[Trickkiste] Buchschnitte “entgilben”

Jeder Buchliebhaber wird es kennen…je älter ein Buch wird, desto mehr dunkelt der Buchschnitt nach bis er irgendwann vergilbt und nicht mehr schön aussieht.
Vor einiger Zeit hat mir eine Bekannte von einem kleinen, aber feinen Trick erzählt, den ich heute mit euch teilen möchte. Einige von euch werden ihn schon kennen, den anderen wünsche ich viel Spaß beim ersten Ausprobieren. Smiley

Das braucht ihr:Schirgelpapier

  • ein Buch mit nachgedunkeltem/vergilbten Buchschnitt
  • sehr feines Schmirgelpapier (z.B. 240er Körnung)
  • ein bisschen Armschmalz und Fingerspitzengefühl

 

Schnappt euch das Buch und ein handliches Stück des Schleifpapiers und macht euch ans Werk. Schmirgelt vorsichtig den Buchschnitt. Zu zimperlich müsst ihr nicht sein, also drückt ruhig ein wenig stärker. Vorsichtig solltet ihr nur mit den dickeren Cover- bzw. Rückseiten sein. Wenn ihr da zu doll schmirgelt sieht’s nicht mehr so schön aus. Also ruhig ins Buch reingreifen und mit der festhaltenden Hand diese beiden Seiten “abspreizen”, dann kommt ihr da gar nicht erst ran.

Ich musste diesen Trick natürlich auch ausprobieren und habe mir mal ein sehr stark nachgedunkeltes Buch geschnappt und drauf los geschmirgelt. Hier das Ergebnis:

Buch schmirgeln vorher-nachher

Um euch einen schönen Vorher-/Nachher-Effekt zu zeigen, habe ich nur den vorderen Teil bearbeitet und den hinteren mit einer Karteikarte abgedeckt.
Das Ergebnis hat mich wirklich beeindruckt. Der Buchschnitt sah nachher nicht nur viel besser aus, er fühlte sich sogar besser an, einfach glatter. Smiley

Wenn ihr noch Fragen habt, dann fragt ruhig drauf los. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Eure

Noch mehr Gewinnspiele rund ums Thema Bücher

Wer Gewinnspiele zum Thema Bücher genauso sehr mag wie ich, für den habe ich hier noch ein paar nette Gewinnspiele, an denen ihr teilnehmen könnt. Die Preise sind wie immer klasse.
________________________________________________________________________

Sarahs BücherweltSarah veranstaltet auf ihrem Blog (Sarahs Bücherwelt) zur Zeit ein 100-Leser-Gewinnspiel. Als sie das Gewinnspiel online gestellt hat, waren es 100 Leser, jetzt sind es bereits über 150. Glückwunsch dazu!
Zu gewinnen gibt es ein Wunschbuch im Wert von 15€. Also wenn das keinen Blick wert ist, weiß ich auch nicht. Die Teilnahmebedingungen findet ihr natürlich auf ihrem Blog. Teilnehmen könnt ihr noch bis zum 24. Juni.
__________________________________________________________Skys Buchrezensionen_______________

Sky’s Blog wird 1 Jahr alt und um dieses Ereignis zu feiern, veranstaltet er bereits sein sechstes Gewinnspiel dazu. Zu gewinnen gibt es noch bis zum 10.06.12 “Mein böses Herz” von Wulf Dorn. Schaut es euch an und macht mit.
_________________________________________________________________________

Bei MacBaylie könnt ihr zur Zeit eins von drei super tolle Bücher gewinnen, Anlass dazu sind die mittlerweile schon über 100 Leser, die Kerstins Blog schon hat. Zu gewinnen gibt es “Dark Canopy”, “Nybbas Blut” oder “Für immer der deine”. Mitmachen lohnt sich also. Das Gewinnspiel endet am 10.06.12.
_________________________________________________________________________

Grinsekatzes LeseeckeGriinsekatze hat auf ihrem Blog mittlerweile auch über 50 Leser und möchte diese mit einem Gewinnspiel für ihre Treue belohnen. Zu diesem Zwecke veranstaltet sie zur Zeit ein 50-Leser-Gewinnspiel bei dem es einen 15€ Gutschein von Amazon zu gewinnen gibt. Teilnehmen kann man noch bis zum 15.06. und die Teilnahmebedingungen gibt es wie immer auf dem Blog selber.

[Rezension] Blutsommer von Rainer Löffler

Blutsommer

Inhalt
Ein äußerst brutaler Serienmörder treibt in Köln sein Unwesen. Die Kölner Polizei kommt mit ihren altbewährten Methoden nicht weiter und fordert Martin Abel, eine Koryphäe im Bereich der Fallanalyse, an. Zu allem Überfluss muss Abel bei diesem besonders schwierigen Fall auch noch einen Neuling, Hannah Christ, mitschleppen und ihren Lehrer spielen. Eine Rolle, die dem rüpelhaften und verschlossenen Abel so gar nicht steht.

Während Abel den Fall analysiert und sich dabei mit jedem aus seinem Umfeld anlegt, mordet der “Herr der Puppen” ungeniert weiter. Grausam verstümmelte Leichen, denen die wichtigsten Organe, Körperteile und das gesamte Blut fehlen, geben den Ermittlern Rätsel auf. Wer ist der “Herr der Puppen”?

Meine Meinung
Blutsommer beginnt mit einem wirklich spannenden Prolog, bei dem ein Familienausflug in einer Katastrophe endet. Die jüngste Tochter der Familie Lerch stolpert ahnungslos in die bereits verwesen Überreste einer menschlichen Leiche. Der Prolog endet dramatisch, doch leider erfährt man als Leser nicht mehr wie es mit der Tochter weiter geht. Schade, da es mich persönlich schon interessiert hätte.

Nach dem Prolog treffen wir auch gleich schon auf unseren Protagonisten, Martin Abel. Eine kaputte Koryphäe, so wie ich ihn gerne bezeichne. Der beste in seinem Bereich, doch von seiner Arbeit aufgezehrt, tritt er seinen Mitmenschen arrogant, gefühlskalt und verschlossen gegenüber. Doch in ihm steckt mehr als es den Anschein hat.
Ihm zur Seite steht die noch unerfahrene, aber unglaublich ehrgeizige und taffe Hannah Christ.
Die beiden verbindet zunächst so etwas wie eine Hassliebe, die der ganzen Geschichte, meiner Meinung nach, einen gewissen Pepp verleiht. Ich musste nicht nur einmal schmunzeln beim Lesen der Dialoge und habe mich über diese Art von Beziehung gefreut, weil sie einfach mal anders war. Keine Protagonisten, die sich von Anfang an verstanden, als hätten sie schon seit Jahren zusammen gearbeitet und keine Liebesgeschichte…dachte ich. Leider, leider ist auch hier wieder eine Liebesgeschichte daraus entstanden, die eindeutig zu kitschig beschrieben worden ist. Dass sich eine so taffe junge Frau plötzlich in ein flauschiges Teeniehäschen verwandelt, fand ich nicht sehr authentisch und es hat mich ehrlich gesagt massiv gestört. Schade. Warum muss es nur in jedem Buch ein Liebespaar geben?

Die Handlung an sich empfand ich als spannend und interessant. Größere und kleinere Wendungen, der angenehm flüssige und leichte Schreibstil und die bildhafte Sprache machten es mir leicht in die Geschichte einzutauchen. An einigen Stellen beschreibt der Autor sehr bildhaft und detailliert, so dass ich mich schon etwas ekeln musste. Allzu schlimm habe ich es aber nicht empfunden, doch für zart besaitete Menschen könnte es etwas zu viel sein.

So sehr ich auch mit Abel und dem Rest mitgefiebert habe, konnten mich einige der Szenen nicht restlos überzeugen. Zu konstruiert und teilweise melodramatisch wirken beispielsweise Momente, in denen Leichenteile, wie durch Zufall, der rettenden Anker sind oder Abel bei den Verdächtigenbefragungen den richtigen Riecher hat, sich aber kurz vorm Ziel ablenken lässt.
Das war mir ein bisschen zu viel des Guten – ich denke auch ohne diese überzogen dramatischen Momente wäre der Leser vom Plot gefesselt gewesen.

Fazit
Blutsommer ist ein durchaus gelungenes Debüt mit Luft nach oben. Ein spannender Plot und interessante Charaktere lassen den Leser bis zum Ende mitfiebern.
Wer auf blutige Details steht, der kann ruhig einen Blick riskieren und seine Vorstellungskraft ankurbeln lassen. Ich bin gespannt wie Martin Abel und Rainer Löffler sich im zweiten Band dieser Serie schlagen.

Infos
“Blutsommer” von Rainer Löffler
rororo (1. Juni 2012)
Taschenbuch (496 Seiten)
ISBN-13: 978-3499257278

 

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag und vorablesen.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Gewinnspiele rund um Bücher

Gewinnspiele, ich mag Gewinnspiele und ich nehme gerne an einigen teil, besonders dann, wenn es Bücher zu gewinnen gibt.
In den letzten Tagen habe ich ein paar ganz tolle Gewinnspiele auf einigen Blogs gefunden und dachte, ich teile meine Entdeckungen mal mit euch. Vielleicht habt ihr ja auch Lust teilzunehmen.
__________________________________________________________________________

Das erste Gewinnspiel habe ich auf Nikkis Blog gefunden. Dort gibt es ein Exemplar von Hourglass von Mira McEntire zu gewinnen. Teilnehmen könnt ihr noch bis zum 04. Juni 12 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findet ihr auf ihrem Blog, den ich oben verlinkt habe.
__________________________________________________________________________

thacMS.blogspot.com Gewinnspiel

Das nächste Gewinnspiel gibt es bei Livi auf ihrem Blog.
Zu gewinnen gibt es drei Pakete bestehend aus jeweils einem Buch (Die Bestimmung oder Die Sterne leuchten immer noch) und ein paar netten anderen Kleinigkeiten. Eine wirklich süße Idee und tolle Gewinne. Vorbeischauen lohnt sich alle mal. Teilnehmen könnt ihr hier noch bis zum 16. Juni. Die Teilnahmebedingungen sind natürlich wieder auf Livis Blog zu finden.
__________________________________________________________________________

Butterblümchen Gewinnspiel

Es geht weiter bei Butterblümchens Bücherkiste. Butterblume verlost dort bis zum 08. Juni zwei ganz tolle Preise. Der erste Preis ist das Buch Finding Sky von Joss Stirling und der zweite Preis ein 15€ Gutschein von amazon. Also ran an die Tasten und teilnehmen. Ihr könnt es euch bestimmt schon denken….die Teilnahmebedingungen findet ihr auf ihrem Blog.
__________________________________________________________________________

Teriis Bücherblog

Weiter geht’s auf Terii’s Bücherblog. Sie veranstaltet gerade ihr allererstes Gewinnspiel und ein 10€ Gutschein von amazon wartet dort als Gewinn auf euch. Wer kann dazu schon Nein sagen?! Smiley Teilnehmen könnt ihr noch bis zum 05. Juni und mitmachen kann hier wirklich jeder.
__________________________________________________________________________

Und last but not least veranstaltet Mara auf ihrem Blog ein “Dankeschön-Gewinnspiel” für ihre Leser und die, die es noch werden wollen.
Gewinnen könnt ihr dort Bücher im Wert von 20€ und das tollste daran ist, dass ihr euch diese Bücher selber aussuchen könnt! Wenn das keinen Blick Wert ist.
Teilnehmen könnt ihr noch bis zum 16. Juni. Danach wird ausgelost.
__________________________________________________________________________

Das war’s mit den Gewinnspielen. Ich persönlich finde alle ganz toll und vielleicht findet ihr ja auch das ein oder andere, das euch gefällt. Ich wünsche euch viel Glück. Smiley

Eure

Augen auf beim Bücherverkauf

Es gibt einen Punkt, den viele beim Verkauf ihrer Bücher vollkommen außer Acht lassen: Zielgruppe und Emotionen. Begeisterung und Motivation. Historie und das richtige Timing.

Um es auf den Punkt zu bringen: Liebhaber zahlen auch für gebrauchte Bücher zu besonderen Anlässen aufgrund emotionaler Bindungen und/oder purer Nostalgie häufig deutlich höhere Preise, während der Markt sie allgemein als weitestgehend wertlos einstuft. Aber Wert lässt sich nun einmal nicht ausschließlich in Euro bemessen.

Aus aktuellem Anlass

Eine Suchanfrage bei rebuy.de ergab am 24.05.2012 folgendes Angebot:

image

Gleichzeitig wird das Buch bei Amazon ausschließlich gebraucht verkauft, wobei sich die Angebote sich zwischen – festhalten – 39,99 Euro und 77,77 Euro bewegen!

Wie kommt das?

Kuckucksei von Clifford Stoll

Die spannende Jagd, mit der Clifford Stoll 1986 einem deutschen Hacker auf die Spur kam, der militärische Geheimnisse an das KGB verriet, führt uns zurück in die frühen, wilden Pionierjahre des Internet.

Der Hacker, um den es hier geht, ist niemand anderer als Karl Koch. Spätestens seit dem Kinofilm 23 – nichts ist so wie es scheint von 1998 dürfte sein Name auch der heutigen Generation bekannt geworden sein. Karl Koch wurde vor allem durch den sogenannten KGB-Hack bekannt, bei dem Geheimnisse gehackter Computer an den KGB veräußert wurden.

Während der Film die Geschehnisse aus der Perspektive von Karl Koch wiedergibt, hat Clifford Stoll mit dem Buch Kuckucksei von der anderen Seite des großen Teiches aus seine eigenen Erlebnisse beschrieben, die mit einem Abrechnungsfehler von 75 Cent beginnen und der Festnahme von Karl Koch enden.

Drei Jahre danach, vor genau 23 Jahren, wurde die Leiche von dem damals 23 Jahre alten Karl Koch verbrannt in einem Waldstück aufgefunden. Bis heute sind die genauen Umstände ungeklärt; für Verschwörungstheoretiker bis heute ein gefundenes Fressen. Kurz vor seinem Tod hatte Koch angekündigt öffentlich auszupacken, doch dann kam alles anders.

stanOhne groß auf das Buch weiter einzugehen (dies ist keine Rezension; ansonsten gäbe ich ihm 5 von 5 Sternen und würde eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen), ist das ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Aktualität, Nostalgie, und Historie immer wieder Gründe dafür sein können, genauer hinzuschauen, bevor man ein Buch für 30 Cent an Stan, den wild gestikulierenden Gebrauchtbuchhändler verkauft.

Im übrigen habe ich ein recht gut erhaltenes Exemplar von Kuckucksei. Und das gebe ich garantiert nicht her. Auch nicht für 77,77 Euro. Zwinkerndes Smiley

[Rezension] Schnitt von Marc Raabe

9783548284354_cover

 

Titel: Schnitt
Autor: Marc Raabe
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2012
Format: Klappenbroschur (448 Seiten)
ISBN-13: 978-3548284354
Preis: 14,99€

zum Buch

 


Inhalt
Vor fast 30 Jahren ist ‘es’ passiert. Doch was genau ‘es’ ist, daran kann Gabriel sich nicht mehr erinnern. Aber er muss, um das Leben seiner schwangeren Freundin zu retten.

Gabriel Naumann erlebte als 11-Jähriger einen Albtraum, der ihm sein Leben zur Hölle gemacht hat. Aufenthalte in der Psychiatrie, zweifelhafte Behandlungsmethoden und Drogensucht gehörten zu seinem Alltag.
Trotzdem scheint es, dass er mittlerweile sein Leben wieder im Griff hat, bis der Albtraum von vorne beginnt. Seine schwangere Freundin Liz ist entführt worden und keiner glaubt ihm. Nach einem verzweifelten Hilferuf über Handy alarmiert Gabriel die Polizei, doch als diese am Ort des Geschehens eintrifft, findet sie nur die Leiche eines jungen Mannes, keine Spur von Liz. Die Polizei glaubt nicht, dass diese entführt wurde und macht Gabriel zum Hauptverdächtigen im Mordfall des jungen Mannes.
Zu allem Überfluss verlangt Liz’ Entführer, dass Gabriel sich an die Nacht vom 13. Oktober 1979 erinnert, um seine Freundin zu finden. Doch die Erinnerung will sich nicht einstellen…

Meine Meinung
Marc Raabes Erstlingswerk ist ein durchaus spannender Thriller. Nach einem aufwühlenden und packenden Prolog aus Gabriels Vergangenheit landet der Leser sofort mitten im Geschehen der Gegenwart. Der Prolog verrät aber keineswegs was vor 30 Jahren passiert ist, so dass wir als Leser auf dem gleichen Stand wie Gabriel sind. Zusammen mit ihm machen wir uns auf die Jagd nach seinen Erinnerungen und dem Entführer von Liz.

So rasant wie der Thriller beginnt, geht er leider nicht immer weiter. Einige Passagen waren mir zu stark mit Informationen ausgeschmückt, die eigentlich eher uninteressant für den Verlauf der Geschichte waren. Trotz dieser Passagen versteht Raabe es aber dennoch den Spannungsbogen zu halten und mit kurzen Kapiteln zu punkten.

Wir als Leser erleben die Geschichte aus der Perspektive Gabriels, Liz’ und teilweise auch aus der von Gabriels Bruder David. Der Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven lässt den Leser nie mehr wissen als die Protagonisten selber, was sehr zum Spannungsaufbau beiträgt.
Ich bin ein begeisterter Thriller-Leser und habe damit schon so einige Bücher aus diesem Genre gelesen. “Schnitt” hat es geschafft mich bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen. Die ein oder andere Ahnung keimte zwar auf, aber das große Ganze habe ich erst am Ende des Buches erfahren. Ein absoluter Pluspunkt, wobei ich sagen muss, dass das Ende etwas langgezogen war. Allerdings ist mir das lieber, als zu rasante und abrupt endende Bücher, bei denen ich das Gefühl bekomme, der Autor ist schon eine Woche über dem Abgabetermin.

Das “Psycho” in diesem Psychothriller kommt auch nicht zu kurz und der Leser kann sich auf skurrile Momente freuen, die teilweise aber auch sehr brutal und blutig sein können. Für Zartbesaitete könnten die sehr bildlich beschriebenen Szenen eventuell etwas zu viel sein. Mich haben sie nicht gestört.

Fazit
Marc Raabes Debütroman “Schnitt” ist ein insgesamt gelungenes Erstlingswerk, das ich gerne weiter empfehle. Die Geschichte ist spannend und die Charaktere interessant gezeichnet. Ein wenig Luft nach oben ist immer, aber ich bin mir sicher, dass ein zweites Werk durchaus noch mehr Thrill haben könnte.

4 von 5 Sternen von mir und damit eine Lese-Empfehlung.

Sauce Hollandaise… mal anders

Wer sich den Spaß mal gönnen möchte, werfe einfach mal einen Blick auf die Zutaten einer Sauce Hollandaise – wahlweise aus dem Tetrapack oder der Tüte. Von Geschmacksverstärkern (in Form von Mononatriumglutamat) über Aromen findet sich z.T. Abenteuerliches in etwas eigentlich ganz Einfachem wieder.

Spannend ist aber auch, dass entgegen der landläufigen Meinung das Eigelb im Originalrezept gar nicht enthalten war. Warum aber findet es sich heute in praktisch jedem Rezept wieder? Einfache Antwort: Aufgrund der Bindungseigenschaften. Denn letzten Endes ist eine Sauce Hollandaise auch nichts anderes als eine Emulsion aus Wasser und Fett (und davon eine ganze Menge).

Probieren wir also mal eine Alternative. Los geht’s.

Zutaten

  • 1-2 EL trockener Weißwein
  • Dieselbe Menge Weißwein- oder Estragonessig
  • Dieselbe Menge Wasser
  • 1/2 EL fein gehackte Schalotte
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4-5 grob zerstoßene Pfefferkörner
  • 250 g ALSAN Pflanzenmargarine
  • 3 EL Sojamehl
  • 6 EL Wasser
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Den Weißwein zusammen mit dem Essig, dem Wasser, der Schalotte, dem Lorbeerblatt und dem Pfeffer in einem kleinen Topf aufkochen und auf ca. 1/3 der ursprünglichen Menge einreduzieren. Danach durch ein feines Sieb passieren.

Die Margarine langsam in einem Topf zergehen lassen und währenddessen in einer Schüssel das Sojamehl mit dem Wasser gut vermischen und dann zügig die abgekühlte Reduktion unterrühren.

Die Sojamasse in einem Topf erwärmen und dann die Margarine unter die Masse ziehen. Dabei anfangs die flüssige Margarine tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl hinzufügen und zügig mit einem Schneebesen einrühren.

Tipp: Mit etwas Curcuma (nicht zu viel!) lässt sich die Sauce prima einfärben, wenn sie denn etwas gelber werden soll. Ein Kompromiss für das fehlende Eigelb.

Abschließend die Sauce mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Zitronensaft abschmecken.

Von Experten für Experten

Es wird bei einer Sauce Hollandaise häufig davon gesprochen, dass die Butter für das feine Aroma verantwortlich wäre. Da sie in der Tat nicht unerheblich für den Geschmack ist, empfiehlt sich wie oben angegeben z.B. ein Produkt von ALSAN, wenn die Sauce rein pflanzlich werden soll. Es handelt sich dabei um eine Margarine, die aber ein butterähnliches Aroma mitbringt und darüber hinaus  natürlich cholesterinfrei ist. Was aber umso wichtiger ist für den Geschmack einer guten Sauce Hollandaise, ist die Reduktion aus Weißwein (-essig), der Schalotte und dem Lorbeerblatt.

Die Bindung zwischen dem Fett und der Reduktion, die hauptsächlich aus Wasser besteht, lässt sich auch ohne Ei erreichen, wenn man möchte. In diesem Rezept wird daher Sojamehl benutzt. Sojamehl enthält das Sojalecithin; ein Emulgator ganz genauso wie das Lecithin im Eigelb.

Wie immer würde ich mich sehr über Feedback freuen. Habt ihr euch an das Rezept herangetraut? Habt ihr überhaupt schon Erfahrungen mit dem Kochen einer Sauce Hollandaise gemacht? Bekommt ihr gute Resultate hin ohne Butter und Ei?

Wozu esst ihr eine Sauce Hollandaise? Sie passt nicht nur zu Spargel…

Proficook ist Clatronic und der Service ist top!

“Clatronic? Ist das nicht dieser Hersteller billiger Küchengeräte?”

Ja. Ist er. Und auch ich war verblüfft, als ich festgestellt habe, dass die Marke ProfiCook ebenfalls von Clatronic stammt. Da versucht wohl jemand seinen Geräten einen neuen Stempel aufzudrücken: “Von Profis für Profis”. Smiley

WIe ich vor einem Monat schon berichtet habe, kann ich das in Hinsicht auf die Zitruspresse ZP 1018 voll und ganz bestätigen: Vom Edelstahlgehäuse über die automatische Start- /Stopp-Funktion bis hin zum leistungsstarken Motor kann das Gerät so sehr überzeugen, dass man es zurzeit sogar bei vielen Kochsendungen in der Statistenrolle bewundern kann.

Ich hätte ihr fünf Sterne gegeben. Wenn sie nicht diesen kleinen Mangel gehabt hätte: Bereits wenige Tage nach dem Kauf fing der Metall-Clip an zu rosten, der den Auslauf festhält. Dieser Clip ist auf eine Art im Kunststoff der Auffangschale versenkt, dass er beim Reinigen zwar mit Wasser in Kontakt kommt, es aber unmöglich wieder zu trocknen ist. Wenn das also rostet, läuft da was schief.

Da ich kein Freund davon bin, mich aufgrund von Produktmängeln laufend zu beschweren, ohne dem Hersteller die Möglichkeit der Nachbesserung zu geben, begab ich mich also auf die Website von ProfiCook, um den Support anzuschreiben.

ProfiCook – Clatronic – SLI24

Der Support wird über den Dienstleister SLI24 geleistet, an den ich von der ProfiCook Website automatisch verwiesen wurde. Hier durfte ich ein Formular ausfüllen, dabei das Gerät aus einer Liste auswählen und erklären, was denn defekt sei. Das Ergebnis war ein ausdruckbares PDF mit einem Paketaufkleber, der mich nichts kostete.

Komplett mit Anleitung und allem Zubehör gut verpackt konnte ich die Zitruspresse dadurch kostenlos an SLI24 schicken und gespannt den Service-Fall im Internet verfolgen. Wenige Tage später las ich im Kundenbereich, dass der Servicefall fertig bearbeitet sei. Einen Tag darauf bekam ich ein riesiges Paket mit einer niegelnagelneuen ProfiCook ZP-1018 Zitruspresse und einem freundlichen Begleitschreiben, in dem mir erklärt wurde, man hätte das Gerät nicht repariert, sondern mir stattdessen einfach eine neue geschickt, damit ich schneller wieder Zitrusfrüchte ihres Saftes berauben kann. Smiley

Fazit

Allein für die äußerst zügige Bearbeitung eines Servicefalles zu einem vergleichsweise günstigen Gerät und dabei eher geringerem Mangel, gibt es schon mal einen halben Stern dazu. Sollte sich herausstellen, dass der Clip an diesem Gerät nicht rostet, vergebe ich volle fünf Sterne. Dann wäre nämlich davon auszugehen, dass es sich um einen Produktionsfehler handelte und ihr somit beruhigt zugreifen könnt!

Ich bin gespannt. Ihr dürft es auch sein.

[Rezension] Ein letzter Job von Adrian McKinty

 

Ein letzter Job

Inhalt
Der in die Jahre gekommene Killian möchte seinem alten Leben als Auftragsverbrecher den Rücken kehren. Doch Schulden und ein vermeintlich einfacher und sehr lukrativer Job lassen ihn ein letztes Mal umdenken. Er soll für eine halbe Million Pfund die Ex-Frau eines reichen Unternehmers und deren zwei Kinder finden und zurückbringen. Der Job verspricht einfach und unblutig zu werden.
Doch wie sehr man sich irren kann, erlebt Killian nun am eigenen Leib. Verfolgt und verprügelt von einem Auftragskiller versteht er nun, dass es nicht nur um die Kinder gehen kann. Doch was genau steckt dahinter und wie kommt er aus der Sache wieder raus?

Meine Meinung
Actionreich, schnell und mit Tiefgang – so wurde der Thriller von Adrian McKinty beschrieben. Die Leseprobe vermittelte auch genau dieses Gefühl. Recht zügig bin ich in der Story angekommen und lernte den etwas anderen Protagonisten kennen. Wie bestimmt viele von euch, hatte auch ich ein Bild von Auftragsverbrechern im Kopf. Skrupellos, brutal und egoistisch. Killian ist anders. Ruhig, intelligent und ein wenig philosophisch erledigt er seine Aufträge ohne Blutvergießen. Trotz seiner Tätigkeit irgendwie sympathisch.

Auch der Schreibstil ist irgendwie anders, zumindest habe ich ihn so empfunden. Intelligent und mit Ausdrucksweisen, die ich noch nicht häufig gelesen oder gehört habe. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat, dann lässt es sich leicht und flüssig lesen.
Was mich persönlich allerdings gestört hat, waren die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mir leider zu häufig aufgefallen sind. Ich bin immer mal wieder darüber gestolpert, was den Lesefluss an diesen Stellen gestört hat. Sehr schade.
Auch bin ich leider immer wieder über die wirklich schwierigen irischen Städtenamen gefallen, die ich teilweise nicht einmal annähernd aussprechen konnte.

Einem Regionalkrimi ähnlich führt uns McKinty durch ganz Irland und lässt uns an der Landschaft und den Routen teilhaben. Für Irland-Kenner sicherlich eine Bereicherung und nett zu lesen. Doch mich, die sich überhaupt nicht in Irland auskennt, hat diese Beschreibung mehr verwirrt, als das sie mir geholfen hätte. Es nimmt außerdem eine Menge Raum im Buch ein, so dass diese Parts irgendwann langweilig wurden und ich sie mehr überflogen als gelesen habe.

So viel Zeit wie sich McKinty für die Beschreibung Irlands genommen hat, nimmt er sich auch für die Hintergründe der Charaktere, was ich sehr interessant fand. So habe ich auch etwas über die Pavee – ein irisches Travellervolk – erfahren, denen Killian als Kind und junger Erwachsener angehört hat.
Bei der äußerlichen Beschreibung der Charaktere spart er allerdings wieder erheblich, so dass ich mir keinen Charakter wirklich bildlich vorstellen konnte. Zwei Drittel des Buches hatte ich ein selbst geformtes Bild von Killian im Kopf, das ich dann kurz vor Ende komplett ändern musste, da in einem Nebensatz plötzlich seine Statur erwähnt wurde, die ganz anders war als in meiner Vorstellung.
Ich konnte auch ohne diese Beschreibung eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, hätte mir aber etwas mehr Details gewünscht.

Bis zu dem Zeitpunkt an dem Killian Rachel und ihre beiden Töchter findet, bleibt das Buch einigermaßen schnell und actionreich. Doch ab diesem Punkt wird es leider voraussehbar und die Schnelligkeit geht verloren. Gegen Ende wurde es mir dann sogar langweilig, ich ahnte was noch folgen würde und genau so kam es dann auch. Das Ende an sich hat mich leider unbefriedigt zurückgelassen, was ich sehr schade fand.

Fazit
Ich bin etwas enttäuscht von dem Buch werde daher keine Kaufempfehlung aussprechen. Für einen Thriller einfach zu wenig Spannung und Action, auch die Vorhersehbarkeit fällt nicht gerade positiv auf.
Irland-Kenner könnten allerdings Gefallen an dem Buch finden, da wirklich viel auf das Land eingegangen wird.
Recht angenehm und einfach zu lesen, aber kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde.

Infos
“Ein letzter Job” von Adrian McKinty
Suhrkamp Verlag (16. April 2012)
Taschenbuch (397 Seiten)
ISBN-13: 978-3518463727

Vielen Dank an vorablesen.de und den Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Der ganz normale Internetflat-Wahnsinn?!

Ich habe heute mal ein ganz anderes, aber wie ich finde doch sehr interessantes Thema für euch.

Ihr seid gerade umgezogen, euer Anbieter hat klammheimlich die Preise erhöht oder ihr wollt einfach eine schnellere Leitung haben? Na dann kennt ihr das Problem des Preisdschungels im Bereich der Internetflats ja wahrscheinlich zur Genüge.

Hat man es dann doch irgendwie geschafft sich für einen Anbieter zu entscheiden, weil der Preis fast unschlagbar scheint, fällt einem das Sternchen oberhalb des Eurozeichens auf und schon muss man statt der angepriesenen 19,99€ noch 20€ obendrauf legen, um auch wirklich die Leistung zu erhalten, die man haben möchte.

Ihr seht schon…viele Anbieter, noch mehr Tarife und versteckte Kosten machen einem die Wahl des Internetflat-Anbieters sehr schwer. Genau das Gleiche gilt übrigens auch für Anbieter der mobilen Flatrates.

Seit bereits über einem Jahr bin ich stolze Besitzerin eines Smartphones und ich liebe dieses Gerät einfach. Allerdings habe ich noch keine Internetflatrate dafür.
Vor einiger Zeit wollte ich diesen Umstand ändern und machte mich auf die Suche nach günstigen Anbietern einer mobilen Flatrate. Und was soll ich sagen? Ich bin fast verzweifelt und habe irgendwann frustriert aufgegeben.

Mehr durch Zufall bin ich dann vor Kurzem auf eine Seite gestoßen, die recht günstige Tarife verschiedener Anbieter kurz und knackig auflistet, so dass man sich einen guten Überblick verschaffen und somit richtig gut vergleichen kann. Wer eine Internetflat sucht, sollte sich dort unbedingt einmal umschauen. Verglichen wird nach Datenumfang, Geschwindigkeit und Kündigungsfrist. Kein langes Suchen mehr auf verschiedenen Unterseiten, sondern alles auf einen Blick. Es könnte euch so einiges verzweifeltes Haareraufen ersparen.

Auf internetflat.org findet ihr übrigens auch ganz spannende News zu Aktionen verschiedener Anbieter und Informationen rund um Internet und DSL. Es lohnt sich wirklich einmal einen Blick auf die Seite zu werfen.