Tagesablauf bestimmt ihren Alltag. Kampftraining, skurrile Essensrituale, Gehorsam und Wettkämpfe bestimmen ihr Leben. Doch woher sie kommen, warum sie im Haus sind und was passiert, wenn sie zu alt werden, das weiß keiner von den Jungen.
Beinahe emotionslos folgen sie den Anweisungen der Cäsaren, den sogenannten Hausherren. Geben sich ohne eine eigene Meinung zu haben dem Geschehen hin, hinterfragen nichts und akzeptieren die völlig überzogenen Strafen ohne zu Murren.
Bis einer der Jungen anfängt Fragen zu stellen, die er nicht stellen darf, sich für Dinge zu interessieren, die ihn nicht interessieren dürfen.

Meine Meinung

Für einen Jugendroman sehr passend, beginnt die Geschichte ohne jegliches Vorgeplänkel. Der Leser ist mitten im Geschehen und wird in das Leben innerhalb des HAUSES eingeführt.
Bereits auf den ersten Seiten wird klar: Ein normales Leben führen diese 64 Jungen ganz bestimmt nicht. Aus der Sicht des Protagonisten Méto lernen wir schnell die skurrilen Gepflogenheiten und Rituale des Hauses kennen. Diejenigen mit schlechtem Namengedächtnis werden die vielen gleichklingenden Namen vermutlich verwirren. Aber lasst euch davon nicht stören. Die Namen wurden meiner Meinung nach bewusst so gewählt, um eine Gleichartigkeit der Charaktere zu schaffen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen der leicht abgehackten und emotionsarmen Sprache, die der Autor gewählt hat, hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Sie transportiert sehr gut die Stimmung, die im Haus herrscht. Irgendwie beklemmend und düster. Ständig habe ich mich gefragt wie man so nur leben kann und wieso keiner sich traut etwas dagegen zu unternehmen, bis doch endlich jemand den Mut dazu hatte zu rebellieren.

Mit seinen knapp 220 Seiten ist das Buch nicht gerade lang, bleibt dafür aber bis zur letzten Seite spannend. Wer sich Tiefe bei den Charaktere wünscht, der bekommt diese hier nicht. Da keiner der Jungen seine Vergangenheit kennt und die meisten ihre Emotionen sehr gut im Griff haben, kommt es selten zu emotional bewegenden Szenen. Mich hat es ehrlich gesagt nicht gestört, da ich die Zeichnung der Charaktere so passend zur Geschichte empfunden habe.

Kleines Manko und deswegen auch einen Stern weniger gibt es für das extrem offene Ende, das eigentlich mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet und die ewig lange Wartezeit bis zum zweiten Teil der Trilogie, der im Oktober 2012 erscheint.

Fazit

Méto Das Haus ist ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt und einen vor Augen führt wie gut wir es eigentlich in unserer, von uns selbst bestimmten Welt haben.
Von der Sprache etwas gewöhnungsbedürftig, aber durch und durch spannend kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der keine Probleme mit einem offenen Ende hat.

4 von 5 Sternen und damit eine Leseempfehlung von mir.

Infos
“MÉTO Das Haus” von Yves Grevet
Deutscher Taschenbuch Verlag (01. April 2012)
Gebundene Ausgabe (224 Seiten)
ISBN-13: 978-3423625142
Empfohlenes Alter: 12-14 Jahre

Vielen Dank an den Deutschen Taschenbuch Verlag und lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die Leserunde zum Buch, die echt interessant war.

Und gewonnen hat….

Welttag des Buches…das verrate ich euch natürlich noch nicht im ersten Satz. Zwinkerndes Smiley

Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die rege Teilnahme an unserem ersten Gewinnspiel bedanken!
Es hat wirklich Spaß gemacht all eure Beiträge zu lesen. Da wir von vornerein schon wussten, dass es uns schwer fallen wird aus all den schönen Antworten eine einzige herauszusuchen, haben wir random.org bemüht uns diese Entscheidung abzunehmen.

Von den 22 Kommentaren, die ihr geschrieben habt, sind 21 mit in den Lostopf gewandert. Ein Kommentar wurde leider zu spät abgegeben und hat es daher nicht mehr geschafft an der Verlosung teilzunehmen.

Ok, ich möchte euch nun nicht mehr länger auf die Folter spannen…*trommelwirbel*

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