[Lese-Rückblick] Januar 2019

Der erste Monat des Jahres 2019 ist schon wieder vorbei und ich könnte schon wieder Urlaub gebrauchen. Auf der Arbeit und auch hier bei uns zu Hause war unheimlich viel zu tun. Obwohl so viel zu tun war und meine Energiereserven sich im unteren Drittel befinden, habe ich erstaunlich viel gelesen – für meine Verhältnisse. Und eins kann ich euch jetzt schon verraten: es waren wirklich viele gute Bücher dabei!

To Keep You Safe


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[Kinderbuch-Rezension] Paulchen und Pieks–Heute übernachte ich bei dir! von Laura Bednarski

9783480234950
©Esslinger


Worum geht’s?

Fuchs Paulchen darf bei seinem allerbesten Freund Pieks, einem Igel, übernachten. Bei Familie Igel ist es ein bisschen wie zu Hause und doch ganz anders. Paulchen hat viel Spaß – beim Sternegucken und bei der wilden Kissenschlacht mit Pieks. Doch kurz vor dem Einschlafen hat Paulchen ganz dolles Heimweh – nur gut, dass Pieks allerhand Ideen hat, wie er seinem Freund helfen kann! (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Zweieinhalb Jahre ist Puschel nun schon auf dieser Welt und auch bei uns wird es bald Zeit für die allererste Übernachtung weg von zu Hause. Das ist für so einen kleinen Knirps eine wirklich große Sache – auch wenn die Übernachtungsgastgeber Oma und Opa sind und damit schon sehr bekannt.
Woanders ist es halt einfach nicht wie zu Hause. Es riecht anders, es sieht anders aus, das Essen schmeckt anders und das Bett fühlt sich ganz anders an. So viele neue Dinge. Da darf etwas Bekanntes von Zuhause natürlich nicht fehlen. Aber auch wenn das Lieblingskuscheltier mit ist, fühlt es sich doch nicht so an wie bei Mama und Papa.

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[Neuerscheinungen] Februar 2019–Teil 1

[Anzeige]*

Die Beiträge zum Thema Neuerscheinungen sind in letzter Zeit leider doch etwas kurz geraten. Diese Beiträge sind sehr zeitintensiv und was mir schon seit geraumer Zeit fehlt, ist – genau! – Zeit. Mir fehlt es allerdings in den Neuerscheinungen und Vorschauen der Verlage zu stöbern und möchte mir in Zukunft zumindest vornehmen wieder häufiger über interessant klingende Neuerscheinungen in allen möglichen Genres zu berichten.
Fangen wir also mal mit dem ersten Teil aus dem Februar an.

Viel Spaß beim Stöbern!

Wie üblich gelangt ihr durch ein Klick auf das Cover zur jeweiligen Verlagsseite für mehr Informationen zu dem vorgestellten Buch.

*Da ich die Verlagsseiten verlinke, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich bekomme allerdings weder Geld noch kostenlose Bücher für diesen Beitrag. Ich möchte euch lediglich ein paar interessant klingende Bücher vorstellen.


Die Dynastie der Maschinen
©Knaur

erscheint am 01. Februar 2019 // 14,99€

Sie wissen alles, sie beherrschen alles – und sie sterben nicht. Sie sind die »Avtomat«, uralte menschenartige Roboter. Seit Jahrtausenden leben sie unerkannt unter uns. Doch ihre Zeit läuft ab: Sollte es ihnen nicht gelingen, eine neue Energiequelle zu finden, droht ihnen der Untergang. Noch dazu sind die beiden mächtigsten Avtomat in einen Machtkampf verstrickt. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June: Beim Versuch, etwas über die Herkunft eines mysteriösen Artefakts herauszufinden, macht June eine ebenso sensationelle wie tödliche Entdeckung …

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[Rezension] 00:01 von Constantin Gillies

Cover_00-01
©CSW-Verlag


Worum geht’s?

„Den ‘Kultautor’ sollte man wahrlich nur wohldosiert verweden, aber auf Constantin Gillies trifft er definitiv zu.“ (Oliver Uschmann, Chefredakteur „Galore“

Computerforensiker Schröder ist unten angekommen: bei der Firma rausgeflogen und von seiner Freundin Harriet abserviert. Doch ein Mord ändert plötzlich alles: Ein Mann wird am Flughafen mit einem chemischen Kampfstoff vergiftet. Einziges Beweisstück ist seine Digitaluhr, ein Modell aus den Achtzigern. Ermittlerin Harriet, die auf den Fall angesetzt wird, bittet Schröder, das Relikt zu untersuchen. Der wittert schon seine zweite Chance bei ihr und sagt zu. Doch plötzlich läuft alles aus dem Ruder: Hacker greifen Harriets Computer an, Schröders Nachbar wird zusammengeschlagen, sein Kumpel Leines verschwindet spurlos. Die IT-Profis sind selbst ins Visier der Attentäter geraten. Und ihre Zeit läuft ab: 00:10, 00:09 … (Quelle) [Anzeige]

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[Rezension] Jeder von uns ist ein Rätsel von A.J. Steiger

9783646929829©Carlsen Verlag


Worum geht’s?

Andere Menschen zu verstehen ist für Alvie eine Herausforderung. Ihr Lieblingsbuch ist die Kaninchensaga »Unten am Fluss« und richtig wohl fühlt sie sich nur in ihrem Job im Zoo, bei den Tieren. Doch als sie Stanley kennenlernt, ist alles anders: Er interessiert sich nicht nur für Quantenphysik wie sie, sondern ist auch unendlich geduldig. Aber auch Stanley fällt es schwer, sich zu öffnen. Und es ist ein langer, zum Teil sehr komischer, manchmal trauriger und wunderschöner Weg, der sie am Ende zusammenbringt – zu so etwas Ähnlichem wie Glück. (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Ich liebe ja Geschichten, die anders sind. Die nicht dem gängigen Standard – in diesem Fall einer Liebesgeschichte – entsprechen und bei denen auch noch eine Botschaft rüberkommt. “Jeder von uns ist ein Rätsel” ist genau so ein Buch und ich verrate nicht zu viel, wenn ich euch jetzt schon sage, dass ich das Buch geliebt habe.

Wie der Klappentext schon vermuten lässt ist Alvie eine Autistin, sie hat das Asperger Syndrom, um genau zu sein. Die Kommunikation und soziale Interaktion mit anderen Menschen stellt sie Tag ein, tag aus vor große Herausforderungen und doch ist sie bereits mit ihren 17 Jahren seit fast einem Jahr auf sich gestellt. Sie wohnt alleine und geht einem Vollzeitjob im Zoo nach. Jede Woche kommt ein Sozialarbeiter zu ihr, der sie unterstützen soll, denn noch steht sie unter staatlicher Vormundschaft.
Mit Veränderungen in ihrem Tagesablauf kommt Alvie nur schwer zurecht und daher muss sie die Tatsache auch erst einmal verarbeiten, dass eines Tages ein junger Mann (Stanley) zu ‘ihrer’ festen Uhrzeit, auf ‘ihrer’ Bank, in ‘ihrem’ Park sitzt. Und das nicht nur ein Mal, sondern Tag für Tag wieder.
Die beiden kommen sich auf ihre ganz eigene Art und Weise näher und eine ganz wunderbare, etwas traurige, aber wunderschöne Liebesgeschichte entsteht zwischen den beiden.

Alvie und Stanley sind “anders” – sie entsprechen nicht dem Standard, den die Gesellschaft als “normal” definiert. Ich liebe “anders”. Ich bin selber anders und würde der Standarddefinition auch nicht entsprechen und es auch nicht wollen. Dennoch haben sowohl Alvie als auch Stanley regelmäßig mit ihrer Umwelt zu kämpfen. Alvie mit ihrem Asperger noch viel mehr als Stanley. Was für ein Päckchen Stanley zu tragen hat, das verrate ich euch nicht, das müsst ihr schon selber herausfinden.
Alvie fällt in Gesellschaft mit anderen Menschen immer auf, das war schon in jungen Jahren in der Schule so. Sie kann Gesichtsausdrücke nur schwer deuten, denkt logisch und rational und weniger emotional, kann bestimmte Gerüche und Geräusche nur schwer aushalten und mag nicht angefasst werden. Am liebsten arbeitet sie mit Tieren, den deren Verhalten folgt einem logischen, biologischen Rhythmus – anders als es bei Menschen ist.

Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Ich mochte es kaum noch zur Seite legen. Die Geschichte ist mir so ans Herz gegangen – Alvie und Stanley sind mir ans Herz gegangen. Zwei ganz wunderbare Charaktere, die von der Autorin auch großartig herausgearbeitet wurden.
Ich selber habe nur über das Asperger-Syndrom gelesen und es noch nicht “live” erlebt, doch Alvie kam mir in ihrem ganzen Verhalten sehr authentisch vor. So eine tolle Persönlichkeit, die mit Unfassbarem zu kämpfen hat und hatte und es dennoch schafft so stark zu bleiben.
Das Gleiche auch bei Stanley. Auch ihn finde ich ganz großartig – es sollte definitiv viel mehr Menschen geben, die so sind wie er! Beide zusammen zu erleben war gleichzeitig wunderschön und aufwühlend. Sie standen sich nicht nur einmal selber im Weg zu ihrem Glück.

Der Schreibstil der Autorin ließ mich vollkommen im Buch und in der Welt von Alvie und Stanley versinken. Wenn ich gelesen habe, war ich bei den beiden vor Ort – habe mitgelitten und mit gefiebert.

Empfohlen wird das Buch ab 14 und dem stimme ich auch zu. Die Thematik ist nicht ganz simpel und auch emotional darf der Leser einiges einstecken. Außerdem denke ich, dass sich das Buch sehr gut als Schullektüre eignet.

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[Rezension] To Keep You Safe: Warum wir leben von Judit Müller

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©Verlag A Tree & A Valley


Worum geht’s?

„Hopes kleine Finger flattern in meiner Hand wie die Flügel eines Kolibris, und ich halte sie noch fester, als wir an den ersten toten Körpern vorbeikommen. So viele Tote – und niemand da, der sie begräbt.“

Aschgrau, fahlgrau, grau-grau. Innerhalb weniger Wochen ist die Welt eine andere geworden. Mit nichts als ein paar Lebensmitteln und einer verzweifelten Hoffnung im Gepäck macht sich die 17-jährige Judy mit ihren beiden jüngeren Geschwistern auf eine Reise durch das von Naturkatastrophen zerstörte Land. Weg von den Beben, weg von dem Schmerz des Vergangenen. Ein Ziel haben sie nicht. Nach einem traumatischen Zwischenfall treffen sie auf den 21- jährigen Raphael, der sich um den jungen Joe kümmert – und die ebenso verloren sind wie sie selbst. Schnell stellt die Gruppe fest, dass sie gemeinsam besser dran sind. Alles, was sie haben, ist ihr bedingungsloser Zusammenhalt, das Versprechen, niemals aufzugeben, und den Beginn einer zarten Liebe in aussichtslosen Zeiten. (Quelle) [Anzeige]

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[Kurz gesagt…] Mädchendurst von Timo Leibig

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Der erste Fall für Leonore Goldmann und Walter Brandner.
Kurz vor den Sommerferien verschwindet eine Schulklasse bei einem Ausflug: acht Mädchen samt ihrer Klassenlehrerin.
Der Fall landet beim Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner. Walter meint, einen Zusammenhang mit einem früheren Fall zu erkennen: Vor vielen Jahren verschwanden nacheinander sechs Mädchen in einem ähnlichen Alter, immer während der Sommerferien. Sie alle tauchten nie wieder auf.
Haben die beiden es mit demselben Täter zu tun? Was hat er vor? Und warum erhalten die Eltern keine Lösegeldforderung?
Leonore und Walter bleiben nur Vermutungen, Ängste und eine grausige Gewissheit: Bei Kindesentführungen sterben die meisten Kinder innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunden … (Quelle) [Anzeige]

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[Neu im Bücherregal] Von Fantasy bis Sachbuch–alles dabei

Und schon wieder ist es eine Weile her, dass ich euch meine letzten Neuzugänge präsentiert habe. Aber nun gut, jetzt ist es wieder soweit und auch hier auf dem Blog gibt es ein paar meiner neusten Schätze, die mein Bücherregal nun schmücken.


Annabelle und die unglaubliche Reise

Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-London von Karen Foxlee

Das Buch habe ich von meinem Mann geschenkt bekommen. Er fand, dass es ein bisschen nach Harry Potter klang und da ich Harry Potte, Magie und London liebe, dachte er, könnte das das perfekte Buch für mich sein. Es ist noch ungelesen, doch ich bin wirklich gespannt auf den Inhalt.

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[Rezension] The future is female! Was Frauen über Feminismus denken herausgegeben von Scarlett Curtis

9783442159826_Cover©Goldmann Verlag


Worum geht’s?

Die Welt, in der Frauen heute leben, ist trotz #MeToo und immer größer werdenden öffentlichen Protesten gegen die Geschlechterungleichheit noch immer massiv vom Gender Pay Gap, der Sehnsucht nach dem perfekten Bikinibody und Mansplaining definiert. »The future is female! Was Frauen über Feminismus denken« ist das Buch für Mädchen und Frauen, die sich mit diesem ungenießbaren Cocktail nicht länger zufriedengeben wollen, eine einzigartige und vielstimmige Textsammlung. Frauen von der Hollywood-Ikone bis zur Teenie-Aktivistin erzählen darin ihre ganz persönliche Geschichte; alle Geschichten zusammengenommen entwickeln eine Kraft, die die alte Welt aus den Angeln heben kann und dem F-Wort einen ganz neuen Glanz verleiht. Der Feminismus von heute definiert sich über das Dafür und Miteinander und nicht ewig gestrig über das Dagegen, er ist eine unwiderstehliche Notwendigkeit – und jede Einzelne von uns gehört dazu! (Quelle) [Anzeige]


Meine Meinung zum Buch

Ich bin tatsächlich bereits so alt, dass meine letzten bewussten Erfahrungen bzw. Erinnerungen mit dem Thema Feminismus noch von männerhassenden, achselrasurverweigernden und BH-schwingenden Frauen geprägt ist. Das ist zwar jetzt doch ein wenig klischeebehaftet, aber genauso habe ich sehr lange Zeit über Feminismus bzw. Feministinnen gedacht.
Ich war schon immer für Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit und die Abschaffung von Diskriminierung. Für mich war das aber mein “Normalzustand” und ich wäre nie auf den Gedanken gekommen mich deswegen “Feministin” zu nennen. Nein – Feministinnen waren für mich Frauen, die Männern grundsätzlich eher feindselig gegenüberstanden; sich weigerten, sich die Beine und Achseln zu rasieren; und jede Frau, die sich mit Make Up im Gesicht wohler fühlte, zu verurteilen und als Gegnerin des Feminismus hinzustellen. So jemand wollte ich nicht sein, so jemand war ich nicht.
Ich mag rosa und pink, ich trage Eyeliner und Mascara und ich rasiere mich, weil ich mich damit wohler fühle und doch bin ich eine Feministin. – Das weiß ich, seitdem ich dieses Buch hier gelesen habe.

The future is female! hat meinen Blickwinkel auf das Thema Feminismus modernisiert, ja fast schon grundlegend geändert. Wir leben zwar im 21. Jahrhundert und doch ist Feminismus wichtiger und aktueller denn je. Denn wir leben immer noch in einer Welt voller Sexismus, geschlechtlicher Diskriminierung und veraltetem Geschlechterrollenmodell.

The future is female!  beinhaltet jede Menge Texte von engagierten Frauen. Frauen, die bereits seit Jahrzehnten wissen, dass sie Feministinnen sind und Frauen, die sich selbst erst seit Kurzem darüber im Klaren sind. Eine wirklich bunte Mischung.
Einige Texte sind traurig, andere wiederum äußerst unterhaltsam. Es gibt Texte voller Emotionen, die wirklich aus jeder einzelnen Zeile dem Leser entgegen springen. Und auf der Gegenseite Texte, die eher sachlich und weniger emotional daherkommen.
Einige der Essays haben mich wirklich tief berührt und ich lasse sie jeden in meinem Umfeld lesen, der nicht bei drei vor mir und meinem Buch geflüchtet ist. Diese Essays halte ich für unglaublich wichtig und ich finde, jeder sollte sie gelesen haben.

Auf der anderen Seite habe ich auch Essays gelesen, die mir nicht so sehr gefallen haben, aber das ist alles Geschmackssache. Ich denke, in diesem Buch wird für jeden etwas dabei sein, der sich für das Thema Feminismus interessiert.

Ich habe sehr gerne immer mal wieder in dem Buch gestöbert und die vielzähligen und vielfältigen Texte der einzelnen Frauen gelesen. Es war ein sehr interessantes und auch lehrreiches Buch für mich, das ich gerne weiterempfehlen kann und auch möchte.

Fazit

Eine bunte Mischung von Essays zum Thema Feminismus, das meine Ansicht dazu grundlegend modernisiert hat. Meiner Meinung nach ein Buch, das von jedem gelesen werden kann und sollte – von Frauen sowie auch von Männern.

Ich vergebe sehr gerne gute 4 von 5 Sternen.


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Titel: The future is female! Was Frauen über Feminismus denken
Originaltitel: Feminists don’t wear pink and other lies
Reihe: /
Autor*in: herausgegeben von Scarlett Curtis
Übersetzer*innen: Antje Althans, Katrin Harlaß, Elke Link, Kristin Lohmann, Johanna Ott, Sophie Zeitz
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2018
Format: Paperback, Klappenbroschur (416 Seiten)
Empfohlenes Alter: /
ISBN: 978-3-442-15982-6
Preis: 12,00€