[Ankündigung] Die Adventszeit beginnt

Bald ist es wieder soweit. Der Dezember steht vor der Tür und mit ihm die hoffentlich besinnliche Adventszeit. Kerzen erleuchten die Zimmer, Lichter überall und leckerer Zimt- oder Plätzchenduft liegt in der Luft. *träum*
Unsere Vorweihnachtszeit ist leider nicht immer ganz so besinnlich, da bei uns am ersten Dezemberwochenende eine Backmarathon beginnt. Mein Mann und ich verschenken schon seit Jahren Tonnen an Keksen an all unsere Verwandten und Freunde. Es ist zwar etwas stressig, macht aber viel Spaß und es ist schön zu sehen, wie sich alle über die Kekse freuen. Smiley

Zur Adventszeit gehört meiner Meinung nach auch ein Adventskalender und das nicht nur für die Kinder zu Hause. Ich mit meinen 28 Jahren habe auch immer noch einen Zuhause und freue mich jeden Tag darauf ein Türchen öffnen zu können.

Susanne und Mella haben sich überlegt euch allen da draußen ebenfalls eine Freude zu machen und haben sich dafür die Aktion “24 Türchen” ausgedacht.

24 Türchen

Bis zum 24. Dezember öffnet sich jeden Tag auf einem, manchmal auch auf zwei Blogs ein Türchen. Hinter jedem Türchen werden euch weihnachtliche Überraschungen erwarten. Gedichte, Bastelideen, Rezepte, … und natürlich auch Gewinne. Smiley 
Die Möglichkeiten was euch hinter einem Türchen erwartet sind groß, daher seid gespannt und seid gleich vom ersten Tag an dabei.

Jeden Tag wird es auf den verschiedenen Blogs jeweils eine einfach zu lösende Frage geben. Insgesamt gilt es 24 Fragen zu beantworten. Was genau ihr tun müsst, was es zu gewinnen gibt und an wen ihr eure Antworten schicken müsst – das findet ihr alles bei Susanne und Mella. Zu gewinnen gibt es u.a. einen Kindle! Lasst euch das nicht entgehen.

15 fünfzehn

Bei uns könnt ihr am 15. Dezember vorbeischauen, denn dann sind wir an der Reihe. Was wir euch präsentieren, haben wir uns schon lange überlegt und hoffen natürlich, dass es euch gefallen wird. Smiley

Wir wünschen euch eine schöne und besinnliche Adventszeit.

Eure
Aer1th

[Rezension] …und der Preis ist dein Leben I von C.M. Singer

Und der Preis ist dein Leben I

Titel: …und der Preis ist dein Leben – Mächtiger als der Tod (Bd. 1)
Autor: C.M. Singer
Verlag: AAVAA Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Format: Taschenbuch (319 Seiten)
ISBN-13: 978-3845900209
Preis: 11,95€

zum Buch

Inhalt
Elizabeth ist Reporterin beim “London Star”, einer Boulevardzeitung. Nicht das, was sie sich von einer erfolgreichen und seriösen Karriere als Journalistin versprochen hat, aber immerhin bezahlt der Job ihre Miete – zumindest fast.
Als sie von ihrem Chef darauf angesetzt wird Hintergrundinformationen zu den mysteriösen Teenagermorden zu sammeln, die im Moment die Londoner Polizei beschäftigen, begegnet sie Detective Daniel Mason.
Das erste Zusammentreffen hätte schlechter nicht laufen können, doch Elizabeth lässt sich nicht so leicht beirren. Als sie Daniel wenig später “rein zufällig” erneut trifft, muss sie  feststellen, dass sie mehr Interesse an ihm, als an arbeitsbedingten Informationen hat. Ihre gemeinsame Nacht im Pub endet jedoch tragisch – auf dem Weg nach Hause wird Daniel brutal vor ihren Augen ermordet.
Elizabeth glaubte nie an die Liebe auf den ersten Blick und schon gar nicht an Geister, doch als sie feststellt, dass Daniel immer noch da ist und sie ihn als einzige wahrnehmen kann, ändert sich ihre Meinung schlagartig.
Gemeinsam mit Daniels ehemaligem Partner Tony machen sie sich auf die Suche nach den Mördern. Wer steckt hinter den Teenagermorden? Warum musste auch Daniel sterben? Und ganz wichtig…kann die Liebe zwischen Liz und Danny bestehen?

Meine Meinung
Liz und Danny – ein Liebespaar wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Ein Geist und eine quicklebendige Frau – wie ist das möglich und kann das überhaupt gut gehen?
Dieser Thematik nimmt sich die Autorin C.M. Singer an und schafft um die beiden Charaktere eine Geschichte, die es in sich hat.
Krimi, Romance und Paranormales treffen hier aufeinander. Eine Mischung, die mir ziemlich gut gefallen hat.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir der Krimi- und der Paranormale-Teil hier am meisten zugesagt hat. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich nicht so der Romantik-Fan bin und daher eher selten Liebesgeschichten lese.
Die Geschichte um Liz und Danny hat es aber auch mir angetan. Die romantischen Szenen habe ich weder als zu kitschig oder zu stark ausgeprägt empfunden, sondern als passend gewählt und schön beschrieben. Die beiden sind wirklich ein sympathisches Paar, das es einem leicht macht, ihnen ihr Glück zu gönnen und sich mit ihnen zu freuen, aber auch mit ihnen zu leiden, wenn das Universum es gerade nicht so gut mit ihnen meint.
Die beiden sind einfach ein so süßes und ungewöhnliches Paar, das man gern haben muss. Besonders gefallen haben mir die teilweise sehr ironischen Dialoge der beiden. Witzig und angenehm zu lesen.

…und der Preis ist dein Leben I lässt sich schön flüssig und einfach lesen. Die im Text vorkommenden Fehler fallen zwar mal mehr, mal weniger stark auf, tun der einnehmenden Geschichte aber meiner Meinung nach keinen Abbruch.
Da ich die erste Auflage des Buches besitze, weiß ich nicht, ob die Fehler in den folgenden Auflagen behoben wurden, würde dem Verlag dies allerdings ans Herz legen, sollte es nicht bereits geschehen sein.

Humor, eine Prise Ironie, sympathische Charaktere und gut recherchiertes Hintergrundwissen zum Paranormalen, machen dieses Buch für mich lesenswert. Die Autorin schafft es Spannung, Romantik und Paranormales so zu verknüpfen, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, ein Aspekt würde zu kurz kommen. Lässt sich der Leser auf diese interessante Genremischung ein, erwarten ihn einige tolle Lesestunden, in denen er zusammen mit Liz und Danny träumen, aber auch das Geheimnis um die Teenagermorde und Dannys Tod lösen kann.

Da dieses Buch der erste Teil einer Trilogie ist, endet es recht offen. Liz, Danny und Tony sind den Tätern zwar näher gekommen, doch gelöst ist der Fall noch lange nicht. Das Buch endet zwar nicht abrupt, dennoch hinterlässt es ein Gefühl, dass es auch schlicht und einfach nur ein Kapitelende sein könnte. Ihr solltet den nächsten Band also griffbereit haben. Ich zumindest möchte sehr gerne wissen wie es weiter geht.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte über die Verarbeitung des Taschenbuches verlieren. Sterneabzug gibt es dafür nicht, aber Erwähnung sollte es dennoch finden.
Das Taschenbuch ist ziemlich unhandlich und schlecht verarbeitet. Ich als Buchliebhaberin knicke ungern den Buchrücken eines Buches, um unschöne Leserillen zu vermeiden. Ohne es zu knicken lässt es sich aber nur ganz schwer öffnen und beim Lesen hatte ich nicht nur einmal Schmerzen in meinen Fingern, da ich viel Kraft aufwenden musste, um es offen zu halten. Diese Kraftaufwendung hat auch dazu geführt, dass mir der Buchrücken unten eingerissen ist.
Leider sieht das Buch nach dem Lesen wirklich schlecht aus, so dass ich es nicht mehr gerne in mein Regal stellen mag. Teile der Beschichtung haben sich hochgerollt oder sind ganz abgeblättert. Ich hätte mir hier einfach eine bessere Verarbeitung gewünscht.
Da ich den zweiten Teil auch gerne lesen möchte, werde ich auf das eBook zurückgreifen, da die oben beschriebenen Probleme hierbei wohl nicht auftreten werden.

Fazit
Mit …und der Preis ist dein Leben – Mächtiger als der Tod ist C.M. Singer ein interessantes und lesenswertes Debüt gelungen. Der Genremix macht das Buch für mich zu etwas Besonderem und besitzt das Potenzial eine recht breite Zielgruppe anzusprechen.
Mit 4 von 5 Sternen gibt es von mir eine Lese- und Kaufempfehlung.

Skala 4 Stern

[Neu im Bücherregal] Die Edelstein Trilogie…

… von Kerstin Gier ist nun auch endlich bei mir eingezogen und zwar ganz hübsch im Schuber. Smiley
In der letzten Zeit haben wieder ein paar Bücher den Weg zu mir gefunden, was hauptsächlich daran lag, dass mein Mann und ich noch einen 50€ Gutschein von letztem Jahr Weihnachten hier rumfliegen hatten und es endlich geschafft haben diesen an den Mann zu bringen.

Ansonsten plane ich dem Blog ein neues Design zu verpassen, aber wann das endlich der Fall sein wird, kann ich leider noch nicht sagen. Ich werden die “Umbauarbeiten” allerdings mit einem extra Blog-Post ankündigen, damit ihr euch nicht wundern müsst, wenn es hier ein wenig wild aussieht.

Aber hier endlich unsere Neuzugänge – um zu einer Inhaltsangabe zu gelangen, klickt einfach auf die roten Links.

Neuzugänge KW 45

Wind von Stephen King
Da wir die gesamte “Dunkle Turm – Reihe” bereits unser eigen nennen, musste natürlich auch Wind bei uns einziehen. Leider passt es optisch nicht zu den anderen Büchern, aber der Inhalt zählt ja. Zwinkerndes Smiley

Edelstein Trilogie von Kerstin Gier
So viele Leute haben mir von dieser Reihe vorgeschwärmt, so dass ich sie mir jetzt auch endlich zugelegt habe. Ich bin schon ganz gespannt auf die Bücher und hoffe, dass sie mir auch so gut gefallen werden.

Neva von Sara Grant
Auf dieses Buch bin ich vor einiger Zeit durch eine interessante Rezension gestoßen und habe es mir nun ertauscht.

…und der Preis ist dein Leben – Mächtiger als der Tod von C.M. Singer
Eine interessante Genremischung und zahlreiche gute Rezensionen haben mich schon vor einiger Zeit auf dieses Buch neugierig gemacht. Jetzt liegt es hier als Rezensionsexemplar und ist bereits gelesen. Die Rezi zu dem Buch wird in den nächsten Tagen online gehen.

Eure
Aer1th

[Rezension] Wir beide, irgendwann von Jay Asher und Carolyn Mackler

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Titel: Wir beide, irgendwann
Autor: Jay Asher, Carolyn Mackler
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27. August 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (400 Seiten)
ISBN-13: 978-3570161517
Preis: 17,99€
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

zum Buch

 

Inhalt

Das Jahr 1996 – das Internet steckt in seinen Kinderschuhen und Facebook existiert noch gar nicht. In diesem Jahr bekommt Emma ihren allerersten Computer geschenkt. Zusammen mit ihrem besten Freund Josh beginnen beide das Internet zu erkunden und stoßen durch Zufall auf Emmas Facebook-Seite – 15 Jahre in der Zukunft.
Emmas Leben mit 31 Jahren sieht auf den ersten Blick nicht gerade rosig aus. Unglücklich verheiratet und arbeitslos. Josh hingegen ist mit dem hübschesten Mädchen der Highschool verheiratet, arbeitet in seinem Traumjob und hat Kinder.
Emma ist mit ihrer Zukunft nicht einverstanden und beginnt ihren zukünftigen Ehemann zu suchen, nur um ein Treffen mit ihm zu verhindern. Als ihr dies gelingt, beginnt sie immer häufiger Änderungen bewusst herbeizuführen, um sich ihre “Traumzukunft” zu basteln. Dabei verändert sie jedoch nicht nur ihre eigene Zukunft und das hat Folgen.

Meine Meinung
Als Kind des Internets bin ich mit Computern und Modems quasi groß geworden. Auch die Welt der Social Media ist mir nicht unbekannt und dennoch gehöre ich zu den wenigen Menschen, die kein eigenes Facebook-Konto besitzen. Dennoch hat mich die Geschichte um Emma und Josh irgendwie gereizt als ich zum ersten Mal davon gehört habe.
Wie wäre es, wenn ich einen Blick in meine Zukunft werfen könnte? Würde ich das wirklich wollen? Möchte ich wissen wie sehr meine jetzigen Entscheidungen meine Zukunft beeinflussen?
Ein spannendes Thema wie ich finde, aus dem die Autoren richtig viel hätten machen können.

Emma und Josh sind Durchschnittsteenager mit einem ganz normalen Leben auf einer amerikanischen Highschool. Mit normalen Problemen und normalen Freunden.
Beide sind sympathische Charaktere, wobei Emma zeitweise auch ganz schön unsympathisch beschrieben wird, sich dann aber wieder fängt.
Diese Durchschnittlichkeit mag den Identifikationscharakter des Lesern zu den Protagonisten zwar erhöhen, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass die Geschichte viel zu wenig Pepp hat.
Es wird viel aus dem Leben der Teenager berichtet, das für jüngere Leser vermutlich sehr viel mehr Reiz hat als für den erwachsenen Leser, ließ mich aber immer wieder ungeduldig auf mehr Spannung und inhaltlichen Bezug zum Zukunftsaspekt des Buches hoffen – leider vergeblich.

Emma und Josh berichten abwechselnd über ihre Erlebnisse, so dass die Erzählperspektive kapitelweise zwischen den beiden hin und her wechselt. Die Idee das Buch so aufzubauen finde ich interessant, allerdings sorgte dieser Wechsel bei mir dazu, dass ich mich erst einmal einlesen musste.
Der Schreibstil an sich ist einfach und flüssig zu lesen. Für die anvisierte Zielgruppe, meiner Meinung nach, genau richtig. Es ist ein Buch, das sich schnell nebenher lesen lässt. Der geübte Leser wird es vermutlich auch an einem Wochenende auslesen können.

Fazit
Wir beide, irgendwann ist für mich eindeutig ein Buch für jüngere Leser, daher kann ich der Altersempfehlung von 12 Jahren nur zustimmen. Mir selber hat es zwar auch Spaß gemacht, doch musste ich feststellen, dass mich eine andere Herangehensweise an das Thema viel mehr gereizt hätten.
Weniger Längen und ein stärkerer Fokus auf den Zukunftsaspekt mit den daraus resultierenden Folgen hätte ich schlicht und einfach besser gefunden.
Als Teenager hätte dieses Buch von mir vermutlich eine bessere Bewertung erhalten und so gebe ich ihm als erwachsene Leserin 3,5 von 5 Sternen.

Skala 3,5 Stern

[Rezension] Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch

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Titel: Die Flüsse von London
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Format: Taschenbuch (480 Seiten)
ISBN-13: 978-3423213417
Preis: 9,95€

zum Buch

 

 

Inhalt
Der frischgebackene Police Constable Peter Grant muss erneut einer undankbaren Tätigkeit nachgehen. Er hat den Auftrag, mitten in der Nacht einen Tatort zu bewachen, an dem ein Mord geschehen ist.
Die Nacht scheint nicht vorüber gehen zu wollen, bis ihn plötzlich eine merkwürdige Gestalt anspricht. Diese behauptet, den Mord genau beobachtet zu haben…das einzige Problem daran – der Zeuge ist ein Geist.
Am nächsten Morgen – immer noch nicht sicher, ob er letzte Nacht nicht doch geträumt hat – bangt Peter der Entscheidung entgegen, die über seine Zukunft bei der Londoner Polizei entscheiden soll. Er selber sieht sich schon als Schreibtischhengst vor einem riesigen Stapel Akten sitzen. Doch erneut kommt es anders als er denkt.
Nach mehreren Jahrzehnten solle Peter der neue Zauberlehrling von Inspector Nightingale werden – selber Zauberer und Leiter einer Spezialeinheit bei der Londoner Polizei.
Zunächst sehr skeptisch sagt Peter zu und gerät dadurch in die Aufklärung mehrerer Mordfälle, wie er sie noch nie zuvor erlebt hat.

Meine Meinung
Mit Die Flüsse von London habe ich es scheinbar wieder geschafft nach einem Buch zu greifen, das ich wirklich schwer zu beurteilen finde.
Eins lässt sich aber ganz klar sagen – dieses Buch ist anders und es ist definitiv ein Buch für Erwachsene. Es finden sich keine Orks, die gegen Zwerge kämpfen und auch keine Feen oder Hexen, die vielleicht niedlich aussehen und Gutes tun, in diesem Buch.

Ein Geist treibt sein Unwesen und mordet auf seine eigene Art und Weise. Dabei wird vor aufplatzenden Gesichtern und auch vor einem toten Säugling nicht Halt gemacht. Aber wir treffen auch auf Zauberer, Vampire und Flussgötter. Insgesamt ein gut gemischtes Potpourri an Fantasy-Geschöpfen. Das alles gepaart mit einer ordentlichen Portion britischem Humor, der zugleich schwarz und trocken ist und der herrlich “normalen” Welt im Londoner Hier und Jetzt.

Das Buch ist skurril, stellenweise wirklich lustig und auf seine eigene Art und Weise interessant. Allerdings könnte es durchaus etwas mehr Spannung bieten und weniger verwirrend daher kommen.
Es ist kein Buch, dass man mal eben schnell nebenher lesen kann. Der Schreibstil ist zwar angenehm flüssig und leicht zu lesen, doch muss man der Geschichte genügend Aufmerksamkeit widmen, um den verschiedenen Handlungssträngen gut folgen zu können. Häufig werden nur Andeutungen gemacht, die zu einem späteren Zeitpunkt erneut relevant werden.

Leider schaffte der Autor es auch nicht alle Handlungsstränge zu meiner Zufriedenheit zusammen zu führen. Teilweise kam es mir so vor, als würden zwei Stränge parallel laufen, die eigentliche keine Berührungspunkte miteinander haben. Zum einen die Aufklärung der Mordserie und zum anderen die Streitigkeiten zwischen Themsegott und Themsegöttin. Für mich zu konstruiert, wurden dann doch kleine Berührungspunkte geschaffen, um der Geschichte mehr Sinn einzuhauchen. Dies machte das Gesamtbild leider ziemlich verwirrend und nicht immer schlüssig.

Fazit
Ein durchaus interessantes Buch, das eine Menge Potenzial bietet. Wer Lust auf einen etwas anderen Fantasy-Roman hat, der sollte es ruhig mit Die Flüsse von London versuchen. Nehmt euch Zeit für das Buch, wappnet euch gegen den britischen Humor und geht ohne Erwartungen heran.
Insgesamt ein durchschnittliches Buch, mit einer guten und für mich neuen Idee, das mich allerdings nicht so richtig überzeugen konnte. Dem zweiten Band möchte ich dennoch eine Chance geben.

Skala 3 Stern

[Neu im Bücherregal] Mal zusammengefasst

Hallo ihr Lieben,
wie bereits im letzten Post geschrieben, hänge ich mit meinen [Neu im Bücherregal]-Posts hinterher. Daher werde ich heute einfach mal zwei zusammenfassen und euch so mit ein paar mehr Büchern überschwemmen. Smiley

Neuzugänge KW 43

Die Flüsse von London – Ben Aaronovitch
Ich habe die Stadtbücherei neu für mich entdeckt und konnte wirklich nur gaaanz schwer mit lediglich zwei Büchern unterm Arm nach Hause gehen. Am liebsten hätte ich viel mehr mitgenommen, aber man muss ja realistisch bleiben. Zu Hause warten ja auch über 200 ungelesene Bücher. *hust*
Der einzige Zeuge eines Mordes ist ein Geist…doch Geister gibt es gar nicht, oder doch? Peter Grant ist der neuste Zauberlehrling der Londoner Polizei. Schwarzer, britischer Humor, Fantasy und Flussgeister machen dieses Buch aus.

Arkadien erwacht – Kai Meyer
Wie man sieht, auch aus der Bücherei. Ich habe schon so viel Gutes von Kai Meyer gehört, dass ich es jetzt auch unbedingt mal mit einem seiner Bücher versuchen möchte. Ich bin gespannt wie es mir gefällt.
Mafia-Clans, eine vom Schicksal gebeutelte Protagonistin, die zurück in ihr Heimatland Sizilien flüchtet und eine Liebe, die nicht sein darf – alles gepaart mit Fantasy.

Das Alphabethaus – Jussi Adler Olsen
Dieses Buch habe ich mir von einer Arbeitskollegin ausgeliehen. Sie war begeistert davon, auch wenn sie meinte, die hätte sich erst einige Seiten lang einlesen müssen. Mal schauen, was ich dazu sage.
Zweiter Weltkrieg, Experimente mit psychisch kranken Menschen und zwei britische Piloten mittendrin, die zwischen Nazis ums Überleben kämpfen müssen.

Jake Djones und die Hüter der Zeit – Damian Dibben
Diesen tollen Abenteuerroman habe ich bei Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen. Gelesen ist er bereits und mir hat er richtig viel Spaß gemacht. Wer Interesse an der Rezi hat, klickt bitte hier.
Jake Djones, ein Teenager, der bis dato glaubte, er sei ein ganz normaler Junge, erfährt, dass seine Eltern verschwunden sind – im 18. Jahrhundert verschollen. Zusammen mit einem Team von Geschichtshütern macht er sich auf seine Eltern zu retten und erlebt so einige Abenteuer.


Neuzugänge KW 44

Der Junge, der Träume schenkte – Luca Di Fulvio
Dieses Buch habe ich mir ertauscht. Es klang ganz interessant, auch wenn es eigentlich nicht so ganz in mein Beuteschema passt.
1909 – Geflüchtet aus der Armut möchte Natales Mutter ihrem Sohn ein besseres Leben in Amerika ermöglichen und stößt auf Elend, Kriminalität und noch mehr Armut. Mit viel Durchsetzungskraft und einem einzigartigen Charme verzaubert Natale seine Mitmenschen.

Elfenmagie von Sabrina Qunaj
Auch dieses Buch habe ich mir ertauscht, nachdem ich fast ausschließlich nur begeisterte Stimmen dazu gehört habe. Ich kann euch sagen, dass ich nicht schlecht gestaunt habe, als ich es aus dem Luftpolsterumschlag befreit habe…meine Güte ist das ein dicker Schinken. Smiley
Eine Fehde zwischen Licht- und Dunkelelfen, das Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich der Elfen wieder vereinen, doch die Dunkelelfen verstecken Vanora. Im Reich der Menschen wächst sie nichtsahnend auf, bis ihr Schicksal sie einholt.

Wir beide, irgendwann – Jay Asher und Carolyn Mackler
Noch als Wanderbuch bei mir, aber bald wieder auf dem Weg zum nächsten Leser.
1996 – das Internet steckt noch in seinen Kinderschuhen und Facebook gibt es noch gar nicht. Emma bekommt ihren ersten Computer und beim ersten Erkunden des Internets, zusammen mit ihrem Freund Josh, stößt sie auf Facebook – 15 Jahre in der Zukunft. Unglücklich verheiratet und arbeitslos prophezeit ihr Facebook. Joshs Zukunft hingegen ist rosig. Emma macht sich daran ihre Zukunft zu ändern…mit Folgen.

Die Verratenen – Ursula Poznanski
Dieses wirklich tolle Buch habe ich für eine Leserunde bei Lies & Lausch gewonnen. Mein erstes Buch von Ursula Poznanski und ich bin echt begeistert. Hier geht’s zur Rezension
Eine erneute Eiszeit brachte den ewigen Winter, die Gesellschaft spaltete sich in privilegierte Sphärenbewohner und Außenbewohner, die Prims (Primitiven). Von den eigenen Leuten verraten entgehen sechs der vielversprechendsten Studenten knapp einem Attentat und müssen nun in der “Wildnis” überleben. Gejagt von den Menschen, denen sie einst vertraut haben.

Eure
Aer1th

[Rezension] Die Verratenen von Ursula Poznanski

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Titel: Die Verratenen (Bd. 1)
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (464 Seiten)
ISBN-13: 978-3785575468
Preis: 18,95€

zum Buch

 

Inhalt
Privilegiert und mit Aussicht auf eine sehr erfolgreiche Zukunft, lebt Ria innerhalb einer Sphäre und studiert dort an der angesehensten Universität im gesamten Sphärenbund.
Das Leben außerhalb der Sphären ist schwierig und mit vielen Entbehrungen verbunden, da nach der “Langen Nacht” immer noch ewiger Winter herrscht.
Als Elitestudentin wird Ria darauf vorbereitet, in naher Zukunft einen bedeutenden Posten zu übernehmen. Ihr fehlt es an nichts. Wärme, regelmäßige Mahlzeiten und eine gute medizinische Versorgung gehören zu ihrem Leben.
Eines Tages jedoch bekommt sie ein Gespräch mit, das nicht für ihre Ohren gedacht war und ihr gesamtes Leben verändert. Sie und fünf andere Studenten werden des Verrats bezichtigt und sollen möglichst schnell und unauffällig beseitigt werden. Sie müssen sterben – ohne Verhandlung und ohne erkennbaren Grund.
Durch das Gespräch vorgewarnt entgehen die sechs Studenten einem Attentat und müssen in die feindselige Welt außerhalb der Sphären flüchten.

Meine Meinung
Die Verratenen ist mein erstes Buch von Ursula Poznanski. Ich habe bis jetzt zwar immer nur Gutes über ihre Bücher gehört, konnte mich aber erst jetzt davon überzeugen.

In letzter Zeit sind mir zunehmend häufig Bücher untergekommen, die entweder vor Klischees und Kitsch nur so trieften oder teilweise wirklich naive, ja fast schon dumme Protagonisten beherbergten. Im schlimmsten Fall war es eine Mischung aus beidem.
Die Verratenen ist so schön anders. Keine Klischees, kein Kitsch und endlich wieder intelligente Charaktere, die keinen Helden-Komplex haben. Vielen Dank Frau Poznanski!

Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr leicht. Der packende, wirklich angenehm flüssige Schreibstil ließ die Seiten nur so an mir vorbeirauschen.
Rias Welt – geprägt von Perfektionismus, Manipulation und ewiger Konkurrenz – wird dem Leser Kapitel um Kapitel näher gebracht. Stückchenweise werden Informationen zum herrschenden System innerhalb und außerhalb des Sphärenbundes und zu den Charakteren an sich eingestreut. So erfährt der Leser beispielsweise genug über das Leben und die Ausbildung der Studenten und welches Ziel der Sphärenbund offiziell verfolgt, ohne dass die gestreuten Informationen zu Lasten des Spannungsbogens gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch das Leben der Bewohner außerhalb der Sphären beleuchtet, das im Großen und Ganzen zwar durch Entbehrungen, aber auch durch Freiheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Ich persönlich hätte mir ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht. So habe ich zwar durch subtile Andeutungen erfahren, dass die “Lange Nacht” eine erneute Eiszeit heraufbeschworen hat, die das Leben im Freien unwirtlich gemacht hat, aber wie es zu dieser Katastrophe kam und welche Umstände danach dazu geführt haben, dass die Welt so ist wie sie ist, wird leider nicht erwähnt.
Da es sich hier aber um einen Jugendroman handelt, dessen Zielgruppe die jüngeren Leser umfasst, finde ich die gewählte Menge an Informationen ausreichend und damit passend. Nichts wird künstlich in die Länge gezogen oder seitenlang umschrieben. Die gezeichnete Welt hat mich nur einfach so sehr interessiert, dass ich gerne mehr darüber erfahren hätte. Aber vielleicht kommt das noch in den Folgebänden.

Neben dem gut durchdachten und durchaus realistischen Zukunftsszenario, punktet Ursula Poznanski auch mit ihre Charakteren. Jeder einzelne ist authentisch und individuell ausgearbeitet. Genau wie die beschriebene Umgebung konnte ich mir die Charaktere bildlich vorstellen. Die einzelnen Stärken und auch Schwächen wurden meiner Meinung nach gut herausgearbeitet.
Ria, unsere Protagonistin aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird, ist wirklich eine angenehm “unnervige” Person. Intelligent und ihr Können um verbale und nonverbale Kommunikation nutzend, meistert Ria fast alle Situationen ohne weinerlich oder heldenhaft zu wirken. Zunächst erscheint sie fast zu perfekt, doch die Fehler, die sie macht, machen sie einfach zu einer sympathischen Protagonistin.

 Fazit
Mit Die Verratenen ist Poznanski eine intelligente und gut durchdachte Dystopie gelungen. Ein rundum gelungener Auftakt zu einer Trilogie, die verspricht richtig spannend und interessant zu werden. Der erste Teil hat mich auf jeden Fall überzeugt und auch wenn das Ende keinen wirklich fiesen Cliffhanger hat, reicht es aus, um die Wartezeit auf den zweiten Band fast unerträglich zu machen. Smiley
Wer ein Bedürfnis nach intelligenten Charakteren, einem nahezu klischee- und kitschfreien Buch hat, der sollte zu dieser Dystopie greifen. Eine absolute Leseempfehlung von mir, auch für erwachsene Leser.

Skala 5 Stern

Vielen Dank an das Team von Lies & Lausch für die tolle Leserunde zum Buch und an den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

[Lese-Rückblick] Oktober 2012

Mein Lesemonat Oktober ist mit seinen fünf Büchern mal wieder recht überschaubar. Ich frage mich wirklich, wie es einige schaffen zehn Bücher oder mehr zu lesen. Zwar schaffe ich es so nicht, dass mein SuB sinkt, aber naja…man kann nicht alles haben.
Ich halte mein Buchkaufverbot ja auch (fast) ein, aber ich kann nichts dafür, wenn Wanderbücher kommen, ich mir Bücher ausleihe oder mal einen Gutschein geschenkt bekomme (passiert aber auch nur zum Geburtstag und zu Weihnachten). Zwinkerndes Smiley

Gelesen

Monatsstatistik

gelesen: 5 Bücher
neu hinzugekommen: 12 Bücher

SuB Anfang Oktober: 208
SuB Ende Oktober: 216

Top des Monats

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Flop des Monats
Einen richtigen Flop gab es auch diesen Monat nicht. Die restlichen Bücher waren zwar etwas durchwachsen, aber nicht schlecht. Ich habe sie gerne und mit Interesse gelesen.

Das war’s auch schon für den Oktober- ich bin gespannt was der November so bringt.
Was ist mit euch? Wie viel und was habt ihr gelesen?
Immer her mit euren Kommentaren, ich bin ja auch neugierig. Smiley mit geöffnetem Mund

Eure
Aer1th

[Neu im Bücherregal] Ich hänge hinterher…

Hallo ihr Lieben,
ihr werdet euch vielleicht ein wenig wundern, warum ihr unter meinen Neuzugängen Bücher findet, die ich bereits hier auf dem Blog rezensiert habe… Das liegt daran, dass ich ziemlich lange überlegt habe, ob ich die [Neu im Bücheregal] – Posts überhaupt noch schreiben soll, nach dem ganzen Hickhack, was das Copyright von Covern und Klappentexten betrifft.
Ich persönlich mag diese Art von Posts unglaublich gerne und bin immer gespannt, was andere so an neuen Büchern anschleppen, daher habe ich mich dazu entschlossen auch meine Beiträge dazu weiterzuführen. Sie werden ein wenig anders aussehen, als ihr sie kennt und ich werde auch keine Klappentexte mehr veröffentlichen, aber ich hoffe, ihr habt dennoch Freude an meinen Neuzugängen. Smiley

Neuzugänge KW 43

Die Judas Verschwörung von Adam Blake
Dieses Buch hat sich mein Mann von meiner Wunschliste ausgesucht. Ich suchte damals ein neues Buch, dass ich mir durch Dshini erfüllen wollte und er hat sich eben für dieses entschieden, da ihn die Thematik auch interessiert.
Nachrichten schreibende Tote, ein rätselhafter Todesfall und eine mysteriöse Sekte – klingt vielversprechend.

Stirb Ewig von Peter James
Stirb Ewig habe ich auch über Dshini erhalten, allerdings habe ich es mir über den Marketplace dort “gekauft”. Mitglieder können dort verschiedene Dinge einstellen und verkaufen, bezahlt wird mit der virtuellen Währung Dshins, die man dazu benötigt sich dort Wünsche zu erfüllen.
Lebendig vergraben in einem Sarg und alle die wissen wo Michael Harrison vergraben liegt, sind tot – ein Wettlauf mit der Zeit.

Dancing Jax – Auftakt von Robin Jarvis
Aufmerksam wurde ich auf Dancing Jax durch eine Leserunde bei Lies & Lausch. Das Buch klingt super interessant und da kam mir mein Büchergutschein, den ich zum Geburtstag erhalten habe sehr recht und so konnte es doch noch bei mir einziehen.
Ein Buch, das Besitz von seinen Lesern ergreift und diese zu Charakteren des Buches macht – wie weit wird es gehen?

Dark Inside von Jeyn Roberts
Zwar musste ich ein wenig draufzahlen, aber auch Dark Inside durfte im Rahmen meines Gutscheins bei mir einziehen. Ich finde, ich habe dadurch mein Buchkaufverbot nicht gebrochen…ging ja nicht anders. Zwinkerndes Smiley
Vier Jugendliche, eine postapokalyptische Welt, in der jeder um sein Überleben kämpft und keinem trauen kann. Zerstörung, Verwüstung und eine dunkle Kraft, die jeden in eine Bestie verwandeln kann.

Spiegelkind von Alina Bronsky
Spiegelkind war als Wanderbuch bei mir. Mittlerweile ist es schon lange wieder auf Wanderschaft und andere Menschen erfreuen sich an diesem Buch. Ein etwas verwirrendes, aber interessantes Buch. Meine Rezi findet ihr hier.
Eine Gesellschaft mit Konfliktpotential, eine angepasste Elite und eine gefährliche Suche nach einer Mutter, die sich als gefürchtete und verachtete Phee entpuppt. Hier ist nichts, wie es sein sollte…

Eure
Aer1th

[Rezension] Spiegelkind von Alina Bronsky

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Titel: Spiegelkind (Bd. 1)
Autor: Alina Bronsky
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2012
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (304 Seiten)
ISBN-13: 978-3401067988
Preis: 14,99€

zum Buch

 

Inhalt
Die 15-jährige Juliane (Juli) Rettemi lebt in einer Gesellschaft, in der es nur noch zwei Schichten gibt. Die Normalen – immer angepasst, möglichst darauf bedacht nicht aufzufallen und sich an alle Regeln zu halten und privilegiert – bilden die obere Schicht, zu der auch Juli gehört. Die Freaks mit ihren bunten Haaren, der auffälligen Kleidung und dem lockeren Lebensstil gehören zu der unteren Schicht und werden von den Normalen möglichst gemieden.
Als Julis Mutter plötzlich spurlos verschwindet, gerät ihr behütetes Leben aus den Fugen. Als Pheentochter beschimpft, begibt sich Juli auf die Suche nach ihrer Mutter und der Bedeutung des Begriffes “Phee”. Eine Phee war für Juli immer eine liebenswerte Märchengestalt mit schimmernden Flügeln, doch als sie sich in ihrer Umgebung nach eben diesen Geschöpfen erkundigt, stößt sie nur auf Angst und Verschwiegenheit. Keiner möchte ihr helfen.
In Ksü, einem freakig aussehenden Mädchen, das zur Verwunderung aller neu an Julis exklusiver Schule ist, findet Juli ihre erste Verbündete. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche.

Meine Meinung
Spiegelkind finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich schwierig zu bewerten und auch zu rezensieren. Auf der einen Seite hat mir das Buch gut gefallen und ich möchte gerne die Fortsetzung lesen. Auf der anderen Seite bin ich etwas verwirrt und mit vielen unbeantworteten Fragen zurückgeblieben. Während des Lesens spiegelten sich wohl auch des Öfteren Fragezeichen auf meinem Gesicht wider, besonders am Anfang der Geschichte.
Ganz zu Beginn musste ich mir als Leser ziemlich viele Informationen selber erarbeiten und das hat seine Zeit gedauert. Ich wusste nicht zu welcher Zeit die Geschichte spielte, wo sie spielte und was mich erwarten würde. Insgesamt waren es einfach zu wenig Informationen, um mich richtig ins Buch einfühlen zu können. Teilweise schwebte ich ein wenig über der Geschichte, ohne richtig Teil dieser zu sein.
Und auch jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl mir fehlen immer noch wichtige Informationen, die aber nie gestreut wurden und ich sie so auch nicht erhalten konnte. Ich hoffe Band 2 verrät ein wenig mehr, da ich es nicht so schön finde, ewig im Dunkeln zu tappen.

Trotz des Gefühls nicht alles richtig packen zu können, hat mich das Buch dann doch irgendwann abgeholt und mich in seine Welt gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit den Pheen auf sich hat und Julis und Ksüs Welt näher kennenlernen. Die Welt, die Alina Bronsky hier geschaffen hat, ähnelt in Teilen leider stark der Gesellschaft, wie wir sie zur Zeit kennen. Ich denke, dass genau diese Gedankengänge mich so fasziniert und mich deswegen an die Geschichte gebunden haben. Viele Verhaltensweisen, beispielsweise nur auf sich selbst zu achten und anderen nicht zu helfen, kamen mir doch sehr bekannt vor. Diskriminierung und Manipulation sind für uns leider auch keine Fremdworte und genau das behandelt Bronsky unter anderem in ihrem Jugendroman.
Diese Mischung aus realitätsnaher Dystopie und Fantasy hat mich einfach interessiert.

Spiegelkind hat laut Verlag eine Altersempfehlung ab 12 Jahren und ich denke, die passt ganz gut. Der einfache, durch die kurzen Sätze, etwas abgehackte, aber dennoch flüssige Schreibstil passt prima zu dieser Altersgruppe.
Auch ich als erwachsene Person hatte Spaß mit dem Buch. Es schafft es zwar nicht auf die Liste meiner Lieblingsbücher, hat aber durchaus Potenzial für einen weiteren interessanten und gesellschaftskritischen Roman.

Fazit
Spiegelkind hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Ich habe es gerne und mit Interesse gelesen, hatte dabei aber unglaublich viele Fragezeichen im Kopf, die auch jetzt nach Beendigung der Lektüre nicht gänzlich verschwunden sind.
Etwas verwirrend, aber mit einem interessanten Plot, hat es zumindest mich neugierig auf den zweiten Band gemacht. Ich hoffe dieser wird nicht ganz so verwirrend werden und mehr Fragen auflösen, als dieser es getan hat.
Ein Buch eher für jüngere Leser, aber durch die Gesellschaftskritik durchaus auch für Erwachsene geeignet.

Skala 3,5 Stern