[Hörbuch-Rezension] Du kannst schlank sein, wenn du willst von Jan Becker

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Worum geht’s?

Für Abnehmwillige gibt es immer wieder neue Wunderdiäten und komplizierte Ernährungskonzepte – leider ist der Erfolg hier oft nur kurzfristig, die alten Gewohnheiten sind schwer abzulegen, und so droht bald der Jo-Jo-Effekt. Doch wer sein Gewicht dauerhaft reduzieren will, muss mental dazu bereit sein, denn in Wirklichkeit hält unsere Psyche hartnäckig an den Fettreserven fest. Jan Becker zeigt, welche Denkmuster uns davon abhalten, gesünder zu leben, und wie wir mithilfe der Selbsthypnose unser Gehirn umprogrammieren können. Mit seinem fundierten Programm gelingt es, Blockaden zu überwinden, nachhaltig abzunehmen und sein Wunschgewicht dauerhaft zu halten – und das ganz ohne Frust und mühsames Diäthalten. (Quelle) [Anzeige]

Meine Meinung zum Hörbuch

Ich beschäftige mich gerade ganz intensiv mit dem Thema Gewichtsreduktion und als mir dieses Hörbuch von Jan Becker aufgefallen ist, wollte ich wissen, was hinter diesem vollmundigen Versprechen steckt.

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[tthink private] 1000 Fragen an mich selbst #7

Eine Aktion von PinkePank, bei der ich leider etwas hinterher hinke. Sie jedoch so toll finde, dass ich gerne weiterhin die Fragen dazu beantworten möchte.


1000 Fragen an mich selbst – #7

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
Ja, manchmal leider schon. Besonders seit Puschel da ist und ich die Abende leider zu häufig mit Dingen vollpropfe, die alle noch erledigt werden müssen…

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Dafür, dass sie mich zu einem höflichen und rücksichtsvollen Menschen erzogen haben, der alles andere als egoistisch ist. Und dafür, dass sie wirklich alles aufgegeben haben, damit es uns Kindern gut geht – wir sind nämlich vor 28 Jahren nach Deutschland eingewandert.

123. Sagst du immer, was du denkst?
Nein, damit würde kaum einer zurecht kommen. Dafür denke ich zu viel, zu umfassend und für die meisten zu kompliziert. Das tue ich eigentlich nur bei meinem Mann, dem Menschen, der mir (nach Puschel) am nächsten steht. Meistens schalte ich noch einen Filter davor, der mich davon abhält bestimmt Sachen zu sagen, denn nicht alle Sachen, die ich sagen wollen würde, sind nett.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Nein. Wie gesagt, seit drei Jahren kein Fernsehempfang mehr. Ja…freiwillig!

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Mir fällt da jetzt gerade nichts ein – gutes Zeichen oder?

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?
Von meinen letzten 10€, die ich noch im Portemonnaie habe, bevor ich dann einfach wieder neues Geld abhebe oder von meinen letzten 10€ bevor ich für den Monat gar kein Geld mehr habe?
Ersteres: Was zu essen oder ein Buch. Zweiteres: Definitiv Essen für Puschel!

127. Verliebst du dich schnell?
Yap, eindeutig. Aber das ist definitiv ok, denn ich wusste dadurch sofort, dass ich meinen Mann heiraten werde und bin sehr hartnäckig geblieben.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
Die Frage müsste lauten: Woran denkst du NICHT bevor du einschläfst? Es gibt einen Grund, warum ich nicht gut einschlafe und das ist mein überaktives Gehirn, das einfach nie die Klappe hält.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Der Tag, an dem ich nicht durch Verpflichtungen (z.B. Arbeit) an etwas “gefesselt” bin, sondern tun kann, was ich möchte und Zeit mit meinen Lieben verbringen kann. Dabei ist es egal, ob das ein Montag, ein Mittwoch oder ein Sonntag ist.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Die bisherige Erziehung meiner Tochter, dieser Blog und die Arbeit an und mit mir selber.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
Ellen DeGeneres – sie scheint eine ganz wundervolle Persönlichkeit zu sein.

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Oh ja. Ich verrate euch aber nicht in wen. Winking smile

133. Was ist dein Traumberuf?
Mein Traumberuf ist eine eierlegende Wollmilchsau. Ich habe so viele Interessen und möchte so vieles tun und ausprobieren, dass mir ein “stinknormaler” Job eigentlich nicht reichen würde.
Als Erzieherin war ich bisher aber wirklich sehr glücklich und ich mache diesen Job nicht, weil er so entspannend oder gut bezahlt ist, sondern weil er irgendwie schon Berufung ist.

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
Nein, gar nicht. Früher fiel es mir noch um eeeeeeiniges schwerer, aber es fällt mir immer noch nicht leicht um Hilfe zu bitten. Lieber beiße ich die Zähn zusammen, gehe auf dem Zahnfleisch, überschreite kilometerweit meine Grenzen, bis ich mir dann selber eingestehe, dass ich Hilfe brauche.
Dazu kommt dann auch noch, dass ich meistens darauf hoffe, dass die Menschen in meinem Umfeld meine Not erkennen (so wie ich sie auch bei ihnen erkenne) und ihre Hilfe von sich aus anbieten (so wie ich es auch tue) – doch leider ist das eher die Ausnahme.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?
Postkarten bzw. Geburtstagskarten mit lieben Worten darauf. Ich finde, das sind ganz wundervolle Erinnerungen.

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
Instagram, Facebook, Lovelybooks, Google, Twitter…ich alter Suchti…

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Oh ja, definitiv!
Puschels Lachen, kuscheln mit meinen zwei Lieblingsmenschen, Umarmungen, von Menschen, die ich liebe, aufbauende Worte, ein Kuss auf die Stirn oder ein Streicheln über den Kopf/Rücken, wenn es mir nicht gut geht, zusammen lachen, tiefgründige Gespräche…und und und.

138. Hast du schon mal etwas gestohlen?
Ähm…ja…. Ein Klebetattoo, weil ich zu geizig war dafür 10 Pfennig auszugeben. Ich war jung und brauchte das Geld!

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Eigentlich kocht der Mann und zwar immer, wenn Gäste kommen. Na ok, fast immer…ein oder zwei Mal habe ich auch mal was gemacht.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?
Klingt das gierig, wenn ich sage, ich würde gerne in möglichst teuren Läden gratis einkaufen, damit ich die Sachen nachher wieder verkaufen kann, um mir dafür Bücher kaufen zu können?

[Kurz gesagt…] Das Erwachen von Andreas Brandhorst

© Piper Verlag


Wann werden die Maschinen uns übertrumpfen und was wird das für unser Leben bedeuten? Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird.
(Quelle) [Anzeige]



Wir haben letztes Jahr eine Rezensionsanfrage zu dem Buch bekommen. Da ich aber zu viele Bücher auf meinem Rezi-SuB hatte und der Ehemann das Buch sehr interessant fand, hat er die Anfrage positiv beantwortet. Erwartet hatten wir also, dass uns ein einziges Buch zugeschickt wird. Angekommen sind dann aber zwei Bücher in einem Paket – was also kein Fehler im Versand war. Kurzerhand entschlossen wir uns dann daraus ein tthinkttwice Reading zu machen.
Leider hat das nur semigut geklappt, deswegen kommt meine Kurzrezension auch erst heute online und nicht schon vor ein paar Monaten.

Sagen wir es mal so: die Charaktere waren gut ausgearbeitet, sie stechen halt nur nicht aus der Masse aller Buchcharaktere hervor. Authentisch? Ja, definitiv. Doch mir waren sie nicht tief genug. Das erkenne ich immer daran, wenn ich eigentlich mehr mitleiden müsste. Also wenn das Thema oder die Umstände eigentlich mehr Emotionen und Empathie erzeugen müsste, ich aber relativ entspannt und teilweise fast schon gleichgültig bleibe beim Lesen.

Der Schreibstil hat mich ehrlich gesagt überrascht. Als ich das Buch gesehen hatte und den Klappentext gelesen, habe ich mehr oder weniger einen Frank Schätzing ähnlichen Schreibstil erwartet. Ich war dann allerdings sehr positiv überrascht, dass dem nicht so war.
Brandhorst schreibt meiner Meinung nach angenehm verständlich und flüssig, auch wenn die Thematik eher komplexer Natur ist.

Mir war es stellenweise too much. Ich habe beispielweise nicht ganz verstanden warum es zu der Maschinenintelligenz, die echt an sich schon eine ziemlich große Herausforderung für die Menschheit darstellt, dann auch noch im Sommer anfängt zu schneien.
Das hätte, meiner Meinung nach, Sinn gemacht, wenn mehr auf das Thema Stromausfälle etc. eingegangen worden wäre, doch das war mehr ein Randthema, deswegen hätte es für mich, für die Dramatik auch nicht unbedingt im Sommer schneien müssen.

Ich mochte das Buch. Ich mochte es tatsächlich auch mehr als der Ehemann. Mir hat der angenehm leichte Schreibstil sehr gefallen und die Thematik an sich fand ich sehr spannend.
Etwas weniger Drama und vielleicht auch ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte, meiner Meinung nach auch nicht geschadet.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen für diesen Science-Thriller.


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Titel: Das Erwachen
Autor: Andreas Brandhorst
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2017
ISBN: 978-3-492-06080-6
Format: Klappenbroschur (736 Seiten)
Preis: 16,99€


Weitere Meinungen zum Buch

Der Ehemann aka Christian von tthinkttwice

Ihr habt eine Rezension zu “Das Erwachen” geschrieben“? – Dann immer her mit dem Link!

[Rezension] Pokki: Abenteuer in Afrika von Martin Lenz & Manfred Mai

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© Fabulus Verlag


Der kleine Pinguin, der dem Südpol entfloh, will in Afrika unbedingt die wilden Tiere kennenlernen. Er begegnet seltsamen grauen Riesen, die Schläuche ins Wasser hängen, und gierigen Augenpaaren, die in Flüssen gezackte Schwänze hinter sich herziehen. Seine unbekümmerte Art bringt Pokki wiederholt in Bedrängnis, doch sein Mut erfährt auch die Anerkennung des Königs der Tiere, der ihn zu seinem Reviermeister erhebt. Eine ehrenvolle Aufgabe für Pokki. (Quelle) [Anzeige]

Meine Meinung zum Buch

Ich habe es schon wieder getan. Ich habe unwissend den zweiten Band einer Reihe zuerst gelesen, weil ich es nicht besser wusste bzw. es versäumt habe mich zu informieren. Aber wisst ihr was? Das macht bei Pokki zum Glück nicht so viel aus, denn sein Abenteuer in Afrika konnte ich auch prima ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen.
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[Neuerscheinungen] Mai 2018–eine bunte Mischung

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Wie kann es denn bitte sein, dass wir fast schon wieder Mai haben?! Und wie kann es sein, dass meine Wunschliste jedes Mal förmlich explodiert, wenn ich mich den Neuerscheinungen widme?! #thestruggleisreal
Dieses Mal werde ich nur einen einzigen Neuerscheinungspost machen und ihn nicht auf zwei Beiträge splitten, also macht euch auf einen sehr umfangreichen Artikel gefasst.
Viel Spaß beim Stöbern!
Wie üblich gelangt ihr durch ein Klick auf das Cover zur jeweiligen Verlagsseite für mehr Informationen zu dem vorgestellten Buch.
*Da ich die Verlagsseiten verlinke, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich bekomme allerdings weder Geld noch kostenlose Bücher für diesen Beitrag. Ich möchte euch lediglich ein paar interessant klingende Bücher vorstellen.
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[Rezension] Fanatisch von Patricia Schröder

Fanatisch© Coppenrath Verlag


Worum geht’s?

Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern. (Quelle) [Anzeige]

Meine Meinung zum Buch

Ein neues Buch von Patricia Schröder? Natürlich musste ich dieses Buch lesen. Die Autorin hat mich bisher noch nie enttäuscht und auch mit “Fanatisch” ist ihr erneut ein ganz wunderbares Buch gelungen.
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[Neu im Bücherregal] Ob ich es jemals schaffen werde…

Ob ich es jemals schaffen werde meine Neuzugänge zeitnah zu erfassen und zu posten? Ich bezweifle es… Aber besser spät als nie. Winking smile

Bird & Sword

Bird & Sword von Amy Harmon

Joa…vor etwa 300 Jahren ist dieses Buch in einer Bücherbox bei mir eingezogen. Leider habe ich keine Ahnung mehr welche Box es war… Ja, ich schäme mich schon dafür, dass ich es vergessen habe und dass es vor allen Dingen so lange her ist, dass das Buch hier eingezogen ist und ich es euch noch nicht gezeigt habe.


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[Rezension] Retro Game Dev von Derek Morris

Es ist mal wieder Zeit für eine Fachbuch-Rezi und wenn Du nicht entweder a) ein Nerd und/oder b) ein Kind der 80’er bist und/oder c) Dich für Spieleprogrammierung interessierst, kann diese Rezension nur dann für Dich interessant sein, wenn Du Menschen dieser Gattung ein bisschen besser verstehen wollen würdest – was immer eine gute Idee ist.

Worum geht’s

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© Derek Morris

Meine Meinung

Das Paperback mit seinen etwas über 120 Seiten im handlichen Format ist sehr ansprechend aufgemacht. Nicht zu grell, sondern im Gegenteil: Eher stilvoll mit vielen Retro-Elementen – von der einfachen Farbgestaltung bis hin zu den Schriftarten – hielt ich mit Retro Game Dev, der C64 Edition, ein Taschenbuch in der Hand, von dem ich mir versprach, schnell lernen zu können wie sich zwei der wichtigsten Spielekategorien auf dem sympathischen 8-Bitter umsetzen lassen: Plattformer und Space Shooter. Wem das nichts sagt: Spiele der ersten Kategorie scrollen meist von links nach rechts und der Spieler hüpft und springt durch die Level (z.B. Super Mario) und in Spielen der zweiten Kategorie scrollt der Bildschirm meist von oben nach unten und der Spieler ballert mit einem Raumschiff auf ganze Horden von Aliens. So. Alle Klischees bedient.
Das Buch besteht aus sechs Kapiteln. Angefangen beim “notwendigen Übel”, sprich: Was für Datentypen kennt der C64, wie funktioniert dessen Hardware und was ist Assembler, geht es direkt weiter mit einem Einstieg in die Entwicklung von Software für den C64 mittels moderner Entwicklungsumgebungen. Davon gibt es übrigens mehrere und sie alle laufen i.d.R. auf PCs. Sog. “Cross-Assembler” übersetzen dann den Code in Maschinensprache, die dann wiederum ein echter C64 versteht. Retro Game Dev setzt hier auf das CBM Prg Studio von Arthur Jordison. In dem Kapitel wird auch ein C64 Emulator vorgestellt (in diesem Fall VICE) und das grundlegende Framework erklärt, auf das die folgenden Spiele aufsetzen.
Hier habe ich auch meinen ersten Kritikpunkt: Auch wenn der Leser bis hier hin verstanden haben mag, wie versierte Softwareentwickler mittels Assembler und Opcodes in der Lage sind, irgendwie dem Computer zu sagen, was er zu tun hat, wird er kaum verstehen, was dieses Framework tut. Denn hier passieren zu viele Dinge praktisch gleichzeitig und das Buch nimmt sich kaum Zeit, sie zu erklären. Schade.
Das dritte Kapitel steigt dann direkt in die Entwicklung des Space Shooters ein. Es werden Sprites gezeichnet, vorgefertigte Projekte geladen (die es als Download auf der Website des Autors kostenfrei zur Verfügung stehen) und besondere Stellen im Quellcode in wenigen Sätzen erläutert. Wer es bis hierher nicht gemerkt hat: Das Ziel des Buches ist es nicht wirklich, bei einem Newcomer tatsächliches Verständnis all dessen, was er hier tut, zu bewirken. Dafür ist es zu kurz und versucht gleichzeitig zu viel zu zeigen. Allerdings wird das auch bereits zu Anfang deutlich, wenn Morris Empfehlungen zum Umgang mit dem Buch ausspricht: Assets herunterladen, vorgefertigte Programme starten und mit dem Code experimentieren.
Im vierten Kapitel folgt der versprochene Plattformer nach dem gleichen Rezept: Sprites zeichnen, Projekte aus dem mitgelieferten Archiv laden, Framework-Erläuterungen lesen, fertig.
Kapitel 5 wirkt auf mich wie eingeschoben. Es spricht über die Hardware und zeigt dabei Fotos von verschiedenen Versionen des C64, dem Original Monitor, Joysticks, Steckmodulen und mehr. Zusammen mit den jeweils drei bis vier Zeilen Erklärungstext erschließt sich mir hier kein Mehrwert.
Abschließend folgen mit dem sechsten Kapitel noch zwei Seiten mit einerseits einer Auflistung erweiterter Themen und einer Liste von Links zu interessanten Ressourcen andererseits (inkl. der aktuell wichtigsten Publisher für Retro-Spiele: RGCD, Psytronik und Protovision).
Natürlich ist es in der Tat so, dass der Leser dieses Buches zum Schluss zwei Spiele in den Händen hält, deren Code er selbst zusammengesteckt bzw. stellenweise erklärt bekommen hat. Ich bezweifle, dass er damit gelernt hat wie es wirklich funktioniert oder im Anschluss in der Lage wäre, selbst entsprechende Spiele zu entwickeln – geschweige denn, mit Hilfe von Retro Game Dev in die Spiele-Industrie einzusteigen, wie es der Klappentext groß mündig verspricht. Nur, das ist auch nicht wirklich das Ziel von Morris.
Denn die Entwicklung eines komplexen Computerspiels ist nun einmal eine wirklich aufwändige Angelegenheit und kaum in so wenig Seiten voll umfänglich darstellbar. Insofern leistet dieses Buch etwas sehr wichtiges: Einen Einstieg. Und genauso verspricht es ebenfalls der Klappentext. Ohne zunächst 100 Video-Tutorials sehen zu müssen, 30 Fachbücher zu lesen, oder Informatik zu studieren hat der Leser nun einmal innerhalb kürzester Zeit – dank vorgefertigter Bausteine – zwei kleine Spiele in der Hand und das Gefühl, sie ein wenig selbst programmiert zu haben. Für einen Commodore 64. Im 21. Jahrhundert. Großartig! Und dabei ergänzt Morris dann und wann immer mal wieder kleine Aufgaben, die den Leser dazu ermutigen, von den Bausteinen etwas abzuweichen und Code nach eigenem Gusto zu verändern.
Zusätzlich bietet er auf seiner Website ein Forum an, in dem sich die Leser über das Buch unterhalten können, Tipps austauschen oder Fragen stellen. Er selbst bietet dort kostenlos persönlichen Support an.

Fazit

Wenn ich persönlich Retro Game Dev als zu oberflächlich empfinde, dann höchstens deshalb, weil ich selbst Wurzeln in der Spiele-Industrie habe und mir an vielen Stellen einfach mehr “Butter bei die Fische” gewünscht hätte. Auf der anderen Seite berücksichtige ich natürlich aber auch die eigentliche Zielgruppe und in dieser Hinsicht wiederum denke ich, hat Morris voll ins Schwarze getroffen! Einzig die Zusatzkapitel hätten ausführlicher ausfallen können und wenn er schon bewusst wenig ins Detail geht, hätte ich mich über Vorstellungen anderer Projekte gefreut, die diese Lücke füllen (z.B. 64bites.com).
Alles in allem ist dieses Buch dennoch ein gelungener Einstieg für alle, die es (noch) mal wissen wollen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine Kaufempfehlung!
 

[Rezension] Palace of Glass–Die Wächterin von C.E. Bernard

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Worum geht’s?

Stellen Sie sich vor…
London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Hier muss ich ehrlich zugeben, dass ich vermutlich gar nicht auf das Buch aufmerksam geworden wäre, hätte der Verlag mich nicht durch eine Bloggeraktion persönlich darauf aufmerksam gemacht. Also erst einmal danke dafür, denn ich bin wirklich froh, das Buch gelesen zu haben. (mehr …)

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